Discussion:
Fahrradzukunft #26
(zu alt für eine Antwort)
Andreas Oehler
2018-02-18 17:16:43 UTC
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Soeben ist die neue Ausgabe von Fahrradzukuft erschienen:

http://fahrradzukunft.de/26/

Redakteur Ralf Stein-Cadenbach hat sich darin kritisch mit dem Thema »ABS
für das Fahrrad« auseinandergesetzt.

Ebenso in die Kategorie »neuer aber nicht unbedingt besser« fallen auch
die beiden Artikel zum Thema Licht in diesem Heft:
Bernd Sluka rückt die neue StVZO zur Fahrradbeleuchtung in »Verwirrspiel
in guter Absicht« in’s rechte Licht.
Die Artikelserie »Steckdose unterwegs« geht in die sechste Runde.
Spannende Neuheiten waren angekündigt – testen konnten wir letztendlich
ebenso ungewöhnliche wie unterschiedliche Stromerzeuger nebst einer über
alle Zweifel erhabenen Ladeschaltung in Industriequalität.

Ebenfalls direkt aus der FZ-Redaktion kommen einige durchaus streitbare
und vielleicht für eine Radzeitschrift unerwartete Gedanken zur »Mobilität
von Kleinkindern und Fahranfängern«. Untertitel: »Ab wann sollen Kinder
Fahrradfahren lernen?« Dieser Artikel ordnet sich in die Reihe der
Beiträge zur Kindermobilität in den Heften 24 und 25 und einiger früherer
Artikel zu diesem Thema in der Fahrradzukunft ein.

Viel Vergnügen mit der neuen Ausgabe der Fahrradzukunft!

Andreas
Joerg
2018-02-18 17:56:20 UTC
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Post by Andreas Oehler
http://fahrradzukunft.de/26/
Danke fuer den Hinweis. Weisst Du, was der Neco Drehstromgenerator
kostet? Konnte ihn nirgends angeboten finden. BTW, er liefert keine 15
Watt, sondern 15 Walt :-)

https://www.necoparts.com/en/product/Dynamo-Hub-power-Generator-UPS-System/NECO+4.html

Das hohe Gewicht macht bei den meisten Fahrten wenig, hoechstens an
steilen Bergen. Wobei selbst fette Li-Ion Akkupacks wie an meinem RR
dann vergleichweise aehnlich wiegen und das reicht fuer 4-5h mit 8W in
die Frontlampe.

Der Kabelabgang ist wirklich "suboptimal".

Ein Trend, den ich hier bei Extrem-Langstreckenfahrern (Urlaub etc.)
gesehen habe ist, das Akkupack nicht per Dynamo zu laden (haben hiesige
Fahrraeder nicht), sondern ueber ein Solar-Array. Das hatten sie meist
auf der vorderen Gepaeckrolle oder -tasche montiert. Etwa so gross wie
ein kleines Netbook.
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
Husky-Alex
2018-02-19 05:44:04 UTC
Permalink
Post by Joerg
Ein Trend, den ich hier bei Extrem-Langstreckenfahrern (Urlaub etc.)
gesehen habe ist, das Akkupack nicht per Dynamo zu laden (haben hiesige
Fahrraeder nicht), sondern ueber ein Solar-Array. Das hatten sie meist
auf der vorderen Gepaeckrolle oder -tasche montiert. Etwa so gross wie
ein kleines Netbook.
Sowas klappt vielleicht im sonnigen Kalifornien. Aber wohl kaum bei
uns hier in Bayern. Zumindest habe ich da so ich meine Zweifel.

H.
--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/
Es sind die Details, auf die es ankommt.
Chr. Maercker
2018-02-19 12:10:25 UTC
Permalink
Husky-Alex wrote:
[Solarladung]
Post by Husky-Alex
Sowas klappt vielleicht im sonnigen Kalifornien. Aber wohl kaum bei
uns hier in Bayern.
Warum? Bayern liegt bei Solardächern ziemlich weit vorn. Hat mehr
Sonnenstunden als Norddeutschland.
--
CU Chr. Maercker.
Reindl Wolfgang
2018-02-19 12:46:30 UTC
Permalink
Post by Husky-Alex
Post by Joerg
ueber ein Solar-Array. Das hatten sie meist
auf der vorderen Gepaeckrolle oder -tasche montiert. Etwa so gross wie
ein kleines Netbook.
Sowas klappt vielleicht im sonnigen Kalifornien. Aber wohl kaum bei
uns hier in Bayern. Zumindest habe ich da so ich meine Zweifel
Vor ein paar Jahren war eine Freundin von mir auf der Suche nach einer
Stromversogung für Ihre ekeltronischen Geräte auf dem Weg von Tirol nach
Mittelschweden.
Mangels NaDy (meine Empfehlung in Kombination mit Forumslader) hat sie
sich für ein Solarpannel entschieden und es hat funktioniert. Auch auf
den anderen Etappen ihrer EU-Tour in den Folgejahren.

Wolfgang, dem es nicht am NaDy mangeln täte und der drum Forumslader
o.ä. näme
--
If there were any Microsoft product that doesn's suck, it would be a
vacuum cleaner.
Johann Mayerwieser
2018-02-19 19:19:05 UTC
Permalink
Post by Reindl Wolfgang
Vor ein paar Jahren war eine Freundin von mir auf der Suche nach einer
Stromversogung für Ihre ekeltronischen Geräte auf dem Weg von Tirol nach
Mittelschweden.
Mangels NaDy (meine Empfehlung in Kombination mit Forumslader) hat sie
sich für ein Solarpannel entschieden und es hat funktioniert. Auch auf
den anderen Etappen ihrer EU-Tour in den Folgejahren.
Über die Qualität kann ich nichts sagen:
https://goo.gl/1W9ENG
Zeigt auf:
<https://www.amazon.de/dp/B06Y5GBQCR/ref=sxbs_sxwds-stvp_3?
pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_p=1566153307&pd_rd_wg=soVsh&pf_rd_r=CR50WEXKP2X31CPMCK1E&pf_rd_s=desktop-
sx-bottom-slot&pf_rd_t=301&pd_rd_i=B06Y5GBQCR&pd_rd_w=A4Ct5&pf_rd_i=anker
+solar&pd_rd_r=9a93d72c-58db-4a00-b648-
e66d235f2bcb&ie=UTF8&qid=1519067692&sr=3>

Anker soll sehr gute Qualität haben:

https://goo.gl/QYvezj
zeigt auf
https://www.amazon.de/Anker-PowerPort-Ladeger%C3%A4t-2-Port-Solarladeger%
C3%A4t/dp/B012VQMGCA/ref=sr_1_1?
ie=UTF8&qid=1519067838&sr=8-1&keywords=anker+solar
Joerg
2018-02-19 19:51:52 UTC
Permalink
Post by Johann Mayerwieser
Post by Reindl Wolfgang
Vor ein paar Jahren war eine Freundin von mir auf der Suche nach einer
Stromversogung für Ihre ekeltronischen Geräte auf dem Weg von Tirol nach
Mittelschweden.
Mangels NaDy (meine Empfehlung in Kombination mit Forumslader) hat sie
sich für ein Solarpannel entschieden und es hat funktioniert. Auch auf
den anderen Etappen ihrer EU-Tour in den Folgejahren.
https://goo.gl/1W9ENG
<https://www.amazon.de/dp/B06Y5GBQCR/ref=sxbs_sxwds-stvp_3?
pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_p=1566153307&pd_rd_wg=soVsh&pf_rd_r=CR50WEXKP2X31CPMCK1E&pf_rd_s=desktop-
sx-bottom-slot&pf_rd_t=301&pd_rd_i=B06Y5GBQCR&pd_rd_w=A4Ct5&pf_rd_i=anker
+solar&pd_rd_r=9a93d72c-58db-4a00-b648-
e66d235f2bcb&ie=UTF8&qid=1519067692&sr=3>
https://goo.gl/QYvezj
zeigt auf
https://www.amazon.de/Anker-PowerPort-Ladeger%C3%A4t-2-Port-Solarladeger%
C3%A4t/dp/B012VQMGCA/ref=sr_1_1?
ie=UTF8&qid=1519067838&sr=8-1&keywords=anker+solar
Praktisch ist, dass die auch laden, wenn das Fahrrad fuer eine laengere
Mittagspause geparkt ist. Natuerlich je nach Gegend nicht
unbeaufsichtigt, sonst faellt der Ladestrom ploetzlich auf null, weil ...
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
Husky-Alex
2018-02-20 07:27:34 UTC
Permalink
Post by Joerg
Praktisch ist, dass die auch laden, wenn das Fahrrad fuer eine laengere
Mittagspause geparkt ist. Natuerlich je nach Gegend nicht
unbeaufsichtigt, sonst faellt der Ladestrom ploetzlich auf null, weil ...
Ich dachte immer, Solarzellen brauchen eine direkte Sonneneinstrahlung
(und kein diffuses Licht), damit sowas halbwegs gescheit funktioniert.
Sind ja schließlich keine Solenkollektoren. Du fährst ja nicht immer
so, dass die Sonne voll draufknallt. Und dann stellt sich noch die
Frage nach der sinnvollen Größe. Mit einer Solarzelle in der Größe
eines Energieriegels (Power Packs) kommt man da vermutlich nicht allzu
weit. Wenn, dann müsste sie schon aufklappbar sein (wie verlinkt).

Nett wäre hier wohl auch 'mal ein Vergleich zwischen Nabendynamo und
Solarzelle. In Fahrradzukunft habe ich sowas bisher nicht gefunden.

Na ja. Weder meinen Fahrradcomputer, noch mein Samsung B2710
Mobilfunkgerät mit eingebauer Kamera musste ich bisher unterwegs
jemals laden. Die halten einige Wochen locker durch. Und recht viel
länger war ich bisher nicht unterwegs. Problem war bisher eigentlich
immer nur der GPS-Datenlogger. Beim Navigationsgerät war es nochmals
deutlich schlimmer. Aber sowas nehme ich nach dem Test eh nicht mehr
her. Zu unzuverlässig und zu wenig nutzen.

A.
--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/
RISC OS - always an adventure.
Joerg
2018-02-20 15:38:10 UTC
Permalink
Post by Husky-Alex
Post by Joerg
Praktisch ist, dass die auch laden, wenn das Fahrrad fuer eine laengere
Mittagspause geparkt ist. Natuerlich je nach Gegend nicht
unbeaufsichtigt, sonst faellt der Ladestrom ploetzlich auf null, weil ...
Ich dachte immer, Solarzellen brauchen eine direkte Sonneneinstrahlung
(und kein diffuses Licht), damit sowas halbwegs gescheit funktioniert.
Diffus geht auch, nur kommt dann erheblich wenigher Nettoleistung raus.
Es geht auch nur, wenn ein gescheit entwickelter Spannungswandler
dazwischen sitzt.
Post by Husky-Alex
Sind ja schließlich keine Solenkollektoren.
Doch, das sind sie. Nur kleiner als die auf Hausdaechern.
Post by Husky-Alex
... Du fährst ja nicht immer
so, dass die Sonne voll draufknallt. Und dann stellt sich noch die
Frage nach der sinnvollen Größe. Mit einer Solarzelle in der Größe
eines Energieriegels (Power Packs) kommt man da vermutlich nicht allzu
weit. Wenn, dann müsste sie schon aufklappbar sein (wie verlinkt).
Aufklappbar bringt bei Radfahrten nichts, wenn man die meiste Zeit
faehrt. Was ich bisher bei Langstreckenfahrern an Solar Panels gesehen
habe, hatte in etwa die Groesse eine Netbook.
Post by Husky-Alex
Nett wäre hier wohl auch 'mal ein Vergleich zwischen Nabendynamo und
Solarzelle. In Fahrradzukunft habe ich sowas bisher nicht gefunden.
Das wirst Du da auch kaum finden :-)
Post by Husky-Alex
Na ja. Weder meinen Fahrradcomputer, noch mein Samsung B2710
Mobilfunkgerät mit eingebauer Kamera musste ich bisher unterwegs
jemals laden. Die halten einige Wochen locker durch. Und recht viel
länger war ich bisher nicht unterwegs. Problem war bisher eigentlich
immer nur der GPS-Datenlogger. Beim Navigationsgerät war es nochmals
deutlich schlimmer. Aber sowas nehme ich nach dem Test eh nicht mehr
her. Zu unzuverlässig und zu wenig nutzen.
Kommt drauf an, was man unterwegs an "Creature Comfort" haben moechte.
Ein Handy, auf dem aktiv Karten ablaufen, haelt nach Angaben von Fahrern
nur wenige Stunden mit eigenem Akku durch. Bei mir kaeme noch der MP3
Player hinzu, der fuer einsame Steppenabschnitte oder Landstrassen
nuetzlich ist. Damit haben ich mir letztens auf Singletrack eine fiesen
Scherz erlaubt. Zwei Maedchen wanderten den Trail lang, der kurz neben
(fast) stillgelegten Eisenbahnschienen lang ging. Der letzte grosse
Gueterzug kam dort 1986 durch. Eine lief auf dem Gleisbett, wohl damit
sie sich unterhalten konnten. Bin ich ganz sachte rangefahren und habe
dann einen Audio File mit Lokomotiv-Troeten angesaftet. Oh gab das eine
Reaktion :-)
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
HC Ahlmann
2018-02-20 16:12:49 UTC
Permalink
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Sind ja schließlich keine Solenkollektoren.
Doch, das sind sie. Nur kleiner als die auf Hausdaechern.
Lerne Sonnen- oder Solarkollektoren von Solarzellen zu unterscheiden.

Sonnenkollektoren sammeln Wärme für Heizung, Warmwasser usw.
Solarzellen wandeln Sonnenlicht in Strom.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte
Joerg
2018-02-20 22:45:17 UTC
Permalink
Post by HC Ahlmann
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Sind ja schließlich keine Solenkollektoren.
Doch, das sind sie. Nur kleiner als die auf Hausdaechern.
Lerne Sonnen- oder Solarkollektoren von Solarzellen zu unterscheiden.
Sonnenkollektoren sammeln Wärme für Heizung, Warmwasser usw.
Solarzellen wandeln Sonnenlicht in Strom.
Hey, so gut ist mein Deutsch nicht mehr. Es sollte im Kontext
verstaendlich gewesen sein.
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
Husky-Alex
2018-02-20 16:14:20 UTC
Permalink
Post by Joerg
Post by HC Ahlmann
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Sind ja schließlich keine Solenkollektoren.
Doch, das sind sie. Nur kleiner als die auf Hausdaechern.
Lerne Sonnen- oder Solarkollektoren von Solarzellen zu unterscheiden.
Sonnenkollektoren sammeln Wärme für Heizung, Warmwasser usw.
Solarzellen wandeln Sonnenlicht in Strom.
Hey, so gut ist mein Deutsch nicht mehr. Es sollte im Kontext
verstaendlich gewesen sein.
Naja. Egal. Kann nicht jeder alles wissen und richtig machen. Nur so,
wie HC Ahlmann das geschrieben hat, hatten wir das auch auf der
Fachhochschule gelernt.

Sonnenkollektoren können diffuses (also nicht in eine Richtung
gerichtetes, sondern zerstreutes) Licht viel besser nutzen als
Solarzellen, soweit ich weiß. Daher schrieb ich das.

Fairerweise muss man dazuschreiben, dass solche Namen reine
Definitionssache sind. Vielleicht hat sich die Definition ja
irgendwann einmal geändert oder war viel früher einfach nicht so klar,
weil (noch) nicht so bedeutend. Und wenn man dann natürlich woanders
lebt... geht halt 'mal was verloren. Meine Tante, die seit über 30
Jahren in Marseille wohnt, redet auch von "Platte", obwohl sie eine
Compact Disc meint (etc.). Ist halt wie mit der Rechtschreibung.

Also, keine Sorge. Wichtig ist ja schließlich nur, dass wir vom
"gleichen" reden. Sonst redet man aneinander vorbei.

A.
--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/
Tot. Maustot. Mausdreckerltot.
Joerg
2018-02-21 15:19:55 UTC
Permalink
Post by Husky-Alex
Post by Joerg
Post by HC Ahlmann
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Sind ja schließlich keine Solenkollektoren.
Doch, das sind sie. Nur kleiner als die auf Hausdaechern.
Lerne Sonnen- oder Solarkollektoren von Solarzellen zu unterscheiden.
Sonnenkollektoren sammeln Wärme für Heizung, Warmwasser usw.
Solarzellen wandeln Sonnenlicht in Strom.
Hey, so gut ist mein Deutsch nicht mehr. Es sollte im Kontext
verstaendlich gewesen sein.
Naja. Egal. Kann nicht jeder alles wissen und richtig machen. Nur so,
wie HC Ahlmann das geschrieben hat, hatten wir das auch auf der
Fachhochschule gelernt.
Sonnenkollektoren können diffuses (also nicht in eine Richtung
gerichtetes, sondern zerstreutes) Licht viel besser nutzen als
Solarzellen, soweit ich weiß. Daher schrieb ich das.
So schlimm ist das bei Solarzellen nicht, oder nicht mehr:

https://www.civicsolar.com/support/installer/articles/effect-array-tilt-angle-energy-output
Post by Husky-Alex
Fairerweise muss man dazuschreiben, dass solche Namen reine
Definitionssache sind. Vielleicht hat sich die Definition ja
irgendwann einmal geändert oder war viel früher einfach nicht so klar,
weil (noch) nicht so bedeutend. Und wenn man dann natürlich woanders
lebt... geht halt 'mal was verloren. Meine Tante, die seit über 30
Jahren in Marseille wohnt, redet auch von "Platte", obwohl sie eine
Compact Disc meint (etc.). Ist halt wie mit der Rechtschreibung.
Es haengt auch vom Alter ab. Als unser Pastor in einer Predigt
Schallplatten erwaehnte, fuegte er hinzu "For the younger ones here:
Records are those big black CDs in grandma's basement". Die ganz jungen
Leute wissen heute vermutlich kaum noch, was eine CD ist.

Voll den Faden verlieren kann man als besuchender Ausgewanderter, wenn
sich die Sprache aendert. In Muenster sagte jemand "Das hab ich dem
gesimst" und ich hatte keinen blassen, was das ist, bis es mir jemand
erklaerte. Sogar bei "Englisch", das im Ausland benutzt wird. "Auf dem
Rathausplatz gab es ein Public Viewing" ... "Wer war denn gestorben?"
... "Haeh?"
Post by Husky-Alex
Also, keine Sorge. Wichtig ist ja schließlich nur, dass wir vom
"gleichen" reden. Sonst redet man aneinander vorbei.
So isses.
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
HC Ahlmann
2018-02-21 07:02:19 UTC
Permalink
Post by Joerg
Post by HC Ahlmann
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Sind ja schließlich keine Solenkollektoren.
Doch, das sind sie. Nur kleiner als die auf Hausdaechern.
Lerne Sonnen- oder Solarkollektoren von Solarzellen zu unterscheiden.
Sonnenkollektoren sammeln Wärme für Heizung, Warmwasser usw.
Solarzellen wandeln Sonnenlicht in Strom.
Hey, so gut ist mein Deutsch nicht mehr. Es sollte im Kontext
verstaendlich gewesen sein.
Der Kontext, in dem Alex Solarzellen erwähnt und Sonnenkollektoren mit
"sind ja schließlich keine" abgrenzt, sollte Dich mit nicht mehr so
gutem Deutsch nicht spontan negieren lassen. Oder ist Dein
Kontextverständis auch schlecht?
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte
Andreas Oehler
2018-02-20 16:52:05 UTC
Permalink
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Nett wäre hier wohl auch 'mal ein Vergleich zwischen Nabendynamo und
Solarzelle. In Fahrradzukunft habe ich sowas bisher nicht gefunden.
Das wirst Du da auch kaum finden :-)
Warum nicht? Wenn sich ein Autor findet, der sich seriös mit dem Thema
auseinandersetzt und nicht nur mutmaßt - dann wird die Redaktion den
Artikel jederzeit annehmen!

Dass nun ich persönlich Freizeit und Geld investieren soll, um eine mir
wenig sinnvoll erscheinende Sache (Solarzellen am Fahrrad) zu untersuchen,
wird nachvollziehbar sein.

Jörg: Du hast Sonne, Meßtechnik und KnowHow sowie vermutlich die
finanziellen Möglichkeiten ein paar Mobil-PV-Panels anzuschaffen. Die
Redaktion hilft gerne bei der Umsetzung...

Andreas
Joerg
2018-02-20 22:54:18 UTC
Permalink
Post by Andreas Oehler
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Nett wäre hier wohl auch 'mal ein Vergleich zwischen Nabendynamo und
Solarzelle. In Fahrradzukunft habe ich sowas bisher nicht gefunden.
Das wirst Du da auch kaum finden :-)
Warum nicht? Wenn sich ein Autor findet, der sich seriös mit dem Thema
auseinandersetzt und nicht nur mutmaßt - dann wird die Redaktion den
Artikel jederzeit annehmen!
Dass nun ich persönlich Freizeit und Geld investieren soll, um eine mir
wenig sinnvoll erscheinende Sache (Solarzellen am Fahrrad) zu untersuchen,
wird nachvollziehbar sein.
Bei uns sieht man den Sinn schon. Es gibt entsprechende Produkte, die
auch von Wanderern und Reitern getragen werden.

https://www.voltaicsystems.com/fuse6w
Post by Andreas Oehler
Jörg: Du hast Sonne, Meßtechnik und KnowHow sowie vermutlich die
finanziellen Möglichkeiten ein paar Mobil-PV-Panels anzuschaffen. Die
Redaktion hilft gerne bei der Umsetzung...
Dafuer bin ich nicht der richtige, da ich noch nicht voll im Ruhestand
bin und keine Touren ueber mehrere hundert km mache. Nur nach vielen
solcher Reisen kann man respektable Erfahrungsberichte abgeben.

Es gibt inzwischen recht extreme Ideen zum Thema Solar am Fahrrad:

https://www.vassili-group.com/solar-bike.html
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
Husky-Alex
2018-02-20 16:20:32 UTC
Permalink
Post by Joerg
Post by Andreas Oehler
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Nett wäre hier wohl auch 'mal ein Vergleich zwischen Nabendynamo und
Solarzelle. In Fahrradzukunft habe ich sowas bisher nicht gefunden.
Das wirst Du da auch kaum finden :-)
Warum nicht? Wenn sich ein Autor findet, der sich seriös mit dem Thema
auseinandersetzt und nicht nur mutmaßt - dann wird die Redaktion den
Artikel jederzeit annehmen!
Dass nun ich persönlich Freizeit und Geld investieren soll, um eine mir
wenig sinnvoll erscheinende Sache (Solarzellen am Fahrrad) zu untersuchen,
wird nachvollziehbar sein.
Bei uns sieht man den Sinn schon. Es gibt entsprechende Produkte, die
auch von Wanderern und Reitern getragen werden.
https://www.voltaicsystems.com/fuse6w
Auf unserer Fachhochschule wurde immer gesagt, dass eine Solarzelle in
ca. 8 Jahren die Energiemenge liefert, die notwendig ist, um eine
Solarzelle zu produzieren. Wenn das wirklich so ist, weiß ich nicht,
wie sinnvoll sowas tatsächlich ist (außer für Spezialanwendungen wie
in der Raumfahrt).

Und von Solarzellen hört man hierzulande eigentlich auch nichts mehr,
seitdem die Förderung gestrichen worden ist. Man soll halt nicht Dinge
fördern, die ohne Förderung einfach nicht rentabel sind (?). Eine
Förderung soll sowas ja nur "ankurbeln", aber nicht "tragen" oder
"stützen".
Post by Joerg
Post by Andreas Oehler
Jörg: Du hast Sonne, Meßtechnik und KnowHow sowie vermutlich die
finanziellen Möglichkeiten ein paar Mobil-PV-Panels anzuschaffen. Die
Redaktion hilft gerne bei der Umsetzung...
Dafuer bin ich nicht der richtige, da ich noch nicht voll im Ruhestand
bin und keine Touren ueber mehrere hundert km mache. Nur nach vielen
solcher Reisen kann man respektable Erfahrungsberichte abgeben.
https://www.vassili-group.com/solar-bike.html
Ob sowas praxistauglich ist? Wenn da der Wind kommt oder Steine
dagegen fliegen... interessant finde ich es aber schon.

A.
--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/
Gesendet von einem Raspberry Pi unter RISC OS.
Karsten H.
2018-02-21 12:41:22 UTC
Permalink
Am Mittwoch, 21. Februar 2018 07:50:10 UTC+1 schrieb Husky-Alex:

(...)
Post by Husky-Alex
Auf unserer Fachhochschule wurde immer gesagt, dass eine Solarzelle in
ca. 8 Jahren die Energiemenge liefert, die notwendig ist, um eine
Solarzelle zu produzieren. Wenn das wirklich so ist, weiß ich nicht,
wie sinnvoll sowas tatsächlich ist (außer für Spezialanwendungen wie
in der Raumfahrt).
Fossil- Energiemaschinen regenieren die fossilen Energiequelen noch mal in Welcher Zeit?

Der leider viel zu früh gestorbene Visionär und Politiker Hermann Scheer
https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Scheer
nannte gerne folgenden Popular-Vergleich:
"Die Produktion von Photovoltaik-Zellen ist im Engergieaufwand mit der Produktion von Flachglas, z.b. für Fenster zu vergleichen.
Niemand hat in dem Energieverbrauch für die Glasproduktion jemals ein
erwähnenswertes Problem gesehen.
Wenn wir ein Jahr lang in Deuchtschland statt Flaschglas und Fenster
Solarmodule produzieren würden, dann könnte deren Stromertrag rechnerisch
so groß sein, um damit den gesamten Stomverbrauch der Bundesrepupublik Deutschland zu decken."
Post by Husky-Alex
Und von Solarzellen hört man hierzulande eigentlich auch nichts mehr,
seitdem die Förderung gestrichen worden ist. Man soll halt nicht Dinge
fördern, die ohne Förderung einfach nicht rentabel sind (?). Eine
Förderung soll sowas ja nur "ankurbeln", aber nicht "tragen" oder
"stützen".
Ebenso, wie die geniale Idee des Bürgers Karl Drais, für ein balanciertes
Fahrzeug mit zwei Rädern in einer Spur, die Mobilitätsmöglichkeiten von
Milliarden Menschen auf der ganzen Welt beeinflußt hat,
hat jene Förderung in Deutschland, als eine der größten Volkswirtschaften der
Welt,unübersehbare globale Auwirkungen.
So hat z.b. Indien einen großen Teil des einst geplanten Ausbaues der
Kohle-Verstromung zu gunsten von zukünftigen Photo-Voltaik-Anlagen
gestrichen.
https://www.nytimes.com/2017/06/02/world/asia/india-coal-green-energy-climate.html

Mit meiner kleinen Insel-Anlage kann ich einen Großteil meines Strombedarfs
mit weniger als der Hälfte der Strom-Kosten aus dem Netz decken.

Gruss Karsten
Fahrrad-->Fahrbahn
Anton Ertl
2018-02-21 17:21:02 UTC
Permalink
Fossil- Energiemaschinen regenieren die fossilen Energiequelen noch mal in =
Welcher Zeit?
Dass die problematisch sind, ist ja bekannt.

Willst Du Photovoltaik als Methode zur Umwandlung von fossilen
Energiequellen in Strom praesentieren? Ueblicherweise werden Solar-
und Windenergie als erneuerbare Energien bezeichnet. Und da ist es
durchaus relevant, ob sie mehr Energie produziert, als sie verbraucht.
Der leider viel zu fr=C3=BCh gestorbene Vision=C3=A4r und Politiker Hermann=
Scheer
https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Scheer
nannte gerne folgenden Popular-Vergleich:=20
"Die Produktion von Photovoltaik-Zellen ist im Engergieaufwand mit der Prod=
uktion von Flachglas, z.b. f=C3=BCr Fenster zu vergleichen.
Niemand hat in dem Energieverbrauch f=C3=BCr die Glasproduktion jemals ein=
=20
erw=C3=A4hnenswertes Problem gesehen.=20
Wenn wir ein Jahr lang in Deuchtschland statt Flaschglas und Fenster=20
Solarmodule produzieren w=C3=BCrden, dann k=C3=B6nnte deren Stromertrag rec=
hnerisch=20
so gro=C3=9F sein, um damit den gesamten Stomverbrauch der Bundesrepupublik=
Deutschland zu decken."=20
Nur werden Fenster nicht zum Spass produziert, sondern die haben einen
Zweck. Daher wird man nicht einfach aufhoeren, Fenster zu
produzieren.

Und genauso haben Solarzellen einen Zweck, naemlich Strom zu
produzieren. Und wenn sie waehrend ihrer Laufzeit weniger Strom
produzieren als sie bei der Erzeugung verbraucht haben, haben sie den
Zweck verfehlt (wenn's nicht nur darum geht, den Strom von einer
Stelle, wo man genug davon hat, dorthin zu bringen, wo man ihn nicht
hat).

Und Foerderungen koennen in so einer Situation Fehlanreize liefern.
In Nordirland haben hohe Foerderungen fuer erneuerbare Energien dazu
gefuehrt, dass vorher unbeheizte Schuppen beheizt wurden, um die
Foerderung einzustreifen
<https://en.wikipedia.org/wiki/Renewable_Heat_Incentive_scandal>.

Das heisst jetzt nicht, dass Foerderungen immer schlecht sind, aber
man muss genau hinschauen, ob sie wirklich den Effekt haben, den man
eigentlich will.

- anton
--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/
Radfahrer sollten vor oder hinter fahrenden Kfz fahren und nicht daneben
Karsten H.
2018-02-21 20:03:39 UTC
Permalink
Post by Anton Ertl
Fossil- Energiemaschinen regenieren die fossilen Energiequelen noch mal in =
Welcher Zeit?
Dass die problematisch sind, ist ja bekannt.
Willst Du Photovoltaik als Methode zur Umwandlung von fossilen
Energiequellen in Strom praesentieren? Ueblicherweise werden Solar-
und Windenergie als erneuerbare Energien bezeichnet. Und da ist es
durchaus relevant, ob sie mehr Energie produziert, als sie verbraucht.
Der leider viel zu fr=C3=BCh gestorbene Vision=C3=A4r und Politiker Hermann=
Scheer
https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Scheer
nannte gerne folgenden Popular-Vergleich:=20
"Die Produktion von Photovoltaik-Zellen ist im Engergieaufwand mit der Prod=
uktion von Flachglas, z.b. f=C3=BCr Fenster zu vergleichen.
Niemand hat in dem Energieverbrauch f=C3=BCr die Glasproduktion jemals ein=
=20
erw=C3=A4hnenswertes Problem gesehen.=20
Wenn wir ein Jahr lang in Deuchtschland statt Flaschglas und Fenster=20
Solarmodule produzieren w=C3=BCrden, dann k=C3=B6nnte deren Stromertrag rec=
hnerisch=20
so gro=C3=9F sein, um damit den gesamten Stomverbrauch der Bundesrepupublik=
Deutschland zu decken."=20
Nur werden Fenster nicht zum Spass produziert, sondern die haben einen
Zweck. Daher wird man nicht einfach aufhoeren, Fenster zu
produzieren.
Und genauso haben Solarzellen einen Zweck, naemlich Strom zu
produzieren. Und wenn sie waehrend ihrer Laufzeit weniger Strom
produzieren als sie bei der Erzeugung verbraucht haben, haben sie den
Zweck verfehlt (wenn's nicht nur darum geht, den Strom von einer
Stelle, wo man genug davon hat, dorthin zu bringen, wo man ihn nicht
hat).
Und Foerderungen koennen in so einer Situation Fehlanreize liefern.
In Nordirland haben hohe Foerderungen fuer erneuerbare Energien dazu
gefuehrt, dass vorher unbeheizte Schuppen beheizt wurden, um die
Foerderung einzustreifen
<https://en.wikipedia.org/wiki/Renewable_Heat_Incentive_scandal>.
Das heisst jetzt nicht, dass Foerderungen immer schlecht sind, aber
man muss genau hinschauen, ob sie wirklich den Effekt haben, den man
eigentlich will.
Alles Richtig.
Hermann Scheer war (und mir ist) natürlich völlig klar, dass solche "Vergleiche"
stark simplifizierend sind.
Das ist die 8-Jahres-Abschätzung aber auch.
Und ganz zweifellos ist die mögliche Betriebsdauer so einer Solarzelle
-mit langsam abnehmendem Wirkungsgrad- wesentlich länger, als 8 Jahre.
Also galt schon zu Zeiten von Alex's Studium, dass
die Sache unter dem Strich in jedem Falle tatsächlich richtich erneuerbar
ist.
Anderes Bonmot von Hermann Scheer:
Jede Kilowattstunde Strom, die wir heute aus fossilen Quellen nutzen,
ist nach menschlichem Maßstab für praktisch alle Zeiten verloren.
Jede Kilowattstunde Solarstrom, die wir heute /NICHT/
nutzen, ist nach menschlichem Maßstab für praktisch alle Zeiten verloren.

Finaziell ist die private Nutzug von Solarstrom heute auch ohne jede Förderung allemale rentabel.
Neue Solarmodule kosten aktuell weniger als 50ct/ Watt Peak-Leistung.
In meiner Gegend (Lüneburg) konnten in den letzen Jahren im Mittel von
Solarmodulen mit 1kw Peak-Leistung tatsächlich ca 940 kwh Strom
"geerntet" werden.
Die Module meiner kleine 1Kw(Peak)-Anlage würde mich also heute ca 500Euro kosten.
Ich ernte damit im Schnitt 940kwstunden im Jahr.
Dann kostet mich eine selbstgeernete Kilowattstunde im ersten Jahr ca. 53ct.
Wenn die Anlage zehn Jahre sörungsfrei betrieben werden kann, hat mich
die Kilowattstunde damit dann also ca 5,3ct gekostet.
Tatsächlich ist die Sache natürlich viel komplexer.
Z.b. im Jahresverlauf:
In den acht Wochen um die Wintersonnenwende ist die Ernte jämmelich.
Dafür kann ich um die Mitsommernacht den Großteil des geernteten Stroms locker verschenken.
Teuer ist auch die Speicherung für die Nacht und vieles mehr.
Is' alles bekannt. Rechnet sich aber trotzdem und macht einfach Spaß.
(Die Sonne schickt bekanntlich keine Rechnung :-)
Gruß Karsten
Fahrrad-->Fahrbahn
Husky-Alex
2018-02-18 18:16:38 UTC
Permalink
Post by Andreas Oehler
http://fahrradzukunft.de/26/
[...]
Post by Andreas Oehler
Viel Vergnügen mit der neuen Ausgabe der Fahrradzukunft!
Schon durchgesehen. Vielen Dank für die viele Arbeit!

Am besten gefallen hat mir Tobis Fahrradgeschichten. Obwohl die
Antwort auf den Sinn des Lebens usw. Costa Rica lautet und nicht 42.
An dieser Stelle hat sich Adams Douglas halt geirrt.

Die Ausgabe ist mit 37 MB ziemlich fett. Mehr als 2 Ausgaben im Monat
könnte ich also gar nicht herunterladen.

Reiseberichte (wie den aus Marokko) habe ich diesmal leider vermisst.

H.
--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/
Hau drauf!
Sepp Ruf
2018-02-19 20:08:18 UTC
Permalink
Post by Husky-Alex
Post by Andreas Oehler
http://fahrradzukunft.de/26/
[...]
Post by Andreas Oehler
Viel Vergnügen mit der neuen Ausgabe der Fahrradzukunft!
Naja, gruenlastige Autorenschaft. Aber Dank fuer den neco-Test.

Steincad scheint es zu gefallen, ohne viel Gegenwind statt in drf
publizieren zu koennen.

Dem Bahncardverkehrsclub-Bernd ist u.a. zu widersprechen, wenn er meint,
eine (irgendwo im marktgaengigen Bereich des Marktfuehrers - 15000cd?)
limitierte Lichtstaerke sei in der Lage, Blendung zu verhindern. Ein
sinnentnehmender Blick in StVZO §50 Abs.6 und Abs.6a, bevor haltlos ueber
Blendung geraetselt wird, waere leistbar gewesen. Und ist diese Publikation
zu Strampler-Lametta
<https://www.regensburger-katalog.de/s/ubr/de/2/1035/BV004766713>
der Bast zu peinlich oder dem Autor zu unwissenschaftlich, da schon damals
bzw. damals noch keine unfallstatistische Auswertung der Lamettainflation?
Post by Husky-Alex
Schon durchgesehen. Vielen Dank für die viele Arbeit!
Am besten gefallen hat mir Tobis Fahrradgeschichten. Obwohl die
Antwort auf den Sinn des Lebens usw. Costa Rica lautet und nicht 42.
An dieser Stelle hat sich Adams Douglas halt geirrt.
Die Ausgabe ist mit 37 MB ziemlich fett. Mehr als 2 Ausgaben im Monat
könnte ich also gar nicht herunterladen.
Braucht auch niemand. Andere Leute erschrecken, wenn eine neue
Fahrradzukunft angekuendigt wird und greifen zum Kalender, ob denn wirklich
schon wieder Spezi ist.
Post by Husky-Alex
Reiseberichte (wie den aus Marokko) habe ich diesmal leider vermisst.
Reiseberichte gibt ueberall, meist nur noch speicherplatzintensiver.

Zudem meine ich reisebilderinflationsbedingt einen Hang zu
Leistungsdemonstrationen zu bemerken und erwarte demnaechst "Vier Monate
Powertravel mit vollveganer Zwillingsschwangerschaft, Babys und
Mandarinspracherwerb auf Renntiefligern durch unbekannte Partisanengebiete
in Wueste, Schlamm und Arktis auf drei Kontinenten". Husky A. koennte
mithilfe eines weniger behutsamen Fahrradzukunft-Lektorats da mal
regionalreaktionaer gegensteuern mit "Veslowspezipedaloese Entdeckungen im
Nachbarlandkreis".
Husky-Alex
2018-02-20 07:10:52 UTC
Permalink
Post by Sepp Ruf
Reiseberichte gibt ueberall, meist nur noch speicherplatzintensiver.
Na ja. Mich haben ja recht viele Reiseberichte unter www.rad-forum.de
erschocken (nicht: www.radforum.de!). Da bestehen viele Reiseberichte
größtenteils aus Bildern.

Gut, ich habe in meinem letzten Bericht auch einige reingestellt. Aber
halt doch nur einige. Und, ja, gescheite Bilder zu machen, das ist vor
Ort oft Schwerstarbeit. Warum es meistens nicht dazu kommt. Und ich
auf meiner siebentägigen "Alpenüberquerung" (Timmelsjoch) nur ein
einziges Foto gemacht habe. Zumindest mit meiner Händikamera. Aber der
24-Bilder-Film ist noch immer nicht voll und damit auch nicht
entwickelt.

Trotzdem sind gute Reisebrichte rar. Bei einer Durchsicht von 70
Ergebnisseiten auf amazon.de blieb eigentlich nur ein einziges Buch
übrig, das ich doch 'mal gerne gelesen hätte: Ost-Erfahrung. Mit dem
Rad von Bochum zum Baikal. (Nicola Haardt).

A.
--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/
RISC OS - always an adventure.
Anton Ertl
2018-02-20 13:04:22 UTC
Permalink
Post by Andreas Oehler
http://fahrradzukunft.de/26/
Redakteur Ralf Stein-Cadenbach hat sich darin kritisch mit dem Thema »ABS
für das Fahrrad« auseinandergesetzt.
Er mag schon recht haben, dass viele Radfahrer zunaechst richtig
Bremsen lernen muessen.

Dass der Fahrer die Koerperspannung in Reaktion auf die Bremskraefte
aufbauen muesste, ist allerdings flasch: Da der Fahrer selbst bremst,
kann er die Koerperspannung schon aufbauen, wenn er den Bremshebel
zieht. Starke Bremsungen mit der Vorderradbremse und die dabei
noetige Koerperspannung sollten Radfahrer oefters einmal ueben.

Was ist aber, wenn ein Radfahrer schon mit der Vorderradbremse bremst
und die noetige Koerperspannung aufbaut? Ich hatte schon mehrere
Stuerze durch Ueberbremsen des Vorderrads, alle beim Bremsen auf
gerader Strecke auf nassem Asphalt (Asphalt ist zwar meist auch bei
Naesse griffig genug, es gibt aber leider auch Asphalt, der bei Naesse
glatt ist). In diesen Faellen koennte ein funktionierendes ABS
helfen. Wie gut die existierenden ABS-Loesungen funktionieren, und
wie praktikabel sie sonst sind, kann ich nicht sagen.

Stuerze in Kurven hatte ich auch schon, aber ohne Bremsen. Da kann
ein ABS natuerlich nichts verhindern.

Dass das bei jeder Geschwindigkeit notwendige leichte Schwanken zum
Verhindern des Umkippens spielt aber bezueglich der moeglichen
Bremsverzoegerung aber keine nennenswerte Rolle, auch nicht bei
den genannten Geschwindigkeiten.

Der Ueberschlag, dem Ralf Stein-Cadenbach breiten Raum widmet, habe
ich nur einmal erlebt, und zwar aufgrund einer unerwartet gut
greifenden Felgenbremse; das Problem habe ich inzwischen durch Umstieg
auf eine mechanische Scheibenbremse geloest, die eine vorhersagbarere
Wirkung hat. Ob ein ABS mit Ueberschlagsverhinderung mich ermutigen
wuerde, die Bremse staerker zu betaetigen, ist mir nicht klar; ich
betaetige die Bremse so stark wie ich es fuer den gegebenen Bremsweg
fuer noetig halte.

Die Geschwindigkeiten, die Ralf Stein-Cadenbach anfuehrt, erscheinen
mir absurd niedrig. Es kommt ja nicht auf irgendwelche
Durchschnittsgeschwindigkeiten an, sondern auf die Geschwindigkeit zum
Zeitpunkt des Bremsens. Und auch ohne Treten kommt man beim
Bergabfahren leicht auf deutlich hoehere Geschwindigkeiten.

- anton
--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/
Radfahrer sollten vor oder hinter fahrenden Kfz fahren und nicht daneben
Bernhard Kraft
2018-02-20 15:32:20 UTC
Permalink
Post by Anton Ertl
Post by Andreas Oehler
http://fahrradzukunft.de/26/
Redakteur Ralf Stein-Cadenbach hat sich darin kritisch mit dem Thema »ABS
für das Fahrrad« auseinandergesetzt.
...
Post by Anton Ertl
Der Ueberschlag, dem Ralf Stein-Cadenbach breiten Raum widmet, habe
ich nur einmal erlebt, und zwar aufgrund einer unerwartet gut
greifenden Felgenbremse; das Problem habe ich inzwischen durch Umstieg
auf eine mechanische Scheibenbremse geloest, die eine vorhersagbarere
Wirkung hat. Ob ein ABS mit Ueberschlagsverhinderung mich ermutigen
wuerde, die Bremse staerker zu betaetigen, ist mir nicht klar; ich
betaetige die Bremse so stark wie ich es fuer den gegebenen Bremsweg
fuer noetig halte.
Der Überschlag ist ein merkwürdig überschätztes Phänomen. Der Grund wird
wahrscheinlich sein, dass er meistens Kindern passiert. Das mag daran liegen,
das Kinder sich schlechter am Lenker halten können, oder das sie unbekümmerter
oder unerfahrener sind. Ist auch egal, in jedem Falle sitzen Kindheitserfahrungen
halt tiefer im Gedächtnis fest.

Scheibenbremsen sind schon ein recht gut Überschlags-Verhinderer. Bei mir würde
ein ABS gegen Überschläge nicht mehr viel bringen. Bei einem Fahranfänger
vielleicht.

Wo ABS was bringen würde, wäre bei Glatteis, oder vergleichbar glattem Untergrund.
Dieser Fall wird im Artikel mit einem Satz abgetan:
"Glatte und rutschige Untergründe werden normalerweise von Radfahrern gemieden".
Dann noch wird noch erwähnt, dass man auf glatten Untergründen gefälligst nur
die Hinterradbremse zu benutzen hat. Toll Tipp: Es bedeutet auch den größten
Teil der möglichen Bremswirkung zu verzichten. Außerdem geschehen Unfälle,
weil man eben den Untergrund falsch eingeschätzt und dann würde ABS was
bringen.

Und dann noch dieser Satz:
"Ein durchrutschendes Hinterrad ist relativ leicht aufzufangen".
Mit einem Hinweise auf den Powerslide, den man gefälligst als Kind zu lernen hat.
Nein, will ich nicht, kann ich nicht und halte ich auch für Blödsinn, weil das
nur bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten was bringt. Ich fange besser mit
so einem Scheiß erst gar nicht an. Und ein seitlicher Sturz kann übrigens genauso
schlimm sein, wie ein Abflug über den Lenker.
Andreas Oehler
2018-02-20 17:11:00 UTC
Permalink
Post by Bernhard Kraft
...
Post by Anton Ertl
Der Ueberschlag, dem Ralf Stein-Cadenbach breiten Raum widmet, habe
ich nur einmal erlebt, und zwar aufgrund einer unerwartet gut
greifenden Felgenbremse; das Problem habe ich inzwischen durch Umstieg
auf eine mechanische Scheibenbremse geloest, die eine vorhersagbarere
Wirkung hat. Ob ein ABS mit Ueberschlagsverhinderung mich ermutigen
wuerde, die Bremse staerker zu betaetigen, ist mir nicht klar; ich
betaetige die Bremse so stark wie ich es fuer den gegebenen Bremsweg
fuer noetig halte.
Der Überschlag ist ein merkwürdig überschätztes Phänomen.
Das ist aber der Fall, für den das Pedelec-ABS in erster Linie angepriesen
wird.
Post by Bernhard Kraft
Der Grund wird
wahrscheinlich sein, dass er meistens Kindern passiert. Das mag daran liegen,
das Kinder sich schlechter am Lenker halten können, oder das sie unbekümmerter
oder unerfahrener sind. Ist auch egal, in jedem Falle sitzen Kindheitserfahrungen
halt tiefer im Gedächtnis fest.
Ich kenne einige Fälle von klassischen "über den Lenker"-Stürzen - und das
waren alles Erwachsene. Leute die normalerweise bloß sanft bremsen und
dann im seltenen Schreck-Fall, die vordere (meist halt schlicht beide)
Bremse fest anziehen, ohne sich gleichzeitig kräftig am Lenker
abzustützen, den Hinter nach hinten zu bewegen und/oder sich darauf
vorbereiten die Bremsbetätigung gleich wieder gezielt zu reduzieren. Ein
draufgängerischeres Kind hätte das alles selbstverständlich im Blut.
Post by Bernhard Kraft
Scheibenbremsen sind schon ein recht gut Überschlags-Verhinderer.
Kann ich nicht nachvollziehen. Scheibenbremsen sind in manchen Fällen
etwas knackiger in Bremswirkung und Regelbarkeit - oft aber auch schlchter
als ein paar ordentliche V-Brakes.
Post by Bernhard Kraft
Bei mir würde
ein ABS gegen Überschläge nicht mehr viel bringen. Bei einem Fahranfänger
vielleicht.
Es hilft halt Radlern, die sich nicht einen Hauch von Gedanken machen
wollen (oder gar den Fall üben), was bei einer Notbremsung so passiert.
Post by Bernhard Kraft
Wo ABS was bringen würde, wäre bei Glatteis, oder vergleichbar glattem Untergrund.
Ob das Pedelec-ABS-Systeme leisten wollen und können? Die haben doch nur
Informationen zur Drehzahl der beiden Laufräder. Wenn beide Räder
langsamere Umfangsgeschwindigkeit haben als die
Fahrrad-Fahrgeschwindigkeit, wird das das System kaum mitbekommen.
Post by Bernhard Kraft
"Glatte und rutschige Untergründe werden normalerweise von Radfahrern gemieden".
Dann noch wird noch erwähnt, dass man auf glatten Untergründen gefälligst nur
die Hinterradbremse zu benutzen hat. Toll Tipp: Es bedeutet auch den größten
Teil der möglichen Bremswirkung zu verzichten. Außerdem geschehen Unfälle,
weil man eben den Untergrund falsch eingeschätzt und dann würde ABS was
bringen.
Wie würdest Du ein entsprechendes System mit einfachen Mitteln
realisieren?
Post by Bernhard Kraft
"Ein durchrutschendes Hinterrad ist relativ leicht aufzufangen".
Mit einem Hinweise auf den Powerslide, den man gefälligst als Kind zu lernen hat.
Nein, will ich nicht, kann ich nicht und halte ich auch für Blödsinn, weil das
nur bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten was bringt.
Kommt auf das Fahrverhalten des Gefährt an. Blockierendes Hinterrad am
Tandem bei nahezu aufrechter Geradeausfahrt ist z.B. völlig easy
kontrollierbar. Man läßt halt bei Gelegenheit den Bremshebel wieder los.
Bei Schräglage am Limit mit kurzem Rennrad ist das anders...
Post by Bernhard Kraft
Ich fange besser mit
so einem Scheiß erst gar nicht an. Und ein seitlicher Sturz kann übrigens genauso
schlimm sein, wie ein Abflug über den Lenker.
Seitliche Stürze habe ich früher jeden Winter erlebt. Das hat für mich
stets recht harmlos geendet. Stürze über den Lenker hatte ich 3 mal
(einmal aufgefaltetes Schutzblech vorne, einmal nachts gegen eine
mattgraue Absperrkette gefahren, einmal mit neuer Scheibenbremse vorne
durch Berlin gefahren und Taxifahrer reißt vor meiner Nase die Fahrertüt
auf) und das war erheblich gruseliger. In letzterem Fall hätte ein ABS
wirken können. Etwas mehr Übung mit dem neuen Bremssystem wäre aber IMHO
die bessere Lösung gewesen...

Andreas
Anton Ertl
2018-02-20 17:30:41 UTC
Permalink
Post by Andreas Oehler
Post by Bernhard Kraft
...
Kann ich nicht nachvollziehen. Scheibenbremsen sind in manchen Fällen
etwas knackiger in Bremswirkung und Regelbarkeit - oft aber auch schlchter
als ein paar ordentliche V-Brakes.
Ordentlich V-Brakes? Was soll das sein?
Post by Andreas Oehler
Post by Bernhard Kraft
Wo ABS was bringen würde, wäre bei Glatteis, oder vergleichbar glattem Untergrund.
Ob das Pedelec-ABS-Systeme leisten wollen und können? Die haben doch nur
Informationen zur Drehzahl der beiden Laufräder. Wenn beide Räder
langsamere Umfangsgeschwindigkeit haben als die
Fahrrad-Fahrgeschwindigkeit, wird das das System kaum mitbekommen.
Die Aenderung der Umdrehungsgeschwindigkeit des Rades ist der
klassische Indikator (fuer Auto-ABS; was die beim Motorrad machen,
weiss ich nicht, da haben sie lange herumgetueftelt). Jetzt kann man
das noch mit der Umdrehungsgeschwindigkeit des anderen Rades
vergleichen, und noch einen Beschleunigungssensor und einen Lagesensor
verwenden; und zum Ueberschlagsverhindern noch ein Lastsensor fuer das
Hinterrad. Da kann man schon einiges machen.
Post by Andreas Oehler
Wie würdest Du ein entsprechendes System mit einfachen Mitteln
realisieren?
Wenn es einfach waere, haetten wir es schon laengst.
Post by Andreas Oehler
Stürze über den Lenker hatte ich 3 mal
(einmal aufgefaltetes Schutzblech vorne, einmal nachts gegen eine
mattgraue Absperrkette gefahren, einmal mit neuer Scheibenbremse vorne
durch Berlin gefahren und Taxifahrer reißt vor meiner Nase die Fahrertüt
auf) und das war erheblich gruseliger. In letzterem Fall hätte ein ABS
wirken können. Etwas mehr Übung mit dem neuen Bremssystem wäre aber IMHO
die bessere Lösung gewesen...
Die bessere Loesung ist genuegend Abstand von Autotueren, und fuer den
mittleren Fall das Fahren auf der Fahrbahn.

- anton
--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/
Radfahrer sollten vor oder hinter fahrenden Kfz fahren und nicht daneben
Bernhard Kraft
2018-02-21 02:41:27 UTC
Permalink
Post by Andreas Oehler
Post by Bernhard Kraft
Der Überschlag ist ein merkwürdig überschätztes Phänomen.
Das ist aber der Fall, für den das Pedelec-ABS in erster Linie angepriesen
wird.
...
Post by Andreas Oehler
Ich kenne einige Fälle von klassischen "über den Lenker"-Stürzen - und das
waren alles Erwachsene. Leute die normalerweise bloß sanft bremsen und
dann im seltenen Schreck-Fall, die vordere (meist halt schlicht beide)
Bremse fest anziehen, ohne sich gleichzeitig kräftig am Lenker
abzustützen, den Hinter nach hinten zu bewegen und/oder sich darauf
vorbereiten die Bremsbetätigung gleich wieder gezielt zu reduzieren.
Dann verstehe ich den Anwendungsfall des Pedelec-ABS. Das scheint mir
nicht ganz verkehrt zu sein.
Post by Andreas Oehler
Post by Bernhard Kraft
Scheibenbremsen sind schon ein recht gut Überschlags-Verhinderer.
Kann ich nicht nachvollziehen. Scheibenbremsen sind in manchen Fällen
etwas knackiger in Bremswirkung und Regelbarkeit - oft aber auch schlchter
als ein paar ordentliche V-Brakes.
Ich kann mir einen Überschlag bei mir nur vorstellen, wenn Gegenstände
das Vorderrad am Drehen hindern (Ast oder Schutzblech), es supersteil
bergab geht, oder wenn bei einer V-Brake bei Nässe die Wirkung
schlagartig einsetzt und ich nicht darauf vorbereitet bin. Meine
Erfahrungen mit Scheibenbremsen sind bisher auch noch nicht so groß.
Vielleicht kann das da auch passieren. Bei meinem aktuellen MTB sind sie
bis jetzt einfach nur genial gut zu dosieren.
Post by Andreas Oehler
Post by Bernhard Kraft
"Glatte und rutschige Untergründe werden normalerweise von Radfahrern gemieden".
Dann noch wird noch erwähnt, dass man auf glatten Untergründen gefälligst nur
die Hinterradbremse zu benutzen hat. Toll Tipp: Es bedeutet auch den größten
Teil der möglichen Bremswirkung zu verzichten. Außerdem geschehen Unfälle,
weil man eben den Untergrund falsch eingeschätzt und dann würde ABS was
bringen.
Wie würdest Du ein entsprechendes System mit einfachen Mitteln
realisieren?
Ein Bremshebel für beide Bremsen. Wenn sich das Vorderrad nicht mehr
dreht, wird die Vorderradbremse "ausgeklinkt". Ob das das Radfahren
sicherer macht, muss man ausprobieren - wahrscheinlich nicht.
Post by Andreas Oehler
Post by Bernhard Kraft
Und ein seitlicher Sturz kann übrigens genauso
schlimm sein, wie ein Abflug über den Lenker.
Seitliche Stürze habe ich früher jeden Winter erlebt. Das hat für mich
stets recht harmlos geendet. Stürze über den Lenker hatte ich 3 mal
(einmal aufgefaltetes Schutzblech vorne, einmal nachts gegen eine
mattgraue Absperrkette gefahren, einmal mit neuer Scheibenbremse vorne
durch Berlin gefahren und Taxifahrer reißt vor meiner Nase die Fahrertüt
auf) und das war erheblich gruseliger.
Wie Übel der Unfall ausgeht hängt mehr davon ab, wie unvorbereitet der
Abflug von Fahrrad ist und wie hoch die Geschwindigkeit. Ob man nun
vorne herüber, oder zu Seite stürzt, ist weniger wichtig. Seitliche
Stürze passieren aber gerne, wenn man so langsam merkt, dass das Rad
nicht mehr kontrollierbar ist.
Helmut Springer
2018-02-21 07:26:32 UTC
Permalink
Post by Bernhard Kraft
Post by Andreas Oehler
Ich kenne einige Fälle von klassischen "über den Lenker"-Stürzen
- und das waren alles Erwachsene. Leute die normalerweise bloß
sanft bremsen und dann im seltenen Schreck-Fall, die vordere
(meist halt schlicht beide) Bremse fest anziehen, ohne sich
gleichzeitig kräftig am Lenker abzustützen, den Hinter nach
hinten zu bewegen und/oder sich darauf vorbereiten die
Bremsbetätigung gleich wieder gezielt zu reduzieren.
Dann verstehe ich den Anwendungsfall des Pedelec-ABS. Das scheint
mir nicht ganz verkehrt zu sein.
Ohne Abstuetzen, etc, ist es halt ein Anti-Brems-System.
--
Best Regards
helmut springer panta rhei
Bernhard Kraft
2018-02-21 09:02:57 UTC
Permalink
Post by Helmut Springer
Post by Bernhard Kraft
Post by Andreas Oehler
Ich kenne einige Fälle von klassischen "über den Lenker"-Stürzen
- und das waren alles Erwachsene. Leute die normalerweise bloß
sanft bremsen und dann im seltenen Schreck-Fall, die vordere
(meist halt schlicht beide) Bremse fest anziehen, ohne sich
gleichzeitig kräftig am Lenker abzustützen, den Hinter nach
hinten zu bewegen und/oder sich darauf vorbereiten die
Bremsbetätigung gleich wieder gezielt zu reduzieren.
Dann verstehe ich den Anwendungsfall des Pedelec-ABS. Das scheint
mir nicht ganz verkehrt zu sein.
Ohne Abstuetzen, etc, ist es halt ein Anti-Brems-System.
--
Aber nur Anti-Brems nur wenn nötig. Also ein gutes Sicherheits-Feature.
Anton Ertl
2018-02-21 09:19:27 UTC
Permalink
Post by Helmut Springer
Ohne Abstuetzen, etc, ist es halt ein Anti-Brems-System.
=20
--=20
Aber nur Anti-Brems nur wenn n=C3=B6tig. Also ein gutes Sicherheits-Feature=
.
Ich kann mir Situationen vorstellen, wo es sicherer ist, zu stuerzen
und dann per Reibung des Koerpers auf dem Untergrund zu bremsen, als
kaum gebremst in ein Hindernis zu fahren. Inwieweit diese Situationen
so haeufig oder selten sind, dass ein Anti-Brems-System ein
Sicherheitsfeature oder ein gefaehrliches Feature ist, kann ich nicht
sagen.

- anton
--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/
Radfahrer sollten vor oder hinter fahrenden Kfz fahren und nicht daneben
Markus Merkl
2018-02-21 19:07:09 UTC
Permalink
Post by Bernhard Kraft
Ich kann mir einen Überschlag bei mir nur vorstellen, wenn Gegenstände
das Vorderrad am Drehen hindern (Ast oder Schutzblech),
Um der Vorstellungskraft nachzuhelfen: eine spontene Anomalie im
Gravitationpotential tuts auch schon.

(Sowas hier in passender Dimension:
<Loading Image...>)
--
Markus

“Perl is the only language that looks the same before and after RSA
encryption.”
(Keith Bostic)
Helmut Springer
2018-02-24 18:49:12 UTC
Permalink
Post by Andreas Oehler
Post by Bernhard Kraft
Der Überschlag ist ein merkwürdig überschätztes Phänomen.
Das ist aber der Fall, für den das Pedelec-ABS in erster Linie
angepriesen wird.
Das erscheint mir durchaus realistisch, wenn ich mir viele aeltere
Pedelec-Fahrer hier so ansehe.
Post by Andreas Oehler
Post by Bernhard Kraft
Der Grund wird wahrscheinlich sein, dass er meistens Kindern
passiert. Das mag daran liegen, das Kinder sich schlechter am
Lenker halten können, oder das sie unbekümmerter oder unerfahrener
sind. Ist auch egal, in jedem Falle sitzen Kindheitserfahrungen
halt tiefer im Gedächtnis fest.
Ich kenne einige Fälle von klassischen "über den Lenker"-Stürzen -
und das waren alles Erwachsene.
Dito.
Post by Andreas Oehler
Ein draufgängerischeres Kind hätte das alles selbstverständlich im
Blut.
Eben.
Post by Andreas Oehler
Post by Bernhard Kraft
Scheibenbremsen sind schon ein recht gut Überschlags-Verhinderer.
Kann ich nicht nachvollziehen. Scheibenbremsen sind in manchen
Fällen etwas knackiger in Bremswirkung und Regelbarkeit - oft aber
auch schlchter als ein paar ordentliche V-Brakes.
Das ist fuer die Zielgruppe mE relativ egal, die stuerzen mit jeder
effektiven Bremse...das ist ja das vermeintliche Problem.
Post by Andreas Oehler
Ob das Pedelec-ABS-Systeme leisten wollen und können? Die haben
doch nur Informationen zur Drehzahl der beiden Laufräder.
Und vermutlich Beschleunigungssensoren in und um x/y/z-Achsen?
Bosch stellt sowas ja in grossem Massstab her...
Post by Andreas Oehler
Wenn beide Räder langsamere Umfangsgeschwindigkeit haben als die
Fahrrad-Fahrgeschwindigkeit, wird das das System kaum mitbekommen.
Eine Differenz waere aber verdaechtig, und mit entsprechender
Sensorik liesse sich einiges an Bewegungsbild berechnen.
--
Best Regards
helmut springer panta rhei
Anton Ertl
2018-02-20 17:00:53 UTC
Permalink
Scheibenbremsen sind schon ein recht gut =C3=9Cberschlags-Verhinderer.
So schlecht wirken die nicht:-).
Bei =
mir w=C3=BCrde
ein ABS gegen =C3=9Cberschl=C3=A4ge nicht mehr viel bringen. Bei einem Fahr=
anf=C3=A4nger=20
vielleicht.
Da argumentiert der Artikel gut, dass das ABS nicht dafuer sorgen
kann, dass der Fahrer sich gut abstuetzt. Mit so einem ABS gibt es
keinen Ueberschlag, aber dafuer bremst das Rad eines solchen
Fahranfaengers kaum mehr.
Wo ABS was bringen w=C3=BCrde, w=C3=A4re bei Glatteis, oder vergleichbar gl=
attem Untergrund.
"Glatte und rutschige Untergr=C3=BCnde werden normalerweise von Radfahrern =
gemieden".
Dann noch wird noch erw=C3=A4hnt, dass man auf glatten Untergr=C3=BCnden ge=
f=C3=A4lligst nur
die Hinterradbremse zu benutzen hat. Toll Tipp: Es bedeutet auch den gr=C3=
=B6=C3=9Ften
Teil der m=C3=B6glichen Bremswirkung zu verzichten.
Naja, bei geringer Verzoegerung ist der Gewichtstransfer auf das
Vorderrad auch gering, und von daher ist die zusaetzliche Bremskraft
durch Bremsen beider Raeder auch nicht so gross. Aber wenn man
dadurch auch nur um den Faktor 1.5 staerker bremst, waere das
natuerlich schon hilfreich.
Au=C3=9Ferdem geschehen=
Unf=C3=A4lle,
weil man eben den Untergrund falsch eingesch=C3=A4tzt und dann w=C3=BCrde A=
BS was
bringen.
Genau, das sind meine Nasser-Asphalt-Unfaelle, mit einer Ausnahme, als
ich an der gleichen Stelle ein zweites mal stuerzte.
"Ein durchrutschendes Hinterrad ist relativ leicht aufzufangen".
Mit einem Hinweise auf den Powerslide, den man gef=C3=A4lligst als Kind zu =
lernen hat.
Powerslide ist, wenn das Hinterrad beim Gasgeben durchdreht.

Aber ein Bremsslide ist wirklich leicht zu kontrollieren (leichter als
ein Powerslide). Das Problem dabei ist, dass man dabei nur geradeaus
fahren kann, weil das Hinterrad ja nur der Traegheit folgt, und man
mit dem Vorderrad dann auch so fahren muss, damit man nicht stuerzt.
Da bin ich zweimal mit Hinterradblockierbremsungen in brenzlige
Situationen gekommen, seither benutze ich die Hinterradbremse nur mehr
in wenigen Ausnahmesituationen.

- anton
--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/
Radfahrer sollten vor oder hinter fahrenden Kfz fahren und nicht daneben
Thomas Bliesener
2018-02-21 02:05:11 UTC
Permalink
Post by Anton Ertl
Da argumentiert der Artikel gut, dass das ABS nicht dafuer sorgen
kann, dass der Fahrer sich gut abstuetzt.
Es kann nicht dafür sorgen, daß der Fahrer sich abstützt, aber
theoretisch ist es möglich, daß das ABS erkennt, wenn er es nicht tut.
In dem Moment ist die Verzögerung des Fahrrads nämlich viel größer als
sie es mit abgestütztem Fahrer wäre.
--
bli
Anton Ertl
2018-02-21 09:24:39 UTC
Permalink
Post by Anton Ertl
Da argumentiert der Artikel gut, dass das ABS nicht dafuer sorgen
kann, dass der Fahrer sich gut abstuetzt.
Es kann nicht dafÃŒr sorgen, daß der Fahrer sich abstÃŒtzt, aber
theoretisch ist es möglich, daß das ABS erkennt, wenn er es nicht tut.
In dem Moment ist die Verzögerung des Fahrrads nÀmlich viel größer als
sie es mit abgestÌtztem Fahrer wÀre.
Ich wuerde es ueber die fehlende Last auf dem Hinterrad machen, oder
ueber einen Lagesensor. Aber was hat das ABS nun davon, wenn es das
erkennt? Es kann sich dann trotzdem nur zwischen Ueberschlag und
Nicht-Bremsen entscheiden, beides Mist. Also um Bremsen-Lernen und
-Ueben kommt man nicht herum. Wird das eigentlich beim
Fahrrad-Unterricht in der Schule gelehrt und geprueft?

Und damit man nicht erst 50 Jahre warten muss, damit sich das in der
Bevoelkerung verbreitet, sollte man es auch sonst medial verbreiten.
Aber naja, stattdessen macht man lieber Helmpropaganda, mit Helmen
laesst sich halt mehr Geld verdienen als mit richtigem Bremsen.

- anton
--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/
Radfahrer sollten vor oder hinter fahrenden Kfz fahren und nicht daneben
HC Ahlmann
2018-02-21 12:57:36 UTC
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Also um Bremsen-Lernen und -Ueben kommt man nicht herum. Wird das
eigentlich beim Fahrrad-Unterricht in der Schule gelehrt und geprueft?
Ja. Zielbremsung aus großer Geschwindigkeit wird auf dem Fahrradparcours
gelehrt (NRW, Deutschland). Dazu wird am Ende des Parcours eine Stange
auf zwei Pylone gelegt und die Erst- und Zweitklässler sollen weniger
als eine Handbreit vor der Stange zu stehen kommen; Reißen oder
zögerliche Annäherung werden bemängelt. Bei der Fahrradprüfung in der 4.
Klasse spielt es keine Rolle, denn da geht es um richtiges Verhalten im
Straßenverkehr und Fahrradbeherrschung wird vorausgesetzt.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte
Bernhard Kraft
2018-02-21 13:21:27 UTC
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Post by HC Ahlmann
Also um Bremsen-Lernen und -Ueben kommt man nicht herum. Wird das
eigentlich beim Fahrrad-Unterricht in der Schule gelehrt und geprueft?
Ja. Zielbremsung aus großer Geschwindigkeit wird auf dem Fahrradparcours
gelehrt (NRW, Deutschland). Dazu wird am Ende des Parcours eine Stange
auf zwei Pylone gelegt und die Erst- und Zweitklässler sollen weniger
als eine Handbreit vor der Stange zu stehen kommen; Reißen oder
zögerliche Annäherung werden bemängelt.
Wird immer noch wie 1966 mit Rücktritt geübt?
U***@web.de
2018-02-21 14:28:04 UTC
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Post by Bernhard Kraft
Wird immer noch wie 1966 mit Rücktritt geübt?
Und noch dazu wie anno dunnemals mit dem lenkbaren Rad
in führender Position?

Gruß, ULF
HC Ahlmann
2018-02-21 15:05:52 UTC
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Post by Bernhard Kraft
Post by HC Ahlmann
Also um Bremsen-Lernen und -Ueben kommt man nicht herum. Wird das
eigentlich beim Fahrrad-Unterricht in der Schule gelehrt und geprueft?
Ja. Zielbremsung aus großer Geschwindigkeit wird auf dem Fahrradparcours
gelehrt (NRW, Deutschland). Dazu wird am Ende des Parcours eine Stange
auf zwei Pylone gelegt und die Erst- und Zweitklässler sollen weniger
als eine Handbreit vor der Stange zu stehen kommen; Reißen oder
zögerliche Annäherung werden bemängelt.
Wird immer noch wie 1966 mit Rücktritt geübt?
Das hängt vom Lehrer ab. Die Rücktrittbremse ist im Unterrichtsmaterial
als die sicher einen Überschlag verhindernde Bremse enthalten, aber
Sohnemann hatte eine radfahrende Lehrerin, die beide Bremsen propagierte
und darauf achtete, dass jeder auch mit der Vorderradbremse unfallfrei
umgehen kann.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte
Thomas Bliesener
2018-02-22 01:27:34 UTC
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Anton Ertl schrieb:
[ABS am Fahrrad mit nichtabgestützem Fahrer]
Post by Anton Ertl
Ich wuerde es ueber die fehlende Last auf dem Hinterrad machen,
Die fehlt auch bei optimaler Bremsung (und abgestütztem Fahrer).
Post by Anton Ertl
oder ueber einen Lagesensor.
Wenn der Fahrer am Lenker aufschlägt und das Hinterrad abhebt? Damit
kann man einen Überschalg vermeiden, aber kann zu spät sein, um einen
Sturz zu verhindern.
Post by Anton Ertl
Aber was hat das ABS nun davon, wenn es das
erkennt? Es kann sich dann trotzdem nur zwischen Ueberschlag und
Nicht-Bremsen entscheiden, beides Mist. Also um Bremsen-Lernen und
-Ueben kommt man nicht herum.
Ja natürlich.
Post by Anton Ertl
Und damit man nicht erst 50 Jahre warten muss, damit sich das in der
Bevoelkerung verbreitet, sollte man es auch sonst medial verbreiten.
Aber naja, stattdessen macht man lieber Helmpropaganda, mit Helmen
laesst sich halt mehr Geld verdienen als mit richtigem Bremsen.
Ich habe schon einige Male in eine Gruppe von Helmfans die Frage
hineingeworfen, welche Bremse am Rad denn die wichtigere sei. Da weiß
ich dann, mit welchen Experten ich es zu tun habe.
--
bli
Anton Ertl
2018-02-22 08:00:20 UTC
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[ABS am Fahrrad mit nichtabgestÃŒtzem Fahrer]
Post by Anton Ertl
Ich wuerde es ueber die fehlende Last auf dem Hinterrad machen,
Die fehlt auch bei optimaler Bremsung (und abgestÃŒtztem Fahrer).
Ja. Aber wenn das ABS dann so regelt, dass z.B. 1N Last auf dem
Hinterrad ist, ist das sehr nahe an der optimalen Bremsung (vermutlich
wesentlich besser als ich es kann), und ich kann bedenkenlos in die
Vorderradbremse greifen.

Aber Dein Vorschlag, zu erkennen, wenn der Schwerpunkt sich, kaum
gebremst, nach vorne bewegt (mit welcher Kombination von Sensoren auch
immer), haette den Vorteil, dass das ABS das Problem schon etwas
frueher erkennen wuerde. Wenn der Fahrer das Problem auch bemerkt und
sich dann wieder hinsetzt und abstuetzt, und das ABS dann die
Bremskraft hochregeln kann, waere das das (fuer einen ahnungslosen
Fahrer) optimale Ergebnis; ob ahnungslose Fahrer mit so einem ABS aber
tatsaechlich so interagieren wuerden, muesste man austesten.
Post by Anton Ertl
oder ueber einen Lagesensor.
Wenn der Fahrer am Lenker aufschlÀgt und das Hinterrad abhebt? Damit
kann man einen Überschalg vermeiden, aber kann zu spÀt sein, um einen
Sturz zu verhindern.
Moeglich, muesste man austesten. Dass das Rad dann kaum mehr gebremst
wird, ist aber m.E. das groessere Problem. Es hat ja einen Grund,
dass der Fahrer so stark gebremst hat.

- anton
--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/
Radfahrer sollten vor oder hinter fahrenden Kfz fahren und nicht daneben
Bernhard Kraft
2018-02-21 02:53:11 UTC
Permalink
Post by Anton Ertl
Powerslide ist, wenn das Hinterrad beim Gasgeben durchdreht.
Der Begriff war in der Fahrradzukunft in Anfuehrungsstrichen. Das haette
ich sehen muessen.
R.Stein-Cadenbach
2018-02-23 04:43:44 UTC
Permalink
Post by Anton Ertl
Post by Andreas Oehler
http://fahrradzukunft.de/26/
Redakteur Ralf Stein-Cadenbach hat sich darin kritisch mit dem Thema »ABS
für das Fahrrad« auseinandergesetzt.
Er mag schon recht haben, dass viele Radfahrer zunaechst richtig
Bremsen lernen muessen.
Dass der Fahrer die Koerperspannung in Reaktion auf die Bremskraefte
aufbauen muesste, ist allerdings flasch: Da der Fahrer selbst bremst,
kann er die Koerperspannung schon aufbauen, wenn er den Bremshebel
zieht.
Natürlich kann er es. Muss er aber nicht. Schon gar nicht symmetrisch.

Starke Bremsungen mit der Vorderradbremse und die dabei
Post by Anton Ertl
noetige Koerperspannung sollten Radfahrer oefters einmal ueben.
Im Stadtverkehr, in dem ich mindestens einen Mittelfinger immer im
Anschlag habe, ist eine permanennte Körperspannung notwendig. Und die
bekommt man durch Sitzposition.
Post by Anton Ertl
Was ist aber, wenn ein Radfahrer schon mit der Vorderradbremse bremst
und die noetige Koerperspannung aufbaut? Ich hatte schon mehrere
Stuerze durch Ueberbremsen des Vorderrads, alle beim Bremsen auf
gerader Strecke auf nassem Asphalt (Asphalt ist zwar meist auch bei
Naesse griffig genug, es gibt aber leider auch Asphalt, der bei Naesse
glatt ist). In diesen Faellen koennte ein funktionierendes ABS
helfen. Wie gut die existierenden ABS-Loesungen funktionieren, und
wie praktikabel sie sonst sind, kann ich nicht sagen.
Stuerze in Kurven hatte ich auch schon, aber ohne Bremsen. Da kann
ein ABS natuerlich nichts verhindern.
Das Thema "Bremsen" lässt sich natürlich nicht mit einen Artikel
abdecken. Die Zielgruppe ist hier anlehnend zum wichtigen Anbieter (Fa.
Bosch) der nicht-sportliche Durchschnittsradler (bzw. Pedelec-Fahrer).
Und dazu gehörst du nicht. Der normale Radler bewegt sich nicht in der
Nähe der Grauzone, in dem ihm etwas passieren kann. Der will nie
stürzen. Wenn Witterung und Oberfläche nicht passen, ist er abwesend.
Post by Anton Ertl
Dass das bei jeder Geschwindigkeit notwendige leichte Schwanken zum
Verhindern des Umkippens spielt aber bezueglich der moeglichen
Bremsverzoegerung aber keine nennenswerte Rolle, auch nicht bei
den genannten Geschwindigkeiten.
Bei glitschiger Oberfläche schon - und davon ist hier die Rede.
Post by Anton Ertl
Der Ueberschlag, dem Ralf Stein-Cadenbach breiten Raum widmet,
Das ist das Hauptthema, wenns in der Literatur um Bremsunfälle geht.
Auch in früheren drf-Diskussionen. Die Gedanken sind nicht alle original
von mir.


habe
Post by Anton Ertl
ich nur einmal erlebt, und zwar aufgrund einer unerwartet gut
greifenden Felgenbremse; das Problem habe ich inzwischen durch Umstieg
auf eine mechanische Scheibenbremse geloest, die eine vorhersagbarere
Wirkung hat. Ob ein ABS mit Ueberschlagsverhinderung mich ermutigen
wuerde, die Bremse staerker zu betaetigen, ist mir nicht klar; ich
betaetige die Bremse so stark wie ich es fuer den gegebenen Bremsweg
fuer noetig halte.
Die Geschwindigkeiten, die Ralf Stein-Cadenbach anfuehrt, erscheinen
mir absurd niedrig. Es kommt ja nicht auf irgendwelche
Durchschnittsgeschwindigkeiten an, sondern auf die Geschwindigkeit zum
Zeitpunkt des Bremsens. Und auch ohne Treten kommt man beim
Bergabfahren leicht auf deutlich hoehere Geschwindigkeiten.
Extreme Bremsvorgängen geht ein Überraschungsmoment voraus. Bei
Bergabfahrten ist man stärker angespannt, aufmerksam, fährt in der Mitte
der Fahrbahn.
Dooring, Lieferwagen fährt aus Ausfahrt auf Radweg,
Fußgänger/Radfahrer/Hund kreuzt usw. Bei Verkehrsunfällen spielt die
Eigengeschwindigkeit des Radlers nur eine untergordnete Rolle, sonst
sehe es Flachland wesentlich besser aus.
Radfahrerin fährt auf Radweg auf Kreuzung zu. 5 Meter davor bemerkt sie
den abbiegenden LKW. Sie sucht den Rücktritt. Tödlich bei "absurd
niedrigen Geschwindigkeiten".
Die Vorliebe für die Rücktrittbremse begründet sich u.a. in der Angst
vor dem Überschlag.
Der sehr engagierte Herr Brockmann von der "Unfallforschung der
Versicherer" (udv.de) steht einem ABS recht positiv gegenüber, sagt
aber, dass es ohne zusätzliche Schulung erfolglos sein wird. Ich meine:
eine erfolgreiche Schulung bzw. viel Radfahrpraxis ist die eigentliche
Hilfe.


Grüße

Ralf
Post by Anton Ertl
- anton
Tomas Graser
2018-02-24 16:24:44 UTC
Permalink
Post by R.Stein-Cadenbach
Post by Anton Ertl
[...]
Der Ueberschlag, dem Ralf Stein-Cadenbach breiten Raum widmet,
Das ist das Hauptthema, wenns in der Literatur um Bremsunfälle geht.
Auch in früheren drf-Diskussionen. Die Gedanken sind nicht alle original
von mir.
Nicht gerade Überschlag, aber Sturz über den Lenker, hat bei meinen eigenen
Stürzen (3 - 4 jährlich, wie schon mal erzählt) eine Quote von ca. 80%.
Von daher halte ich Körperspannung und gute Beweglichkeit für
überlebenswichtig.
Thomas Bliesener
2018-02-25 00:14:24 UTC
Permalink
Post by Tomas Graser
Nicht gerade Überschlag, aber Sturz über den Lenker, hat bei meinen eigenen
Stürzen (3 - 4 jährlich, wie schon mal erzählt) eine Quote von ca. 80%.
Das heißt, Du gehst etwa dreimal im Jahr über den Lenker?? Was sagt Dein
Zahnarzt dazu?
Post by Tomas Graser
Von daher halte ich Körperspannung und gute Beweglichkeit für
überlebenswichtig.
Ich halte es für überlebenswichtig, kritische Situationen zu vermeiden.

Als Jugendlicher bin ich häufig gestürzt. Es gibt kaum eine Dummheit,
die ich nicht begangen hätte. Inzwischen stürze oder notbremse ich nur
noch selten. Der letzte Sturz war vor etwa 18 Mm (für dieses und
kommenden Jahr habe ich nichts Derartiges geplant.)

Der einzige Moment in den letzten fünf Jahren, an den ich mich erinnern
kann und bei dem ich alle Anker werfen mußte, war, als meine Freundin
letztes Jahr urplötzlich vor mir vom Rad gefallen ist. Irgendwann
sollte man doch soviel Erfahrung gesammelt haben, daß man gefährliche
Situationen von vorneherein meidet (Radwege!) oder riecht, wenn sich
etwas zusammenbraut und man dann frühzeitig Geschwindigkeit rausnimmt.
Natürlich kann ich jederzeit mal überrascht werden und in Not geraten,
aber das ist sehr selten geworden.

Wenn Du weiterhin (als gwöhnlicher Radfahrer) viermal im Jahr stürzt
oder eine Notbremsung hinlegen mußt, machst Du meiner Meinung nach etwas
falsch.
--
bli
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