Discussion:
legal geparkt und trotzdem abgeschleppt
(zu alt für eine Antwort)
Martin Gerdes
2021-10-12 16:03:52 UTC
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[Fundstück aus unserer lokalen Fahrrad-Mailingliste]

https://www.weser-kurier.de/bremen/legal-geparkt-und-trotzdem-abgeschleppt-doc7e48wghnx9k8s0zc2a1-amp.html

Soll man darüber lachen oder weinen?
Bodo G. Meier
2021-10-12 17:25:14 UTC
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Post by Martin Gerdes
[Fundstück aus unserer lokalen Fahrrad-Mailingliste]
https://www.weser-kurier.de/bremen/legal-geparkt-und-trotzdem-abgeschleppt-doc7e48wghnx9k8s0zc2a1-amp.html
Soll man darüber lachen oder weinen?
Am besten lesen, den Kopf schütteln und schnell weiterblättern, bevor
mir einige Fragen und die Galle hochkommen.
Wer trägt die Kosten des Verfahrens?
Haben die Polizeibeamtinnen den Tatbestand der Nötigung im Amt erfüllt?

Gruß,
Bodo
--
Postheroische Vampirkartoffel! (Sepp Ruf in de.rec.fahrrad)
Karl Müller
2021-10-12 18:38:23 UTC
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Post by Bodo G. Meier
Post by Martin Gerdes
[Fundstück aus unserer lokalen Fahrrad-Mailingliste]
https://www.weser-kurier.de/bremen/legal-geparkt-und-trotzdem-
abgeschleppt-doc7e48wghnx9k8s0zc2a1-amp.html
Post by Bodo G. Meier
Post by Martin Gerdes
Soll man darüber lachen oder weinen?
Am besten lesen, den Kopf schütteln und schnell weiterblättern, bevor
mir einige Fragen und die Galle hochkommen.
Wer trägt die Kosten des Verfahrens?
Die Staatskasse
Post by Bodo G. Meier
Haben die Polizeibeamtinnen den Tatbestand der Nötigung im Amt erfüllt?
Eventuell ein Personalgespräch mit Nachschulung

mfg

Karl
Olaf Schultz
2021-10-12 19:41:10 UTC
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Post by Bodo G. Meier
Post by Martin Gerdes
[Fundstück aus unserer lokalen Fahrrad-Mailingliste]
https://www.weser-kurier.de/bremen/legal-geparkt-und-trotzdem-abgeschleppt-doc7e48wghnx9k8s0zc2a1-amp.html
Soll man darüber lachen oder weinen?
Am besten lesen, den Kopf schütteln und schnell weiterblättern, bevor
mir einige Fragen und die Galle hochkommen.
Wer trägt die Kosten des Verfahrens?
Haben die Polizeibeamtinnen den Tatbestand der Nötigung im Amt erfüllt?
Wäre dafür... habe nämlich zu häufig gehört, daß die Polizeibeamten in
ihrer Ausbildung mehr Verkehrsrecht hätten als ich... wenn sie mich
unberechtigt zurechtweisen wollen. Verbotsirrtum etc. gilt damit für die
nicht.

Olaf
Karl Müller
2021-10-12 17:49:18 UTC
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Post by Martin Gerdes
[Fundstück aus unserer lokalen Fahrrad-Mailingliste]
https://www.weser-kurier.de/bremen/legal-geparkt-und-trotzdem-
abgeschleppt-doc7e48wghnx9k8s0zc2a1-amp.html
Post by Martin Gerdes
Soll man darüber lachen oder weinen?
Weder noch - einfach darüber freuen, dass wir in einem funktionierenden
Rechtsstaat leben und weder die Polizei noch die Richter hier die Gesetze
und Vorschriften machen

mfg

Karl
Andreas Oehler
2021-10-14 14:42:20 UTC
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Post by Martin Gerdes
Post by Martin Gerdes
https://www.weser-kurier.de/bremen/legal-geparkt-und-trotzdem-
abgeschleppt-doc7e48wghnx9k8s0zc2a1-amp.html
Post by Martin Gerdes
Soll man darüber lachen oder weinen?
Weder noch - einfach darüber freuen, dass wir in einem funktionierenden
Rechtsstaat leben und weder die Polizei noch die Richter hier die Gesetze
und Vorschriften machen
Hier in Tübingen duldet der städtische Ordnungsdienst dem Augenschein nach
Parken halb auf dem Bürgersteig, wenn Fußgänger sich halbwegs noch daran
vorbeiquetschen können. Auch Parken bis in die Kreuzung hinein wird nicht
geahndet. Parken ohne Parkschein in entsprechender Zone oder im expliziten
Parkverbot wird hingegen eifrig geahndet. In den Fahrbahnbereich
zentimeterweit hineinragende Bäume/Büsche werden auch schnell behördlich
angemeckert. Die Polizei hat nur das Fließen des Kfz-Verkehr im Auge - für
alles andere erklärt man sich nicht zuständig.

Was tun, um nerviges Gehweg- und Kreuzungs-Flaschparken nachhaltig
flächendeckend zu unterbinden, ohne jetzt den Spießer zu sehr heraushängen
zu lassen? Kann man verlangen, die behördliche Duldung dieser behindernden
und vereinzelt auch gefährdenen Ordnungswidrigkeiten schriftlich zu
bekommen, um das dann durch die Politik in Folge öffentlicher Entrüstung
oder Gericht aufheben zu lassen?

Andreas
Uwe Schliephake
2021-10-15 06:35:23 UTC
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Post by Andreas Oehler
Hier in Tübingen
Hier in Braunschweig genauso, es gilt das Recht des Stärkeren.
Martin Gerdes
2021-10-15 12:29:08 UTC
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Post by Uwe Schliephake
Post by Andreas Oehler
Hier in Tübingen
Hier in Braunschweig genauso, es gilt das Recht des Stärkeren.
Eigentlich vorwiegend das Recht des Frecheren. Viel Kraft braucht man ja
nicht, um den Gehweg zuzuparken. Aber halt Chuzpe.

Ich sehe hier immer wieder die gleichen Fahrzeuge auf "ihren" illegalen
Parkplätzen stehen. Andere Leute halten sich an die Regel, daß dort
Parkverbot ist, also brauchen die Frechen nicht lange zu suchen und
haben immer "ihren" Privatparkplatz.
Karl Müller
2021-10-15 08:23:55 UTC
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Post by Andreas Oehler
Post by Martin Gerdes
Post by Martin Gerdes
https://www.weser-kurier.de/bremen/legal-geparkt-und-trotzdem-
abgeschleppt-doc7e48wghnx9k8s0zc2a1-amp.html
Post by Martin Gerdes
Soll man darüber lachen oder weinen?
Weder noch - einfach darüber freuen, dass wir in einem funktionierenden
Rechtsstaat leben und weder die Polizei noch die Richter hier die
Gesetze und Vorschriften machen
Hier in Tübingen duldet der städtische Ordnungsdienst dem Augenschein
nach Parken halb auf dem Bürgersteig, wenn Fußgänger sich halbwegs noch
daran vorbeiquetschen können. Auch Parken bis in die Kreuzung hinein
wird nicht geahndet. Parken ohne Parkschein in entsprechender Zone oder
im expliziten Parkverbot wird hingegen eifrig geahndet. In den
Fahrbahnbereich zentimeterweit hineinragende Bäume/Büsche werden auch
schnell behördlich angemeckert. Die Polizei hat nur das Fließen des
Kfz-Verkehr im Auge - für alles andere erklärt man sich nicht zuständig.
Was tun, um nerviges Gehweg- und Kreuzungs-Flaschparken nachhaltig
flächendeckend zu unterbinden, ohne jetzt den Spießer zu sehr
heraushängen zu lassen? Kann man verlangen, die behördliche Duldung
dieser behindernden und vereinzelt auch gefährdenen Ordnungswidrigkeiten
schriftlich zu bekommen, um das dann durch die Politik in Folge
öffentlicher Entrüstung oder Gericht aufheben zu lassen?
Das wäre einer der möglichen Wege - man kann auch eine Partei gründen und
das Falschparken als "Größtes Problem aller Zeiten"™ deklarieren und auf
Wähler hoffen...

Es gibt bestimmt noch mehr Möglichkeiten

mfg

Karl
Martin Gerdes
2021-10-15 12:29:07 UTC
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Post by Andreas Oehler
Post by Martin Gerdes
https://www.weser-kurier.de/bremen/legal-geparkt-und-trotzdem-
abgeschleppt-doc7e48wghnx9k8s0zc2a1-amp.html
Hier in Tübingen duldet der städtische Ordnungsdienst dem Augenschein nach
Parken halb auf dem Bürgersteig, wenn Fußgänger sich halbwegs noch daran
vorbeiquetschen können. Auch Parken bis in die Kreuzung hinein wird nicht
geahndet.
Hier in Hannnover duldet der städtische Ordnungsdienst dem Augenschein
nach das halbhohe Parken auf dem Bürgersteig auch dann, wenn Fußgänger
sich nicht mehr daran vorbeiquetschen können. Auch Parken um die
Straßenecken herum wird nicht geahndet. Die Bezirksräte in betroffenen
Vierteln bemühen sich daher um Verpollerung der Straßenecken, damit
Fußgänger wenigstens einigermaßen eine Chance haben, zwischen den
geparkten PKWs auf die andere Seite zu kommen. Eine Frau mit Kinderwagen
hat da keine Möglichkeit, die hat auch vielfach keine Chance, den Gehweg
überhaupt zu benutzen.

An manchen Straßen sind die Gehwege breit, da wird dann schonmal von der
Stadt Parkplätze von den Gehwegen abmarkiert (etwa in der
Ferdinand-Wallbrecht-Straße).

https://www.google.de/maps/place/Ferdinand-Wallbrecht-Stra%C3%9Fe,+30163+Hannover/@52.3958299,9.7437668,60m/data=!3m1!1e3!4m5!3m4!1s0x47b07350f29ce92b:0xd2f73ca0293c7c60!8m2!3d52.3936911!4d9.7457168

Hier parkt eine Reihe Fahrzeuge am Fahrbahnrand und eine weitere Reihe -
legal! - auf dem Gehweg. Die Parkplätze dort sind (wie man zum Teil
schwach sieht) mit Farbe markiert.

Das alles hat einen einfachen Grund: Ohne dieses massive Falschparken
würde die Stadt nicht mehr funktionieren. Es sind schlichtweg zuviele
Autos zugelassen, und jedes Jahr werden es mehr.

Die Fahrbahn meiner Wohnstraße ist 4,50 breit. Würde ein PKW (knapp 2 m
Breite) vorschriftsgemäß am Fahrbahnrand parken, blieben etwas mehr als
2,5 m Fahrbahn. Das reicht für einen geübten Müllwagenfahrer.

Nun sollen die PKW aber auf beiden Seiten der Straße parken dürfen. Die
Stadt hat hierzu auf beiden Gehwegen einen Farbstrich angebracht, der 70
cm "Halbhochparken" erlaubt. Kurz mal nachgerechnet: Der PKW links parkt
nun nicht mehr am Fahrbahnrand, sondern 70 cm halbhoch, steht somit 70
cm weniger weit in die Fahrbahn vor. Dafür steht auf der anderen Seite
nun ein halbhoch geparkter PKW 1,30 m in die Fahrbahn vor. Bleiben statt
2,50 m nur noch 1,90 m Restfahrbahnbreite. Da käme schon ein PKW nur mit
Mühe und Zirkeln durch.

Wie geht das trotzdem? Ganz einfach: ALLE PKW parken weiter auf dem
Gehweg, als das von der Stadt her erlaubt und vorgesehen ist.

Broken by design, sage ich da.

Das an sich ordnungswidrige Halbhochparken zulasten der Fußgänger ist so
fest in den Köpfen der Autofahrer verankert, daß sie auch dort halbhoch
parken, wo das von der Fahrbahnbreite überhaupt nicht notwendig ist.

In dem verlinkten Artikel steht, daß in dem betreffenden Wohnviertel ein
Drittel der PKW ordnungswidrig parkt. Ich halte das für eine plausible
Schätzung. Ich habe nicht nachgezählt, könnte mir aber vorstellen, daß
das bei uns auch so ist.

Mir ist die Parkerei in meiner Wohnstraße lange nicht als ungewöhnlich
empfunden, bis mir mal aufgefallen ist, daß praktisch alle Fußgänger
hier auf der Fahrbahn gehen, auch "brave" Fußgänger, von denen man ein
vorschriftsgemäßes Verhalten im Verkehr erwarten kann. Da habe ich dann
nachgemessen und festgestellt, daß man als Fußgänger aufgrund der
Parkerei überhaupt nicht vorschriftsgemäß auf dem Gehweg gehen KANN.
Post by Andreas Oehler
Parken ohne Parkschein in entsprechender Zone oder im expliziten
Parkverbot wird hingegen eifrig geahndet. In den Fahrbahnbereich
zentimeterweit hineinragende Bäume/Büsche werden auch schnell behördlich
angemeckert.
Ich habe ja neulich schonmal davon berichtet: Es sollte ein Areal als
Anwohnerparkzone eingerichtet werden. Die Stadt hat das durchgerechnet
und festgestellt, daß sie das wirtschaftlich überhaupt nicht durchziehen
kann, weil die Bußgelder derart niedrig sind (kein Parkschein: 10 Euro),
daß sie sich nicht wirtschaftlich erheben lassen. Das Aufkommen an
Verwarnungsgeld zahlt das zu seiner Erhebung nötige Personal nicht.
Parkraumüberwachung sei momentan für die Stadt Draufzahlgeschäft.
Post by Andreas Oehler
Die Polizei hat nur das Fließen des Kfz-Verkehr im Auge - für
alles andere erklärt man sich nicht zuständig.
Klar.
Post by Andreas Oehler
Was tun, um nerviges Gehweg- und Kreuzungs-Flaschparken nachhaltig
flächendeckend zu unterbinden, ohne jetzt den Spießer zu sehr heraushängen
zu lassen?
Die jetzt geplante und bereits beschlossene Explosion der
Verwarnungsgelder ist schon einmal ein Schritt, weil damit eine
wirtschaftliche Erhebung der Verwarnungsgelder in Reichweite kommt.

Man sollte die Parkraumüberwachung privatisieren. Provision dürfte den
Eifer des Überwachungspersonals erhöhen.

Schon jetzt ließen sich mit geeigneter Methodik Knöllchen kostendeckend
erheben, weil Verwarnungsgelder zeitlich gestaffelt sind: Ginge das
Kontrollpersonal im passenden Zeitabstand ein zweites Mal durch die
betreffende Straße, fände es dort vermutlich einen Großteil der
Falschparker am gleichen Fleck. Damit bliebe das ein (1) bürokratischer
Vorgang (Halterermittlung etc.), aber das Verwarngeld wäre höher.
Post by Andreas Oehler
Kann man verlangen, die behördliche Duldung dieser behindernden
und vereinzelt auch gefährdenen Ordnungswidrigkeiten schriftlich zu
bekommen, um das dann durch die Politik in Folge öffentlicher Entrüstung
oder Gericht aufheben zu lassen?
Man sollte nicht verkennen, daß "die Autofahrer" (das sind fast alle) so
ziemlich die stärkste Lobbygruppe im Land sind. Das Verständnis fürs
Falschparken ist in weiten Teilen der Bevölkerung enorm ("Irgendwo muß
ich schließlich parken!"), diese Geisteshaltung dürfte sich auch in den
Rathäusern fortsetzen. Wenn ich einen Falschparker photographiere, ist
jedem Passanten klar, warum ich das tue. Regelmäßig werden dann
Wildfremde aggressiv, die das eigentlich nichts angehen müßte. Die
Solidarität der Autofahrer untereinander ist offensichtlich enorm.

Falschparken wird in der Bevölkerung als Notwehr begriffen und nicht als
Delikt. Es wird lang dauern, bis sich das in den Köpfen ändert.

Vermutlich auch in anderen Städten gibt es schlichtweg zu viele
zugelassene PKW. Ohne eine Reduktion der PKW-Anzahl (das wollen die
Grünen) oder eine Vermehrung von Parkplätzen (das will die CDU) gibt es
da keine Lösung.

Ich kann mir durchaus auch kreative Lösungen vorstellen: Hier im Viertel
ist ein Supermarkt mit großem Kundenparkplatz, den der Supermarkt nachts
und an Feiertagen sicher nicht braucht. Der könnte durchaus zeitlich
begrenzte Parkerlaubnisse an Pendler verkaufen, denn die sind ja
untertags weg, wenn der Supermarkt seinen Parkplatz für seine Kunden
braucht. Auf manchen Supermarktparkplätzen findet Parkraumüberwachung
bereits statt, weil Fremdparker den Kunden die Parkplätze wegnehmen. Da
werden dann allerdings auskömmliche Konventionalstrafen verlangt (und
deren Bezahlung auch verfolgt), keine Peanuts wie beim Staat. Ich könnte
mir allerdings vorstellen, daß die Betreiber sich der Jammerei in den
Medien nicht aussetzen wollen, die mit einer solchen kreativen Lösung
vermutlich verbunden wäre.

Noch besser sind die Verhältnisse hier:
https://www.google.de/maps/place/Lathusenstra%C3%9Fe,+30625+Hannover/@52.3614535,9.7595686,954m/data=!3m1!1e3!4m5!3m4!1s0x47b00b7cc1ca4889:0x251e5498d522781f!8m2!3d52.3783115!4d9.7977848
"An der Weide" sind mehrere große Kundenparkplätze, die sich spätestens
um 20.00 Uhr leeren. Da könnten viele Anwohner der angrenzenden Straßen
ordnungsgemäß parken und müßten dann nicht vor ihren Häusern 300 m
weiter ihre Blechkisten ins Parkverbot oder auf die Gehwege stellen.
Karl Müller
2021-10-15 12:53:17 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Man sollte die Parkraumüberwachung privatisieren. Provision dürfte den
Eifer des Überwachungspersonals erhöhen.
Privatisieren, das ist doch halbherzig - ich bin für komplett freigeben.

Jeder, der einen Falschparker beweissicher anzeigt bekommt eine Prämie
von 20% des Bußgeldes, mindestens aber 5,-€.

Natürlich steuerfrei!

Da kann sich dann manch ein Rentner und pfiffiger IT-Student eine goldene
Nase verdienen

mfg

Karl
Wolfram Jahn
2021-10-16 10:53:46 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Bleiben statt
2,50 m nur noch 1,90 m Restfahrbahnbreite. Da käme schon ein PKW nur mit
Mühe und Zirkeln durch.
1,90?

Da passt jeder Sprinter und jedes Giga-SUV locker durch;

Beweis: in Autobahnbaustellenbereichen mit linker
2-Meter-Spuren-Beschränkung überholen die komplett alle die LKWs.
--
w
Sascha Dungs
2021-10-16 11:18:04 UTC
Permalink
Post by Wolfram Jahn
Beweis: in Autobahnbaustellenbereichen mit linker
2-Meter-Spuren-Beschränkung überholen die komplett alle die LKWs.
Manche tun das. Öfter aber sehe ich diese Experten dann ängstlich auf
der linken Spur hinter einem LKW hängen und sich doch nicht trauen. Aber
Hauptsache linke Spur...
--
Gruß, Sascha
Reinhard Zwirner
2021-10-16 17:04:22 UTC
Permalink
Post by Sascha Dungs
Post by Wolfram Jahn
Beweis: in Autobahnbaustellenbereichen mit linker
2-Meter-Spuren-Beschränkung überholen die komplett alle die LKWs.
Manche tun das. Öfter aber sehe ich diese Experten dann ängstlich auf
der linken Spur hinter einem LKW hängen und sich doch nicht trauen.
Aber Hauptsache linke Spur...
Wobei in solchen BAB-Baustellen häufig durch Schilder genau zu diesem
Fahrverhalten aufgefordert wird.

Erinnert sich genau

Reinhard
Sascha Dungs
2021-10-17 00:57:16 UTC
Permalink
Post by Reinhard Zwirner
Wobei in solchen BAB-Baustellen häufig durch Schilder genau zu diesem
Fahrverhalten aufgefordert wird.
Es wird dazu aufgefordert, mit überbreiten Fahrzeugen auf zu schmalen
Fahrspuren links genauso langsam wie rechts zu fahren? Wie schaut denn
dieses Schild aus?
--
Gruß, Sascha
Michael Neumann
2021-10-17 18:59:04 UTC
Permalink
Post by Sascha Dungs
Es wird dazu aufgefordert, mit überbreiten Fahrzeugen auf zu schmalen
Fahrspuren links genauso langsam wie rechts zu fahren? Wie schaut denn
dieses Schild aus?
Das Schildfordert zum versetzt fahre auf, man sieht entsprechend die
Fahrzeuge so angeordnet. Und die Idee dabei ist, dass die linke Spur
nicht zum Überholen dient, sondern duruch versetztes Fahren ggf mehr
Fahrzeuge pro Streckenabschnitt passen (weil der Sicherheitsabstand zum
auf der gleichen Spur vorausfahrenden Fahrzeug einzuhalten ist.
Bzgl. der Breite des linksfahrenden Fahrzeugs ist dabei keine Aussag
getroffen.

Gruß Micha
Martin Kozlowski
2021-10-16 11:05:15 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Die jetzt geplante und bereits beschlossene Explosion der
Verwarnungsgelder ist schon einmal ein Schritt, weil damit eine
wirtschaftliche Erhebung der Verwarnungsgelder in Reichweite kommt.
Explosion der Verwarnungsgelder? Die 55 Euro für Parken auf Geh- und
Radwegen stehen doch nur auf dem Papier. In der Realität werden
überwiegend 23,50 Euro bezahlt.
Karl Müller
2021-10-16 11:23:53 UTC
Permalink
Post by Martin Kozlowski
Post by Martin Gerdes
Die jetzt geplante und bereits beschlossene Explosion der
Verwarnungsgelder ist schon einmal ein Schritt, weil damit eine
wirtschaftliche Erhebung der Verwarnungsgelder in Reichweite kommt.
Explosion der Verwarnungsgelder? Die 55 Euro für Parken auf Geh- und
Radwegen stehen doch nur auf dem Papier. In der Realität werden
überwiegend 23,50 Euro bezahlt.
Egal ob 55 oder 23,5€ - für mich ist beides sehr viel Geld

mfg

Karl
Arno Welzel
2021-10-16 16:34:38 UTC
Permalink
Post by Karl Müller
Post by Martin Kozlowski
Post by Martin Gerdes
Die jetzt geplante und bereits beschlossene Explosion der
Verwarnungsgelder ist schon einmal ein Schritt, weil damit eine
wirtschaftliche Erhebung der Verwarnungsgelder in Reichweite kommt.
Explosion der Verwarnungsgelder? Die 55 Euro für Parken auf Geh- und
Radwegen stehen doch nur auf dem Papier. In der Realität werden
überwiegend 23,50 Euro bezahlt.
Egal ob 55 oder 23,5€ - für mich ist beides sehr viel Geld
23,50 EUR entspricht ca. 3 Stunden bezahlter Arbeit für Mindestlohn. Wer
einen besser bezahlten Beruf hat, kann das auch schon 1-2 Stunden
erarbeiten. Das würde ich nicht als "sehr viel Geld" ansehen.
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
Karl Müller
2021-10-16 16:44:04 UTC
Permalink
Post by Arno Welzel
Post by Karl Müller
Post by Martin Kozlowski
Post by Martin Gerdes
Die jetzt geplante und bereits beschlossene Explosion der
Verwarnungsgelder ist schon einmal ein Schritt, weil damit eine
wirtschaftliche Erhebung der Verwarnungsgelder in Reichweite kommt.
Explosion der Verwarnungsgelder? Die 55 Euro für Parken auf Geh- und
Radwegen stehen doch nur auf dem Papier. In der Realität werden
überwiegend 23,50 Euro bezahlt.
Egal ob 55 oder 23,5€ - für mich ist beides sehr viel Geld
23,50 EUR entspricht ca. 3 Stunden bezahlter Arbeit für Mindestlohn. Wer
einen besser bezahlten Beruf hat, kann das auch schon 1-2 Stunden
erarbeiten. Das würde ich nicht als "sehr viel Geld" ansehen.
Du bekommst wahrscheinlich auch deutlich mehr als Mindestlohn, da hast Du
leicht schreiben hier

Dazu kommt noch das es durchaus Menschen gibt, die für das Geld 3 Stunden
*richtig* arbeiten müssen und nicht Theoretiker sind, die den ganzen Tag
über praktisch nur denken müssen

mfg

Karl
HC Ahlmann
2021-10-16 19:59:18 UTC
Permalink
Post by Karl Müller
Dazu kommt noch das es durchaus Menschen gibt, die für das Geld 3 Stunden
*richtig* arbeiten müssen und nicht Theoretiker sind, die den ganzen Tag
über praktisch nur denken müssen
Wenn Du denkst, dass Denken keine Arbeit sei, weil Du praktisch nur
denken müsstest, denkst Du nicht richtig.
Denk mal darüber nach –nein, zerbrich Dir nicht den Kopf, Du kommst
nicht darauf.
--
Munterbleiben
HC
Karl Müller
2021-10-17 05:05:38 UTC
Permalink
Post by HC Ahlmann
Post by Karl Müller
Dazu kommt noch das es durchaus Menschen gibt, die für das Geld 3
Stunden *richtig* arbeiten müssen und nicht Theoretiker sind, die den
ganzen Tag über praktisch nur denken müssen
Wenn Du denkst, dass Denken keine Arbeit sei, weil Du praktisch nur
denken müsstest, denkst Du nicht richtig.
Denk mal darüber nach –nein, zerbrich Dir nicht den Kopf, Du kommst
nicht darauf.
Aha - erwischt. Noch so ein Theoretiker :-)

Geh mal richtig arbeiten, dann weißt Du, was Du den ganzen Tag über
gemacht hast

Übrigens: Denken ist Denken und keine Arbeit

Genauso wie Arbeit Arbeit ist und kein Denken

Manch einer muss beim Arbeiten Denken - anderen Denken nicht bei der
Arbeit

Aber denk nicht darüber nach - sonst kommst Du nicht zum Arbeiten

mfg

Karl
HC Ahlmann
2021-10-17 15:04:49 UTC
Permalink
Post by Karl Müller
Post by HC Ahlmann
Post by Karl Müller
Dazu kommt noch das es durchaus Menschen gibt, die für das Geld 3
Stunden *richtig* arbeiten müssen und nicht Theoretiker sind, die den
ganzen Tag über praktisch nur denken müssen
Wenn Du denkst, dass Denken keine Arbeit sei, weil Du praktisch nur
denken müsstest, denkst Du nicht richtig.
Denk mal darüber nach –nein, zerbrich Dir nicht den Kopf, Du kommst
nicht darauf.
Aha - erwischt. Noch so ein Theoretiker :-)
Geh mal richtig arbeiten, dann weißt Du, was Du den ganzen Tag über
gemacht hast
Ich habe beides getan und weiß deshalb, dass Du irrst, praktisch nur
denken sei keine Arbeit.
--
Munterbleiben
HC
Arno Welzel
2021-10-17 19:23:27 UTC
Permalink
Karl Müller:

[...]
Dann hast Du nie *richtig* gearbeitet - ansonsten hättest Du mehr Respekt
vor Menschen, die durch richtige Arbeit ihr Geld sauer verdienen müssen.
Und für diese Menschen sind 23€ eine Menge Geld - nicht für die
"praktisch nur Denkenden"
Wenn für jemanden 23 EUR "eine Menge Geld" ist, dann ist was falsch.
Niemand sollte für seine Arbeit so schlecht bezahlt werden, dass er 23
EUR als "eine Menge Geld" ansieht.
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
Karl Müller
2021-10-18 05:58:33 UTC
Permalink
Post by Arno Welzel
[...]
Dann hast Du nie *richtig* gearbeitet - ansonsten hättest Du mehr
Respekt vor Menschen, die durch richtige Arbeit ihr Geld sauer
verdienen müssen. Und für diese Menschen sind 23€ eine Menge Geld -
nicht für die "praktisch nur Denkenden"
Wenn für jemanden 23 EUR "eine Menge Geld" ist, dann ist was falsch.
Niemand sollte für seine Arbeit so schlecht bezahlt werden, dass er 23
EUR als "eine Menge Geld" ansieht.
Wie recht Du hast - leider gibt es Milliarden Menschen auf der Welt, für
die genau dies zutrifft! Auch hier in Deutschland. Es gibt also genug zu
tun das Falsche aus der Welt zu schaffen

mfg

Karl
Arno Welzel
2021-10-19 11:31:15 UTC
Permalink
Post by Karl Müller
Post by Arno Welzel
[...]
Dann hast Du nie *richtig* gearbeitet - ansonsten hättest Du mehr
Respekt vor Menschen, die durch richtige Arbeit ihr Geld sauer
verdienen müssen. Und für diese Menschen sind 23€ eine Menge Geld -
nicht für die "praktisch nur Denkenden"
Wenn für jemanden 23 EUR "eine Menge Geld" ist, dann ist was falsch.
Niemand sollte für seine Arbeit so schlecht bezahlt werden, dass er 23
EUR als "eine Menge Geld" ansieht.
Wie recht Du hast - leider gibt es Milliarden Menschen auf der Welt, für
die genau dies zutrifft! Auch hier in Deutschland. Es gibt also genug zu
tun das Falsche aus der Welt zu schaffen
Korrekt - und die Lösung ist nicht, Bußgelder so gering zu halten, dass
sie auch für Menschen bezahlbar bleiben, für die 23 EUR viel Geld sind,
sondern allen Menschen ein angemessenes Einkommen zu sichern.
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
Ulli Horlacher
2021-10-19 11:38:00 UTC
Permalink
Post by Arno Welzel
Post by Karl Müller
Wie recht Du hast - leider gibt es Milliarden Menschen auf der Welt, für
die genau dies zutrifft! Auch hier in Deutschland. Es gibt also genug zu
tun das Falsche aus der Welt zu schaffen
Korrekt - und die Lösung ist nicht, Bußgelder so gering zu halten, dass
sie auch für Menschen bezahlbar bleiben, für die 23 EUR viel Geld sind,
sondern allen Menschen ein angemessenes Einkommen zu sichern.
Alles falsch. Die Loesung muss sein die Deppen dazu zu bewegen ihre
Deckskarren nicht auf Gehwegen zu parken!
Dafuer kann die Strafe gar nicht hoch genug sein. Zudem muss auch viel
mehr kontrolliert werden.
--
+ Ulli Horlacher + ***@tandem-fahren.de + http://tandem-fahren.de/ +
Karl Müller
2021-10-19 11:53:41 UTC
Permalink
Post by Ulli Horlacher
Post by Arno Welzel
Post by Karl Müller
Wie recht Du hast - leider gibt es Milliarden Menschen auf der Welt,
für die genau dies zutrifft! Auch hier in Deutschland. Es gibt also
genug zu tun das Falsche aus der Welt zu schaffen
Korrekt - und die Lösung ist nicht, Bußgelder so gering zu halten, dass
sie auch für Menschen bezahlbar bleiben, für die 23 EUR viel Geld sind,
sondern allen Menschen ein angemessenes Einkommen zu sichern.
Alles falsch. Die Loesung muss sein die Deppen dazu zu bewegen ihre
Deckskarren nicht auf Gehwegen zu parken!
Dafuer kann die Strafe gar nicht hoch genug sein. Zudem muss auch viel
mehr kontrolliert werden.
Todesstrafe?

mfg

Karl
Uwe Schliephake
2021-10-20 08:30:19 UTC
Permalink
Post by Karl Müller
Post by Ulli Horlacher
Dafuer kann die Strafe gar nicht hoch genug sein. Zudem muss auch viel
mehr kontrolliert werden.
Todesstrafe?
Zumindest für Radwegparker wird es ab dem 10. November deutlich
unangenehmer, da Radfahrer den Radweg verlassen müssen, gibt es
zusätzlich zu den 70 Euro Bußgeld auch noch einen Punkt im
Führerscheinregister.

Bei Gehwegparkern "kommt man als Fußgänger ja immer noch vorbei".
Ulli Horlacher
2021-10-20 08:33:37 UTC
Permalink
Post by Uwe Schliephake
Bei Gehwegparkern "kommt man als Fußgänger ja immer noch vorbei".
Sagt der Mann der seine Frau den Kinderwagen schieben lasst.
Und Rollstuhlfahrer sollen sowieso besser zuhause bleiben.
Behinderte und Alte halten eh bloss den Verkehr auf.
--
+ Ulli Horlacher + ***@tandem-fahren.de + http://tandem-fahren.de/ +
Martin Kozlowski
2021-10-21 16:13:48 UTC
Permalink
Post by Uwe Schliephake
Post by Karl Müller
Post by Ulli Horlacher
Dafuer kann die Strafe gar nicht hoch genug sein. Zudem muss auch viel
mehr kontrolliert werden.
Todesstrafe?
Zumindest für Radwegparker wird es ab dem 10. November deutlich
unangenehmer, da Radfahrer den Radweg verlassen müssen, gibt es
zusätzlich zu den 70 Euro Bußgeld auch noch einen Punkt im
Führerscheinregister.
Eigentlich könnten da noch Kosten fürs Abschleppen dazukommen.

In Deutschland treffen die 70 Euro aber nur auf frischer Tat erwischte
Fahrer, oder wenn der Halter sich noch an den Fahrer erinnern kann und
der Behörde bekannt gibt. Lässt der Halter eine Anfrage unbeantwortet,
wird die Behörde den Fahrer wohl kaum mit intensiven Maßnahmen
ermitteln. Der Halter zahlt dann 25 Euro für das Verfahren und 3,5 Euro
Porto.

Anders in Österreich, dort bestimmt § 103 KFG, Absatz 2:

"Die Behörde kann Auskünfte darüber verlangen, wer zu einem bestimmten
Zeitpunkt ein nach dem Kennzeichen bestimmtes Kraftfahrzeug gelenkt oder
einen nach dem Kennzeichen bestimmten Anhänger verwendet hat bzw.
zuletzt vor einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort
abgestellt hat. Diese Auskünfte, welche den Namen und die Anschrift der
betreffenden Person enthalten müssen, hat der Zulassungsbesitzer – im
Falle von Probe- oder von Überstellungsfahrten der Besitzer der
Bewilligung – zu erteilen; kann er diese Auskunft nicht erteilen, so hat
er die Person zu benennen, die die Auskunft erteilen kann, diese trifft
dann die Auskunftspflicht; die Angaben des Auskunftspflichtigen
entbinden die Behörde nicht, diese Angaben zu überprüfen, wenn dies nach
den Umständen des Falles geboten erscheint. Die Auskunft ist
unverzüglich, im Falle einer schriftlichen Aufforderung binnen zwei
Wochen nach Zustellung zu erteilen; wenn eine solche Auskunft ohne
entsprechende Aufzeichnungen nicht gegeben werden könnte, sind diese
Aufzeichnungen zu führen. (Verfassungsbestimmung) Gegenüber der Befugnis
der Behörde, derartige Auskünfte zu verlangen, treten Rechte auf
Auskunftsverweigerung zurück."
Quelle:
<https://www.jusline.at/gesetz/kfg/paragraf/103>
HC Ahlmann
2021-10-19 16:01:57 UTC
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Post by Ulli Horlacher
Die Loesung muss sein die Deppen dazu zu bewegen ihre
Deckskarren nicht auf Gehwegen zu parken!
Dafuer kann die Strafe gar nicht hoch genug sein. Zudem muss auch viel
mehr kontrolliert werden.
Richtig ist, dass mehr kontrolliert werden muss, um überhaupt etwas
bewirken zu können.
Bei der Strafhöhe gibt es zwei gegensätzliche Ansätze:
Sie sei für alle gleich, weil alle gleich seien.
Sie bemesse sich am Einkommen, weil gleiche Geldbußen einkommenstarke
nicht träfen.

Gleiche Strafen für gleiche Bürger kann man als gleichwertig betrachten,
wenn es um Zeit für Sanktionen geht (Sozialstunden, Freiheitsstrafen)
was bei OWi it festem Bußgeldkatalog nicht infrage kommt. Da würde IMHO
eine Orientierung an wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit gerechter sein,
z.B. ein Tagessatz für einen einfachen Rotlichtverstoß, einen Achtel
Tagessatz für einen fehlenden Parkschein (Höhen willkürlich angenommen),
weil es die Strafe wieder auf ein Zeitmaß zurückführt, was durch
Fahrverbote untermauert würde.
--
Munterbleiben
HC
Karl Müller
2021-10-22 05:27:26 UTC
Permalink
Schon jetzt werden bestimmte Verkehrsverstöße nicht verfolgt, weil der
bürokratische Aufwand zur Erhebung der Strafe vom Ertrag nicht gedeckt
ist (etwa einfaches Falschparken, Geschwindigkeitsüberschreitungen < 10
km/h). Wenn nun noch zusätzlich die Erhebung des Nettoeinkommens des
Delinquenten dazukäme, würde das Verhältnis nicht besser.
Unsinn - Bußgelder werden nicht erhoben um einen Ertrag zu decken sondern
sind Mittel zur Ahndung von Verstößen. Entstehend durch die Vergabe von
Bußgeldern signifikante Kosten so kann die Behörde entsprechende Gebühren
erheben um den Aufwand zu decken

Genauso Geschwindigkeitsüberschreitungen: die Toleranz ist einfach
erforderlich weil die Geschwindigkeitsmessung, wie jede physikalische
Messung, einer Abweichung zum richtigen Wert unterliegt. Dazu kommt noch
der Ermessenspielraum: ist eine Geschwindigkeit von 53 km/h innerhalb
geschlossener Ortschaft wirklich gefährlich? Wenn es so wäre, dann müsste
man die Frage stellen, ob 50 km/h nicht genauso gefährlich wären [1] und
dann die zulässige Geschwindigkeit soweit absenken, dass keine Gefahr
mehr besteht
Konsequenz wäre vermutlich: Noch mehr Wegsehen des Staates bei "kleinen
Sünden". Für mich als Radfahrer ist die "kleine Sünde" "Parken auf dem
Radfahrstreifen" schon eine erhebliche Einschränkung oder gar
Gefährdung.
Genau dieses Prinzip "bei kleinen Sünden ein Auge zudrücken" zeichnet
einen freiheitlich orientierten Staat aus (den wir hoffentlich alle haben
wollen). Nennt sich Ermessensspielraum und ist elementarer Bestandteil
des Ordnungsrechts

Wenn Du die Prinzipien des Strafrechts, insbesondere das
Legalitätsprinzip, im Straßenverkehr wünscht, dann sag es doch einfach
und finde entsprechende Mitstreiter und Mehrheiten um die Gesetze
entsprechend anzupassen

mfg

Karl

[1] 50 km/h und 53 km/h sind in der Wirkung beim Bremsen bzw. beim einen
Unfall nicht signifikant unterschiedlich, da viele andere,
geschwindkeitsunabhängige, Parameter bei der Gefahrenbewertung mit
einfließen

Arno Welzel
2021-10-19 18:17:02 UTC
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Post by Ulli Horlacher
Post by Arno Welzel
Post by Karl Müller
Wie recht Du hast - leider gibt es Milliarden Menschen auf der Welt, für
die genau dies zutrifft! Auch hier in Deutschland. Es gibt also genug zu
tun das Falsche aus der Welt zu schaffen
Korrekt - und die Lösung ist nicht, Bußgelder so gering zu halten, dass
sie auch für Menschen bezahlbar bleiben, für die 23 EUR viel Geld sind,
sondern allen Menschen ein angemessenes Einkommen zu sichern.
Alles falsch. Die Loesung muss sein die Deppen dazu zu bewegen ihre
Deckskarren nicht auf Gehwegen zu parken!
Dafuer kann die Strafe gar nicht hoch genug sein. Zudem muss auch viel
mehr kontrolliert werden.
Eine Strafe, die Wohlhabende problemlos zahlen können, hilft aber nicht.
Es muss schon *jedem* wehtun - deshalb lieber Tagessätze als absolute
Beträge.
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
Karl Müller
2021-10-19 11:53:16 UTC
Permalink
Post by Arno Welzel
Post by Karl Müller
Post by Arno Welzel
[...]
Dann hast Du nie *richtig* gearbeitet - ansonsten hättest Du mehr
Respekt vor Menschen, die durch richtige Arbeit ihr Geld sauer
verdienen müssen. Und für diese Menschen sind 23€ eine Menge Geld -
nicht für die "praktisch nur Denkenden"
Wenn für jemanden 23 EUR "eine Menge Geld" ist, dann ist was falsch.
Niemand sollte für seine Arbeit so schlecht bezahlt werden, dass er 23
EUR als "eine Menge Geld" ansieht.
Wie recht Du hast - leider gibt es Milliarden Menschen auf der Welt,
für die genau dies zutrifft! Auch hier in Deutschland. Es gibt also
genug zu tun das Falsche aus der Welt zu schaffen
Korrekt - und die Lösung ist nicht, Bußgelder so gering zu halten, dass
sie auch für Menschen bezahlbar bleiben, für die 23 EUR viel Geld sind,
sondern allen Menschen ein angemessenes Einkommen zu sichern.
Oder man macht alle Güter so preiswert und hochverfügbar, dass man Geld
nicht mehr braucht - so als Alternative

mfg

Karl
HC Ahlmann
2021-10-17 21:15:49 UTC
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Post by HC Ahlmann
Post by Karl Müller
Post by HC Ahlmann
Post by Karl Müller
Dazu kommt noch das es durchaus Menschen gibt, die für das Geld 3
Stunden *richtig* arbeiten müssen und nicht Theoretiker sind, die
den ganzen Tag über praktisch nur denken müssen
Wenn Du denkst, dass Denken keine Arbeit sei, weil Du praktisch nur
denken müsstest, denkst Du nicht richtig.
Denk mal darüber nach –nein, zerbrich Dir nicht den Kopf, Du kommst
nicht darauf.
Aha - erwischt. Noch so ein Theoretiker :-)
Geh mal richtig arbeiten, dann weißt Du, was Du den ganzen Tag über
gemacht hast
Ich habe beides getan und weiß deshalb, dass Du irrst, praktisch nur
zu denken sei keine Arbeit.
Dann hast Du nie *richtig* gearbeitet
Du drehst Dich im Kreis – wer nicht Deiner Ansicht folgt, hat "nie
'richtig' gearbeitet". Kann man machen, muss man aber nicht.
- ansonsten hättest Du mehr Respekt vor Menschen, die durch richtige
Arbeit ihr Geld sauer verdienen müssen. Und für diese Menschen sind 23€
eine Menge Geld - nicht für die "praktisch nur Denkenden"
Über unterschiedliche Entlohnung habe ich kein Wort verloren, nur Deiner
Ansicht, zu denken sei keine Arbeit widersprochen.
Denk mal drüber nach; wenn Du so schlau bist, dann wirst Du schon merken,
wie arrogant Du bist
Wenn ich zwischen der mir unterstellten Arroganz und der von Dir
demonstierten Begriffstutzigkeit wählen müsste, nähme ich Arroganz, weil
sie nicht so engstirnig ist. Bye.
--
Munterbleiben
HC
Karl Müller
2021-10-18 05:26:41 UTC
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Post by HC Ahlmann
Post by HC Ahlmann
Post by Karl Müller
Post by HC Ahlmann
Post by Karl Müller
Dazu kommt noch das es durchaus Menschen gibt, die für das Geld 3
Stunden *richtig* arbeiten müssen und nicht Theoretiker sind, die
den ganzen Tag über praktisch nur denken müssen
Wenn Du denkst, dass Denken keine Arbeit sei, weil Du praktisch
nur denken müsstest, denkst Du nicht richtig.
Denk mal darüber nach –nein, zerbrich Dir nicht den Kopf, Du
kommst nicht darauf.
Aha - erwischt. Noch so ein Theoretiker :-)
Geh mal richtig arbeiten, dann weißt Du, was Du den ganzen Tag über
gemacht hast
Ich habe beides getan und weiß deshalb, dass Du irrst, praktisch nur
zu denken sei keine Arbeit.
Dann hast Du nie *richtig* gearbeitet
Du drehst Dich im Kreis – wer nicht Deiner Ansicht folgt, hat "nie
'richtig' gearbeitet". Kann man machen, muss man aber nicht.
- ansonsten hättest Du mehr Respekt vor Menschen, die durch richtige
Arbeit ihr Geld sauer verdienen müssen. Und für diese Menschen sind 23€
eine Menge Geld - nicht für die "praktisch nur Denkenden"
Über unterschiedliche Entlohnung habe ich kein Wort verloren, nur Deiner
Ansicht, zu denken sei keine Arbeit widersprochen.
Denk mal drüber nach; wenn Du so schlau bist, dann wirst Du schon
merken, wie arrogant Du bist
Wenn ich zwischen der mir unterstellten Arroganz und der von Dir
demonstierten Begriffstutzigkeit wählen müsste, nähme ich Arroganz, weil
sie nicht so engstirnig ist. Bye.
Der krampfhafte Versuch eines intelligenten Menschen nicht dumm
dazustehen - dabei gilt doch der Satz: leg Dich nicht mit einem Dümmeren
an, er zieht Dich auf sein Niveau und schlägt Dich dann mit Erfahrung

Ist Dir wohl gerade passiert, da Du nicht mehr weiter weißt

Denn, beachte, man kann seine Charaktereigenschaften nicht auswählen wie
Du es gerade versuchst - arrogant bleibt arrogant auch wenn Du versuchst
damit Deine Begriffstutzigkeit zu kaschieren

mfg

Karl
Stefan
2021-10-17 10:43:35 UTC
Permalink
Post by Karl Müller
Post by Karl Müller
Post by Martin Kozlowski
überwiegend 23,50 Euro bezahlt.
Egal ob 55 oder 23,5€ - für mich ist beides sehr viel Geld
Dazu kommt noch das es durchaus Menschen gibt, die für das Geld 3 Stunden
*richtig* arbeiten müssen und nicht Theoretiker sind, die den ganzen Tag
über praktisch nur denken müssen
Was aber wichtig ist und vergessen wird ist der Erwartungswert. Bei
Privatparkplätzen ist dieser wesentlich höher, da auch effektiv über-
wacht wird. Wenn ich jedoch auf einem Radweg parke bekomme ich den
politischen Rückenhalt, dass ich ja irgendwo stehen muss und
dementsprechend wird auch wenig kontrolliert.

Wenn ich von 10x parken/halten nur 1x bezahlen muss, kostet das Parken
auf dem Radweg 5,5€ und der legale Parkplatz 8€. In meiner Stadt ist es
noch viel schlimmer, da hier illegales Parken regelrecht geduldet wird
und sogar die Polizei (ein Polizist und eine Polizistin, um nicht zu
generalisieren) das Parken auf Radwegen und Gehwegen mit der Folge
das Fußgänger auf die Fahrbahn ausweichen müssen, für richtig und
erforderlich hält (der nächste Parkplatz wäre 25m weiter weg gewesen).

Gefühlt wird aber nur 1x von 100 wirklich kassiert und damit ist
illegales Parken wesentlich günstiger.

https://ru.muenchen.de/pdf/2020/ru-2020-11-24.pdf#page=19
hier: Loading Image...
"Seit der Umgestaltung der Fraunhoferstraße besteht eine
Rechtsunsicherheit hinsichtlich des parkenden Lieferverkehrs. Nach
strenger Auslegung des geltenden absoluten Halteverbots auf Radwegen
besteht bisher nur die Möglichkeit die reguläre Fahrspur zum Zwecke der
Anlieferung zu blockieren. Dies sorgt nicht nur für Stauungen, sondern
verleitet zu gefährlichen Überhol- bzw. Ausweichmanövern über die
Gegenspur, welche es zukünftig zwingend zu vermeiden gilt. Eine Freigabe
der Radwege für den Lieferverkehr könnte hier Abhilfe schaffen und den
Verkehrsfluss sicherstellen."
Arno Welzel
2021-10-17 19:19:44 UTC
Permalink
Post by Karl Müller
Post by Arno Welzel
Post by Karl Müller
Post by Martin Kozlowski
Post by Martin Gerdes
Die jetzt geplante und bereits beschlossene Explosion der
Verwarnungsgelder ist schon einmal ein Schritt, weil damit eine
wirtschaftliche Erhebung der Verwarnungsgelder in Reichweite kommt.
Explosion der Verwarnungsgelder? Die 55 Euro für Parken auf Geh- und
Radwegen stehen doch nur auf dem Papier. In der Realität werden
überwiegend 23,50 Euro bezahlt.
Egal ob 55 oder 23,5€ - für mich ist beides sehr viel Geld
23,50 EUR entspricht ca. 3 Stunden bezahlter Arbeit für Mindestlohn. Wer
einen besser bezahlten Beruf hat, kann das auch schon 1-2 Stunden
erarbeiten. Das würde ich nicht als "sehr viel Geld" ansehen.
Du bekommst wahrscheinlich auch deutlich mehr als Mindestlohn, da hast Du
leicht schreiben hier
Das ändert nichts an meiner Aussage, dass es etwa 3 Stunden Arbeit zum
Mindestlohn entspricht - und das sehe ich nicht als "sehr viel Geld an",
wenn man 140-160 Stunden im Monat arbeitet.
Post by Karl Müller
Dazu kommt noch das es durchaus Menschen gibt, die für das Geld 3 Stunden
*richtig* arbeiten müssen und nicht Theoretiker sind, die den ganzen Tag
über praktisch nur denken müssen
Betrachtest Du nur körperlich anstrengende Arbeit als "richtige" Arbeit
oder wie ist das zu verstehen?

Ich lade Dich gerne ein, wenn eine komplette Netzwerkinfrastruktur beim
Kunden ein Problem hat und man sehr kurz eine Lösung finden muss, damit
ein paar tausend Leute weiter arbeiten können. Dürfte für Dich ja dann
ganz entspannt sein, weil man "nur" nachdenken und mit vielen Leuten
Abläufe organisieren muss.
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
Karl Müller
2021-10-18 06:01:58 UTC
Permalink
Post by Arno Welzel
Ich lade Dich gerne ein, wenn eine komplette Netzwerkinfrastruktur beim
Kunden ein Problem hat und man sehr kurz eine Lösung finden muss, damit
ein paar tausend Leute weiter arbeiten können. Dürfte für Dich ja dann
ganz entspannt sein, weil man "nur" nachdenken und mit vielen Leuten
Abläufe organisieren muss.
Wenn Du mal wieder so ein Problem hast dann schick mir die Zugangsdaten
und ich löse das Online. Eventuell musst Du jemanden haben, der etwas
Hardware austauscht - den kannst Du dann ordentlich bezahlen. Ich mache
das am Computer hier für lau :-)

mfg

Karl
Arno Welzel
2021-10-19 11:33:30 UTC
Permalink
Post by Karl Müller
Post by Arno Welzel
Ich lade Dich gerne ein, wenn eine komplette Netzwerkinfrastruktur beim
Kunden ein Problem hat und man sehr kurz eine Lösung finden muss, damit
ein paar tausend Leute weiter arbeiten können. Dürfte für Dich ja dann
ganz entspannt sein, weil man "nur" nachdenken und mit vielen Leuten
Abläufe organisieren muss.
Wenn Du mal wieder so ein Problem hast dann schick mir die Zugangsdaten
und ich löse das Online. Eventuell musst Du jemanden haben, der etwas
Hardware austauscht - den kannst Du dann ordentlich bezahlen. Ich mache
das am Computer hier für lau :-)
Muss ich mir merken - Leute, die gratis Serveradministration machen,
kenne ich bisher noch keine. Gibt's bei Dir ein Stundenlimit, oder muss
man ab einer bestimmten Zeit dann doch etwas bezahlen? Ansonsten hätte
ich sofort Aufgaben für Dich in der Größenordnung ab ca. 20 Stunden pro
Woche. Es gibt halt kein Geld dafür - aber das dürfte Dich nicht stören,
weil Du das ja ohnehin "für lau" machst.
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
Ulli Horlacher
2021-10-19 11:40:33 UTC
Permalink
Post by Arno Welzel
Muss ich mir merken - Leute, die gratis Serveradministration machen,
Mach ich seit Jahrzehnten. Dito Fahrradwartung.
Aber halt nur fuer Leute, die ich mag :-)
Alle anderen muessen dafuer zahlen oder ich machs erst gar nicht.
--
+ Ulli Horlacher + ***@tandem-fahren.de + http://tandem-fahren.de/ +
Karl Müller
2021-10-19 11:50:25 UTC
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Post by Arno Welzel
Post by Karl Müller
Post by Arno Welzel
Ich lade Dich gerne ein, wenn eine komplette Netzwerkinfrastruktur
beim Kunden ein Problem hat und man sehr kurz eine Lösung finden muss,
damit ein paar tausend Leute weiter arbeiten können. Dürfte für Dich
ja dann ganz entspannt sein, weil man "nur" nachdenken und mit vielen
Leuten Abläufe organisieren muss.
Wenn Du mal wieder so ein Problem hast dann schick mir die Zugangsdaten
und ich löse das Online. Eventuell musst Du jemanden haben, der etwas
Hardware austauscht - den kannst Du dann ordentlich bezahlen. Ich mache
das am Computer hier für lau :-)
Muss ich mir merken - Leute, die gratis Serveradministration machen,
kenne ich bisher noch keine. Gibt's bei Dir ein Stundenlimit, oder muss
man ab einer bestimmten Zeit dann doch etwas bezahlen? Ansonsten hätte
ich sofort Aufgaben für Dich in der Größenordnung ab ca. 20 Stunden pro
Woche. Es gibt halt kein Geld dafür - aber das dürfte Dich nicht stören,
weil Du das ja ohnehin "für lau" machst.
Problemlösung habe ich Dir angeboten - nicht Administration! Sowas
Langweiliges können andere machen und sich dafür gut bezahlen lassen.
Und Telefonate führen um die Leute wieder an die Arbeit zu bekommen ist
keine Denkaufgabe sondern grenzt an Sklavenarbeit

mfg

Karl
Arno Welzel
2021-10-19 18:20:15 UTC
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Post by Karl Müller
Post by Arno Welzel
Post by Karl Müller
Post by Arno Welzel
Ich lade Dich gerne ein, wenn eine komplette Netzwerkinfrastruktur
beim Kunden ein Problem hat und man sehr kurz eine Lösung finden muss,
damit ein paar tausend Leute weiter arbeiten können. Dürfte für Dich
ja dann ganz entspannt sein, weil man "nur" nachdenken und mit vielen
Leuten Abläufe organisieren muss.
Wenn Du mal wieder so ein Problem hast dann schick mir die Zugangsdaten
und ich löse das Online. Eventuell musst Du jemanden haben, der etwas
Hardware austauscht - den kannst Du dann ordentlich bezahlen. Ich mache
das am Computer hier für lau :-)
Muss ich mir merken - Leute, die gratis Serveradministration machen,
kenne ich bisher noch keine. Gibt's bei Dir ein Stundenlimit, oder muss
man ab einer bestimmten Zeit dann doch etwas bezahlen? Ansonsten hätte
ich sofort Aufgaben für Dich in der Größenordnung ab ca. 20 Stunden pro
Woche. Es gibt halt kein Geld dafür - aber das dürfte Dich nicht stören,
weil Du das ja ohnehin "für lau" machst.
Problemlösung habe ich Dir angeboten - nicht Administration! Sowas
Langweiliges können andere machen und sich dafür gut bezahlen lassen.
Ach - auch regelmäßig 5-10 Stunden pro Woche für "Problemlösung" sind
durchaus willkommen. Ab wann hast Du Zeit?
Post by Karl Müller
Und Telefonate führen um die Leute wieder an die Arbeit zu bekommen ist
keine Denkaufgabe sondern grenzt an Sklavenarbeit
Davon rede ich auch nicht, sondern von Zeitaufwand um eine Lösung für
Probleme zu finden. Ist ja "nur denken".
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
Ignatios Souvatzis
2021-10-18 15:38:11 UTC
Permalink
Post by Arno Welzel
Das ändert nichts an meiner Aussage, dass es etwa 3 Stunden Arbeit zum
Mindestlohn entspricht - und das sehe ich nicht als "sehr viel Geld an",
wenn man 140-160 Stunden im Monat arbeitet.
Nunja. Wenn's einmal im Jahr aus Versehen passiert, ist das nicht sehr
viel Geld.

Wenn du aber staendig falsch parkst und taeglich 23,50 (oder gar 55)
zahlen sollte, ist das fuer dich viel. Das seh ich schon ein. Das ist
dann aber Absicht, du sollst das ja bleiben lassen.

(Udo Jürgens hat mal gegen ein Verkehrs-Bußgeld Einspruch eingelegt,
weil's ihm unverhältnismäßig hoch festgelegt vorkam. Der
Gerichtsentscheid hat ihm im ersten Punkt zugestimmt und es angesichts
seines Einkommens erhöht.)

-is
--
A medium apple... weighs 182 grams, yields 95 kcal, and contains no
caffeine, thus making it unsuitable for sysadmins. - Brian Kantor
Ralph Angenendt
2021-10-18 11:11:05 UTC
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Post by Arno Welzel
Post by Karl Müller
Egal ob 55 oder 23,5€ - für mich ist beides sehr viel Geld
23,50 EUR entspricht ca. 3 Stunden bezahlter Arbeit für Mindestlohn. Wer
einen besser bezahlten Beruf hat, kann das auch schon 1-2 Stunden
erarbeiten. Das würde ich nicht als "sehr viel Geld" ansehen.
Vor allem heißt das, dass das für Leute mit Geld keine Strafe ist, also
wieder Privilegierung einer Minderheit. Ich bin immer noch pissig, dass
das Fahrverbot für 20km/h drüber in der Stadt aus dem Bußgeldkatalog
raus ist.

Ralph
--
Übervaterlandverräter und Mutterkornblumenblau
Arno Welzel
2021-10-19 11:37:01 UTC
Permalink
Post by Ralph Angenendt
Post by Arno Welzel
Post by Karl Müller
Egal ob 55 oder 23,5€ - für mich ist beides sehr viel Geld
23,50 EUR entspricht ca. 3 Stunden bezahlter Arbeit für Mindestlohn. Wer
einen besser bezahlten Beruf hat, kann das auch schon 1-2 Stunden
erarbeiten. Das würde ich nicht als "sehr viel Geld" ansehen.
Vor allem heißt das, dass das für Leute mit Geld keine Strafe ist, also
wieder Privilegierung einer Minderheit. Ich bin immer noch pissig, dass
das Fahrverbot für 20km/h drüber in der Stadt aus dem Bußgeldkatalog
raus ist.
Ja, Tagessätze wären sinnvoller - z.B. Falschparken kostet dann ein
viertal Tagessatz oder das Äquivalent von 2 Stunden Arbeit. Wer nur
Mindestlohn bekommt, zahlt dann z.B. 15 EUR und wer 5000 EUR im Monat
netto verdient, muss 83 EUR zahlen.
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
Martin Kozlowski
2021-10-16 18:08:14 UTC
Permalink
Post by Karl Müller
Post by Martin Kozlowski
Post by Martin Gerdes
Die jetzt geplante und bereits beschlossene Explosion der
Verwarnungsgelder ist schon einmal ein Schritt, weil damit eine
wirtschaftliche Erhebung der Verwarnungsgelder in Reichweite kommt.
Explosion der Verwarnungsgelder? Die 55 Euro für Parken auf Geh- und
Radwegen stehen doch nur auf dem Papier. In der Realität werden
überwiegend 23,50 Euro bezahlt.
Egal ob 55 oder 23,5€ - für mich ist beides sehr viel Geld
Wer zwingt dich zum parken auf Geh- oder Radwegen?
Karl Müller
2021-10-17 05:00:46 UTC
Permalink
Post by Martin Kozlowski
Post by Karl Müller
Post by Martin Kozlowski
Post by Martin Gerdes
Die jetzt geplante und bereits beschlossene Explosion der
Verwarnungsgelder ist schon einmal ein Schritt, weil damit eine
wirtschaftliche Erhebung der Verwarnungsgelder in Reichweite kommt.
Explosion der Verwarnungsgelder? Die 55 Euro für Parken auf Geh- und
Radwegen stehen doch nur auf dem Papier. In der Realität werden
überwiegend 23,50 Euro bezahlt.
Egal ob 55 oder 23,5€ - für mich ist beides sehr viel Geld
Wer zwingt dich zum parken auf Geh- oder Radwegen?
Wo habe ich denn etwas von Zwangsparken geschrieben? Das für Dich 55€
nicht viel Geld ist freut mich für Dich - aber nicht für jeden sind 55€
Peanuts - es gibt auch Menschen, die für soviel Geld stundenlang hart
arbeiten müssen. Das andere denken, selber schuld, empfinde ich schon als
ziemlich arrogant

mfg

Karl
Arno Welzel
2021-10-17 19:33:36 UTC
Permalink
[...]
Post by Karl Müller
Post by Martin Kozlowski
Post by Karl Müller
Egal ob 55 oder 23,5€ - für mich ist beides sehr viel Geld
Wer zwingt dich zum parken auf Geh- oder Radwegen?
Wo habe ich denn etwas von Zwangsparken geschrieben? Das für Dich 55€
nicht viel Geld ist freut mich für Dich - aber nicht für jeden sind 55€
Peanuts - es gibt auch Menschen, die für soviel Geld stundenlang hart
arbeiten müssen. Das andere denken, selber schuld, empfinde ich schon als
ziemlich arrogant
Es geht nicht darum, ob jemand selber schuld ist, wenn er nicht mehr
Geld zur Verfügung hat! Es ging um die Einschätzung, dass 23,50 EUR als
"sehr viel Geld" empfunden werden. In diesem Fall dürfte *alles* sehr
teuer, was mehr als 10-15 EUR kostet. Das kann aber kein Maßstab für die
Bewertung von *Bußgeldern* sein.

Die Alternative wäre, dass man statt eines absoluten Betrags einen
prozentualen Anteil des Monatseinkommens nimmt - z.B. den Lohn für 2
Stunden Arbeit. Das ist dann bei einem zu Mindestlohn Beschäftigten
Menschen z.B. 15 EUR und für Andere u.U. auch 50 EUR.

Oder siehst Du eine Bußgeld, was etwa 2 Stunden Arbeitslohn entspricht
auch als "sehr viel Geld" an?
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
Karl Müller
2021-10-18 05:44:37 UTC
Permalink
Post by Arno Welzel
[...]
Post by Karl Müller
Post by Martin Kozlowski
Post by Karl Müller
Egal ob 55 oder 23,5€ - für mich ist beides sehr viel Geld
Wer zwingt dich zum parken auf Geh- oder Radwegen?
Wo habe ich denn etwas von Zwangsparken geschrieben? Das für Dich 55€
nicht viel Geld ist freut mich für Dich - aber nicht für jeden sind 55€
Peanuts - es gibt auch Menschen, die für soviel Geld stundenlang hart
arbeiten müssen. Das andere denken, selber schuld, empfinde ich schon
als ziemlich arrogant
Es geht nicht darum, ob jemand selber schuld ist, wenn er nicht mehr
Geld zur Verfügung hat! Es ging um die Einschätzung, dass 23,50 EUR als
"sehr viel Geld" empfunden werden. In diesem Fall dürfte *alles* sehr
teuer, was mehr als 10-15 EUR kostet. Das kann aber kein Maßstab für die
Bewertung von *Bußgeldern* sein.
Die Alternative wäre, dass man statt eines absoluten Betrags einen
prozentualen Anteil des Monatseinkommens nimmt - z.B. den Lohn für 2
Stunden Arbeit. Das ist dann bei einem zu Mindestlohn Beschäftigten
Menschen z.B. 15 EUR und für Andere u.U. auch 50 EUR.
Oder siehst Du eine Bußgeld, was etwa 2 Stunden Arbeitslohn entspricht
auch als "sehr viel Geld" an?
Das wäre z.B. eine wirkliche Alternative zu den standardisierten
Bußgeldern. Bei Straftaten wird das so gehandhabt - warum eigentlich
nicht auch bei Bußgeldern? Mittels Digitalisierung sollte das auch vom
bürokratischen Aufwand her kein Problem mehr sein. In Deutschland:
mittels Steuer-Idendifikationsnummer[1] kurze (elektronische) Abfrage
beim Finanzamt über die Einkünfte des letzten Jahres und entsprechende
Umrechnung und Verteilen auf 220*8 Arbeitsstunden - das mal 2 für einen
einfachen Parkverstoß. Fände ich ok!

mfg

Karl

[1] Diese Nummer bekommen unsere Babys hier in Deutschland sozusagen als
Willkommensgeschenk unmittelbar nach der Geburt zugeteilt und begleitet
diesen Menschen bis in den Tod
Rolf Mantel
2021-10-18 08:27:51 UTC
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Post by Karl Müller
Post by Arno Welzel
[...]
Post by Karl Müller
Post by Martin Kozlowski
Post by Karl Müller
Egal ob 55 oder 23,5€ - für mich ist beides sehr viel Geld
Wer zwingt dich zum parken auf Geh- oder Radwegen?
Wo habe ich denn etwas von Zwangsparken geschrieben? Das für Dich 55€
nicht viel Geld ist freut mich für Dich - aber nicht für jeden sind 55€
Peanuts - es gibt auch Menschen, die für soviel Geld stundenlang hart
arbeiten müssen. Das andere denken, selber schuld, empfinde ich schon
als ziemlich arrogant
Es geht nicht darum, ob jemand selber schuld ist, wenn er nicht mehr
Geld zur Verfügung hat! Es ging um die Einschätzung, dass 23,50 EUR als
"sehr viel Geld" empfunden werden. In diesem Fall dürfte *alles* sehr
teuer, was mehr als 10-15 EUR kostet. Das kann aber kein Maßstab für die
Bewertung von *Bußgeldern* sein.
Die Alternative wäre, dass man statt eines absoluten Betrags einen
prozentualen Anteil des Monatseinkommens nimmt - z.B. den Lohn für 2
Stunden Arbeit. Das ist dann bei einem zu Mindestlohn Beschäftigten
Menschen z.B. 15 EUR und für Andere u.U. auch 50 EUR.
Oder siehst Du eine Bußgeld, was etwa 2 Stunden Arbeitslohn entspricht
auch als "sehr viel Geld" an?
Das wäre z.B. eine wirkliche Alternative zu den standardisierten
Bußgeldern. Bei Straftaten wird das so gehandhabt - warum eigentlich
nicht auch bei Bußgeldern? Mittels Digitalisierung sollte das auch vom
mittels Steuer-Idendifikationsnummer[1] kurze (elektronische) Abfrage
beim Finanzamt über die Einkünfte des letzten Jahres und entsprechende
Umrechnung und Verteilen auf 220*8 Arbeitsstunden - das mal 2 für einen
einfachen Parkverstoß. Fände ich ok!
Dann werden Radwege als "Studentenparkplatz" bezeichnet ;-)
Karl Müller
2021-10-18 09:56:02 UTC
Permalink
Post by Rolf Mantel
Post by Karl Müller
Post by Arno Welzel
[...]
Post by Karl Müller
Post by Martin Kozlowski
Post by Karl Müller
Egal ob 55 oder 23,5€ - für mich ist beides sehr viel Geld
Wer zwingt dich zum parken auf Geh- oder Radwegen?
Wo habe ich denn etwas von Zwangsparken geschrieben? Das für Dich 55€
nicht viel Geld ist freut mich für Dich - aber nicht für jeden sind 55€
Peanuts - es gibt auch Menschen, die für soviel Geld stundenlang hart
arbeiten müssen. Das andere denken, selber schuld, empfinde ich schon
als ziemlich arrogant
Es geht nicht darum, ob jemand selber schuld ist, wenn er nicht mehr
Geld zur Verfügung hat! Es ging um die Einschätzung, dass 23,50 EUR
als "sehr viel Geld" empfunden werden. In diesem Fall dürfte *alles*
sehr teuer, was mehr als 10-15 EUR kostet. Das kann aber kein Maßstab
für die Bewertung von *Bußgeldern* sein.
Die Alternative wäre, dass man statt eines absoluten Betrags einen
prozentualen Anteil des Monatseinkommens nimmt - z.B. den Lohn für 2
Stunden Arbeit. Das ist dann bei einem zu Mindestlohn Beschäftigten
Menschen z.B. 15 EUR und für Andere u.U. auch 50 EUR.
Oder siehst Du eine Bußgeld, was etwa 2 Stunden Arbeitslohn entspricht
auch als "sehr viel Geld" an?
Das wäre z.B. eine wirkliche Alternative zu den standardisierten
Bußgeldern. Bei Straftaten wird das so gehandhabt - warum eigentlich
nicht auch bei Bußgeldern? Mittels Digitalisierung sollte das auch vom
mittels Steuer-Idendifikationsnummer[1] kurze (elektronische) Abfrage
beim Finanzamt über die Einkünfte des letzten Jahres und entsprechende
Umrechnung und Verteilen auf 220*8 Arbeitsstunden - das mal 2 für einen
einfachen Parkverstoß. Fände ich ok!
Dann werden Radwege als "Studentenparkplatz" bezeichnet ;-)
Keine Ahnung ob BAFöG in der Zwischenzeit als Lohnersatzleistung auch an
das Finanzamt gemeldet und dem Progressionsvorbehalt unterliegt

Könnte ich mir aber gut vorstellen

Wenn das so wäre käme der "arme Student" nicht ganz kostenfrei davon und
man könnte auch ein Mindestbußgeld von sagen wir 5,-€ definieren

mfg

Karl
Martin Gerdes
2021-10-17 22:36:09 UTC
Permalink
Post by Martin Kozlowski
Post by Martin Gerdes
Die jetzt geplante und bereits beschlossene Explosion der
Verwarnungsgelder ist schon einmal ein Schritt, weil damit eine
wirtschaftliche Erhebung der Verwarnungsgelder in Reichweite kommt.
Explosion der Verwarnungsgelder?
Batterien leer?
Post by Martin Kozlowski
Die 55 Euro für Parken auf Geh- und Radwegen stehen doch nur auf
dem Papier. In der Realität werden überwiegend 23,50 Euro bezahlt.
Schaumermal.
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