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E-Autos: Briten dürfen zukünftig neun Stunden am Tag nicht mehr laden.
(zu alt für eine Antwort)
Braune Ei-Meldung
2021-09-25 22:44:31 UTC
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Das berichtet die britische Tageszeitung "Times" aus London. An jedem
Wochentag außer Samstag und Sonntag würden demnach ab Mai 2022 private
Heim-Ladestationen für neun Stunden per Fernzugriff deaktiviert - von 8
bis 11 Uhr vormittags und 16 bis 22 Uhr am Nachmittag/Abend.
Hintergrund: Die britischen Stromnetzbetreiber befürchten Blackouts
durch einen Zusammenbruch lokaler Verteilernetze, wenn zu viele
Elektroautos gleichzeitig laden.
:-)
Wie groß das Problem im Alltag wird, bleibt abzuwarten. Denn zum einen
dürften viele E-Auto-Fahrer, vor allem wenn es sich um Zweitwagen
handelt, die Autos auch zu den Nachtstunden laden können, so dass sie
die Stromrationierung nicht unbedingt betrifft. Zum anderen sollen
immerhin die öffentlichen Ladestationen und Schnelllader an Autobahnen
nicht abgeschaltet werden. So lautet zumindest das Versprechen der
britischen Regierung. Die hat allerdings schon jetzt Probleme mit
flächendeckender Stromversorgung wegen mangelnden Windkraft-Ertrags im
Sommer und fehlendem Erdgas-Nachschub, so dass jetzt wieder einige
Kohlekraftwerke unter Volllast laufen .
:-)
In Deutschland gab es bereits einen ähnlichen Gesetzentwurf wie in
Großbritannien, den die Bundesregierung allerdings wegen der allgemeinen
Euphorie aller Parteien von den Grünen bis zur CDU für die Emobilität
vor der Wahl nicht mehr anfassen wollte. Doch egal ob die nächste
Kanzlerin oder Kanzler Baerbock, Scholz oder Laschet heißt: Er oder sie
wird mit der Wahrheit rausrücken müssen. Der aus
Noch-Wirtschaftsminister Peter Altmaiers Ministerium stammende Entwurf
spricht von "Spitzenglättung", was nichts anderes als eine Umschreibung
von Zwangsladepausen ist . In Deutschland warnen Netzbetreiber vor
Problemen durch die Zunahme von E-Autos als Stromverbraucher . Das
Wirtschaftsministerium bereitet deshalb ähnlich wie Großbritannien
Regelungen vor, mit denen E-Auto-Besitzern der Strom abgedreht werden
kann - dazu dient eine Wallbox, die mit dem Netzbetreiber kommunizieren
kann.
Geliefert wie bestellt! :-)


BEM
Frank Bokelmann
2021-10-04 09:17:24 UTC
Permalink
In Deutschland gab es bereits einen ähnlichen Gesetzentwurf wie in
Großbritannien, den die Bundesregierung allerdings wegen der allgemeinen
Euphorie aller Parteien von den Grünen bis zur CDU für die Emobilität
vor der Wahl nicht mehr anfassen wollte. Doch egal ob die nächste
Kanzlerin oder Kanzler Baerbock, Scholz oder Laschet heißt: Er oder sie
wird mit der Wahrheit rausrücken müssen. Der aus
Noch-Wirtschaftsminister Peter Altmaiers Ministerium stammende Entwurf
spricht von "Spitzenglättung", was nichts anderes als eine Umschreibung
von Zwangsladepausen ist . In Deutschland warnen Netzbetreiber vor
Problemen durch die Zunahme von E-Autos als Stromverbraucher . Das
Wirtschaftsministerium bereitet deshalb ähnlich wie Großbritannien
Regelungen vor, mit denen E-Auto-Besitzern der Strom abgedreht werden
kann - dazu dient eine Wallbox, die mit dem Netzbetreiber kommunizieren
kann.
Ich hatte das schon einmal auf eine Wohnungseigentümerversammlung (mit 28 Parkplätzen) angesprochen. Wenn alle Eigentümer ihre Auto zugleich laden, könnten wir doch den Winterdienst einstellen, weil der Gehweg vorm Haus durch das darunter glühende Kabel doch sogar bei -20°C so sehr erwärmt werde, dass man kein Salz mehr brauche. Der Verwalter, von Haus aus Elktriker belehrte mich, dass es z.Zt. noch keine E-Autos gebe, zweitens das Laden ja auch einmal ende und drittens das Laden ohne jede Koordination mit der derzeitigen Leitung schon nach wenigen Sekunden ende ;-)

Da braucht man also überhaupt keine politischen Vorgaben. Das lösen die Sicherungen aus so.

Frank

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