Discussion:
frech: "Das ordnungsgemaesse Tragen eines H*lms"
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Tomas Graser
2018-03-18 10:04:15 UTC
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Raw Message
https://www.presseportal.de/pm/110977/3889723

Da versucht offenbar das Polizeipräsidium Stuttgart, im Rahmen der
jährlichen städtischen Unfallstatistik eine Pflicht zum Tragen von
Styroporhüten zu signalisieren.
Zumindest ist das Wort "ordnungsgemäss" so eingesetzt, dass es erst mal wie
ein "vorschriftsmässig" dasteht.
Und erst im Nachhinein ist eine andere Deutungsmöglichkeit zu entdecken -
die sachgemässe Befestigung des Teils am Kopf. Fies gemacht, wie ich finde.

Die Nacherzählung in der hiesigen örtlichen Presse war dann nämlich so
verkürzt, dass die andere Deutung unter den Tisch fällt.

Die angebotenen Facsheets sind ausführlich und übersichtlich aufbereitet.
Abgesehen davon errechnen sie aus lachhaft kleinen Fallzahlen Prozentwerte
mit Nachkommastellen (z.B. Verkehrstote steigen von 8 auf 10 - Zunahme 13,1%
/Factsheet 1).

8 der 10 Verkehrstoten in 2017 sind übrigens Fussgänger.


Thomas
Juergen
2018-03-18 10:40:28 UTC
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Raw Message
Am Sun, 18 Mar 2018 11:04:15 +0100 schrieb Tomas Graser
Post by Tomas Graser
Da versucht offenbar das Polizeipräsidium Stuttgart, im Rahmen der
jährlichen städtischen Unfallstatistik eine Pflicht zum Tragen von
Styroporhüten zu signalisieren.
Und erst im Nachhinein ist eine andere Deutungsmöglichkeit zu entdecken -
die sachgemässe Befestigung des Teils am Kopf. Fies gemacht, wie ich finde.
Ganz unrecht haben sie in meinen Augen ja nicht: Wer unbedingt ein
Helmchen tragen will sollte zumindest den Kinnriemen schließen. Ich sehe
auch immer wieder "überzeugte Helmträger" bei denen der Helm zu sehr in
Richtung Nacken sitzt. Vermutlich weil er eigentlich gar nicht richtig
auf ihren Kopf passt.

cu.
Juergen
--
\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\
\ Freie Bits für frei Buerger \
\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\
H0Iger SchuIz
2018-03-18 12:24:47 UTC
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Post by Juergen
Ganz unrecht haben sie in meinen Augen ja nicht: Wer unbedingt ein
Helmchen tragen will sollte zumindest den Kinnriemen schließen.
Nö, wieso? Keine Schutzwirkung hat er so oder so. Mit etwas Glück fällt
der nicht geschlossene Helm beim Unfall rechtzeitig vom Kopf und man hat
gewisse Nachteile nicht.

Welches ist die korrekte Art, eine Hasenpfote mit sich zu führen?

hs
Bernd Ullrich
2018-03-18 14:18:03 UTC
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Post by H0Iger SchuIz
Post by Juergen
Ganz unrecht haben sie in meinen Augen ja nicht: Wer unbedingt ein
Helmchen tragen will sollte zumindest den Kinnriemen schließen.
Nö, wieso? Keine Schutzwirkung hat er so oder so. Mit etwas Glück fällt
der nicht geschlossene Helm beim Unfall rechtzeitig vom Kopf und man hat
gewisse Nachteile nicht.
Welches ist die korrekte Art, eine Hasenpfote mit sich zu führen?
https://de.wikipedia.org/wiki/Hasenpfote

"Im europäischen Mittelalter glaubte man daran, dass Zahnschmerzen durch
das Umbinden einer Hasenpfote um den Hals verschwinden würden"


BU
Sepp Ruf
2018-03-19 13:26:48 UTC
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Post by Bernd Ullrich
Post by H0Iger SchuIz
Post by Juergen
Ganz unrecht haben sie in meinen Augen ja nicht: Wer unbedingt ein
Helmchen tragen will sollte zumindest den Kinnriemen schließen.
Und vorne und hinten Reflektoren mit Duebeln bis ins Holz anbringen, sicher
ist sicher!
Post by Bernd Ullrich
Post by H0Iger SchuIz
Nö, wieso? Keine Schutzwirkung hat er so oder so. Mit etwas Glück fällt
der nicht geschlossene Helm beim Unfall rechtzeitig vom Kopf und man hat
gewisse Nachteile nicht.
Welches ist die korrekte Art, eine Hasenpfote mit sich zu führen?
https://de.wikipedia.org/wiki/Hasenpfote
"Im europäischen Mittelalter glaubte man daran, dass Zahnschmerzen durch
das Umbinden einer Hasenpfote um den Hals verschwinden würden"
Das europaeische Mittelalter erscheint im Vergleich zu Glaubenssystemen
heutiger Wirrkoepfe geradezu wissenschaftlich:
[1]
<http://media-cdn.sueddeutsche.de/image/sz.1.3911676/860x860>
Johann Mayerwieser
2018-03-19 21:16:09 UTC
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Post by Bernd Ullrich
"Im europäischen Mittelalter glaubte man daran, dass Zahnschmerzen durch
das Umbinden einer Hasenpfote um den Hals verschwinden würden"
eng genug gebunden verschwinden Zahnschmerzen mit tödlicher Sicherheit.
Tomas Graser
2018-03-18 12:45:22 UTC
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Post by Juergen
"überzeugte Helmträger" bei denen der Helm zu sehr in
Richtung Nacken sitzt. Vermutlich weil er eigentlich gar nicht richtig
auf ihren Kopf passt.
Es ist in Wahrheit nicht wichtig, ob das Teil passt oder ob es wirkt.

Analog zu den Radwegen: wichtig ist, dass man ein gutes Gefühl dadurch hat.
Praktischerweise lässt sich das in diesem Fall einfach käuflich erwerben.
Bernd Ullrich
2018-03-18 14:30:07 UTC
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Post by Tomas Graser
https://www.presseportal.de/pm/110977/3889723
""Es lohnt sich, Ihr BESTES - Ihr Gehirn - zu schützen. Tragen Sie Ihren
Helm bitte ordnungsgemäß - im Fahrradkorb oder mit nicht geschlossenem
Kinnriemen hilft er Ihnen nicht.", appelliert Claudia Rohde. "

Ein bissel Victim-Blaming an die Adresse der"Nigger des Straßenverkehrs"
auszuschütten ist doch normal.

BU
H0Iger SchuIz
2018-03-21 12:47:04 UTC
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Post by Bernd Ullrich
Tragen Sie Ihren
Helm bitte ordnungsgemäß - im Fahrradkorb oder mit nicht geschlossenem
Kinnriemen hilft er Ihnen nicht.", appelliert Claudia Rohde.
Damit dürfte sie sogar recht haben. Die Implikation, dass er außerhalb
des Korbs mit geschlossenem Kinnriemen aber hülfe, spricht sie nicht
aus. Sie wird wissen warum.

hs
Martin Gerdes
2018-03-18 14:51:32 UTC
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Post by Tomas Graser
https://www.presseportal.de/pm/110977/3889723
Da versucht offenbar das Polizeipräsidium Stuttgart, im Rahmen der
jährlichen städtischen Unfallstatistik eine Pflicht zum Tragen von
Styroporhüten zu signalisieren.
Das versucht die Polizei schon seit vielen Jahren.
Post by Tomas Graser
Zumindest ist das Wort "ordnungsgemäss" so eingesetzt, dass es erst mal wie
ein "vorschriftsmässig" dasteht.
Ja.
Post by Tomas Graser
Und erst im Nachhinein ist eine andere Deutungsmöglichkeit zu entdecken -
die sachgemässe Befestigung des Teils am Kopf. Fies gemacht, wie ich finde.
| Trugen bei den unfallbeteiligten Pedelecfahrern 39 Prozent ordnungsgemäß
| einen Helm, waren es bei den Radfahrern nur 33 Prozent.

Man könnte aus dieser Angabe herauslesen, daß es gefährlicher ist, mit
Pedelec einen Helm zu tragen, als mit dem Fahrrad.

| Bemerkenswert ist, daß 24 Prozent der Pedelecfahrer und 31 Prozent
| der Radfahrer zwar einen Helm mitführten, ihn aber nicht oder nicht
| richtig benutzten.

Und was heißt das dann?
Post by Tomas Graser
Die Nacherzählung in der hiesigen örtlichen Presse war dann nämlich so
verkürzt, dass die andere Deutung unter den Tisch fällt.
Windschutzscheibenperspektive.
Post by Tomas Graser
Die angebotenen Facsheets sind ausführlich und übersichtlich aufbereitet.
... nur die Zahlen stimmen halt nicht.
Post by Tomas Graser
Abgesehen davon errechnen sie aus lachhaft kleinen Fallzahlen Prozentwerte
mit Nachkommastellen (z.B. Verkehrstote steigen von 8 auf 10 - Zunahme 13,1%
/Factsheet 1).
8 der 10 Verkehrstoten in 2017 sind übrigens Fussgänger.
Haben denn wenigstens die ordnungsgemäß einen Helm getragen?

Mich ärgert bei eigentlich allen Veröffentlichungen jeglicher
Polizeidienststelle, daß dort Vermutungen als Tatsachen dargestellt
werden und wesentliche Umstände systematisch unterschlagen werden.

Es wäre sicherlich interessant zu erfahren, wie viele Verkehrsverstöße
tatsächlich in der Statistik auftauchen, also wie hoch die Dunkelziffer
ist. 1:1000 reicht sicherlich nicht. Ich schätze, daß der
Durchschnittsautofahrer bei einer Fahrt von seiner Wohnung in die
Innenstadt mindestens zehnmal die zulässige Geschwindigkeit
überschreitet (in T30-Zonen fährt jeder schneller als 30, in den auf 50
km/h beschränkten Ausfallstraßen fahren die meisten 50 "mit
Mehrwertsteuer". Wie oft aber wird man geblitzt? _Sehr_ selten.

In krassem Gegensatz zu dieser Vollzugspraxis stehen die
Veröffentlichungen der Polizei, die alle Verkehrsverstöße auf den Einer
genau angeben und daraus dann weitreichende Schlüsse ziehen.

Alle Interpretation hat aber keinen Boden, wenn die Grunddaten nicht
stimmen.
Bernd Ullrich
2018-03-18 18:16:06 UTC
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Raw Message
Am 18.03.2018 um 15:51 schrieb Martin Gerdes:
[...]
Post by Martin Gerdes
In krassem Gegensatz zu dieser Vollzugspraxis stehen die
Veröffentlichungen der Polizei, die alle Verkehrsverstöße auf den Einer
genau angeben und daraus dann weitreichende Schlüsse ziehen.
Nirgends ist festgelegt\verankert dass die Polizei jemanden ausserhalb
deren Befehlsstruktur genaue Daten liefern _MUSS_.
Das kommt dann erst mit der vollständigen Einrichtung des
"HeimatzSchutzMinisteriums", dann erst werden die Daten an die Dienste
ohne Verzug weitergeleitet.
Die Geheime Staatzpolizei feiert fröhliche Auferstehung...
Post by Martin Gerdes
Alle Interpretation hat aber keinen Boden, wenn die Grunddaten nicht
stimmen.
Anzahl und Umfang der Grunddaten legt die Polizei fest passend zur
erwünschten Wirkung.

BU
Jörg "Yadgar" Bleimann
2018-03-20 21:51:40 UTC
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Hi(gh)!
Post by Bernd Ullrich
Nirgends ist festgelegt\verankert dass die Polizei jemanden ausserhalb
deren Befehlsstruktur genaue Daten liefern _MUSS_.
Das kommt dann erst mit der vollständigen Einrichtung des
"HeimatzSchutzMinisteriums", dann erst werden die Daten an die Dienste
ohne Verzug weitergeleitet.
Die Geheime Staatzpolizei feiert fröhliche Auferstehung...
...und anschließend werden wir alle vergast! Hinein in unsere Lungen,
süßes Zyklon B!

Uärgl!
Bernd Ullrich
2018-03-20 22:23:36 UTC
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Raw Message
Post by Jörg "Yadgar" Bleimann
Hi(gh)!
Post by Bernd Ullrich
Nirgends ist festgelegt\verankert dass die Polizei jemanden ausserhalb
deren Befehlsstruktur genaue Daten liefern _MUSS_.
Das kommt dann erst mit der vollständigen Einrichtung des
"HeimatzSchutzMinisteriums", dann erst werden die Daten an die Dienste
ohne Verzug weitergeleitet.
Die Geheime Staatzpolizei feiert fröhliche Auferstehung...
....und anschließend werden wir alle vergast! Hinein in unsere Lungen,
süßes Zyklon B!
Du machtz dir zu einfach , erst kommt die geballte Ladung der
konventiellen Schikanen...


https://freiheitsrechte.org/vsg-bayern-pm/

". Damit droht auch solchen Menschen die Ausforschung durch sogenannte
„Staatstrojaner“, die sich nicht das Geringste haben zuschulden kommen
lassen."

" Unzulässig weit gehen überdies die Befugnisse des Bayerischen
Verfassungsschutzes, erhobene Daten an inländische und ausländische
öffentliche Stellen, aber auch an Private und an Unternehmen weiterzugeben."

Halte besser einen Vorrat an frischen Vogelfutter\oder was die Trojaner
mit Vorliebe fressen parat...

BU

BU
Jörg "Yadgar" Bleimann
2018-03-21 15:00:16 UTC
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Raw Message
Hi(gh)!
Post by Bernd Ullrich
https://freiheitsrechte.org/vsg-bayern-pm/
". Damit droht auch solchen Menschen die Ausforschung durch sogenannte
„Staatstrojaner“, die sich nicht das Geringste haben zuschulden kommen
lassen."
" Unzulässig weit gehen überdies die Befugnisse des Bayerischen
Verfassungsschutzes, erhobene Daten an inländische und ausländische
öffentliche Stellen, aber auch an Private und an Unternehmen
weiterzugeben."
Nein, also B 8 und alle weiter nach Südosten führenden
Sehnsuchts-Straßen vergangener Zeiten sind damit wirklich erledigt - je
weiter südöstlich man (von Köln aus gesehen) kommt, desto reaktionärer,
unfreier und menschenverachtender werden die Verhältnisse! Schöne
Steigerung: Bayern-Österreich-Ungarn-Türkei-Iran, und über Afghanistan
müssen wir nicht reden!

In letzter Zeit orientiere ich mich bei meinen Fahrradreise-Träumereien
eher nordwärts, auch wenn das Wetter jenseits des 55. Breitengrads
meistens noch beschissener ist (eher in .no als in .se) als
hierzulande... aber wenigstens ist die Landschaft nicht so grässlich
zugemenscht und kaputtgeautelt wie hier, es gilt Jedermannsrecht beim
Campen und mit viel Glück begegnet man sogar Lynx lynx lynx.., oder wird
von einem brünftigen Alces alces über den Haufen gerannt.

Und in Gedanken errichte ich an der Bundesstraße 8 kurz hinter Limburg
eine Stele mit dem Inschrift "NEC PLUS ULTRA" - bis hierher und nicht
weiter!

Bis bald im Khyberspace!

Yadgar
Thomas Bliesener
2018-03-18 23:47:09 UTC
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Post by Martin Gerdes
| Trugen bei den unfallbeteiligten Pedelecfahrern 39 Prozent ordnungsgemäß
| einen Helm, waren es bei den Radfahrern nur 33 Prozent.
Man könnte aus dieser Angabe herauslesen, daß es gefährlicher ist, mit
Pedelec einen Helm zu tragen, als mit dem Fahrrad.
Früher hat die Polizei noch die erschreckend niedrige Helmtragequote in
der Jahresbilanz für BW erwähnt. Helmtragequote 13 % unter allen
Radfahrern, aber 30 % der getöteten Radfahrer trugen einen. Das war der
Helmpropaganda nicht zuträglich, zumindest bei Leuten mit
Grundschulabschluß, daher scheint man inzwischen auf diese Angabe zu
verzichten.
<https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/weniger-verkehrstote-und-verletzte/>

In der Verkehrsunfallstatistik Stuttgart 2013 hieß es:
| Bei 153 (35,09%) Verkehrsunfällen trugen die Radfahrer (davon fünf
| Pedelec-Fahrer) keinen Helm.
Das heißt, in 65 % aller Fahrradunfälle waren Helmträger verwickelt. Die
Tragequote in Stuttgart scheint extrem hoch zu sein ...
Post by Martin Gerdes
Post by Tomas Graser
8 der 10 Verkehrstoten in 2017 sind übrigens Fussgänger.
2013 waren es von 7 Verkehrstoten 5 Fußgänger und 0 Radfahrer. In
Stuttgart ist es für Fußgänger offenbar recht gefährlich. Es müssen
mehr baulich getrennte Gehwege angelegt werden! Als flankierende
Maßnahmen könnte man außer einer Helmpflicht noch ein Fahrbahnverbot
(Straßenquerung!) in Erwägung ziehen.
--
bli
Martin Gerdes
2018-03-19 11:45:58 UTC
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Raw Message
Post by Thomas Bliesener
Post by Martin Gerdes
| Trugen bei den unfallbeteiligten Pedelecfahrern 39 Prozent ordnungsgemäß
| einen Helm, waren es bei den Radfahrern nur 33 Prozent.
Man könnte aus dieser Angabe herauslesen, daß es gefährlicher ist, mit
Pedelec einen Helm zu tragen, als mit dem Fahrrad.
Früher hat die Polizei noch die erschreckend niedrige Helmtragequote in
der Jahresbilanz für BW erwähnt.
... die Helmtragequote ausdrücklich genannt und dazugeschrieben, daß sie
diese für "erschreckend niedrig" hält.

Mich ärgert, daß in Veröffentlichungen von Polizei und anderen Behörden
Vermutungen regelmäßig als Tatsachen dargestellt werden (und dann
hinterher mit diesen "Tatsachen" argumentiert wird). Das ist unseriöse
Argumentation.
Post by Thomas Bliesener
Helmtragequote 13 % unter allen Radfahrern, aber 30 % der getöteten Radfahrer
trugen einen. Das war der Helmpropaganda nicht zuträglich, zumindest bei
Leuten mit Grundschulabschluß, daher scheint man inzwischen auf diese Angabe zu
verzichten.
<https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/weniger-verkehrstote-und-verletzte/>
Vielleicht führt Großmutter eine diesbezügliche Statistik. Gefühlt habe
ich den Eindruck, daß der Helm reflektorisch bei jeder
Radfahrerunfallmeldung genannt wird: "Der Fahrer des LKW wollte rechts
abbiegen. Dabei übersah er den Radfahrer und überrollte ihn. Der
Radfahrer trug keinen Helm."
Post by Thomas Bliesener
| Bei 153 (35,09%) Verkehrsunfällen trugen die Radfahrer (davon fünf
| Pedelec-Fahrer) keinen Helm.
Das heißt, in 65 % aller Fahrradunfälle waren Helmträger verwickelt. Die
Tragequote in Stuttgart scheint extrem hoch zu sein ...
Post by Martin Gerdes
Post by Tomas Graser
8 der 10 Verkehrstoten in 2017 sind übrigens Fussgänger.
2013 waren es von 7 Verkehrstoten 5 Fußgänger und 0 Radfahrer. In
Stuttgart ist es für Fußgänger offenbar recht gefährlich. Es müssen
mehr baulich getrennte Gehwege angelegt werden! Als flankierende
Maßnahmen könnte man außer einer Helmpflicht noch ein Fahrbahnverbot
(Straßenquerung!) in Erwägung ziehen.
Auf jeden Fall muß man diese Fußgänger passend in den Senkel stellen,
daß Vorrang (z.B. bei grüner Fußgängerampel) kein Recht, sondern
lediglich eine Regel ist, auf die der Fußgänger sinnvollerweise
verzichtet, sofern sich eine verkehrspolitisch höherwertigere Lebensform
(etwa ein Kraftfahrer) mit seinem Fahrzeug nähert.
Chr. Maercker
2018-03-19 17:24:09 UTC
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Raw Message
Post by Martin Gerdes
Mich ärgert, daß in Veröffentlichungen von Polizei und anderen Behörden
Vermutungen regelmäßig als Tatsachen dargestellt werden (und dann
hinterher mit diesen "Tatsachen" argumentiert wird). Das ist unseriöse
Argumentation.
FULL ACK. Nur deswegen werden "Radwege" für besonders sicher befunden.
Post by Martin Gerdes
Vielleicht führt Großmutter eine diesbezügliche Statistik. Gefühlt habe
ich den Eindruck, daß der Helm reflektorisch bei jeder
Radfahrerunfallmeldung genannt wird: "Der Fahrer des LKW wollte rechts
abbiegen. Dabei übersah er den Radfahrer und überrollte ihn. Der
Radfahrer trug keinen Helm."
Beinahe. Ich nehme aber an, das hängt davon ab, wie die jeweilige
Polizeibehörde das handhabt.
--
CU Chr. Maercker.

RADWEGE sind TOD-SICHER! Schlaue Füchse fahren Fahrbahn.
Wolfram Jahn
2018-03-19 20:36:57 UTC
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Post by Tomas Graser
8 der 10 Verkehrstoten in 2017 sind übrigens Fussgänger.
Na, da ist ja der Beweis!

Sicher haben die Fußgänger *keinen* Styroporhut getragen und nu sindse tot.

Sterben ja auch dauernd Autofahrer in ihren Kisten und haben auch alle
keinen Helm auf.
Arno Welzel
2018-04-07 20:40:26 UTC
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Raw Message
Post by Tomas Graser
https://www.presseportal.de/pm/110977/3889723
Da versucht offenbar das Polizeipräsidium Stuttgart, im Rahmen der
jährlichen städtischen Unfallstatistik eine Pflicht zum Tragen von
Styroporhüten zu signalisieren.
Zumindest ist das Wort "ordnungsgemäss" so eingesetzt, dass es erst mal wie
ein "vorschriftsmässig" dasteht.
Schlimmer. "Ordnungsgemäß" heist "den Regeln und Normen entsprechend",
so als wäre es die *Regel* und entspräche der anerkannten Norm, dass man
auf einem Fahrrad einen Helm trägt.

Sich aber hier darüber zu ärgern, bringt exakt - nichts.

Hast Du die Verantwortlichen angeschrieben?
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
https://de-rec-fahrrad.de
http://fahrradzukunft.de
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