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Frontal 21 - Fernsehbeitrag
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Martin Gerdes
2018-05-26 23:28:12 UTC
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Auch diesen Beitrag finde ich aus Radfahrersicht gut:

https://www.zdf.de/politik/frontal-21/auto-gegen-fahrrad-100.html#xtor=CS5-92
H0Iger SchuIz
2018-05-27 07:52:57 UTC
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Post by Martin Gerdes
https://www.zdf.de/politik/frontal-21/auto-gegen-fahrrad-100.html#xtor=CS5-92
Da geht mir schon der Titel auf den Keks.

hs
Sepp Ruf
2018-05-27 07:56:07 UTC
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<https://www.zdf.de/politik/frontal-21/auto-gegen-fahrrad-100.html>
Der verdeutlicht zumindest unfreiwillig das zuverlaessig einsetzende
Spurdenken durch Strassenbemalung: "Dit is einfach zu eng" ver-zapfte der
Lkw-Chauffeur Rebe und brauste hart, aber unfallfrei an unterwuerfigen
Schmutzstreifenradlern vorbei.

Ich find den Beitrag aus sueddaenischer Yogalehrerinsicht couragiert und aus
Tiefbauindustrie-Sicht hilfreich. Und er belegt, dass
Separatistenhipster-Funktionaer Peter Feldkamp radfaehrt wie Mate-Flasche leer.
Bernd Ullrich
2018-05-27 08:01:37 UTC
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Post by Sepp Ruf
<https://www.zdf.de/politik/frontal-21/auto-gegen-fahrrad-100.html>
Der verdeutlicht zumindest unfreiwillig das zuverlaessig einsetzende
Spurdenken durch Strassenbemalung: "Dit is einfach zu eng" ver-zapfte der
Lkw-Chauffeur Rebe und brauste hart, aber unfallfrei an unterwuerfigen
Schmutzstreifenradlern vorbei.
......................................
Post by Sepp Ruf
Ich find den Beitrag aus sueddaenischer Yogalehrerinsicht couragiert und aus
Tiefbauindustrie-Sicht hilfreich. Und er belegt, dass
Separatistenhipster-Funktionaer Peter Feldkamp radfaehrt wie Mate-Flasche leer.
Den Beitrag habe ich gesehen, ein Ruf wie Donnerhall nach "besseren"
Ghettos.

BU
Dirk Wagner
2018-05-27 08:42:09 UTC
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Post by Bernd Ullrich
Den Beitrag habe ich gesehen, ein Ruf wie Donnerhall nach "besseren"
Ghettos.
Kommt - egal von welcher Seite - irgendwo was anderes?
In den Mainstream-Medien habe ich da noch nichts gesehen/gelesen...

ciao

dirk
Tomas Graser
2018-05-27 10:14:49 UTC
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Post by Bernd Ullrich
<https://www.zdf.de/politik/frontal-21/auto-gegen-fahrrad-100.html>
[...]
Post by Bernd Ullrich
Den Beitrag habe ich gesehen, ein Ruf wie Donnerhall nach "besseren"
Ghettos.
Die Auswirkung dieses einzelnen, erratischen Pollers (ab 4:50) hat mich
dennoch schwer beeindruckt.

Vielleicht sollte die Dosisten-Erziehung mit solchen, willkürlich
platzierten festen Hindernissen beginnen.
Bernd Ullrich
2018-05-27 13:00:18 UTC
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Post by Tomas Graser
Post by Bernd Ullrich
<https://www.zdf.de/politik/frontal-21/auto-gegen-fahrrad-100.html>
[...]
Post by Bernd Ullrich
Den Beitrag habe ich gesehen, ein Ruf wie Donnerhall nach "besseren"
Ghettos.
Die Auswirkung dieses einzelnen, erratischen Pollers (ab 4:50) hat mich
dennoch schwer beeindruckt.
..................................
Post by Tomas Graser
Vielleicht sollte die Dosisten-Erziehung mit solchen, willkürlich
platzierten festen Hindernissen beginnen.
Ganz falscher Weg, sowas soll nur den Separationswahn verstärken
(Schonere Ghettos mit bunter Plastik).

BU
Udo Steinbach
2018-05-27 08:36:32 UTC
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Da haste dich bestimmt verschrieben und meintest Autofahrersicht. Nach
dieser vom mir bezahlten Sendung gehts nicht ohne Buckelpiste.
--
Fahrradverkehr in Deutschland: http://radwege.udoline.de/
GPG: A245 F153 0636 6E34 E2F3 E1EB 817A B14D 3E7E 482E
Martin Gerdes
2018-05-27 15:12:03 UTC
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Post by Udo Steinbach
Da haste dich bestimmt verschrieben und meintest Autofahrersicht.
Nein, das meinte ich nicht.
Post by Udo Steinbach
Nach dieser vom mir bezahlten Sendung gehts nicht ohne Buckelpiste.
Man muß den Zuschauer dort abholen, wo er ist.

Es verspricht beispielsweise wenig Erfolg, wenn man einem
Rad-weg!-süchtigen sagt, daß das Konzept "Rad-weg!" prinzipielle
Schwächen hat und dazu dann massive Ausführungsmängel kommen.

Du und ich wissen, daß Rad-weg!-e regelmäßig Buckelpisten sind. Wer
solche Wege aber nicht regelmäßig nutzt, der weiß das nicht. Man muß die
Rad-weg!-freunde zu einer kleinen Ausfahrt einladen und sie die
Baumwurzeln, Schlaglöcher und Randabsenkungen mit dem eigenen Hintern
erleben lassen, das wirkt viel besser als jeder Sachbericht.

Wenn ein Medienbericht auf Ausfälle gegen Radfahrer verzichtet (wie etwa
bei der bekannten Rechtsabbiegerproblematik), sondern klar benennt, daß
bei derlei Unfällen normalerweise die Outofahrer die Schuld tragen, so
ist dieser Bericht wenigstens ein winziges Steinchen in meine Richtung.
Und jedes davon brauchen wir im Interesse unserer Sache.
Mathias Böwe
2018-05-28 19:12:30 UTC
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Post by Martin Gerdes
Man muß den Zuschauer dort abholen, wo er ist.
Muß man das wirklich? Ja, ich weiß, der Wurm muß dem Fisch schmecken und
nicht dem Angler, dennoch halte ich es für wenig hilfreich, die Dinge
nicht beim Namen zu nennen.
Post by Martin Gerdes
Es verspricht beispielsweise wenig Erfolg, wenn man einem
Rad-weg!-süchtigen sagt, daß das Konzept "Rad-weg!" prinzipielle
Schwächen hat und dazu dann massive Ausführungsmängel kommen.
Das ist bei Junkies so üblich. Nicht wenige - vermutlich sogar eine
deutliche Mehrheit - der Zugedröhnten weiß, daß ihr Suchtverhalten nicht
gesund ist. Jedenfalls bei Zeug, das laut BtMG nachdrücklich unerwünscht
ist.
Post by Martin Gerdes
Du und ich wissen, daß Rad-weg!-e regelmäßig Buckelpisten sind. Wer
solche Wege aber nicht regelmäßig nutzt, der weiß das nicht. Man muß die
Rad-weg!-freunde zu einer kleinen Ausfahrt einladen und sie die
Baumwurzeln, Schlaglöcher und Randabsenkungen mit dem eigenen Hintern
erleben lassen, das wirkt viel besser als jeder Sachbericht.
Im Widerspruch zu dieser These stehen die vielen überzeugten
Ghetto-Fans, die sich auch dann nicht auf die Fahrbahn trauen, wenn es
wahlfreie Radwege oder sogar überhaupt keine legalen Straßenteile
jenseits des Bordsteins gibt.

In der Konsequnz lautet die Erkenntnis bei dieser Gruppe dann: Ich habe
ja schon immer gesagt, daß wir besseres Crack brauchen!

Mathias
--
Ich bin wieder hier, in meinem Revier,
war nie wirklich weg, hab' mich nur versteckt.
Martin Gerdes
2018-05-28 22:12:15 UTC
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Post by Mathias Böwe
Post by Martin Gerdes
Man muß den Zuschauer dort abholen, wo er ist.
Muß man das wirklich?
Ja.
Post by Mathias Böwe
Ja, ich weiß, der Wurm muß dem Fisch schmecken und nicht dem Angler,
dennoch halte ich es für wenig hilfreich, die Dinge nicht beim Namen
zu nennen.
Die Vorstellungen in der Öffentlichkeit darüber, was für Radfahrer gut
sei, sind derart festgefügt, daß man riskiert, nicht gehört zu werden,
wenn man davon allzusehr abweicht.

Dazu kommt: Wir haben keinen Alleinvertretungsanspruch für die
Interessen von Radfahrer. Die oft genannte Omma Kasulzke hat auch ihre
Vorstellungen, denen man gerecht werden muß.

Mein Credo ist daher (schon immer): Das Fahrbahnverbot muß weg. Das
ermöglicht schnellen Radlern, auf der Fahrbahn zügig voranzukommen,
drängt andererseits die Radwegsüchtigen nicht zu Handlungen, die sie
nicht nachfühlen können.
Post by Mathias Böwe
Post by Martin Gerdes
Es verspricht beispielsweise wenig Erfolg, wenn man einem
Rad-weg!-süchtigen sagt, daß das Konzept "Rad-weg!" prinzipielle
Schwächen hat und dazu dann massive Ausführungsmängel kommen.
Das ist bei Junkies so üblich. Nicht wenige - vermutlich sogar eine
deutliche Mehrheit - der Zugedröhnten weiß, daß ihr Suchtverhalten nicht
gesund ist. Jedenfalls bei Zeug, das laut BtMG nachdrücklich unerwünscht
ist.
Mit Rad-weg!-en ist das aber fundamental anders. Im Gegensatz zu echten
Junkies -- die in der Tat wissen dürften, daß ihre Sucht nicht
gesundheitsförderlich ist -- wissen Rad-weg!-Junkies das nicht, glauben
sogar fest das Gegenteil.

Wie gesagt: Die Einsicht muß von selbst wachsen, Missionierungsversuche
erreichen oft das Gegenteil des Gewünschten.
Post by Mathias Böwe
Post by Martin Gerdes
Du und ich wissen, daß Rad-weg!-e regelmäßig Buckelpisten sind. Wer
solche Wege aber nicht regelmäßig nutzt, der weiß das nicht. Man muß die
Rad-weg!-freunde zu einer kleinen Ausfahrt einladen und sie die
Baumwurzeln, Schlaglöcher und Randabsenkungen mit dem eigenen Hintern
erleben lassen, das wirkt viel besser als jeder Sachbericht.
Im Widerspruch zu dieser These stehen die vielen überzeugten
Ghetto-Fans, die sich auch dann nicht auf die Fahrbahn trauen, wenn es
wahlfreie Radwege oder sogar überhaupt keine legalen Straßenteile
jenseits des Bordsteins gibt.
Das wiederum glaube ich nicht. Außerdem sind Rad-weg!-Süchtige nicht
mein Zielpublikum, sondern beispielsweise Kommunalpolitiker, die
regelmäßig Outofahrer sind (und ihr Fahrrad allenfalls für die jährliche
Pfingstausfahrt aus dem Keller holen).
Post by Mathias Böwe
In der Konsequenz lautet die Erkenntnis bei dieser Gruppe dann: Ich habe
ja schon immer gesagt, daß wir besseres Crack brauchen!
Das stimmt ja bis zu einem gewissen Grad auch.

Ich gehe (wie die meisten) von meinen Verhältnissen vor Ort aus.
Selbstverständlich wünsche ich mir gut ausgebaute (breite, glatte, gute
Linienführung) Radwege durch den Stadtwald, weil diese Wege für mein
Verkehrsverhalten wichtig sind. Etliche Radfahrer schätzen es, parallel
zu Durchgangsstraßen radzufahren, und zwar auf einem Hochbordradweg. Man
muß dieses Bedürfnis respektieren und bedienen. Wenn ich die Wahl habe,
fahre ich eine parallele Wohnstraße, dafür bedarf es aber der
Ortskenntnis, die ich noch nicht einmal in meiner Stadt überall habe.
Ich bin durchaus mutig (oder tollkühn?) genug, im Zweifelsfall auf der
Fahrbahn zu fahren. Wenige Radfahrer aber sind es, und hinreichend viele
Outofahrer tun alles, um den wenigen das Fahren auf der Fahrbahn auch
noch zu vergällen.

Wenn wir weiterkommen wollen mit dem Radverkehr, brauchen wir flexible
und viele Methoden. Ein barsches: "Alle Hochbords weg" führt meines
Erachtens nicht weiter.

Die Kommunalpolitik läßt sich Rad-weg!-e nicht ausreden, und sie kennt
in aller Regel den Unterschied zwischen einem Rad-weg! und einem Radweg
nicht, also nicht den Unterschied zwischen einem Weglein, das primär für
Outofahrer angelegt wird mit dem Hauptzweck, daß den Radfahrern so die
sehr viel bessere und sehr viel komfortablere Fahrbahn verboten werden
kann, und einem Radweg, der von Linienführung, Breite, Oberfläche und
auch gestalterischer Sicherheit so ausgelegt ist, daß die Radfahrer ihn
gern auch ohne Zwang benutzen.

Klar kann man sagen: "Ich will keine Rad-weg!-e." Fragt sich halt, wie
weit man damit in der Kommunalpolitik kommt (und die ist diesbezüglich
entscheidend).
Thomas Bliesener
2018-05-29 06:20:34 UTC
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Man muß die Rad-weg!-freunde zu einer kleinen Ausfahrt einladen und
sie die Baumwurzeln, Schlaglöcher und Randabsenkungen mit dem eigenen
Hintern erleben lassen, das wirkt viel besser als jeder Sachbericht.
Das kann ich nicht bestätigen. Die geben vielleicht zu, daß dieser oder
jener Weg nicht schön ist, träumen aber weiter vom perfekten Radweg.

Vor Jahren war ich mal als Zuhörer auf einer Podiumdiskussion zum
Radverkehr in Guadalajara. Einen der Radwegbefürworter habe ich listig
gefragt, welchen der bereits bestehenden Radwege der Stadt er denn gut
fände. Egal, welchen Radweg er genannt hätte, ich hätte ihn zerlegt. Es
gibt verschiedene Ausführungen, aber jeder ist auf seine Art großer
Mist. Er hat mich jedoch mit der Antwort "Keiner!" überrascht. Ihm
gefiel keiner, aber er wollte mehr davon.

Hermann Knoflacher hat im Spiegel-Interview im März gesagt:
| Das Auto hat sich wie ein Virus in unserem Gehirn
| festgesetzt. Und zwar nicht irgendwo, sondern genau da, wo wir mit
| rationalen Argumenten nicht mehr zu erreichen sind.

Genau an der Stelle sitzt auch der Radweg-Virus.
Wenn ein Medienbericht auf Ausfälle gegen Radfahrer verzichtet (wie etwa
bei der bekannten Rechtsabbiegerproblematik), sondern klar benennt, daß
bei derlei Unfällen normalerweise die Outofahrer die Schuld tragen, so
ist dieser Bericht wenigstens ein winziges Steinchen in meine Richtung.
Und was wird als Lösung genannt? Mehr Radwege, schönere Radwege,
breitere Radwege, baulich getrennte Radwege. Letzteres würde ich gerne
mal in einer Stadt sehen. Natürlich nicht nur baulich getrennt vom
Längsverkehr, sondern von Rechtsabbiegern natürlich.
--
bli
Martin Gerdes
2018-05-30 23:06:38 UTC
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Raw Message
Post by Thomas Bliesener
Man muß die Rad-weg!-freunde zu einer kleinen Ausfahrt einladen und
sie die Baumwurzeln, Schlaglöcher und Randabsenkungen mit dem eigenen
Hintern erleben lassen, das wirkt viel besser als jeder Sachbericht.
Das kann ich nicht bestätigen. Die geben vielleicht zu, daß dieser oder
jener Weg nicht schön ist, träumen aber weiter vom perfekten Radweg.
Wenn ich von meiner Wohnung in die Stadt fahre, komme ich recht schnell
an eine Stelle, an der ein kombinierter Geh-/Rad-weg! eine nennenswerte
Abkürzung realisiert. Ich möchte diese Verbindung nicht missen,
allerdings wird dieser Weg durch Baumwurzeln in der letzten Zeit arg
hoppelig. Ich glaube schon, daß Kommunalpolitiker die
Renovierungsbedürftigkeit dieses Weges am besten mit dem eigenen Hintern
erfahren können.

Weiter fahre ich auf einem (recht guten) Radweg, der mit etlichem
Abstand zur Durchfahrtsstraße weiter Richtung Innenstadt führt. Danach
kommt eine Nebenstraße, die mittels Pollern effektiv gegen
Outo-Durchfahrtsverkehr geschützt ist.

Ich finde die Route nicht schlecht, wenngleich ich Rad-weg!-Süchtige
kenne, die dennoch das (grob parallele) Weglein an der beampelten
Ausfallstraße bevorzugen (und brav an den Kreuzungen warten, die für
Outos je eine Ampel, für Radfahrer bis zu vieren in Serie bereithalten).

Man kann die Leute nicht zu ihrem Glück zwingen und sollte das auch
nicht. Ich möchte in meiner Auffassung und meinen Bedürfnissen
respektiert werden, das gleiche Recht haben andere Leute aber auch, auch
die rad-weg!-süchtige Omma Kasulzke.
Post by Thomas Bliesener
Vor Jahren war ich mal als Zuhörer auf einer Podiumdiskussion zum
Radverkehr in Guadalajara. Einen der Radwegbefürworter habe ich listig
gefragt, welchen der bereits bestehenden Radwege der Stadt er denn gut
fände. Egal, welchen Radweg er genannt hätte, ich hätte ihn zerlegt. Es
gibt verschiedene Ausführungen, aber jeder ist auf seine Art großer
Mist. Er hat mich jedoch mit der Antwort "Keiner!" überrascht. Ihm
gefiel keiner, aber er wollte mehr davon.
Rad-weg!-e gelten manchen Leuten als autogut, über deren Notwendigkeit
braucht man daher weder nachzudenken, noch zu diskutieren. "Das weiß man
doch! Selbst ein Blinder sieht das ja." Ich habe hier und sonstwo mit
solchen "Offensichtlichkeiten" meine Probleme.
Post by Thomas Bliesener
| Das Auto hat sich wie ein Virus in unserem Gehirn
| festgesetzt. Und zwar nicht irgendwo, sondern genau da, wo wir mit
| rationalen Argumenten nicht mehr zu erreichen sind.
Genau an der Stelle sitzt auch der Radweg-Virus.
ACK.
Post by Thomas Bliesener
Wenn ein Medienbericht auf Ausfälle gegen Radfahrer verzichtet (wie etwa
bei der bekannten Rechtsabbiegerproblematik), sondern klar benennt, daß
bei derlei Unfällen normalerweise die Outofahrer die Schuld tragen, so
ist dieser Bericht wenigstens ein winziges Steinchen in meine Richtung.
Und was wird als Lösung genannt? Mehr Radwege, schönere Radwege,
breitere Radwege, baulich getrennte Radwege. Letzteres würde ich gerne
mal in einer Stadt sehen. Natürlich nicht nur baulich getrennt vom
Längsverkehr, sondern von Rechtsabbiegern natürlich.
Du kennst den deutschen Straßenverkehr, Du kennst den mexikanischen
Straßenverkehr und weißt daher, daß der deutsche Outofahrer mit
Radfahrern viel rabiater umgeht als der mexikanische. Ich könnte mir gut
vorstellen, daß wir Deutsche diesbezüglich mal wieder Weltmeister sind.

Wir werden das nicht in wenigen Jahren ändern können.


Gestern bin ich zufällig mal wieder in eine Diskussion mit einem
Notwehr-Outofahrer geraten, ich nehme solche immer gern auf. Mein
Herzblättchen rollt immer mit den Augen, weil vorhersehbar ist, wie
solche Diskussionen ablaufen. Ich habe dennoch die Lust daran noch nicht
verloren. Ein "engagierter" Outofahrer denkt völlig eindimensional, über
den Gedanken: "Rad weg!" kommt der nicht hinweg. Schon die Überlegung,
daß eine günstige Radverkehrspolitik, die Leute zum Umsteigen vom Outo
aufs Rad bewegt, dem engagierten Outofahrer, der keinesfalls auf sein
Fahrzeug verzichten KANN, mehr Platz und somit freiere Fahrt auf seinen
Straßen beschert, ist diesen Leuten nicht nahezubringen. Ihre Platte
(wer kennt das noch), hängt völlig unabänderlich in der Rille: "Rad weg!
Rad weg!" fest.

Udo Steinbach
2018-05-29 13:29:18 UTC
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Man muß die Rad-weg!-freunde zu einer kleinen Ausfahrt einladen und sie
die Baumwurzeln, ..., das wirkt viel besser als jeder Sachbericht.
Da empfiehlt sich die Lektüre diverser Web-Foren, in denen man ganz genau
weiß, was Sache ist, aber dennoch ständig vom schöneren Ghetto träumt und
Nachteile relativiert. Die Haltung auch des ADFC und aller Beteiligten und
Unbeteiligten ist hier ja bekannt. Dieser Radweg-Virus kann nicht geheilt
werden, sondern ist nur mit Stiel und Stumpf auszumerzen: Ein absolutes
Verbot von Radfahrer-Ghettos aller Art. Schädigungen des umliegenden
Gewebes sind in Kauf zu nehmen, heilen später aber von selbst.
--
Fahrradverkehr in Deutschland: http://radwege.udoline.de/
GPG: A245 F153 0636 6E34 E2F3 E1EB 817A B14D 3E7E 482E
Jens Wahnes
2018-05-27 12:45:42 UTC
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Post by Martin Gerdes
https://www.zdf.de/politik/frontal-21/auto-gegen-fahrrad-100.html#xtor=CS5-92
Reden wir vom gleichen Beitrag? Den mit dem Fahrer eines Umzugswagens,
der munter ohne jeglichen Sicherheitsabstand an Radfahrern vorbeifährt
und währenddessen darüber philosophiert, die Radfahrer würden sich zu
viel Platz nehmen, wenn man sie nicht auf abgetrennte Radwege verbannt?
Der Beitrag, in dem dieses minutiös dokumentierte Fehlverhalten noch
nicht einmal angesprochen wird?


Jens
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