Discussion:
Wieder ein Radler-Abbiegeunfall: Siebenjähriger von Müllwagen erfasst und tödlich verletzt
(zu alt für eine Antwort)
Zentralrat der Südländer
2018-05-28 20:10:17 UTC
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Köln (dpa). Ein Siebenjähriger ist in Köln auf dem Weg zur Schule von
einem Müllwagen erfasst und tödlich verletzt worden. Der Junge war mit
seinem Vater auf dem Fahrrad unterwegs. Der Unfall passierte beim
Abbiegen des Lastwagens. Der Siebenjährige war sofort tot. Die Kölner
Oberbürgermeisterin Henriette Reker sprach den Angehörigen ihr Beileid
aus. Der Familie wünsche sie von Herzen viel Kraft. Die beteiligen
Mitarbeiter stehen laut Abfallwirtschaftsbetriebe unter Schock und
werden psychologisch betreut.



Radweg? Radweg.

Mohammed
Thomas Bliesener
2018-05-29 05:54:47 UTC
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Post by Zentralrat der Südländer
Radweg? Radweg.
Nein.

| Den Vater, der seinen Jungen begleitete und auf der Straße fuhr, nahm
| der AWB-Mann noch wahr. Er bremste sein tonnenschweres Gefährt ab, ließ
| den Vater passieren. Doch der kleine Junge, der auf dem Gehweg folgte,
| erfasste er beim Anfahren.
<https://www.express.de/koeln/auf-koelner-schulweg-muellwagen-ueberrollt-kind---7----vor-den-augen-des-vaters--30527334>
--
bli
j***@post.rwth-aachen.de
2018-05-29 06:44:05 UTC
Permalink
Post by Zentralrat der Südländer
Radweg? Radweg.
Nein.
Stattdesen legales Fahren auf dem Gehweg.
Das ist im Grunde die noch perfidere Version der Falle "Radweg", hier noch verschärft dadurch, dass der Führer des abbiegenden Fahrzeugs den auf der Fahrbahn fahrenden Vater bewusst wahrgenommen und entsprechend gehandelt hat. Sekunden später dann beim Anfahren und Abbiegen nicht ausreichend darauf zu achten, ob neben dem Radfahrer auf der Fahrbahn noch ein Kind auf dem Gehweg fährt ist rechtlich sicher ein Fehlverhalten. Aber eben eines, welches unmittelbar daraus resultiert, wie die menschliche Wahrnehmung funktioniert. Es ist erwartbares, durch die rechtliche Regelung zur Nutzung eines Gehwegs mit einem Fahrrad provoziertes und geradezu heraufbeschworenes, Fehlverhalten.

Das macht den Jungen nicht wieder lebendig und wird den Eltern wohl nur wenig Trost spenden. Und auch der Fahrer des Müllwagens wird wenig davon haben, dass sein Fehler einer war, der früher oder später geradezu passieren musste, wenn die Situation gerade "passend" ist. Aber auch dieser Fall zeigt sehr deutlich das Grundproblem der Separierung von Verkehr nach der Art des Fahrzeugs (und hier zusätzlich: nach dem Alter der Fahrzeugführer): Fahrzeuge tauchen dort auf, wo sie andere nicht erwarten und entsprechend auch nicht (bewusst) wahrnehmen, oft mit tödlichen Folgen. Insofern ist in diesem Fall zwar kein Radweg mitursächlich, das hinter Radwegen stehende Konzept jedoch schon, der tote Junge geht auf das Konto dieser Art der Verkehrsseparierung.


Ciao,

Jens
Thomas Sçhlueter
2018-05-29 07:27:28 UTC
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Post by j***@post.rwth-aachen.de
Post by Zentralrat der Südländer
Radweg? Radweg.
Nein.
Stattdesen legales Fahren auf dem Gehweg.
Für das Zustandekommen des Unfalles spielt es keine Rolle, ob das
Gehwegradeln verboten, erlaubt oder mit Z.240 vorgeschrieben ist. Ich
glaube kaum, dass irgend einer der Verkehrsteilnehmer da draußen beim
Rechtsabbiegen ganz bewusst durchkachelt, weil er vor dem Abbiegen
reflektiert hat, dass da rechts nur ein Gehweg liegt.

Die Frage ist vielmehr, ob der Junge gefahren ist. Jedenfalls hätte er
an der Einmündung (auch bei wie hier einmündendem verkehrsberuhigtem
Bereich) nach § 2(5) StVO absteigen und schieben müssen.

Es werden zwar gelegentlich auch Fußgänger (oder schiebende Radfahrer)
Opfer von Rechtsabbiegern, das aber deutlich weniger als fahrende
Radfahrer. Zum einen fällt das Stoppen oder Zurückspringen ohne Rad
zwischen den Beinen erheblich leichter, und zum anderen ist gerade ein
Kind nur begrenzt bis gar nicht multitaskingfähig (Gleichgewicht Halten,
Fahren, nach vorne/hinten/links/rechts/zur Begleitperson Gucken, das
Gesehene Bewerten, Bremsen, Anhalten, Absteigen, mit Fahrrad
Zurückspringen...).

Niemand hat gesagt, dass das Kinder-Privileg zum Gehwegfahren zügiges
Vorankommen bedeuten soll.

Tom
j***@post.rwth-aachen.de
2018-05-29 07:57:56 UTC
Permalink
Post by Thomas Sçhlueter
Für das Zustandekommen des Unfalles spielt es keine Rolle, ob das
Gehwegradeln verboten, erlaubt oder mit Z.240 vorgeschrieben ist.
Eben. Die Falle, sowohl für den Abbiegenden als auch für den geradeaus fharenden Radfahrer, bleibt stets die gleiche. Lediglich die anschließende rechtliche Bewertung ist ggf. eine andere.
Post by Thomas Sçhlueter
Die Frage ist vielmehr, ob der Junge gefahren ist. Jedenfalls hätte er
an der Einmündung (auch bei wie hier einmündendem verkehrsberuhigtem
Bereich) nach § 2(5) StVO absteigen und schieben müssen.
Soweit die Theorie. Spätestens wenn der Gehweg an der Stelle, wie inzwischen häufig praktiziert, abgesenkt ist um älteren Herrschaften mit Rollatoren oder auch Rollstuhlfahrern das Überqueren zu erleichtern ist "fahren statt absteigen und schieben" in der Realität jedoch die deutlich häufiger praktizierte Variante.
Post by Thomas Sçhlueter
Niemand hat gesagt, dass das Kinder-Privileg zum Gehwegfahren zügiges
Vorankommen bedeuten soll.
Das sicher nicht. Aber mal angenommen der Gehweg ist an der Unfallstelle tatsächlich abgesenkt, das Kind hat wahrgenommen, dass der Müllwagen hält und sieht ansonsten nirgends ein anderes Fahrzeug. Wäre da nicht auch so mancher Erwachsene intuitiv versucht einfach weiterzufahren?

Ich mag mich mangels entsprechender Daten nicht darauf festlegen, dass diese Form des Gehwegfahrens abgeschaft gehört, dafür ist das Unfallrisiko für ungeübte Kinder auf den anonsten ungefährlichen Abschnitten zwischen Einmündungen und Kreuzungen je nach Art der Straße und dem Verkehrsaufkommen möglicherweise zu hoch. Aber wenn ich mir disen Unfall und die Mechanismen dahinter ansehe, dann bin ich mir sehr sicher, dass das weder der erste noch der letzte derartige Unfall gewesen sein wird. Gibt's Zahlen dazu, ob Kinder im fraglichen Alter auf der Fahrbahn tatsächlich so stark gefährdet sind, dass trotz solcher Fallen unterm Strich durch das Gehwegfahren noch ein positiver Effekt herauskommt?

Ciao,

Jens
Thomas Sçhlueter
2018-05-29 08:58:33 UTC
Permalink
Post by j***@post.rwth-aachen.de
Gibt's Zahlen dazu, ob Kinder im
fraglichen Alter auf der Fahrbahn tatsächlich so stark gefährdet
sind, dass trotz solcher Fallen unterm Strich durch das Gehwegfahren
noch ein positiver Effekt herauskommt?
Definiere "Gefährdung"! ;-)

Der benutzte Straßenteil wird bei der Auswertung der amtlichen
Unfallstatistik jedenfalls für keine Altersgruppe betrachtet, und
außerdem fehlt uns jede Vergleichsmöglichkeit zu Zuständen ohne
Gehwegerlaubnis.

Todesfälle von Kindern im Verkehr sind insgesamt sehr selten geworden.
In meiner Datenbank habe ich seit Anfang 2013 52 Fälle mit einem Alter
von einschließlich 14 Jahren (macht ca. 10 p.a.; destatis selbst ergibt
für 2013-2016 12 p.a.). Von diesen betrafen überhaupt nur 15 die
Altersgruppe, für die Gehwegradeln noch in Frage kommt. Keines der 52
Kinder wurde innerorts von KFZ im Längsverkehr gerammt oder gestreift.
Unter den 41 innerörtlichen Fällen dominiert mit 14 der
Rechtsabbiegerunfall (davon 2x Gehweg, 12x Radweg).

Tom
Martin Gerdes
2018-05-30 23:06:39 UTC
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Post by Thomas Sçhlueter
Post by j***@post.rwth-aachen.de
Gibt's Zahlen dazu, ob Kinder im fraglichen Alter auf der Fahrbahn
tatsächlich so stark gefährdet sind, dass trotz solcher Fallen
unterm Strich durch das Gehwegfahren noch ein positiver Effekt
herauskommt?
Der benutzte Straßenteil wird bei der Auswertung der amtlichen
Unfallstatistik jedenfalls für keine Altersgruppe betrachtet, und
außerdem fehlt uns jede Vergleichsmöglichkeit zu Zuständen ohne
Gehwegerlaubnis.
Todesfälle von Kindern im Verkehr sind insgesamt sehr selten geworden.
In meiner Datenbank habe ich seit Anfang 2013 52 Fälle mit einem Alter
von einschließlich 14 Jahren (macht ca. 10 p.a.; destatis selbst ergibt
für 2013-2016 12 p.a.). Von diesen betrafen überhaupt nur 15 die
Altersgruppe, für die Gehwegradeln noch in Frage kommt. Keines der 52
Kinder wurde innerorts von KFZ im Längsverkehr gerammt oder gestreift.
Fahren denn Kinder innerorts überhaupt auf der "Straße"?

Es gibt vermutlich keine Statistik dazu.

Wir sind das damals -- bei deutlich schwächerem Verkehr als heute.
(und bei verhältnismäßig deutlich mehr Verkehrstoten als heute).
Post by Thomas Sçhlueter
Unter den 41 innerörtlichen Fällen dominiert mit 14 der
Rechtsabbiegerunfall (davon 2x Gehweg, 12x Radweg).
Joachim Mannheim
2018-05-29 10:22:09 UTC
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Post by Thomas Sçhlueter
Die Frage ist vielmehr, ob der Junge gefahren ist. Jedenfalls hätte er
an der Einmündung (auch bei wie hier einmündendem verkehrsberuhigtem
Bereich) nach § 2(5) StVO absteigen und schieben müssen.
StVO: "Vor dem Überqueren einer Fahrbahn müssen die Kinder und die diese
begleitende Aufsichtsperson absteigen."

Hat ein verkehrsberuhigter Bereich eine Fahrbahn? Z.T. werden sogar die
Gehwege über die Einmündung weitergeführt.

Ich finde es eher spannend, ob aus dem seit zwei(?) Jahren neuen Recht
des Vaters auf dem Gehweg zu fahren, jetzt eine Pflicht konstruiert
wird, da er nur so seiner Aufsichtspflicht hätte nachkommen können.

Wie so oft wäre es auch hier hilfreich, den Prozess zu begleiten und das
Urteil zu veröffentlichen.

Die orginal Polizeimeldung:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/12415/3954966

Und irgendwo hier war es:
https://www.google.com/maps/place/Mathesenhofweg,+50859+Köln/@50.9623099,6.8324787,104a,35y,90h,39.53t/data=!3m1!1e3!4m5!3m4!1s0x47bf3a664bc02cf7:0x3fde6a3ea7984f7d!8m2!3d50.9620296!4d6.8328462
--
Joachim
Martin Gerdes
2018-05-30 23:06:39 UTC
Permalink
Post by j***@post.rwth-aachen.de
Post by Zentralrat der Südländer
Radweg? Radweg.
Nein.
Stattdesen legales Fahren auf dem Gehweg.
Das ist im Grunde die noch perfidere Version der Falle "Radweg",
hier noch verschärft dadurch, dass der Führer des abbiegenden
Fahrzeugs den auf der Fahrbahn fahrenden Vater bewusst
wahrgenommen und entsprechend gehandelt hat.
Nämlich ihn "durchgewinkt" hat. Ist das der berüchtigte "Blickkontakt"?
Post by j***@post.rwth-aachen.de
Sekunden später dann beim Anfahren und Abbiegen nicht
ausreichend darauf zu achten, ob neben dem Radfahrer auf
der Fahrbahn noch ein Kind auf dem Gehweg fährt ist rechtlich
sicher ein Fehlverhalten.
Aber eben eines, welches unmittelbar daraus resultiert, wie
die menschliche Wahrnehmung funktioniert. Es ist erwartbares,
durch die rechtliche Regelung zur Nutzung eines Gehwegs mit
einem Fahrrad provoziertes und geradezu heraufbeschworenes,
Fehlverhalten.
Das sehe ich nicht so. Klar schuldhaftes und letztlich unverzeihliches
Fehlverhalten des Lastwagenfahrers.


Hier ist die Unfallstelle ziemlich genau beschrieben:

Köln, Mathesenhofweg, in der Nähe der Hausnummer 141.

https://www.express.de/koeln/maurice---7--ueberrollt-koeln-trauert-und-fragt--wie-konnte-es-zur-tragoedie-kommen--30533708


Hätte der Siebenjährige denn auf der "Straße" fahren sollen?
Ich wäre mit meinem Kind in dieser Straße vermutlich auf der "Straße"
gefahren.
Post by j***@post.rwth-aachen.de
Das macht den Jungen nicht wieder lebendig und wird den
Eltern wohl nur wenig Trost spenden. Und auch der Fahrer
des Müllwagens wird wenig davon haben, dass sein Fehler
einer war, der früher oder später geradezu passieren
musste, wenn die Situation gerade "passend" ist. Aber auch
dieser Fall zeigt sehr deutlich das Grundproblem der
Separierung von Verkehr nach der Art des Fahrzeugs
Fahrzeuge tauchen dort auf, wo sie andere nicht erwarten
und entsprechend auch nicht (bewusst) wahrnehmen, oft mit
tödlichen Folgen. Insofern ist in diesem Fall zwar kein
Radweg mitursächlich, das hinter Radwegen stehende Konzept
jedoch schon, der tote Junge geht auf das Konto dieser
Art der Verkehrsseparierung.
Ja.

LKWs sind unübersichtlich, ihre Fahrer haben den toten Winkel im Kopf.
Es ist vorteilhaft, daß man als "sonstiger Verkehrsteilnehmer" das nicht
vergißt (und für sein Grundschulkind auch mitdenkt).

Wohlgemerkt: Ich schiebe dem Vater da keine Schuld zu -- aber er hat die
Folgen zu tragen, denn sein Kind ist jetzt tot. Daß der Unfallfahrer mit
einer nominalen Strafe davonkommen wird, spielt für ihn keine Rolle.

Um solche Unfälle zu verringern, müßte ein grundsätzliches Umdenken bei
den Outofahrern einsetzen, und das sehe ich einfach nicht.
Ulli Horlacher
2018-05-29 09:53:46 UTC
Permalink
Post by Thomas Bliesener
Post by Zentralrat der Südländer
Radweg? Radweg.
Nein.
| Den Vater, der seinen Jungen begleitete und auf der Straße fuhr, nahm
| der AWB-Mann noch wahr. Er bremste sein tonnenschweres Gefährt ab, ließ
| den Vater passieren. Doch der kleine Junge, der auf dem Gehweg folgte,
| erfasste er beim Anfahren.
<https://www.express.de/koeln/auf-koelner-schulweg-muellwagen-ueberrollt-kind---7----vor-den-augen-des-vaters--30527334>
https://www.express.de/koeln/maurice---7--ueberrollt-koeln-trauert-und-fragt--wie-konnte-es-zur-tragoedie-kommen--30533708

ADAC-Sprecher: Kinder sollten Helm tragen
--
+ Ulli Horlacher + ***@tandem-fahren.de + http://tandem-fahren.de/ +
Johann Mayerwieser
2018-05-29 10:33:29 UTC
Permalink
<https://www.express.de/koeln/maurice---7--ueberrollt-koeln-trauert-und-
fra0gt--wie-konnte-es-zur-tragoedie-kommen--30533708>

Abgesehen davon, dass der Fahrer den Buben nicht gesehen hat:

Der Vater hat sich meiner Ansicht und meiner Erfahrung nach falsch
verhalten, er ist vor dem Kind gefahren.

Diesen Fehler sehe ich immer wieder,die erwachsene Begleitperson voraus,
das Kind hintennach mit Blick auf den Erwachsenen und dem Stress dem
Tempo, das die Begleitperson vorgibt, einzuhalten und nachzukommen.

Ich habe meine Kinder immer vor mir gehabt mit zwei Vorgaben und einer
Warnung:

Du machst das, was ich dir zurufe und das augenblicklich

Wenn du vor Kreuzungen, Einmündungen nicht von mir "weiterfahren" hörst,
dann bleibst du stehen.

Wenn du die zwei Sachen nicht machst, dann fahren wir nicht mehr mit dem
Rad.

Und sie haben gewusst, wir (meine Frau und ich) machen wenig
Vorschriften, aber angedrohtes wird grundsätzlich durchgeführt und sie
haben kein einziges Mal beim Radfahren einen Blödsinn gemacht.
(SPäter schon - mit der Freundin auf dem Sattel die Gasse bergab gedonnert
bis der Fahrradtacho über 40 angezeigt hat.)
Das hat auch den Vorteil gehabt, dass das Kind die Geschwindigkeit
vorgegeben hat und nicht ich.

Abgesehen davon habe ich meinen Kindern während der Fahrten immer wieder
und von klein auf Verhalten und Situationen erkärt.

In diesem Fall wäre das Kind vor mir gewesen, hätte angehalten und wäre
dann nach Zuruf vor mir oder wäre neben mir über die Querstraße gefahren.

Was ist aber nach dem verlinkten Artikel passiert?
Der Müllfahrer hat dem Vater gedeutet, er könne weiter fahren und dieser
hat den Kleinen hintenher nachhampeln lassen und keinerlei Kontrolle über
ihn gehabt. In dieser Situation wäre ich vor dem Müllwagen stehen
geblieben und gewartet, bis der Kleine vorbei ist.
Bernd Ullrich
2018-05-29 12:32:55 UTC
Permalink
Post by Ulli Horlacher
Post by Thomas Bliesener
Post by Zentralrat der Südländer
Radweg? Radweg.
Nein.
| Den Vater, der seinen Jungen begleitete und auf der Straße fuhr, nahm
| der AWB-Mann noch wahr. Er bremste sein tonnenschweres Gefährt ab, ließ
| den Vater passieren. Doch der kleine Junge, der auf dem Gehweg folgte,
| erfasste er beim Anfahren.
<https://www.express.de/koeln/auf-koelner-schulweg-muellwagen-ueberrollt-kind---7----vor-den-augen-des-vaters--30527334>
https://www.express.de/koeln/maurice---7--ueberrollt-koeln-trauert-und-fragt--wie-konnte-es-zur-tragoedie-kommen--30533708
ADAC-Sprecher: Kinder sollten Helm tragen
" Im Zweifel auf die Vorfahrt verzichten.." Das ist im konkreten Fall
der blanke Hohn...

BU
Thomas Bliesener
2018-05-29 13:53:27 UTC
Permalink
Post by Ulli Horlacher
https://www.express.de/koeln/maurice---7--ueberrollt-koeln-trauert-und-fragt--wie-konnte-es-zur-tragoedie-kommen--30533708
ADAC-Sprecher: Kinder sollten Helm tragen
Die Wahnweste hat er schon noch erwähnt, aber das macht es nicht besser:

| ADAC-Sprecher Thomas Müther: „Zunächst sollten die Kinder eine
| Leuchtweste und Helm tragen. Dann sind sie schon aus 140 Metern statt
| aus 25 Metern für den Autofahrer wahrnehmbar.

Welcher Verkehrsteilnehmer nimmt wahr, was 140 m vor ihm auf dem Gehweg
vorgeht? Leuchtet die Weste auch durch Stehzeuge hindurch? Die 25 m
wären in diesem Fall ausreichend gewesen. Also auch dieser Hinweis ist
fast so dumm wie der mit dem Helm.

| Wichtig: Kinder können bis zum vollendeten 10. Lebensjahr mit dem
| Fahrrad den Gehweg benutzen.

Klar, dort sind sie baulich getrennt vom Kraftverkehr unterwegs und
somit in Sicherheit.

| Seit 2016 dürfen Eltern sie auf dem Gehweg mit dem Rad begleiten.“

Das war immerhin eine sinnvolle Änderung. Das Kind auf dem Gehweg
verdeckt hinter Stehzeugen oder gar auf der anderen Straßenseite war
Mist. Sobald meine Kinder sicher geradeaus fahren konnten, habe ich es
andersherum gemacht, dann sind sie mit mir auf der Fahrbahn gefahren.
--
bli
Johann Mayerwieser
2018-05-29 07:01:01 UTC
Permalink
Post by Zentralrat der Südländer
Der Familie wünsche sie von Herzen viel Kraft. Die beteiligen
Mitarbeiter stehen laut Abfallwirtschaftsbetriebe unter Schock und
werden psychologisch betreut.
Irgendwie erscheint es mir wichtiger, die Familie und da vor allem den
Vater psychologisch zu betreuen.
Thomas Sçhlueter
2018-05-29 07:49:49 UTC
Permalink
Post by Johann Mayerwieser
Post by Zentralrat der Südländer
Der Familie wünsche sie von Herzen viel Kraft. Die beteiligen
Mitarbeiter stehen laut Abfallwirtschaftsbetriebe unter Schock und
werden psychologisch betreut.
Irgendwie erscheint es mir wichtiger, die Familie und da vor allem den
Vater psychologisch zu betreuen.
Erstaunlich finde ich, dass die Fahrer von Fahrzeugen kommunaler
Abfallwirtschaftsbetriebe quasi als Amtsträger betrachtet werden und
daher offenbar ein Anrecht auf besonderen Persönlichkeitsschutz
genießen. Jedenfalls ungewöhnlich, dass nach so einem Unfall in keiner
Quelle Angaben zur Person des Kraftfahrers gemacht werden.

Tom
Sepp Ruf
2018-05-29 08:29:22 UTC
Permalink
Am 29.05.2018 um 09:49 schrieb Thomas Sçhlueter:

<https://www.express.de/koeln/auf-koelner-schulweg-muellwagen-ueberrollt-kind---7----vor-den-augen-des-vaters--30527334>

Angeblich mit zwei Beifahrern unterwegs:
<https://www.ksta.de/koeln/unfall-in-koeln-widdersdorf-seitenkameras-an-muellwagen-sollen-mehr-sicherheit-bieten-30534114>
Post by Thomas Sçhlueter
Erstaunlich finde ich, dass die Fahrer von Fahrzeugen kommunaler
Abfallwirtschaftsbetriebe quasi als Amtsträger betrachtet werden und
daher offenbar ein Anrecht auf besonderen Persönlichkeitsschutz
genießen. Jedenfalls ungewöhnlich, dass nach so einem Unfall in keiner
Quelle Angaben zur Person des Kraftfahrers gemacht werden.
Mussdu verstehen, dat is doch Koelle, fast jeder kennt jeden.

Die investigativ pluralistische Schrottpresse liefert dafuer
Eggsbaertenstatements:
"Burkhard Stork, ADFC-Bundesgeschäftsführer: 'Wir schätzen, dass sich durch
elektronische Lkw-Abbiegeassistenten 60 Prozent der schweren Unfälle
verhindern lassen.'"

"ADAC-Sprecher Thomas Müther: 'Zunächst sollten die Kinder eine Leuchtweste
und Helm tragen. Dann sind sie schon aus 140 Metern statt aus 25 Metern für
den Autofahrer wahrnehmbar. Wichtig: Kinder können bis zum vollendeten 10.
Lebensjahr mit dem Fahrrad den Gehweg benutzen. Seit 2016 dürfen Eltern sie
auf dem Gehweg mit dem Rad begleiten.'
Beim Überqueren einer Straße müssen beide absteigen. Problem toter Winkel:
Die Fahrer von Lkws haben zwar große Spiegel, aber sie schalten den toten
Winkel nicht völlig aus. Daher: Im Zweifel auf die Vorfahrt verzichten.'
Siegfrid Breuer
2018-05-29 13:20:00 UTC
Permalink
Post by Thomas Sçhlueter
Jedenfalls ungewöhnlich, dass nach so einem Unfall in
keiner Quelle Angaben zur Person des Kraftfahrers gemacht werden.
Vieleicht ein Migrant, die werden ja immer besonders geschuetzt,
zumal von den Tintenstrolchen unseres Koelner Radaublatts, das
ist denen schon in Fleisch und Blut uebergegangen.
--
Post by Thomas Sçhlueter
Mir fehlen einfach die weiteren Fakten, um mir vorschnell ein solches
Werturteil anzumassen - es kann sein, dass es sich so verhaelt...es kann
aber sein, dass sich die Situation ganz anders darstellt... .
[relativiert Ohlemacher in <***@4ax.com>]
-> das Wahrheitsministerium raet: <http://www.hinterfotz.de/boese.html> <-
Thomas Bliesener
2018-05-29 15:35:09 UTC
Permalink
Post by Thomas Sçhlueter
Erstaunlich finde ich, dass die Fahrer von Fahrzeugen kommunaler
Abfallwirtschaftsbetriebe quasi als Amtsträger betrachtet werden und
daher offenbar ein Anrecht auf besonderen Persönlichkeitsschutz
genießen. Jedenfalls ungewöhnlich, dass nach so einem Unfall in keiner
Quelle Angaben zur Person des Kraftfahrers gemacht werden.
Aber es ist auch ungewöhnlich, daß der Halter des Fahrzeugs genannt
wird. Üblicherweise wird das Firmenlogo auf den Fotos verpixelt.
--
bli
Bernd Ullrich
2018-05-29 18:39:51 UTC
Permalink
Post by Thomas Bliesener
Post by Thomas Sçhlueter
Erstaunlich finde ich, dass die Fahrer von Fahrzeugen kommunaler
Abfallwirtschaftsbetriebe quasi als Amtsträger betrachtet werden und
daher offenbar ein Anrecht auf besonderen Persönlichkeitsschutz
genießen. Jedenfalls ungewöhnlich, dass nach so einem Unfall in keiner
Quelle Angaben zur Person des Kraftfahrers gemacht werden.
------------------------------------
Post by Thomas Bliesener
Aber es ist auch ungewöhnlich, daß der Halter des Fahrzeugs genannt
wird. Üblicherweise wird das Firmenlogo auf den Fotos verpixelt.
Die Karre wird gelbe Rundumlämpchen gehabt haben , die dürfen alles...

§ 35

"(6) Fahrzeuge, die dem Bau, der Unterhaltung oder Reinigung der Straßen
und Anlagen im Straßenraum oder der Müllabfuhr dienen und durch
weiß-rot-weiße Warneinrichtungen gekennzeichnet sind,
---------------------------------------------
dürfen auf allen
Straßen und Straßenteilen und auf jeder Straßenseite in jeder Richtung

_zu allen Zeiten_ [_von mir_!!!!_]

_fahren und halten,_

[_von mir_!!!!_]


soweit ihr Einsatz dies erfordert,"

Die können machen was sie wollen...jederzeit...!

BU
Ralph Aichinger
2018-05-29 10:20:42 UTC
Permalink
Post by Zentralrat der Südländer
Köln (dpa). Ein Siebenjähriger ist in Köln auf dem Weg zur Schule von
einem Müllwagen erfasst und tödlich verletzt worden. Der Junge war mit
seinem Vater auf dem Fahrrad unterwegs. Der Unfall passierte beim
Abbiegen des Lastwagens. Der Siebenjährige war sofort tot. Die Kölner
Oberbürgermeisterin Henriette Reker sprach den Angehörigen ihr Beileid
aus. Der Familie wünsche sie von Herzen viel Kraft. Die beteiligen
Mitarbeiter stehen laut Abfallwirtschaftsbetriebe unter Schock und
werden psychologisch betreut.
https://en.wikipedia.org/wiki/Thoughts_and_prayers

/ralph
--
-----------------------------------------------------------------------------
https://aisg.at
ausserirdische sind gesund
Bernd Ullrich
2018-05-29 21:31:32 UTC
Permalink
Post by Ralph Aichinger
Post by Zentralrat der Südländer
Köln (dpa). Ein Siebenjähriger ist in Köln auf dem Weg zur Schule von
einem Müllwagen erfasst und tödlich verletzt worden. Der Junge war mit
seinem Vater auf dem Fahrrad unterwegs. Der Unfall passierte beim
Abbiegen des Lastwagens. Der Siebenjährige war sofort tot. Die Kölner
Oberbürgermeisterin Henriette Reker sprach den Angehörigen ihr Beileid
aus. Der Familie wünsche sie von Herzen viel Kraft. Die beteiligen
Mitarbeiter stehen laut Abfallwirtschaftsbetriebe unter Schock und
werden psychologisch betreut.
-------------------------------
Post by Ralph Aichinger
https://en.wikipedia.org/wiki/Thoughts_and_prayers
Der Müll muss abgeholt werden, wenn jemand dabei stirbt ist er selber
...schuld...

BU
Wolfgang
2018-06-02 07:56:13 UTC
Permalink
Post by Zentralrat der Südländer
Köln (dpa). Ein Siebenjähriger ist in Köln auf dem Weg zur Schule von
einem Müllwagen erfasst und tödlich verletzt worden. Der Junge war mit
seinem Vater auf dem Fahrrad unterwegs. Der Unfall passierte beim
Abbiegen des Lastwagens. Der Siebenjährige war sofort tot. Die Kölner
Oberbürgermeisterin Henriette Reker sprach den Angehörigen ihr Beileid
aus. Der Familie wünsche sie von Herzen viel Kraft. Die beteiligen
Mitarbeiter stehen laut Abfallwirtschaftsbetriebe unter Schock und
werden psychologisch betreut.
Radweg? Radweg.
Mohammed
Die ganze Diskussion ist Krampf. Das Kind ist tot.

Zu meiner Zeit wurde uns als Kind als erstes nicht unsere Rechte,
sondern Respekt vor Fahrzeugen, besonders vor großen Fahrzeugen,
beigebracht. Das hat bis heute geholfen, ich lebe noch.

Ihr dürft mich als zynisch bezeichnen...

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