Discussion:
Hinweis: Aufnahmen von Madagaskar
(zu alt für eine Antwort)
Husky-Alex
2018-02-11 17:23:28 UTC
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Gewundert hat mich ja, dass da bis jetzt nur 191 Aufrufe steht:



Das hat der Film bestimmt nicht verdient. Kaum motorisierte Fahrzeuge
und Straßen, dafür aber viele Menschen. Ganz anders als so, wie ich das
von zuhause kenne. Macht irgendwie Sinn. Obwohl mir die Fahrräder auch
irgendwie Leid tun. Die kann man hinterher vermutlich wegschmeißen.

A.
--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/
Andreas Oehler
2018-02-11 21:49:59 UTC
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Post by Husky-Alex
Obwohl mir die Fahrräder auch
irgendwie Leid tun. Die kann man hinterher vermutlich wegschmeißen.
Das man aber so ein Tour mit irgendwie provisorisch drangebasteltem
Billig-Gepäckträger macht - unverständlich. Und dann natürlich Naben und
Tretlager mehrmals unter Wasser tauchen - mutig in einem Land mit
schlechter Ersatzteilversorgung. Profis...

Andreas
Husky-Alex
2018-02-12 04:49:50 UTC
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Post by Andreas Oehler
Post by Husky-Alex
Obwohl mir die Fahrräder auch
irgendwie Leid tun. Die kann man hinterher vermutlich wegschmeißen.
Das man aber so ein Tour mit irgendwie provisorisch drangebasteltem
Billig-Gepäckträger macht - unverständlich. Und dann natürlich Naben und
Tretlager mehrmals unter Wasser tauchen - mutig in einem Land mit
schlechter Ersatzteilversorgung. Profis...
Laut seinem gedruckten Reisebericht hatte Heinz Helfgen sein Fahrrad
nach so einer Tortour immer komplett zerlegt, gereinigt und geölt, bevor
er es wieder zusammengebaut hat. (Videos von ihm habe ich bisher leider
keine gefunden - logisch.)

Für mich stellt sich aber grundsätzlich die Frage, was für ein Fahrrad
man für so eine Tour durch Madagaskar hernehmen soll. Mit meinem Kagu
käme ich dort wohl nicht weit...

A.
--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/
Karsten H.
2018-02-12 09:35:21 UTC
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Zunächst mal Dank für den Hinweis auf diese wirklich schöne
Video-Perle.
Post by Husky-Alex
Post by Andreas Oehler
Post by Husky-Alex
Obwohl mir die Fahrräder auch
irgendwie Leid tun. Die kann man hinterher vermutlich wegschmeißen.
Das man aber so ein Tour mit irgendwie provisorisch drangebasteltem
Billig-Gepäckträger macht - unverständlich. Und dann natürlich Naben und
Tretlager mehrmals unter Wasser tauchen - mutig in einem Land mit
schlechter Ersatzteilversorgung. Profis...
Das mit dem "provisorisch angebasteltem Gepäckträger" scheint mir eine flasche
Annahme zu sein.
Mir scheint der Gepäckträger eine durchdachte saustabile
Schweiß-Konstruktion zu sein.
Einziger Nachteil dürfte das Gewicht sein.
Da hat der Radler halt seine perönlichen Prioritäten.
Ein, auf so einer Tour möglicherweise wesentlichen Vortei. ist im Video dokumentiert:
Der niedriglegierte Stahl der Moniereisen kann mit der primitivsten Schweißtechnik nach Bedarf modifiziert werden.
Post by Husky-Alex
Laut seinem gedruckten Reisebericht hatte Heinz Helfgen sein Fahrrad
nach so einer Tortour immer komplett zerlegt, gereinigt und geölt, bevor
er es wieder zusammengebaut hat. (Videos von ihm habe ich bisher leider
keine gefunden - logisch.)
Na ja, Fahrradtechnik is' nu' wirklich keine Raketentechnik.
Braucht man werder von Braun, noch Korolljew für zu sein.
Rad- und Tretlager nach dem Furten mit Öl fluten, Kette / Schaltwerk sind eh frei zugänglich: sorgsam ölen und gut.
Übrigens nutzen beide Radler Ortliebs mit Rollverschluss.

Gruss Karsten
Fahrrad--Fahrbahn
Andreas Oehler
2018-02-12 18:14:43 UTC
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Post by Karsten H.
Post by Andreas Oehler
Post by Husky-Alex
Obwohl mir die Fahrräder auch
irgendwie Leid tun. Die kann man hinterher vermutlich wegschmeißen.
Das man aber so ein Tour mit irgendwie provisorisch drangebasteltem
Billig-Gepäckträger macht - unverständlich. Und dann natürlich Naben und
Tretlager mehrmals unter Wasser tauchen - mutig in einem Land mit
schlechter Ersatzteilversorgung. Profis...
Das mit dem "provisorisch angebasteltem Gepäckträger" scheint mir eine flasche
Annahme zu sein.
Mir scheint der Gepäckträger eine durchdachte saustabile
Schweiß-Konstruktion zu sein.
Ich sehe an zwei Stellen im Video einen teil-demontierten Gepäckträger,
der unten und oben mittels Schellen am MTB-Rahmen befestigt wurde. Das das
nicht Expeditions-tauglich ist, war von vornherein klar.

Zudem wirkte der Gepäckträger nicht sehr steif - sondern eher nach
70er-Jahre Stahldraht-Schweißkonsturktion.
Post by Karsten H.
Einziger Nachteil dürfte das Gewicht sein.
Da hat der Radler halt seine perönlichen Prioritäten.
Der niedriglegierte Stahl der Moniereisen kann mit der primitivsten Schweißtechnik nach Bedarf modifiziert werden.
Nunja - ist natürlich ein willkommener Anlaß mit lokalen Handwerkern ins
Gespäch zu kommen...
Post by Karsten H.
Braucht man werder von Braun, noch Korolljew für zu sein.
Rad- und Tretlager nach dem Furten mit Öl fluten
Wie machst Du das bei den verschiedenen, moderneren Tretlagerbauformen
(sie es HT2 oder Patronen-Lager)?
Post by Karsten H.
Übrigens nutzen beide Radler Ortliebs mit Rollverschluss.
<vorurteil>Das können keine echten Franzosen sein - denen hätte ein
Müllsack oder Decatlon-Low-End-Täschchen gereicht.</vorurteil>

Andreas
Joerg
2018-02-12 23:56:26 UTC
Permalink
Post by Husky-Alex
http://youtu.be/1Na_MtMuQYA
Das hat der Film bestimmt nicht verdient.
Nach Deinem Post ist das dann inflationaer auf 210 hochgeschnellt :-)
Post by Husky-Alex
... Kaum motorisierte Fahrzeuge
und Straßen, dafür aber viele Menschen. Ganz anders als so, wie ich das
von zuhause kenne. Macht irgendwie Sinn. ...
Das kann man auch in der "entwickelten" Welt finden. Die meisten Leute
und auch die meisten Radfahrer moechten das aber nicht oder machen sich
nicht die Muehe. Ich schon. Mittwoch traf ich in den ersten zwei Stunden
Radfahrt nur zwei Pferde, ohne Reiter. Mit einem teilte ich eine Birne.
Asphalt gab es auch keinen, den braucht man nicht.
Post by Husky-Alex
... Obwohl mir die Fahrräder auch
irgendwie Leid tun. Die kann man hinterher vermutlich wegschmeißen.
Warum? Es sind schliesslich MTB. Von gescheiten Gelaendewagen erwartet
man ja auch, dass die nicht sofort kaputtgehen, wenn sie mal etwas
Wasser oder Sand abbekommen. Man muss je nach Fahrradteilen gegenueber
KFZ nur um den Faktor 10-100 herunterteilen, wenn man die Haltbarkeit in
Kilometern ansieht.

Habe gerade das naechste geschossene Tretlager ausgebaut und ein BB-51
bestellt. Soll besser sein, mal sehen, ob das ueber 10000km kommt.
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
Husky-Alex
2018-02-13 05:01:21 UTC
Permalink
[Film von Radtour in Madagaskar]
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Das hat der Film bestimmt nicht verdient.
Nach Deinem Post ist das dann inflationaer auf 210 hochgeschnellt :-)
Daran sieht man wieder einmal, wie intensiv das Usenet genutzt wird.
Aber Webforen - oder gar "soziale Netzwerke" mag ich aus anderen Gründen
nicht (wie dem, dass man dort nicht ordentlich zitieren kann).
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
... Kaum motorisierte Fahrzeuge und Straßen, dafür aber viele
Menschen. Ganz anders als so, wie ich das von zuhause kenne. Macht
irgendwie Sinn. ...
Das kann man auch in der "entwickelten" Welt finden.
^^^^^^^^^^^^

Du schreibst hier entwickelt...
Post by Joerg
Die meisten Leute und auch die meisten Radfahrer moechten das aber
nicht oder machen sich nicht die Muehe. Ich schon. Mittwoch traf ich
in den ersten zwei Stunden Radfahrt nur zwei Pferde, ohne Reiter. Mit
einem teilte ich eine Birne. Asphalt gab es auch keinen, den braucht
man nicht.
... aber lebst du nicht in den USA?

Die afrikanischen Staaten sind uns mindestens einige hundert Jahre
voraus. Die wissen, wie man lebt. Oder was meinst du?
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
... Obwohl mir die Fahrräder auch irgendwie Leid tun. Die kann man
hinterher vermutlich wegschmeißen.
Warum? Es sind schliesslich MTB. Von gescheiten Gelaendewagen erwartet
man ja auch, dass die nicht sofort kaputtgehen, wenn sie mal etwas
^^^^^
Post by Joerg
Wasser oder Sand abbekommen. Man muss je nach Fahrradteilen gegenueber
KFZ nur um den Faktor 10-100 herunterteilen, wenn man die Haltbarkeit in
Kilometern ansieht.
"Etwas" Wasser ist wohl auch relativ. Recht viel mehr als in dem Video
gezeigt wird, geht wohl nicht mehr. Und die Haltbarkeit in Kilometern
anzugeben, das ist auch Unsinn. Hierzu müsste man u. a. schon immer die
gleichen (klimatischen) Umweltbedingungen haben.

A.
--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/
Und aus!
Joerg
2018-02-13 15:36:02 UTC
Permalink
Post by Husky-Alex
[Film von Radtour in Madagaskar]
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Das hat der Film bestimmt nicht verdient.
Nach Deinem Post ist das dann inflationaer auf 210 hochgeschnellt :-)
Daran sieht man wieder einmal, wie intensiv das Usenet genutzt wird.
Aber Webforen - oder gar "soziale Netzwerke" mag ich aus anderen Gründen
nicht (wie dem, dass man dort nicht ordentlich zitieren kann).
Dito. Vor allem, weil die hach so tollen Kids, die diese Sites
programmieren, nicht einmal sauberes Threading hinbekommen. Das was die
Altvorderen schon vor ueber 40 Jahre konnten.
Post by Husky-Alex
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
... Kaum motorisierte Fahrzeuge und Straßen, dafür aber viele
Menschen. Ganz anders als so, wie ich das von zuhause kenne. Macht
irgendwie Sinn. ...
Das kann man auch in der "entwickelten" Welt finden.
^^^^^^^^^^^^
Du schreibst hier entwickelt...
Nun ja, wir haben immerhin elektrisches Licht und keine Brennstofflampe
in der Huette, wo wir uns nachher die Lungen raushusten.
Post by Husky-Alex
Post by Joerg
Die meisten Leute und auch die meisten Radfahrer moechten das aber
nicht oder machen sich nicht die Muehe. Ich schon. Mittwoch traf ich
in den ersten zwei Stunden Radfahrt nur zwei Pferde, ohne Reiter. Mit
einem teilte ich eine Birne. Asphalt gab es auch keinen, den braucht
man nicht.
... aber lebst du nicht in den USA?
Die afrikanischen Staaten sind uns mindestens einige hundert Jahre
voraus. Die wissen, wie man lebt. Oder was meinst du?
Meine Meinung ist etwas anders. Sie haben einige Tugenden bewahrt, die
wir verloren haben und sie werden die hoffentlich nicht bald selbst
verlieren (was aber vermutlich geschehen wird). Ansonsten sind die
meisten afrikanischen Laender langfristig nicht in der Lage, ihre
Bevoelkerung zu allein ernaehren oder eine gescheite
Gesundheitsversorgung zu halten. Das Argument, dass alles an den
Kolonialmaechten laege, zieht heute nun wirklich nicht mehr. Die
Probleme sind schlicht hausgemacht, auch wenn es nicht immer so schlimm
wie in Zimbabwe ist.
Post by Husky-Alex
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
... Obwohl mir die Fahrräder auch irgendwie Leid tun. Die kann man
hinterher vermutlich wegschmeißen.
Warum? Es sind schliesslich MTB. Von gescheiten Gelaendewagen erwartet
man ja auch, dass die nicht sofort kaputtgehen, wenn sie mal etwas
^^^^^
Post by Joerg
Wasser oder Sand abbekommen. Man muss je nach Fahrradteilen gegenueber
KFZ nur um den Faktor 10-100 herunterteilen, wenn man die Haltbarkeit in
Kilometern ansieht.
"Etwas" Wasser ist wohl auch relativ. Recht viel mehr als in dem Video
gezeigt wird, geht wohl nicht mehr. Und die Haltbarkeit in Kilometern
anzugeben, das ist auch Unsinn.
Nein, denn der Weg zu einem Ziel wird nicht automatisch kuerzer, wenn
man das Verkehrsmittel wechselt. Wenn mir ein Sicherungsautomat
kaputtgeht, sind das fuer einen neuen mit dem Auto 60km. Mit dem von mir
bevorzugten RR sind es immer noch 60km.
Post by Husky-Alex
... Hierzu müsste man u. a. schon immer die
gleichen (klimatischen) Umweltbedingungen haben.
Noe. Wasser ist Wasser, und auch kondensieren tut es in den meisten
Gegenden aehnlich. Lediglich Salzwasser ist brutal, aber das fuehrt auch
bei KFZ zu Problemen.
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
Husky-Alex
2018-02-15 10:50:21 UTC
Permalink
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
[Film von Radtour in Madagaskar]
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Das hat der Film bestimmt nicht verdient.
Nach Deinem Post ist das dann inflationaer auf 210 hochgeschnellt :-)
Daran sieht man wieder einmal, wie intensiv das Usenet genutzt wird.
Aber Webforen - oder gar "soziale Netzwerke" mag ich aus anderen Gründen
nicht (wie dem, dass man dort nicht ordentlich zitieren kann).
Dito. Vor allem, weil die hach so tollen Kids, die diese Sites
programmieren, nicht einmal sauberes Threading hinbekommen. Das was die
Altvorderen schon vor ueber 40 Jahre konnten.
Naja. 'nen gescheiten Newsreader / Klienten suche ich ja noch immer.
Unter RISC OS lässt sich dieser (!MessengerPro, es gibt auch noch
!Pluto) zwar recht gut und schnell bedienen (Drag & Drop halt). Und die
Texte lassen sich ordentlich lesen und editieren. Aber dafür scheint er
viele "Standards" leider nicht einzuhalten.
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Die afrikanischen Staaten sind uns mindestens einige hundert Jahre
voraus. Die wissen, wie man lebt. Oder was meinst du?
Meine Meinung ist etwas anders. Sie haben einige Tugenden bewahrt, die
wir verloren haben und sie werden die hoffentlich nicht bald selbst
verlieren (was aber vermutlich geschehen wird).
Das ist das Traurige daran, ja. Es muss ja nicht jeder so bekloppt sein
wie wir und nix können müssen außer Knöpfchen zu drücken. In Madagaskar
arbeiten die Leute dagegen noch mit Köpfchen, wie man im Video sehen
kann. Die können auch noch selbst was außer sich von anderen
finanziell abhängig zu machen.
Post by Joerg
Ansonsten sind die meisten afrikanischen Laender langfristig nicht in
der Lage, ihre Bevoelkerung zu allein ernaehren oder eine gescheite
Gesundheitsversorgung zu halten.
Sie könnten schon, aber sie wollen nicht. Es muss ja jede Familie
gleich eine Großfamilie mit vielen Kindern sein. Egal, ob sie die
ernähren können oder nicht.
Post by Joerg
Das Argument, dass alles an den Kolonialmaechten laege, zieht heute
nun wirklich nicht mehr. Die Probleme sind schlicht hausgemacht, auch
wenn es nicht immer so schlimm wie in Zimbabwe ist.
Ändere 'mal die Menschen. War bei uns früher im Mittelalter ja auch
nicht recht viel anders. Beten zu Gott half anscheinend doch nicht
soviel wie eine ordentliche Kanalisation...
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
"Etwas" Wasser ist wohl auch relativ. Recht viel mehr als in dem Video
gezeigt wird, geht wohl nicht mehr. Und die Haltbarkeit in Kilometern
anzugeben, das ist auch Unsinn.
Nein, denn der Weg zu einem Ziel wird nicht automatisch kuerzer, wenn
man das Verkehrsmittel wechselt. Wenn mir ein Sicherungsautomat
kaputtgeht, sind das fuer einen neuen mit dem Auto 60 km. Mit dem von
mir bevorzugten RR sind es immer noch 60 km.
Wir kommunizieren aneinander vorbei. Das, was ich ausdrücken wollte,
ist, dass man die gleichen 60 km miteinander vergleichen muss. Also
wirklich die _gleiche_ Wegstrecke. Und zwar unter den gleichen
Bedingungen wie z. B. Jahreszeit, Temperatur usw. Sonst hinkt der
Vergleich.

Wer nur bei "Schönwetter" fährt, schont ja hierzulande sein Fahrrad. Im
sandigen Kalifornien, wo der Sandstaub die Reifen abschmirgelt, mag das
ja wieder völlig anders sein. Deswegen fährst du hier bei uns in Bayern
mit den Reifen vermutlich viel weiter als drüben bei euch bis sie hin
sind.

A.
--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/
Tot. Maustot. Mausdreckerltot.
Joerg
2018-02-15 15:33:56 UTC
Permalink
Post by Husky-Alex
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
[Film von Radtour in Madagaskar]
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Das hat der Film bestimmt nicht verdient.
Nach Deinem Post ist das dann inflationaer auf 210 hochgeschnellt :-)
Daran sieht man wieder einmal, wie intensiv das Usenet genutzt wird.
Aber Webforen - oder gar "soziale Netzwerke" mag ich aus anderen Gründen
nicht (wie dem, dass man dort nicht ordentlich zitieren kann).
Dito. Vor allem, weil die hach so tollen Kids, die diese Sites
programmieren, nicht einmal sauberes Threading hinbekommen. Das was die
Altvorderen schon vor ueber 40 Jahre konnten.
Naja. 'nen gescheiten Newsreader / Klienten suche ich ja noch immer.
Unter RISC OS lässt sich dieser (!MessengerPro, es gibt auch noch
!Pluto) zwar recht gut und schnell bedienen (Drag & Drop halt). Und die
Texte lassen sich ordentlich lesen und editieren. Aber dafür scheint er
viele "Standards" leider nicht einzuhalten.
Thunderbird funktioniert fuer Emails und auch Newsgroups gut. Wenn man
in Deinem OS aber keine VM mit Windows oder Linux reinbekommt, geht es
wohl nicht.
Post by Husky-Alex
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Die afrikanischen Staaten sind uns mindestens einige hundert Jahre
voraus. Die wissen, wie man lebt. Oder was meinst du?
Meine Meinung ist etwas anders. Sie haben einige Tugenden bewahrt, die
wir verloren haben und sie werden die hoffentlich nicht bald selbst
verlieren (was aber vermutlich geschehen wird).
Das ist das Traurige daran, ja. Es muss ja nicht jeder so bekloppt sein
wie wir und nix können müssen außer Knöpfchen zu drücken. In Madagaskar
arbeiten die Leute dagegen noch mit Köpfchen, wie man im Video sehen
kann. Die können auch noch selbst was außer sich von anderen
finanziell abhängig zu machen.
Da habe ich erhebliche Zweifel:

https://www.welthungerhilfe.de/aktuelles/projektupdate/hunger-im-naturparadies-madagaskar/
Post by Husky-Alex
Post by Joerg
Ansonsten sind die meisten afrikanischen Laender langfristig nicht in
der Lage, ihre Bevoelkerung zu allein ernaehren oder eine gescheite
Gesundheitsversorgung zu halten.
Sie könnten schon, aber sie wollen nicht. Es muss ja jede Familie
gleich eine Großfamilie mit vielen Kindern sein. Egal, ob sie die
ernähren können oder nicht.
Und wie war das jetzt mit "Koepfchen"?
Post by Husky-Alex
Post by Joerg
Das Argument, dass alles an den Kolonialmaechten laege, zieht heute
nun wirklich nicht mehr. Die Probleme sind schlicht hausgemacht, auch
wenn es nicht immer so schlimm wie in Zimbabwe ist.
Ändere 'mal die Menschen. War bei uns früher im Mittelalter ja auch
nicht recht viel anders. Beten zu Gott half anscheinend doch nicht
soviel wie eine ordentliche Kanalisation...
Die hatten schon die Roemer, doch auch deren Reich ging unter. Aus
allseits bekannten Gruenden.
Post by Husky-Alex
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
"Etwas" Wasser ist wohl auch relativ. Recht viel mehr als in dem Video
gezeigt wird, geht wohl nicht mehr. Und die Haltbarkeit in Kilometern
anzugeben, das ist auch Unsinn.
Nein, denn der Weg zu einem Ziel wird nicht automatisch kuerzer, wenn
man das Verkehrsmittel wechselt. Wenn mir ein Sicherungsautomat
kaputtgeht, sind das fuer einen neuen mit dem Auto 60 km. Mit dem von
mir bevorzugten RR sind es immer noch 60 km.
Wir kommunizieren aneinander vorbei. Das, was ich ausdrücken wollte,
ist, dass man die gleichen 60 km miteinander vergleichen muss. Also
wirklich die _gleiche_ Wegstrecke. Und zwar unter den gleichen
Bedingungen wie z. B. Jahreszeit, Temperatur usw. Sonst hinkt der
Vergleich.
Warum schreibst Du dann, dass ein Verschleissvergleich in Kilometern
Unsinn ist?

Ich bin als Student fast jede Strecke mit dem Fahrrad gefahren, weil die
Zulassung meines Autos in zwei Laendern zu teuer gekommen waere und
Oeffis fuer ein Studentenbudget auch recht teuer waren. Dabei kamen
locker 10000km/Jahr zusammen. Jetzt wo ich versuche, aerbeitsmaessig
runterzuschrauben, moechte ich die Jahreskilometer von derzeit 6000km
auch wieder in diese Groessenordnung bringen. Schon damals war es so,
dass Fahrradteile im Gegensatz zu Autoteilen sehr kurzlebig waren.
Post by Husky-Alex
Wer nur bei "Schönwetter" fährt, schont ja hierzulande sein Fahrrad. Im
sandigen Kalifornien, wo der Sandstaub die Reifen abschmirgelt, mag das
ja wieder völlig anders sein. Deswegen fährst du hier bei uns in Bayern
mit den Reifen vermutlich viel weiter als drüben bei euch bis sie hin
sind.
Vermutlich nicht, es sei denn, bei Euch ist alles topfglatter Asphalt.
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
Alexander Ausserstorfer
2018-02-16 07:09:43 UTC
Permalink
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
[Film von Radtour in Madagaskar]
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Das hat der Film bestimmt nicht verdient.
Nach Deinem Post ist das dann inflationaer auf 210 hochgeschnellt :-)
Daran sieht man wieder einmal, wie intensiv das Usenet genutzt wird.
Aber Webforen - oder gar "soziale Netzwerke" mag ich aus anderen Gründen
nicht (wie dem, dass man dort nicht ordentlich zitieren kann).
Dito. Vor allem, weil die hach so tollen Kids, die diese Sites
programmieren, nicht einmal sauberes Threading hinbekommen. Das was die
Altvorderen schon vor ueber 40 Jahre konnten.
Naja. 'nen gescheiten Newsreader / Klienten suche ich ja noch immer.
Unter RISC OS lässt sich dieser (!MessengerPro, es gibt auch noch
!Pluto) zwar recht gut und schnell bedienen (Drag & Drop halt). Und die
Texte lassen sich ordentlich lesen und editieren. Aber dafür scheint er
viele "Standards" leider nicht einzuhalten.
Thunderbird funktioniert fuer Emails und auch Newsgroups gut. Wenn man
in Deinem OS aber keine VM mit Windows oder Linux reinbekommt, geht es
wohl nicht.
Ich habe Thunderbird hier auf einer Windows-Maschine und kenne es daher
sehr wohl. Aber was willst du mit diesem Dreck? Ist ja total nervig.
Oberfläche wie Editor. Na ja, vielleicht ging es mit einigen
zusätzlichen Installationen. Ich will da aber nicht allzuviel
herumbasteln müssen, nur damit man damit auch nur halbwegs vernünftig
arbeiten kann. Ist keine Hausnummer. Aber gut. Wenigstens kostet es nix.
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Die afrikanischen Staaten sind uns mindestens einige hundert Jahre
voraus. Die wissen, wie man lebt. Oder was meinst du?
Meine Meinung ist etwas anders. Sie haben einige Tugenden bewahrt, die
wir verloren haben und sie werden die hoffentlich nicht bald selbst
verlieren (was aber vermutlich geschehen wird).
Das ist das Traurige daran, ja. Es muss ja nicht jeder so bekloppt sein
wie wir und nix können müssen außer Knöpfchen zu drücken. In Madagaskar
arbeiten die Leute dagegen noch mit Köpfchen, wie man im Video sehen
kann. Die können auch noch selbst was außer sich von anderen
finanziell abhängig zu machen.
https://www.welthungerhilfe.de/aktuelles/projektupdate/hunger-im-naturparadies-madagaskar/
Ich denke nicht, dass das schon immer so war.
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Post by Joerg
Ansonsten sind die meisten afrikanischen Laender langfristig nicht in
der Lage, ihre Bevoelkerung zu allein ernaehren oder eine gescheite
Gesundheitsversorgung zu halten.
Sie könnten schon, aber sie wollen nicht. Es muss ja jede Familie
gleich eine Großfamilie mit vielen Kindern sein. Egal, ob sie die
ernähren können oder nicht.
Und wie war das jetzt mit "Koepfchen"?
Du siehst doch selbst im Video, was die tragen können. Hier bei uns sehe
ich niemanden dergleichen, der soviel auf seinem Kopf herumtragen
könnte, ohne dass es gleich wieder herunterfällt.
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Post by Joerg
Das Argument, dass alles an den Kolonialmaechten laege, zieht heute
nun wirklich nicht mehr. Die Probleme sind schlicht hausgemacht, auch
wenn es nicht immer so schlimm wie in Zimbabwe ist.
Ändere 'mal die Menschen. War bei uns früher im Mittelalter ja auch
nicht recht viel anders. Beten zu Gott half anscheinend doch nicht
soviel wie eine ordentliche Kanalisation...
Die hatten schon die Roemer, doch auch deren Reich ging unter. Aus
allseits bekannten Gruenden.
Welche Gründe waren das denn? Dass sie ihr Reich nicht mehr verteidigen
konnten, weil es einfach zu groß geworden war? Weil sie keine Fahrräder
für ihre Soldaten hatten und deshalb nur 30 km am Tag schafften?
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
"Etwas" Wasser ist wohl auch relativ. Recht viel mehr als in dem Video
gezeigt wird, geht wohl nicht mehr. Und die Haltbarkeit in Kilometern
anzugeben, das ist auch Unsinn.
Nein, denn der Weg zu einem Ziel wird nicht automatisch kuerzer, wenn
man das Verkehrsmittel wechselt. Wenn mir ein Sicherungsautomat
kaputtgeht, sind das fuer einen neuen mit dem Auto 60 km. Mit dem von
mir bevorzugten RR sind es immer noch 60 km.
Wir kommunizieren aneinander vorbei. Das, was ich ausdrücken wollte,
ist, dass man die gleichen 60 km miteinander vergleichen muss. Also
wirklich die _gleiche_ Wegstrecke. Und zwar unter den gleichen
Bedingungen wie z. B. Jahreszeit, Temperatur usw. Sonst hinkt der
Vergleich.
Warum schreibst Du dann, dass ein Verschleissvergleich in Kilometern
Unsinn ist?
Ich verstehe dich nicht. Der Verschleissvergleich in Kilometern ist
schon allein deshalb Unsinn, weil eigentlich nie die gleichen
Voraussetzungen bestehen. Selbst auf der gleichen Straße. Das Wetter
ändert sich ja ständig (Regen, Schnee, Sonnenschein usw.)
Post by Joerg
Ich bin als Student fast jede Strecke mit dem Fahrrad gefahren, weil die
Zulassung meines Autos in zwei Laendern zu teuer gekommen waere und
Oeffis fuer ein Studentenbudget auch recht teuer waren. Dabei kamen
locker 10000km/Jahr zusammen. Jetzt wo ich versuche, aerbeitsmaessig
runterzuschrauben, moechte ich die Jahreskilometer von derzeit 6000km
auch wieder in diese Groessenordnung bringen. Schon damals war es so,
dass Fahrradteile im Gegensatz zu Autoteilen sehr kurzlebig waren.
Du darfst nicht vergessen, dass Fahrräder etwas weniger "Material" zur
Verfügung haben. Wenn die Ketten wesentlich schwerer und massiger wäre,
würde sie vielleicht auch länger durchhalten (und sich nicht so
schnell längen).
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Wer nur bei "Schönwetter" fährt, schont ja hierzulande sein Fahrrad. Im
sandigen Kalifornien, wo der Sandstaub die Reifen abschmirgelt, mag das
ja wieder völlig anders sein. Deswegen fährst du hier bei uns in Bayern
mit den Reifen vermutlich viel weiter als drüben bei euch bis sie hin
sind.
Vermutlich nicht, es sei denn, bei Euch ist alles topfglatter Asphalt.
Die Straßen hier sind in der Regel total kaputt; voller Risse und
Schlaglöcher. Wenn sie überhaupt asphaltiert sind. Trotzdem konnte ich
mit dem Race King von Continental damals gut 8.000 km bis zum ersten
Platten fahren. Nach ca. 13.000 km habe ich ihn dann allmählich
aussortiert, weil die Lauffläche vom vielen Schotter zerschnitten war.

Mit einem anderen (China-)Reifen bin ich von 1997 bis 2005 ungefähr
40.000 km (in Bayern) gefahren.

Und du kommst hier mit nicht einmal 1.000 km daher. Da stimmt doch
irgendwas ned?

A.
--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/
Großstadtindianer
Joerg
2018-02-16 15:38:48 UTC
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Post by Alexander Ausserstorfer
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
[Film von Radtour in Madagaskar]
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Das hat der Film bestimmt nicht verdient.
Nach Deinem Post ist das dann inflationaer auf 210 hochgeschnellt :-)
Daran sieht man wieder einmal, wie intensiv das Usenet genutzt wird.
Aber Webforen - oder gar "soziale Netzwerke" mag ich aus anderen Gründen
nicht (wie dem, dass man dort nicht ordentlich zitieren kann).
Dito. Vor allem, weil die hach so tollen Kids, die diese Sites
programmieren, nicht einmal sauberes Threading hinbekommen. Das was die
Altvorderen schon vor ueber 40 Jahre konnten.
Naja. 'nen gescheiten Newsreader / Klienten suche ich ja noch immer.
Unter RISC OS lässt sich dieser (!MessengerPro, es gibt auch noch
!Pluto) zwar recht gut und schnell bedienen (Drag & Drop halt). Und die
Texte lassen sich ordentlich lesen und editieren. Aber dafür scheint er
viele "Standards" leider nicht einzuhalten.
Thunderbird funktioniert fuer Emails und auch Newsgroups gut. Wenn man
in Deinem OS aber keine VM mit Windows oder Linux reinbekommt, geht es
wohl nicht.
Ich habe Thunderbird hier auf einer Windows-Maschine und kenne es daher
sehr wohl. Aber was willst du mit diesem Dreck? Ist ja total nervig.
Oberfläche wie Editor. Na ja, vielleicht ging es mit einigen
zusätzlichen Installationen. Ich will da aber nicht allzuviel
herumbasteln müssen, nur damit man damit auch nur halbwegs vernünftig
arbeiten kann. Ist keine Hausnummer. Aber gut. Wenigstens kostet es nix.
Ich finde die Oberflaeche nicht so schlecht. Nur die Suchfunktion haben
sie gegenueber den alten Versionen verschlimmbessert". Wenn man nach
einem alten Email sucht, findet man das kaum noch, dafuer haufenweise
false positives.
Post by Alexander Ausserstorfer
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Die afrikanischen Staaten sind uns mindestens einige hundert Jahre
voraus. Die wissen, wie man lebt. Oder was meinst du?
Meine Meinung ist etwas anders. Sie haben einige Tugenden bewahrt, die
wir verloren haben und sie werden die hoffentlich nicht bald selbst
verlieren (was aber vermutlich geschehen wird).
Das ist das Traurige daran, ja. Es muss ja nicht jeder so bekloppt sein
wie wir und nix können müssen außer Knöpfchen zu drücken. In Madagaskar
arbeiten die Leute dagegen noch mit Köpfchen, wie man im Video sehen
kann. Die können auch noch selbst was außer sich von anderen
finanziell abhängig zu machen.
https://www.welthungerhilfe.de/aktuelles/projektupdate/hunger-im-naturparadies-madagaskar/
Ich denke nicht, dass das schon immer so war.
Nein, aber zuegelloses Bevoelkerungswachstum bei mangelhafter
Infrastruktur und korrupter Staatsfuehrung geht nunmal schief.
Post by Alexander Ausserstorfer
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Post by Joerg
Ansonsten sind die meisten afrikanischen Laender langfristig nicht in
der Lage, ihre Bevoelkerung zu allein ernaehren oder eine gescheite
Gesundheitsversorgung zu halten.
Sie könnten schon, aber sie wollen nicht. Es muss ja jede Familie
gleich eine Großfamilie mit vielen Kindern sein. Egal, ob sie die
ernähren können oder nicht.
Und wie war das jetzt mit "Koepfchen"?
Du siehst doch selbst im Video, was die tragen können. Hier bei uns sehe
ich niemanden dergleichen, der soviel auf seinem Kopf herumtragen
könnte, ohne dass es gleich wieder herunterfällt.
Ich dachte, Du meintest damit "schlau".
Post by Alexander Ausserstorfer
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Post by Joerg
Das Argument, dass alles an den Kolonialmaechten laege, zieht heute
nun wirklich nicht mehr. Die Probleme sind schlicht hausgemacht, auch
wenn es nicht immer so schlimm wie in Zimbabwe ist.
Ändere 'mal die Menschen. War bei uns früher im Mittelalter ja auch
nicht recht viel anders. Beten zu Gott half anscheinend doch nicht
soviel wie eine ordentliche Kanalisation...
Die hatten schon die Roemer, doch auch deren Reich ging unter. Aus
allseits bekannten Gruenden.
Welche Gründe waren das denn? Dass sie ihr Reich nicht mehr verteidigen
konnten, weil es einfach zu groß geworden war? Weil sie keine Fahrräder
für ihre Soldaten hatten und deshalb nur 30 km am Tag schafften?
Sie haben einen gigantischen Wohlfahrtsstaat eingefuehrt, Brot und
Spiele, und so. Das geht langfristig immer schief.

http://www.worldometers.info/world-population/africa-population/
Post by Alexander Ausserstorfer
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
"Etwas" Wasser ist wohl auch relativ. Recht viel mehr als in dem Video
gezeigt wird, geht wohl nicht mehr. Und die Haltbarkeit in Kilometern
anzugeben, das ist auch Unsinn.
Nein, denn der Weg zu einem Ziel wird nicht automatisch kuerzer, wenn
man das Verkehrsmittel wechselt. Wenn mir ein Sicherungsautomat
kaputtgeht, sind das fuer einen neuen mit dem Auto 60 km. Mit dem von
mir bevorzugten RR sind es immer noch 60 km.
Wir kommunizieren aneinander vorbei. Das, was ich ausdrücken wollte,
ist, dass man die gleichen 60 km miteinander vergleichen muss. Also
wirklich die _gleiche_ Wegstrecke. Und zwar unter den gleichen
Bedingungen wie z. B. Jahreszeit, Temperatur usw. Sonst hinkt der
Vergleich.
Warum schreibst Du dann, dass ein Verschleissvergleich in Kilometern
Unsinn ist?
Ich verstehe dich nicht. Der Verschleissvergleich in Kilometern ist
schon allein deshalb Unsinn, weil eigentlich nie die gleichen
Voraussetzungen bestehen.
Welche Voraussetzungen aendern sich denn, wenn mir z.B. wie gestern die
Kronkorken ausgehen und ich in Folsom neue kaufen muss? Das waren 60km
Fahrt. Diese 60km schrumpften leider nicht, weil ich das RR nahm.
Post by Alexander Ausserstorfer
... Selbst auf der gleichen Straße.
Wie machst Du die um den Faktor 10 kuerzer?
Post by Alexander Ausserstorfer
... Das Wetter ändert sich ja ständig (Regen, Schnee, Sonnenschein usw.)
Was hat das mit dem Wetter zu tun? Du bist doch auch kein
Schoenwetterradler.
Post by Alexander Ausserstorfer
Post by Joerg
Ich bin als Student fast jede Strecke mit dem Fahrrad gefahren, weil die
Zulassung meines Autos in zwei Laendern zu teuer gekommen waere und
Oeffis fuer ein Studentenbudget auch recht teuer waren. Dabei kamen
locker 10000km/Jahr zusammen. Jetzt wo ich versuche, aerbeitsmaessig
runterzuschrauben, moechte ich die Jahreskilometer von derzeit 6000km
auch wieder in diese Groessenordnung bringen. Schon damals war es so,
dass Fahrradteile im Gegensatz zu Autoteilen sehr kurzlebig waren.
Du darfst nicht vergessen, dass Fahrräder etwas weniger "Material" zur
Verfügung haben. Wenn die Ketten wesentlich schwerer und massiger wäre,
würde sie vielleicht auch länger durchhalten (und sich nicht so
schnell längen).
Wenn man, wie bei Motorraedern, Ketten mit O-Ringen anbieten wuerde,
wuerden sie weit laenger halten. Bei Motorraedern hat man die Wahl,
O-Ring Kette mit leicht hoeheren Verlusten oder eben eine Kette ohne
O-Ringe, wenn man Rennen fahren will. Beim Fahrrad hat man diese Wahl nicht.

Aehnlich ist es bei Tretlagern, diese futzelig kleinen Dinger an
Fahrraedern. Ist mir gerade wieder eins fliegengegangen. Das neue am RR
macht nach rund 2000km auch schon wieder Knackgeraeusche, obwohl ich die
teure Variante genommen habe. Aussenlager haben nach Berichten anderer
Vielfahrer auch keine nennenswert hoehere Standzeit, aber die Lager und
Kurbelgarnituren kosten dann deutlich mehr.
Post by Alexander Ausserstorfer
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Wer nur bei "Schönwetter" fährt, schont ja hierzulande sein Fahrrad. Im
sandigen Kalifornien, wo der Sandstaub die Reifen abschmirgelt, mag das
ja wieder völlig anders sein. Deswegen fährst du hier bei uns in Bayern
mit den Reifen vermutlich viel weiter als drüben bei euch bis sie hin
sind.
Vermutlich nicht, es sei denn, bei Euch ist alles topfglatter Asphalt.
Die Straßen hier sind in der Regel total kaputt; voller Risse und
Schlaglöcher. Wenn sie überhaupt asphaltiert sind. Trotzdem konnte ich
mit dem Race King von Continental damals gut 8.000 km bis zum ersten
Platten fahren. Nach ca. 13.000 km habe ich ihn dann allmählich
aussortiert, weil die Lauffläche vom vielen Schotter zerschnitten war.
Vielleicht bist Du ein Fliegengewicht :-)

Oder hast einen weniger rasanten Fahrstil. Meine Raeder muessen bei
vielen Fahrten noch Ladung schleppen, Paket zu Fedex und so.
Post by Alexander Ausserstorfer
Mit einem anderen (China-)Reifen bin ich von 1997 bis 2005 ungefähr
40.000 km (in Bayern) gefahren.
Das habe ich noch nie gehoert, wuerde in Amerika als Weltrekord angesehen.
Post by Alexander Ausserstorfer
Und du kommst hier mit nicht einmal 1.000 km daher. Da stimmt doch
irgendwas ned?
Bei MTB Reifen ist das normal. Hutchinson Cobra und aehnlich halten
800km, deutlich billigere thailaendische Reifen koennen schonmal ueber
1500km kommen. Dann kann man zwar noch damit fahren, aber sie haben
Glatze und damit im Gelaende sowenig Trakton, dass man an vielen
Anstiegen nur noch nach hinten Erde rauspustet.

Aus RR-Reifen hat bisher keiner meiner Bekannten mehr aus 4000km
rausbekommen, bis die Laufflaeche bedenklich duenn geworden war. Und das
auch nur bei teuren Sorten.
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
Joerg
2018-02-16 17:02:35 UTC
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Post by Joerg
Post by Alexander Ausserstorfer
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
[Film von Radtour in Madagaskar]
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Das hat der Film bestimmt nicht verdient.
Nach Deinem Post ist das dann inflationaer auf 210 hochgeschnellt :-)
Daran sieht man wieder einmal, wie intensiv das Usenet genutzt wird.
Aber Webforen - oder gar "soziale Netzwerke" mag ich aus anderen Gründen
nicht (wie dem, dass man dort nicht ordentlich zitieren kann).
Dito. Vor allem, weil die hach so tollen Kids, die diese Sites
programmieren, nicht einmal sauberes Threading hinbekommen. Das was die
Altvorderen schon vor ueber 40 Jahre konnten.
Naja. 'nen gescheiten Newsreader / Klienten suche ich ja noch immer.
Unter RISC OS lässt sich dieser (!MessengerPro, es gibt auch noch
!Pluto) zwar recht gut und schnell bedienen (Drag & Drop halt). Und die
Texte lassen sich ordentlich lesen und editieren. Aber dafür scheint er
viele "Standards" leider nicht einzuhalten.
Thunderbird funktioniert fuer Emails und auch Newsgroups gut. Wenn man
in Deinem OS aber keine VM mit Windows oder Linux reinbekommt, geht es
wohl nicht.
Ich habe Thunderbird hier auf einer Windows-Maschine und kenne es daher
sehr wohl. Aber was willst du mit diesem Dreck? Ist ja total nervig.
Oberfläche wie Editor. Na ja, vielleicht ging es mit einigen
zusätzlichen Installationen. Ich will da aber nicht allzuviel
herumbasteln müssen, nur damit man damit auch nur halbwegs vernünftig
arbeiten kann. Ist keine Hausnummer. Aber gut. Wenigstens kostet es nix.
Ich finde die Oberflaeche nicht so schlecht. Nur die Suchfunktion haben
sie gegenueber den alten Versionen verschlimmbessert". Wenn man nach
einem alten Email sucht, findet man das kaum noch, dafuer haufenweise
false positives.
Post by Alexander Ausserstorfer
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Die afrikanischen Staaten sind uns mindestens einige hundert Jahre
voraus. Die wissen, wie man lebt. Oder was meinst du?
Meine Meinung ist etwas anders. Sie haben einige Tugenden bewahrt, die
wir verloren haben und sie werden die hoffentlich nicht bald selbst
verlieren (was aber vermutlich geschehen wird).
Das ist das Traurige daran, ja. Es muss ja nicht jeder so bekloppt sein
wie wir und nix können müssen außer Knöpfchen zu drücken. In Madagaskar
arbeiten die Leute dagegen noch mit Köpfchen, wie man im Video sehen
kann. Die können auch noch selbst was außer sich von anderen
finanziell abhängig zu machen.
https://www.welthungerhilfe.de/aktuelles/projektupdate/hunger-im-naturparadies-madagaskar/
Ich denke nicht, dass das schon immer so war.
Nein, aber zuegelloses Bevoelkerungswachstum bei mangelhafter
Infrastruktur und korrupter Staatsfuehrung geht nunmal schief.
Post by Alexander Ausserstorfer
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Post by Joerg
Ansonsten sind die meisten afrikanischen Laender langfristig nicht in
der Lage, ihre Bevoelkerung zu allein ernaehren oder eine gescheite
Gesundheitsversorgung zu halten.
Sie könnten schon, aber sie wollen nicht. Es muss ja jede Familie
gleich eine Großfamilie mit vielen Kindern sein. Egal, ob sie die
ernähren können oder nicht.
Und wie war das jetzt mit "Koepfchen"?
Du siehst doch selbst im Video, was die tragen können. Hier bei uns sehe
ich niemanden dergleichen, der soviel auf seinem Kopf herumtragen
könnte, ohne dass es gleich wieder herunterfällt.
Ich dachte, Du meintest damit "schlau".
Post by Alexander Ausserstorfer
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Post by Joerg
Das Argument, dass alles an den Kolonialmaechten laege, zieht heute
nun wirklich nicht mehr. Die Probleme sind schlicht hausgemacht, auch
wenn es nicht immer so schlimm wie in Zimbabwe ist.
Ändere 'mal die Menschen. War bei uns früher im Mittelalter ja auch
nicht recht viel anders. Beten zu Gott half anscheinend doch nicht
soviel wie eine ordentliche Kanalisation...
Die hatten schon die Roemer, doch auch deren Reich ging unter. Aus
allseits bekannten Gruenden.
Welche Gründe waren das denn? Dass sie ihr Reich nicht mehr verteidigen
konnten, weil es einfach zu groß geworden war? Weil sie keine Fahrräder
für ihre Soldaten hatten und deshalb nur 30 km am Tag schafften?
Sie haben einen gigantischen Wohlfahrtsstaat eingefuehrt, Brot und
Spiele, und so. Das geht langfristig immer schief.
http://www.worldometers.info/world-population/africa-population/
Sorry, der Link gehoerte weiter oben bei Afrika hin.
Post by Joerg
Post by Alexander Ausserstorfer
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
"Etwas" Wasser ist wohl auch relativ. Recht viel mehr als in dem Video
gezeigt wird, geht wohl nicht mehr. Und die Haltbarkeit in Kilometern
anzugeben, das ist auch Unsinn.
Nein, denn der Weg zu einem Ziel wird nicht automatisch kuerzer, wenn
man das Verkehrsmittel wechselt. Wenn mir ein Sicherungsautomat
kaputtgeht, sind das fuer einen neuen mit dem Auto 60 km. Mit dem von
mir bevorzugten RR sind es immer noch 60 km.
Wir kommunizieren aneinander vorbei. Das, was ich ausdrücken wollte,
ist, dass man die gleichen 60 km miteinander vergleichen muss. Also
wirklich die _gleiche_ Wegstrecke. Und zwar unter den gleichen
Bedingungen wie z. B. Jahreszeit, Temperatur usw. Sonst hinkt der
Vergleich.
Warum schreibst Du dann, dass ein Verschleissvergleich in Kilometern
Unsinn ist?
Ich verstehe dich nicht. Der Verschleissvergleich in Kilometern ist
schon allein deshalb Unsinn, weil eigentlich nie die gleichen
Voraussetzungen bestehen.
Welche Voraussetzungen aendern sich denn, wenn mir z.B. wie gestern die
Kronkorken ausgehen und ich in Folsom neue kaufen muss? Das waren 60km
Fahrt. Diese 60km schrumpften leider nicht, weil ich das RR nahm.
Post by Alexander Ausserstorfer
... Selbst auf der gleichen Straße.
Wie machst Du die um den Faktor 10 kuerzer?
Post by Alexander Ausserstorfer
... Das Wetter ändert sich ja ständig (Regen, Schnee, Sonnenschein usw.)
Was hat das mit dem Wetter zu tun? Du bist doch auch kein
Schoenwetterradler.
Post by Alexander Ausserstorfer
Post by Joerg
Ich bin als Student fast jede Strecke mit dem Fahrrad gefahren, weil die
Zulassung meines Autos in zwei Laendern zu teuer gekommen waere und
Oeffis fuer ein Studentenbudget auch recht teuer waren. Dabei kamen
locker 10000km/Jahr zusammen. Jetzt wo ich versuche, aerbeitsmaessig
runterzuschrauben, moechte ich die Jahreskilometer von derzeit 6000km
auch wieder in diese Groessenordnung bringen. Schon damals war es so,
dass Fahrradteile im Gegensatz zu Autoteilen sehr kurzlebig waren.
Du darfst nicht vergessen, dass Fahrräder etwas weniger "Material" zur
Verfügung haben. Wenn die Ketten wesentlich schwerer und massiger wäre,
würde sie vielleicht auch länger durchhalten (und sich nicht so
schnell längen).
Wenn man, wie bei Motorraedern, Ketten mit O-Ringen anbieten wuerde,
wuerden sie weit laenger halten. Bei Motorraedern hat man die Wahl,
O-Ring Kette mit leicht hoeheren Verlusten oder eben eine Kette ohne
O-Ringe, wenn man Rennen fahren will. Beim Fahrrad hat man diese Wahl nicht.
Aehnlich ist es bei Tretlagern, diese futzelig kleinen Dinger an
Fahrraedern. Ist mir gerade wieder eins fliegengegangen. Das neue am RR
macht nach rund 2000km auch schon wieder Knackgeraeusche, obwohl ich die
teure Variante genommen habe. Aussenlager haben nach Berichten anderer
Vielfahrer auch keine nennenswert hoehere Standzeit, aber die Lager und
Kurbelgarnituren kosten dann deutlich mehr.
Post by Alexander Ausserstorfer
Post by Joerg
Post by Husky-Alex
Wer nur bei "Schönwetter" fährt, schont ja hierzulande sein Fahrrad. Im
sandigen Kalifornien, wo der Sandstaub die Reifen abschmirgelt, mag das
ja wieder völlig anders sein. Deswegen fährst du hier bei uns in Bayern
mit den Reifen vermutlich viel weiter als drüben bei euch bis sie hin
sind.
Vermutlich nicht, es sei denn, bei Euch ist alles topfglatter Asphalt.
Die Straßen hier sind in der Regel total kaputt; voller Risse und
Schlaglöcher. Wenn sie überhaupt asphaltiert sind. Trotzdem konnte ich
mit dem Race King von Continental damals gut 8.000 km bis zum ersten
Platten fahren. Nach ca. 13.000 km habe ich ihn dann allmählich
aussortiert, weil die Lauffläche vom vielen Schotter zerschnitten war.
Vielleicht bist Du ein Fliegengewicht :-)
Oder hast einen weniger rasanten Fahrstil. Meine Raeder muessen bei
vielen Fahrten noch Ladung schleppen, Paket zu Fedex und so.
Post by Alexander Ausserstorfer
Mit einem anderen (China-)Reifen bin ich von 1997 bis 2005 ungefähr
40.000 km (in Bayern) gefahren.
Das habe ich noch nie gehoert, wuerde in Amerika als Weltrekord angesehen.
Post by Alexander Ausserstorfer
Und du kommst hier mit nicht einmal 1.000 km daher. Da stimmt doch
irgendwas ned?
Bei MTB Reifen ist das normal. Hutchinson Cobra und aehnlich halten
800km, deutlich billigere thailaendische Reifen koennen schonmal ueber
1500km kommen. Dann kann man zwar noch damit fahren, aber sie haben
Glatze und damit im Gelaende sowenig Trakton, dass man an vielen
Anstiegen nur noch nach hinten Erde rauspustet.
Aus RR-Reifen hat bisher keiner meiner Bekannten mehr aus 4000km
rausbekommen, bis die Laufflaeche bedenklich duenn geworden war. Und das
auch nur bei teuren Sorten.
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
Wolfgang Strobl
2018-02-16 19:15:41 UTC
Permalink
Am Fri, 16 Feb 2018 07:38:48 -0800 schrieb Joerg
Post by Joerg
Wenn man, wie bei Motorraedern, Ketten mit O-Ringen anbieten wuerde,
wuerden sie weit laenger halten. Bei Motorraedern hat man die Wahl,
O-Ring Kette mit leicht hoeheren Verlusten oder eben eine Kette ohne
O-Ringe, wenn man Rennen fahren will. Beim Fahrrad hat man diese Wahl nicht.
Wenn meine Oma ein Bus wäre, könnte sie hupen.

Fahrräder sind keine Motorräder. Was beim Motorrad als "leicht höhere
Verluste" abgetan werden kann, weil Antriebsleistung im Überfluss zur
Verfügung steht und fast beliebig steigerbar ist, das ist bei
Alltagsrädern, die auf der Straße gefahren werden, ein Unding und wäre
bei einem Rennrad regelrecht absurd.

Selbst bei bei meiner ANF125 hat der Hersteller Honda aus gutem Grund
keine O-Ring-Kette als Erstausstattung verbaut. Vielfahrer bauen dann
gerne nach zehn- bis zwanzigtausend Kilometern eine mit O-Ringen ein,
einige machen das auch direkt. Die Mehrzahl der Käufer solcher Teile
fährt mit so etwas aber nicht mal halb so viele Kilometer im Jahr, wie
ich in den Zeiten, als ich noch mit dem Rennrad zur Arbeit gefahren bin.

Zwischen 2000 und 2011 habe ich die Kette am Rennrad in der Tendenz
einmal am Frühjahranfang erneuert, bin damit über das Jahr zur Arbeit
gefahren und im Urlaub. Im Herbst, nach den ersten Regentagen, war die
Kette dann weitgehend durch und kam das das Rennrad in den Keller.

Am Winterrad wäre eine O-Ring-Kette evtl. eine Option gewesen,
theoretisch. Jedoch befürchte ich, daß es aus gutem Grund keine
entsprechenden Fahrradketten gibt, denn das sind schmale Schaltketten,
die in die Schaltgassen der Hyperglide-Ritzelpakete passen müssen.

Und selbst wenn, wäre meine Alternative zum Kettenärgernis am Winterrad
nicht eine kräftezehrende Kette (wintertaugliche Alltagsräder sind eh
schwer genug), sondern eine Nabenschaltung mit Kettenschutz. Da tut es
dann auch eine von den besseren Schaltketten. Oder täte es eine
klassische breite Rollenkette in guter Ausführung aus
Nabenschaltungszeiten statt der heute bei Schaltketten üblichen
Lagerkragenkette. So etwas hält auch ohne O-Ring ziemlich lange. So ab
1990 bin ich ein paar Jahre lang mit einem Hollandrad zur Arbeit
gefahren (Sparta Cornwall, ich habe irgendwo noch ein 1995 mit einer
Apple Quicktake gemachtes Foto davon rumliegen). Gelegentlich mußte ich
zum Reifenflicken den Kettenschutz öffen, die dabei zum Vorschein
kommende Kette sah auch ohne Pflege nach Jahren nicht anders aus als im
Neuzustand.

Unter dem Strich wird man feststellen, daß es darauf ankommt, wozu man
ein Fahrrad benutzt. Wenn es dazu dient, sich im Gelände auszutoben,
spielt Effizienz sicherlich nicht so die große Rolle. Wenn es aber darum
geht, tagein- und tagaus auf dem Weg zur Arbeit auf normalen Stadt- oder
Landstraßen nicht zu viel Zeit zu verlieren, fängt man an zu optimieren.
Ich bin schließlich auf diesem Wege wieder genau dort gelandet, wo ich
vor vielen Jahren angefangen hatte, beim Rennrad im Sommer und dem
Reiserad (mit Rennlenker) im Winter.
Post by Joerg
Aus RR-Reifen hat bisher keiner meiner Bekannten mehr aus 4000km
rausbekommen, bis die Laufflaeche bedenklich duenn geworden war. Und das
auch nur bei teuren Sorten.
Da verbirgt sich ein Denkfehler. Laufleistung ist so ziemlich das
nebensächlichste Kriterium bei Rennradreifen. Renntaugliche im Wortsinne
sollen im Prinzip gerade mal ein Rennen aushalten. Unter normalen
europäischen Bedingungen halten eher für "Training" und vergleichbare
Zwecke gedachte Mäntel aber so lange, daß es einem eigentlich ziemlich
schnuppe sein kann, wie lange. Was mir in all den Jahren mit dem
Rennrad verschlissen ist, wurde eher von Glasscherben erlegt oder
verschliss an zerbröselten Flanken, als daß es durch abgewetzte
Laufflächen aufgefallen wäre. Wobei ich mir ehrlich gesagt unter
"bedenklich dünn" nichts vorstellen kann. Entweder die Lauffläche ist
noch da, oder der Reifen ist durch. Letzteres hatte ich auch schon mal -
einmal -, war ein Fahrfehler, den man zu vermeiden lernen kann.
--
Radhelme sind die Bachblüten des Straßenverkehrs
Joerg
2018-02-16 20:49:30 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Strobl
Am Fri, 16 Feb 2018 07:38:48 -0800 schrieb Joerg
Post by Joerg
Wenn man, wie bei Motorraedern, Ketten mit O-Ringen anbieten wuerde,
wuerden sie weit laenger halten. Bei Motorraedern hat man die Wahl,
O-Ring Kette mit leicht hoeheren Verlusten oder eben eine Kette ohne
O-Ringe, wenn man Rennen fahren will. Beim Fahrrad hat man diese Wahl nicht.
Wenn meine Oma ein Bus wäre, könnte sie hupen.
Fahrräder sind keine Motorräder. Was beim Motorrad als "leicht höhere
Verluste" abgetan werden kann, weil Antriebsleistung im Überfluss zur
Verfügung steht und fast beliebig steigerbar ist, das ist bei
Alltagsrädern, die auf der Straße gefahren werden, ein Unding und wäre
bei einem Rennrad regelrecht absurd.
Selbst bei bei meiner ANF125 hat der Hersteller Honda aus gutem Grund
keine O-Ring-Kette als Erstausstattung verbaut. Vielfahrer bauen dann
gerne nach zehn- bis zwanzigtausend Kilometern eine mit O-Ringen ein,
einige machen das auch direkt. Die Mehrzahl der Käufer solcher Teile
fährt mit so etwas aber nicht mal halb so viele Kilometer im Jahr, wie
ich in den Zeiten, als ich noch mit dem Rennrad zur Arbeit gefahren bin.
Mehrzahl? Es gibt also ganz offensichtlich Kaeufer, die viel fahren. So
wie bei Fahrraedern.
Post by Wolfgang Strobl
Zwischen 2000 und 2011 habe ich die Kette am Rennrad in der Tendenz
einmal am Frühjahranfang erneuert, bin damit über das Jahr zur Arbeit
gefahren und im Urlaub. Im Herbst, nach den ersten Regentagen, war die
Kette dann weitgehend durch und kam das das Rennrad in den Keller.
Am Winterrad wäre eine O-Ring-Kette evtl. eine Option gewesen,
theoretisch. Jedoch befürchte ich, daß es aus gutem Grund keine
entsprechenden Fahrradketten gibt, denn das sind schmale Schaltketten,
die in die Schaltgassen der Hyperglide-Ritzelpakete passen müssen.
Da kommen wir zum naechsten Murks bei Fahrraedern. Die immer hoehere
Zahl an Ritzeln ist ein Mumpitz, weil das damit immer anfaelliger und
weniger haltbar wird. Inzwischen geht es bis 12 hinten. Krank.

Am RR und am alten MTB habe ich hinten 7 Gaenge. Das reicht voellig.
Wenn die Schaltung bei meinem juengeren 10-Ritzel MTB hinueber ist, baue
ich das u.U. auf 7-Gang oder 8-Gang um, wenn ich dafuer Kassetten mit
36T ohne Freudenhauspreis bekommen kann.
Post by Wolfgang Strobl
Und selbst wenn, wäre meine Alternative zum Kettenärgernis am Winterrad
nicht eine kräftezehrende Kette (wintertaugliche Alltagsräder sind eh
schwer genug), sondern eine Nabenschaltung mit Kettenschutz. Da tut es
dann auch eine von den besseren Schaltketten. Oder täte es eine
klassische breite Rollenkette in guter Ausführung aus
Nabenschaltungszeiten statt der heute bei Schaltketten üblichen
Lagerkragenkette. So etwas hält auch ohne O-Ring ziemlich lange. So ab
1990 bin ich ein paar Jahre lang mit einem Hollandrad zur Arbeit
gefahren (Sparta Cornwall, ich habe irgendwo noch ein 1995 mit einer
Apple Quicktake gemachtes Foto davon rumliegen). Gelegentlich mußte ich
zum Reifenflicken den Kettenschutz öffen, die dabei zum Vorschein
kommende Kette sah auch ohne Pflege nach Jahren nicht anders aus als im
Neuzustand.
Klar, mit Kettenschutz geht das, ist aber am RR schlecht zu machen. Am
MTB schon gar nicht, wenn man ueber 600% Range braucht.
Post by Wolfgang Strobl
Unter dem Strich wird man feststellen, daß es darauf ankommt, wozu man
ein Fahrrad benutzt. Wenn es dazu dient, sich im Gelände auszutoben,
spielt Effizienz sicherlich nicht so die große Rolle. Wenn es aber darum
geht, tagein- und tagaus auf dem Weg zur Arbeit auf normalen Stadt- oder
Landstraßen nicht zu viel Zeit zu verlieren, fängt man an zu optimieren.
Ich bin schließlich auf diesem Wege wieder genau dort gelandet, wo ich
vor vielen Jahren angefangen hatte, beim Rennrad im Sommer und dem
Reiserad (mit Rennlenker) im Winter.
Bei mir sind es fuer Besorgungsfahrten etwa 50/50 zwischen RR und MTB.
Das MTB kann nach recht intensivem Umbau mehr Last verknusern und
transportiert die bei niedrigerem Luftdruck im hinteren Daempfer sehr
sanft, dadurch nehme ich das auch mal auf Fahrbahn.
Post by Wolfgang Strobl
Post by Joerg
Aus RR-Reifen hat bisher keiner meiner Bekannten mehr aus 4000km
rausbekommen, bis die Laufflaeche bedenklich duenn geworden war. Und das
auch nur bei teuren Sorten.
Da verbirgt sich ein Denkfehler. Laufleistung ist so ziemlich das
nebensächlichste Kriterium bei Rennradreifen.
Ist es fuer keinen der Fahrer, die ich kenne.
Post by Wolfgang Strobl
... Renntaugliche im Wortsinne
sollen im Prinzip gerade mal ein Rennen aushalten.
Keiner davon ist Tour de France Fahrer. Ok, bis auf Braumeister Torey,
der das tatsaechlich mal schaffen koennte.
Post by Wolfgang Strobl
... Unter normalen
europäischen Bedingungen halten eher für "Training" und vergleichbare
Zwecke gedachte Mäntel aber so lange, daß es einem eigentlich ziemlich
schnuppe sein kann, wie lange. Was mir in all den Jahren mit dem
Rennrad verschlissen ist, wurde eher von Glasscherben erlegt ...
Das vermeiden gewiefte Fahrer durch Pannenbaender plus in meinem Fall
Schlaeuche mit 3mm Wandstaerke (am MTB 4mm).
Post by Wolfgang Strobl
... oder
verschliss an zerbröselten Flanken, ...
Das wiederum laesst sich durch Vermeidung von mancher Markenware und
Umstieg auf asiatische Reifen in den Griff bekommen. BTDT.
Post by Wolfgang Strobl
... als daß es durch abgewetzte
Laufflächen aufgefallen wäre. ...
Der einzige thailaendische Reifen, der bei mir nicht wegen abgewetzter
Laufflaeche ersetzt werden musste, ist explodiert, weil ich wohl mit dem
MTB ueber irgendwas ruebergedoengelt sein muss. Dabei riss es einige
Aluteile, Elektronik und Ruecklicht des MTB mit weg. Vom Reifen fehlte
soviel, dass ich das MTB nur muehsam zurueck schieben konnte.
Post by Wolfgang Strobl
... Wobei ich mir ehrlich gesagt unter
"bedenklich dünn" nichts vorstellen kann.
Wenn das Geflecht durchschimmert. Das ist seit Jahrzehnten so.
Post by Wolfgang Strobl
... Entweder die Lauffläche ist
noch da, oder der Reifen ist durch. Letzteres hatte ich auch schon mal -
einmal -, war ein Fahrfehler, den man zu vermeiden lernen kann.
Nur wenn Verschleissanzeiger (TWI) dran sind oder wenn man den Reifen
gut kennt. Sonst ist das schwierig, denn von Geflecht durchscheinen bis
Knall sind es nicht viele Kilometer.
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
Wolfgang Strobl
2018-02-17 00:34:55 UTC
Permalink
Am Fri, 16 Feb 2018 12:49:30 -0800 schrieb Joerg
Post by Joerg
Post by Wolfgang Strobl
Zwischen 2000 und 2011 habe ich die Kette am Rennrad in der Tendenz
einmal am Frühjahranfang erneuert, bin damit über das Jahr zur Arbeit
gefahren und im Urlaub. Im Herbst, nach den ersten Regentagen, war die
Kette dann weitgehend durch und kam das das Rennrad in den Keller.
Am Winterrad wäre eine O-Ring-Kette evtl. eine Option gewesen,
theoretisch. Jedoch befürchte ich, daß es aus gutem Grund keine
entsprechenden Fahrradketten gibt, denn das sind schmale Schaltketten,
die in die Schaltgassen der Hyperglide-Ritzelpakete passen müssen.
Da kommen wir zum naechsten Murks bei Fahrraedern. Die immer hoehere
Zahl an Ritzeln ist ein Mumpitz, weil das damit immer anfaelliger und
weniger haltbar wird. Inzwischen geht es bis 12 hinten. Krank.
Mit zwölffach habe ich keine Erfahrung, mit zehnfach schon, das
funktioniert bestens. Problematisch an der 3x10-Ultegra aus 2010 ist
eher die Dreifachkonstruktion vorne. Das ist in der Tat technisch
problematisch, weil der Umwerfer sehr genau eingestellt sein muß und
auch dann nur grenzwertig funktioniert. Die an meinem Rad war von Anfang
an perfekt, die am Rad meiner Frau benötigte etwas Nacharbeit.
Post by Joerg
Am RR und am alten MTB habe ich hinten 7 Gaenge. Das reicht voellig.
Dir vielleicht. Mir vielleicht auch, 2010 jedenfalls. Meiner Frau
gewiss nicht, sie hat weniger Muskeln in den Beinen. Das ist einerseit
geschlechtsspezifisch, andererseits auch kein Wunder, wenn man in einer
Viertelstunde zur Arbeit laufen kann, statt für die Fahrt mit dem Rad am
Leistungslimit zwischen 30 Minuten und einer Stunde zu brauchen, oder
noch mehr mit Bussen und Bahnen. Jedenfalls liefert ein größerer
Übersetzungbereich mehr Möglichkeiten, einem Mittelweg zu finden, so daß
man im Urlaub gemeinsam auch größere Strecken fahren kann. Wenn man nur
alleine fährt oder das eher als Wettkampf versteht, mag das anders
aussehen. Außerdem mochte ich mir die Knie nicht ruinieren, man wird
nicht jünger und manche Beschädigungen sind irreparabel.
Post by Joerg
Wenn die Schaltung bei meinem juengeren 10-Ritzel MTB hinueber ist, baue
ich das u.U. auf 7-Gang oder 8-Gang um, wenn ich dafuer Kassetten mit
36T ohne Freudenhauspreis bekommen kann.
Was für eine Entfaltung hat das MTB denn im großen Gang?
Post by Joerg
Post by Wolfgang Strobl
Und selbst wenn, wäre meine Alternative zum Kettenärgernis am Winterrad
nicht eine kräftezehrende Kette (wintertaugliche Alltagsräder sind eh
schwer genug), sondern eine Nabenschaltung mit Kettenschutz. Da tut es
dann auch eine von den besseren Schaltketten. Oder täte es eine
klassische breite Rollenkette in guter Ausführung aus
Nabenschaltungszeiten statt der heute bei Schaltketten üblichen
Lagerkragenkette. So etwas hält auch ohne O-Ring ziemlich lange. So ab
1990 bin ich ein paar Jahre lang mit einem Hollandrad zur Arbeit
gefahren (Sparta Cornwall, ich habe irgendwo noch ein 1995 mit einer
Apple Quicktake gemachtes Foto davon rumliegen). Gelegentlich mußte ich
zum Reifenflicken den Kettenschutz öffen, die dabei zum Vorschein
kommende Kette sah auch ohne Pflege nach Jahren nicht anders aus als im
Neuzustand.
Klar, mit Kettenschutz geht das, ist aber am RR schlecht zu machen.
Da braucht man das normalerweise ja auch nicht.
Post by Joerg
Am
MTB schon gar nicht, wenn man ueber 600% Range braucht.
Ich stimme Dir ja zu, wenn ein erheblicher Teil der aufgebrachten
Leistung schon von Stollenreifen, weichem oder rauhem Untergrund,
ungünstiger Stirnfläche etc. pp. aufgefressen wird und man eh meist
nicht wirklich schnell fährt, dann sind O-Ringe in der Kette vermutlich
eine sehr wünschenswerte Idee. Mach doch mal ein Kickstarterprojekt
daraus! Da hat es schon andere gegeben, bei denen irgendwem später
aufgefallen ist, daß das Produkt an einem übersehenen technischen
Problem scheitern mußte, aber es hat den Ausrichtern Spaß gemacht,
solange es anhielt. :-)
Post by Joerg
Post by Wolfgang Strobl
Unter dem Strich wird man feststellen, daß es darauf ankommt, wozu man
ein Fahrrad benutzt. Wenn es dazu dient, sich im Gelände auszutoben,
spielt Effizienz sicherlich nicht so die große Rolle. Wenn es aber darum
geht, tagein- und tagaus auf dem Weg zur Arbeit auf normalen Stadt- oder
Landstraßen nicht zu viel Zeit zu verlieren, fängt man an zu optimieren.
Ich bin schließlich auf diesem Wege wieder genau dort gelandet, wo ich
vor vielen Jahren angefangen hatte, beim Rennrad im Sommer und dem
Reiserad (mit Rennlenker) im Winter.
Bei mir sind es fuer Besorgungsfahrten etwa 50/50 zwischen RR und MTB.
Das MTB kann nach recht intensivem Umbau mehr Last verknusern und
transportiert die bei niedrigerem Luftdruck im hinteren Daempfer sehr
sanft, dadurch nehme ich das auch mal auf Fahrbahn.
Wo transportierst Du an oder auf einem MTB oder Rennrad eine
nennenswerte Last? Ich habe immer noch ein Hollandrad rumstehen, an dem
die alten, großen Ortlieb-Backroller aus Lkw-Plane montiert sind, meine
Frau hat an ihrem Einkaufrad zwei Carradice-Taschen am Gepäckträger, in
denen sie i.d.R. beim Einkauf mehr Volumen und Gewicht transportiert hat
als der Nachbar mit seinem Kombi. Inzwischen lassen wir allerdings
liefern und für die Fahrt zur Arbeit mit dem Rennrad hat mir die Ortlieb
Classic im Rennlenker gereicht. Von daher frage ich mich, was Du unter
Besorgungsfahrten verstehst. Klar, man kann auch an ein Rennrad
Gepäckträger und große Packtaschen dranmachen, an ein MTB auch. So recht
geländetauglich ist das letzteres dann aber nicht mehr.

Als noch die Kinder zu versorgen waren und wir ohne Auto waren, habe ich
die Einkäufe mit einem Winther Donkey erledigt.

https://duckduckgo.com/?q=winther+donkey

Für das Teil gibt es interessanterweise sogar eine MTB-Kupplung.
Inzwischen heisst die allerdings "universal", vmtl. weil sie fast so
viel wiegt wie ein modernes MTB.


[...]
Post by Joerg
Post by Wolfgang Strobl
... Wobei ich mir ehrlich gesagt unter
"bedenklich dünn" nichts vorstellen kann.
Wenn das Geflecht durchschimmert. Das ist seit Jahrzehnten so.
Wenn das Geflecht durchschimmert, ist es nicht bedenklich dünn, sondern
hin. Damit fährt man keinen Meter mehr oder wenn doch, dann nur wie auf
Eiern.
Post by Joerg
Post by Wolfgang Strobl
... Entweder die Lauffläche ist
noch da, oder der Reifen ist durch. Letzteres hatte ich auch schon mal -
einmal -, war ein Fahrfehler, den man zu vermeiden lernen kann.
Nur wenn Verschleissanzeiger (TWI) dran sind oder wenn man den Reifen
gut kennt. Sonst ist das schwierig, denn von Geflecht durchscheinen bis
Knall sind es nicht viele Kilometer.
Eben. Wenn man aber seine Reifen ab und zu anschaut, und das sollte man
tun, um Beschädigungen, Dornen, Glassplitter usw. rechtzeitig entdecken
und entfernen zu können, dann kennt man seinen Reifen gut und wird nicht
plötzlich von einem Placken durchscheinenden Gewebes überrascht.
Natürlich kann man es auch darauf anlegen, einen Rennradreifen auf
wenigen hundert Metern so abzunudeln. Muß man aber nicht.
--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen
Michael Heydenbluth
2018-02-17 06:52:35 UTC
Permalink
Am 17.02.2018 um 01:34 schrieb Wolfgang Strobl:

[Joerg brachte O-Ringe an Fahrradketten ins Spiel]
Post by Wolfgang Strobl
Ich stimme Dir ja zu, wenn ein erheblicher Teil der aufgebrachten
Leistung schon von Stollenreifen, weichem oder rauhem Untergrund,
ungünstiger Stirnfläche etc. pp. aufgefressen wird und man eh meist
nicht wirklich schnell fährt, dann sind O-Ringe in der Kette vermutlich
eine sehr wünschenswerte Idee. Mach doch mal ein Kickstarterprojekt
daraus! Da hat es schon andere gegeben, bei denen irgendwem später
aufgefallen ist, daß das Produkt an einem übersehenen technischen
Problem scheitern mußte, aber es hat den Ausrichtern Spaß gemacht > solange es anhielt.:-)
Übersehene technische Probleme? Die springen doch ins Auge:

Für Motorradketten gibt es mehrere schnelle Verschleißindikatoren. Z.B.
gilt die Kette als verschlissen, wenn sich eine Niete mehr als eine
halbe Zahnhöhe vom Kettenrad abheben läßt, wenn sie mehr als x% gelängt
ist oder -jetzt kommt's- wenn die Kette flach auf dem Boden ausgelegt
sich mehr als x cm seitwärts biegen läßt. Alle drei Indikatoren weisen
auf ein zu groß gewordenes Spiel zwischen Niet und Buchse hin.

Im Umkehrschluß lesen wir daraus, daß O-Ring-Ketten gerade konstruktiv
darauf ausgelegt sind, sich NICHT seitwärts biegen zu lassen. Das wäre
auch kontraproduktiv, denn dann würden die O-Ringe (zwischen Innen- und
Außenlasche) immer auf einer Seite gequetscht und auf der anderen Seite
wären sie undicht. Hinzu kommt, daß eine Kettenschaltungskette im
Gegensatz zur Motorradkette unter der Rolle nicht dicht ist, sondern auf
den nach innen gebördelten Innenlaschen läuft und ein Spalt zwischen den
Laschen verbleibt. Eine Nachschmierung könnte also nur noch "rein", aber
nichts mehr seitlich rausspülen. Dreck bliebe auf ewig drinnen.

Daß eine Kettenschaltungskette durch O-Ringe zusätzlich bocksteif würde,
was man bei einem Schaltvorgang sicherlich nicht haben will, kommt noch
hinzu.

O-Ringketten gingen also allenfalls bei Nabenschaltungen und da gibt's
bessere Lösungen, die nicht den Nebengeschmack der
Leistungsverplemperung hätten: Kettenkasten, Chainglider, geeignete
Abdeckung zur Gischt von Vorder- und Hinterreifen.

Insbesondere der Spritzschutz könnte das Leben der Ketten unter
schwierigen Bedigungen erheblich verlängern. Der grammknausernde und
schnellesrennradoptikhabenwollende Kunde würde das wohl im Laden liegen
lassen, also wird's nicht in vernünftiger Variante angeboten. Im
Gegensatz zur O-Ring-Kette kann man den Spritzschutz wenigstens selbst
herstellen.
Alexander Ausserstorfer
2018-02-17 08:09:26 UTC
Permalink
Post by Michael Heydenbluth
[Joerg brachte O-Ringe an Fahrradketten ins Spiel]
Im Umkehrschluß lesen wir daraus, daß O-Ring-Ketten gerade konstruktiv
darauf ausgelegt sind, sich NICHT seitwärts biegen zu lassen. Das wäre
auch kontraproduktiv, denn dann würden die O-Ringe (zwischen Innen- und
Außenlasche) immer auf einer Seite gequetscht und auf der anderen Seite
wären sie undicht.
Bei diesen Oh-Ring-Ketten geht's also darum, dass sie bzw. die einzelnen
Glieder dicht sind? Wie bekommt man dann Schmiermittel rein bzw.
schmiert diese Ketten nach?
Post by Michael Heydenbluth
O-Ringketten gingen also allenfalls bei Nabenschaltungen und da gibt's
bessere Lösungen, die nicht den Nebengeschmack der
Leistungsverplemperung hätten: Kettenkasten, Chainglider, geeignete
Abdeckung zur Gischt von Vorder- und Hinterreifen.
Obwohl der Chainglider bzw. Kettengleiter von Hebie schon auch streift,
muss ich dem irgendwie zustimmen.

Ich bin ja letztes Jahr mit meinem neuen Kagu (Rohloff + geschlossener
Kettengleiter von Hebie) 'ne kleine Tour von hier über Achensee, Ötztal,
Timmelsjoch, Meran bis nach Neumarkt geradelt und über Bozen und Brenner
wieder rückwärts. An sechs von sieben Tagen hat's dabei gepisst, von
Montag auf Dienstag und dann nochmals von Freitag bis Sonntag ziemlich
stark. Ich hatte die Kette unterwegs aber trotzdem _nicht_ schmieren
müssen, wie ich das sonst so von früher her kannte. Ich hatte das dann
erst daheim wieder vorsorglich nachgeholt. Die Kette war aber noch immer
recht sauber.

Eine Schwierigkeit sehe ich aber darin, dass es kaum Fahrräder mit
diesem System gibt. Zumindest nicht in den Läden hier bei uns. Man muss
da schon wirklich suchen gehen und dann meist bestellen. Und dann kosten
solche Räder gleich mehrere Tausend Euro. Im Prinzip gibt es auch nur
wenige Hersteller (Simplon, IdWorks, Patria?), die sowas machen. Aber
der Aufwand, sich sowas zu holen, rentiert sich in meinen Augen
tatsächlich. Den Schrott, den die Händler bei uns hier in ihren Läden
stehen haben, würde ich heute nicht mehr haben wollen.

A.
--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/
Gesendet von einem Raspberry Pi unter RISC OS.
Anton Ertl
2018-02-17 14:19:05 UTC
Permalink
Post by Alexander Ausserstorfer
Bei diesen Oh-Ring-Ketten geht's also darum, dass sie bzw. die einzelnen
Glieder dicht sind?
Ja.
Post by Alexander Ausserstorfer
Wie bekommt man dann Schmiermittel rein
Im Werk.
Post by Alexander Ausserstorfer
bzw.
schmiert diese Ketten nach?
Aussen wird Schmiermittel aufgetragen, damit auch die Rolle und der
Kontakt zu den Kettenraedern geschmiert ist. Die innere Schmierung
braucht nicht nachgeschmiert werden. Und ob die aeussere wirklich
noetig ist, oder nur dem Geschaeft des Zubehoerhandels dient, wer
weiss?

- anton
--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/
Radfahrer sollten vor oder hinter fahrenden Kfz fahren und nicht daneben
Wolfgang Strobl
2018-02-17 13:12:03 UTC
Permalink
Am Sat, 17 Feb 2018 07:52:35 +0100 schrieb Michael Heydenbluth
Post by Michael Heydenbluth
[Joerg brachte O-Ringe an Fahrradketten ins Spiel]
Post by Wolfgang Strobl
Ich stimme Dir ja zu, wenn ein erheblicher Teil der aufgebrachten
Leistung schon von Stollenreifen, weichem oder rauhem Untergrund,
ungünstiger Stirnfläche etc. pp. aufgefressen wird und man eh meist
nicht wirklich schnell fährt, dann sind O-Ringe in der Kette vermutlich
eine sehr wünschenswerte Idee. Mach doch mal ein Kickstarterprojekt
daraus! Da hat es schon andere gegeben, bei denen irgendwem später
aufgefallen ist, daß das Produkt an einem übersehenen technischen
Problem scheitern mußte, aber es hat den Ausrichtern Spaß gemacht > solange es anhielt.:-)
[...]

Ja klar. Deswegen hatte ich ja Joergs Behauptung "Wenn man, wie bei
Motorraedern, Ketten mit O-Ringen anbieten wuerde, wuerden sie weit
laenger halten." kommentiert mit "Wenn meine Oma ein Bus wäre, könnte
sie hupen". Aber ich wollte mal sehen, ob er selber drauf kommt.
Post by Michael Heydenbluth
Für Motorradketten gibt es mehrere schnelle Verschleißindikatoren. Z.B.
gilt die Kette als verschlissen, wenn sich eine Niete mehr als eine
halbe Zahnhöhe vom Kettenrad abheben läßt, wenn sie mehr als x% gelängt
ist oder -jetzt kommt's- wenn die Kette flach auf dem Boden ausgelegt
sich mehr als x cm seitwärts biegen läßt. Alle drei Indikatoren weisen
auf ein zu groß gewordenes Spiel zwischen Niet und Buchse hin.
Und alle drei Indikatoren sind bei modernen Schaltketten nicht
anwendbar.
Post by Michael Heydenbluth
Im Umkehrschluß lesen wir daraus, daß O-Ring-Ketten gerade konstruktiv
darauf ausgelegt sind, sich NICHT seitwärts biegen zu lassen.
Yep.
Post by Michael Heydenbluth
Das wäre
auch kontraproduktiv, denn dann würden die O-Ringe (zwischen Innen- und
Außenlasche) immer auf einer Seite gequetscht und auf der anderen Seite
wären sie undicht.
Und wenn man Pech hat, pumpt genau das dann die
Wasser/Salz/Quarzsand-Brühe erst richtig dorthin, wo man sie nicht haben
möchte.
Post by Michael Heydenbluth
Hinzu kommt, daß eine Kettenschaltungskette im
Gegensatz zur Motorradkette unter der Rolle nicht dicht ist, sondern auf
den nach innen gebördelten Innenlaschen läuft und ein Spalt zwischen den
Laschen verbleibt.
Genau, das sind die erwähnten Lagerkragenketten.
Post by Michael Heydenbluth
Eine Nachschmierung könnte also nur noch "rein", aber
nichts mehr seitlich rausspülen. Dreck bliebe auf ewig drinnen.
Daß eine Kettenschaltungskette durch O-Ringe zusätzlich bocksteif würde,
was man bei einem Schaltvorgang sicherlich nicht haben will, kommt noch
hinzu.
Jörg benutzt, wenn ich das richtig verstanden habe, noch Ritzelpakete
aus der frühen Steinzeit, so etwas hier

<https://www.ebay.de/itm/neue-RETRO-1985-1988-SHIMANO-UG-Kassette-7-speed-UNIGLIDE-cassette-XT-M730-14-32/292442484093>

Die haben noch nicht die von mir erwähnten Hyperglide-Schaltgassen. Ich
will die nicht schlechtreden, immerhin bin ich eine ganze Weile recht
gut damit gefahren. Sie sind, vor allem im Winter, recht verschleißfest,
da massiver als die Hyperglideritzel und vor allem sie waren auch aus
stärker gehärtetem Stahl.

<Loading Image.../view>

Aber genau deswegen bekommt man auch die kaputt. Das in diesem Bild
gezeigte Ritzel habe ich am Winterrad verschlissen, da wir in den Jahren
kein Auto hatten, an jeden Arbeitstag 25 km, quer durch Bonn und Beuel,
über die im Winter auch damals schon kräftig versalzenen Straßen, rund
2000 km pro Jahr. Verschleiß entstand hier nicht dadurch, daß die Zähne
verschlissen, sondern dadurch, daß sie bei winter- bzw. kettenbedingten
Schaltproblemen abbrachen, einer nach dem anderen. Im gezeigten Zustand
(es sind acht von 23 Zähnen abgebrochen) war das Ritzel durchaus noch
fahrbar.

Solche Ritzelpakete konnte man nur unter Geräuschentwicklung und mit
dosierter Gewalt schalten, ähnlich wie ein nicht synchronisiertes
Getriebe. Hier könnte anders als bei Schaltgassen eine O-Ring-Kette
vielleicht sogar funktioniert haben, wenngleich nur mit den oben
skizzierten Problemen. Bei all den merkwürdigen Lösungen für den
Antriebsstrang, die hier und da probiert wurden (Kardan, div.
Riemenantriebe) ist es aber auffällig, daß so etwas nie angeboten wurde.
Post by Michael Heydenbluth
O-Ringketten gingen also allenfalls bei Nabenschaltungen und da gibt's
bessere Lösungen, die nicht den Nebengeschmack der
Leistungsverplemperung hätten: Kettenkasten, Chainglider, geeignete
Abdeckung zur Gischt von Vorder- und Hinterreifen.
Exakt.
Post by Michael Heydenbluth
Insbesondere der Spritzschutz könnte das Leben der Ketten unter
schwierigen Bedigungen erheblich verlängern. Der grammknausernde und
schnellesrennradoptikhabenwollende Kunde würde das wohl im Laden liegen
lassen, also wird's nicht in vernünftiger Variante angeboten. Im
Gegensatz zur O-Ring-Kette kann man den Spritzschutz wenigstens selbst
herstellen.
Was mich betrifft, ich bin nicht wegen ihrer Optik im Sommer mit dem
Rennrad zur Arbeit gefahren, sondern weil ich damit objektiv deutlich
schneller war und weil das deswegen auch mehr Spaß gemacht hat.

Es ist unglaublich, wie man abzischt, wenn man durch jahrelanges
Hügeltraining mit dem Hollandrad einen heftigen Antritt entwickelt hat
und dann wieder aufs Rennrad umsteigt. Erwähnenswert ist vielleicht
noch, daß ich an dem hier
<Loading Image.../view> Sparta
Cornwall, nacheinander zwei Nabenschaltung kaputtgetreten habe, erst die
originale Pentasport, dann die Super-7, die ich als Ersatz hatte
einbauen lassen. Dabei hatte ich mich bei Letzterer aufgrund der
Erfahrung mit der Pentasport wirklich zurückgehalten. Danach war ich es
dann leid. 1996 schrieb ich hier, als jemand nach Erfahrungen damit
fragte,

| Gute und schlechte. Ich hab' mir vor geraumer Zeit statt der nach ca.
| 15.000 km kaputtgetretenen Pentasport eine Super 7 einbauen lassen, da ist
| aber schon nach ein paar tausend km der zweite Gang kaputtgegangen, er
| springt auf eine recht unangenehme Weise immer raus. Ich hätte mich drum
| kümmern sollen, aber ich hatte einfach die Nase gestrichen voll davon und
| keine Zeit, mal wieder die Tour durhc die Fahrradläden anzutreten. Deshalb
| nutze ich es einfach als Sechsgangschaltung weiter.
|
| Böse ausgedrückt: die Nabenschaltungen haben den Vorteil, daß sie schneller
| kaputtgehen als die Kette ...
|
| Und nun zur guten Nachricht: Am Sparta Cornwall, zusammen mit dem alten,
| exzellenten Voll-Kunststoffkettenkasten ist das Teil ansonsten praktisch
| wartungsfrei. Das Rad steht jetzt seit Jahren draußen im Regen und rostet
| leise vor sich hin, aber der Gebrauchstauglichkeit hat das wenig Abbruch
| getan. Kettenpflege? Brauch' ich nicht. Spezialkleidung? Nur wenn ich damit
| in die Oper fahre. :)
--
Radhelme sind die Bachblüten des Straßenverkehrs
Gerald Eіscher
2018-02-18 22:54:54 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Strobl
Am Sat, 17 Feb 2018 07:52:35 +0100 schrieb Michael Heydenbluth
Post by Michael Heydenbluth
[Joerg brachte O-Ringe an Fahrradketten ins Spiel]
[...]
Ja klar. Deswegen hatte ich ja Joergs Behauptung "Wenn man, wie bei
Motorraedern, Ketten mit O-Ringen anbieten wuerde, wuerden sie weit
laenger halten." kommentiert mit "Wenn meine Oma ein Bus wäre, könnte
sie hupen". Aber ich wollte mal sehen, ob er selber drauf kommt.
Der Herr Analog-Elektroniker weiß bestimmt von selbst, dass
O-Ring-Ketten am Fahrrad Unsinn sind bzw. wüsste er es sofort, wenn er
sich mit der Funktionsweise einer Schaltungskette vertraut machen würde.
Joerg gibt hier gerne trolliges von sich, ich lese ihn daher längst
nicht mehr.
Post by Wolfgang Strobl
<http://www.mystrobl.de/Plone/radfahren/technik/komponenten/unfahrbar.jpg/view>
Aber genau deswegen bekommt man auch die kaputt. Das in diesem Bild
gezeigte Ritzel habe ich am Winterrad verschlissen, da wir in den Jahren
kein Auto hatten, an jeden Arbeitstag 25 km, quer durch Bonn und Beuel,
über die im Winter auch damals schon kräftig versalzenen Straßen, rund
2000 km pro Jahr. Verschleiß entstand hier nicht dadurch, daß die Zähne
verschlissen, sondern dadurch, daß sie bei winter- bzw. kettenbedingten
Schaltproblemen abbrachen, einer nach dem anderen. Im gezeigten Zustand
(es sind acht von 23 Zähnen abgebrochen) war das Ritzel durchaus noch
fahrbar.
Das kann ich toppen :-)
Loading Image...
Dieses Ritzel von Miché stammt von Anton, mir selber sind ebenfalls bei
zwei oder drei Miché ein paar Zähne ausgefallen. Die Miché wurden
vermutlich nicht korrekt gehärtet, d.h. nur die Oberfläche sollte hart
sein, der Kern aber zäh bleiben.
Post by Wolfgang Strobl
Solche Ritzelpakete konnte man nur unter Geräuschentwicklung und mit
dosierter Gewalt schalten, ähnlich wie ein nicht synchronisiertes
Getriebe.
UG-Ritzel konnte ich per Reibungsschalthebel fast geräuschlos schalten.
Zähne sind mir keine ausgebrochen, aber ich war damit auch nicht im
Winter unterwegs.
Post by Wolfgang Strobl
Hier könnte anders als bei Schaltgassen eine O-Ring-Kette
vielleicht sogar funktioniert haben, wenngleich nur mit den oben
skizzierten Problemen.
Mit Rasterschaltung sicherlich nicht. Am besten schalteten UG-Ritzel mit
Lagerkragenketten mit ausgebeulten Außenlaschen (z.B Shimano, KMC).
--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |
Wolfgang Strobl
2018-02-19 00:07:04 UTC
Permalink
Am Sun, 18 Feb 2018 23:54:54 +0100 schrieb Gerald E?scher
Post by Gerald Eіscher
Post by Wolfgang Strobl
Am Sat, 17 Feb 2018 07:52:35 +0100 schrieb Michael Heydenbluth
Post by Michael Heydenbluth
[Joerg brachte O-Ringe an Fahrradketten ins Spiel]
[...]
Ja klar. Deswegen hatte ich ja Joergs Behauptung "Wenn man, wie bei
Motorraedern, Ketten mit O-Ringen anbieten wuerde, wuerden sie weit
laenger halten." kommentiert mit "Wenn meine Oma ein Bus wäre, könnte
sie hupen". Aber ich wollte mal sehen, ob er selber drauf kommt.
Der Herr Analog-Elektroniker weiß bestimmt von selbst, dass
O-Ring-Ketten am Fahrrad Unsinn sind bzw. wüsste er es sofort, wenn er
sich mit der Funktionsweise einer Schaltungskette vertraut machen würde.
Joerg gibt hier gerne trolliges von sich, ich lese ihn daher längst
nicht mehr.
Du hast recht, es nimmt ein wenig die Form einer Trollfütterung an. Ich
finde aber, er bringt den Duktus des Überzeugungstäters erstaunlich
glaubhaft rüber. Aber vielleicht macht es ihm ja auch nur Vergnügen,
den Leuten einen Bären aufzubinden.
Post by Gerald Eіscher
Post by Wolfgang Strobl
<http://www.mystrobl.de/Plone/radfahren/technik/komponenten/unfahrbar.jpg/view>
Aber genau deswegen bekommt man auch die kaputt. Das in diesem Bild
gezeigte Ritzel habe ich am Winterrad verschlissen, da wir in den Jahren
kein Auto hatten, an jeden Arbeitstag 25 km, quer durch Bonn und Beuel,
über die im Winter auch damals schon kräftig versalzenen Straßen, rund
2000 km pro Jahr. Verschleiß entstand hier nicht dadurch, daß die Zähne
verschlissen, sondern dadurch, daß sie bei winter- bzw. kettenbedingten
Schaltproblemen abbrachen, einer nach dem anderen. Im gezeigten Zustand
(es sind acht von 23 Zähnen abgebrochen) war das Ritzel durchaus noch
fahrbar.
Das kann ich toppen :-)
http://members.kabsi.at/eischer/g/bilder/ritzel_8z.jpg
Dieses Ritzel von Miché stammt von Anton, mir selber sind ebenfalls bei
zwei oder drei Miché ein paar Zähne ausgefallen. Die Miché wurden
vermutlich nicht korrekt gehärtet, d.h. nur die Oberfläche sollte hart
sein, der Kern aber zäh bleiben.
Leider habe ich das Ritzel nicht mehr, erinnere mich aber, daß die
Bruchstellen wie gebrochener Grauguss aussahen,
etwa so
<Loading Image...>
aus
<https://www.ingenieurkurse.de/werkstofftechnik-1/werkstoffpruefung/mechanische-werkstoffpruefung/zugversuch/brucharten.html>

Aber um es noch mal zu sagen, das Ritzel wurde ziemlich lange gefahren
und ziemlich rüde behandelt, ich beklage mich gar nicht.

Wie sind denn die aktuellen Kränze? Es werden welche mit der Bezeichnung
"Miche Primato Shimano 10-fach Kassette" angeboten, allerdings erst von
12 aufwärts. Sind das Hyperglide-Kränze?
Post by Gerald Eіscher
Post by Wolfgang Strobl
Solche Ritzelpakete konnte man nur unter Geräuschentwicklung und mit
dosierter Gewalt schalten, ähnlich wie ein nicht synchronisiertes
Getriebe.
UG-Ritzel konnte ich per Reibungsschalthebel fast geräuschlos schalten.
Dann hast Du entweder günstigere Bedingungen gehabt, mehr Übung oder ein
besser gepflegtes Rad. Oder alles zusammen.

Unter günstigen Bedingungen schaffe ich das auch - fast. :-) Unter denen
hielten beim mir aber auch die billigen HG-Kassetten ziemlich lange.
Post by Gerald Eіscher
Zähne sind mir keine ausgebrochen, aber ich war damit auch nicht im
Winter unterwegs.
Ich war mit dem Rad, an dem ich das Ritzel zuschanden gefahren habe,
fast nur im Winter unterwegs, morgens im Dunkeln, abends im Dunkeln, auf
oft heftig gesalzenem oder mit abrasivem Material griffig gemachtem
Schneematsch, im Verkehrsgewühl auf dem Weg zur Arbeit und zurück. Da
fehlt einfach die Rückkopplung, die für die notwendige feinfühlige
Betätigung erforderlich ist, weil die Aufmerksamkeit immer anderswo
nötig ist.
Post by Gerald Eіscher
Post by Wolfgang Strobl
Hier könnte anders als bei Schaltgassen eine O-Ring-Kette
vielleicht sogar funktioniert haben, wenngleich nur mit den oben
skizzierten Problemen.
Mit Rasterschaltung sicherlich nicht. Am besten schalteten UG-Ritzel mit
Lagerkragenketten mit ausgebeulten Außenlaschen (z.B Shimano, KMC).
Natürlich nicht. Die Lenkerendschalter an meinem Winterrad haben, soweit
ich mich erinnere, gar keine Rasterung, insofern war mir der Gedanke gar
nicht gekommen.
--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen
Husky-Alex
2018-02-19 06:09:58 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Strobl
Am Sun, 18 Feb 2018 23:54:54 +0100 schrieb Gerald E?scher
Post by Gerald Eіscher
Der Herr Analog-Elektroniker weiß bestimmt von selbst, dass
O-Ring-Ketten am Fahrrad Unsinn sind bzw. wüsste er es sofort, wenn er
sich mit der Funktionsweise einer Schaltungskette vertraut machen würde.
Joerg gibt hier gerne trolliges von sich, ich lese ihn daher längst
nicht mehr.
Du hast recht, es nimmt ein wenig die Form einer Trollfütterung an. Ich
finde aber, er bringt den Duktus des Überzeugungstäters erstaunlich
glaubhaft rüber. Aber vielleicht macht es ihm ja auch nur Vergnügen,
den Leuten einen Bären aufzubinden.
Wieso beschränkt ihr euch hier bei der Diskussion auf die
Schaltungskette? Kettenschaltungen sind hinsichtlich Lebensdauer und
Wartungsarmut eh ein Graus. Will ich persönlich nicht mehr haben,
sowas.

A.
--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/
Hau rein!
Ulli Horlacher
2018-02-20 07:08:01 UTC
Permalink
Post by Husky-Alex
Wieso beschränkt ihr euch hier bei der Diskussion auf die
Schaltungskette? Kettenschaltungen sind hinsichtlich Lebensdauer und
Wartungsarmut eh ein Graus.
Wenn du auch nur Billiugmaterial einsetzt. Ich fahr deutlich mehr als du
und hab kein Problem mit Kettenschaltungen.
Und ich will von 3 km/h bis 60 km/h treten koennen. Das geht mit
Nabenschaltungen nicht.
--
+ Ulli Horlacher + ***@tandem-fahren.de + http://tandem-fahren.de/ +
Arno Welzel
2018-02-23 13:52:20 UTC
Permalink
Husky-Alex:

[...]
Post by Husky-Alex
Wieso beschränkt ihr euch hier bei der Diskussion auf die
Schaltungskette? Kettenschaltungen sind hinsichtlich Lebensdauer und
Wartungsarmut eh ein Graus. Will ich persönlich nicht mehr haben,
sowas.
Nei meinem Alltagsrad mit Kettenschaltung beschränkt sich die Wartung
auf gelegentliches Schmieren der Kette und je nach gefahrener Strecke
etwa alle 1-2 Jahre eine neue Kette. Mehr Wartung war in den letzten 13
Jahren bei dem Ding nicht nötig, wenn nicht gerade etwas unfallbedingt
beschädigt worden ist, was bisher auch nur einmal passiert ist.
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
https://de-rec-fahrrad.de
http://fahrradzukunft.de
Husky-Alex
2018-02-23 20:24:56 UTC
Permalink
[...]
Wieso beschrÀnkt ihr euch hier bei der Diskussion auf die
Schaltungskette? Kettenschaltungen sind hinsichtlich Lebensdauer und
Wartungsarmut eh ein Graus. Will ich persönlich nicht mehr haben,
sowas.
Nei meinem Alltagsrad mit Kettenschaltung beschrÀnkt sich die Wartung
auf gelegentliches Schmieren der Kette und je nach gefahrener Strecke
etwa alle 1-2 Jahre eine neue Kette. Mehr Wartung war in den letzten 13
Jahren bei dem Ding nicht nötig, wenn nicht gerade etwas unfallbedingt
beschÀdigt worden ist, was bisher auch nur einmal passiert ist.
Echt? Wieviel bist du denn damit gefahren? Also bei mir war spätestens
nach 2 Jahren meist der ganze Antrieb hin, d. h. mitsamt Ritzel und
Schaltwerk. Eventuell auch das Kettenblatt. Von gerissenen Schaltzügen
'mal abgesehen. Die gingen meistens noch öfter kaputt.

Die Züge sind mir bei der Rohloff noch nie gerissen (dafür hatte ich
andere, wohl montagebedingte Probleme wie das Festfrieren durch
eingedrungenes Wasser). Im Prinzip muss ich dort nur 1x jährlich Kette,
Ritzel und Spannrollen wechseln. Kettenblatt nur alle paar Jahre. Das
aber auch nur bei dem alten Rad mit dem offenen Antrieb. Bei dem neuen
weiß ich nicht. Bin damit bisher aber auch "nur" knapp 7.000 km gefahren.

Zum Vergleich: Früher waren's gute 8.000 km in zwei Jahren. Und danach
halt der ganze Antrieb hin (bei Kettenschaltung).

Bei Temperaturen _gut unterhalb_ des Gefrierpunktes mag eine
Kettenschaltung besser sein. Zumindest habe ich da mit der Rohloff immer
wieder Probleme wie völliger Leerlauf bzw. völliges Leertreten. Aber
eben nur _darunter_ und nicht darüber. Bei Schneematsch, Wasser, Sand
und Staub ist ein offener Antrieb ein Graus.

A.
--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/
Joerg
2018-02-23 21:12:01 UTC
Permalink
Post by Husky-Alex
[...]
Wieso beschrÀnkt ihr euch hier bei der Diskussion auf die
Schaltungskette? Kettenschaltungen sind hinsichtlich Lebensdauer und
Wartungsarmut eh ein Graus. Will ich persönlich nicht mehr haben,
sowas.
Nei meinem Alltagsrad mit Kettenschaltung beschrÀnkt sich die Wartung
auf gelegentliches Schmieren der Kette und je nach gefahrener Strecke
etwa alle 1-2 Jahre eine neue Kette. Mehr Wartung war in den letzten 13
Jahren bei dem Ding nicht nötig, wenn nicht gerade etwas unfallbedingt
beschÀdigt worden ist, was bisher auch nur einmal passiert ist.
Echt? Wieviel bist du denn damit gefahren? Also bei mir war spätestens
nach 2 Jahren meist der ganze Antrieb hin, d. h. mitsamt Ritzel und
Schaltwerk. Eventuell auch das Kettenblatt. Von gerissenen Schaltzügen
'mal abgesehen. Die gingen meistens noch öfter kaputt.
Die Züge sind mir bei der Rohloff noch nie gerissen (dafür hatte ich
andere, wohl montagebedingte Probleme wie das Festfrieren durch
eingedrungenes Wasser). Im Prinzip muss ich dort nur 1x jährlich Kette,
Ritzel und Spannrollen wechseln. Kettenblatt nur alle paar Jahre. Das
aber auch nur bei dem alten Rad mit dem offenen Antrieb. Bei dem neuen
weiß ich nicht. Bin damit bisher aber auch "nur" knapp 7.000 km gefahren.
Zum Vergleich: Früher waren's gute 8.000 km in zwei Jahren. Und danach
halt der ganze Antrieb hin (bei Kettenschaltung).
Ist normal. Muss man immer ein Auge auf Sonderangebote fuer KMC Ketten
und Shimano Kassetten, zuschlagen und einkellern. Das Tretlager ist
(zumindest bei mir) dann eh hin und das waere unabhaengig von der
Schaltung. D.h. es ist ohnehin eine groessere Zerlege angesagt.
Post by Husky-Alex
Bei Temperaturen _gut unterhalb_ des Gefrierpunktes mag eine
Kettenschaltung besser sein. Zumindest habe ich da mit der Rohloff immer
wieder Probleme wie völliger Leerlauf bzw. völliges Leertreten. Aber
eben nur _darunter_ und nicht darüber. Bei Schneematsch, Wasser, Sand
und Staub ist ein offener Antrieb ein Graus.
Das waere ein Problem, denn man will ja trotzdem fahren koennen.
Bekannte sind gerade in Wyoming, wo es bis auf -20C runtergeht. Was dort
als vergleichsweise mild gilt. Die Hoechstwerte liegen derzeit bei
molligen -10C. Manchmal nehmen sie die Fat Bikes mit und die sollen auch
dann noch funktionieren. Etwa 100km oestlich von hier ist es aehnlich,
da ist es heute immerhin auf -5C geklettert. Global Warming. Oder so.
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
Ulli Horlacher
2018-02-23 21:39:24 UTC
Permalink
Post by Husky-Alex
Zum Vergleich: Früher waren's gute 8.000 km in zwei Jahren. Und danach
halt der ganze Antrieb hin (bei Kettenschaltung).
Bei Billigmaterial kein Wunder.
Meine Komponenten halten ein mehrfaches - am Tandem, also bei doppelker
Belastung.
Post by Husky-Alex
eben nur _darunter_ und nicht darüber. Bei Schneematsch, Wasser, Sand
und Staub ist ein offener Antrieb ein Graus.
Noe. Man muss nur etwas oefters putzen.
--
+ Ulli Horlacher + ***@tandem-fahren.de + http://tandem-fahren.de/
Thomas Bliesener
2018-02-23 23:43:33 UTC
Permalink
Post by Ulli Horlacher
Post by Husky-Alex
eben nur _darunter_ und nicht darüber. Bei Schneematsch, Wasser, Sand
und Staub ist ein offener Antrieb ein Graus.
Noe. Man muss nur etwas oefters putzen.
Auch unterwegs? Meines Wissens fährt Alexander viele unbefestigte Wege
bei jedem Wetter. Das ist etwas anderes, als asphaltierte Straßen zu
fahren und sich nur hin und wieder das Rad einzusauen. Im letzteren Fall
hat man durch "oefters putzen" viele saubere Kilometer, im ersten Fall
ist das kaum möglich.

Ich habe meine Schaltungskette (10fach) übrigens gerade nach 16 Mm
gewechselt. Nicht weil sie Ärger gemacht hätte, sondern weil ich endlich
Kettenblatt und Ritzel wechseln wollte. Die 16 Mm habe ich zu 100 % auf
befestigten Straßen und zu 99 % bei Trockenheit abgespult.
--
bli
Husky-Alex
2018-02-24 04:15:08 UTC
Permalink
Post by Ulli Horlacher
eben nur _darunter_ und nicht darÃŒber. Bei Schneematsch, Wasser, Sand
und Staub ist ein offener Antrieb ein Graus.
Noe. Man muss nur etwas oefters putzen.
Auch unterwegs? Meines Wissens fÀhrt Alexander viele unbefestigte Wege
bei jedem Wetter. Das ist etwas anderes, als asphaltierte Straßen zu
fahren und sich nur hin und wieder das Rad einzusauen. Im letzteren Fall
hat man durch "oefters putzen" viele saubere Kilometer, im ersten Fall
ist das kaum möglich.
"...viele unbefestigte Wege bei jedem Wetter". Das mit unbefestigt ist
nicht beabsichtigt. Fahrräder gehören für meinen Begriff auf eine
ordentliche Straße. Aber das geht hier in der Gegend oft gar ned. Da
musst du im Matsch, über Stock und Stein fahren. Und was habe ich von
einer ordentlichen Straße, wenn sich 20 cm zusammengeschobener Schnee
oder ebensoviel hoher salziger Schneematsch darauf befinden. Das ist
nämlich das Hauptproblem. Neben Regen. Den Antrieb unterwegs zu putzen
ist schon allein aus Zeitgründen oft gar nicht praktikabel bis gar
unmöglich. Stunde in die Arbeit, 10 - 12 Stunden in der Arbeit, Stunde
wieder zurück. Da tue ich mir sowas nicht auch noch an. Manchmal ist
Putzen aber auch aus anderen Gründen nicht möglich. Nämlich dann, wenn
es plötzlich anfängt kalt zu werden und der ganze Schneematsch an deinem
Rad friert. Da kann es schon 'mal sein, dass Teile abgesprengt werden.
Der Uli redet sich da leicht. Klar. Aber praxistauglich ist das nicht.

Ich muss meine Fahrräder nicht in Australien fahren, um sie kaputt zu
kriegen. Das schaffe ich daheim auch locker.
Ich habe meine Schaltungskette (10fach) ÃŒbrigens gerade nach 16 Mm
gewechselt. Nicht weil sie Ärger gemacht hÀtte, sondern weil ich endlich
Kettenblatt und Ritzel wechseln wollte. Die 16 Mm habe ich zu 100 % auf
befestigten Straßen und zu 99 % bei Trockenheit abgespult.
Trockenheit. Das ist so ein Stichwort. Viel (Sand)Staub habt ihr auch
nicht in der Luft, oder?

A.
--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/
Arno Welzel
2018-02-27 14:10:49 UTC
Permalink
Post by Husky-Alex
Post by Ulli Horlacher
eben nur _darunter_ und nicht darÃŒber. Bei Schneematsch, Wasser, Sand
und Staub ist ein offener Antrieb ein Graus.
Noe. Man muss nur etwas oefters putzen.
Auch unterwegs? Meines Wissens fÀhrt Alexander viele unbefestigte Wege
bei jedem Wetter. Das ist etwas anderes, als asphaltierte Straßen zu
fahren und sich nur hin und wieder das Rad einzusauen. Im letzteren Fall
hat man durch "oefters putzen" viele saubere Kilometer, im ersten Fall
ist das kaum möglich.
"...viele unbefestigte Wege bei jedem Wetter". Das mit unbefestigt ist
nicht beabsichtigt. Fahrräder gehören für meinen Begriff auf eine
ordentliche Straße. Aber das geht hier in der Gegend oft gar ned. Da
musst du im Matsch, über Stock und Stein fahren. Und was habe ich von
[...]

Und da halten Rohloff-Naben samt Kette besser?

Was ist deren Geheimnis, dass die Züge nicht reißen, obwohl das Material
exakt das selbe ist und der Zug auch bei Kettenschaltungen im
Schalthebel auf eine Rolle aufgewickelt wird?
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
https://de-rec-fahrrad.de
http://fahrradzukunft.de
Joerg
2018-02-28 15:32:59 UTC
Permalink
Post by Husky-Alex
Post by Ulli Horlacher
eben nur _darunter_ und nicht darÃŒber. Bei Schneematsch, Wasser, Sand
und Staub ist ein offener Antrieb ein Graus.
Noe. Man muss nur etwas oefters putzen.
Auch unterwegs? Meines Wissens fÀhrt Alexander viele unbefestigte Wege
bei jedem Wetter. Das ist etwas anderes, als asphaltierte Straßen zu
fahren und sich nur hin und wieder das Rad einzusauen. Im letzteren Fall
hat man durch "oefters putzen" viele saubere Kilometer, im ersten Fall
ist das kaum möglich.
"...viele unbefestigte Wege bei jedem Wetter". Das mit unbefestigt ist
nicht beabsichtigt. Fahrräder gehören für meinen Begriff auf eine
ordentliche Straße.
Diese Einstellung verstehe ich gerade bei Dir nicht, da Du doch sonst
als naturverbundener Mensch rauskommst. Asphalt ist ein unnatuerliches
Produkt, welches bei zu grosszuegigem Verbrauch nicht gut fuer die
Umwelt ist. Vor allem, weil er Oberflaechen versiegelt. Mal ganz
abgesehen vom Energieaufwand und der Umweltverpestung bei der Anlage
solcher Strassen.

IME sollte ein Fahrzeug in der Lage sein, auch ohne glatte Asphaltdecke
akzeptabel voranzukommen. Wenn ich nur ein Fahrrad haben koennte, waere
das ein MTB. So wie ich "nur" ein Auto habe und das natuerlich ein
robustes SUV mit ordentlicher Bodenfriheit ist. Pickup-Truck ginge auch,
tiefliegender PKW aber nicht.
Post by Husky-Alex
... Aber das geht hier in der Gegend oft gar ned. Da
musst du im Matsch, über Stock und Stein fahren.
Doch dafuer hast Du weit mehr Natur als jemand, der in einer Betonwueste
eingepfercht ist. Wo Du einfach mal anhalten und einem Habicht bei
Luftakrobatik zusehen kannst. Das Leben besteht nicht nur aus hektischem
von A nach B kommen oder sollte es nicht. Fuer mich sind Radfahrten fast
immer auch Entspannungsfahrten, besonders die im Gelaende.

[...]
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
HC Ahlmann
2018-02-28 16:55:48 UTC
Permalink
Asphalt ist ein unnatuerliches Produkt, welches bei zu grosszuegigem
Verbrauch nicht gut fuer die Umwelt ist. Vor allem, weil er Oberflaechen
versiegelt.
Die Versiegelungswirkung hängt nicht an der Asphaltierung, sondern an
der Kombination von Wegbefestigung und Oberflächenentwässerung per
Kanalisation. Bei einem befestigten Weg versickert das Regenwasser
wenige Schritte weiter und die Grundwasserspende bleibt örtlich
erhalten; aber bei einem Weg mit Oberflächenentwässerung per
Kanalisation wird sie in den nächsten Vorfluter abgeführt.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte
Joerg
2018-02-28 17:31:38 UTC
Permalink
Post by HC Ahlmann
Asphalt ist ein unnatuerliches Produkt, welches bei zu grosszuegigem
Verbrauch nicht gut fuer die Umwelt ist. Vor allem, weil er Oberflaechen
versiegelt.
Die Versiegelungswirkung hängt nicht an der Asphaltierung, sondern an
der Kombination von Wegbefestigung und Oberflächenentwässerung per
Kanalisation. Bei einem befestigten Weg versickert das Regenwasser
wenige Schritte weiter und die Grundwasserspende bleibt örtlich
erhalten;
Dann wuerde die Strasse alsbald erodieren.
Post by HC Ahlmann
... aber bei einem Weg mit Oberflächenentwässerung per
Kanalisation wird sie in den nächsten Vorfluter abgeführt.
Nicht nur das, auch waechst auf einer asphaltierten oder betonierten
Oberflaeche jahrzehntelang nichts mehr. So lange, bis sie verfallen
lassen wird und sich Risse bilden, und auch dann nur sehr langsam. Ich
komme fast jede Woche ueber solche Strecken:

Loading Image...

Frueher sah dieser Lincoln Highway so aus und dieser Fahrer haette
besser ein Mountain Bike genommen, nur dass es die damals noch nicht gab:

Loading Image...

Nicht umsonst hat man in vielen deutschen Gegenden die Entsiegelung von
Bodenflaechen gefoerdert. Ich weiss nicht, ob das heute noch geschieht.
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
frank paulsen
2018-02-28 17:08:45 UTC
Permalink
Post by Joerg
Diese Einstellung verstehe ich gerade bei Dir nicht, da Du doch sonst
als naturverbundener Mensch rauskommst. Asphalt ist ein unnatuerliches
Produkt, welches bei zu grosszuegigem Verbrauch nicht gut fuer die
Umwelt ist. Vor allem, weil er Oberflaechen versiegelt. Mal ganz
abgesehen vom Energieaufwand und der Umweltverpestung bei der Anlage
solcher Strassen.
mal so ganz unter uns: Asphalt ist in der tat ein echtes naturprodukt.
--
frobnicate foo
Joerg
2018-02-28 17:37:27 UTC
Permalink
Post by frank paulsen
Post by Joerg
Diese Einstellung verstehe ich gerade bei Dir nicht, da Du doch sonst
als naturverbundener Mensch rauskommst. Asphalt ist ein unnatuerliches
Produkt, welches bei zu grosszuegigem Verbrauch nicht gut fuer die
Umwelt ist. Vor allem, weil er Oberflaechen versiegelt. Mal ganz
abgesehen vom Energieaufwand und der Umweltverpestung bei der Anlage
solcher Strassen.
mal so ganz unter uns: Asphalt ist in der tat ein echtes naturprodukt.
Das sind diverse Kleber auch und trotzdem ungesund. Man kann
Naturprodukte so anwenden, dass sie schaedlich wirken und Homo Sapiens
hat dazu ein besonderes Talent.
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
Arno Welzel
2018-02-28 17:30:45 UTC
Permalink
Joerg:

[...]
Post by Joerg
IME sollte ein Fahrzeug in der Lage sein, auch ohne glatte Asphaltdecke
akzeptabel voranzukommen. Wenn ich nur ein Fahrrad haben koennte, waere
das ein MTB. So wie ich "nur" ein Auto habe und das natuerlich ein
robustes SUV mit ordentlicher Bodenfriheit ist. Pickup-Truck ginge auch,
tiefliegender PKW aber nicht.
Das ist aber nur dann relevant, wenn solche Situationen auch im Alltag
wirklich auftreten. Nur weil man vielleicht einmal in mehreren Jahren
durch's Gelände fährt, braucht man sowas nicht.

[...]
Post by Joerg
Doch dafuer hast Du weit mehr Natur als jemand, der in einer Betonwueste
eingepfercht ist. Wo Du einfach mal anhalten und einem Habicht bei
Luftakrobatik zusehen kannst. Das Leben besteht nicht nur aus hektischem
von A nach B kommen oder sollte es nicht. Fuer mich sind Radfahrten fast
immer auch Entspannungsfahrten, besonders die im Gelaende.
Zumindest in Berlin kann man einiges an Natur erleben, auch ohne dass
man dafür gleich einen Geländewagen oder ein MTB braucht.

Leider fahren hier trotzdem viele Leute mit feisten SUVs herum, weil es
halt so üblich ist und nicht, weil man damit ernsthaft im Gelände
herumfährt. Letztere ist bei vielen der Protz-Karren auch gar nicht möglich.
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
https://de-rec-fahrrad.de
http://fahrradzukunft.de
Karsten H.
2018-02-28 17:41:33 UTC
Permalink
Am Mittwoch, 28. Februar 2018 18:30:48 UTC+1 schrieb Arno Welzel:
(...)
Post by Arno Welzel
Leider fahren hier trotzdem viele Leute mit feisten SUVs herum, weil es
halt so üblich ist und nicht, weil man damit ernsthaft im Gelände
herumfährt. Letztere ist bei vielen der Protz-Karren auch gar nicht möglich.
In Hamburg scheint besonders der Stadtteil Blankenese katatsrophale Staßen zu haben, dass so viele Menschen da Geländegängige Autos brauchen.

Gruss Karsten

Ulli Horlacher
2018-02-24 08:18:53 UTC
Permalink
Post by Thomas Bliesener
Post by Ulli Horlacher
Post by Husky-Alex
eben nur _darunter_ und nicht darüber. Bei Schneematsch, Wasser, Sand
und Staub ist ein offener Antrieb ein Graus.
Noe. Man muss nur etwas oefters putzen.
Auch unterwegs? Meines Wissens fährt Alexander viele unbefestigte Wege
Anber nicht in der ostsibirischen Taiga.
Er wird schon mal wo ankommen, wo man den Antrieb saeubern kann.
Post by Thomas Bliesener
Ich habe meine Schaltungskette (10fach) übrigens gerade nach 16 Mm
gewechselt.
OHA! Ueber 8 Mm bin ich noch nicht gekommen.
Welche Kette ist das?
--
+ Ulli Horlacher + ***@tandem-fahren.de + http://tandem-fahren.de/ +
Thomas Bliesener
2018-02-24 14:01:34 UTC
Permalink
Post by Ulli Horlacher
Er wird schon mal wo ankommen, wo man den Antrieb saeubern kann.
Und ihn auf dem folgenden Kilometer gleich wieder einsaut.
Post by Ulli Horlacher
Welche Kette ist das?
Nichts Besonderes: SRAM PC-1031.
--
bli
Gerald Eіscher
2018-02-23 22:21:43 UTC
Permalink
Post by Husky-Alex
Bei Temperaturen _gut unterhalb_ des Gefrierpunktes mag eine
Kettenschaltung besser sein. Zumindest habe ich da mit der Rohloff immer
wieder Probleme wie völliger Leerlauf bzw. völliges Leertreten.
Lies dir doch endlich einmal die Webseite von Rohloff durch, insbesonders
https://www.rohloff.de/de/service/faq/#collapse9231
--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |
Husky-Alex
2018-02-24 04:05:03 UTC
Permalink
Post by Gerald Eіscher
Post by Husky-Alex
Bei Temperaturen _gut unterhalb_ des Gefrierpunktes mag eine
Kettenschaltung besser sein. Zumindest habe ich da mit der Rohloff immer
wieder Probleme wie völliger Leerlauf bzw. völliges Leertreten.
Lies dir doch endlich einmal die Webseite von Rohloff durch, insbesonders
https://www.rohloff.de/de/service/faq/#collapse9231
Danke (nochmals) für den Link. Aber das weiß ich doch schon alles. Und
so, wie die Rohloff inzwischen manchmal kracht, frage ich mich, wie
lange sie überhaupt noch tut... aber Rohloff will ja nix machen. Das
hatte ich schon 'mal.

A.
--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/
Arno Welzel
2018-02-27 14:12:01 UTC
Permalink
Post by Husky-Alex
Post by Gerald Eіscher
Post by Husky-Alex
Bei Temperaturen _gut unterhalb_ des Gefrierpunktes mag eine
Kettenschaltung besser sein. Zumindest habe ich da mit der Rohloff immer
wieder Probleme wie völliger Leerlauf bzw. völliges Leertreten.
Lies dir doch endlich einmal die Webseite von Rohloff durch, insbesonders
https://www.rohloff.de/de/service/faq/#collapse9231
Danke (nochmals) für den Link. Aber das weiß ich doch schon alles. Und
so, wie die Rohloff inzwischen manchmal kracht, frage ich mich, wie
lange sie überhaupt noch tut... aber Rohloff will ja nix machen. Das
hatte ich schon 'mal.
Was heißt "will ja nix machen"? Meinst Du damit "will nicht kostenlos
reparieren" oder "weigert sich generell, die Nabe anzusehen".
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
https://de-rec-fahrrad.de
http://fahrradzukunft.de
Arno Welzel
2018-02-27 14:08:40 UTC
Permalink
Post by Husky-Alex
[...]
Wieso beschrÀnkt ihr euch hier bei der Diskussion auf die
Schaltungskette? Kettenschaltungen sind hinsichtlich Lebensdauer und
Wartungsarmut eh ein Graus. Will ich persönlich nicht mehr haben,
sowas.
Nei meinem Alltagsrad mit Kettenschaltung beschrÀnkt sich die Wartung
auf gelegentliches Schmieren der Kette und je nach gefahrener Strecke
etwa alle 1-2 Jahre eine neue Kette. Mehr Wartung war in den letzten 13
Jahren bei dem Ding nicht nötig, wenn nicht gerade etwas unfallbedingt
beschÀdigt worden ist, was bisher auch nur einmal passiert ist.
Echt? Wieviel bist du denn damit gefahren? Also bei mir war spätestens
Im Schnitt etwa 3000-5000 km pro Jahr.

Aber ich habe in der Tat die Ritzel alle 5-6 Jahre vergessen, weil ich
die eben nur so selten tauschen muss - also bisher erst 3x. Auch hat das
Ding mittlerweile zweimal ein neues mittleres Kettenblatt bekommen.
Post by Husky-Alex
nach 2 Jahren meist der ganze Antrieb hin, d. h. mitsamt Ritzel und
Schaltwerk. Eventuell auch das Kettenblatt. Von gerissenen Schaltzügen
'mal abgesehen. Die gingen meistens noch öfter kaputt.
Wie schaffst Du das? Querfeldein im Gelände?

Ritzel sollten schon 2-3 Ketten halten. Fährst Du das Zeug einfach immer
so lange, bis alles kaputt ist? Ketten sollte man halt nicht erst
tauschen, wenn sie schon über die Ritzel springen. Passende
Verschleißlehren exisitieren.
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
https://de-rec-fahrrad.de
http://fahrradzukunft.de
Joerg
2018-02-27 16:15:00 UTC
Permalink
On 2018-02-27 06:08, Arno Welzel wrote:

[...]
Post by Arno Welzel
Ritzel sollten schon 2-3 Ketten halten. Fährst Du das Zeug einfach immer
so lange, bis alles kaputt ist? Ketten sollte man halt nicht erst
tauschen, wenn sie schon über die Ritzel springen. Passende
Verschleißlehren exisitieren.
Mit denen sollte man aufpassen, weil sie die Roellchen
auseinanderdruecken und damit zuviel Spiel vorgaukeln koennen. Ich nehme
ein Low-Tech Tool, ein 15-Zoll langes Lineal, was die meisten ohnehin
bereits haben. Metrisch tut es notfalls auch, muss man sich einen
"Pfuschzettel" zur Umrechnung danebenlegen. Das Lineal halte ich daneben
und dann weiss ich, wie weit die Kette noch von 0.8% Laengung weg ist.
Die naechste liegt immer schon im Schrank bereit.

Mit den 2-3 Ketten pro Kassette war das frueher wirklich so. Mein
Eindruck ist jedoch, dass das bei neueren Kassetten fuer die haeufig
benutzten Ritzel weniger geworden ist.
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
frank paulsen
2018-02-19 07:01:08 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Strobl
Am Sun, 18 Feb 2018 23:54:54 +0100 schrieb Gerald E?scher
Post by Gerald Eіscher
UG-Ritzel konnte ich per Reibungsschalthebel fast geräuschlos schalten.
Dann hast Du entweder günstigere Bedingungen gehabt, mehr Übung oder ein
besser gepflegtes Rad. Oder alles zusammen.
Unter günstigen Bedingungen schaffe ich das auch - fast. :-) Unter denen
hielten beim mir aber auch die billigen HG-Kassetten ziemlich lange.
uebung ist die hauptsache, wie auch beim auto- bzw lkw-fahren mit
unsynchronisiertem getriebe. und naja, immer klappt das halt auch
nicht, wenn man zum beispiel gepennt hat und an einer starken steigung
ploetzlich nachschalten muss, dann ists eklig.

ich wechsle derzeit haeufig zwischen 2*6 UG mit rahmenschalthebeln und
2*11 mit schremshebeln: eines davon ist deutlich simpler zu bedienen :)
--
frobnicate foo
HC Ahlmann
2018-02-19 10:08:52 UTC
Permalink
Post by frank paulsen
ich wechsle derzeit haeufig zwischen 2*6 UG mit rahmenschalthebeln und
2*11 mit schremshebeln: eines davon ist deutlich simpler zu bedienen :)
Es ist bestimmt das 2*6 UG, weil Du seltener als beim 2*11 schalten
musst :-)
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte
Husky-Alex
2018-02-20 07:44:12 UTC
Permalink
Post by frank paulsen
Post by Wolfgang Strobl
Am Sun, 18 Feb 2018 23:54:54 +0100 schrieb Gerald E?scher
Post by Gerald Eіscher
UG-Ritzel konnte ich per Reibungsschalthebel fast geräuschlos schalten.
Dann hast Du entweder günstigere Bedingungen gehabt, mehr Übung oder ein
besser gepflegtes Rad. Oder alles zusammen.
Unter günstigen Bedingungen schaffe ich das auch - fast. :-) Unter denen
hielten beim mir aber auch die billigen HG-Kassetten ziemlich lange.
uebung ist die hauptsache, wie auch beim auto- bzw lkw-fahren mit
unsynchronisiertem getriebe. und naja, immer klappt das halt auch
nicht, wenn man zum beispiel gepennt hat und an einer starken steigung
ploetzlich nachschalten muss, dann ists eklig.
Erinnert mich an eine Radtour mit einer Gruppe 1998 (Ingolstadt -
Pressburg). Wenigstens 2 Leute haben es so unterwegs geschafft, ihre
Kette "aufzukriegen" (unter Last am Berg geschaltet). Da musste ich
dann ständig dran, weil ich halt der einzige war, der einen (billigen)
Kettennieter mit dabei hatte...

Fahrrad fahren will gelernt (und geübt) sein.

A.
--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/
Es sind die Details, auf die es ankommt.
Joerg
2018-02-17 16:02:24 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Strobl
Am Fri, 16 Feb 2018 12:49:30 -0800 schrieb Joerg
Post by Joerg
Post by Wolfgang Strobl
Zwischen 2000 und 2011 habe ich die Kette am Rennrad in der Tendenz
einmal am Frühjahranfang erneuert, bin damit über das Jahr zur Arbeit
gefahren und im Urlaub. Im Herbst, nach den ersten Regentagen, war die
Kette dann weitgehend durch und kam das das Rennrad in den Keller.
Am Winterrad wäre eine O-Ring-Kette evtl. eine Option gewesen,
theoretisch. Jedoch befürchte ich, daß es aus gutem Grund keine
entsprechenden Fahrradketten gibt, denn das sind schmale Schaltketten,
die in die Schaltgassen der Hyperglide-Ritzelpakete passen müssen.
Da kommen wir zum naechsten Murks bei Fahrraedern. Die immer hoehere
Zahl an Ritzeln ist ein Mumpitz, weil das damit immer anfaelliger und
weniger haltbar wird. Inzwischen geht es bis 12 hinten. Krank.
Mit zwölffach habe ich keine Erfahrung, mit zehnfach schon, das
funktioniert bestens. Problematisch an der 3x10-Ultegra aus 2010 ist
eher die Dreifachkonstruktion vorne. Das ist in der Tat technisch
problematisch, weil der Umwerfer sehr genau eingestellt sein muß und
auch dann nur grenzwertig funktioniert. Die an meinem Rad war von Anfang
an perfekt, die am Rad meiner Frau benötigte etwas Nacharbeit.
Ich habe vorn 3x und hinten 10x am MTB, das geht gar nicht anders.
Ausser mit Essteller-Ritzeln hinten, wo der Kranz laessig $250 kostet.
Vor einem Monat bei einem FH gesehen, das hat tatsaechlich jemand bestellt.

"Bestens" ist 10x nicht, was Haltbarkeit betrifft. Ketten und Kassetten
verschleissen schneller, alles weit duenner.

BTW, bezueglich Deines anderen Posts, da Du das vielleicht noch nicht
mitgekommen hast: Es gibt HG 7x Kassetten und das ist heutzutage
Standard bei 7x. Habe ich am RR. Brauche ich HG? Nein. War vorher UG,
gab es neu aber nur noch in HG, wenn man keine Freudenhauspreise fuer
NOS hinlegen moechte.
Post by Wolfgang Strobl
Post by Joerg
Am RR und am alten MTB habe ich hinten 7 Gaenge. Das reicht voellig.
Dir vielleicht. Mir vielleicht auch, 2010 jedenfalls. Meiner Frau
gewiss nicht, sie hat weniger Muskeln in den Beinen. Das ist einerseit
geschlechtsspezifisch, andererseits auch kein Wunder, wenn man in einer
Viertelstunde zur Arbeit laufen kann, statt für die Fahrt mit dem Rad am
Leistungslimit zwischen 30 Minuten und einer Stunde zu brauchen, oder
noch mehr mit Bussen und Bahnen. Jedenfalls liefert ein größerer
Übersetzungbereich mehr Möglichkeiten, einem Mittelweg zu finden, so daß
man im Urlaub gemeinsam auch größere Strecken fahren kann. Wenn man nur
alleine fährt oder das eher als Wettkampf versteht, mag das anders
aussehen. Außerdem mochte ich mir die Knie nicht ruinieren, man wird
nicht jünger und manche Beschädigungen sind irreparabel.
Glaubst Du ernsthaft, es entstuenden Kniegelenkschaeden, wenn der
Drehzahlbereich nicht genau in einem 20% Toleranzband liegt? Ein Fahrer
hier im Ort faehrt u.a. ein Single-Speed MTB, also ohne Gangschaltung.
Er ist ueber 70 und hielt bei gemeinsamen Fahrten recht gut mit. Nur an
steilen Anstiegen muss er schieben und da stellt sich eh die Frage, ob
und wieviel man mit fahren wirklich schneller vorankommt. Auf halbwegs
geraden Pistenabschnitten kann er auch nicht auf 30km/h hochziehen, doch
auch das macht ihm nichts, da er nicht so schnell mag.

Damit kann man natuerlich nicht alle Trails fahren, aber ich habe ihm
gesagt, dass bei einem Kauf hinten 7x oder 8x und vorn 3x voellig
reichen. Spart Geld, haelt laenger.
Post by Wolfgang Strobl
Post by Joerg
Wenn die Schaltung bei meinem juengeren 10-Ritzel MTB hinueber ist, baue
ich das u.U. auf 7-Gang oder 8-Gang um, wenn ich dafuer Kassetten mit
36T ohne Freudenhauspreis bekommen kann.
Was für eine Entfaltung hat das MTB denn im großen Gang?
Habe ich nie berechnet. Mein neueres MTB hat dann 42/11. Im "Kriechgang"
hat es 24/36, 29" Reifen. Das reicht mir als Bereich, abe es koennte
weit groeber abgestuft sein, denn als MTB Fahrer ueberspringt man eh
fast immer 3-5 Stufen, oft mehr. Selbst auf dem RR tue ich das.
Post by Wolfgang Strobl
Post by Joerg
Post by Wolfgang Strobl
Und selbst wenn, wäre meine Alternative zum Kettenärgernis am Winterrad
nicht eine kräftezehrende Kette (wintertaugliche Alltagsräder sind eh
schwer genug), sondern eine Nabenschaltung mit Kettenschutz. Da tut es
dann auch eine von den besseren Schaltketten. Oder täte es eine
klassische breite Rollenkette in guter Ausführung aus
Nabenschaltungszeiten statt der heute bei Schaltketten üblichen
Lagerkragenkette. So etwas hält auch ohne O-Ring ziemlich lange. So ab
1990 bin ich ein paar Jahre lang mit einem Hollandrad zur Arbeit
gefahren (Sparta Cornwall, ich habe irgendwo noch ein 1995 mit einer
Apple Quicktake gemachtes Foto davon rumliegen). Gelegentlich mußte ich
zum Reifenflicken den Kettenschutz öffen, die dabei zum Vorschein
kommende Kette sah auch ohne Pflege nach Jahren nicht anders aus als im
Neuzustand.
Klar, mit Kettenschutz geht das, ist aber am RR schlecht zu machen.
Da braucht man das normalerweise ja auch nicht.
Mit dem Ergebnis, dass ich die Kette am RR alle 300-400km reinigen und
schmieren muss. Bei viel Fahrbahnbetrieb haeufiger, bei viel Radwegen
kann ich das strecken, aber auch nicht ueber 500km. Sonst macht sie
"unedle" Geraeusche.

Die KMC 10-Gang Ketten am MTB muessen bei Gelaendebetrieb alle 50-60km
gewartet werden, bei Fahrbahnbetrieb 150-200km.
Post by Wolfgang Strobl
Post by Joerg
Am
MTB schon gar nicht, wenn man ueber 600% Range braucht.
Ich stimme Dir ja zu, wenn ein erheblicher Teil der aufgebrachten
Leistung schon von Stollenreifen, weichem oder rauhem Untergrund,
ungünstiger Stirnfläche etc. pp. aufgefressen wird und man eh meist
nicht wirklich schnell fährt, dann sind O-Ringe in der Kette vermutlich
eine sehr wünschenswerte Idee. Mach doch mal ein Kickstarterprojekt
daraus! Da hat es schon andere gegeben, bei denen irgendwem später
aufgefallen ist, daß das Produkt an einem übersehenen technischen
Problem scheitern mußte, aber es hat den Ausrichtern Spaß gemacht,
solange es anhielt. :-)
Ich habe bereits genug Arbeit mit dem Ingenieurbuero, wo mich Kunden
nicht in Richtung Ruhestand lassen wollen. Ich moechte genug Zeit fuer
Singletrack und so lassen.
Post by Wolfgang Strobl
Post by Joerg
Post by Wolfgang Strobl
Unter dem Strich wird man feststellen, daß es darauf ankommt, wozu man
ein Fahrrad benutzt. Wenn es dazu dient, sich im Gelände auszutoben,
spielt Effizienz sicherlich nicht so die große Rolle. Wenn es aber darum
geht, tagein- und tagaus auf dem Weg zur Arbeit auf normalen Stadt- oder
Landstraßen nicht zu viel Zeit zu verlieren, fängt man an zu optimieren.
Ich bin schließlich auf diesem Wege wieder genau dort gelandet, wo ich
vor vielen Jahren angefangen hatte, beim Rennrad im Sommer und dem
Reiserad (mit Rennlenker) im Winter.
Bei mir sind es fuer Besorgungsfahrten etwa 50/50 zwischen RR und MTB.
Das MTB kann nach recht intensivem Umbau mehr Last verknusern und
transportiert die bei niedrigerem Luftdruck im hinteren Daempfer sehr
sanft, dadurch nehme ich das auch mal auf Fahrbahn.
Wo transportierst Du an oder auf einem MTB oder Rennrad eine
nennenswerte Last?
Ich habe das MTB ein wenig gelaendemoppedmaessig umgebaut. Hier ist der
derzeitige Zustand, ausser dass ich noch auf 8-Zoll Bremsscheiben vorn
und hinten hochgeruestet habe::

Loading Image...

Die obere Tasche kann man abnehmen. Dann verbleibt eine "schwebende"
Platte, auf der man Ladung verzurren kann. Wenn z.B. im Job der Fedex
LKW schon durch ist, ein Prototyp aber noch ueber Nacht zum Kunden muss,
nehme ich schonmal das MTB und lasse den hinteren Daempfer auf
180-190psi (13 bar?) ab. Denn die kuerzeste Strecke zum Fedex Depot geht
teilweise ueber eine vor mehr als einem halben Jahrhundert stillgelegte
und von der Natuer entsprechend zurueckgefressene Landstrasse. Da muss
in die Pedalen gelangt werden, um den "Last Call" fuer den grossen LKW
noch zu schaffen. Holter-di-Polter kabroch. Gut, ich koennte das Auto
nahmen, moechte ich aber nicht und auf Highway 50 ist um die Zeit
manchmal Stau.

Zusaetzlich habe ich ein stabiles Aluprofil gebogen und unter dem
Traegerrohr installiert (aelteres Foto):

Loading Image...

Das blaue oben drueber ist eine leicht federnd montierte 4-5mm dicke
Plexiglasplatte, die ein wenig abfaengt, falls ich mal mit Ladung auf
den Daempferanschlag durchballere oder so. Bisher erst zweimal passiert.

Die Schrauben sind entsprechend dimensioniert. Unter dem Traeger zweimal
M6, massgefertigter Montageblock am unteren Sattelrohr viermal 1/4-Zoll
Gewinde. Das haelt bombig.
Post by Wolfgang Strobl
... Ich habe immer noch ein Hollandrad rumstehen, an dem
die alten, großen Ortlieb-Backroller aus Lkw-Plane montiert sind, meine
Frau hat an ihrem Einkaufrad zwei Carradice-Taschen am Gepäckträger, in
denen sie i.d.R. beim Einkauf mehr Volumen und Gewicht transportiert hat
als der Nachbar mit seinem Kombi. Inzwischen lassen wir allerdings
liefern und für die Fahrt zur Arbeit mit dem Rennrad hat mir die Ortlieb
Classic im Rennlenker gereicht. Von daher frage ich mich, was Du unter
Besorgungsfahrten verstehst. Klar, man kann auch an ein Rennrad
Gepäckträger und große Packtaschen dranmachen, an ein MTB auch. So recht
geländetauglich ist das letzteres dann aber nicht mehr.
Als noch die Kinder zu versorgen waren und wir ohne Auto waren, habe ich
die Einkäufe mit einem Winther Donkey erledigt.
https://duckduckgo.com/?q=winther+donkey
Haette ich ja auch gern, aber die Garage ist mit zwei Autos, vier
Fahrraedern und Werkstatt bereits arg voll.
Post by Wolfgang Strobl
Für das Teil gibt es interessanterweise sogar eine MTB-Kupplung.
Inzwischen heisst die allerdings "universal", vmtl. weil sie fast so
viel wiegt wie ein modernes MTB.
Am MTB muessen Sachen robust sein. Da waere eher ein Bob Ibex angesagt,
alles andere duerfte die Piste zerlegen.

http://www.bobgear.com/bike-trailers/ibex

Wenn ich unbedingt einen braeuchte, waere das mein Anhaenger. 8kg
Leergewicht, aber solider Stahl, so wie das sein muss. Damit koennte man
sogar einen Schaeferhund transportieren, der auf dem Trail
schlappgemacht hat.
Post by Wolfgang Strobl
[...]
Post by Joerg
Post by Wolfgang Strobl
... Wobei ich mir ehrlich gesagt unter
"bedenklich dünn" nichts vorstellen kann.
Wenn das Geflecht durchschimmert. Das ist seit Jahrzehnten so.
Wenn das Geflecht durchschimmert, ist es nicht bedenklich dünn, sondern
hin. Damit fährt man keinen Meter mehr oder wenn doch, dann nur wie auf
Eiern.
Eben. Daher sollten Reifen Verschleissindikatoren haben, so wie das
Autoreifen haben. Falls man man den Zeitpunkt verpasst, ist es gut, wenn
man im Bordwerkzeug ein Stueck gefaserten Fedex-Briefumschlag hat. Der
hilft auch bei geplatztem Reifen, falls das weggeflogene Stueck nicht zu
gross war.
Post by Wolfgang Strobl
Post by Joerg
Post by Wolfgang Strobl
... Entweder die Lauffläche ist
noch da, oder der Reifen ist durch. Letzteres hatte ich auch schon mal -
einmal -, war ein Fahrfehler, den man zu vermeiden lernen kann.
Nur wenn Verschleissanzeiger (TWI) dran sind oder wenn man den Reifen
gut kennt. Sonst ist das schwierig, denn von Geflecht durchscheinen bis
Knall sind es nicht viele Kilometer.
Eben. Wenn man aber seine Reifen ab und zu anschaut, und das sollte man
tun, um Beschädigungen, Dornen, Glassplitter usw. rechtzeitig entdecken
und entfernen zu können, dann kennt man seinen Reifen gut und wird nicht
plötzlich von einem Placken durchscheinenden Gewebes überrascht.
Splitter und so sind bei mir unerheblich, seit ich Schlaeuche mit 3mm
Wandstaerke im RR habe, plus Pannenschutzband. Dennoch sehe ich die
Reifen vor jeder Fahrt an und da ist es eben so, dass die Lebensdauer
sich immer wieder als mickrig herausstellt.
Post by Wolfgang Strobl
Natürlich kann man es auch darauf anlegen, einen Rennradreifen auf
wenigen hundert Metern so abzunudeln. Muß man aber nicht.
Kreischende Vollbremsungen habe ich nur als Kind hingelegt. Als Papa
noch die Reifen bezahlt hat :-)

Wie gesagt, die angegebenen Verschleisszahlen sind in dieser Gegend
normal. Autoreifen halten mehr als zehnfach so lang.
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
Thomas Bliesener
2018-02-19 14:27:11 UTC
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Post by Joerg
Da kommen wir zum naechsten Murks bei Fahrraedern. Die immer hoehere
Zahl an Ritzeln ist ein Mumpitz, weil das damit immer anfaelliger und
weniger haltbar wird. Inzwischen geht es bis 12 hinten. Krank.
Am RR und am alten MTB habe ich hinten 7 Gaenge. Das reicht voellig.
Wenn die Schaltung bei meinem juengeren 10-Ritzel MTB hinueber ist, baue
ich das u.U. auf 7-Gang oder 8-Gang um, wenn ich dafuer Kassetten mit
36T ohne Freudenhauspreis bekommen kann.
Warum so viele? Ein Motorrad hat oft nur 5 Gänge, manche sogar weniger.
--
bli
Joerg
2018-02-19 15:59:06 UTC
Permalink
Post by Thomas Bliesener
Post by Joerg
Da kommen wir zum naechsten Murks bei Fahrraedern. Die immer hoehere
Zahl an Ritzeln ist ein Mumpitz, weil das damit immer anfaelliger und
weniger haltbar wird. Inzwischen geht es bis 12 hinten. Krank.
Am RR und am alten MTB habe ich hinten 7 Gaenge. Das reicht voellig.
Wenn die Schaltung bei meinem juengeren 10-Ritzel MTB hinueber ist, baue
ich das u.U. auf 7-Gang oder 8-Gang um, wenn ich dafuer Kassetten mit
36T ohne Freudenhauspreis bekommen kann.
Warum so viele? Ein Motorrad hat oft nur 5 Gänge, manche sogar weniger.
Das wuerde mir bereits reichen, solange die einen Bereich um 6x
ueberspannen. Ich schalte auf dem MTB die meiste Zeit nur vorn und am
hinteren Kranz 2-5-8 oder 2-5-9. Auch beim RR ueberspringe ich so gut
wie immer einige Ritzel. Es ist nur so, dass es unter 7-Gag hinten neu
kaum noch etwas zu kaufen gibt. Man koennte natuerlich 3-4 Ritzel
zwischendrin aus einem 7er Paket rausnehmen. HG oder nicht waere mir eh
egal.

Diese super-feine Abstufung bei Fahrraedern hat fuer mich noch nie Sinn
gemacht. Bei Radrennen im Flachland, wo es auf jede Sekunde ankommt, ok.
Jedoch nicht fuer den Alltag.
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
frank paulsen
2018-02-19 18:40:03 UTC
Permalink
Post by Joerg
Diese super-feine Abstufung bei Fahrraedern hat fuer mich noch nie
Sinn gemacht. Bei Radrennen im Flachland, wo es auf jede Sekunde
ankommt, ok. Jedoch nicht fuer den Alltag.
bei radrennen im flachland sehen wir gerade 1x11-setups, weil, naja, im
flachland reicht das am ende auch wirklich aus.

und ich habe halt mit 2x6 im 'nicht so wirklich flachland' halt ganz
regelmaessig oben, unten und in der mitte ekelhafte loecher, die
zumindest mich stoeren.
--
frobnicate foo
Joerg
2018-02-19 18:53:46 UTC
Permalink
Post by frank paulsen
Post by Joerg
Diese super-feine Abstufung bei Fahrraedern hat fuer mich noch nie
Sinn gemacht. Bei Radrennen im Flachland, wo es auf jede Sekunde
ankommt, ok. Jedoch nicht fuer den Alltag.
bei radrennen im flachland sehen wir gerade 1x11-setups, weil, naja, im
flachland reicht das am ende auch wirklich aus.
und ich habe halt mit 2x6 im 'nicht so wirklich flachland' halt ganz
regelmaessig oben, unten und in der mitte ekelhafte loecher, die
zumindest mich stoeren.
Kann ich nicht nachvollziehen und wir leben in der kalifornischen
Sierra, ziemlich bergig. Am RR fehlen mir mit zunehmendem Alter
natuerlich niedrigere Gaenge. Doch die Kurbelgarnitur kann nur min 42T
(notfalls 39T, ist aber schwer zu bekommen) und das Schaltwerk hinten
packt das 32T Ritzel nur so gerade eben. Als ich jung war, konnte ich
bergige Gegenden locker mit 21T hinten meistern, aber das ist fast 40
Jahre her und hat den Kniegelenken vermutlich nicht gut getan.

Die Alternative waere ein groesserer Umbau oder ein neues RR, falls ich
noch aelter werde :-)

Loecher in der Mitte wird es fuer mich vermutlich auch in hohem Alter
nicht geben, da ich derzeit staendig Gange ueberspringe. Mit den alten
Unterrohrhebeln kann man das zum Glueck flott machen. Bei den Leuten mit
"modernen" integrierten Schaltungen hingegen ... klack .. klack .. klack
.. klack .. klock. Bei denen ziehen Sekunden ins Land, bis sie nach
einer extremen Gefeaelleaenderung geschaltet haben. Leider hat mein MTB
so eine "moderne" Schaltung und dann hungert es an manchen Stellen
schonmal untertourig aus, wenn ich den Singletrack nicht gut kenne.
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
Claus Aßmann
2018-02-20 00:33:19 UTC
Permalink
Post by Joerg
"modernen" integrierten Schaltungen hingegen ... klack .. klack .. klack
.. klack .. klock. Bei denen ziehen Sekunden ins Land, bis sie nach
einer extremen Gefeaelleaenderung geschaltet haben. Leider hat mein MTB
Probier' mal Campagnolo: da kannst Du 3-5 Gaenge auf einmal schalten.
Joerg
2018-02-20 00:40:56 UTC
Permalink
Post by Claus Aßmann
Post by Joerg
"modernen" integrierten Schaltungen hingegen ... klack .. klack .. klack
.. klack .. klock. Bei denen ziehen Sekunden ins Land, bis sie nach
einer extremen Gefeaelleaenderung geschaltet haben. Leider hat mein MTB
Probier' mal Campagnolo: da kannst Du 3-5 Gaenge auf einmal schalten.
Hmm, vielleicht nicht alle. Etliche der Leute hatten Campagnolo. Es gibt
hier eine Stelle (Beals Point, Folsom Stausee), da machen viele eine
Brotpause und wir gucken unsere Fahrraeder gegenseitig an, kloenen ein
wenig. Nachher einen kurzen Huegel rauf, scharf nach links und dann
bergab. Da hoert man sie alle die Gaenge durchklackern. Bis auf meine
alte Shimano 600 Chose ... pfffst ... KLACK ... dirket in den hoechsten
Gang. Da hat schonmal einer gefagt "How do you do that?".
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
Claus Aßmann
2018-02-20 01:53:27 UTC
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Post by Joerg
Post by Claus Aßmann
Probier' mal Campagnolo: da kannst Du 3-5 Gaenge auf einmal schalten.
Hmm, vielleicht nicht alle. Etliche der Leute hatten Campagnolo. Es gibt
Vielleicht wissen die das gar nicht (ich kenne mindestens einen Benutzer
einer Campagnolo Record Gruppe der das nicht wusste...)

"Ultra Shift" kann das.
"Power Shift" ist eine eingeschraenkte Version.
Joerg
2018-02-20 15:26:07 UTC
Permalink
Post by Claus Aßmann
Post by Joerg
Post by Claus Aßmann
Probier' mal Campagnolo: da kannst Du 3-5 Gaenge auf einmal schalten.
Hmm, vielleicht nicht alle. Etliche der Leute hatten Campagnolo. Es gibt
Vielleicht wissen die das gar nicht (ich kenne mindestens einen Benutzer
einer Campagnolo Record Gruppe der das nicht wusste...)
Das waren schon recht alten Hasen, die kennen ihre Technik.
Post by Claus Aßmann
"Ultra Shift" kann das.
"Power Shift" ist eine eingeschraenkte Version.
Vermutlich hatten sie was anderes. IIRC konnte man ueber maximal zwei
Gaenge schalten wie bei Deore.
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
Claus Aßmann
2018-02-20 17:15:57 UTC
Permalink
Post by Joerg
Post by Claus Aßmann
Vielleicht wissen die das gar nicht (ich kenne mindestens einen Benutzer
einer Campagnolo Record Gruppe der das nicht wusste...)
Das waren schon recht alten Hasen, die kennen ihre Technik.
Na klar... Das war auch ein "alter Hase"...
Post by Joerg
Post by Claus Aßmann
"Ultra Shift" kann das.
"Power Shift" ist eine eingeschraenkte Version.
Vermutlich hatten sie was anderes. IIRC konnte man ueber maximal zwei
Gaenge schalten wie bei Deore.
"You remember wrong". "maximal 2 Gaenge" gibt es nicht von Campagnolo.
RTFM...
Joerg
2018-02-20 22:36:08 UTC
Permalink
Post by Claus Aßmann
Post by Joerg
Post by Claus Aßmann
Vielleicht wissen die das gar nicht (ich kenne mindestens einen Benutzer
einer Campagnolo Record Gruppe der das nicht wusste...)
Das waren schon recht alten Hasen, die kennen ihre Technik.
Na klar... Das war auch ein "alter Hase"...
Post by Joerg
Post by Claus Aßmann
"Ultra Shift" kann das.
"Power Shift" ist eine eingeschraenkte Version.
Vermutlich hatten sie was anderes. IIRC konnte man ueber maximal zwei
Gaenge schalten wie bei Deore.
"You remember wrong". "maximal 2 Gaenge" gibt es nicht von Campagnolo.
RTFM...
http://weightweenies.starbike.com/forum/viewtopic.php?t=38892

Postr "Kauda_Den", sein Englisch ist nicht so dolle, etwa 70% scroll:

Zitat "this is do to a few things, the double shift option AND the lever
size itself ... with my Campy setup i was able to accelerate away from
the front of a small group at the start of a climb wit easy, as i could
make a lot of quick shifts allowing me to start the sprint at a LOT
lower speed than with Shimano , the shifting is just SO mutch slower
with this single-shift, feels like ages, and your sprint is literally
messed up by this".

Campy mit double-shift. Ist vermutlich laenger her, da er bei Shimano
nur single-shift hatte und selbst die alte Alivio Garnitur an meinem MTB
aus den 90ern hat schon double-shift.

Egal, so schnell ueber die komplette Kassette kam bisher niemand, der
keine alten Down-Tube Shifters hatte. Dafuer sitzen bei mir allerdings
die Gaenge nicht immer praezise, da keine Rastung. Ich muss nach bei
Erreichen der Wunschgeschwindikeit manchmal kurz durch die Beine gucken,
ob die Kette gerade laeuft. Auf Fahrbahn hoert man leises Rattern nicht
leicht.
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
Ulli Horlacher
2018-02-20 07:10:03 UTC
Permalink
Post by Claus Aßmann
Post by Joerg
"modernen" integrierten Schaltungen hingegen ... klack .. klack .. klack
.. klack .. klock. Bei denen ziehen Sekunden ins Land, bis sie nach
einer extremen Gefeaelleaenderung geschaltet haben. Leider hat mein MTB
Probier' mal Campagnolo: da kannst Du 3-5 Gaenge auf einmal schalten.
Mit SRAM geht sogar bis zu 10 Gaenge auf einen *ratsch*.
--
+ Ulli Horlacher + ***@tandem-fahren.de + http://tandem-fahren.de/ +
Gerald Eіscher
2018-02-20 23:39:52 UTC
Permalink
Post by Ulli Horlacher
Post by Claus Aßmann
Post by Joerg
"modernen" integrierten Schaltungen hingegen ... klack .. klack .. klack
.. klack .. klock. Bei denen ziehen Sekunden ins Land, bis sie nach
einer extremen Gefeaelleaenderung geschaltet haben. Leider hat mein MTB
Probier' mal Campagnolo: da kannst Du 3-5 Gaenge auf einmal schalten.
Mit SRAM geht sogar bis zu 10 Gaenge auf einen *ratsch*.
11.
https://www.sram.com/sram/mountain/products/xx1-eagle-grip-shift

Das Zeug kann sich unser Ami-Troll aber eh nicht leisten, deswegen ist
es anfällig und wenig haltbar.
--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |
Thomas Bliesener
2018-02-21 22:56:33 UTC
Permalink
Post by Gerald Eіscher
https://www.sram.com/sram/mountain/products/xx1-eagle-grip-shift
Das Zeug kann sich unser Ami-Troll aber eh nicht leisten, deswegen ist
es anfällig und wenig haltbar.
Ist der Griff denn wenigstens abnehmbar? Also ich meine, falls man das
Rad mal irgendwo kurz abstellen will. ;)
--
bli
Joerg
2018-02-22 20:04:46 UTC
Permalink
Post by Thomas Bliesener
Post by Gerald Eіscher
https://www.sram.com/sram/mountain/products/xx1-eagle-grip-shift
Das Zeug kann sich unser Ami-Troll aber eh nicht leisten, deswegen ist
es anfällig und wenig haltbar.
Ist der Griff denn wenigstens abnehmbar? Also ich meine, falls man das
Rad mal irgendwo kurz abstellen will. ;)
Vor allem ist das alles ganz toll fuer einen RR-Lenker geeignet :-)

<tosender Beifall>
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
Gerald Eіscher
2018-02-22 20:22:32 UTC
Permalink
Post by Thomas Bliesener
Post by Gerald Eіscher
https://www.sram.com/sram/mountain/products/xx1-eagle-grip-shift
Das Zeug kann sich unser Ami-Troll aber eh nicht leisten, deswegen ist
es anfällig und wenig haltbar.
Ist der Griff denn wenigstens abnehmbar? Also ich meine, falls man das
Rad mal irgendwo kurz abstellen will. ;)
Wieso? Der ist doch eh nicht teuer. Sieh dir einmal den Preis des
zugehörigen Zahnkranzes (Verschleißteil!) an :o)
--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |
Ulli Horlacher
2018-02-21 15:52:32 UTC
Permalink
Post by Gerald Eіscher
Post by Ulli Horlacher
Post by Claus Aßmann
Post by Joerg
"modernen" integrierten Schaltungen hingegen ... klack .. klack .. klack
.. klack .. klock. Bei denen ziehen Sekunden ins Land, bis sie nach
einer extremen Gefeaelleaenderung geschaltet haben. Leider hat mein MTB
Probier' mal Campagnolo: da kannst Du 3-5 Gaenge auf einmal schalten.
Mit SRAM geht sogar bis zu 10 Gaenge auf einen *ratsch*.
11.
https://www.sram.com/sram/mountain/products/xx1-eagle-grip-shift
Das Zeug kann sich unser Ami-Troll aber eh nicht leisten, deswegen ist
es anfällig und wenig haltbar.
Dann soll er bei 9-fach bleiben. Da geht das auch.
Bei 7-fach gar seit 30 Jahren. GUTEN MORGEN, HERR AMI :-)
--
+ Ulli Horlacher + ***@tandem-fahren.de + http://tandem-fahren.de/ +
Martin Gerdes
2018-02-20 16:24:28 UTC
Permalink
Post by Joerg
Kann ich nicht nachvollziehen und wir leben in der kalifornischen
Sierra, ziemlich bergig. Am RR fehlen mir mit zunehmendem Alter
natuerlich niedrigere Gaenge. Doch die Kurbelgarnitur kann nur min 42T
(notfalls 39T, ist aber schwer zu bekommen)
Du brauchst erstmal nur 1 Ring, und auch wenn Du ihn schwer bekommen
hast, hast Du ihn.

Wenn Du keine passende Kettenblattgarnitur bekommst (Ich fahre zweifach
50/28), kannst Du auch eine dreifache nehmen, außen eine
Kettenschutzscheibe montieren (Leistungsanreiz durch höheres Gewicht!)
und fährst zweifach Mitte und innen. Innen solltest Du ein hinreichend
kleines Kettenblatt montiert bekommen.
Post by Joerg
und das Schaltwerk hinten packt das 32T Ritzel nur so gerade eben.
Wenn Du vorne 28 Zähne fährst, sollte das an einem "RR" erstmal reichen.
Joerg
2018-02-20 22:41:24 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Post by Joerg
Kann ich nicht nachvollziehen und wir leben in der kalifornischen
Sierra, ziemlich bergig. Am RR fehlen mir mit zunehmendem Alter
natuerlich niedrigere Gaenge. Doch die Kurbelgarnitur kann nur min 42T
(notfalls 39T, ist aber schwer zu bekommen)
Du brauchst erstmal nur 1 Ring, und auch wenn Du ihn schwer bekommen
hast, hast Du ihn.
39T passt daruf, aber die drei Zaehne weniger lohnen keinen hohen
Aufwand oder viel Geld.
Post by Martin Gerdes
Wenn Du keine passende Kettenblattgarnitur bekommst (Ich fahre zweifach
50/28), kannst Du auch eine dreifache nehmen, außen eine
Kettenschutzscheibe montieren (Leistungsanreiz durch höheres Gewicht!)
und fährst zweifach Mitte und innen. Innen solltest Du ein hinreichend
kleines Kettenblatt montiert bekommen.
Post by Joerg
und das Schaltwerk hinten packt das 32T Ritzel nur so gerade eben.
Wenn Du vorne 28 Zähne fährst, sollte das an einem "RR" erstmal reichen.
Hinten war erst 21T max, dann 28T, nun 32T. Man wird nicht juenger. Vorn
gibt es nur 52 und 42. Wenn ich mehr als die nun deutlich steilere
Kassette umbaue, muesste alles neu. Umwerfer, Schaltwerk, Kette. Denn
das alte Shimano 600 Schaltwerk schafft es nur so gerade eben, bei
"klein-klein" den Kettenueberhang aufzunehmen, ohne dass es bei
"gross-gross" zu sehr zerrt. Man kann sich ja mal verschalten.
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
Martin Gerdes
2018-02-21 20:30:31 UTC
Permalink
Post by Joerg
Post by Martin Gerdes
Post by Joerg
Kann ich nicht nachvollziehen und wir leben in der kalifornischen
Sierra, ziemlich bergig. Am RR fehlen mir mit zunehmendem Alter
natuerlich niedrigere Gaenge. Doch die Kurbelgarnitur kann nur min 42T
(notfalls 39T, ist aber schwer zu bekommen)
Du brauchst erstmal nur 1 Ring, und auch wenn Du ihn schwer bekommen
hast, hast Du ihn.
39T passt daruf, aber die drei Zaehne weniger lohnen keinen hohen
Aufwand oder viel Geld.
Was ist "viel Geld"?
Post by Joerg
Post by Martin Gerdes
Wenn Du keine passende Kettenblattgarnitur bekommst (Ich fahre zweifach
50/28), kannst Du auch eine dreifache nehmen, außen eine
Kettenschutzscheibe montieren (Leistungsanreiz durch höheres Gewicht!)
und fährst zweifach Mitte und innen. Innen solltest Du ein hinreichend
kleines Kettenblatt montiert bekommen.
Dazu keine Meinung. Wer schweigt, stimmt zu -- oder wie?
Post by Joerg
Post by Martin Gerdes
Post by Joerg
und das Schaltwerk hinten packt das 32T Ritzel nur so gerade eben.
Wenn Du vorne 28 Zähne fährst, sollte das an einem "RR" erstmal reichen.
Hinten war erst 21T max, dann 28T, nun 32T. Man wird nicht juenger. Vorn
gibt es nur 52 und 42.
Nö. Ich fahre vorn 50/28 (siehe oben).
Post by Joerg
Wenn ich mehr als die nun deutlich steilere
Kassette umbaue, muesste alles neu.
Stimmt. Das ist ohne Frage eine Millioneninvestition. Vergiß es, das
kannst Du niemals finanzieren.
Gerald Eіscher
2018-02-21 23:28:30 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Post by Joerg
39T passt daruf, aber die drei Zaehne weniger lohnen keinen hohen
Aufwand oder viel Geld.
Was ist "viel Geld"?
Von Specialités T.A. 44 FRZ, von Stronglight keine 20 FRZ. Kann man sich
in einem ärmlichen Land wie Kalifornien natürlich nicht leisten.
Abgesehen davon hat der Typ eh keine Ahnung, der Unterschied von 42 auf
39 Z ist deutlich spürbar und auf seinen LK 130 passen auch 38 Z.
Post by Martin Gerdes
Post by Joerg
Post by Martin Gerdes
Post by Joerg
und das Schaltwerk hinten packt das 32T Ritzel nur so gerade eben.
Wenn Du vorne 28 Zähne fährst, sollte das an einem "RR" erstmal reichen.
Hinten war erst 21T max, dann 28T, nun 32T. Man wird nicht juenger. Vorn
gibt es nur 52 und 42.
Nö. Ich fahre vorn 50/28 (siehe oben).
Dazu müsste er die Kurbel tauschen, das wäre mindestens
Post by Martin Gerdes
eine Millioneninvestition.
--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |
frank paulsen
2018-02-22 06:39:09 UTC
Permalink
Post by Gerald Eіscher
Post by Martin Gerdes
Post by Joerg
39T passt daruf, aber die drei Zaehne weniger lohnen keinen hohen
Aufwand oder viel Geld.
Was ist "viel Geld"?
Von Specialités T.A. 44 FRZ, von Stronglight keine 20 FRZ. Kann man sich
in einem ärmlichen Land wie Kalifornien natürlich nicht leisten.
Abgesehen davon hat der Typ eh keine Ahnung, der Unterschied von 42 auf
39 Z ist deutlich spürbar und auf seinen LK 130 passen auch 38 Z.
ich fahre derzeit 39/51 Shimano 105, die bekommt man fuer wenig geld bei
fixie-herstellern in gut altbrauchbar. ich habe fuer 'sieht aus wie neu'
inclusive kurbeln, ohne pedale 15 EUR bezahlt.

ich gehe fest davon aus, dass es die auf craigslist auch geben wird, und
sie haben natuerlich den vorteil, den gleichen vierkant wie
zeitgenoessische Shimano 600 zu haben, und man kann dafuer auch billige
ersatzlager bekommen.

schwierig sind eigentlich nur die griffhauben fuer die bremsen :-/

ps: ja, der umstieg von 42/52 auf 39/51 hat mir hier quasi ueber den
berg geholfen, und mich sehr motiviert.
--
frobnicate foo
Gerald Eіscher
2018-02-22 20:36:55 UTC
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Post by frank paulsen
Post by Gerald Eіscher
Post by Martin Gerdes
Post by Joerg
39T passt daruf, aber die drei Zaehne weniger lohnen keinen hohen
Aufwand oder viel Geld.
Was ist "viel Geld"?
Von Specialités T.A. 44 FRZ, von Stronglight keine 20 FRZ. Kann man sich
in einem ärmlichen Land wie Kalifornien natürlich nicht leisten.
Abgesehen davon hat der Typ eh keine Ahnung, der Unterschied von 42 auf
39 Z ist deutlich spürbar und auf seinen LK 130 passen auch 38 Z.
ich fahre derzeit 39/51 Shimano 105,
Habe ich in den 90er so benutzt, 51er und 39er habe ich noch rumliegen.
Nein, das 39er schmeiß ich dem nicht über den Atlantik.
Post by frank paulsen
die bekommt man fuer wenig geld bei
fixie-herstellern in gut altbrauchbar. ich habe fuer 'sieht aus wie neu'
inclusive kurbeln, ohne pedale 15 EUR bezahlt.
Kurbel und Kettenblätter mit LK 130 sollte man nachgeschmissen kriegen,
die will kaum noch jemand.
Post by frank paulsen
schwierig sind eigentlich nur die griffhauben fuer die bremsen :-/
Gibt einen Hersteller, der die alten Griffgummis nachproduziert. Frag
mich aber bitte nicht nach einer URL...
Post by frank paulsen
ps: ja, der umstieg von 42/52 auf 39/51 hat mir hier quasi ueber den
berg geholfen, und mich sehr motiviert.
Ich habe den Tausch der Kurbel vor 17 Jahren auf LK 110 und 50/36 nicht
bereut.
--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |
Hans CraueI
2018-02-22 22:44:20 UTC
Permalink
Gerald EÑ scher schrieb
Kurbel und KettenblÀtter mit LK 130 sollte man nachgeschmissen
kriegen, die will kaum noch jemand.
Vor einigen Wochen brachte ich eine Tuete Altmetall zum
Wertstoffhof. Im Altmetall-Container lag eine fast neu
aussehende Shimano 105-Garnitur, 170mm, LK 130 mit 52/39.
Kurz darauf lag sie nicht mehr da.

Hans
Gerald Eіscher
2018-02-22 23:50:19 UTC
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Post by Hans CraueI
Gerald EÑ scher schrieb
Kurbel und Kettenblätter mit LK 130 sollte man nachgeschmissen
kriegen, die will kaum noch jemand.
Vor einigen Wochen brachte ich eine Tuete Altmetall zum
Wertstoffhof. Im Altmetall-Container lag eine fast neu
aussehende Shimano 105-Garnitur, 170mm, LK 130 mit 52/39.
Kurz darauf lag sie nicht mehr da.
Möchtest du damit sagen, dass du dir widerrechtlich eine im Eigentum des
Wertstoffsammelunternehmens befindliche 105er Kurbel angeeignet hast?
Mögest du für dieses Frevel den Rest deines Lebens in der Hölle schmoren!
--
Gerald

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Hans CraueI
2018-02-23 23:40:09 UTC
Permalink
Gerald EÑ scher schrieb
Hans CraueI schrieb
Post by Hans CraueI
Vor einigen Wochen brachte ich eine Tuete Altmetall zum
Wertstoffhof. Im Altmetall-Container lag eine fast neu
aussehende Shimano 105-Garnitur, 170mm, LK 130 mit 52/39.
Kurz darauf lag sie nicht mehr da.
Möchtest du damit sagen, dass du dir widerrechtlich eine im
Eigentum des Wertstoffsammelunternehmens befindliche 105er Kurbel
angeeignet hast?
Iwo, diese Formulierung wird dem Sachzusammenhang in keiner Weise
gerecht. Dem Wertstoffhof ist naemlich als oberstes Ziel das
Recycling aufgegeben, vorzugsweise als Up- und nur ungern als
Downcycling.

Ich habe nun vorliegend einen Teil der dem Werkstoffhof aufgebenen
Aufgaben in Form einer Geschaeftsfuehrung ohne Auftrag uebernommen,
indem ich die Kurbel dem Recycling zufuehre. Dies sogar im engsten
Sinne des Wortes, insofern ich damit wieder cycle. Jedenfalls
prospektiv, noch liegt sie in der Kiste. Das der Kurbel widerfahrene
Schicksal deutet sogar darauf hin, dass die Kurbel bei meiner
Nutzung ein Upcycling erfahren wird.
Mögest du fÌr dieses Frevel den Rest deines Lebens in der Hölle schmoren!
Katholisch und trotzdem Spass dabei?

Hans
Ulli Horlacher
2018-02-23 22:42:31 UTC
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Post by Gerald Eіscher
Abgesehen davon hat der Typ eh keine Ahnung, der Unterschied von 42 auf
39 Z ist deutlich spürbar und auf seinen LK 130 passen auch 38 Z.
Fahr ich am Tandem: 24/38/53 auf LK130
Prima Abstufung fuer mich.
--
+ Ulli Horlacher + ***@tandem-fahren.de + http://tandem-fahren.de/ +
Joerg
2018-02-22 20:02:27 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Post by Joerg
Post by Martin Gerdes
Post by Joerg
Kann ich nicht nachvollziehen und wir leben in der kalifornischen
Sierra, ziemlich bergig. Am RR fehlen mir mit zunehmendem Alter
natuerlich niedrigere Gaenge. Doch die Kurbelgarnitur kann nur min 42T
(notfalls 39T, ist aber schwer zu bekommen)
Du brauchst erstmal nur 1 Ring, und auch wenn Du ihn schwer bekommen
hast, hast Du ihn.
39T passt daruf, aber die drei Zaehne weniger lohnen keinen hohen
Aufwand oder viel Geld.
Was ist "viel Geld"?
Nicht viel, vermutlich geht das unter $200.
Post by Martin Gerdes
Post by Joerg
Post by Martin Gerdes
Wenn Du keine passende Kettenblattgarnitur bekommst (Ich fahre zweifach
50/28), kannst Du auch eine dreifache nehmen, außen eine
Kettenschutzscheibe montieren (Leistungsanreiz durch höheres Gewicht!)
und fährst zweifach Mitte und innen. Innen solltest Du ein hinreichend
kleines Kettenblatt montiert bekommen.
Dazu keine Meinung. Wer schweigt, stimmt zu -- oder wie?
Habe ich doch weiter unten geschrieben.
Post by Martin Gerdes
Post by Joerg
Post by Martin Gerdes
Post by Joerg
und das Schaltwerk hinten packt das 32T Ritzel nur so gerade eben.
Wenn Du vorne 28 Zähne fährst, sollte das an einem "RR" erstmal reichen.
Hinten war erst 21T max, dann 28T, nun 32T. Man wird nicht juenger. Vorn
gibt es nur 52 und 42.
Nö. Ich fahre vorn 50/28 (siehe oben).
Post by Joerg
Wenn ich mehr als die nun deutlich steilere
Kassette umbaue, muesste alles neu.
Stimmt. Das ist ohne Frage eine Millioneninvestition. Vergiß es, das
kannst Du niemals finanzieren.
Ich bin kein Anhaenger der Wegwerfgesellschaft und die alte Shimano 600
Chose muesste dann rausgerissen werden. Es funktioniert ja. Ich habe eh
Bedenken, dass das alte RR steile Bergtouren hier nicht aushalten wuerde
und nehme daher einfach das MTB. So wie man auf den meisten Pisten dort
oben nicht mit einem Sportwagen fahren wuerde, sondern mit dem SUV, wo
es nicht beim ersten klaffenden Loch im Strassenbelag das Fahrgestell
zerlegt. Das war in den 80ern, als das RR neu war, bei meinen Touren in
Ostbelgien aehnlich. Nur gab es damals keine fuer einen Studenten
bezahlbaren MTB.
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
Martin Gerdes
2018-02-22 22:49:39 UTC
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Post by Joerg
Post by Martin Gerdes
Post by Joerg
39T passt daruf, aber die drei Zaehne weniger lohnen keinen hohen
Aufwand oder viel Geld.
Was ist "viel Geld"?
Nicht viel, vermutlich geht das unter $200.
Um Antworten bist Du sichtlich nie verlegen.

Schreib doch in Zukunft einfach den eigentlichen Grund, nämlich: "Ich
will nicht", statt daß Du Dir irgendwelche abstrusen angeblich
sachlichen Gründe zusammenstoppelst.
Joerg
2018-02-23 00:04:01 UTC
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Post by Martin Gerdes
Post by Joerg
Post by Martin Gerdes
Post by Joerg
39T passt daruf, aber die drei Zaehne weniger lohnen keinen hohen
Aufwand oder viel Geld.
Was ist "viel Geld"?
Nicht viel, vermutlich geht das unter $200.
Um Antworten bist Du sichtlich nie verlegen.
Schreib doch in Zukunft einfach den eigentlichen Grund, nämlich: "Ich
will nicht", statt daß Du Dir irgendwelche abstrusen angeblich
sachlichen Gründe zusammenstoppelst.
Das hatte ich.
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
Gerald Eіscher
2018-02-23 00:09:11 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Post by Joerg
Post by Martin Gerdes
Post by Joerg
39T passt daruf, aber die drei Zaehne weniger lohnen keinen hohen
Aufwand oder viel Geld.
Was ist "viel Geld"?
Nicht viel, vermutlich geht das unter $200.
Na wenn das so ist, schicke ich meines gerne für $ 190 inkl. Versand ins
schöne Kalifornien.
Post by Martin Gerdes
Um Antworten bist Du sichtlich nie verlegen.
Schreib doch in Zukunft einfach den eigentlichen Grund, nämlich: "Ich
will nicht", statt daß Du Dir irgendwelche abstrusen angeblich
sachlichen Gründe zusammenstoppelst.
Die Preise drüben für europäische Fahrradteile sind durchaus ambitioniert:
http://peterwhitecycles.com/str-rings.php
STR272601 Stronglight CT2 130mm 5 bolt outer position black 39t $ 74.00

Ist zwar die teflonbeschichtete Luxusversion, kostet hier aber nur 49 FRZ.

Über Aliexpress gibt's Kettenblätter vom freundlichen Chinesen
allerdings zu einem Bruchteil, wenn man nur will.
--
Gerald

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Martin Gerdes
2018-02-23 22:08:02 UTC
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Post by Gerald Eіscher
Um Antworten bist Du [Joerg] sichtlich nie verlegen.
Schreib doch in Zukunft einfach den eigentlichen Grund, nämlich: "Ich
will nicht", statt daß Du Dir irgendwelche abstrusen angeblich
sachlichen Gründe zusammenstoppelst.
http://peterwhitecycles.com/str-rings.php
STR272601 Stronglight CT2 130mm 5 bolt outer position black 39t $ 74.00
Kleines Geld, wenn man genau danach sucht.
Post by Gerald Eіscher
Ist zwar die teflonbeschichtete Luxusversion, kostet hier aber nur 49 FRZ.
Na und? Wenn Du hier eine Levis-Jeans kaufst, zahlst Du auch den
Nominalwert des amerikanischen Preises x 2 in Euro. (Ami-Preis zwischen
40 und 50 Dollar, hier im Laden zu 90 bis 110 Euro). Die Leute kaufen
trotzdem.
Post by Gerald Eіscher
Über Aliexpress gibt's Kettenblätter vom freundlichen Chinesen
allerdings zu einem Bruchteil, wenn man nur will.
Die meisten Mitschreiber hier sind wohlsituierte Bürger, die über die
nötigen finanziellen Mittel verfügen. Wenn das Herz an einem ganz
bestimmten Alt-Fahrradteil hängt und man es zufälligerweise irgendwo
findet, dann schlägt man bis zu kleinen dreistelligen Preisen einfach zu
und verfällt nicht in Jammerei, daß die Welt so schlecht ist. Geld ist
(bei aller Sparsamkeit) letztlich zum Ausgeben da.
Gerald Eіscher
2018-02-23 22:46:01 UTC
Permalink
Post by Martin Gerdes
Post by Gerald Eіscher
Um Antworten bist Du [Joerg] sichtlich nie verlegen.
Schreib doch in Zukunft einfach den eigentlichen Grund, nämlich: "Ich
will nicht", statt daß Du Dir irgendwelche abstrusen angeblich
sachlichen Gründe zusammenstoppelst.
http://peterwhitecycles.com/str-rings.php
STR272601 Stronglight CT2 130mm 5 bolt outer position black 39t $ 74.00
Kleines Geld, wenn man genau danach sucht.
Sag das dem Ami.
Post by Martin Gerdes
Post by Gerald Eіscher
Ist zwar die teflonbeschichtete Luxusversion, kostet hier aber nur 49 FRZ.
Na und?
Ich beschwer mich ja nicht, ich stelle nur fest.
Post by Martin Gerdes
Wenn Du hier eine Levis-Jeans kaufst, zahlst Du auch den
Nominalwert des amerikanischen Preises x 2 in Euro. (Ami-Preis zwischen
40 und 50 Dollar, hier im Laden zu 90 bis 110 Euro). Die Leute kaufen
trotzdem.
Dein Vergleich hinkt etwas. Das eine ist Preispolitik von Lewis (Wenn
die Europäer so blöd sind, 100 FRZ für unsere Jeans zu zahlen, dann
verlangen wir eben 100 FRZ[1].), das andere der Aufwand für Peter White
relativ geringe Stückzahlen an Fahrradteilen aus Europa zu importieren.
Post by Martin Gerdes
Post by Gerald Eіscher
Über Aliexpress gibt's Kettenblätter vom freundlichen Chinesen
allerdings zu einem Bruchteil, wenn man nur will.
Die meisten Mitschreiber hier sind wohlsituierte Bürger, die über die
nötigen finanziellen Mittel verfügen.
Der Ami-Troll offensichtlich nicht, sonst hätte er schon längst ein 39er
an seine Kurbel geschraubt.


[1] Da fällt mir ein, dass ich eine neue 501 kaufen wollte.
--
Gerald

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Martin Gerdes
2018-02-25 11:53:17 UTC
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Post by Gerald Eіscher
Post by Martin Gerdes
Post by Gerald Eіscher
STR272601 Stronglight CT2 130mm 5 bolt outer position black 39t $ 74.00
Kleines Geld, wenn man genau danach sucht.
Sag das dem Ami.
... dem deutschen Auswanderer und Ehrenkalifornier. Der liest schon mit.
Post by Gerald Eіscher
Post by Martin Gerdes
Post by Gerald Eіscher
Ist zwar die teflonbeschichtete Luxusversion, kostet hier aber nur 49 FRZ.
Na und?
Ich beschwer mich ja nicht, ich stelle nur fest.
Ich auch.
Post by Gerald Eіscher
Post by Martin Gerdes
Wenn Du hier eine Levis-Jeans kaufst, zahlst Du auch den
Nominalwert des amerikanischen Preises x 2 in Euro. (Ami-Preis zwischen
40 und 50 Dollar, hier im Laden zu 90 bis 110 Euro). Die Leute kaufen
trotzdem.
Dein Vergleich hinkt etwas. Das eine ist Preispolitik von Levis (Wenn
die Europäer so blöd sind, 100 FRZ für unsere Jeans zu zahlen, dann
verlangen wir eben 100 FRZ[1].), das andere der Aufwand für Peter White
relativ geringe Stückzahlen an Fahrradteilen aus Europa zu importieren.
Viele Dinge mögen im Detail nicht vergleichbar sein, und doch im
entscheidenden Punkt.

Die meisten Leute hier sind wohlsituiert, die sind finanziell in der
Lage, für ein Vintage-Teil z.B. einen Fuffi draufzulegen.

Bei solchen Teilen ist die Verfügbarkeit der primäre Engpaß, und den muß
man ggf. halt mit Geld überwinden. Ich sage ja nicht, daß man ein Teil
gleich mit Gold aufwiegen muß, aber für ein Teil, was man einmal kauft
und dann lange hat, kann man schon statt 20 Euro 75 Euro hinlegen -- ich
jedenfalls würde das vermutlich tun, statt das Angebot verstreichen zu
lassen, und dann festzustellen, daß ich in einem halben Jahr das Teil
immer noch nicht anderswo gefunden habe.

YMMV.
Post by Gerald Eіscher
Post by Martin Gerdes
Die meisten Mitschreiber hier sind wohlsituierte Bürger, die über die
nötigen finanziellen Mittel verfügen.
Der Ami-Troll offensichtlich nicht, sonst hätte er schon längst ein 39er
an seine Kurbel geschraubt.
Na ja, ein Troll ist unser werter Joerg sicherlich nicht.

Ich halte es zwar für erstaunlich, welches Gewese er um ein Kettenblatt
macht. Aber das muß er letztlich selber wissen.
Post by Gerald Eіscher
[1] Da fällt mir ein, dass ich eine neue 501 kaufen wollte.
Wer weiß? Wenn Du nicht so frech zu Joerg gewesen wärest, vielleicht
hätte er sie Dir gekauft und zugeschickt. Das hätte sich trotz der
absurd hohen Portokosten eventuell sogar gelohnt.

Immerhin gibts die 501 m.W. bei uns auch zu kaufen (im Gegensatz zur 505
-- die es immerhin in Trumpistan wieder gibt, sie waren auch dort ein
Weilchen aus dem Programm).
Hans CraueI
2018-02-25 12:51:08 UTC
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Gerald EÑ scher schrieb
Post by Gerald Eіscher
http://peterwhitecycles.com/str-rings.php
STR272601 Stronglight CT2 130mm 5 bolt outer position black 39t $ 74.00
Ist zwar die teflonbeschichtete Luxusversion, kostet hier aber nur 49 FRZ.
So schwer ist LK130 aber auch in GOC nicht zu beschaffen.
Eine schnelle Suche gab etwa
<http://sheldonbrown.com/harris/chainrings/130.html>

Bei Sugino mit 39t ist man mit 30,95 US$ dabei.
Ist natuerlich nicht T.A.

Aber Vintage ist das alles noch lange nicht.

Hans
Thomas Scharkowski
2018-02-25 13:13:58 UTC
Permalink
Post by Hans CraueI
Gerald EÑ scher schrieb
Post by Gerald Eіscher
http://peterwhitecycles.com/str-rings.php
STR272601 Stronglight CT2 130mm 5 bolt outer position black 39t $ 74.00
Ist zwar die teflonbeschichtete Luxusversion, kostet hier aber nur 49 FRZ.
So schwer ist LK130 aber auch in GOC nicht zu beschaffen.
Eine schnelle Suche gab etwa
<http://sheldonbrown.com/harris/chainrings/130.html>
Bei Sugino mit 39t ist man mit 30,95 US$ dabei.
Ist natuerlich nicht T.A.
Aber Vintage ist das alles noch lange nicht.
Hans
https://www.bike-components.de/de/TA/Kettenblatt-Alize-5-Arm-Mitte-130-mm-Lochkreis-p15389/


32,95 €, Versand USA 19,95 €
Wolfgang Strobl
2018-02-20 08:20:21 UTC
Permalink
Am Mon, 19 Feb 2018 19:40:03 +0100 schrieb frank paulsen
Post by frank paulsen
Post by Joerg
Diese super-feine Abstufung bei Fahrraedern hat fuer mich noch nie
Sinn gemacht. Bei Radrennen im Flachland, wo es auf jede Sekunde
ankommt, ok. Jedoch nicht fuer den Alltag.
bei radrennen im flachland sehen wir gerade 1x11-setups, weil, naja, im
flachland reicht das am ende auch wirklich aus.
Joerg hat meine Frage nach der Entfaltung ja geflissentlich ignoriert.
Nun, keine Antwort ist auch eine Antwort.

Was mich betrifft, so halte ich mich ja nun wirklich nicht für einen
starken Fahrer, jeder blutige Radsportanfänger dürfte selbst in meinen
besten Zeiten Kreise um mich gefahren haben. Jedoch wäre ich wahnsinnig
geworden, hätte ich auf dem Weg zur Arbeit und bei den Tagestouren im
Urlaub mit einem vorderen großen Blatt fahren müssen, welches in etwa
dem mittleren Blatt der Dreifachkombination am Rennrad und Reiserad
entspricht. Entweder passt also irgend etwas nicht zusammen von dem,
was er hier mittteilt, bzw. genauer gesagt suggeriert, denn konkrete
Fakten sind ja in eher homöopatischen Dosierungen zwischen all den
YouTube-Links, Symbolvideos und Symbolbildern verteilt, oder er fährt in
Wirklichkeit auch in seinen Schonräumen eher gemütlich.
Post by frank paulsen
und ich habe halt mit 2x6 im 'nicht so wirklich flachland' halt ganz
regelmaessig oben, unten und in der mitte ekelhafte loecher, die
zumindest mich stoeren.
Ich bin heute morgen mal in den Keller gegangen, um mir das Reiserad und
seinen aktuellen Zustand genauer anzuschauen, das hier

Loading Image.../view

Aktuell ist da vorne 52, 39 und 30 und hinten 11-25 verbaut, das ist das
Hinterrad für den Sommerbetrieb gewesen. In der Ecke steht das
Hinterrad für den Winterbetrieb, dort ist ein 11-32-Kranz montiert.

Nötig ist das nicht wirklich, auch nicht, wenn man die Hügelchen
hochfährt, die hier den Rhein säumen. Jedenfalls nicht im Sommer. Wenn
man allerdings schon ziemlich durchgefroren ist, unter
Verkehrsbedingungen, also Blechlawine und Verkehrsgewühl zur Rushhour,
die "Warmfahren" nicht wirklich zulassen, festgefrorenen Schneematsch,
streckenweise von Autoreifen trockengefahrene schmale Asphaltstreifchen,
auf denen man beschleunigen könnte, Ackerfurchen, Radwege, die als
Abraumhalde für von der Fahrbahn weggeräumten Schnee dienen etc. pp. zu
bewältigen hat, dann ist man dankbar, wenn man feinfühlig genau das
Drehmoment aufbringen kann, das den Punkt zwischen stehenbleiben und zur
Seite wegrutschen oder durchdrehen und dann wegrutschen markiert.

Warum 11 am anderen Ende? Nun, so schnell das Wechseln des Hinterrades
auch geht, man möchte das nicht wirklich haben, wenn sich morgens früh
herausstellt, daß es zwar arschkalt, aber sonnig und trocken ist. Da
kann man in der Ebene richtig reintreten, braucht aber die passende
Übersetzung, wenn das Spaß machen soll. Da habe ich dann lieber etwas
größere Sprünge.

Hier ein Blick von der Bonner Kennedybrücke, 6.1.2006, - 9 Grad. Da
liegt zwar noch Schnee, die Hauptstraßen waren aber längst wieder
trockengefahren.

<www.mystrobl.de/Plone/wolfgang-strobl/fotos/bonn/rhein/P1080663.jpge/view>
--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen
Juergen
2018-02-20 11:42:18 UTC
Permalink
Am Tue, 20 Feb 2018 09:20:21 +0100 schrieb Wolfgang Strobl
Post by Wolfgang Strobl
Warum 11 am anderen Ende? Nun, so schnell das Wechseln des Hinterrades
auch geht, man möchte das nicht wirklich haben, wenn sich morgens früh
herausstellt, daß es zwar arschkalt, aber sonnig und trocken ist. Da
kann man in der Ebene richtig reintreten, braucht aber die passende
Übersetzung, wenn das Spaß machen soll. Da habe ich dann lieber etwas
größere Sprünge.
52:11 ist aber schon heftig... für mich muss es da schon spürbar bergab
gehen um das dauerhaft treten zu können.

cu.
Juergen
--
\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\
\ Freie Bits für frei Buerger \
\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\
Wolfgang Strobl
2018-02-20 12:54:29 UTC
Permalink
Am Tue, 20 Feb 2018 12:42:18 +0100 schrieb Juergen
Post by Juergen
Am Tue, 20 Feb 2018 09:20:21 +0100 schrieb Wolfgang Strobl
Post by Wolfgang Strobl
Warum 11 am anderen Ende? Nun, so schnell das Wechseln des Hinterrades
auch geht, man möchte das nicht wirklich haben, wenn sich morgens früh
herausstellt, daß es zwar arschkalt, aber sonnig und trocken ist. Da
kann man in der Ebene richtig reintreten, braucht aber die passende
Übersetzung, wenn das Spaß machen soll. Da habe ich dann lieber etwas
größere Sprünge.
52:11 ist aber schon heftig... für mich muss es da schon spürbar bergab
gehen um das dauerhaft treten zu können.
Das ist bei den beiden genannten Rädern eine Entfaltung von 9,5 m und
ergibt bei einer Trittfrequenz von 70 ein Tempo von 40 km/h.
Lt. Bikepower oder Kreuzotter braucht das ca 310 W. Das schaffe ich
längst nicht mehr längere Zeit, schon gar nicht dauerhaft, jedenfalls
nicht auf dem Rollentrainer, aber aber immer noch lange genug, um -
virtuell - ein paar hundert Meter zu sprinten. Aber nimm mal ein
1%-Gefälle oder etwas Rückenwind (7 km/h), dann reichen plötzlich auch
220 W für 40 km/h. Oder beides zusammen und trete mit 90 upm, gut 300
W, dann reicht das für knapp 50 km/h.

Etwas realistischer, in der Ebene bin ich dauerhaft mit ziemlich
gemütlichen 33-34 km/h gefahren, das ergibt dann eine glatte
Trittfrequenz von 60 upm und 200W. Natürlich muß man dann zum
Beschleunigen runterschalten oder kurzeitig aufstehen. Und es ist die
günstige Fahrgeschwindigkeit, nicht der Schnitt, der lag dann eher bei
25 km/h.

Es ist nichts ätzender als günstige Gelegenheiten, die man aber nicht
nutzen kann, weil die Schaltung es nicht hergibt.
--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen
Juergen
2018-02-20 11:38:53 UTC
Permalink
Am Mon, 19 Feb 2018 07:59:06 -0800 schrieb Joerg
Post by Joerg
Post by Joerg
Da kommen wir zum naechsten Murks bei Fahrraedern. Die immer hoehere
Zahl an Ritzeln ist ein Mumpitz, weil das damit immer anfaelliger und
Am RR und am alten MTB habe ich hinten 7 Gaenge. Das reicht voellig.
Räder werden nicht nur für Joergs gebaut.
Post by Joerg
Ich schalte auf dem MTB die meiste Zeit nur vorn und am
hinteren Kranz 2-5-8 oder 2-5-9. Auch beim RR ueberspringe ich so gut
wie immer einige Ritzel.
Räder werden nicht nur für Joergs gebaut.
Post by Joerg
Man koennte natuerlich 3-4 Ritzel
zwischendrin aus einem 7er Paket rausnehmen.
Gibt bestimmt ein lustiges Schaltverhalten.
Post by Joerg
Diese super-feine Abstufung bei Fahrraedern hat fuer mich noch nie Sinn
gemacht. Bei Radrennen im Flachland, wo es auf jede Sekunde ankommt, ok.
Jedoch nicht fuer den Alltag.
Räder werden nicht nur für Joergs gebaut.

Alltag bedeutet für viele RR und MTB längere Touren, oft in der Gruppe.
Wo die besseren Fahrer nicht ihr gewohntes Tempo fahren können wenn die
Gruppe nicht ständig auseinander reißen soll. Das ist dann die Stunde
der sonst nicht benutzten Ritzel. Fährt man die Steigung halt mal zwei
Gänge niedriger rauf als man es alleine tun würde. Und sieht auf einmal
Dinge die einem vorher nie auffielen.

cu.
Juergen
--
\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\
\ Freie Bits für frei Buerger \
\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\
Joerg
2018-02-20 15:45:38 UTC
Permalink
Post by Juergen
Am Mon, 19 Feb 2018 07:59:06 -0800 schrieb Joerg
Post by Joerg
Post by Joerg
Da kommen wir zum naechsten Murks bei Fahrraedern. Die immer hoehere
Zahl an Ritzeln ist ein Mumpitz, weil das damit immer anfaelliger und
Am RR und am alten MTB habe ich hinten 7 Gaenge. Das reicht voellig.
Räder werden nicht nur für Joergs gebaut.
Post by Joerg
Ich schalte auf dem MTB die meiste Zeit nur vorn und am
hinteren Kranz 2-5-8 oder 2-5-9. Auch beim RR ueberspringe ich so gut
wie immer einige Ritzel.
Räder werden nicht nur für Joergs gebaut.
Deine Schallplatte hat einen Sprung.
Post by Juergen
Post by Joerg
Man koennte natuerlich 3-4 Ritzel
zwischendrin aus einem 7er Paket rausnehmen.
Gibt bestimmt ein lustiges Schaltverhalten.
Noe. Aehnliches hatte ich eine zeitlang, als beim RR noch der letzte
Freilaufkoerper aus der UG Zeit drauf war. Der packte keine 7-Ritzel HG
Kassetten. Innen war nach Umfrickeln ein Sprung von 18 auf 28, spaeter
habe ich 18 auf 32 probiert. Lief beides problemlos. Nachdem der
Freilaufkoerper zerbratzt und ein neuer angesagt war, mischte ich das
wieder zurueck auf 7-Ritzel ... 18-21-24-28-32.
Post by Juergen
Post by Joerg
Diese super-feine Abstufung bei Fahrraedern hat fuer mich noch nie Sinn
gemacht. Bei Radrennen im Flachland, wo es auf jede Sekunde ankommt, ok.
Jedoch nicht fuer den Alltag.
Räder werden nicht nur für Joergs gebaut.
Deine Schallplatte hat schon wieder einen Sprung.
Post by Juergen
Alltag bedeutet für viele RR und MTB längere Touren, oft in der Gruppe.
Laengere Touren ja, und da braucht man das nicht. Gruppen sind
hierzugegend seltener. Ausser bei RR und dann sind das fast immer flotte
Fahrer in Einheits-Trikots.
Post by Juergen
Wo die besseren Fahrer nicht ihr gewohntes Tempo fahren können wenn die
Gruppe nicht ständig auseinander reißen soll. Das ist dann die Stunde
der sonst nicht benutzten Ritzel. Fährt man die Steigung halt mal zwei
Gänge niedriger rauf als man es alleine tun würde. Und sieht auf einmal
Dinge die einem vorher nie auffielen.
Nun, mein Elastizitaetsbereich ueberdeckt durchaus mehr als 15% und bei
anderen "besseren Fahrern" duerfte das aehnlich sein.
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
Arno Welzel
2018-02-23 13:54:17 UTC
Permalink
Post by Thomas Bliesener
Post by Joerg
Da kommen wir zum naechsten Murks bei Fahrraedern. Die immer hoehere
Zahl an Ritzeln ist ein Mumpitz, weil das damit immer anfaelliger und
weniger haltbar wird. Inzwischen geht es bis 12 hinten. Krank.
Am RR und am alten MTB habe ich hinten 7 Gaenge. Das reicht voellig.
Wenn die Schaltung bei meinem juengeren 10-Ritzel MTB hinueber ist, baue
ich das u.U. auf 7-Gang oder 8-Gang um, wenn ich dafuer Kassetten mit
36T ohne Freudenhauspreis bekommen kann.
Warum so viele? Ein Motorrad hat oft nur 5 Gänge, manche sogar weniger.
Ein Motorrad hat auch einen Motor, dem das Drehmoment relativ egal ist,
solange er es noch aufbringen kann.

Als menschlicher "Motor" will man aber eine der Geschwindigkeit,
Steigung und der aktuellen Leistungsfähigkeit angepasste Übersetzung
haben und da können 3 oder 5 Gänge zuwenig sein.
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
https://de-rec-fahrrad.de
http://fahrradzukunft.de
Joerg
2018-02-23 15:29:19 UTC
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Post by Arno Welzel
Post by Thomas Bliesener
Post by Joerg
Da kommen wir zum naechsten Murks bei Fahrraedern. Die immer hoehere
Zahl an Ritzeln ist ein Mumpitz, weil das damit immer anfaelliger und
weniger haltbar wird. Inzwischen geht es bis 12 hinten. Krank.
Am RR und am alten MTB habe ich hinten 7 Gaenge. Das reicht voellig.
Wenn die Schaltung bei meinem juengeren 10-Ritzel MTB hinueber ist, baue
ich das u.U. auf 7-Gang oder 8-Gang um, wenn ich dafuer Kassetten mit
36T ohne Freudenhauspreis bekommen kann.
Warum so viele? Ein Motorrad hat oft nur 5 Gänge, manche sogar weniger.
Ein Motorrad hat auch einen Motor, dem das Drehmoment relativ egal ist,
solange er es noch aufbringen kann.
Als menschlicher "Motor" will man aber eine der Geschwindigkeit,
Steigung und der aktuellen Leistungsfähigkeit angepasste Übersetzung
haben und da können 3 oder 5 Gänge zuwenig sein.
Wobei nach meinem Eindruck viele RR-Fahrer wie die Prinzessin auf der
Erbse sind. Normal gestufte Kraenze haben etwa 15%
Uebersetzungsunterschied von Ritzel zu Ritzel. Das ist einigen
Flachlandfahrern tatsaechlich zu grob. MTB-Fahrer haben meist einen weit
hoeheren Elastizitaetsbereich und ueberschalten daher staendig. 50% oder
mehr. Je nach Gelaende geht das eh nicht anders. Auf RR fahren die oft
etwas "schaltfaul".
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
Thomas Bliesener
2018-02-23 17:06:11 UTC
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Post by Arno Welzel
Ein Motorrad hat auch einen Motor, dem das Drehmoment relativ egal ist,
solange er es noch aufbringen kann.
Als menschlicher "Motor" will man aber eine der Geschwindigkeit,
Steigung und der aktuellen Leistungsfähigkeit angepasste Übersetzung
haben und da können 3 oder 5 Gänge zuwenig sein.
Natürlich, natürlich. Das ist jedem verständigen Radfahrer klar. Ich
hatte meine Frage jedoch an das kalifornische Drehmomentwunder
gerichtet, das uns des öfteren die Segnungen der Motorradtechnik
näherbringen will.
--
bli
Anton Ertl
2018-02-17 13:44:46 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Strobl
Unter dem Strich wird man feststellen, daß es darauf ankommt, wozu man
ein Fahrrad benutzt. Wenn es dazu dient, sich im Gelände auszutoben,
spielt Effizienz sicherlich nicht so die große Rolle.
Zumindest fuer einen auf der Welt: Joerg. Von daher frage ich mich,
warum er nicht endlich ein Motorrad kauft, den Motor ausbaut,
Tretkurbeln einbaut, und dann damit endlich die Art von Fahrrad hat,
die er sich laut seinen Postings hier immer wuenscht.
Post by Wolfgang Strobl
Post by Joerg
Aus RR-Reifen hat bisher keiner meiner Bekannten mehr aus 4000km
rausbekommen, bis die Laufflaeche bedenklich duenn geworden war. Und das
auch nur bei teuren Sorten.
Da verbirgt sich ein Denkfehler. Laufleistung ist so ziemlich das
nebensächlichste Kriterium bei Rennradreifen. Renntaugliche im Wortsinne
sollen im Prinzip gerade mal ein Rennen aushalten. Unter normalen
europäischen Bedingungen halten eher für "Training" und vergleichbare
Zwecke gedachte Mäntel aber so lange, daß es einem eigentlich ziemlich
schnuppe sein kann, wie lange. Was mir in all den Jahren mit dem
Rennrad verschlissen ist, wurde eher von Glasscherben erlegt oder
verschliss an zerbröselten Flanken, als daß es durch abgewetzte
Laufflächen aufgefallen wäre.
Mir sind vor knapp 2 Jahren nach 14Mm am Vorderreifen (Vredestein Flex
Sport, leider nicht mehr erhaeltlich) braune Flecken aufgefallen, den
ich zunaechst fuer Dreck von der Strasse hielt. Da die Flecken sich
aber nicht abfuhren, sondern im Gegenteil immer groesser wurden, habe
ich mir das naeher angeschaut, und siehe da, das Braune war die
Schicht unter der Laufflaeche.

- anton
--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/
Radfahrer sollten vor oder hinter fahrenden Kfz fahren und nicht daneben
Wolfgang Strobl
2018-02-19 21:13:58 UTC
Permalink
Post by Anton Ertl
Post by Wolfgang Strobl
Unter dem Strich wird man feststellen, daß es darauf ankommt, wozu man
ein Fahrrad benutzt. Wenn es dazu dient, sich im Gelände auszutoben,
spielt Effizienz sicherlich nicht so die große Rolle.
Zumindest fuer einen auf der Welt: Joerg. Von daher frage ich mich,
warum er nicht endlich ein Motorrad kauft, den Motor ausbaut,
Tretkurbeln einbaut, und dann damit endlich die Art von Fahrrad hat,
die er sich laut seinen Postings hier immer wuenscht.
Nachtrag. Nur um mal abschätzen zu können, mit was für einer
verkehrspolitischen Mission unser Analogconsultant aus der
kalifornischen Wildnis daheim unterwegs ist, nachfolgendes Fullquote
eines Artikels aus rec.bicycles.tech von heute. Da streitet er sich
gerade wieder mal mit Frank Krygowski (ein Urgestein, den eigentlich
jeder kennt, der die rec.bicycles-Gruppen liest) herum. Thema ist etwas,
das in meiner Fahrradmärchensammlung unter "Straßen sind gefährlich"
abgehandelt wird.

<http://www.mystrobl.de/ws/fahrrad/maerchen.htm>

"Radwege und Radstreifen andererseits führen Radfahrer zwangsweise aus
dem Sichtbereich des schnell fließenden Verkehrs heraus - und werfen sie
an jeder Kreuzung den Autos wieder unerwartet vor die Reifen.
Darüberhinaus führt das Durchbrechen des sonst durchgängigen
Ordnungsprinzip "Fahrzeuge werden nach gewünschter Fahrtrichtung und
nach aktuell gefahrener Geschwindigkeit sortiert" zu einer Vielzahl von
Komplikationen, die durch Sonderregeln (etwa 'Radfahrer haben auch dann
Vorrang, wenn sie schnelleren Rechtsabbiegeverkehr geradeausfahrend
überholen' - auf dem Radweg nämlich) nicht verhindert werden können,
sondern eher noch schlimmer gemacht werden. Umfragen zufolge kennen
beispielsweise rund 30% der Autofahrer eben diese Regel nicht mal dem
Inhalte nach. Wie soll man Regelbefolgung erwarten, wenn die Regeln
unbekannt sind, oder zu kompliziert sind und deswegen ignoriert werden?"

Zu den 30% gehört in diesem Fall ein Polizist, der beim Abbiegen in
seine Wache einen geradeausfahrenden Radfahrer über den Haufen fährt.
(Ich unterstelle hier, daß in Irland i.W. die selben Regeln gelten wie
in Good Old Germany).

Ort der Handlung, Dublin (Linksverkehr!).

Es geht um den hier
http://www.dailymail.co.uk/news/article-5408529/Dramatic-footage-shows-cyclist-crashing-car.html
ausgeschlachteten Unfall. Das Video gibt es auch als Direktlink hier
<http://video.dailymail.co.uk/video/mol/2018/02/19/3802902743157946578/1024x576_MP4_3802902743157946578.mp4>

"Dramatic moment cyclist with no helmet collides with a car in the bike
lane as driver turns left - to go to work at POLICE STATION (but was the
cyclist actually to blame?)"

Über die folgenden beiden bizarren Aspekte brauchen wir eigentlich nicht
zu reden, diese Art von Qualitätsjournalismus ist inzwischen Standard:

- wie hier in der nicht der üble Verkehrsverstoß eines uniformierten
Polizisten, sondern das fehlende Nudelsieb in der Überschrift
hervorgehoben wird und kurzerhand eine Kopfverletzung suggeriert wird

"The cyclist, who appears to be wearing a woolly hat but no helmet,
smacks into the passenger door of the Toyota, which was reportedly being
driven by a uniformed police officer."

"The cyclist and the bike are thrown onto the bonnet of the car - and
the cyclist's head can be seen smacking onto the bonnet, before he lands
on the ground."

Erst danach, wenn ein Teil der Leser wohl schon das Interesse verloren
haben dürfte, wird dann wieder abgewiegelt, tatsächlich wurde der

"Speaking today, Joey said: 'I spoke to the cyclist after when he was
leaving in the ambulance and he seemed a little hurt."

- die entlarvend parteiische Wortwahl.

"However, within seconds a cyclist speeds down the cycle lane and
collides with the turning car. "

Tatsächlich fahren beide Fahrzeuge mit ähnlichen Geschwindigkeiten.
Beide nähern sich mit normalem Innerortstempo, beide bremsen an der
Einmündung ab. Der ganze Film ist aber so geschnitten, daß er das
Gegenteil suggeriert. Die weitwinkligke Verzerrung der Randzone des
Objektivs der Dashcamera zeigt darüberhinaus den Radfahrer eher von der
Seite, das Auto aber von hinten, was die Geschwindigkeitswahrnehmung
beeinflußt.

Wir haben hier die klassische kognitive Dissonanz in der traditionellen
Radverkehrspolitik, die Radfahrer einerseits als langsame
Verkehrshindernisse "zu ihrer eigenen Sicherheit" aus dem Wege räumen
möchte, dies aber sofort aufgibt und sie als Rüpel oder Raser
diffamiert, wenn sie dort dann vorhersehbar zu Schaden kommen, wenn sie,
was sie auf der Fahrbahn ohne besondere Vorkehrungen tun könnten, sich
auf die geltenen Verkehrsregeln und Abläufe verlassen.

Wie haben hier die klassische kognitive Dissonanz auch in der
veröffentlichten Meinung, in der nicht mal Meinung produziert wird,
sondern pures, aus dem Kleinhirn gesteuertes Bauchgefühl. Einerseits
spielt da der Radfahrer schon mit seinem Leben, wenn er im Winter eine
Wollmütze trägt und man seinen Schädel schon an einer Motorhaube
zerschollen. Aber anderseits soll er sich bitte nicht wie die
Prinzessin auf der Erbse gerieren und vielleicht sogar Forderungen
stellen, weil es ja so aussieht, daß es ihm bloß ein wenig weh tut.
Außerdem hätte er es ja kommen sehen müssen.

Die selbe Masche, zwei nicht miteinander verträgliche Positionen
trotzdem eisern zu vertreten kommt auch in Joergs Statements im
folgenden Threadschnipsel zum Ausdruck. Er hat eigentlich nur zwei
Möglichkeiten.

_Entweder_ er stellt sich auf den Standpunkt, daß Fahrräder nachrangige
Fahrzeuge sein sollen und die Radfahrer gefälligst in jedweder
Verkehrssituation, die der Regelung bedarf, wartepflichtig sind. Dann
muß er aber die Rechtslage ändern, denn die sagt etwas anderes.
Daüberhinaus kann man sich dann aber auch die meisten aufwendigen
Straßenmalerein und Beschilderungen schenken..

_Oder_ er akzeptiert die geltene Rechtslage, auch wenn sie aufgrund all
der Sonderfälle für die Separierung schwer zu vermitteln ist. Dann
sollte er sich aber damit abfinden, _daß_ man dies vermitteln und auch
durchsetzen muss.

Man könnte sich natürlich auch auf den Standpunkt stellen, das der Kern
des Problems weder der dumme Polizist noch der dumme Radfahrer ist,
sondern das Konzept der Separierung von Fahrzeugverkehr in einer Ebene,
welches auch kluge Polizisten und kluge Radfahrer viel zu oft
überfordert.


| Message-ID: <p6f88l$us$***@dont-email.me>
| From: Frank Krygowski <***@sbcglobal.net>
| Newsgroups: rec.bicycles.tech
| Subject: Re: Ouch. This happened to me once
| Date: Mon, 19 Feb 2018 14:24:04 -0500
| References: <p6eqml$mg6$***@dont-email.me> <p6etil$d17$***@dont-email.me>
| <***@mid.individual.net> <p6f2vg$njd$***@dont-email.me>
| <***@mid.individual.net>
|
| On 2/19/2018 1:42 PM, Joerg wrote:
| > On 2018-02-19 09:53, Frank Krygowski wrote:
| >> On 2/19/2018 11:42 AM, Joerg wrote:
| >>> On 2018-02-19 08:21, Frank Krygowski wrote:
| >>>> On 2/19/2018 10:32 AM, AMuzi wrote:
| >>>>> http://www.dailymail.co.uk/news/article-5408529/Dramatic-footage-shows-cyclist-crashing-car.html
| >>>>>
| >>>>>
| >>>>>
| >>>>> (I was test riding a customer's race bike when Asian Kitchen delivery
| >>>>> turned in. They replaced his bike.)
| >>>>
| >>>> How odd! The magic paint somehow failed to prevent the collision!
| >>>>
| >>>
| >>> The turn signal of the car shown in the video should have. It is not
| >>> wise to blow past a car when its turn signal clearly indicates that
| >>> the driver intends to turn into your path. While it is still the fault
| >>> of the car driver I do not understand how a cyclist could simply
| >>> ignore that.
| >>>
| >>> Oh, and bright lights do help in such situations. When a car driver
| >>> sees some really bright light in the rear view and outside mirror that
| >>> does get their attention. Experienced it myself many times, when they
| >>> slammed on the brake pedal.
| >>
| >> It depends. The most deadly right hooks occur with large trucks and
| >> buses. Those vehicles have huge blind spots, not "may not notice" spots.
| >> If your light can't be seen (which is very typical in such situations)
| >> it can't help.
| >>
| >
| > On poorly equipped trucks, yes. Others, not so much. Check the lower
| > round mirror here:
| >
| >

| >
| > Modern trucks have dual panel mirrors where this is more integrated.
|
| It would be irresponsible to advise anyone to trust the mirrors on a big
| truck or bus, no matter how fancy they may appear. Check out these videos:
|
|

|
|

|
| > Anyhow, I would never pass a truck on the
| > right unless I have established an acknowledged visual contact with the
| > driver.
|
| But the bike lane sends a different message, as interpreted by the
| cyclist in Andrew's link and many other cyclists. Again, this collision
| type was responsible for many of the cluster of cyclist deaths in London
| a couple years ago.
|
| >> So let me ask again:
| >>
| >>>>                                                     ...  Under what
| >>>> circumstances would a straight-ahead motoring lane be placed between
| >>>> the
| >>>> curb and a lane where turns are permitted? And when would a motorist
| >>>> think it's safe to "undertake" like that when a vehicle has its turn
| >>>> signal blinking?
| >>
| >> In other words, who would design an equivalent lane stripe for a motor
| >> vehicle? Not even the most incompetent highway designer. Yet American
| >> bike advocates lobby for such nonsense until the politicians cave in.
| >>
| >
| > They generally don't. European ones sometimes do, they have to learn a
| > lot more. This is how it's done right:
| >
| > https://goo.gl/maps/2spLh13Junn
| >
| > If you virtually move along that road you will see that the bike lane
| > switches to the middle, in this case even across two right-turn lanes. I
| > nearly always have to go straight ahead there and despite coming through
| > there during rush hour never had a problem.
|
| Joerg, there absolutely are advocacy groups lobbying for bike lanes on
| _all_ streets, and wanting them to the far right for protection. They
| even lobby specifically for bike lanes in door zones. I know of two
| cities in Ohio that caved into those demands.
|
| >>> I have witnessed a few such accidents. _All_ of them sans bike lane.
| >>
| >> And doubtlessly, almost all of them edge riders.
| >>
| >
| > It's the law in most jurisdictions. Whether one of the exemption
| > situations applies is entirely up to the cop. In court the cop is nearly
| > always right. BTDT.
|
| I've tried without success to correct your ignorance of the laws. Yes,
| there are some cops who are also ignorant, but that's why advocacy
| groups should be working on education instead of demanding more
| defective facilities. Education of cyclists, education of motorists and
| education of law enforcement officials.
|
| --
| - Frank Krygowski
--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen
Sepp Ruf
2018-02-19 23:07:47 UTC
Permalink
Am 19.02.2018 um 22:13 schrieb Wolfgang Strobl:

[hyperfluiden r.b.t-Transfer gesnippt]
Post by Wolfgang Strobl
<http://video.dailymail.co.uk/video/mol/2018/02/19/3802902743157946578/1024x576_MP4_3802902743157946578.mp4>
Tatsächlich fahren beide Fahrzeuge mit ähnlichen Geschwindigkeiten.
Haeh? Hast du ein weiteres Video unterschlagen ...
Post by Wolfgang Strobl
Beide nähern sich mit normalem Innerortstempo, beide bremsen an der
Einmündung ab. Der ganze Film ist aber so geschnitten, daß er das
Gegenteil suggeriert. Die weitwinkligke Verzerrung der Randzone des
Objektivs der Dashcamera zeigt darüberhinaus den Radfahrer eher von der
Seite, das Auto aber von hinten, was die Geschwindigkeitswahrnehmung
beeinflußt.
... oder halluzinierst du seit deinem Unfall oefters?

Geh zum bunten Presse-Kiosk und kauf dem Moechtegernmessenger, der schon im
Vorfeld aus der Kombination wartendes Garda-Auto und bremsender Toyota nicht
den richtigen Schluss fuer sichere Optionen zog, eine Grosspackung Siebter Sinn.

[Zutreffendes ueber Radverkehrspolitik, Medien usw. geloescht; hyperfluiden
Reimport von Manzanitajoergeleien geloescht]
Wolfgang Strobl
2018-02-20 07:38:05 UTC
Permalink
Am Tue, 20 Feb 2018 00:07:47 +0100 schrieb Sepp Ruf
Post by Sepp Ruf
[hyperfluiden r.b.t-Transfer gesnippt]
Post by Wolfgang Strobl
<http://video.dailymail.co.uk/video/mol/2018/02/19/3802902743157946578/1024x576_MP4_3802902743157946578.mp4>
Tatsächlich fahren beide Fahrzeuge mit ähnlichen Geschwindigkeiten.
Haeh? Hast du ein weiteres Video unterschlagen ...
Du sprichst in Rätseln.
...
Post by Sepp Ruf
... oder halluzinierst du seit deinem Unfall oefters?
Schreib, was Du sagen willst, kontextbezogen und in einem vernünftigen
Tonfall, oder such Dir jemand anders für Deine pubertären Gifteleien.
Danke.
--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen
Sepp Ruf
2018-02-20 15:59:02 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Strobl
Post by Sepp Ruf
Post by Wolfgang Strobl
<http://video.dailymail.co.uk/video/mol/2018/02/19/3802902743157946578/1024x576_MP4_3802902743157946578.mp4>
Tatsächlich fahren beide Fahrzeuge mit ähnlichen Geschwindigkeiten.
Haeh? Hast du ein weiteres Video unterschlagen ...
Du sprichst in Rätseln.
Nein, ich kann bloss ueberhaupt nicht nachvollziehen, wie ein neutraler und
geuebter Beobachter das Geschehen inkl. Geschwindigkeiten aus Kenntnis BLOSS
DES OBEN verlinkten Videos so beschreiben wuerde wie du! Ich hab es mir
wiederholt und auch stark verlangsamt angesehen und auf vermeintlich
wesentliche Linsenrandverzerrung geachtet, und komme mir von dir aehnlichTM
ver*rscht vor wie z.B. von unnuetzen Links, die Analog-Joergl gelegentlich
zur vermeintlichen argumentativen Stuetzung seiner Meinung bringt.
Johann Mayerwieser
2018-02-15 12:18:19 UTC
Permalink
Post by Joerg
Ansonsten sind die
meisten afrikanischen Laender langfristig nicht in der Lage, ihre
Bevoelkerung zu allein ernaehren oder eine gescheite
Gesundheitsversorgung zu halten. Das Argument, dass alles an den
Kolonialmaechten laege, zieht heute nun wirklich nicht mehr. Die
Probleme sind schlicht hausgemacht, auch wenn es nicht immer so schlimm
wie in Zimbabwe ist.
Gut - wenn sie ihre landwirtschaftlichen Gründe an die Chinesen verkaufen
(lassen) und Coca Cola das Trinkwasser wegpumpen und nach Zusatz von 1 ml
Konzentrat/Liter um teures Geld verkaufen lassen, liegt die Schuld nicht
mehr bei den Kolonialmächten. Tatsache ist aber, dass der Kontinent als
riesiger Selbstbedienungsladen angesehen wird und die Afrikaner es nicht
schaffen, eine Demokratie aufzubauen. Da sehe ich viele Gründe, die
aufzuzählen den Rahmen bei Weitem sprengen würde.
Joerg
2018-02-15 15:36:57 UTC
Permalink
Post by Johann Mayerwieser
Post by Joerg
Ansonsten sind die
meisten afrikanischen Laender langfristig nicht in der Lage, ihre
Bevoelkerung zu allein ernaehren oder eine gescheite
Gesundheitsversorgung zu halten. Das Argument, dass alles an den
Kolonialmaechten laege, zieht heute nun wirklich nicht mehr. Die
Probleme sind schlicht hausgemacht, auch wenn es nicht immer so schlimm
wie in Zimbabwe ist.
Gut - wenn sie ihre landwirtschaftlichen Gründe an die Chinesen verkaufen
(lassen) und Coca Cola das Trinkwasser wegpumpen und nach Zusatz von 1 ml
Konzentrat/Liter um teures Geld verkaufen lassen, liegt die Schuld nicht
mehr bei den Kolonialmächten. Tatsache ist aber, dass der Kontinent als
riesiger Selbstbedienungsladen angesehen wird und die Afrikaner es nicht
schaffen, eine Demokratie aufzubauen. ...
Hier kommst Du der Sache schon naeher. Voelker in Afrika haben kaum
Mitspracherechte und die Korruption ist oft zuegellos. Dito in vielen
Gegenden Suedamerikas und Asiens. Aber das wuerde hier wirklich zu weit
fuehren.
Post by Johann Mayerwieser
... Da sehe ich viele Gründe, die
aufzuzählen den Rahmen bei Weitem sprengen würde.
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
Olokun
2018-02-15 21:16:00 UTC
Permalink
Salama!
Post by Husky-Alex
http://youtu.be/1Na_MtMuQYA
Das hat der Film bestimmt nicht verdient. Kaum motorisierte Fahrzeuge
und Straßen, dafür aber viele Menschen. Ganz anders als so, wie ich das
von zuhause kenne. Macht irgendwie Sinn.
Wenn Du damit die Bilder am Anfang aus der einzigen größeren Stadt im
Video, Antsirabe, meinst: Antsirabe ist die Fahrradhauptstadt
Madagaskars. In der Hauptstadt Antananarivo (bergig und voller Autos)
sind Fahrradfahrer echte Exoten. Bin mir nicht mal sicher, ob ich da
gerne fahren würde. Selbst im flachen Mahajanga an der Westküste waren
Radfahrer deutlich seltener als in Antsirabe, dort überwogen Fußgänger
und handgezogene Wagen. (Dort gab es auch recht viele Autos, Urlaubsort)

Ich war in Antsirabe, Antananavrivo, Mahajanga und Vatomandry (kleinerer
Ort an der Ostküste), das Ziel der Radler im Video, Morondava, ist erst
für meinen nächsten Besuch auf Madagaskar eingeplant. Die Landschaft
kommt mir allerdings schon bekannt vor. Und die macht Lust auf
Radfahren. (Was ich auf Madagaskar allerdings bisher nicht gemacht habe.
:( )

Veloma
Olokun
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