Discussion:
Jetzt hat es sich ausgetorkelt!
(zu alt für eine Antwort)
Bernhard Kraft
2018-03-12 20:26:59 UTC
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"There are a number of bad habits that are super easy to pick up, that
will stop you from looking as pro as you'd like. Si and Dan are here to
help you break these habits and look more pro on a bike."


Jörg "Yadgar" Bleimann
2018-03-22 21:55:16 UTC
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Hi(gh)!
Post by Bernhard Kraft
"There are a number of bad habits that are super easy to pick up, that
will stop you from looking as pro as you'd like. Si and Dan are here to
help you break these habits and look more pro on a bike."
http://youtu.be/EyTRWf0q_6Q
Helm ab! Vintage-Bike kaufen (darf auch ein Peugeot-Renner von 1964
sein)! Bart wachsen lassen! Für fortgeschrittene Uncoolbiker:
Hippiematte wachsen lassen! Aber dalli, zackzack!

"Pro", wenn ich sowas schon höre! Rundgelutschte stromlinienförmige
Kurbelmaschinen in Papageienpellen... ich kann sie nicht mehr sehen! Die
können meinetwegen auf ihren Trainingsrollen coooooooolbiken, bis sie
flüssigen Stickstoff pinkeln, aber in der richtigen Welt will ich Biker
mit Stil sehen - wenn nicht den klassischen Hippiebiker, dann wenigstens
so etwas wie den Londoner "Tweed Run" oder auch den Afghan Way of Drive
mit Doppeloberrohr-Enfield (aber aufpassen mit dem Turbanende)!

Bis bald im Khyberspace!

Yadgar
Bernhard Kraft
2018-03-23 12:14:15 UTC
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Post by Jörg "Yadgar" Bleimann
Hi(gh)!
Post by Bernhard Kraft
"There are a number of bad habits that are super easy to pick up, that
will stop you from looking as pro as you'd like. Si and Dan are here to
help you break these habits and look more pro on a bike."
http://youtu.be/EyTRWf0q_6Q
Helm ab! Vintage-Bike kaufen (darf auch ein Peugeot-Renner von 1964
Hippiematte wachsen lassen! Aber dalli, zackzack!
"Pro", wenn ich sowas schon höre! Rundgelutschte stromlinienförmige
Kurbelmaschinen in Papageienpellen...
Meine Erfahrung ist, dass man in jeder Sportart und in jedem Handwerk
vieles von den "Pros" lernen kann. Besonders für Radfahrer gilt:
Beurteile die Leute nie nach dem Aussehen oder der Kleidung! Beim
Radfahren kommt noch hinzu, dass die Leistungsfähigkeit nur in sehr
geringem Umfang vom Fahrzeug abhängt. Wenn du also in Zukunft Rennradler
auf Youtube siehst, schau dir das ruhig mal an.
Jörg "Yadgar" Bleimann
2018-03-23 14:57:37 UTC
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Hi(gh)!
Post by Bernhard Kraft
Meine Erfahrung ist, dass man in jeder Sportart und in jedem Handwerk
Beurteile die Leute nie nach dem Aussehen oder der Kleidung! Beim
Radfahren kommt noch hinzu, dass die Leistungsfähigkeit nur in sehr
geringem Umfang vom Fahrzeug abhängt. Wenn du also in Zukunft Rennradler
auf Youtube siehst, schau dir das ruhig mal an.
Ich habe mir das Video angesehen - und die Aussage, dass "bobbing" bzw.
Auf- und Abhampeln im Sattel unnütz Kraft kostet erscheint mir
plausibel. Und es ist natürlich beeindruckend, die beiden da mit
mindestens 15, eher 20 km/h den Pass hochzischen zu sehen (ich schaffe
maximal 10 km/h an einer vergleichbaren Steigung - zwischen
Herrenstrunden und Spitze im Bergischen Land ist so ein berüchtigter
Fall) - aber die wiegen erstens nur die Hälfte von mir und fahren
zweitens keine altmodischen Dreigang-Tourenräder von 1962, sondern
hochgezüchtete Rennmaschinen mit mutmaßlich mindestens 21 Gängen. Schon
von der Lenkerform her könnte ich ihre Tipps zur Körperhaltung gar nicht
anwenden... und Wiegetritt geht bei meinem Gewicht (bis auf weiteres)
sowieso nicht, das halten die Kurbeln nicht aus.

Zusätzliches Muskeltraining im Fitnesscenter kann ich mir nicht leisten,
und für Übungen zu Hause fehlt mir der Platz im Wohnklo (wie auch, wo
doch hier alles mit Computerschrott vollgestellt ist...).

Bis bald im Khyberspace!

Yadgar
Thomas Bliesener
2018-03-23 15:32:39 UTC
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Post by Jörg "Yadgar" Bleimann
anwenden... und Wiegetritt geht bei meinem Gewicht (bis auf weiteres)
sowieso nicht, das halten die Kurbeln nicht aus.
Ich würde mir eher Sorgen um die Knie machen.
--
bli
Oliver Sprenger de Montes
2018-03-23 16:21:39 UTC
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Post by Jörg "Yadgar" Bleimann
Hi(gh)!
für Übungen zu Hause fehlt mir der Platz im Wohnklo (wie auch, wo
doch hier alles mit Computerschrott vollgestellt ist...).
Ruf den Spermüll. Die nehmen die Scheiße mit. Vermutlich sogar gratis.

LG,
--
Oliver Sprenger de Montes
In Kolumbien lebender Trollallergiker
Ihr guter Stern auf allen Straßen
http://instagram.com/maninbenz
Jörg "Yadgar" Bleimann
2018-03-24 02:28:21 UTC
Permalink
Hi(gh)!
Post by Oliver Sprenger de Montes
Ruf den Spermüll. Die nehmen die Scheiße mit. Vermutlich sogar gratis.
Nö, die Sachen sind durchaus noch verkäuflich - Komplettsysteme und
Komponenten aus der 386er/486er/Pentium-Ära gehen weg wie warme Semmeln,
für einen einwandfrei funktionierenden 386er mit allem Drum und Dran
werden mittlerweile dreistellige Eurobeträge gezahlt, bei 486ern und
Pentiums ist es entsprechend weniger, aber lange wartet man nicht auf
Interessenten...

Bis bald im Khyberspace!

Yadgar
Oliver Sprenger de Montes
2018-03-24 03:18:13 UTC
Permalink
Post by Jörg "Yadgar" Bleimann
Hi(gh)!
Post by Oliver Sprenger de Montes
Ruf den Spermüll. Die nehmen die Scheiße mit. Vermutlich sogar gratis.
Nö, die Sachen sind durchaus noch verkäuflich - Komplettsysteme und
Komponenten aus der 386er/486er/Pentium-Ära gehen weg wie warme Semmeln,
für einen einwandfrei funktionierenden 386er mit allem Drum und Dran
werden mittlerweile dreistellige Eurobeträge gezahlt, bei 486ern und
Pentiums ist es entsprechend weniger, aber lange wartet man nicht auf
Interessenten...
Um so besser! eBay existiert! Dann bekommst Du ja sogar noch Kapital für
ein neues Fahrrad. Da Du anscheinend eh mitten in der Nacht wach bist -
hier ist es erst 22:17 - fang doch am besten gleich damit an. Um so
schneller hast Du alles beisammen, um deinen Ranzen loszuwerden und dich
nicht nur an durch morgendliches Kacken entstandenen Gewichtsverlusten
aufzugeilen.

LG,
--
Oliver Sprenger de Montes
In Kolumbien lebender Trollallergiker
Ihr guter Stern auf allen Straßen
http://instagram.com/maninbenz
Martin Wohlauer
2018-03-23 19:20:21 UTC
Permalink
Post by Jörg "Yadgar" Bleimann
Post by Bernhard Kraft
Meine Erfahrung ist, dass man in jeder Sportart und in jedem Handwerk
Beurteile die Leute nie nach dem Aussehen oder der Kleidung! Beim
Radfahren kommt noch hinzu, dass die Leistungsfähigkeit nur in sehr
geringem Umfang vom Fahrzeug abhängt. Wenn du also in Zukunft Rennradler
auf Youtube siehst, schau dir das ruhig mal an.
Ich habe mir das Video angesehen - und die Aussage, dass "bobbing" bzw.
Auf- und Abhampeln im Sattel unnütz Kraft kostet erscheint mir
plausibel.
Kann ich definitiv auch nochmal bestätigen: Neulich den Sattel ein
bisschen höher gestellt (OK, ich hab einen neuen dran gemacht, der etwas
höher ausfällt) und schwupps, kachelt es sich schon leichter. Weil man
nicht mehr so viel Energie durch unpassende Haltung verschwendet. Wenn
man sich dabei auch noch tatsächlich hoch stemmt, wird's eklig.
Post by Jörg "Yadgar" Bleimann
Und es ist natürlich beeindruckend, die beiden da mit mindestens 15,
eher 20 km/h den Pass hochzischen zu sehen (ich schaffe maximal 10
km/h an einer vergleichbaren Steigung - zwischen Herrenstrunden und
Spitze im Bergischen Land ist so ein berüchtigter Fall) - aber die
wiegen erstens nur die Hälfte von mir und fahren zweitens keine
altmodischen Dreigang-Tourenräder von 1962, sondern hochgezüchtete
Rennmaschinen mit mutmaßlich mindestens 21 Gängen.
So isses. Mit den Geschossen sehe ich auch anders aus, als mit meinem
15-20 kg Trekking-Gerät, inkl. Gepäcktasche. Ist aber egal: Wichtig ist
nicht, was für eine Steigung du bezwingst, sondern welche Leistung du
auf's Rad bringst. Das kann in deinem Falle schon in der Ebene nicht
wenig sein.
Post by Jörg "Yadgar" Bleimann
Schon von der Lenkerform her könnte ich ihre Tipps zur Körperhaltung
gar nicht anwenden... und Wiegetritt geht bei meinem Gewicht (bis auf
weiteres) sowieso nicht, das halten die Kurbeln nicht aus.
Viel wichtiger: Auf die Dauer machen deine Knie schlapp, und ich meine
so schlapp dass du in ärztliche Behandlung musst.
Post by Jörg "Yadgar" Bleimann
Zusätzliches Muskeltraining im Fitnesscenter kann ich mir nicht leisten,
und für Übungen zu Hause fehlt mir der Platz im Wohnklo (wie auch, wo
doch hier alles mit Computerschrott vollgestellt ist...).
Lass den Scheiß und fahr einfach. Wichtig ist nicht, dass du Beine dick
wie LKW-Reifen hast, sondern dass du einfach nur eine für dich noch ohne
größere Schwierigkeiten haltbare(!) Leistung auf's Rad bringst. Du musst
nicht schnell sein, es muss auch nicht elegant aussehen. Nur Hecheln
solltest du nicht anfangen müssen, und Kurbeln solltest du nicht im
Stampftritt. Der Rest ergibt sich völlig von allein. Ja, mit der
Dreigang-Torpedo schwieriger, aber so was bin ich auch schon eine ganze
Weile gefahren. Bei euch ist doch eh alles brettleseben, da geht das.

Grüßle,

Martin.
Martin Gerdes
2018-03-23 17:33:44 UTC
Permalink
Post by Bernhard Kraft
Beurteile die Leute nie nach dem Aussehen oder der Kleidung!
Staun! Dabei heißt es doch immer: "Kleider machen Leute."
Post by Bernhard Kraft
Beim Radfahren kommt noch hinzu, dass die Leistungsfähigkeit nur in sehr
geringem Umfang vom Fahrzeug abhängt.
Staun! Das ist mir auch neu.
Thomas Bliesener
2018-03-23 17:49:47 UTC
Permalink
Post by Bernhard Kraft
Beim Radfahren kommt noch hinzu, dass die Leistungsfähigkeit nur in
sehr geringem Umfang vom Fahrzeug abhängt.
Wie meinst Du das? Wenn Du die Leistung meinst, die ich abgebe, dann
kommt das etwa hin. Die Leistung in km/h gemessen ergibt aber einen
Riesenunterschied. Bei meinem 15-kg-Packesel muß ich ordentlich in die
Pedale treten, um vom Fleck zu kommen, das 8-kg-Rennrad dagegen rollt
von allein los, wenn ich nur aufsteige.
--
bli
Bernhard Kraft
2018-03-24 21:15:05 UTC
Permalink
Post by Thomas Bliesener
Post by Bernhard Kraft
Beim Radfahren kommt noch hinzu, dass die Leistungsfähigkeit nur in
sehr geringem Umfang vom Fahrzeug abhängt.
Wie meinst Du das? Wenn Du die Leistung meinst, die ich abgebe, dann
kommt das etwa hin. Die Leistung in km/h gemessen ergibt aber einen
Riesenunterschied. Bei meinem 15-kg-Packesel muß ich ordentlich in die
Pedale treten, um vom Fleck zu kommen, das 8-kg-Rennrad dagegen rollt
von allein los, wenn ich nur aufsteige.
Das ist eben die Sicht der Dinge, wenn man ein Insider ist. Es ist aber
so, dass der größte Teil der Energie, die man in die Pedalen drückt zum
Vortrieb genutzt wird, egal welches Rad man hat. Die
Geschwindigkeitsunterschiede zwischen Rennrad und Trekkingrad sind
gering, auch wenn mal gelegentlich ein Berg auf der Strecke liegt. Man
ist in jedem Fall viel schneller als die 5km/h beim Fußmarsch und viel
langsamer als 100km/h mit dem Auto. Zusammengefasst: Man muss sich schon
echt anstrengen ein ernsthaft schlechtes Fahrrad zu bauen. Dazu ist die
Erfindung einfach zu simpel und genial.
Bernd Ullrich
2018-03-24 21:29:14 UTC
Permalink
Am 24.03.2018 um 22:15 schrieb Bernhard Kraft:
[....]
Post by Bernhard Kraft
Das ist eben die Sicht der Dinge, wenn man ein Insider ist. Es ist aber
so, dass der größte Teil der Energie, die man in die Pedalen drückt zum
Vortrieb genutzt wird, egal welches Rad man hat. Die
Geschwindigkeitsunterschiede zwischen Rennrad und Trekkingrad sind
gering, auch wenn mal gelegentlich ein Berg auf der Strecke liegt. Man
ist in jedem Fall viel schneller als die 5km/h beim Fußmarsch und viel
langsamer als 100km/h mit dem Auto.
Zusammengefasst: Man muss sich schon
echt anstrengen ein ernsthaft schlechtes Fahrrad zu bauen. Dazu ist die
Erfindung einfach zu simpel und genial.
exactement

Ich war voriges Jahr mal ein paar Tage Ausserhalb der Reihe an der
Ostsee und konnte mein Fahrrad nicht mitnehmen. Dort hatte ich nur ein
altes DDR-FaltFahrrad zur Verfügung aus TerminGründen.

Es war immer noch alles fahrbar...

BU
Michael Heydenbluth
2018-03-25 06:29:52 UTC
Permalink
Post by Bernhard Kraft
Post by Thomas Bliesener
Post by Bernhard Kraft
Beim Radfahren kommt noch hinzu, dass die Leistungsfähigkeit nur in
sehr geringem Umfang vom Fahrzeug abhängt.
Wie meinst Du das? Wenn Du die Leistung meinst, die ich abgebe, dann
kommt das etwa hin. Die Leistung in km/h gemessen ergibt aber einen
Riesenunterschied. Bei meinem 15-kg-Packesel muß ich ordentlich in die
Pedale treten, um vom Fleck zu kommen, das 8-kg-Rennrad dagegen rollt
von allein los, wenn ich nur aufsteige.
Das ist eben die Sicht der Dinge, wenn man ein Insider ist. Es ist aber
so, dass der größte Teil der Energie, die man in die Pedalen drückt zum
Vortrieb genutzt wird,
Nein. Der weitaus größte Teil wird zum Beiseiteschieben der Luft
benötigt. Oberflächliche Rechnung: Frontfläche eines Radfahres ca 0,4
m², nach 2,5 gefahrenen Metern hat man 1 m³ Luft beiseite geschoben
(stimmt natürlich nicht, denn man hat auch die anliegende Luft beiseite
geschoben - die Behauptung dient nur der Illustration). Nach nur 1 km
Fahrt hätte man daher 400 m³ Luft beiseite geschoben, was einer Masse
von ca 400 kg entspricht. Die Realität ist sogar noch sehr viel schlimmer.
Post by Bernhard Kraft
egal welches Rad man hat.
Bei niedriger Geschwindigkeit überwiegen die Rollwiderstände und die
Massenträgheit des Fahrrads. Da, und bei konstanter Fahrt im
Wesentlichen nur da, kann der Renner punkten, weil sich alles viel
"direkter" anfühlt.
Post by Bernhard Kraft
Die
Geschwindigkeitsunterschiede zwischen Rennrad und Trekkingrad sind
gering,
aber dennoch nicht ganz vernachlässigbar. Die Frontfläche eines
Radfahrers auf Rennrad ist ca 10% kleiner als bei einer aufrechteren
Sitzposition, der cw-Wert liegt beim Rennrad in Rennposition ca bei
0,88, beim aufrechten Tourenfahrer ca bei 1,0.
(alle Werte aus "Fahrradphysik und Biomechanik" von Michael Gressmann)

Dies entspricht auch meinen persönlichen Erfahrungen. Auf dem Tourenrad
fahre ich bei "gefühlt" gleichem Einsatz mit ca 2 bis 3 km/h weniger.
Martin Gerdes
2018-03-25 16:55:16 UTC
Permalink
Post by Michael Heydenbluth
Post by Bernhard Kraft
Die Geschwindigkeitsunterschiede zwischen Rennrad und Trekkingrad sind
gering,
aber dennoch nicht ganz vernachlässigbar.
Dies entspricht auch meinen persönlichen Erfahrungen. Auf dem Tourenrad
fahre ich bei "gefühlt" gleichem Einsatz mit ca 2 bis 3 km/h weniger.
... und wenn dann noch Öl dazukommt, das sich in der 3-Gang-Nabe
verklemmt hat ...
U***@web.de
2018-03-25 16:59:50 UTC
Permalink
Moin,
Post by Michael Heydenbluth
Bei niedriger Geschwindigkeit überwiegen die Rollwiderstände und die
Massenträgheit des Fahrrads. Da, und bei konstanter Fahrt im
Wesentlichen nur da, kann der Renner punkten, weil sich alles viel
"direkter" anfühlt.
Du meinst dann aber bestimmt Steigungsstrecken
wegen Massenträgheit?

Gruß, ULF
Michael Heydenbluth
2018-03-26 03:42:35 UTC
Permalink
Post by U***@web.de
Moin,
Post by Michael Heydenbluth
Bei niedriger Geschwindigkeit überwiegen die Rollwiderstände und die
Massenträgheit des Fahrrads. Da, und bei konstanter Fahrt im
Wesentlichen nur da, kann der Renner punkten, weil sich alles viel
"direkter" anfühlt.
Du meinst dann aber bestimmt Steigungsstrecken
wegen Massenträgheit?
Nein. Die Trägheit ist der "Fähigkeit" eines Körpers, sich einer
Beschleunigung zu widersetzen (Kraft = Masse x Beschleunigung, daher
Beschleunigung = Kraft / Masse, woraus folgt, daß je höher die Masse,
desto geringer die Beschleunigung bei gleicher Kraft). Ich meinte
einfach den "Widerstand" des Fahrrades, sich einer Beschleunigung von
links nach rechts, wie es beim Antreten -oder im Wiegetritt- vorkommt zu
widersetzen. Da liegen Welten im Verhalten zwischen Rennrad und Tourer.
Das Rennrad ist ein nervös tänzelndes Rennpferd, das schwere Tourenrad
ein behäbiger Ackergaul.

Somit wirkt das Rennrad agil und "direkt", aber ohne daß das wirklich
gravierende Auswirkungen bei der schlußendlich gefahrenen
Geschwindigkeit hätte.
Bernhard Kraft
2018-03-26 09:00:21 UTC
Permalink
Post by Michael Heydenbluth
Post by Bernhard Kraft
Das ist eben die Sicht der Dinge, wenn man ein Insider ist. Es ist aber
so, dass der größte Teil der Energie, die man in die Pedalen drückt zum
Vortrieb genutzt wird,
Nein. Der weitaus größte Teil wird zum Beiseiteschieben der Luft
benötigt.
Das man sich nur bewegen kann, wenn man die Luft wegschiebt, hatte ich
weggelassen, weil als Trivialität vorausgesetzt. Deine Ausführungen sind
aber trotzdem ganz interessant: Man kann durch eine aerodynamische
Körperhaltung mehr raus holen, als wenn man tausend Euro in die Technik
steckt. Wenn man es aber in ein Liegerad steckt, sieht es schon wieder anders
aus.

Martin Gerdes
2018-03-25 09:15:41 UTC
Permalink
Post by Bernhard Kraft
Post by Thomas Bliesener
Post by Bernhard Kraft
Beim Radfahren kommt noch hinzu, dass die Leistungsfähigkeit nur in
sehr geringem Umfang vom Fahrzeug abhängt.
Wie meinst Du das? Wenn Du die Leistung meinst, die ich abgebe, dann
kommt das etwa hin. Die Leistung in km/h gemessen ergibt aber einen
Riesenunterschied. Bei meinem 15-kg-Packesel muß ich ordentlich in die
Pedale treten, um vom Fleck zu kommen, das 8-kg-Rennrad dagegen rollt
von allein los, wenn ich nur aufsteige.
Das ist eben die Sicht der Dinge, wenn man ein Insider ist.
Ach!
Post by Bernhard Kraft
Es ist aber so, dass der größte Teil der Energie, die man in die Pedalen drückt zum
Vortrieb genutzt wird, egal welches Rad man hat.
Ja?
Post by Bernhard Kraft
Die Geschwindigkeitsunterschiede zwischen Rennrad und Trekkingrad sind
gering
Ja?

Die Geschwindigkeitsunterschiede zwischen einem gepflegten Rennrad und
einem Schrottrad, das gerade eben noch fährt, können ganz erheblich
sein.
Post by Bernhard Kraft
Man ist in jedem Fall viel schneller als die 5km/h beim Fußmarsch und viel
langsamer als 100km/h mit dem Auto.
Ach!
Post by Bernhard Kraft
Zusammengefasst: Man muss sich schon echt anstrengen, ein ernsthaft
schlechtes Fahrrad zu bauen.
Eigentlich nicht. Dazu kommt übrigens der Erhaltungszustand des Rades.


Manchmal ist es besser, man zieht gleich zurück, wenn man sich
vergaloppiert hat.
Thomas Bliesener
2018-03-25 20:18:13 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Post by Bernhard Kraft
Das ist eben die Sicht der Dinge, wenn man ein Insider ist.
Wenn man Fahrräder mit Fahrrädern vergleicht. Soll in dieser NG mitunter
vorkommen.
Post by Martin Gerdes
Manchmal ist es besser, man zieht gleich zurück, wenn man sich
vergaloppiert hat.
Bernhard hat doch erläutert, was er meint. Fahrrad ist irgend etwas
zwischen 5 (Fußgänger) und 100 (Auto) km/h. Natürlich näher dran an
ersterem. So besehen macht es dann wirklich nicht viel aus, ob jemand
mit 15 km/h auf einem schlechten Rad oder mit gleicher Anstrengung 25
km/h auf einem guten Rad fährt. Für einen Autofahrer ist ein Radfahrer
immer langsam, egal ob Torkelradler oder Rennradfahrer.
--
bli
Ulli Horlacher
2018-03-25 22:08:55 UTC
Permalink
Für einen Autofahrer ist ein Radfahrer immer langsam, egal ob
Torkelradler oder Rennradfahrer.
Und voellig unabhaengig von der Geschwindigkeit.
Deshalb werd ich auch regelmaessig in der Stadt mit 70 km/h ueberholt.
... und wundern sich die Autoisten, wenn es vor der Verkehrsinsel nicht
mehr reicht.
--
+ Ulli Horlacher + ***@tandem-fahren.de + http://tandem-fahren.de/ +
Martin Wohlauer
2018-03-26 06:35:22 UTC
Permalink
Post by Ulli Horlacher
Für einen Autofahrer ist ein Radfahrer immer langsam, egal ob
Torkelradler oder Rennradfahrer.
Und voellig unabhaengig von der Geschwindigkeit.
Deshalb werd ich auch regelmaessig in der Stadt mit 70 km/h ueberholt.
... und wundern sich die Autoisten, wenn es vor der Verkehrsinsel nicht
mehr reicht.
Genau so in der T-30-Zone mit 50. Weil man jetzt noch schnell™ vorbei
muss™. Der ist ja schließlich so langsam™. Dass man schon Kante
Templimit fährt, interessiert keine Sau.

Grüßle,

Martin.
Bernhard Kraft
2018-03-26 08:52:24 UTC
Permalink
Post by Ulli Horlacher
Für einen Autofahrer ist ein Radfahrer immer langsam, egal ob
Torkelradler oder Rennradfahrer.
Und voellig unabhaengig von der Geschwindigkeit.
Deshalb werd ich auch regelmaessig in der Stadt mit 70 km/h ueberholt.
... und wundern sich die Autoisten, wenn es vor der Verkehrsinsel nicht
mehr reicht.
Diese modernen Einrichtungen zur Verkehrsbeeinflussung, wie Verkehrsinseln
und Kreisverkehre betrachten leider viele Autofahrer als Anregung zum
sportlichem Wettbewerb. Besonderer Ehrgeiz wird darin gelegt Radfahrer
kurz vor dem Kreisverkehr zu überholen. Neulich hat es jemand fast geschafft
und stand beim Eintritt in den Kreisverkehr neben mir. Ihm ist dann aber doch
die Einsicht gekommen mich zu erst in den Kreisverkehr zu lassen. Leider sind
nicht alle so vernünftig. In Deutschland wurden Kreisverkehre mal abgeschafft,
weil man zu Einsicht gekommen ist, dass die Deutschen zu blöd für so etwas sind.
Es besteht anscheinend immer noch viel Lehrbedarf.
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