Discussion:
25mm RR Reifen ok auf Weinmann ZAC19 Felgen?
(zu alt für eine Antwort)
Joerg
2018-01-21 16:02:22 UTC
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Hallo Leute,

In der englischsprachigen NG kamen keine Antworten, vermutlich weil kaum
jemand Weinmann-Felgen kennt. Da die Marke ja germanisch war (ist?),
weiss hier jemand, ob man 25mm Slicks und dergleichen auf ZAC19 Felgen
aufziehen kann? 28mm Minimum scheinen angegeben zu sein. Oder sind 25mm
RR Reifen bei 19mm Innenabstand von Wulst zu Wulst zu extrem?

http://www.weinmanntek.com/Products/MTB/ZAC19.htm

Der Hintergrund ist, dass mir immer haeufiger Speichen fliegen gehen,
die Felge fast durch ist und die Nabe auch schon viele zig Kilometer auf
dem Buckel hat. Man kann hier in der Diaspora (mit ganz viel Glueck)
schonmal Laufraeder mit diesen Weinmann Felgen bekommen, die noch fuer
ein auf 7-Gang "aufgebohrtes" RR der Asbach-Klasse geeignet sind. Der
Rahmen hat 126mm Abstand zwischen den hinteren Auswurfenden, 130mm geht
nach Aufbiegen sicher irgendwie rein, aber 135mm nicht mehr.

Ich habe derzeit Mavic Module 3D Argent montiert, die fuer 25mm und 28mm
zugelassen sind, doch da hatte ich oft Vredestein 23mm drauf.
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
Hans CraueI
2018-01-21 17:17:35 UTC
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Joerg schrieb
Post by Joerg
weiss hier jemand, ob man 25mm Slicks und dergleichen auf ZAC19 Felgen
aufziehen kann? 28mm Minimum scheinen angegeben zu sein. Oder sind 25mm
RR Reifen bei 19mm Innenabstand von Wulst zu Wulst zu extrem?
Bei breiten 25mm-Reifen haette ich keine Bedenken. Auch

<http://tandem-fahren.de/Technik/Reifentips/REIFEN.HTM>

sieht das unkritisch.
BTW: Was spricht denn gegen 28mm-Reifen?
Post by Joerg
Der Rahmen hat 126mm Abstand zwischen den hinteren Auswurfenden,
130mm geht nach Aufbiegen sicher irgendwie rein, aber 135mm nicht mehr.
Eine neue Felge auf der 126mm-Nabe einspeichen waere da die
naechstliegende Loesung.
Post by Joerg
Ich habe derzeit Mavic Module 3D Argent montiert, die fuer 25mm und 28mm
zugelassen sind, doch da hatte ich oft Vredestein 23mm drauf.
Geht doch.
Etwas ernsthafter: Reifen mit gleichem Nennmass koennen durchaus
unterschiedliche tatsaechliche Breiten haben.

Hans
Joerg
2018-01-21 17:45:23 UTC
Permalink
Post by Hans CraueI
Joerg schrieb
Post by Joerg
weiss hier jemand, ob man 25mm Slicks und dergleichen auf ZAC19 Felgen
aufziehen kann? 28mm Minimum scheinen angegeben zu sein. Oder sind 25mm
RR Reifen bei 19mm Innenabstand von Wulst zu Wulst zu extrem?
Bei breiten 25mm-Reifen haette ich keine Bedenken. Auch
<http://tandem-fahren.de/Technik/Reifentips/REIFEN.HTM>
sieht das unkritisch.
Danke, das habe ich gleich mal abgespeichert. Gelb ohne Inhalt ist nicht
in der Legende angegeben und ich nehme an, es heisst "Nicht gerade
ideal, geht aber".
Post by Hans CraueI
BTW: Was spricht denn gegen 28mm-Reifen?
Der Rahmen (Gazelle Trim Trophy von 1982). 28mm wuerden seitlich zwar
gerade noch durchpassen, aber nur, wenn das Rad 100.0% zentriert ist und
voellig schlagfrei laeuft. In unserer Gegend muessen oft
Schotterstrassen, Lehmpisten, Forstautobahnen und Singletrack
mitbewaeltigt werden. Deshalb haben meist nur die RR-Fahrer in der
Tiefebene sauber laufende Hinterraeder, beim "Bergvolk" eiern sie oft
schon nach wenigen hundert Kilometern. Fast wie die Raeder an russischen
LKW.

25mm ist mir auch deshalb lieber, weil bei den steilen Anstiegen hier
schonmal eine Speiche reisst. In etwa der Haelfte der Faelle kann ich
mit dem Speichenschluessel im Bordwerkzeug soweit rausspannen, dass ich
wenigstens die geraden und abschuessigen Streckenabschnitte mit
begrenztem Drehmoment fahren kann und nicht 30km laufen muss.
Post by Hans CraueI
Post by Joerg
Der Rahmen hat 126mm Abstand zwischen den hinteren Auswurfenden,
130mm geht nach Aufbiegen sicher irgendwie rein, aber 135mm nicht mehr.
Eine neue Felge auf der 126mm-Nabe einspeichen waere da die
naechstliegende Loesung.
Geht schon, wobei ich echt nicht der grosse Einspeicher vor dem Herrn
bin und die Nabe auch schon arg viele Kilometer drauf hat. Auf 130mm
aufbiegen haette auch den Vorteil, dass man sich nach ploetzlichem
Malheur ein Hinterrad fuer eine Tour ausleihen kann. 126mm hat hier kaum
noch jemand.
Post by Hans CraueI
Post by Joerg
Ich habe derzeit Mavic Module 3D Argent montiert, die fuer 25mm und 28mm
zugelassen sind, doch da hatte ich oft Vredestein 23mm drauf.
Geht doch.
Etwas ernsthafter: Reifen mit gleichem Nennmass koennen durchaus
unterschiedliche tatsaechliche Breiten haben.
Klar. Bisher hatten die aber meist 25mm. Wobei ich nach wie vor auf der
Suche nach dem Optimum bin. Gatorskins versagen zu oft nach 1500km oder
so in den Flanken und sind dafuer zu teuer. Gehen auch zu schwer drauf.
CST Conquistare sind nach 1500km total runter und das Gummi in den
Flanken faengt schon nach 1000km an, rissig zu werden (ist mir
allerdings noch keiner um die Ohren geflogen wie bei Gatorskins). Als
naechstes teste ich Vittoria Zaffiro.
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
Sepp Ruf
2018-01-21 18:52:58 UTC
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Post by Joerg
Post by Hans CraueI
Joerg schrieb
Post by Joerg
weiss hier jemand, ob man 25mm Slicks und dergleichen auf ZAC19 Felgen
aufziehen kann? 28mm Minimum scheinen angegeben zu sein. Oder sind 25mm
RR Reifen bei 19mm Innenabstand von Wulst zu Wulst zu extrem?
Bei breiten 25mm-Reifen haette ich keine Bedenken. Auch
<http://tandem-fahren.de/Technik/Reifentips/REIFEN.HTM>
sieht das unkritisch.
Danke, das habe ich gleich mal abgespeichert. Gelb ohne Inhalt ist nicht
in der Legende angegeben und ich nehme an, es heisst "Nicht gerade
ideal, geht aber".
Bleib mir nur weg von Verkehrsflugzeugen!
Post by Joerg
Post by Hans CraueI
BTW: Was spricht denn gegen 28mm-Reifen?
Der Rahmen (Gazelle Trim Trophy von 1982). 28mm wuerden seitlich zwar
gerade noch durchpassen, aber nur, wenn das Rad 100.0% zentriert ist und
voellig schlagfrei laeuft. In unserer Gegend muessen oft
Schotterstrassen, Lehmpisten, Forstautobahnen und Singletrack
mitbewaeltigt werden. Deshalb haben meist nur die RR-Fahrer in der
Tiefebene sauber laufende Hinterraeder, beim "Bergvolk" eiern sie oft
schon nach wenigen hundert Kilometern. Fast wie die Raeder an russischen
LKW.
Nanu, sind die fabuloesen GOC-Facilities doch so lueckenhaft!? Ich wuerde
gegen Schrammen durch den Schotter keine ZAC19er Felgen nehmen, sondern
wieder 17er.
Post by Joerg
25mm ist mir auch deshalb lieber, weil bei den steilen Anstiegen hier
schonmal eine Speiche reisst. In etwa der Haelfte der Faelle kann ich
mit dem Speichenschluessel im Bordwerkzeug soweit rausspannen, dass ich
wenigstens die geraden und abschuessigen Streckenabschnitte mit
begrenztem Drehmoment fahren kann und nicht 30km laufen muss.
Defekt liegt bei chronischen Schwerlast-Biertrinkern natuerlich an den
uber-gnarly Manzanitatrails oder den Speichen bzw. am Magnesiumchlorid von
der Profiwadenmassage. Weshalb sie naechstesmal keine wesentlich
hochprofilige und schwerere Felge, sondern fette 12-gauck-Speichen nehmen
wollen. Toller Plan!
Arno Welzel
2018-01-22 12:34:07 UTC
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Joerg:

[...]
Post by Joerg
25mm ist mir auch deshalb lieber, weil bei den steilen Anstiegen hier
schonmal eine Speiche reisst. In etwa der Haelfte der Faelle kann ich
mit dem Speichenschluessel im Bordwerkzeug soweit rausspannen, dass ich
wenigstens die geraden und abschuessigen Streckenabschnitte mit
begrenztem Drehmoment fahren kann und nicht 30km laufen muss.
Wenn Speichen reißen, nur weil man steile Anstiege fährt, ist aber schon
beim Aufbau des Laufrads was falsch gemacht worden, so dass die Speichen
durch Lastwechsel geschwächt werden.

[...]
Post by Joerg
Geht schon, wobei ich echt nicht der grosse Einspeicher vor dem Herrn
bin und die Nabe auch schon arg viele Kilometer drauf hat.
Ah - ok, das erklärt obige Schilderung ;-). Vielleicht doch mal jemanden
bezahlen, der die Felge richtig einspeicht? Dann halten auch die
Speichen bei steilen Anstiegen.
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
https://de-rec-fahrrad.de
http://fahrradzukunft.de
Joerg
2018-01-22 20:22:02 UTC
Permalink
Post by Arno Welzel
[...]
Post by Joerg
25mm ist mir auch deshalb lieber, weil bei den steilen Anstiegen hier
schonmal eine Speiche reisst. In etwa der Haelfte der Faelle kann ich
mit dem Speichenschluessel im Bordwerkzeug soweit rausspannen, dass ich
wenigstens die geraden und abschuessigen Streckenabschnitte mit
begrenztem Drehmoment fahren kann und nicht 30km laufen muss.
Wenn Speichen reißen, nur weil man steile Anstiege fährt, ist aber schon
beim Aufbau des Laufrads was falsch gemacht worden, so dass die Speichen
durch Lastwechsel geschwächt werden.
Ich hatte re-Dishing machen muessen nach Freilaufkoerperwechsel, denn
die kurzen 6-fach koerper konnte ich nicht mehr bekommen. Doch die
Speichenrisse gab es schon vorher, selbst als das Rad von einer
Profischmiede in Aachen eingestellt wurde.
Post by Arno Welzel
[...]
Post by Joerg
Geht schon, wobei ich echt nicht der grosse Einspeicher vor dem Herrn
bin und die Nabe auch schon arg viele Kilometer drauf hat.
Ah - ok, das erklärt obige Schilderung ;-). Vielleicht doch mal jemanden
bezahlen, der die Felge richtig einspeicht? Dann halten auch die
Speichen bei steilen Anstiegen.
Das hatte ich auch probiert, hat nichts genutzt. So alle 2-3000km geht
hinten eine Speiche fliegen. Deshalb halte ich staendig einen Vorrat von
zwei Dutzend auf Lager. Vorn nie, muss also vom Drehmoment kommen. Ich
wiege um 100kg, habe oft viel Ladung dabei und ziemlich kernige
Beinmuskeln. An Bergen machen bei mir nie die Muskeln schlapp, sondern
die Puste geht irgendwann aus.
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
Andre Eiger
2018-01-21 20:19:09 UTC
Permalink
Post by Joerg
Hallo Leute,
In der englischsprachigen NG kamen keine Antworten, vermutlich weil kaum
jemand Weinmann-Felgen kennt. Da die Marke ja germanisch war (ist?),
weiss hier jemand, ob man 25mm Slicks und dergleichen auf ZAC19 Felgen
aufziehen kann? 28mm Minimum scheinen angegeben zu sein. Oder sind 25mm
RR Reifen bei 19mm Innenabstand von Wulst zu Wulst zu extrem?
Schwalbe Marathon Plus 25-622 auf ZAC2000 sieht rein optisch okay aus
(Trekkingrad). Mein Eindruck ist, dass die Felgen beim schrägen Auffahren
auf "abgesenkte" Bordsteinkanten eher Kontakt mit dem Beton kriegen als
beim Rennrad, allerdings noch keine Macken gefunden.
Die ZAC2000 soll genauso breit sein wie die ZAC19:
https://www.ryde.nl/zac-2000
https://www.ryde.nl/zac-19
Post by Joerg
Der Hintergrund ist, dass mir immer haeufiger Speichen fliegen gehen,
die Felge fast durch ist und die Nabe auch schon viele zig Kilometer auf
dem Buckel hat. Man kann hier in der Diaspora (mit ganz viel Glueck)
schonmal Laufraeder mit diesen Weinmann Felgen bekommen, die noch fuer
ein auf 7-Gang "aufgebohrtes" RR der Asbach-Klasse geeignet sind. Der
Rahmen hat 126mm Abstand zwischen den hinteren Auswurfenden, 130mm geht
nach Aufbiegen sicher irgendwie rein, aber 135mm nicht mehr.
Die alte Nabe inspizieren, mit dem Ziel, sie neu einzuspeichen, wäre
meine Variante. Der ganze Spaß ist natürlich als Hobby zu betrachten.
Ein geschädigter Konus ist schnell getauscht. Bei 126 mm Einbauweite ist
es Schraubkranz, oder? Risiko dann eher Dauerbruch der Achse,
prophylaktisch tauschen (aktuelle Hohlachse passend absägen).
Eine 130 mm-Nabe kann man ggf. mit schmalerem linken Spacer auf 126 mm
bringen. So rutscht das Rad besser rein, ohne am Rahmen herumbiegen zu
müssen. So könnte man auf Kassette umstellen. Die Speichen stehen dann
auf der Ritzelseite ein bisschen steiler.

--
Joerg
2018-01-22 20:11:33 UTC
Permalink
Post by Andre Eiger
Post by Joerg
Hallo Leute,
In der englischsprachigen NG kamen keine Antworten, vermutlich weil kaum
jemand Weinmann-Felgen kennt. Da die Marke ja germanisch war (ist?),
weiss hier jemand, ob man 25mm Slicks und dergleichen auf ZAC19 Felgen
aufziehen kann? 28mm Minimum scheinen angegeben zu sein. Oder sind 25mm
RR Reifen bei 19mm Innenabstand von Wulst zu Wulst zu extrem?
Schwalbe Marathon Plus 25-622 auf ZAC2000 sieht rein optisch okay aus
(Trekkingrad). Mein Eindruck ist, dass die Felgen beim schrägen Auffahren
auf "abgesenkte" Bordsteinkanten eher Kontakt mit dem Beton kriegen als
beim Rennrad, allerdings noch keine Macken gefunden.
https://www.ryde.nl/zac-2000
https://www.ryde.nl/zac-19
Ja, sind sie. Hier ist der Weinmann Link dazu:

http://www.weinmanntek.com/Products/MTB/ZAC2000.htm

Dann sollte es ja gehen, wenn Du 25mm Reifen draufhast. Schraege
Auffahrten versuche ich per Bunny Hop zu vermieden, geht hinten
natuerlich nicht immer. Aber dafuer ist ein RR eh nicht gedacht. Auf
Schotterstrecken mit gelegentlich groberem Geroell bekommen die Felgen
so oder so Macken, kann man kaum was dran tun.
Post by Andre Eiger
Post by Joerg
Der Hintergrund ist, dass mir immer haeufiger Speichen fliegen gehen,
die Felge fast durch ist und die Nabe auch schon viele zig Kilometer auf
dem Buckel hat. Man kann hier in der Diaspora (mit ganz viel Glueck)
schonmal Laufraeder mit diesen Weinmann Felgen bekommen, die noch fuer
ein auf 7-Gang "aufgebohrtes" RR der Asbach-Klasse geeignet sind. Der
Rahmen hat 126mm Abstand zwischen den hinteren Auswurfenden, 130mm geht
nach Aufbiegen sicher irgendwie rein, aber 135mm nicht mehr.
Die alte Nabe inspizieren, mit dem Ziel, sie neu einzuspeichen, wäre
meine Variante. Der ganze Spaß ist natürlich als Hobby zu betrachten.
Ein geschädigter Konus ist schnell getauscht. Bei 126 mm Einbauweite ist
es Schraubkranz, oder? Risiko dann eher Dauerbruch der Achse,
prophylaktisch tauschen (aktuelle Hohlachse passend absägen).
Nein, ist ein Freehub, also abnehmbarer Freilaufkoerper wie heute
ueblich. Es ist eine Shimano 600 Nabe der EX Serie. Konusse (oder
lateinisch Koni?) kann ich wechseln, doch die Lagerlaufflaechen in der
Nabe sehen schon recht alt aus.
Post by Andre Eiger
Eine 130 mm-Nabe kann man ggf. mit schmalerem linken Spacer auf 126 mm
bringen. So rutscht das Rad besser rein, ohne am Rahmen herumbiegen zu
müssen. So könnte man auf Kassette umstellen. Die Speichen stehen dann
auf der Ritzelseite ein bisschen steiler.
Speichen steiler stellen (Re-Dishing) musste ich bereits, weil ich auf
7-fach Freilaufkoerper umstellen musste, denn die etwas kuerzeren 6-fach
Koerper gab es nicht mehr. Die Dinger halten bei mir nicht ewig. Danach
nahm die Zahl der gebrochenen Speichen pro 1000km zu. Denn die linken
sind da ein wenig lockerer und die rechten uebernehmen mehr Last, beides
ungesund. Ich koennte allerdings versuchen, rechts auch ein wenig zu
mopsen und notfalls auf das auesserste Ritzel zu verzichten (kaeme dann
eine Position nach links). Oder die Redneck-Variante, das Hinterrad ganz
leicht schraeg einspannen, dann passt es trotzdem durch die Streben
hinterm Tretlager :-)

Letzteres mache ich schonmal, wenn eine Speiche fliegen gegangen ist und
ich das unterwegs nicht weit genug rausgespannt bekomme. Mein alter
Rahmen hat sogar noch Anschlagschraeubchen fuer die Hinterradposition.
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
Robert Latest
2018-01-26 18:48:00 UTC
Permalink
Post by Andre Eiger
Schwalbe Marathon Plus 25-622 auf ZAC2000 sieht rein optisch okay aus
(Trekkingrad).
Bist du sicher, dass das mechanisch passt? Ich bin gerade genervt, weil ich
eine halbe Stunde lang vergeblich versucht habe, einen Conti Supersport Plus
28-622 auf eine ZAC2000 zu würgen, ohne Erfolg. Diese Felge/Reifen-Mechanik
bei der Montage kapier ich sowieso generell nicht: Die erste Flanke flutscht
widerstandslos auf die Felge, die zweite schwer bzw. in diesem Fall
überhaupt nicht. Ich habe es auch mal ohne Schlauch probiert, um
auszuschließen, dass der mir irgendwo in die Quere kommt, keine Chance.
Natürlich habe ich immer wieder die widerpenstige Reifenflanke rundum unter
Spannung ins Felgenbett gedrückt. Kein Unterschied.

Jedenfalls wollte ich ausschließen, jetzt den nächsten unbrauchbaren
Reifensatz zu kaufen.

Dazu noch ne Frage: Ich habe keine ausreichend dünnen Schläuche mit
Schraderventil gefunden. Ist der Gummiwulst rund um das 6,5mm Prestaventil
stabil genug, um sich an dem zu großen Loch in der Felge abzustützen, oder
geht das da kaputt?

robert
Gerald Eіscher
2018-01-27 00:17:09 UTC
Permalink
Post by Robert Latest
Bist du sicher, dass das mechanisch passt? Ich bin gerade genervt, weil ich
eine halbe Stunde lang vergeblich versucht habe, einen Conti Supersport Plus
28-622 auf eine ZAC2000 zu würgen, ohne Erfolg. Diese Felge/Reifen-Mechanik
bei der Montage kapier ich sowieso generell nicht: Die erste Flanke flutscht
widerstandslos auf die Felge, die zweite schwer bzw. in diesem Fall
überhaupt nicht.
Wenn du den einen Reifenwulst über die Felgenflanke kriegst, dann passt
auch der andere drüber. Bevor du das letzte Stück Reifenwulst über die
Felgenflanke hebelst musst du gegenüber den Wulst in das Felgenbett drücken.
Post by Robert Latest
Dazu noch ne Frage: Ich habe keine ausreichend dünnen Schläuche mit
Schraderventil gefunden.
Schwalbe AV15, notfalls AV17
Post by Robert Latest
Ist der Gummiwulst rund um das 6,5mm Prestaventil
stabil genug, um sich an dem zu großen Loch in der Felge abzustützen, oder
geht das da kaputt?
Das hält, auch bei vielen Rennradfelgen hat das innere Ventilloch 8 mm
Durchmesser. Du benötigst allerdings eine Reduzierhülse oder eine
spezielle Ventilmutter, sonst wackelt das Ventil.
--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |
Juergen
2018-01-27 02:22:05 UTC
Permalink
Am Sat, 27 Jan 2018 01:17:09 +0100 schrieb Gerald E?scher
Post by Gerald Eіscher
Post by Robert Latest
Ist der Gummiwulst rund um das 6,5mm Prestaventil
stabil genug, um sich an dem zu großen Loch in der Felge abzustützen, oder
geht das da kaputt?
Das hält, auch bei vielen Rennradfelgen hat das innere Ventilloch 8 mm
Durchmesser. Du benötigst allerdings eine Reduzierhülse oder eine
spezielle Ventilmutter, sonst wackelt das Ventil.
Die wird ja oft mitgeliefert. Wird sie innen montiert oder außen?

cu.
Juergen
--
\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\
\ Freie Bits für frei Buerger \
\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\
Robert Latest
2018-01-27 08:22:28 UTC
Permalink
Post by Gerald Eіscher
Wenn du den einen Reifenwulst über die Felgenflanke kriegst, dann passt
auch der andere drüber.
Es ist diese simple Annahme, die teile, aber nicht bestätigt sehe.
Post by Gerald Eіscher
Bevor du das letzte Stück Reifenwulst über die
Felgenflanke hebelst musst du gegenüber den Wulst in das Felgenbett drücken.
Hatte ich ja geschrieben, nur hast du genau DEN Teil nicht mit zitiert ;-)
Jedenfalls ist dies nach vier Jahrzehnten Bastelei an unzähligen Fahrrädern
der erste Reifen, an dem ich auch mit kiloweise Talkum-Einsatz definitiv
scheitere. Scheitern an sich ist ja nicht schlimm, aber ich wüsste gern den
Grund.

robert
Bodo G. Meier
2018-01-27 09:57:56 UTC
Permalink
Post by Robert Latest
Post by Gerald Eіscher
Wenn du den einen Reifenwulst über die Felgenflanke kriegst, dann passt
auch der andere drüber.
Es ist diese simple Annahme, die teile, aber nicht bestätigt sehe.
Post by Gerald Eіscher
Bevor du das letzte Stück Reifenwulst über die
Felgenflanke hebelst musst du gegenüber den Wulst in das Felgenbett drücken.
Hatte ich ja geschrieben, nur hast du genau DEN Teil nicht mit zitiert ;-)
Jedenfalls ist dies nach vier Jahrzehnten Bastelei an unzähligen Fahrrädern
der erste Reifen, an dem ich auch mit kiloweise Talkum-Einsatz definitiv
scheitere. Scheitern an sich ist ja nicht schlimm, aber ich wüsste gern den
Grund.
Hast Du mal mit sowohl dem einen als auch dem anderen Reifenwulst den
Montageversuch begonnen?
Wie's der Teufel will, könnte der Draht auf einer Seite zufällig x mm
kürzer sein...

Gruss,
Bodo
Gerald Eіscher
2018-01-27 16:40:59 UTC
Permalink
Post by Robert Latest
Post by Gerald Eіscher
Bevor du das letzte Stück Reifenwulst über die
Felgenflanke hebelst musst du gegenüber den Wulst in das Felgenbett drücken.
Hatte ich ja geschrieben, nur hast du genau DEN Teil nicht mit zitiert ;-)
Hm, habe ich übersehen.
Post by Robert Latest
Jedenfalls ist dies nach vier Jahrzehnten Bastelei an unzähligen Fahrrädern
der erste Reifen, an dem ich auch mit kiloweise Talkum-Einsatz definitiv
scheitere. Scheitern an sich ist ja nicht schlimm, aber ich wüsste gern den
Grund.
Geht das Felgenband über die komplette Breite des Felgenbettes? Dann
kann es sein, dass es dem zuerst montierten Reifenwulst zu wenig Platz
lässt und der ist dann dem anderen Reifenwulst im Weg.
--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |
Uwe Schliephake
2018-01-28 09:28:05 UTC
Permalink
Post by Robert Latest
Talkum-Einsatz
Als Trennmittel zw. Schlauch und Reifen, damit das Ventil nicht
abreisst, dazu nimmt man ein Stück Putzlappen mit einem Häufchen
Talkumpulver darauf an den vier Ecken zusammen und pudert mit dem
"Beutel" die Reifeninnenseite. Eine alte Socke soll auch gut
funktionieren.

Widerspenstige Reifen flutschen mit verdünntem Spüli in die Felge.

Während das Spüli nach der Montage wegtrocknet, bleibt das Talkum als
Gleitschicht lange erhalten.
frank paulsen
2018-01-27 14:13:22 UTC
Permalink
Post by Robert Latest
Hatte ich ja geschrieben, nur hast du genau DEN Teil nicht mit zitiert ;-)
Jedenfalls ist dies nach vier Jahrzehnten Bastelei an unzähligen Fahrrädern
der erste Reifen, an dem ich auch mit kiloweise Talkum-Einsatz definitiv
scheitere. Scheitern an sich ist ja nicht schlimm, aber ich wüsste gern den
Grund.
Talkum ist eher so meh fuer den zweck. bei den affigen ballonreifen,
die noch viel schwerer auf die felge zu bekommen sind, habe ich jetzt
mit gutem erfolg Seifenwasser verwendet. ist zwar ne rechte sauerei,
aber naja, nachher sind die felgen dann auch richtig sauber :)
--
frobnicate foo
Robert Latest
2018-02-03 10:23:33 UTC
Permalink
Post by frank paulsen
Talkum ist eher so meh fuer den zweck. bei den affigen ballonreifen,
die noch viel schwerer auf die felge zu bekommen sind, habe ich jetzt
mit gutem erfolg Seifenwasser verwendet. ist zwar ne rechte sauerei,
aber naja, nachher sind die felgen dann auch richtig sauber :)
Ja, ich habe es jetzt auch hinbekommen: beide Wülste dünn mit Schmierseife
(unverdünnt) eingerieben. Ist noch glitschiger als Spüli. Zusätzlich habe
ich Reifen und Felge an einer Stelle noch mit einer festem Bindfaden-Bandage
fixiert, so dass er dort nicht mehr rausflutschen konnte und ich beide Hände
am anderen Ende einsetzen konnte.
--
robert
Martin Τrautmann
2018-02-16 08:45:36 UTC
Permalink
Post by Robert Latest
Ja, ich habe es jetzt auch hinbekommen: beide Wülste dünn mit Schmierseife
(unverdünnt) eingerieben. Ist noch glitschiger als Spüli. Zusätzlich habe
ich Reifen und Felge an einer Stelle noch mit einer festem Bindfaden-Bandage
fixiert, so dass er dort nicht mehr rausflutschen konnte und ich beide Hände
am anderen Ende einsetzen konnte.
Schmierseife ist aber 'ne ziemlich aggressive Lauge - damit kannst du
dir alles mögliche wegfressen.

Wir hatten mal 'nen Edelstahllöffel in der Seife stecken - nach ein paar
Wochen war von dem unten nicht mehr viel übrig.

Schönen Gruß
Martin

Joerg
2018-01-27 15:20:42 UTC
Permalink
Post by Robert Latest
Post by Andre Eiger
Schwalbe Marathon Plus 25-622 auf ZAC2000 sieht rein optisch okay aus
(Trekkingrad).
Bist du sicher, dass das mechanisch passt? Ich bin gerade genervt, weil ich
eine halbe Stunde lang vergeblich versucht habe, einen Conti Supersport Plus
28-622 auf eine ZAC2000 zu würgen, ohne Erfolg. Diese Felge/Reifen-Mechanik
bei der Montage kapier ich sowieso generell nicht: Die erste Flanke flutscht
widerstandslos auf die Felge, die zweite schwer bzw. in diesem Fall
überhaupt nicht. Ich habe es auch mal ohne Schlauch probiert, um
auszuschließen, dass der mir irgendwo in die Quere kommt, keine Chance.
Natürlich habe ich immer wieder die widerpenstige Reifenflanke rundum unter
Spannung ins Felgenbett gedrückt. Kein Unterschied.
Jedenfalls wollte ich ausschließen, jetzt den nächsten unbrauchbaren
Reifensatz zu kaufen.
Aehnliches habe ich mit allen vier Conti Gatorskins auf recht flachen
Mavic Felgen erlebt. Nach jeder Montage taten die Daumen stundenlang
weh. Die Reifen scheinen Untermass zu haben, denn alle anderen Fabrikate
gehen problemlos drauf.

Die erste Flanke flutscht immer drauf, da man schraeg kommen kann. Bei
der zweiten gingen das natuerlich nicht mehr. CST Conquistare war knapp,
aber es hat nur Minuten gedauert und keine Stunde. Ich werde in Zukunft
jedoch weder den Conti noch CST nehmen, da die Flanken zu schlecht sind.
Post by Robert Latest
Dazu noch ne Frage: Ich habe keine ausreichend dünnen Schläuche mit
Schraderventil gefunden. Ist der Gummiwulst rund um das 6,5mm Prestaventil
stabil genug, um sich an dem zu großen Loch in der Felge abzustützen, oder
geht das da kaputt?
Ich habe gehoert, dass Leute sowas machen. Falls ich ein passendes
Laufrad mit Weinmann-Felge irgendwo bekomme, fertige ich mit dafuer ein
Kunststoffteil. Auf keinen fall sollte dort etwas scheuern koennen.
Aussen wuerde ich eine Unterlegscheibe mit Gummizwischenlage nehmen.
Warum die heutzutage noch auf Schrader bohren, ist mir ein Raetsel.
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
Andre Eiger
2018-01-27 19:17:21 UTC
Permalink
Post by Robert Latest
Post by Andre Eiger
Schwalbe Marathon Plus 25-622 auf ZAC2000 sieht rein optisch okay aus
(Trekkingrad).
Bist du sicher, dass das mechanisch passt? Ich bin gerade genervt, weil
ich eine halbe Stunde lang vergeblich versucht habe, einen Conti
Supersport Plus 28-622 auf eine ZAC2000 zu würgen, ohne Erfolg.
Seit ich Conti-Reifen auf meinen Rennrädern habe, führe ich neben dem
Flickzeug auch stets zwei Reifenheber mit ;-)
(Conti Grand Prix 4000 und Grand Prix Classic auf Felgen aus den 80ern)

Die Marathon Plus fahren sich auf einem Trekkingrad übrigens ziemlich
knochig. Als einzigen guten Grund, die Dinger zu montieren, kann ich nur
anführen, dass ich an einem Sonntag keinen anderen Ersatz greifbar hatte.
Glaube nicht, dass ich sie noch lange drauflasse.
Post by Robert Latest
Diese
Die erste Flanke flutscht widerstandslos auf die Felge, die zweite
schwer bzw. in diesem Fall überhaupt nicht. Ich habe es auch mal ohne
Schlauch probiert, um auszuschließen, dass der mir irgendwo in die Quere
kommt, keine Chance. Natürlich habe ich immer wieder die widerpenstige
Reifenflanke rundum unter Spannung ins Felgenbett gedrückt. Kein
Unterschied.
Hört sich seltsam an. Einen Reifenheber in der Gegend vom Ventil
ansetzen, unter Spannung halten, dann die Flanke rundherum ins Felgenbett
drücken. (Schlauch mit minimal Luft, gerade so, dass er keine Falte unter
der Reifenwulst bildet.) Zum Drüberhebeln zweiten Reifenheber, aber immer
nur kurze Stückchen. Habe so eine flache relativ breite Sorte, auch von
Conti. Vielleicht hilft zusätzlich Reifen-Montagepaste aus dem Kfz-
Handwerk.
Aber aus der Ferne lässt sich schlau reden. Hatte letzte Woche mit
laienhaften Werkzeugen zum ersten mal einen 130/70 R17 Motorradreifen
gewechselt. Da war ich mir zwischen drin mehrmals nicht sicher, ob ich
das zum erfolgreichen Abschluss bekomme.

--
Joerg
2018-01-27 19:45:58 UTC
Permalink
Post by Andre Eiger
Post by Robert Latest
Post by Andre Eiger
Schwalbe Marathon Plus 25-622 auf ZAC2000 sieht rein optisch okay aus
(Trekkingrad).
Bist du sicher, dass das mechanisch passt? Ich bin gerade genervt, weil
ich eine halbe Stunde lang vergeblich versucht habe, einen Conti
Supersport Plus 28-622 auf eine ZAC2000 zu würgen, ohne Erfolg.
Seit ich Conti-Reifen auf meinen Rennrädern habe, führe ich neben dem
Flickzeug auch stets zwei Reifenheber mit ;-)
(Conti Grand Prix 4000 und Grand Prix Classic auf Felgen aus den 80ern)
Die Marathon Plus fahren sich auf einem Trekkingrad übrigens ziemlich
knochig. Als einzigen guten Grund, die Dinger zu montieren, kann ich nur
anführen, dass ich an einem Sonntag keinen anderen Ersatz greifbar hatte.
Glaube nicht, dass ich sie noch lange drauflasse.
Gatorskins fahren sich wirklich gut und vor allem haben die bei mir die
Rekordstrecke von 4000km gehalten. Kein anderer Reifen kam da bisher nur
entfernt ran. Bis auf die Gatorskins, wo die Reifenflanke spektakulaer
versagte.
Post by Andre Eiger
Post by Robert Latest
Diese
Die erste Flanke flutscht widerstandslos auf die Felge, die zweite
schwer bzw. in diesem Fall überhaupt nicht. Ich habe es auch mal ohne
Schlauch probiert, um auszuschließen, dass der mir irgendwo in die Quere
kommt, keine Chance. Natürlich habe ich immer wieder die widerpenstige
Reifenflanke rundum unter Spannung ins Felgenbett gedrückt. Kein
Unterschied.
Hört sich seltsam an. Einen Reifenheber in der Gegend vom Ventil
ansetzen, unter Spannung halten, dann die Flanke rundherum ins Felgenbett
drücken. (Schlauch mit minimal Luft, gerade so, dass er keine Falte unter
der Reifenwulst bildet.) Zum Drüberhebeln zweiten Reifenheber, aber immer
nur kurze Stückchen. Habe so eine flache relativ breite Sorte, auch von
Conti. Vielleicht hilft zusätzlich Reifen-Montagepaste aus dem Kfz-
Handwerk.
Seife hilft, aber nur ein wenig. Die Dinger sind einfach zu klein.
Post by Andre Eiger
Aber aus der Ferne lässt sich schlau reden. Hatte letzte Woche mit
laienhaften Werkzeugen zum ersten mal einen 130/70 R17 Motorradreifen
gewechselt. Da war ich mir zwischen drin mehrmals nicht sicher, ob ich
das zum erfolgreichen Abschluss bekomme.
Mein MTB Kumpel macht das bei seinen Gelaendemoppeds auf die Wild West
Art: Alles brennbare in der Naehe wegraeumen, nassen Lappen bereitlegen,
Stollenreifen mit den Hebern drauf, Wulst an einer Stelle mit dem Fuss
runterdruecken, Vergaserreiniger reinspruehen, Feuerzeug dranhalten und
schnell wegspringen ... *POFF* ... mit den nassen Lappen die Flammen
ausschlagen, aufpumpen, fertig.
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
Andre Eiger
2018-01-28 16:11:06 UTC
Permalink
Post by Joerg
Post by Andre Eiger
Post by Andre Eiger
Schwalbe Marathon Plus 25-622 auf ZAC2000 sieht rein optisch okay aus
(Trekkingrad).
Die Marathon Plus fahren sich auf einem Trekkingrad übrigens ziemlich
knochig. Als einzigen guten Grund, die Dinger zu montieren, kann ich
nur anführen, dass ich an einem Sonntag keinen anderen Ersatz greifbar
hatte.
Glaube nicht, dass ich sie noch lange drauflasse.
Gatorskins fahren sich wirklich gut und vor allem haben die bei mir die
Rekordstrecke von 4000km gehalten. Kein anderer Reifen kam da bisher nur
entfernt ran. Bis auf die Gatorskins, wo die Reifenflanke spektakulaer
versagte.
Auf 'nem Rennrad, zumal filigraner Stahlrahmen und Felgen á la Mavic
Module E2, fühlen sich die schmalen Reifen auch normal an. Beim
Trekkingrad jedoch mit steifem Alu-Rahmen und Felgen, dem ganzen Geraffel
wie Schutzblech, Gepäckträger, Licht und Tasche, gehen die
Fahrbahnunebenheiten so hart ins Gebälk, dass ich über kurz oder lang
Gewaltschäden befürchte, vom bescheidenen Fahrkomfort mal abgesehen.
Post by Joerg
Post by Andre Eiger
Aber aus der Ferne lässt sich schlau reden. Hatte letzte Woche mit
laienhaften Werkzeugen zum ersten mal einen 130/70 R17 Motorradreifen
gewechselt. Da war ich mir zwischen drin mehrmals nicht sicher, ob ich
das zum erfolgreichen Abschluss bekomme.
Mein MTB Kumpel macht das bei seinen Gelaendemoppeds auf die Wild West
Art: Alles brennbare in der Naehe wegraeumen, nassen Lappen bereitlegen,
Stollenreifen mit den Hebern drauf, Wulst an einer Stelle mit dem Fuss
runterdruecken, Vergaserreiniger reinspruehen, Feuerzeug dranhalten und
schnell wegspringen ... *POFF* ... mit den nassen Lappen die Flammen
ausschlagen, aufpumpen, fertig.
Das Aufpumpen am Schluss war einfach, da Speichenrad mit Schlauch. Die
Felgenschultern hatten jedoch nach innen hin eine kleine Erhöhung,
vermutlich für Notlaufeigenschaften, weswegen der alte Reifen bombenfest
saß. Dann die steifen Straßenreifen über die Felgenschulter zu kriegen,
hatte ich mir in Erinnerung an viel weichere und schmalere Motocross-
Reifen viel leichter vorgestellt. Reifenwulst ins Tiefbett drücken ist
genau wie beim Fahrrad, nur musste ich mehrere Holzklötze zur Hilfe
nehmen, damit die Wulst auch im Tiefbett blieb.

--
Joerg
2018-01-28 16:36:40 UTC
Permalink
Post by Andre Eiger
Post by Joerg
Post by Andre Eiger
Post by Andre Eiger
Schwalbe Marathon Plus 25-622 auf ZAC2000 sieht rein optisch okay aus
(Trekkingrad).
Die Marathon Plus fahren sich auf einem Trekkingrad übrigens ziemlich
knochig. Als einzigen guten Grund, die Dinger zu montieren, kann ich
nur anführen, dass ich an einem Sonntag keinen anderen Ersatz greifbar
hatte.
Glaube nicht, dass ich sie noch lange drauflasse.
Gatorskins fahren sich wirklich gut und vor allem haben die bei mir die
Rekordstrecke von 4000km gehalten. Kein anderer Reifen kam da bisher nur
entfernt ran. Bis auf die Gatorskins, wo die Reifenflanke spektakulaer
versagte.
Auf 'nem Rennrad, zumal filigraner Stahlrahmen und Felgen á la Mavic
Module E2, fühlen sich die schmalen Reifen auch normal an. Beim
Trekkingrad jedoch mit steifem Alu-Rahmen und Felgen, dem ganzen Geraffel
wie Schutzblech, Gepäckträger, Licht und Tasche, gehen die
Fahrbahnunebenheiten so hart ins Gebälk, dass ich über kurz oder lang
Gewaltschäden befürchte, vom bescheidenen Fahrkomfort mal abgesehen.
Es ist bei mir ein RR, Baujahr 1982, Reynoldsstahl. Allerdings mit
Gepaecktraeger und Seitentaschen ausgestattet, meist gut beladen.
Schutzbleche nicht, aber durch den Ueberbau hinten ist die Wirkung aehnlich.

Der Fahrkomfort auf einem RR ist in unserer Gegend so gut wie immer
besch....n, weil oft alte verfallene Strassenabschnitte, Schotter oder
gar unbefestigte Pisten anliegen. Da ist man fast die ganze Zeit aus dem
Sattel raus und hinten in den Packtaschen kruschtet es staendig. Wenn
mir mal ganz dekadent zumute ist, nehme ich auch fuer Besorgungsfahrten
in die Tiefebene das MTB. Dann lasse ich je nach Zuladung die Luft im
hinteren Daempfer auf 13-14 bar herunter und das Dingen gleitet wie ein
Lincoln oder Citroen. Einer meiner fast woechentlichen
Streckenabschnitte sieht so aehnlich aus:

Loading Image...

Stammt noch aus dieser Zeit und wurde vor vielen Jahrzehnten fuer den
Autoverkehr stillgelegt:

Loading Image...

Ein Bekannter hat sich kurzerhand ein MTB mit Titanrahmen genommen und
das fuer Asphaltfahrten mit 3cm breiten Slicks ausgestattet. Es sieht
mit diesen schmalen Tatzen seltsam aus, wie eine Harley mit Mofareifen,
funktioniert aber gut und ist robuster als ein RR.
Post by Andre Eiger
Post by Joerg
Post by Andre Eiger
Aber aus der Ferne lässt sich schlau reden. Hatte letzte Woche mit
laienhaften Werkzeugen zum ersten mal einen 130/70 R17 Motorradreifen
gewechselt. Da war ich mir zwischen drin mehrmals nicht sicher, ob ich
das zum erfolgreichen Abschluss bekomme.
Mein MTB Kumpel macht das bei seinen Gelaendemoppeds auf die Wild West
Art: Alles brennbare in der Naehe wegraeumen, nassen Lappen bereitlegen,
Stollenreifen mit den Hebern drauf, Wulst an einer Stelle mit dem Fuss
runterdruecken, Vergaserreiniger reinspruehen, Feuerzeug dranhalten und
schnell wegspringen ... *POFF* ... mit den nassen Lappen die Flammen
ausschlagen, aufpumpen, fertig.
Das Aufpumpen am Schluss war einfach, da Speichenrad mit Schlauch. Die
Felgenschultern hatten jedoch nach innen hin eine kleine Erhöhung,
vermutlich für Notlaufeigenschaften, weswegen der alte Reifen bombenfest
saß. Dann die steifen Straßenreifen über die Felgenschulter zu kriegen,
hatte ich mir in Erinnerung an viel weichere und schmalere Motocross-
Reifen viel leichter vorgestellt. Reifenwulst ins Tiefbett drücken ist
genau wie beim Fahrrad, nur musste ich mehrere Holzklötze zur Hilfe
nehmen, damit die Wulst auch im Tiefbett blieb.
Ja, Strassenreifen stelle ich mir dabei auch uebler vor. Hier fahren die
meisten Leute wegen der ueblichen Strecken Gelaendemoppeds mit
Stollenreifen. Gegenueber Fahrradreifen sind die jedoch auch knochenhart.
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
Hans CraueI
2018-01-29 00:26:25 UTC
Permalink
Robert Latest schrieb
Ich bin gerade genervt, weil ich eine halbe Stunde lang vergeblich
versucht habe, einen Conti Supersport Plus 28-622 auf eine ZAC2000
zu wÃŒrgen, ohne Erfolg. Diese Felge/Reifen-Mechanik bei der Montage
kapier ich sowieso generell nicht: Die erste Flanke flutscht
widerstandslos auf die Felge, die zweite schwer bzw. in diesem Fall
ÃŒberhaupt nicht. Ich habe es auch mal ohne Schlauch probiert, um
auszuschließen, dass der mir irgendwo in die Quere kommt, keine Chance.
NatÃŒrlich habe ich immer wieder die widerpenstige Reifenflanke rundum
unter Spannung ins Felgenbett gedrÃŒckt. Kein Unterschied.
Die schlimmsten Reifen diesbezueglich waren bei mir Conti Touring 2000
tubeless 37-622, insgesamt vier Stueck. Letztlich blieben die Montierhebel
immer staerker, aber es war jedesmal ein erhebliches Gewuerge. Gestorben
sind sie alle vier an Abloesung der Gummischicht von der Karkasse, weit
bevor sie abgefahren war.
Das war eine Stelle, an der sich gute von schlechten (*kracks*)
Montierhebeln scheiden liessen.
Dazu noch ne Frage: Ich habe keine ausreichend dÌnnen SchlÀuche mit
Schraderventil gefunden. Ist der Gummiwulst rund um das 6,5mm Prestaventil
stabil genug, um sich an dem zu großen Loch in der Felge abzustÃŒtzen, oder
geht das da kaputt?
Es gibt die Position, dass es nichts schaden wuerde, wenn das
Ventil etwas Luft hat, diese wird von einem von mir als kompetent
eingeschaetzten Fahrradladen vertreten.
Andere setzen Reduzierhuelsen ein. Davon sind mir drei Sorten
bekannt, Beispiele (mit Suche nach "reduzierstueck ventilloch"
gefunden) ohne Werbungsabsicht

Plastiksteckhuelsen:
<https://www.cycle-basar.de/Komponenten/Felgen/Felgen-MTB/Mavic-Reduzierhuelsen-fuer-Ventilloch-10-Stueck.html>

Aufschraubstuecke:
<https://www.bikes2race.de/Fahrradteile/Schlaeuche/Ventilloch-Reduzierung-Alu-10-mm-AV-auf-SV-Paar.htm?a=article&ProdNr=7972&p=23>

Alu-Zylinder:
<https://www.fahrradgigant.de/fahrradersatzteile/bohle-ventilloch-reduzierung.html>

Mir gefallen die Plastik-Dinger am besten; bei sehr tiefen Felgen stecke
ich sowohl innen als auch aussen eine. Die Aufschraubstuecke liegen
Schlaeuchen haeufig bei, sie funktionieren nicht bei gewindelosen Ventilen.
Die Alu-Zylinder finde ich eher eigenartig, sie sind etwas sperrig.

Hans
Thomas Bliesener
2018-01-30 00:24:54 UTC
Permalink
Post by Hans CraueI
Es gibt die Position, dass es nichts schaden wuerde, wenn das
Ventil etwas Luft hat, diese wird von einem von mir als kompetent
eingeschaetzten Fahrradladen vertreten.
Es bekannter Reifenhersteller vertritt eine Gegenposition:

| Wie entstehen Ventilabrisse?
|
| [...]
|
| Eine andere häufige Ursache ist der Einbau von Schläuchen mit
| Sclaverand- Ventilen in Felgen mit größeren Ventilbohrungen. Die
| Metallkante der Bohrung kann dann den Ventilschaft vom Schlauch
| abtrennen.
<http://www.schwalbe.com/de/ventile.html>
--
bli
Bodo G. Meier
2018-01-21 21:57:17 UTC
Permalink
Post by Joerg
http://www.weinmanntek.com/Products/MTB/ZAC19.htm
The resurrection of The Big Wineman?

Ich denke, das Modell-Erbe wurde schon vor Jahren aufgeteilt.
ZAC19 kenne ich aktuell nur von Ryde (ex Rigida):

https://www.ryde.nl/zac-19

Schade, dass Du nicht bei mir um die Ecke wohnst. Sonst könnte ich Dir
ein Laufrad nach Deinen Spezifikationen bauen.

Gruss,
Bodo
Joerg
2018-01-22 20:15:56 UTC
Permalink
Post by Bodo G. Meier
Post by Joerg
http://www.weinmanntek.com/Products/MTB/ZAC19.htm
The resurrection of The Big Wineman?
Ich weiss nicht, wie das mit dem Markennamen gelaufen ist. Oft haben
chinesische investoren deutsche Markennamen gekauft, z.B. Uher (die
haben mal echt gute Tonbandgeraete gebaut, aber dann die Zeichen der
Zeit verpasst). Manchmal umgekehrt Asien -> westliche Welt. Etwa mein
MTB, was zwar Fuji heisst, aber von Advanced Sports in New York
konstruiert wurde.
Post by Bodo G. Meier
Ich denke, das Modell-Erbe wurde schon vor Jahren aufgeteilt.
https://www.ryde.nl/zac-19
Schade, dass Du nicht bei mir um die Ecke wohnst. Sonst könnte ich Dir
ein Laufrad nach Deinen Spezifikationen bauen.
Ja, das waere fein. Ich koennte mich dann mit selbstgebrautem IPA oder
Belgian Tripel revanchieren. Ein Bekannter hat das auch angeboten, ich
wollte ihn nur nach Moeglichkeit nicht damit nerven, denn das kostet ihn
ja Zeit.
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
Bodo G. Meier
2018-01-22 22:14:39 UTC
Permalink
Post by Joerg
Ich weiss nicht, wie das mit dem Markennamen gelaufen ist. Oft haben
chinesische investoren deutsche Markennamen gekauft, z.B. Uher (die
haben mal echt gute Tonbandgeraete gebaut, aber dann die Zeichen der
Zeit verpasst).
Im Uboot Ende der 70er hatten wir ein Uher Report im Funkraum.
Ursprünglich dazu gedacht, die Morsezeichen schnell gesendeter
Broadcasts aufzuzeichnen und dann bei langsamer Geschwindigkeit
abzuhören und aufzuschreiben.
Da wir aber längst mit Funkfernschreiber gearbeitet haben, hatten wir
auf den Bändern des Uher Report lauter wehrkraftzersetzende Musik
aufgenommen, z.B. Hannes Wader "Herr König von Preussen", mit der wir
uns die Wachzeiten ohne Traffic verschönert haben. :-) Einige stramme
Kameraden hat das geärgert, aber die konnten nix machen, da sie zum
Funkraum keinen Zutritt hatten. :-P

Gruss,
Bodo
Joerg
2018-01-22 23:40:56 UTC
Permalink
Post by Bodo G. Meier
Post by Joerg
Ich weiss nicht, wie das mit dem Markennamen gelaufen ist. Oft haben
chinesische investoren deutsche Markennamen gekauft, z.B. Uher (die
haben mal echt gute Tonbandgeraete gebaut, aber dann die Zeichen der
Zeit verpasst).
Im Uboot Ende der 70er hatten wir ein Uher Report im Funkraum.
Ursprünglich dazu gedacht, die Morsezeichen schnell gesendeter
Broadcasts aufzuzeichnen und dann bei langsamer Geschwindigkeit
abzuhören und aufzuschreiben.
Da wir aber längst mit Funkfernschreiber gearbeitet haben, hatten wir
auf den Bändern des Uher Report lauter wehrkraftzersetzende Musik
aufgenommen, z.B. Hannes Wader "Herr König von Preussen", mit der wir
uns die Wachzeiten ohne Traffic verschönert haben. :-) Einige stramme
Kameraden hat das geärgert, aber die konnten nix machen, da sie zum
Funkraum keinen Zutritt hatten. :-P


Schoen, kannte ich noch nicht. Bei uns lief auf dem
Traegerfrequenz-Truck immer Rock oder Country. Unter den Deckeln der
Sitzbanke kam zuerst das vorgeschriebene Werkzeug in Sicht und darunter
versteckt etliche Kisten mit Bacardi und Cola.
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
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