Discussion:
Quarks Experiment: Wenn Parken mit SUV mehr kostet
(zu alt für eine Antwort)
Martin Gerdes
2021-10-12 16:28:02 UTC
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[Fundstück aus unserer lokalen Fahrrad-Mailingliste]



Vielleicht ist ein hoher Preis fürs Parken ja doch ein zielführender
Ansatz.
Chr. Maercker
2021-10-12 17:09:14 UTC
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Post by Martin Gerdes
Vielleicht ist ein hoher Preis fürs Parken ja doch ein zielführender
Ansatz.
Wurde der Tarif für Radwegparken nicht gerade ein wenig angehoben?
--
CU Chr. Maercker.

RADWEGE sind TOD-SICHER! Schlaue Füchse fahren Fahrbahn.
Martin Gerdes
2021-10-12 20:05:54 UTC
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Post by Chr. Maercker
Post by Martin Gerdes
Vielleicht ist ein hoher Preis fürs Parken ja doch ein zielführender
Ansatz.
Wurde der Tarif für Radwegparken nicht gerade ein wenig angehoben?
Das ist in der Mache. Mal sehen, was dabei herauskommt.

Im vorliegenden Fall geht es aber um etwas anderes.
Andreas Oehler
2021-10-14 14:52:46 UTC
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Post by Martin Gerdes
http://youtu.be/Au2ORE6hguQ
Vielleicht ist ein hoher Preis fürs Parken ja doch ein zielführender
Ansatz.
Tübingen hat ja gerade die Parkgebühren in Anwohner-Parkzonen von 30 auf
120 Euro proi Jahr für Pkw unter 2t und 180 Euro für schwerere Geschosse
erhöht. Die von der Verwaltung vorgeschlagenen 240/360 Euro scheiterten an
der SPD. Kreisbonuscardberechtigte zahlen nur 60 Euro.

Schön und gut - Autofahrern wird etwas mehr an den von Ihnen verursachten
externen Kosten aufgelastet. Aber hilft das um die Zahl der herumstehenden
Kfz wirksam zu vermindern? Wird nicht eher dadurch das ein oder andere
Dauerparkende Wohnmobil am Stadtrand ohne Anwohnerparkzone geparkt, um
damit Platz zu machen für neue, häufiger auch bewegte Dritt-E-Autos?

Andreas
Olaf Schultz
2021-10-14 16:19:36 UTC
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Post by Andreas Oehler
Post by Martin Gerdes
http://youtu.be/Au2ORE6hguQ
Vielleicht ist ein hoher Preis fürs Parken ja doch ein zielführender
Ansatz.
Tübingen hat ja gerade die Parkgebühren in Anwohner-Parkzonen von 30 auf
120 Euro proi Jahr für Pkw unter 2t und 180 Euro für schwerere Geschosse
erhöht. Die von der Verwaltung vorgeschlagenen 240/360 Euro scheiterten an
der SPD. Kreisbonuscardberechtigte zahlen nur 60 Euro.
Schön und gut - Autofahrern wird etwas mehr an den von Ihnen verursachten
externen Kosten aufgelastet. Aber hilft das um die Zahl der herumstehenden
Kfz wirksam zu vermindern? Wird nicht eher dadurch das ein oder andere
Dauerparkende Wohnmobil am Stadtrand ohne Anwohnerparkzone geparkt, um
damit Platz zu machen für neue, häufiger auch bewegte Dritt-E-Autos?
_Verpflichtendes klimaneutrales Tanken_.. wie in dem einen nach dem
obigen Film vorgeschlagen.... bezweifel nur, daß das wirklich
Klimaneutral ist... die Flaschen wollen ja schließlich hergestellt werden;-)

Olaf
Martin Gerdes
2021-10-15 12:29:07 UTC
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Post by Andreas Oehler
Post by Martin Gerdes
http://youtu.be/Au2ORE6hguQ
Vielleicht ist ein hoher Preis fürs Parken ja doch ein zielführender
Ansatz.
Tübingen hat ja gerade die Parkgebühren in Anwohner-Parkzonen von 30 auf
120 Euro pro Jahr für Pkw unter 2t und 180 Euro für schwerere Geschosse
erhöht. Die von der Verwaltung vorgeschlagenen 240/360 Euro scheiterten an
der SPD. Kreisbonuscardberechtigte zahlen nur 60 Euro.
Die 30 Euro waren keine Parkgebühr, sondern eine Verwaltungsgebühr für
die Ausstellung der Anwohnerparkerlaubnis. Die 120 Euro pro Jahr (10
Euro pro Monat) sind immerhin mal ein Preis, wenngleich bei weitem kein
ausreichender. Eine Garage kostet hierzustadt um die 100 Euro im Monat;
Parkhaus vielleicht auch. Ein Parkhaus in einem Viertel mit ganz enormem
Parkdruck ist nur duftig belegt. Falschparken ist halt billiger als
Parkhaus.

Ich habe keinerlei Verständnis für einen Sozialtarif bei dieser
niedrigen Anwohnerparkgebühr. Wer sich ein Auto leisten will, kann die
normale Anwohnerparkgebühr bezahlen. Gibts denn in Tübingen an der
Parkuhr auch einen Sozialtarif?

Ein Auto zu halten und zu fahren ist kein Menschenrecht.

Neulich mal hat das Lokalblättchen eine ganze Seite der Jammerarie eines
Autofahrers gewidmet: Er war mit dem Auto in die Stadt gefahren. Für
seinen Parkplatz hat er einen Parkschein gezogen und bezahlt, wie es
dort vorgeschrieben ist. Auch seine Frau ist (unabhängig von ihm) mit
dem Auto in die Stadt gefahren, sie hat auf dem gleichen Parkplatz
geparkt, ohne Parkschein. "Die parkt immer dort, die zieht nie einen
Parkschein!" jammerte der Autofahrer. Ein höchst seltenes Ereignis ist
eingetroffen: Eine Kontrolle ist vorbeigekommen, hat festgestellt, daß
sein Parkschein abgelaufen war. Mit dem Parkschein war aber auch die
Ankunftszeit des Fahrzeugs dokumentiert. Machte gigantische 20 Euro.
Auch seine Frau bekam ein Knöllchen. Bei ihr, die von Anfang fürs Parken
nichts bezahlt hat, wußte man die Ankunftszeit nicht, also 10 Euro.

Ist das nicht in höchstem Maße UNGERECHT?

Der Autofahrer lamentierte, die Zeitung freute sich, daß sie ein Thema
hatte, das bei ihrer Leserschaft vermutlich erhebliche Resonanz gefunden
hat.

Angesichts der Parkgebühren (m.W. 2 Euro pro Stunde), der minimalen
Kontrolldichte und der minimalen Strafen bei Verstoß ist es in der Tat
eine wirtschaftliche Vorgehensweise, an solchen Stellen zu parken und
bewußt keinen Parkschein zu ziehen. Es läge am Staat, die Bedingungen so
zu ändern, daß sich eine solche Vorgehensweise nicht mehr lohnt,
namentlich über die Höhe der Verwarnung. Ein Knöllchen von 10 Euro hat
sich schon amortisiert, wenn man dort nur 5 Stunden ohne zu zahlen (und
ohne erwischt zu werden) parkt.
Post by Andreas Oehler
Schön und gut - Autofahrern wird etwas mehr an den von Ihnen verursachten
externen Kosten aufgelastet. Aber hilft das um die Zahl der herumstehenden
Kfz wirksam zu vermindern?
Wir werden es sehen. 10 Euro/Monat ändern natürlich nichts, wichtig aber
ist der Einstieg in die Bepreisung der Dauernutzung des öffentlichen
Verkehrsraums für private Zwecke. Straßen sind schließlich zum Fahren da
und nicht zum Zustellen.

Boris Palmer hatte ja auch andere Tarife im Blick.

Ich könnte mir mittelfristig 50 Euro/Monat vorstellen. Das hätte dann
sicherlich eine Lenkungswirkung. 10 Euro/Monat eher nicht.
Post by Andreas Oehler
Wird nicht eher dadurch das ein oder andere dauerparkende Wohnmobil am
Stadtrand ohne Anwohnerparkzone geparkt, um damit Platz zu machen für
neue, häufiger auch bewegte Dritt-E-Autos?
Schaumermal.
Karl Müller
2021-10-15 12:55:52 UTC
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Post by Martin Gerdes
Boris Palmer hatte ja auch andere Tarife im Blick.
Vor allem wird er seine Wähler im Blick haben

mfg

Karl

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