Discussion:
Umfrage zu bevorzugten Verkehrsführungen
(zu alt für eine Antwort)
Susanne Jäger
2018-07-06 11:56:21 UTC
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Raw Message
noch lange nicht perfekt, aber ein Schritt in die richtige Richtung. Das
DLR fragt nach bevorzugten Führungsformen für Radfahrende. Erst mal nur
eine Kurzstrecke in der Freizeit und einige seltsame Elemente dabei,
aber ich hoffe auf weitere Umfragen zu anderen Verkehrszwecken.

https://app.lamapoll.de/bike/

Sie bitten auch ausdrücklich um ausführliche Nutzung der
Kommentarfunktion am Ende um in Zukunft besser zu werden.
https://twitter.com/DLR_Verkehr/status/1014083526675877888

Gruß
Susanne
Joerg
2018-07-06 17:59:26 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Susanne Jäger
noch lange nicht perfekt, aber ein Schritt in die richtige Richtung. Das
DLR fragt nach bevorzugten Führungsformen für Radfahrende. Erst mal nur
eine Kurzstrecke in der Freizeit und einige seltsame Elemente dabei,
aber ich hoffe auf weitere Umfragen zu anderen Verkehrszwecken.
https://app.lamapoll.de/bike/
Ist aber was seltsam. Zuerst fragen sie, welches Fahrrad man nimmt und
erst danach bieten sie drei innerstaedtische Routen an. Ohne Back
Button. Das macht keinen Sinn. Ich benutze das MTB, wenn ich in die
oestliche Nachbarschaft muss, denn es gibt nur Singletrack dorthin. Nach
Westen kann ich mir aussuchen, ob Singletrack oder Fahrbahn+Radweg. Dort
also je nach Strecke MTB oder RR. Die Entscheidung faellt man bei
Kenntnis der anliegenden Streckenauswahl, nicht davor. Kaum jemand
wuerde freiwillig 50km Asphalt mit dem MTB fahren.

Da habe ich es abgebrochen.
Post by Susanne Jäger
Sie bitten auch ausdrücklich um ausführliche Nutzung der
Kommentarfunktion am Ende um in Zukunft besser zu werden.
https://twitter.com/DLR_Verkehr/status/1014083526675877888
Vielleicht sollte ihnen mal jemand sagen, das neu aufzusetzen :-)
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
HC Ahlmann
2018-07-06 18:40:28 UTC
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Raw Message
Post by Joerg
Post by Susanne Jäger
noch lange nicht perfekt, aber ein Schritt in die richtige Richtung. Das
DLR fragt nach bevorzugten Führungsformen für Radfahrende. Erst mal nur
eine Kurzstrecke in der Freizeit und einige seltsame Elemente dabei,
aber ich hoffe auf weitere Umfragen zu anderen Verkehrszwecken.
https://app.lamapoll.de/bike/
Ist aber was seltsam. Zuerst fragen sie, welches Fahrrad man nimmt und
erst danach bieten sie drei innerstaedtische Routen an. Ohne Back
Button. Das macht keinen Sinn. Ich benutze das MTB, wenn ich in die
oestliche Nachbarschaft muss, denn es gibt nur Singletrack dorthin. Nach
Westen kann ich mir aussuchen, ob Singletrack oder Fahrbahn+Radweg. Dort
also je nach Strecke MTB oder RR. Die Entscheidung faellt man bei
Kenntnis der anliegenden Streckenauswahl, nicht davor. Kaum jemand
wuerde freiwillig 50km Asphalt mit dem MTB fahren.
Da habe ich es abgebrochen.
Post by Susanne Jäger
Sie bitten auch ausdrücklich um ausführliche Nutzung der
Kommentarfunktion am Ende um in Zukunft besser zu werden.
https://twitter.com/DLR_Verkehr/status/1014083526675877888
Vielleicht sollte ihnen mal jemand sagen, das neu aufzusetzen :-)
Vielleicht solltest Du in Betracht ziehen, dass Dein Wohnort nicht zur
Umfrageabsicht passt.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte
Joerg
2018-07-06 18:52:13 UTC
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Raw Message
Post by HC Ahlmann
Post by Joerg
Post by Susanne Jäger
noch lange nicht perfekt, aber ein Schritt in die richtige Richtung. Das
DLR fragt nach bevorzugten Führungsformen für Radfahrende. Erst mal nur
eine Kurzstrecke in der Freizeit und einige seltsame Elemente dabei,
aber ich hoffe auf weitere Umfragen zu anderen Verkehrszwecken.
https://app.lamapoll.de/bike/
Ist aber was seltsam. Zuerst fragen sie, welches Fahrrad man nimmt und
erst danach bieten sie drei innerstaedtische Routen an. Ohne Back
Button. Das macht keinen Sinn. Ich benutze das MTB, wenn ich in die
oestliche Nachbarschaft muss, denn es gibt nur Singletrack dorthin. Nach
Westen kann ich mir aussuchen, ob Singletrack oder Fahrbahn+Radweg. Dort
also je nach Strecke MTB oder RR. Die Entscheidung faellt man bei
Kenntnis der anliegenden Streckenauswahl, nicht davor. Kaum jemand
wuerde freiwillig 50km Asphalt mit dem MTB fahren.
Da habe ich es abgebrochen.
Post by Susanne Jäger
Sie bitten auch ausdrücklich um ausführliche Nutzung der
Kommentarfunktion am Ende um in Zukunft besser zu werden.
https://twitter.com/DLR_Verkehr/status/1014083526675877888
Vielleicht sollte ihnen mal jemand sagen, das neu aufzusetzen :-)
Vielleicht solltest Du in Betracht ziehen, dass Dein Wohnort nicht zur
Umfrageabsicht passt.
Vielleicht sollte in Betracht gezogen werden, dass selbst Auslaender
manchmal nach Deutschland reisen und dort Fahrraeder benutzen.

Auch dachte ich daran, den Link an Deutsche weiterzuschicken. Das macht
aber wenig Sinn, bis es korrigiert ist.
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
Sascha Dungs
2018-07-06 20:26:18 UTC
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Raw Message
Post by Susanne Jäger
Sie bitten auch ausdrücklich um ausführliche Nutzung der
Kommentarfunktion am Ende um in Zukunft besser zu werden.
Habe ich genutzt, u.a. um ihnen mitzuteilen, dass ich das
Fahrstreckenszenario "10 oder 15 Min lang durch Spielstraßen schieben"
irgendwie sinnlos finde.

Auch kenne ich viel zu viele verschiedene Arten von Kopfsteinpflaster,
um sagen zu können, ob ich da fahren möchte oder nicht.
--
Gruß,
Sascha
Bernd Ullrich
2018-07-06 21:01:36 UTC
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Raw Message
Post by Sascha Dungs
Post by Susanne Jäger
Sie bitten auch ausdrücklich um ausführliche Nutzung der
Kommentarfunktion am Ende um in Zukunft besser zu werden.
Habe ich genutzt, u.a. um ihnen mitzuteilen, dass ich das
Fahrstreckenszenario "10 oder 15 Min lang durch Spielstraßen schieben"
irgendwie sinnlos finde.
--------------------------------------------
Post by Sascha Dungs
Auch kenne ich viel zu viele verschiedene Arten von Kopfsteinpflaster,
um sagen zu können, ob ich da fahren möchte oder nicht.
Die basteln ihre Umfragen halt so dass das Gewünschte herauskommt...

BU
Reinhard Zwirner
2018-07-07 16:04:44 UTC
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Raw Message
Post by Sascha Dungs
Post by Susanne Jäger
Sie bitten auch ausdrücklich um ausführliche Nutzung der
Kommentarfunktion am Ende um in Zukunft besser zu werden.
Habe ich genutzt, u.a. um ihnen mitzuteilen, dass ich das
Fahrstreckenszenario "10 oder 15 Min lang durch Spielstraßen
schieben" irgendwie sinnlos finde.
Wieso? Die Gesamtfahrzeit beinhaltet für mich die Zeit der Schieberei
bzw. Schleichfahrt durch die Spielstraße ...

Ciao

Reinhard
Anton Ertl
2018-07-07 16:17:18 UTC
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Raw Message
Post by Sascha Dungs
Sie bitten auch ausdrÃŒcklich um ausfÃŒhrliche Nutzung der
Kommentarfunktion am Ende um in Zukunft besser zu werden.
Habe ich genutzt, u.a. um ihnen mitzuteilen, dass ich das
Fahrstreckenszenario "10 oder 15 Min lang durch Spielstraßen
schieben" irgendwie sinnlos finde.
Wieso? Die Gesamtfahrzeit beinhaltet fÃŒr mich die Zeit der Schieberei
bzw. Schleichfahrt durch die Spielstraße ...
Aber vielleicht geht man diesen Weg dann lieber gleich zu Fuss.

Das ist allerdings ein Problem bei diesem Umfragendesign: Bei
unrealistischen Beispielen werden die Leute vermutlich die eine oder
andere Angabe nicht ernst nehmen und ignorieren. Und daraus kann man
dann nicht schliessen, dass diese Angabe in realistischen Faellen
unwichtig ist.

- anton
--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/
Radfahrer sollten vor oder hinter fahrenden Kfz fahren und nicht daneben
Sascha Dungs
2018-07-08 09:08:00 UTC
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Raw Message
Post by Reinhard Zwirner
Post by Sascha Dungs
Habe ich genutzt, u.a. um ihnen mitzuteilen, dass ich das
Fahrstreckenszenario "10 oder 15 Min lang durch Spielstraßen
schieben" irgendwie sinnlos finde.
Wieso? Die Gesamtfahrzeit beinhaltet für mich die Zeit der Schieberei
bzw. Schleichfahrt durch die Spielstraße ...
Ja, eben. Wenn der schnellste Weg von A nach B aus 8 Minuten Schieberei
durch Spielstraßen besteht, wieso sollte ich dann überhaupt das Fahrrad
hernehmen? Dann kann ich doch einfach zu Fuß gehen und bin (je nach
interessantem Szenario) trotzdem doppelt so schnell wie mit dem Fahrrad
auf der Hauptstraße.
--
Gruß, Sascha
Martin Gerdes
2018-07-06 22:16:11 UTC
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Raw Message
Post by Susanne Jäger
noch lange nicht perfekt, aber ein Schritt in die richtige Richtung. Das
DLR fragt nach bevorzugten Führungsformen für Radfahrende. Erst mal nur
eine Kurzstrecke in der Freizeit
Eine Mittelstrecke.
Post by Susanne Jäger
und einige seltsame Elemente dabei,
aber ich hoffe auf weitere Umfragen
zu anderen Verkehrszwecken.
https://app.lamapoll.de/bike/
Sie bitten auch ausdrücklich um ausführliche Nutzung der
Kommentarfunktion am Ende um in Zukunft besser zu werden.
https://twitter.com/DLR_Verkehr/status/1014083526675877888
Na, dann will ich die Umfrage doch mal kommentieren.

Die grundsätzliche Fragestellung lautet:

| Sie möchten an einem Nachmittag im Mai bei gutem Wetter einen
| Freund besuchen.

| Für diesen Weg gibt es verschiedene Alternativen.

... jeweils 3

| Welchen Weg wählen Sie?

Also: Gute Voraussetzungen, Tageslicht, angenehme Temperatur, kein
Regen.

Ich fahre in der Stadt über alles etwas über 20 km/h Schnitt, d.h. 3
Minuten pro km. In "Spielstraßen" soll man nicht schneller als
"Schrittgeschwindigkeit" fahren, wie man das als Fahrradfahrer ODER GAR
ALS OUTOFAHRER 10 oder 15 Minuten lang aushält, weiß der Himmel.

Wenn diese Wege 10 bis 15 Minuten dauern, übersetzt sich das in
Streckenlängen von 3 bis 5 Kilometern, damit komme ich von meiner
Wohnung ins Stadtzentrum und etwas darüber hinaus. Diese Streckenlänge
ist für mich somit keine besonders kurze, sondern eine normal lange,
durchschnittlich lange.

1. Weg (jeweils Zeichnung plus Beschreibung)

a)
| Reisedauer: 8 Minuten - 3 km
| Hauptstraße
| Radfahrstreifen
| zulässige Höchstgeschwindigkeit: 50km/h
| Asphalt
| keine parkenden Autos
| Straßenbäume


b)
| Reisedauer: 8 Minuten - 3 km
| Hauptstraße
| keine Radinfrastruktur

Hauptstraßen ohne "Radinfrastruktur" gibt es hierzustadt nicht.

| zulässige Höchstgeschwindigkeit: 30km/h

Hauptstraßen, die über 3 km auf 30 km/h beschränkt sind, gibt es
hierzustadt auch nicht.

| Asphalt
| parkende Autos
| Straßenbäume

Unrealistische Vorgabe.

Es gibt in dieser Stadt keine "Hauptstraßen" ohne Rad-weg!-e, es gibt
auch keine Hauptstraßen, die auf eine solche Länge auf 30 km/h begrenzt
wären.


c)
| Reisedauer: 15 Minuten - 5 km,

also 2 km Umweg.

| Hauptstraße
| Radweg
| zulässige Höchstgeschwindigkeit: 30km/h

Unrealistisch.

Cum grano salis ist die Kombination "30 km/h" und "Rad-weg!" auch nicht
zulässig.

Ja, ja, ich kenne hierzustadt eine Stelle, an der eine Hauptstraße auf
einer Strecke von immerhin 1300 m auf 30 km/h begrenzt ist (KEINE Zone),
natürlich mit Fahrbahnverbot.

| Asphalt
| keine parkenden Autos
| keine Straßenbäume

:-) KEINE parkenden Outos? Wo gibt es denn das?


Ich würde auf der Fahrbahn fahren, also b). Einen Umweg von 2 km würde
ich für 3 km Distanz wohl unter so gut wie keinen Bedingungen
akzeptieren.

-------------------------------


2. Weg:
a)
| Reisedauer: 8 Minuten

- 1,5 km bei 10 km/h

| Nebenstraße
| keine Radinfrastruktur
| Spielstraße

EINEINHALB KILOMETER Spielstraße? Wo?

| Kopfsteinpflaster

Kopfsteinpflaster geht garnicht. Die kurzen Kopfsteinpflasterpassagen
auf meinen Wegen umgehe ich regelmäßig über den Gehweg.

| parkende Autos
| keine Straßenbäume

b)
| Reisedauer: 15 Minuten - 5 km, 2 km Umweg
| Hauptstraße
| Radfahrstreifen
| zulässige Höchstgeschwindigkeit: 30km/h

Unrealistisch.
Hauptstraße mit 30 km/h und dann sogar noch ein Radfahrstreifen?

| Asphalt
| keine parkenden Autos
| Straßenbäume

Ein Weg von 5 km als Alternative zu einem Weg von 1,5 km (bei gleichem
Ausgangspunkt und Ziel)? Unrealistisch.

c)
| Reisedauer: 8 Minuten

- 3 km

| Nebenstraße
| keine Radinfrastruktur
| zulässige Höchstgeschwindigkeit: 50km/h

Unrealistisch. Nebenstraßen sind hierzustadt sämtlich auf 30 beschränkt.
Jede Straße, auf der 50 erlaubt ist, muß man als "Hauptstraße"
bezeichnen.

| Asphalt
| parkende Autos
| keine Straßenbäume

c) Natürlich. Den Weg a) gibt es überhaupt nicht.

-------------------------------

3. Weg

a)
| Reisedauer: 15 Minuten

2 km Umweg

| Hauptstraße
| Radfahrstreifen
| zulässige Höchstgeschwindigkeit: 30km/h
| Asphalt
| keine parkenden Autos
| Straßenbäume

"Hauptstraßen", die über 5 km auf 30 km/h beschränkt sind, gibt es
hierzustadt nicht.

Der Weg ist für mich seiner Länge wegen nicht akzeptabel.

b)
| Reisedauer: 8 Minuten

etwa 3 km lang

| Hauptstraße
| Radweg
| zulässige Höchstgeschwindigkeit: 30km/h
| Asphalt
| parkende Autos
| keine Straßenbäume

Auch das unrealistisch:
Hauptstraßen, die über 3 km auf 30 km/h beschränkt sind, gibt es
hierzustadt nicht. Rein theoretisch würde ich auf dieser Straße mit 30
km/h auf der Fahrbahn fahren (und dennoch von allen Outos überholt
werden).

| Reisedauer: 12 Minuten

etwa 2 km lang bei 10 km/h

| Nebenstraße
| Fahrradstraße
| Asphalt
| keine parkenden Autos

Unrealistisch. Fahrradstraßen sind Parkplätze.

| Straßenbäume


Weg b, weil er der zeitlich kürzeste ist. Auf Straßen, die auf 30 km/h
begrenzt sind, kann ich in jedem Fall auf der Asphaltfahrbahn fahren.

-------------------------------

4. Weg:

a)
| Reisedauer: 15 Minuten
| Hauptstraße
| Radweg
| zulässige Höchstgeschwindigkeit: 30km/h

Kombi unrealistisch.

| Asphalt
| parkende Autos
| Straßenbäume

b)
| Reisedauer: 15 Minuten
| Hauptstraße
| Radfahrstreifen
| zulässige Höchstgeschwindigkeit: 30km/h

Kombi unrealistisch

| Asphalt
| keine parkenden Autos
| Straßenbäume

c)
| Reisedauer: 10 Minuten
| Hauptstraße
| geschützter Radfahrstreifen

Schön wärs ja.

| zulässige Höchstgeschwindigkeit: 50km/h
| Asphalt
| parkende Autos

Unrealistisch, wäre übrigens auch gefährlich.
Es gibt hierzustadt eine einzige im weitesten Sinne ähnliche
Konstruktion (Marienstraße stadteinwärts, direkt vor dem Aegi): Gehweg
unter Arkaden, vom Rad-weg! her überhaupt nicht einsichtig, dann
"geschützter Rad-weg!, dann eine Reihe Längsparker, dann Fahrbahn.

Wenn man dort langfährt, laufen einem immer wieder Fußgänger in den Weg
-- die man nicht kommen sieht! --, die in parkende Autos einsteigen
wollen. Der Hammer war mal ein Handwerker, der plötzlich unter den
Arkaden hervorkam -- eine Leiter längs in der Hand. Da war dann
plötzlich unvorhersehbar der "Radfahrstreifen" mechanisch gesperrt.

| keine Straßenbäume

Dennoch. Kürzeste Strecke, daher mit allen Einschränkungen c)

-------------------------------

5. Weg

a)
| Reisedauer: 10 Minuten
| Hauptstraße
| Radfahrstreifen
| zulässige Höchstgeschwindigkeit: 30km/h

Unrealistische Kombi

| Asphalt
| parkende Autos
| keine Straßenbäume

b)
| Reisedauer: 10 Minuten
| Nebenstraße
| keine Radinfrastruktur
| Spielstraße

Unrealistisch. Es gibt keine Spielstraße, die 1,5 km lang ist (10 km/h
angenommen)

| Kopfsteinpflaster

Unrealistisch. Es gibt hierzustadt keine 1,5 km Kopfsteinpflaster am
Stück (ohne Asphaltdecke drüber).

| keine parkenden Autos

Unrealistisch. Spielstraßen sind Parkplätze

| keine Straßenbäume

c)
| Reisedauer: 12 Minuten
| Hauptstraße
| geschützter Radfahrstreifen
| zulässige Höchstgeschwindigkeit: 50km/h
| Asphalt
| keine parkenden Autos
| Straßenbäume

Ich würde auf der 30er Nebenstraße auf der Fahrbahn fahren. 30er-Straßen
mit Radfahrstreifen gibt es bei uns nicht.

-------------------------------

6. Weg

a)
| Reisedauer: 12 Minuten
| Nebenstraße
| keine Radinfrastruktur
| Tempo-30-Zone
| Asphalt
| keine parkenden Autos
| Straßenbäume

b)
| Reisedauer: 12 Minuten
| Hauptstraße
| Radfahrstreifen
| zulässige Höchstgeschwindigkeit: 50km/h
| Asphalt
| parkende Autos
| keine Straßenbäume

c)
| Reisedauer: 10 Minuten
| Nebenstraße
| keine Radinfrastruktur
| Spielstraße
| Kopfsteinpflaster
| keine parkenden Autos
| keine Straßenbäume

Unrealistisch. 1,5 km Spielstraße (schon das ist unrealistisch). 1,5 km
Kopfsteinpflaster am Stück sind unrealistisch. Nebenstraßen, die nicht
zugeparkt sind, sind unrealistisch. Hierzustadt sind auch die meisten
Hauptstraßen zugeparkt.

Statt 1,5 km Kopfsteinpflaster nehme ich 1 km Umweg in Kauf. a.

-------------------------------

7. Weg.

a)
| Reisedauer: 10 Minuten
| Hauptstraße
| Radweg
| zulässige Höchstgeschwindigkeit: 50km/h
| Asphalt
| keine parkenden Autos
| keine Straßenbäume

Ausnahmsweise ein einigermaßen realistisches Szenario, obwohl es dies
hierzustadt nicht auf 3 km Länge gibt.

b)
| Reisedauer: 15 Minuten
| Nebenstraße
| Fahrradstraße

FÜNF KILOMETER FAHRRADSTRASSE AM STÜCK? Wo?

| Asphalt
| parkende Autos

Na, wenigstens das :-)

| Straßenbäume

c)
| Reisedauer: 15 Minuten
| Hauptstraße
| geschützter Radfahrstreifen
| zulässige Höchstgeschwindigkeit: 30km/h
| Asphalt
| parkende Autos
| Straßenbäume

Vermutlich würde ich die 2 km Umweg nicht in Kauf nehmen, aber auch das
ist unrealistisch. Ich muß in meiner Stadt nirgendwo 2 km Umweg in Kauf
nehmen, um eine weniger radfahrunangenehme Strecke zu finden.

-------------------------------

8. und letzter Weg

a)
| Welche Route wählen Sie? (8/8)
| Reisedauer: 8 Minuten
| Nebenstraße
| keine Radinfrastruktur
| Spielstraße

10 km/h, somit 1,5 km Länge.

| Kopfsteinpflaster
| keine parkenden Autos
| Straßenbäume

Unrealistische Kombi.
Offensichtlich haben Spielstraßen bei den Umfragemachern unvermeidlich
das (für Radfahrer unfahrbare) Kopfsteinpflaster. Wenn es wenistens
Kleinpflaster wäre!

b)
| Reisedauer: 12 Minuten

4 km Länge.

| Nebenstraße
| keine Radinfrastruktur
| Tempo-30-Zone
| Asphalt
| keine parkenden Autos
| keine Straßenbäume

c)
| Reisedauer: 12 Minuten
| Hauptstraße
| Radweg
| zulässige Höchstgeschwindigkeit: 50km/h
| Asphalt
| parkende Autos
| Straßenbäume


Was ist das für eine Stadt, in den man 2,5 km Umweg fahren muß, um dem
Kopfsteinpflaster auszuweichen.



Gerade neulich habe ich geschrieben, daß die meisten Radfahrumfragen
völlig unrealistisch sind.

Dies ist eine davon.
Ulrich Fürst
2018-07-07 09:18:13 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Martin Gerdes
Es gibt in dieser Stadt keine "Hauptstraßen" ohne Rad-weg!-e, es gibt
auch keine Hauptstraßen, die auf eine solche Länge auf 30 km/h
begrenzt wären.
Ich habe das auch eher so verstanden, dass im Streckenverlauf auch
Abschnitte mit Kopfsteinpflaster / Spielstraße / etc. vorkommen. Nicht
ausschließlich auf der ganzen Strecke.
Ja, das steht da nicht! Nur wie Du schon bemerktest macht die Annahme,
dass damit die gesamte Strecke gemeint ist wenig Sinn.

ULrich
Sascha Dungs
2018-07-07 09:37:24 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Ulrich Fürst
Ich habe das auch eher so verstanden, dass im Streckenverlauf auch
Abschnitte mit Kopfsteinpflaster / Spielstraße / etc. vorkommen. Nicht
ausschließlich auf der ganzen Strecke.
Ja, das steht da nicht! Nur wie Du schon bemerktest macht die Annahme,
dass damit die gesamte Strecke gemeint ist wenig Sinn.
Es ergibt aber eher noch weniger Sinn, wenn damit nur eine kleine
Teilstrecke von den 8/10/12/15 Minuten dauernden Routen gemeint sein
sollte und nichts darüber gesagt wird, wie der Rest der Route ausschaut.
Wonach soll man denn dann seine Auswahl treffen?
--
Gruß, Sascha
Martin Gerdes
2018-07-07 12:08:51 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Ulrich Fürst
Post by Martin Gerdes
Es gibt in dieser Stadt keine "Hauptstraßen" ohne Rad-weg!-e, es gibt
auch keine Hauptstraßen, die auf eine solche Länge auf 30 km/h
begrenzt wären.
Ich habe das auch eher so verstanden, dass im Streckenverlauf auch
Abschnitte mit Kopfsteinpflaster / Spielstraße / etc. vorkommen. Nicht
ausschließlich auf der ganzen Strecke.
Das steht da so aber nicht -- und welchen Sinn ergäbe das auch?
Post by Ulrich Fürst
Ja, das steht da nicht! Nur wie Du schon bemerktest macht die Annahme,
dass damit die gesamte Strecke gemeint ist wenig Sinn.
Du hast mich offensichtlich falsch verstanden.

Ich halte diese Umfrage (mal wieder) für fundamental falsch ausgelegt,
und zwar deswegen, weil sie reihenweise unrealistische Vorgaben macht.

Offensichtlich hat man die Umfrage ohne jeglichen Realitätsbezug am
Schreibtisch ausgedacht. Welche sinnvollen Schlüsse wollte man aus so
einer Umfrage dann ziehen?


Ich habe beispielsweise noch nie eine Spielstraße gesehen, die mit
_Kopfsteinpflaster_ belegt ist. Das ist auch logisch, denn auf
Kopfsteinpflaster spielt es sich schlecht. Ein kleines Kind mit seinem
Roller kann auf einer solchen Hoppelstrecke nicht fahren. Hierzustadt
sind Spielstraßen höchstens 200 m lang (von einer Querstraße zur
nächsten). Zu mehr Rücksicht will man die Outofahrer wohl nicht
verpflichten. Sie sind regelmäßig mit _Kleinpflaster_ belegt (was
gegenüber Kopfsteinpflaster ein völlig anderer Schnack ist).


Wenn ich mit dem Fahrrad irgendwo hin will, dann wähle ich meist die
kürzeste Strecke (die meistens gleichzeitig die zeitlich kürzeste
Strecke ist). Um beispielsweise einer kurzen Kopfsteinpflasterpassage
auszuweichen, nehme ich einen gewissen Umweg in Kauf (normalerweise
heißt das: Parallelstraße). Mehr als 200 oder 300 m Umweg auf eine
Strecke von z.B. 4 km ist das aber nicht. Mehr Umweg würde ich auch
nicht akzeptieren. Eine 15 Minuten lange Strecke für einen Weg, den ich
auf anderer Strecke in der Hälfte der Zeit zurücklegen könnte, würde ich
ohne ganz besondere Umstände nicht wählen. Schließlich schätze ich das
Fahrrad als schnelles Verkehrsmittel, diesen zentralen Vorteil würde ich
damit aufgeben.
Anton Ertl
2018-07-07 12:54:46 UTC
Permalink
Raw Message
Offensichtlich hat man die Umfrage ohne jeglichen Realit=E4tsbezug am
Schreibtisch ausgedacht. Welche sinnvollen Schl=FCsse wollte man aus so
einer Umfrage dann ziehen?
Fuer mich ist es recht offensichtlich, was man da bei den wild
zusammengewuerfelten Kriterien herauskriegen will: "Welche Kriterien
sind den Radfahrern wie wichtig?", und offenbar denken sie, dass das
mit solchen konkreten, wenn auch teilweise unrealistischen Situationen
besser herauskommt als wenn man das abstrakt abfragt.

- anton
--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/
Radfahrer sollten vor oder hinter fahrenden Kfz fahren und nicht daneben
Martin Gerdes
2018-07-07 17:16:00 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Anton Ertl
Post by Martin Gerdes
Offensichtlich hat man die Umfrage ohne jeglichen Realitätsbezug am
Schreibtisch ausgedacht. Welche sinnvollen Schlüsse wollte man aus so
einer Umfrage dann ziehen?
Fuer mich ist es recht offensichtlich, was man da bei den wild
zusammengewuerfelten Kriterien herauskriegen will: "Welche Kriterien
sind den Radfahrern wie wichtig?"
Ach!
Post by Anton Ertl
offenbar denken sie, dass das mit solchen konkreten, wenn auch
teilweise unrealistischen Situationen besser herauskommt, als wenn
man das abstrakt abfragt.
Und dennoch gilt: Ex falso quodlibet.

Schlüsse aus falschen Voraussetzungen sind irgendwie (nur nicht
reproduzierbar/auswertbar).
Ervin Peters
2018-07-08 06:36:54 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Anton Ertl
Offensichtlich hat man die Umfrage ohne jeglichen Realit=E4tsbezug am
Schreibtisch ausgedacht. Welche sinnvollen Schl=FCsse wollte man aus so
einer Umfrage dann ziehen?
Abstraktion, Gruppierungen und Generalisierungen haben immer das Problem
das sie sich von der einzelnen, konkret, realen, wahrnehmbaren Ausprägung
entfernen. Denn das im Kopf oder auf dem Papier dargestellte Modell ist
immer eine in mehreren Schritten verlustbehaftete Abbildung:

Realität -> Wahrnehmung -> Sprache -> formulierten Modell

welches dann in der Rezeption wieder mit Bildern und Detailinformationen
asu dem Wahrnehmungskontext des Rezipierenden angereichert wird:

formuliertes Modell -> angereichertes Modell.

Von daher kann man eigentlich nur fragen, wofür taugt ein Modell?

Was möchte man damit erreichen? Was hilft es uns?
Post by Anton Ertl
Fuer mich ist es recht offensichtlich, was man da bei den wild
zusammengewuerfelten Kriterien herauskriegen will: "Welche Kriterien
sind den Radfahrern wie wichtig?",
Das sehe ich auch auch so.

Welche Präferenzen dürfen wieviel Zeit / km kosten?
Post by Anton Ertl
und offenbar denken sie, dass das mit solchen konkreten, wenn auch
teilweise unrealistischen Situationen besser herauskommt als wenn man
das abstrakt abfragt.
Wobei das mit den Abfragen ohnehin eine waghalsige Sache ist, denn ist
gibt mindestens zwei Motivationen im Umgang mit der Umfrage:

1. Die authentische Darstellung der Bedürfnisse und Motivationen

und

2. im Kontext des Verstehend der Intention der Befragung wird die
Darstellung der abgefragten Bedürfnissen zielgerichtet an sekundären
Bedürfnisse angepasst. (Darstellung sozialer Konformität, Ich fahre nicht
Rad, will aber Radfahrer von der Fahrbahn). Insbesondere natürlich dann,
wenn die Zielhandlung im Alltag keine Option ist, also nicht mit dem
eigenen individuellen Leben zu tun hat. Die Frage ist dann spielerisch:
Was habe ich davon, wenn ich da was eintrage? Oder auch: Was kann ich
damit erreichen/gestalten, wenn ich da was eintrage?

Ich habe dann im Freitext meine Präferenzen direkt hingeschrieben,
ungefähr so:

++++ Oberflächenqualität

+++ Kürze/Geschwindigkeit 30-70km/h möglich

+++ Ampelfreiheit

+ Abwesenheit von KFZ auf der gesamten Straße

---- Benutzungspflichtige fahrbahnbegleitende RVA (sozialer und
rechtlicher Nutzungsdruck bei Nichtbenutzung, Erziehungshandlungen,
Pflicht zur Selbstgefährdung)

--- freigegebene Fußwege (sozialer Nutzungsdruck, Erziehungshandlungen)

-- Fußgängerzonen

- verkehrsberuhigte Bereiche (Langsamfahren, sozialer Druck zur
Regelverletzung)

Ervin
--
"Jaja, Gedenksekunde an die Medienindustrie, die neurotisierenderweise die
Denkschablonen immer dorthin verlegt, wo man sie am wenigsten gebrauchen
kann."
Ewald Pfau in d.r.f <***@mid.individual.net>
Susanne Jäger
2018-07-07 14:16:04 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Martin Gerdes
Post by Susanne Jäger
noch lange nicht perfekt, aber ein Schritt in die richtige Richtung. Das
DLR fragt nach bevorzugten Führungsformen für Radfahrende. Erst mal nur
eine Kurzstrecke in der Freizeit
Eine Mittelstrecke.
na ja kann man sich sicher drüber streiten, ich bin von Alltagsverkehr
und der Fahrzeit ausgegangen, da fallen 10-15 Minuten schon noch eher
unter Kurzstrecke, Mittelstrecke wäre um die 30 Minuten bis 45 Minuten,
dann kippt es irgendwann, wobei ich echte Langstrecke (Urlaub,
einmaliger Weg in eine andere Stadt) jetzt mal ausklammern würde.
Post by Martin Gerdes
Post by Susanne Jäger
und einige seltsame Elemente dabei,
aber ich hoffe auf weitere Umfragen
zu anderen Verkehrszwecken.
https://app.lamapoll.de/bike/
Sie bitten auch ausdrücklich um ausführliche Nutzung der
Kommentarfunktion am Ende um in Zukunft besser zu werden.
https://twitter.com/DLR_Verkehr/status/1014083526675877888
Na, dann will ich die Umfrage doch mal kommentieren.
| Sie möchten an einem Nachmittag im Mai bei gutem Wetter einen
| Freund besuchen.
| Für diesen Weg gibt es verschiedene Alternativen.
... jeweils 3
| Welchen Weg wählen Sie?
Also: Gute Voraussetzungen, Tageslicht, angenehme Temperatur, kein
Regen.
Jepp, die nächste Umfrage hätte ich dann gerne zu "Sie sind knapp in der
Zeit, müssen zu einem Termin und sie sind in der Hauptverkehrszeit am
Morgen unterwegs. Klammern wir den Regen oder Sturm erstmal noch aus ;-)
Post by Martin Gerdes
Ich fahre in der Stadt über alles etwas über 20 km/h Schnitt, d.h. 3
Minuten pro km. In "Spielstraßen" soll man nicht schneller als
"Schrittgeschwindigkeit" fahren, wie man das als Fahrradfahrer ODER GAR
ALS OUTOFAHRER 10 oder 15 Minuten lang aushält, weiß der Himmel.
Die Spielstraße fand ich fast das schwächste Glied in der Kette,
allerdings habe ich die ganz automatisch auch nur auf einen
Teilabschnitt und nicht auf die gesamte Strecke bezogen.

[...]
Post by Martin Gerdes
Was ist das für eine Stadt, in den man 2,5 km Umweg fahren muß, um dem
Kopfsteinpflaster auszuweichen.
auch beim Rest: Für mich waren das Beispiele, bei denen verschiedene
Faktoren auf der Strecke in Kombination mit der Fahrzeit Einfluß auf die
Streckenwahl haben. Das entspricht durchaus meiner Herangehensweise -
etwas weiter, aber kein Kopfsteinpflaster, ruhigere Nebenstraßen statt
Hauptstraße mit oder ohne RVA, Spielstraße (würde ich wo möglich
vermeiden) oder "normale" Nebenstraße. Dabei fand ich es irrelevant, ob
ich das geschilderte Szenario jetzt eins zu eins auf eine definierte
Verbindung abbilden kann, wichtig und richtig finde ich die
verschiedenen Faktoren, die zur Streckenwahl beitragen zu modellieren
und zu überlegen, wie ich das gewichten würde. Mir gelingt es durchaus
da von der konkreten Strecke zu abstrahieren. Dabei Reisezeit und nicht
Entfernung als einen durchlaufenden Faktor zu setzen gefällt mir auch.

Gruß
Susanne
Martin Gerdes
2018-07-07 17:16:01 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Martin Gerdes
Post by Susanne Jäger
noch lange nicht perfekt, aber ein Schritt in die richtige Richtung. Das
DLR fragt nach bevorzugten Führungsformen für Radfahrende. Erst mal nur
eine Kurzstrecke in der Freizeit
Eine Mittelstrecke.
na ja, kann man sich sicher drüber streiten,
Nein, darüber braucht man nicht zu streiten.
ich bin von Alltagsverkehr und der Fahrzeit ausgegangen,
ich auch.
da fallen 10-15 Minuten schon noch eher unter Kurzstrecke,
da fallen 10-15 Minuten unter Mittelstrecke.
Mittelstrecke wäre um die 30 Minuten bis 45 Minuten,
dann kippt es irgendwann, wobei ich echte Langstrecke (Urlaub,
einmaliger Weg in eine andere Stadt) jetzt mal ausklammern würde.
Die Umfragegestalter gehen völlig selbstverständlich davon aus, daß 15
Minuten eine "Kurzstrecke" wären. Das ist in dieser Absolutheit aber
nicht korrekt.

Das gilt für Deinen Wohnort Berlin (das vermutlich auch der Wohnort des
Studiendesigners ist, der 16 km Arbeitsweg angibt). Das gilt so
allenfalls noch für Hamburg, für alle anderen deutschen Städte -- groß
wie klein -- so aber nicht.

Fehler des Umfragedesigns, ohne Frage.
Post by Martin Gerdes
| Sie möchten an einem Nachmittag im Mai bei gutem Wetter einen
| Freund besuchen.
| Für diesen Weg gibt es [jeweils 3] Alternativen.
| Welchen Weg wählen Sie?
Also: Gute Voraussetzungen, Tageslicht, angenehme Temperatur, kein
Regen.
Jepp, die nächste Umfrage hätte ich dann gerne zu "Sie sind knapp in der
Zeit, müssen zu einem Termin und sie sind in der Hauptverkehrszeit am
Morgen unterwegs. Klammern wir den Regen oder Sturm erstmal noch aus ;-)
Vielleicht.
Post by Martin Gerdes
Ich fahre in der Stadt über alles etwas über 20 km/h Schnitt, d.h. 3
Minuten pro km. In "Spielstraßen" soll man nicht schneller als
"Schrittgeschwindigkeit" fahren, wie man das als Fahrradfahrer ODER GAR
ALS OUTOFAHRER 10 oder 15 Minuten lang aushält, weiß der Himmel.
Die Spielstraße fand ich fast das schwächste Glied in der Kette,
allerdings habe ich die ganz automatisch auch nur auf einen
Teilabschnitt und nicht auf die gesamte Strecke bezogen.
Man sollte Umfragen so nehmen, wie sie sind, und nicht noch
Umgebungsbedingungen dazudenken.

Die Methodik einer wissenschaftlichen Untersuchung muß unangreifbar
sein. Wenn sie das nicht ist, kann man alle Ergebnisse gleich in die
Tonne treten.
Post by Martin Gerdes
Was ist das für eine Stadt, in den man 2,5 km Umweg fahren muß, um dem
Kopfsteinpflaster auszuweichen?
Auch beim Rest: Für mich waren das Beispiele, bei denen verschiedene
Faktoren auf der Strecke in Kombination mit der Fahrzeit Einfluß auf die
Streckenwahl haben. Das entspricht durchaus meiner Herangehensweise -
etwas weiter, aber kein Kopfsteinpflaster, ruhigere Nebenstraßen statt
Hauptstraße mit oder ohne RVA, Spielstraße (würde ich wo möglich
vermeiden) oder "normale" Nebenstraße.
Das natürlich schon, aber eine Verdoppelung der Fahrzeit (oder einen
Umweg von 2 km für 3 km eigentliche Streckenlänge) würde ich für ein
bißchen Kopfsteinpflaster nicht hinnehmen.

Unrealistisches Studiendesign.
Dabei fand ich es irrelevant, ob ich das geschilderte Szenario jetzt
eins zu eins auf eine definierte Verbindung abbilden kann,
Das muß aber schon sein. Es ist unrealistisch, Leute zu fragen, wie sie
reagieren würden, wenn plötzlich hinter einem Busch der böse Iwan
hervorbräche und der Freundin an die Wäsche wollte -- und man ganz
zufällig auf diesen Spaziergang eine MP mitgenommen hätte.

(Du kennst die Story?)
wichtig und richtig finde ich die verschiedenen Faktoren, die zur
Streckenwahl beitragen zu modellieren und zu überlegen, wie ich das
gewichten würde.
Im Prinzip ja, sagt Radio Eriwan, aber man sollte diese Bedingungen halt
in ein realistisches Kleid hüllen.
Mir gelingt es durchaus da von der konkreten Strecke zu abstrahieren.
Dabei Reisezeit und nicht Entfernung als einen durchlaufenden Faktor
zu setzen gefällt mir auch.
Es hilft aber nichts, diese Umfrage ist vom Design her ein Totalausfall.

Aus guten Grund kassiert der Studiendesigner auf Twitter reichlich
Kritik.
Susanne Jäger
2018-07-08 07:39:58 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Martin Gerdes
ich bin von Alltagsverkehr und der Fahrzeit ausgegangen,
ich auch.
da fallen 10-15 Minuten schon noch eher unter Kurzstrecke,
da fallen 10-15 Minuten unter Mittelstrecke.
Mittelstrecke wäre um die 30 Minuten bis 45 Minuten,
dann kippt es irgendwann, wobei ich echte Langstrecke (Urlaub,
einmaliger Weg in eine andere Stadt) jetzt mal ausklammern würde.
Die Umfragegestalter gehen völlig selbstverständlich davon aus, daß 15
Minuten eine "Kurzstrecke" wären. Das ist in dieser Absolutheit aber
nicht korrekt.
nur kurz: die Einstufung als Kurzstrecke stammte von mir, die steht
soweit ich mich erinnere nirgendwo im Text.
Post by Martin Gerdes
Das gilt für Deinen Wohnort Berlin (das vermutlich auch der Wohnort des
Studiendesigners ist, der 16 km Arbeitsweg angibt). Das gilt so
allenfalls noch für Hamburg, für alle anderen deutschen Städte -- groß
wie klein -- so aber nicht.
Fehler des Umfragedesigns, ohne Frage.
deswegen hat die unterschiedliche Einschätzung auch nichts mit dem
Umfragedesign zu tun.
Post by Martin Gerdes
Unrealistisches Studiendesign.
Dabei fand ich es irrelevant, ob ich das geschilderte Szenario jetzt
eins zu eins auf eine definierte Verbindung abbilden kann,
Das muß aber schon sein. Es ist unrealistisch, Leute zu fragen, wie sie
reagieren würden, wenn plötzlich hinter einem Busch der böse Iwan
hervorbräche und der Freundin an die Wäsche wollte -- und man ganz
zufällig auf diesen Spaziergang eine MP mitgenommen hätte.
(Du kennst die Story?)
ja ich bin alt genug und im Westen sozialisiert - falls du das fragen
wolltest ;-) aber ich sehe da keinen Zusammenhang. Du wirst bei einer
solchen Umfrage keine Szenarien entwickeln können, die sich eins zu eins
auf ganz Deutschland (von Dorf bis Metropolregion, Flachland bis
Mittelgebirge oder Voralpen) abbilden lassen, wenn du nicht statt 8 oder
10 Dreier-Päckchen 100 anbieten willst, die dann niemand mehr
beantworten würde.
Post by Martin Gerdes
wichtig und richtig finde ich die verschiedenen Faktoren, die zur
Streckenwahl beitragen zu modellieren und zu überlegen, wie ich das
gewichten würde.
Im Prinzip ja, sagt Radio Eriwan, aber man sollte diese Bedingungen halt
in ein realistisches Kleid hüllen.
Mir gelingt es durchaus da von der konkreten Strecke zu abstrahieren.
Dabei Reisezeit und nicht Entfernung als einen durchlaufenden Faktor
zu setzen gefällt mir auch.
Es hilft aber nichts, diese Umfrage ist vom Design her ein Totalausfall.
was ich aus verschiedenen schon genannten Gründen anders sehe.
Post by Martin Gerdes
Aus guten Grund kassiert der Studiendesigner auf Twitter reichlich
Kritik.
was nicht zwingend ein Argument für deine Diagnose Totalausfall sein
muss :-)

Gruß
Susanne
Christian @Soemtron
2018-07-09 08:43:00 UTC
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Raw Message
Post by Susanne Jäger
Post by Martin Gerdes
Es hilft aber nichts, diese Umfrage ist vom Design her ein Totalausfall.
was ich aus verschiedenen schon genannten Gründen anders sehe.
Nach eurer kontroversen Diskussion neugierig geworden habe ich versucht,
die Umfrage zu starten und nenne sie auch Totalausfall. Vermutlich ist
Javascript notwendig, jedenfalls tut sich da nichts.

cu,
Christian

PGP Key available.
Anton Ertl
2018-07-10 10:42:06 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Christian @Soemtron
Nach eurer kontroversen Diskussion neugierig geworden habe ich versucht,
die Umfrage zu starten und nenne sie auch Totalausfall. Vermutlich ist
Javascript notwendig, jedenfalls tut sich da nichts.
Ja, ohne Javascript geht die nicht. Und dabei koennte man die
problemlos ganz ohne Javascript machen, wie die meisten Webseiten, die
Javascript verwenden.

- anton
--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/
Radfahrer sollten vor oder hinter fahrenden Kfz fahren und nicht daneben
Thomas Bliesener
2018-08-13 22:13:17 UTC
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Raw Message
Post by Martin Gerdes
b)
| Reisedauer: 15 Minuten
| Nebenstraße
| Fahrradstraße
FÜNF KILOMETER FAHRRADSTRASSE AM STÜCK? Wo?
In Braunschweig:
Loading Image...
--
bli
Martin Gerdes
2018-08-14 21:16:09 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Thomas Bliesener
Post by Martin Gerdes
b)
| Reisedauer: 15 Minuten
| Nebenstraße
| Fahrradstraße
FÜNF KILOMETER FAHRRADSTRASSE AM STÜCK? Wo?
https://m.braunschweig.de/leben/stadtplan_verkehr/radverkehr/FahrradStrassen2013-1.jpg.scaled/563x600.pm0.bgFFFFFF.jpg
Staun!

Äh: Sind das richtige Fahrradstraßen oder nur "so da" welche? (Also
Straßen, die als Anliegerstraßen eh für Radfahrer gut geeignet waren,
die man ohne weitere Änderung nur als (unechte) Fahrradstraßen
bezeichnen mußte (Außer den Schildern änderte sich nichts)?
Sabine Wittrock
2018-08-15 04:35:53 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Martin Gerdes
Äh: Sind das richtige Fahrradstraßen oder nur "so da" welche? (Also
Straßen, die als Anliegerstraßen eh für Radfahrer gut geeignet waren,
die man ohne weitere Änderung nur als (unechte) Fahrradstraßen
bezeichnen mußte (Außer den Schildern änderte sich nichts)?
Guck mal auf den Fallersleber Tor Wall Richtung Fallersleber Tor:
Fahrradschutzstreifen in der "Fahrradstrasse". Das sollte Deine Frage
beantworten.
Gruß
Sabine
Thomas Bliesener
2018-08-16 23:28:11 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Sabine Wittrock
Fahrradschutzstreifen in der "Fahrradstrasse".
Loading Image...
--
bli
Martin Wohlauer
2018-08-17 07:30:23 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Thomas Bliesener
Post by Sabine Wittrock
Fahrradschutzstreifen in der "Fahrradstrasse".
http://www.fotos-hochladen.net/uploads/fahrradstreifenqkxg8solwe.jpg
Und ein Verkehr drin, bei dem sich die Vorgabe Radverkehr ist die
vorherrschende Verkehrsart auch nicht unbedingt als erfüllt darstellt.
Oder ist das Bild mehr so ein Ausrutscher und normalerweise stehen da
eher mehr Räder als Autos an der Ampel?

Grüßle,

Martin.
Olaf Schultz
2018-08-17 14:23:04 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Martin Wohlauer
Post by Thomas Bliesener
Post by Sabine Wittrock
Fahrradschutzstreifen in der "Fahrradstrasse".
http://www.fotos-hochladen.net/uploads/fahrradstreifenqkxg8solwe.jpg
Und ein Verkehr drin, bei dem sich die Vorgabe Radverkehr ist die
vorherrschende Verkehrsart auch nicht unbedingt als erfüllt darstellt.
Oder ist das Bild mehr so ein Ausrutscher und normalerweise stehen da
eher mehr Räder als Autos an der Ampel?
Und Schrägparken mit Fahrradstreifen/Angebotstreifen geht gar nicht.

Außerdem in einer Fahrradstraße einen
Angebotstreifen/Fahrradstreifen.... mal wieder komische Sachen in den
Amststuben geraucht, so daß der Schimmel bewußtlos umgefallen ist vor
Wiehern?

Olaf
Thomas Bliesener
2018-08-22 00:00:42 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Martin Wohlauer
Post by Thomas Bliesener
http://www.fotos-hochladen.net/uploads/fahrradstreifenqkxg8solwe.jpg
Und ein Verkehr drin, bei dem sich die Vorgabe Radverkehr ist die
vorherrschende Verkehrsart auch nicht unbedingt als erfüllt darstellt.
Eine Fahrradstraße mit vorherrschendem Radverkehr? Wo gibt es denn
sowas? Vielleicht direkt an der Uni, aber anderswo machen schon die
Stehzeuge an beiden Straßenrändern optisch klar, wer hier herrscht.
Post by Martin Wohlauer
Oder ist das Bild mehr so ein Ausrutscher und normalerweise stehen da
eher mehr Räder als Autos an der Ampel?
Normalerweise weniger Autos, jedenfalls wenn ich dort vorbeikomme. Mehr
Fahrräder eher nicht, obwohl sich hinter dem Fotografen das Univiertel
befindet.
--
bli
Thomas Bliesener
2018-08-15 14:19:17 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Martin Gerdes
Post by Thomas Bliesener
https://m.braunschweig.de/leben/stadtplan_verkehr/radverkehr/FahrradStrassen2013-1.jpg.scaled/563x600.pm0.bgFFFFFF.jpg
Staun!
Äh: Sind das richtige Fahrradstraßen
Hat man irgendwas gehört, daß in BS der Bürgerkrieg ausgebrochen sei?
Post by Martin Gerdes
oder nur "so da" welche? (Also Straßen, die als Anliegerstraßen eh für
Radfahrer gut geeignet waren, die man ohne weitere Änderung nur als
(unechte) Fahrradstraßen bezeichnen mußte (Außer den Schildern änderte
sich nichts)?
--
bli
Loading...