Discussion:
Die Radweg-Falle hat wieder zugeschlagen, diesmal in Dortmund
(zu alt für eine Antwort)
Karl Müller
2018-02-16 10:38:28 UTC
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Raw Message
Wann erkennt unsere Verkehrsplanung endlich, das Radwege, insbesondere
im Kreuzungsbereich and Abbiege-Bereich, eine Todesfalle darstellen?


https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4971/3866659

Ohne Radwege könnten viele Menschen noch leben und weiter radfahren

Heute Abend wird wohl die CM-Dortmund an dem Unglücksort eine
Schweigeminute einlegen.

Karl
Chr. Maercker
2018-02-16 11:57:10 UTC
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Raw Message
Post by Karl Müller
Wann erkennt unsere Verkehrsplanung endlich, das Radwege, insbesondere
im Kreuzungsbereich and Abbiege-Bereich, eine Todesfalle darstellen?
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4971/3866659
Ziemlich große Straße. Lt. Openstreetmap.org hat sie über lange Strecken
nur auf der Ostseite einen Radweg. Stimmt das noch?
An welcher Einmündung passierte der Unfall?
Post by Karl Müller
Heute Abend wird wohl die CM-Dortmund an dem Unglücksort eine
Schweigeminute einlegen.
... und hoffentlich hinterher weiter auf den Fahrbahnen fahren, wenn die
CM zu Ende ist, oder?
--
CU Chr. Maercker.

RADWEGE sind TOD-SICHER! Schlaue Füchse fahren Fahrbahn.
Thomas Sçhlueter
2018-02-16 12:45:54 UTC
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Raw Message
Post by Chr. Maercker
Post by Karl Müller
Wann erkennt unsere Verkehrsplanung endlich, das Radwege, insbesondere
im Kreuzungsbereich and Abbiege-Bereich, eine Todesfalle darstellen?
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4971/3866659
Ziemlich große Straße. Lt. Openstreetmap.org hat sie über lange Strecken
nur auf der Ostseite einen Radweg. Stimmt das noch?
An welcher Einmündung passierte der Unfall?
Glückaufstraße, Fahrtrichtung N->S.
Die Google Streetview-Aufnahme <https://goo.gl/maps/C9W8PxZ8BTH2>
stammt von 2008, das Luftbild von Mai 2017 sieht aber völlig unverändert
aus: farblich abgepflasterter Hochbordradweg; offenbar ohne Blauschild.
Radfurt ganz ohne jede Verschwenkung und mit eigener Miniampel vor der
Kreuzung.

Tom
frank paulsen
2018-02-16 13:33:04 UTC
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Raw Message
Post by Thomas Sçhlueter
Glückaufstraße, Fahrtrichtung N->S.
Die Google Streetview-Aufnahme <https://goo.gl/maps/C9W8PxZ8BTH2>
stammt von 2008, das Luftbild von Mai 2017 sieht aber völlig unverändert
aus: farblich abgepflasterter Hochbordradweg; offenbar ohne Blauschild.
Radfurt ganz ohne jede Verschwenkung und mit eigener Miniampel vor der
Kreuzung.
ist soweit unveraendert.

ich gehe uebrigens davon aus, das das opfer tatsaechlich an der
Fußgängerfurt querte, um ueber die kleine rampe auf den Kaufland-
Parkplatz zu kommen.
--
frobnicate foo
Karl Müller
2018-02-16 13:09:08 UTC
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Raw Message
Post by Chr. Maercker
Post by Karl Müller
Heute Abend wird wohl die CM-Dortmund an dem Unglücksort eine
Schweigeminute einlegen.
... und hoffentlich hinterher weiter auf den Fahrbahnen fahren, wenn die
CM zu Ende ist, oder?
Selbstverständlich - ich halte mich an die StVO - hier insbesondere
§2/Abs. 1
mfg
Karl
Arno Welzel
2018-02-16 15:34:17 UTC
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Post by Karl Müller
Wann erkennt unsere Verkehrsplanung endlich, das Radwege, insbesondere
im Kreuzungsbereich and Abbiege-Bereich, eine Todesfalle darstellen?
Nie.
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
https://de-rec-fahrrad.de
http://fahrradzukunft.de
Thomas Bliesener
2018-02-16 15:30:39 UTC
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Raw Message
Post by Karl Müller
Heute Abend wird wohl die CM-Dortmund an dem Unglücksort eine
Schweigeminute einlegen.
Und mehr Radwege fordern?

Wer jetzt meint, daß ich übertreibe, schaue sich einmal den Radentscheid
Darmstadt an: <https://radentscheid-darmstadt.de/>.

„In Darmstadt muss in die Sicherheit des Radverkehrs investiert werden“,
erläutert Initiator David Grünewald (27). „Wir stehen noch unter dem
Eindruck der beiden tödlichen Unfälle zwischen LKW und Radfahrenden im
November 2017.“
http://www.verkehrswende-darmstadt.de/category/gute-beispiele/

Diese "Sicherheit" besteht laut Programm des Radentscheids unter anderen
darin - tatatataa - *mehr* Radwege zu bauen.

Die erwähnten beiden tödlichen Unfälle sind dank der Schlüterschen
Datenbank schnell gefunden:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4969/3796619
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4969/3800405
(2x Bismarckstraße/Radweg/LKW)

Die USA haben die NRA, die jedes Massaker nutzt, um für mehr Schußwaffen
in der Bevölkerung einzutreten. Deutschland hat die Gruppen Radentscheid
Darmstadt, Berlin, Bamberg, etc., die Radwegtote zum Anlaß nehmen,
noch mehr Radwegtote zu fordern. Wo ist da noch der Unterschied zum
Terrorismus? In der Zahl der Opfer?
--
bli
Thomas Bliesener
2018-02-16 15:41:07 UTC
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Raw Message
Post by Thomas Bliesener
Darmstadt, Berlin, Bamberg, etc., die Radwegtote zum Anlaß nehmen,
noch mehr Radwegtote zu fordern.
^^^^^^^^^^
Radwege meinte ich natürlich (blöde Wortvervollständigung). Aber
eigentlich ist das das gleiche ...
--
bli
Bernd Ullrich
2018-02-16 16:18:21 UTC
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Raw Message
Am 16.02.2018 um 16:30 schrieb Thomas Bliesener:
[....]
Post by Thomas Bliesener
Die USA haben die NRA, die jedes Massaker nutzt, um für mehr Schußwaffen
in der Bevölkerung einzutreten. Deutschland hat die Gruppen Radentscheid
Darmstadt, Berlin, Bamberg, etc., die Radwegtote zum Anlaß nehmen,
noch mehr Radwegtote zu fordern. Wo ist da noch der Unterschied zum
Terrorismus? In der Zahl der Opfer?
Du schreibst mir aus de Seele, genau das wollte ich auch gerade schreiben.
In den Staaten schreien welche nach mehr Waffen auch an Schulen und
hierzulande Spinner nach "besseren Radwegen".
Für die sind das alles bedauerliche Einzelfälle ohne inneren Zusammenhang.

BU
Martin Kozlowski
2018-02-17 11:20:56 UTC
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Raw Message
Post by Thomas Bliesener
Post by Karl Müller
Heute Abend wird wohl die CM-Dortmund an dem Unglücksort eine
Schweigeminute einlegen.
Und mehr Radwege fordern?
Wer jetzt meint, daß ich übertreibe, schaue sich einmal den Radentscheid
Darmstadt an: <https://radentscheid-darmstadt.de/>.
"In Darmstadt muss in die Sicherheit des Radverkehrs investiert werden",
erläutert Initiator David Grünewald (27). "Wir stehen noch unter dem
Eindruck der beiden tödlichen Unfälle zwischen LKW und Radfahrenden im
November 2017."
http://www.verkehrswende-darmstadt.de/category/gute-beispiele/
Diese "Sicherheit" besteht laut Programm des Radentscheids unter anderen
darin - tatatataa - *mehr* Radwege zu bauen.
Die erwähnten beiden tödlichen Unfälle sind dank der Schlüterschen
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4969/3796619
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4969/3800405
(2x Bismarckstraße/Radweg/LKW)
Naja, eher kein Radweg (deswegen vermutlich auch die Forderung nach
sicheren Radwegen). Einmal sicher Schutzstreifen, an der anderen Stelle
Radfahrstreifen oder Schutzstreifen. Ein Bild hier:
<https://wegerecht.org>
Thomas Bliesener
2018-02-22 01:17:52 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Martin Kozlowski
Post by Thomas Bliesener
Die erwähnten beiden tödlichen Unfälle sind dank der Schlüterschen
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4969/3796619
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4969/3800405
(2x Bismarckstraße/Radweg/LKW)
Naja, eher kein Radweg (deswegen vermutlich auch die Forderung nach
sicheren Radwegen).
Ja, baulich getrennte Radwege. In der Stadt. Das will ich sehen. Genau
dort, wo die bauliche Trennung einen Sicherheitsgewinn erwarten ließe,
wird sie immer unterbrochen. Wenn ich das nicht mit eigenen Augen
täglich sehen würde, würde ich es nicht glauben.
Post by Martin Kozlowski
Einmal sicher Schutzstreifen, an der anderen Stelle
Radfahrstreifen oder Schutzstreifen.
Hatte ich mir auf Google Maps schon angesehen. Zum Teil schön blutrot
eingefärbt, damit es sicher ist. Ob nun Radweg oder Schutzstreifen ist
doch egal, ist beides dasselbe Prinzip: Radfahrer werden in den toten
Winkel gelockt.
--
bli
Bernd Ullrich
2018-02-16 18:27:34 UTC
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Raw Message
Post by Karl Müller
Wann erkennt unsere Verkehrsplanung endlich, das Radwege, insbesondere
im Kreuzungsbereich and Abbiege-Bereich, eine Todesfalle darstellen?
Die Verkehtplaner planen nur für den "Richtigen Verkehrt", Radfahren
fällt nicht darunter. Das muß weg, "aus den Augen und dem Sinn".
Deshalb Randverkehrsanlagen mit den bekannten Folgen
Post by Karl Müller
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4971/3866659
Ohne Radwege könnten viele Menschen noch leben und weiter radfahren
Heute Abend wird wohl die CM-Dortmund an dem Unglücksort eine
Schweigeminute einlegen.
Klar, schweigen dito Fresse halten und für "Gute Rad_wege" beten.

BU
Martin Gerdes
2018-02-16 21:55:57 UTC
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Raw Message
Post by Karl Müller
Wann erkennt unsere Verkehrsplanung endlich, das Radwege, insbesondere
im Kreuzungsbereich and Abbiege-Bereich, eine Todesfalle darstellen?
Nie.
Post by Karl Müller
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4971/3866659
| Ein 32jähriger aus Herten wollte zu diesem Zeitpunkt, nachdem die
| Ampel seinen ersten eigenen Angaben zufolge auf Grünlicht gewechselt
| hatte, mit seinem Lkw nach rechts abbiegen.

Genauso, wie manche Outofahrer nie begreifen werden, daß "Grün" und
"Rechtsabbiegennwollen" nie heißen darf: "Einfach um die Ecke fahren."
Diesen Sachverhalt nennt man "toter Winkel". Der tote Winkel steckt im
Kopf des Outofahrers, er verdeckt beispielsweise die Erkenntnis, daß man
mit dem Outo nicht ohne Rücksicht auf den Radverkehr rechts abbiegen
darf.

Auch die Polizei wird den Sachverhalt nie begreifen, denn sonst hätte
sie den "ersten eigenen Angaben" des Unfallfahrers gleich
entgegengesetzt:

"Jawohl, Sie hatten Grün, aber sie hätten dem Radfahrer dennoch seine
die Vorfahrt gewähren müssen, der hatte nämlich auch Grün."

Solange das nicht unauslöschliches Gemeingut ist, werden weiter
Radfahrer an diesen Stellen totgefahren.

Anderseits: Der Radfahrer hätte ja seine Vorfahrt nicht erzwingen
müssen, oder?

| Ein Rettungswagen brachte den 32jährigen mit einem Schock zur
| ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus.

Der arme LKW-Fahrer hat sogar einen schweren Schock erlitten, mußte
deswegen gar ins Krankenhaus.
Post by Karl Müller
Ohne Radwege könnten viele Menschen noch leben und weiter radfahren
Nicht die Radwege sind das Problem, sondern die Köpfe der Leute.
Bernd Ullrich
2018-02-16 22:16:10 UTC
Permalink
Raw Message
Am 16.02.2018 um 22:55 schrieb Martin Gerdes:


[...]
Post by Martin Gerdes
Nicht die Radwege sind das Problem, sondern die Köpfe der Leute.
Die Radwege sowie deren AusdenkerKöpfe in den Totschlägerbrigaden sind
das Problem. Beide müssen weg.

BU
Thomas Bliesener
2018-02-19 14:31:43 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Martin Gerdes
Nicht die Radwege sind das Problem, sondern die Köpfe der Leute.
Auch, aber nicht nur. Selbst der rücksichtvollste menschliche Fahrer
wird Fehler machen. Isso. Die Gestaltung des Verkehrsraums sollte daher
keine unnötigen Konflikte schaffen und es wahrscheinlicher machen,
Fehler zu begehen.
--
bli
Ulli Horlacher
2018-02-20 07:03:25 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Thomas Bliesener
Post by Martin Gerdes
Nicht die Radwege sind das Problem, sondern die Köpfe der Leute.
Auch, aber nicht nur. Selbst der rücksichtvollste menschliche Fahrer
wird Fehler machen. Isso. Die Gestaltung des Verkehrsraums sollte daher
keine unnötigen Konflikte schaffen und es wahrscheinlicher machen,
Fehler zu begehen.
Ist mir erst kuerzlich passiert, wo ich mal mit dem Auto unterwegs war: an
einer unuebersichtlichen Kreuzung mit viel Verkehr und parkenden Autos hab
ich den Radfahrer auf dem abgesetzten Radweg VIEL zu spaet gesehen und hab
ihm die Vorfahrt genommen. Und das mir! Was hab ich mich geaergert! Und
dann sogleich wieder ueber die *ZENSIERTEN* Radwege geschimpft, weil ohne
den waere mir das nicht passiert.
--
+ Ulli Horlacher + ***@tandem-fahren.de + http://tandem-fahren.de/ +
Chr. Maercker
2018-02-20 12:27:20 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Ulli Horlacher
Ist mir erst kuerzlich passiert, wo ich mal mit dem Auto unterwegs war: an
einer unuebersichtlichen Kreuzung mit viel Verkehr und parkenden Autos hab
ich den Radfahrer auf dem abgesetzten Radweg VIEL zu spaet gesehen und hab
ihm die Vorfahrt genommen.
So was kann sogar Radfahrern passieren, die in eine Straße mit "Radweg"
einbiegen. Die machen Straßen so was von unübersichtlich ... als ob
Fahrbahnen mit mehreren Streifen nicht reichen!
--
CU Chr. Maercker.

RADWEGE sind TOD-SICHER! Schlaue Füchse fahren Fahrbahn.
Thomas Bliesener
2018-02-21 22:03:30 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Chr. Maercker
So was kann sogar Radfahrern passieren, die in eine Straße mit "Radweg"
einbiegen.
Ich habe eher dieses Problem, wenn ich *von* einer Straße mit Radweg
abbiege. Mit dem Rad muß ich fast anhalten (blöd mit Klickies), bis ich
den (sicht!)geschützten Radweg hinter den Stehzeugen einsehen kann. Wie
machen das eigentlich Fahrzeugführer, die einen Meter Blech oder mehr
blind vor sich herschieben?
Post by Chr. Maercker
Die machen Straßen so was von unübersichtlich ... als ob Fahrbahnen
mit mehreren Streifen nicht reichen!
Mehrere Fahrstreifen stören mich nicht, im Gegenteil.
--
bli
Martin Wohlauer
2018-02-22 06:50:43 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Thomas Bliesener
Post by Chr. Maercker
So was kann sogar Radfahrern passieren, die in eine Straße mit "Radweg"
einbiegen.
Ich habe eher dieses Problem, wenn ich *von* einer Straße mit Radweg
abbiege. Mit dem Rad muß ich fast anhalten (blöd mit Klickies), bis ich
den (sicht!)geschützten Radweg hinter den Stehzeugen einsehen kann. Wie
machen das eigentlich Fahrzeugführer, die einen Meter Blech oder mehr
blind vor sich herschieben?
Na genau so wie man es auch auf täglicher Basis erleben kann: Mit dem
Meter Blech vornedran über den Radweg drücken, weil sehen kann man ja
sonst nichts. Das ist genau diese Situation, die mich im Alltag am
meisten ankotzt, wenn einem der schöne Radweg blockiert wird, von einer
Motorhaube, die da aber eigentlich ganz und gar verständlicherweise
steht. Entweder er sieht nichts, oder aber er blockiert. Das ist ja dann
auch genau der Teil, den auch die meisten Autofahrer kapieren, weil sie
selbst genau so wissen, wie beschissen das ist.
Post by Thomas Bliesener
Post by Chr. Maercker
Die machen Straßen so was von unübersichtlich ... als ob Fahrbahnen
mit mehreren Streifen nicht reichen!
Mehrere Fahrstreifen stören mich nicht, im Gegenteil.
Jupp, lassen einen die meisten Dösler einfach in Ruhe, weil sie so und
so an einem vorbei kommen.

Grüßle,

Martin.
Chr. Maercker
2018-03-01 11:51:29 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Thomas Bliesener
Ich habe eher dieses Problem, wenn ich *von* einer Straße mit Radweg
abbiege.
In dieser Situation musste ich mir anfangs konsequent den Schulterblick
angwöhnen.
Post by Thomas Bliesener
Mit dem Rad muß ich fast anhalten (blöd mit Klickies), bis ich
den (sicht!)geschützten Radweg hinter den Stehzeugen einsehen kann. Wie
machen das eigentlich Fahrzeugführer, die einen Meter Blech oder mehr
blind vor sich herschieben?
Am liebsten gar nicht. Geht ja meist gut, soo viele Radfahrer sind
selbst auf "Radwegen" nicht unterwegs. Es sind eh die Unfälle, die in
den meisten Fällen nicht zu den ganz schweren zählen. Die Bilanz mit
LKW-Beteilung und etwas anderem Hergang ist weitaus schlechter.
Post by Thomas Bliesener
Post by Chr. Maercker
Die machen Straßen so was von unübersichtlich ... als ob Fahrbahnen
mit mehreren Streifen nicht reichen!
Mehrere Fahrstreifen stören mich nicht, im Gegenteil.
Beim Einbiegen muss man die ggf. allesamt überblicken. Und ich hatte
fast einen Unfall, weil der rechte Fahrstreifen einer Straßen zugestaut
war, der linke aus nicht nachvollziehbaren Gründen aber komplett frei.
Und auf dem kam ein PKW angebrettert ...
--
CU Chr. Maercker.

RADWEGE sind TOD-SICHER! Schlaue Füchse fahren Fahrbahn.
Martin Gerdes
2018-02-21 20:30:31 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Thomas Bliesener
Post by Martin Gerdes
Nicht die Radwege sind das Problem, sondern die Köpfe der Leute.
Auch, aber nicht nur. Selbst der rücksichtvollste menschliche Fahrer
wird Fehler machen. Isso. Die Gestaltung des Verkehrsraums sollte daher
keine unnötigen Konflikte schaffen und es wahrscheinlicher machen,
Fehler zu begehen.
Klar. Man wird ja nochmal träumen dürfen.


Aus gegebenem Anlaß erinnerte ich mich neulich mal an die Zeit vor 30
Jahren. Damals wurden die Wohngebiete zwecks Behinderung des
Durchgangsverkehrs mit Einbahnstraßen überzogen. Diese elenden
Fahrradfahrer hielten sich aber mal wieder nicht an die Verkehrsregeln
(das tun die nie) und fuhren verbotenerweise gegen die vorgeschriebene
Richtung. Jeder gute deutsche Staatsbürger war hier aufgerufen, für
Ordnung zu sorgen, und viele, viele taten das auch, indem sie sich mit
ihren Blechkisten auf der Straße breit machten und ggf. auch direkt auf
die regelbrechenden Radfahrer zufuhren, um ihnen mit der Autorität von
(damals) 1,5 Tonnen Blech die Straßenverkehrsordnung nahezubringen.

Irgendwann hat die Politik hirnrissigerweise die Einbahnstraßen in
Wohngebieten in der Gegenrichtung freigegeben. Die Unfallzahlen sind
damals (wie vorhergesagt) explodiert (auf das Hundertfache oder so),
aber die Politik hat am institutionalisierten Regelbruc... (Äh -- die
haben doch die Regel offiziell geändert!). Jedenfalls ist das heute noch
so und (das ist das Wesentliche): Alle Autofahrer wissen das. Auf dem
gleichen Straßenprofil (kein Zentimeter mehr Breite) kommen seither
Autofahrer und Radfahrer ohne Konflikte aneinander vorbei.

Am Horizont dräut schon die nächste Regel-Revolution: der Idaho-Stop.
Hoffentlich müssen wir das in unserer Lebensspanne nicht mehr erleben.
Wo kommen wir denn da hin, wenn von Radweg zu Radweg rechtsabbiegende
Radfahrer BEI ROT! einfach durchfahren dürfen! Die Unfallstatistik
möchte ich nicht sehen.
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