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Magura durch V-Brakes ersetzen?
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Rico Heil
2018-06-17 14:07:18 UTC
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Hallo zusammen,

mich nerven die Magura HS-33 Bremsen an meinem Trekking-Rad, das zu 95%
im Stadtverkehr genutzt wird.

Frisch eingestellt mit neuen Bremsklötzen bei schönem Wetter sind die ja
echt super, aber:
Bei Nässe sinkt die Bremsleistung sehr fühlbar.
Bei (feuchter) Kälte, kreischen die Bremsen bei jeder Bremsung lautstark.
Die Nachstellmöglichkeit am Bremshebel reicht nicht für den Verschleiß
eines Bremsklotz-Satzes aus und ich habe auch noch keinen Weg gefunden,
die Druckzylinder dauerhaft enger zu montieren. Irgendwie erscheint mir
das wie eine Fehlkonstruktion, die von den Entwicklern nie mit maximal
abgefahrenen Klötzen getestet wurde.

Nun suche ich nach Möglichkeiten, diesem Trauerspiel ein Ende zu bereiten.

Scheibenbremsen scheiden aus, denn dafür müsste ich erstmal Rahmen und
Gabel austauschen, um die nötigen Befestigungsmöglichkeiten zu bekommen.
Ein neues Fahrrad mag ich mir aber derzeit nicht anschaffen.

Meine Idee war nun, die Maguras durch ordentliche V-Brakes zu ersetzen.
Da ich mit solchen bisher keine Erfahrungen habe: Werde ich da
zwangsläufig sehr enttäuscht sein von der Dosierbarkeit, oder gibt es
Modelle, die wenig Kompromisse erfordern?
Regelmäßiges Nachstellen zum Verschleißausgleich wäre für mich kein
Problem, solange ich an die nötigen Schrauben einfach herankomme.

Was gibt es hier zu beachten?
Tipps? Tricks? Empfehlungen?

Danke!
Rico
Frank Möller
2018-06-17 14:36:49 UTC
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Post by Rico Heil
Bei Nässe sinkt die Bremsleistung sehr fühlbar.
Das wird mit V-Brakes auch nicht wirklich besser.
Post by Rico Heil
Bei (feuchter) Kälte, kreischen die Bremsen bei jeder Bremsung lautstark.
Das kann man ggf. dadurch ändern, daß man die Felgen/Beläge _wirklich_
fettfrei macht (Brennspiritus/Isopropanol) und auch mal eine ganz leicht
angewinkelte Einstellung (hinten etwas mehr Abstand zur Felge als vorn)
probiert.
Post by Rico Heil
Die Nachstellmöglichkeit am Bremshebel reicht nicht für den Verschleiß
eines Bremsklotz-Satzes aus ...
Dann sind IMO bei der Montage der Bremse die Zylinder nicht nah genug an
die Felge hin montiert worden.
Post by Rico Heil
... und ich habe auch noch keinen Weg gefunden, die Druckzylinder
dauerhaft enger zu montieren. Irgendwie erscheint mir das wie eine
Fehlkonstruktion, die von den Entwicklern nie mit maximal abgefahrenen
Klötzen getestet wurde.
HS 33 sind bei der Montage einfach eklig. Mit den alten Modellen ohne die
sog. Evo-Shifter war das noch schlimmer. Ich hatte da mal einen ganzen
Nachmittag verbraten, bis sie dann endlich korrekt saßen.
Post by Rico Heil
Nun suche ich nach Möglichkeiten, diesem Trauerspiel ein Ende zu bereiten.
Scheibenbremsen, ggf. mit max. 180 mm vorne und 160 mm hinten, sofern die
Mühle keine größeren Gefälle zu erwarten hat und das Fahrer-/Systemgewicht
moderat ist.
Post by Rico Heil
Scheibenbremsen scheiden aus, denn dafür müsste ich erstmal Rahmen und
Gabel austauschen, um die nötigen Befestigungsmöglichkeiten zu bekommen.
Ein neues Fahrrad mag ich mir aber derzeit nicht anschaffen.
Hm, da würde ich dann vielleicht nochmal drüber meditieren. Seitdem ich vor
Jahren schon auf Scheiben gewechselt habe, will ich auch für viel Geld
nicht mehr zurück zu Cantis, V-Brakes oder HS 33.
Post by Rico Heil
Meine Idee war nun, die Maguras durch ordentliche V-Brakes zu ersetzen.
Da ich mit solchen bisher keine Erfahrungen habe: Werde ich da
zwangsläufig sehr enttäuscht sein von der Dosierbarkeit, oder gibt es
Modelle, die wenig Kompromisse erfordern?
Ich kenne keine, für die sich das lohnen würde, zumal bei diesen "Viechern"
auch noch das Problem der sich schräg abschleifenden Gummis dazukommt, die
sich dann irgendwann an der Felge verklemmen können.
Post by Rico Heil
Regelmäßiges Nachstellen zum Verschleißausgleich wäre für mich kein
Problem, solange ich an die nötigen Schrauben einfach herankomme.
Letztlich ist m. E. das Gesamtgefummel eher schlechter als bei HS 33. Bei
denen muß man halt am Anfang mal richtig hinklotzen. Bei V-Brakes kommt das
Gefummel immer wieder, und die Performance ist nicht besser. Meine Meinung.

--
Rico Heil
2018-06-17 19:26:04 UTC
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Post by Frank Möller
HS 33 sind bei der Montage einfach eklig. Mit den alten Modellen ohne die
sog. Evo-Shifter war das noch schlimmer. Ich hatte da mal einen ganzen
Nachmittag verbraten, bis sie dann endlich korrekt saßen.
Du Glücklicher! Dir es es letztlich gelungen!

Mir ist es bei zwei Fahrrädern noch nie gelungen, die Zylinder nahe
genug an die Felge zu bringen. Dazu müsste ich sie einfach etwas näher
ranschieben, aber leider kommt da schon die rundliche Verdickung des
Zylinders, die nicht mehr sinnvoll in die Klemmung passt. Und die
Position der Klemmkörper ist ja durch den Evo-Booster und die
Montagepunkte an Rahmen/Gabel festgelegt.
Oder übersehe ich seit Jahren irgendein Detail, das es ermöglicht, die
Zylinder enger zu montieren?

Rico
Frank Möller
2018-06-17 19:39:28 UTC
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Post by Rico Heil
Post by Frank Möller
HS 33 sind bei der Montage einfach eklig. Mit den alten Modellen ohne die
sog. Evo-Shifter war das noch schlimmer. Ich hatte da mal einen ganzen
Nachmittag verbraten, bis sie dann endlich korrekt saßen.
Du Glücklicher! Dir es es letztlich gelungen!
Mir ist es bei zwei Fahrrädern noch nie gelungen, die Zylinder nahe
genug an die Felge zu bringen. Dazu müsste ich sie einfach etwas näher
ranschieben, aber leider kommt da schon die rundliche Verdickung des
Zylinders, die nicht mehr sinnvoll in die Klemmung passt.
War das nicht so, daß ebendiese "rundlichen Verdickungen" sich auf den
Bremszylindern etwas verschieben lassen? Etwas drehen und schieben, dann
sollte es eigentlich irgendwann gehen.

Solange der Rahmen eine halbwegs nomale Hinterbaubreite hat und keine
extremen Vollfettpuschen montiert sind, sollte man mit ausreichend Geduld
und Spucke eine HS 33 schon montiert bekommen.

--
Kai Teranski
1970-01-01 00:00:00 UTC
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Post by Rico Heil
Post by Frank Möller
HS 33 sind bei der Montage einfach eklig. Mit den alten Modellen ohne die
sog. Evo-Shifter war das noch schlimmer. Ich hatte da mal einen ganzen
Nachmittag verbraten, bis sie dann endlich korrekt saßen.
Du Glücklicher! Dir es es letztlich gelungen!
Mir ist es bei zwei Fahrrädern noch nie gelungen, die Zylinder nahe
genug an die Felge zu bringen. Dazu müsste ich sie einfach etwas näher
ranschieben, aber leider kommt da schon die rundliche Verdickung des
Zylinders, die nicht mehr sinnvoll in die Klemmung passt. Und die
Position der Klemmkörper ist ja durch den Evo-Booster und die
Montagepunkte an Rahmen/Gabel festgelegt.
Oder übersehe ich seit Jahren irgendein Detail, das es ermöglicht, die
Zylinder enger zu montieren?
Die Schellen lassen sich links und rechts tauschen. Dann sitzen
sie einige mm weiter innen.
--
Kai


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http://usenet.sinaapp.com/
Arno Welzel
2018-06-25 05:44:52 UTC
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Post by Rico Heil
Post by Frank Möller
HS 33 sind bei der Montage einfach eklig. Mit den alten Modellen ohne die
sog. Evo-Shifter war das noch schlimmer. Ich hatte da mal einen ganzen
Nachmittag verbraten, bis sie dann endlich korrekt saßen.
Du Glücklicher! Dir es es letztlich gelungen!
Mir ist es bei zwei Fahrrädern noch nie gelungen, die Zylinder nahe
genug an die Felge zu bringen. Dazu müsste ich sie einfach etwas näher
ranschieben, aber leider kommt da schon die rundliche Verdickung des
Zylinders, die nicht mehr sinnvoll in die Klemmung passt.
Nein - der Zylinder ist gerade. Die "Verdickung" ist ein Plastikring, in
dem der Zylinder gehalten wird. Bei der Montage schiebe ich den Zylinder
mit Bremsklotz komplett an die Felge heran, ziehe dann die Klemmung
*leicht* an und ziehe nur leicht am Bremshebel, um den Zylinder minimal
für ca. 1-1,5 mm von der Felge wegzudrücken. Alternativ nimmt man ein
Stück Pappe zwischen Felge und Bremsklotz (ca. 1,5 mm Stärke), dann kann
man den Zylinder gleich in die endgültige Position schieben.
Post by Rico Heil
Oder übersehe ich seit Jahren irgendein Detail, das es ermöglicht, die
Zylinder enger zu montieren?
Siehe oben. Die Zylinder sind innerhalb der "Verdickung" beweglich. Wenn
durch die Montage die Pastikringe bereits zu stark verformt sind und
sich in das Profil der Zylinder gedrückt haben, kann man neue
Plastikringe auch als Ersatzteil kaufen (Magura Artikel-Nummer 0720442,
ca. 1-2 EUR pro Stück), z.B. hier:

<https://www.bike-components.de/de/Magura/Kunststoffeinlagen-fuer-Evolution-Adapter-p327/>

Oder hier:

<https://www.bike24.de/p132718.html>
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
https://de-rec-fahrrad.de
http://fahrradzukunft.de
Rico Heil
2018-06-26 17:56:41 UTC
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Post by Arno Welzel
Siehe oben. Die Zylinder sind innerhalb der "Verdickung" beweglich. Wenn
durch die Montage die Pastikringe bereits zu stark verformt sind und
sich in das Profil der Zylinder gedrückt haben, kann man neue
Plastikringe auch als Ersatzteil kaufen (Magura Artikel-Nummer 0720442,
<https://www.bike-components.de/de/Magura/Kunststoffeinlagen-fuer-Evolution-Adapter-p327/>
Ja, diese Dinger haben meine Maguras auch. Aber auch damit sind der
Verschiebbarkeit Grenzen gesetzt. Irgendwann hört der Zylinder eben auf
zylindrisch zu sein und wird "rundlich dick".
Auch wenn ich beide Zylinder bis zu diesem Anschlag nach innen schiebe,
ist der Weg bis zu Felge noch zu weit. Offenbar gibt es auch
unterschiedliche Felgen-Außenmaße. Gerade hatte ich ein defektes Lager
am Vorderrad und habe mal schnell das Vorderrad meines Ersatz-Fahrrads
montiert. Da sitzt die Bremse deutlich enger.

Rico
Arno Welzel
2018-06-27 19:03:07 UTC
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Post by Rico Heil
Post by Arno Welzel
Siehe oben. Die Zylinder sind innerhalb der "Verdickung" beweglich. Wenn
durch die Montage die Pastikringe bereits zu stark verformt sind und
sich in das Profil der Zylinder gedrückt haben, kann man neue
Plastikringe auch als Ersatzteil kaufen (Magura Artikel-Nummer 0720442,
<https://www.bike-components.de/de/Magura/Kunststoffeinlagen-fuer-Evolution-Adapter-p327/>
Ja, diese Dinger haben meine Maguras auch. Aber auch damit sind der
Verschiebbarkeit Grenzen gesetzt. Irgendwann hört der Zylinder eben auf
zylindrisch zu sein und wird "rundlich dick".
Kann ich nicht nachvollziehen - so sehen die Dinger aus, da wird nichts
"rundlich dick":

<Loading Image...>

Das "rundlich dicke" ist der Plastikring, nicht der Nehmerzylinder der
Bremse.
Post by Rico Heil
Auch wenn ich beide Zylinder bis zu diesem Anschlag nach innen schiebe,
ist der Weg bis zu Felge noch zu weit. Offenbar gibt es auch
unterschiedliche Felgen-Außenmaße.
Ja, es gibt verschiedene Felgenabmessungen - z.B. 17 oder 19 oder 21 mm
Breite. Und es gibt auch verschiedene Gabelbreiten usw..

Für Problemfälle wäre der alte EVO-Adapter mit den "Nasen" statt der
U-förmigen Montageplatte evtl. sinnvoller. Die kann man auch deutlich
enger einstellen.
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
https://de-rec-fahrrad.de
http://fahrradzukunft.de
Kai Teranski
1970-01-01 00:00:00 UTC
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Raw Message
Post by Rico Heil
Post by Arno Welzel
Siehe oben. Die Zylinder sind innerhalb der "Verdickung" beweglich. Wenn
durch die Montage die Pastikringe bereits zu stark verformt sind und
sich in das Profil der Zylinder gedrückt haben, kann man neue
Plastikringe auch als Ersatzteil kaufen (Magura Artikel-Nummer 0720442,
<https://www.bike-components.de/de/Magura/Kunststoffeinlagen-fuer-Evolution-Adapter-p327/>
Ja, diese Dinger haben meine Maguras auch. Aber auch damit sind der
Verschiebbarkeit Grenzen gesetzt. Irgendwann hört der Zylinder eben auf
zylindrisch zu sein und wird "rundlich dick".
Auch wenn ich beide Zylinder bis zu diesem Anschlag nach innen schiebe,
ist der Weg bis zu Felge noch zu weit. Offenbar gibt es auch
unterschiedliche Felgen-Außenmaße. Gerade hatte ich ein defektes Lager
am Vorderrad und habe mal schnell das Vorderrad meines Ersatz-Fahrrads
montiert. Da sitzt die Bremse deutlich enger.
Wie bereits geschrieben: Du kannst du Schellen umdrehen, musst
dazu die jeweils Rechte und mit der Linken vertauschen. Dann
sitzt sie ca 10 mm weiter innen bzw außen. Je nach vorheriger
Montageposition.
--
Kai


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Gerald Eіscher
2018-06-17 19:55:45 UTC
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Raw Message
Post by Frank Möller
Post by Rico Heil
Bei Nässe sinkt die Bremsleistung sehr fühlbar.
Das wird mit V-Brakes auch nicht wirklich besser.
Jein, für V-Bremsen gibt es Beläge mit besserer Nassbremswirkung, die
allerdings aus den Felgen Späne reißen. Ob man das will, muss jeder für
sich selbst entscheiden, ich will nicht.
Aber ich habe auch mit der Nassbremswirkung der Magura sowohl mit
originalen schwarzen als auch originalen lachsfärbigen (Koolstop)
Belägen keine Probleme.
Post by Frank Möller
Post by Rico Heil
Die Nachstellmöglichkeit am Bremshebel reicht nicht für den Verschleiß
eines Bremsklotz-Satzes aus ...
Dann sind IMO bei der Montage der Bremse die Zylinder nicht nah genug an
die Felge hin montiert worden.
Bei Magura ist das eine FAQ. Wie die Nehmerzylinder zu montieren sind,
ist in der Montageanleitung genau beschrieben. Bei den früheren
Geberzylindern mit größerem Kolbendurchmesser was dieses Problem weniger
vorhanden, die benötigten allerdings höhere Handkraft.
Post by Frank Möller
Post by Rico Heil
... und ich habe auch noch keinen Weg gefunden, die Druckzylinder
dauerhaft enger zu montieren. Irgendwie erscheint mir das wie eine
Fehlkonstruktion, die von den Entwicklern nie mit maximal abgefahrenen
Klötzen getestet wurde.
HS 33 sind bei der Montage einfach eklig. Mit den alten Modellen ohne die
sog. Evo-Shifter war das noch schlimmer. Ich hatte da mal einen ganzen
Nachmittag verbraten, bis sie dann endlich korrekt saßen.
Die Montage kann mühsam sein, aber wenn sie einmal montiert sind, muss
man nur mehr gelegentlich Beläge nachstellen und irgendwann neue Beläge
einklipsen. Keine rostenden, verschleißenden und einfrierenden Züge,
keine Bremsgummis, die unter die Felgenkante wandern, keine einseitig
klemmenden Bremsschenkel, kein quietschen, einfach nichts.
--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |
Frank Möller
2018-06-17 20:08:11 UTC
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Raw Message
Post by Gerald Eіscher
Post by Frank Möller
Post by Rico Heil
Bei Nässe sinkt die Bremsleistung sehr fühlbar.
Das wird mit V-Brakes auch nicht wirklich besser.
Jein, für V-Bremsen gibt es Beläge mit besserer Nassbremswirkung, die
allerdings aus den Felgen Späne reißen. Ob man das will, muss jeder für
sich selbst entscheiden, ich will nicht.
Aber ich habe auch mit der Nassbremswirkung der Magura sowohl mit
originalen schwarzen als auch originalen lachsfärbigen (Koolstop)
Belägen keine Probleme.
Mir waren die roten Original-Magura am liebsten bei Nässe. Meinem Empfinden
nach brauchten die ein paar Sekundenbruchteile länger, bis sie wirklich
griffen, aber dann waren sie besser als die schwarzen.
Post by Gerald Eіscher
Post by Frank Möller
Post by Rico Heil
Die Nachstellmöglichkeit am Bremshebel reicht nicht für den Verschleiß
eines Bremsklotz-Satzes aus ...
Dann sind IMO bei der Montage der Bremse die Zylinder nicht nah genug an
die Felge hin montiert worden.
Bei Magura ist das eine FAQ. Wie die Nehmerzylinder zu montieren sind,
ist in der Montageanleitung genau beschrieben. Bei den früheren
Geberzylindern mit größerem Kolbendurchmesser was dieses Problem weniger
vorhanden, die benötigten allerdings höhere Handkraft.
Post by Frank Möller
Post by Rico Heil
... und ich habe auch noch keinen Weg gefunden, die Druckzylinder
dauerhaft enger zu montieren. Irgendwie erscheint mir das wie eine
Fehlkonstruktion, die von den Entwicklern nie mit maximal abgefahrenen
Klötzen getestet wurde.
HS 33 sind bei der Montage einfach eklig. Mit den alten Modellen ohne die
sog. Evo-Shifter war das noch schlimmer. Ich hatte da mal einen ganzen
Nachmittag verbraten, bis sie dann endlich korrekt saßen.
Die Montage kann mühsam sein, aber wenn sie einmal montiert sind, muss
man nur mehr gelegentlich Beläge nachstellen und irgendwann neue Beläge
einklipsen. Keine rostenden, verschleißenden und einfrierenden Züge,
keine Bremsgummis, die unter die Felgenkante wandern, keine einseitig
klemmenden Bremsschenkel, kein quietschen, einfach nichts.
Stimmt schon im Prinzip. Ich hab zwar auch irgendwann mal eine HS 33 neu
justieren müssen, aber das war erst nach Jahren. Noch weniger Probleme geht
dann nur mit Scheiben.

--
Stefan Wiens
2018-06-19 00:02:10 UTC
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Raw Message
Post by Frank Möller
Post by Gerald Eіscher
Post by Frank Möller
Post by Rico Heil
Bei Nässe sinkt die Bremsleistung sehr fühlbar.
Das wird mit V-Brakes auch nicht wirklich besser.
Jein, für V-Bremsen gibt es Beläge mit besserer Nassbremswirkung, die
allerdings aus den Felgen Späne reißen. Ob man das will, muss jeder für
sich selbst entscheiden, ich will nicht.
Aber ich habe auch mit der Nassbremswirkung der Magura sowohl mit
originalen schwarzen als auch originalen lachsfärbigen (Koolstop)
Belägen keine Probleme.
Mir waren die roten Original-Magura am liebsten bei Nässe. Meinem Empfinden
nach brauchten die ein paar Sekundenbruchteile länger, bis sie wirklich
griffen, aber dann waren sie besser als die schwarzen.
Meine Erfahrung mit den roten ist, dass sich metallischer Abrieb darin
aufstaut, bis zu millimeterlangen Spänen, die sich bei Interesse auch
zusammenhängend wieder heraushebeln lassen. Felgenverschleiß extrem
(Gegner war eine Sputnik, wer da gerade als Hersteller fungierte, weiß
ich nicht mehr). Im Winter hätte ich damit geschätzt mind. 1 Felge/Monat
verbraucht. Ich halte das eher für Wettbewerbsausstattung, wo nach ein
paar hundert km sowieso alles erneuert wird.

Stefan
Frank Möller
2018-06-19 10:19:41 UTC
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Raw Message
Post by Stefan Wiens
Post by Frank Möller
Mir waren die roten Original-Magura am liebsten bei Nässe. Meinem Empfinden
nach brauchten die ein paar Sekundenbruchteile länger, bis sie wirklich
griffen, aber dann waren sie besser als die schwarzen.
Meine Erfahrung mit den roten ist, dass sich metallischer Abrieb darin
aufstaut, bis zu millimeterlangen Spänen, die sich bei Interesse auch
zusammenhängend wieder heraushebeln lassen. Felgenverschleiß extrem
(Gegner war eine Sputnik, wer da gerade als Hersteller fungierte, weiß
ich nicht mehr). Im Winter hätte ich damit geschätzt mind. 1 Felge/Monat
verbraucht. Ich halte das eher für Wettbewerbsausstattung, wo nach ein
paar hundert km sowieso alles erneuert wird.
_So_ etwas habe ich mit keinem Magura-Bremsgummi erlebt, und ich habe alte
und neuere HS 33 an mindestens einem halben Dutzend verschiedenen Felgen
über mehr als 20 Jahre gefahren. Die Radln, an denen meine ehemaligen HS 33
heute tun, haben irgendwelche preiswerten Standard-Hohlkammerfelgen und da
tritt das auch nicht auf.

--
Gerald Eіscher
2018-06-19 22:16:01 UTC
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Raw Message
Post by Stefan Wiens
Post by Frank Möller
Mir waren die roten Original-Magura am liebsten bei Nässe. Meinem Empfinden
nach brauchten die ein paar Sekundenbruchteile länger, bis sie wirklich
griffen, aber dann waren sie besser als die schwarzen.
Meine Erfahrung mit den roten ist, dass sich metallischer Abrieb darin
aufstaut, bis zu millimeterlangen Spänen, die sich bei Interesse auch
zusammenhängend wieder heraushebeln lassen.
Kann ich nicht nachvollziehen. Du musst die Koolstop mit den "M-System"
Bremsbelägen von Shimano (oder ähnlichen Belägen eines anderen
Herstellers) verwechseln. Die enthalten harte Partikel und bremsen
spanabhebend.
--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |
Stefan Wiens
2018-06-20 04:00:58 UTC
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Raw Message
Post by Gerald Eіscher
Post by Stefan Wiens
Post by Frank Möller
Mir waren die roten Original-Magura am liebsten bei Nässe. Meinem Empfinden
nach brauchten die ein paar Sekundenbruchteile länger, bis sie wirklich
griffen, aber dann waren sie besser als die schwarzen.
Meine Erfahrung mit den roten ist, dass sich metallischer Abrieb darin
aufstaut, bis zu millimeterlangen Spänen, die sich bei Interesse auch
zusammenhängend wieder heraushebeln lassen.
Kann ich nicht nachvollziehen. Du musst die Koolstop mit den "M-System"
Bremsbelägen von Shimano (oder ähnlichen Belägen eines anderen
Herstellers) verwechseln. Die enthalten harte Partikel und bremsen
spanabhebend.
Hmm ... Das Beweismaterial ist mittlerweile entsorgt, Fotos habe ich
auch keine, ist schon etliche Jahre her. Bis auf sehr wenige Ausnahmen
habe ich nur (schwarze) Bremsklötze von Magura eingesetzt. Die
Angelegenheit lässt sich jetzt wohl nicht mehr weiter aufklären.

--
Stefan
Gerald Eіscher
2018-06-22 13:15:12 UTC
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Raw Message
Post by Frank Möller
Mir waren die roten Original-Magura am liebsten bei Nässe. Meinem Empfinden
nach brauchten die ein paar Sekundenbruchteile länger, bis sie wirklich
griffen, aber dann waren sie besser als die schwarzen.
Aus Neugierde habe ich die weißen(!) von Elvedes besorgt. Angeblich
sollen die die Felgen weniger verschmutzen. Wird spannend, wie sich die
bei Nässe schlagen.
--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |
Frank Möller
2018-06-22 15:15:18 UTC
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Raw Message
Post by Gerald Eіscher
Post by Frank Möller
Mir waren die roten Original-Magura am liebsten bei Nässe. Meinem Empfinden
nach brauchten die ein paar Sekundenbruchteile länger, bis sie wirklich
griffen, aber dann waren sie besser als die schwarzen.
Aus Neugierde habe ich die weißen(!) von Elvedes besorgt.
Sind die aus dem nordkoreanischen Raketenprogramm? Die scheinen jedenfalls
so geheim zu sein, daß sie weder bei Elvedes selber noch bei Gurgl zu
finden sind.
Post by Gerald Eіscher
Angeblich sollen die die Felgen weniger verschmutzen.
Echt jetzt? Für sonntags zur Kirche und so?
Post by Gerald Eіscher
Wird spannend, wie sich die bei Nässe schlagen.
Vielleicht haben sie Persilwirkung?

--
Helmut Springer
2018-06-22 16:18:49 UTC
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Raw Message
Post by Frank Möller
Sind die aus dem nordkoreanischen Raketenprogramm? Die scheinen
jedenfalls so geheim zu sein, daß sie weder bei Elvedes selber
noch bei Gurgl zu finden sind.
https://elvedes.nl/wp-content/uploads/2018/03/Elvedes_product_catalog-2017_V3.1.pdf

6840 -CARD / -BOX
Power pad
72mm white compound
for more brake power
compatible with Magura
HS11/33
--
Best Regards
helmut springer panta rhei
Frank Möller
2018-06-22 16:30:12 UTC
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Raw Message
Post by Helmut Springer
Post by Frank Möller
Sind die aus dem nordkoreanischen Raketenprogramm? Die scheinen
jedenfalls so geheim zu sein, daß sie weder bei Elvedes selber
noch bei Gurgl zu finden sind.
https://elvedes.nl/wp-content/uploads/2018/03/Elvedes_product_catalog-2017_V3.1.pdf
6840 -CARD / -BOX
Power pad
72mm white compound
for more brake power
compatible with Magura
HS11/33
Ah, danke. Demnach sollen sie sehr weich sein. Mal schauen, was Gerald dann
nach dem Test zu denen vielleicht erzählen mag.

--
Gerald Eіscher
2018-06-23 21:12:35 UTC
Antworten
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Raw Message
Post by Frank Möller
Post by Helmut Springer
6840 -CARD / -BOX
Power pad
72mm white compound
for more brake power
compatible with Magura
HS11/33
Ah, danke. Demnach sollen sie sehr weich sein. Mal schauen, was Gerald dann
nach dem Test zu denen vielleicht erzählen mag.
Erst, wenn ich geklärt habe, ob die Beläge dicker als die originalen
sind oder ich die Nehmerzylinder zu knapp an der Felge montierte habe.
Das Ergebnis nach der Montage der weißen Gummis war jedenfalls ein für
mich unergonomischer, weil viel zu weit vom Lenkergriff entfernter,
Druckpunkt.

Aussehen und anfühlen tun sich die Beläge wie harter, weißer Radiergummi.
--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |
Gerald Eіscher
2018-06-27 20:55:18 UTC
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Raw Message
Post by Gerald Eіscher
Post by Frank Möller
Ah, danke. Demnach sollen sie sehr weich sein. Mal schauen, was Gerald dann
nach dem Test zu denen vielleicht erzählen mag.
Erst, wenn ich geklärt habe, ob die Beläge dicker als die originalen
sind oder ich die Nehmerzylinder zu knapp an der Felge montierte habe.
Die weißen Gummis sind so dick wie Maguras, d.h. ich darf mich noch mit
den Nehmerzylindern herumspielen.

Bei Regen wie man es von den originalen Belägen kennt: 1, 2 Umdrehungen
mäßige Bremswirkung, dann beißen sie. Zumindest auf meinen Felgen
bremsen die weißen mindesten so gut wie die lachsfarbigen.
--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |
Frank Möller
2018-06-29 17:59:06 UTC
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Raw Message
Post by Gerald Eіscher
Post by Gerald Eіscher
Post by Frank Möller
Ah, danke. Demnach sollen sie sehr weich sein. Mal schauen, was Gerald dann
nach dem Test zu denen vielleicht erzählen mag.
Erst, wenn ich geklärt habe, ob die Beläge dicker als die originalen
sind oder ich die Nehmerzylinder zu knapp an der Felge montierte habe.
Die weißen Gummis sind so dick wie Maguras, d.h. ich darf mich noch mit
den Nehmerzylindern herumspielen.
Tja. Wer hat die denn standardwidrig eingestellt? :-]
Post by Gerald Eіscher
Bei Regen wie man es von den originalen Belägen kennt: 1, 2 Umdrehungen
mäßige Bremswirkung, dann beißen sie. Zumindest auf meinen Felgen
bremsen die weißen mindesten so gut wie die lachsfarbigen.
Erzähl vielleicht mal bei Gelegenheit was zur Abnutzung/Laufleistung und
zum Quietschen bei Nässe.

--
Gerald Eіscher
2018-06-29 22:03:47 UTC
Antworten
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Raw Message
Post by Frank Möller
Post by Gerald Eіscher
Post by Gerald Eіscher
Erst, wenn ich geklärt habe, ob die Beläge dicker als die originalen
sind oder ich die Nehmerzylinder zu knapp an der Felge montierte habe.
Die weißen Gummis sind so dick wie Maguras, d.h. ich darf mich noch mit
den Nehmerzylindern herumspielen.
Tja. Wer hat die denn standardwidrig eingestellt? :-]
Ich kann nix dafür, da waren bestimmt irgendwelche Beläge zu dünn :-/
Post by Frank Möller
Post by Gerald Eіscher
Bei Regen wie man es von den originalen Belägen kennt: 1, 2 Umdrehungen
mäßige Bremswirkung, dann beißen sie. Zumindest auf meinen Felgen
bremsen die weißen mindesten so gut wie die lachsfarbigen.
Erzähl vielleicht mal bei Gelegenheit was zur Abnutzung/Laufleistung und
zum Quietschen bei Nässe.
Sie quietschen nicht. Laufleistung wird dauern, mit dem Rad fahre ich
nur ein paar 100 km/Jahr.
--
Gerald

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Arno Welzel
2018-06-25 05:53:01 UTC
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Raw Message
[...]
Post by Gerald Eіscher
Post by Frank Möller
HS 33 sind bei der Montage einfach eklig. Mit den alten Modellen ohne die
sog. Evo-Shifter war das noch schlimmer. Ich hatte da mal einen ganzen
Nachmittag verbraten, bis sie dann endlich korrekt saßen.
Die Montage kann mühsam sein, aber wenn sie einmal montiert sind, muss
man nur mehr gelegentlich Beläge nachstellen und irgendwann neue Beläge
einklipsen. Keine rostenden, verschleißenden und einfrierenden Züge,
keine Bremsgummis, die unter die Felgenkante wandern, keine einseitig
klemmenden Bremsschenkel, kein quietschen, einfach nichts.
Zumindest habe ich an einem Alltagscrosser auch viele Jahre lang völlig
problemlos V-Brakes (Shimano Deore) benutzt und musste da auch nichts
machen, außer gelegentlich die alten Beläge aus den Cartridge-Haltern
rausziehen und neue reinschieben. Ging - abgesehen vom Zurückdrehen der
Belagverschleißeinstellung - auch ohne neue Justierung:

<Loading Image...>

Gegen das Geklappere des Bremszugs am Rahmen hatte ich mir mit einem
Stück Magura Bremsschlauch eine Führung gebaut ;-):

<https://arnowelzel.de/klapperfreie-bremszugfuhrung>

Maguras habe ich dann 2012 verbaut, weil es die bei einem örtlichen
Händler gerade günstiger im Angebot gab und ich für die V-Brakes an
einem anderen Fahrrad auch eine gute Verwendung hatte, nicht weil die
V-Brakes so unheimlich schlecht gewesen wären.
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
https://de-rec-fahrrad.de
http://fahrradzukunft.de
Anton Ertl
2018-06-17 15:17:10 UTC
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Raw Message
Post by Rico Heil
Hallo zusammen,
mich nerven die Magura HS-33 Bremsen an meinem Trekking-Rad, das zu 95%
im Stadtverkehr genutzt wird.
Frisch eingestellt mit neuen Bremsklötzen bei schönem Wetter sind die ja
Bei NÀsse sinkt die Bremsleistung sehr fÌhlbar.
Das ist letztlich ein Problem bei allen Felgenbremsen, auch wenn es
mit V-Brakes tendentiell etwas besser war als mit Magura
Felgenbremsen.

Ich habe das schon durch: die HS33 vorne am Reiserad durch eine
V-Brake ersetzt, und als die irgendwann auch bei Naesse versagt hat,
durch eine Scheibenbremse. Am Stadtrad habe ich verschiedene
Zangenbremsen, dann V-Brakes probiert, und bin seit 2006 bei der
Scheibenbremse gelandet, und damit dieses Problem los.
Post by Rico Heil
Scheibenbremsen scheiden aus, denn dafÃŒr mÃŒsste ich erstmal Rahmen und
Gabel austauschen, um die nötigen Befestigungsmöglichkeiten zu bekommen.
Ein neues Fahrrad mag ich mir aber derzeit nicht anschaffen.
Gabel tauschen reicht eigentlich, die hintere Bremse ist eh nur fuer
den Notfall da.
Post by Rico Heil
Meine Idee war nun, die Maguras durch ordentliche V-Brakes zu ersetzen.
Da ich mit solchen bisher keine Erfahrungen habe: Werde ich da
zwangslÀufig sehr enttÀuscht sein von der Dosierbarkeit
Vermutlich. Ist halt grundsaetzlich ein Problem von Seilzugbremsen:
kein so guter Druckpunkt und damit auch nicht so toll dosierbar.

Wenn Du auf eine V-Brake gehst, empfehle ich auch noch Brakebooster
fuer einen besseren Druckpunkt. Manche Gabel braucht's nicht, aber um
das mitzukriegen, musst Du beides probieren; also am besten gleich mit
Brakebooster.

- anton
--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/
Radfahrer sollten vor oder hinter fahrenden Kfz fahren und nicht daneben
Frank Möller
2018-06-17 17:40:35 UTC
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Raw Message
Post by Anton Ertl
Post by Rico Heil
Scheibenbremsen scheiden aus, denn dafür müsste ich erstmal Rahmen und
Gabel austauschen, um die nötigen Befestigungsmöglichkeiten zu bekommen.
Ein neues Fahrrad mag ich mir aber derzeit nicht anschaffen.
Gabel tauschen reicht eigentlich, die hintere Bremse ist eh nur fuer
den Notfall da.
So rein auf den Notfall würde ich das nicht beschränken, denn spätestens
bei Gefälle und/oder bei Nässe und/oder auf losem Untergrund braucht man
auch eine gut funktionierende Hinterradbremse.

Aber ja, nur vorne Scheibenbrmse und hinten weiter eine (gute) Felgenbremse
funktioniert. Hab ich selber einige Jahre so gefahren, hinten mit HS 33.
Kann man machen, wenn es partout kein neuer Rahmen werden soll.

--
Rico Heil
2018-06-17 19:18:31 UTC
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Raw Message
Post by Frank Möller
Aber ja, nur vorne Scheibenbrmse und hinten weiter eine (gute) Felgenbremse
funktioniert. Hab ich selber einige Jahre so gefahren, hinten mit HS 33.
Kann man machen, wenn es partout kein neuer Rahmen werden soll.
"Neuer Rahmen" klingt so schön harmlos, bedeutet aber de facto einen
sehr weitgehenden Neuaufbau des ganzen Fahrrads, also in der Praxis dann
doch wieder eine Neuanschaffung. Dafür ist der Gaul noch zu jung (hat
grade mal 11 Mm drauf).

Rico
Frank Möller
2018-06-17 19:31:33 UTC
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Raw Message
Post by Rico Heil
Post by Frank Möller
Aber ja, nur vorne Scheibenbrmse und hinten weiter eine (gute) Felgenbremse
funktioniert. Hab ich selber einige Jahre so gefahren, hinten mit HS 33.
Kann man machen, wenn es partout kein neuer Rahmen werden soll.
"Neuer Rahmen" klingt so schön harmlos, bedeutet aber de facto einen
sehr weitgehenden Neuaufbau des ganzen Fahrrads, also in der Praxis dann
doch wieder eine Neuanschaffung.
Schon klar, ich weiß.
Post by Rico Heil
Dafür ist der Gaul noch zu jung (hat grade mal 11 Mm drauf).
--
Rico Heil
2018-06-17 19:16:10 UTC
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Raw Message
Post by Anton Ertl
Gabel tauschen reicht eigentlich, die hintere Bremse ist eh nur fuer
den Notfall da.
Ja, eine neue Gabel lass ich mir eingehen... vorne Scheibe wäre durchaus
ein Gewinn.

Bleibt die Frage nach der hinteren Bremse.
Post by Anton Ertl
Wenn Du auf eine V-Brake gehst, empfehle ich auch noch Brakebooster
fuer einen besseren Druckpunkt. Manche Gabel braucht's nicht, aber um
das mitzukriegen, musst Du beides probieren; also am besten gleich mit
Brakebooster.
Was zum Geier ist ein Brakebooster? ;-)
Danke für das Stichwort, hab's gegoogelt. Kann bestimmt nicht schaden,
gleich ein Modell mit Booster zu verbauen.

Damit ändert sich meine Frage zu:
1) Empfehlenswerte Modelle Scheibenbremse vorne?
2) Empfehlenswerte Modelle V-Brake hinten (mit Brakebooster)?
3) Was für eine Gabel sollte ich nehmen / von welchen ist abzuraten?
Derzeit habe ich keine Federgabel und bin mir auch noch nicht sicher, ob
ich bei dieser Gelegenheit eine haben möchte.

Danke an alle für die bisherigen Tipps!
Rico
Frank Möller
2018-06-17 19:29:31 UTC
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Raw Message
Post by Rico Heil
1) Empfehlenswerte Modelle Scheibenbremse vorne?
Meine Meinung: Hope Tech 3 V4. Separate Einstellung für Druckpunkt und
Griffweite. Kaftvoll, gleichzeitig sehr gut dosierbar und standfest. Ich
empfehle die gesinterten Beläge, dann klappt's auch besser bei Nässe/Schnee
und auch bei großer Hitze.

Alles andere, was es sonst noch von der Stange gibt, ist IMO schlechter.

Ob für Dich schon 180 mm reichen, hängt von Deinem Gewicht und von den
mögliche Gefällen ab.
Post by Rico Heil
3) Was für eine Gabel sollte ich nehmen / von welchen ist abzuraten?
Derzeit habe ich keine Federgabel und bin mir auch noch nicht sicher, ob
ich bei dieser Gelegenheit eine haben möchte.
Es gibt auch Starrgabeln mit Scheibenbremsaufnahme. Aber dazu können andere
mehr sagen.

--
HC Ahlmann
2018-06-17 15:35:29 UTC
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Post by Rico Heil
Frisch eingestellt mit neuen Bremsklötzen bei schönem Wetter sind die ja
Bei Nässe sinkt die Bremsleistung sehr fühlbar.
Bei (feuchter) Kälte, kreischen die Bremsen bei jeder Bremsung lautstark.
Dagegen helfen eventuell andere Bremsklötze.
Post by Rico Heil
Meine Idee war nun, die Maguras durch ordentliche V-Brakes zu ersetzen.
Da ich mit solchen bisher keine Erfahrungen habe: Werde ich da
zwangsläufig sehr enttäuscht sein von der Dosierbarkeit, oder gibt es
Modelle, die wenig Kompromisse erfordern?
Es hängt im wesentlichen an druckstabilen Zughüllen und steifen
Bremsarmen, ob sich die Bremse ähnlich knackig anfühlt. Bei
druckstabilen Zughüllen ist Nokon eine Überlegung wert.

Vor einem Umbau von HS33 auf V-Brake mit Zügen würde ich verschiedene
Bremskötze mit der HD33 durchprobieren.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte
Nico Hoffmann
2018-06-17 17:20:51 UTC
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Raw Message
Post by HC Ahlmann
Post by Rico Heil
Frisch eingestellt mit neuen Bremsklötzen bei schönem Wetter sind die ja
Bei Nässe sinkt die Bremsleistung sehr fühlbar.
Bei (feuchter) Kälte, kreischen die Bremsen bei jeder Bremsung lautstark.
Dagegen helfen eventuell andere Bremsklötze.
Das ist ein Roulette-Spiel. Ich hab' am Trecker verschiedene Klötze
und sogar verschiedene Felgen durchprobiert - keine wirkliche
Besserung.

Am Randonneur arbeitet die HS66 bei Nässe einigermaßen vernünftig, wie
ich heute wieder feststellen konnte.

Mein Verschlag wäre, auf Scheiben (noch keine eigene Erfahrung) oder
Trommeln umzurüsten, wenn irgendwie möglich.

N.
--
Es ist ein Brauch von alters her:
Wer Sorgen hat, hat auch Likör.
(Wilhelm Busch)
Rico Heil
2018-06-17 19:21:03 UTC
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Raw Message
Post by HC Ahlmann
Post by Rico Heil
Bei (feuchter) Kälte, kreischen die Bremsen bei jeder Bremsung lautstark.
Dagegen helfen eventuell andere Bremsklötze.
Derzeit fahre ich mit den Klötzen der Rose-Hausmarke.
Die gefallen mit besser als das Original (insbes. bei Nässe), sind aber
immer noch weit von "optimal" entfernt.
Post by HC Ahlmann
Es hängt im wesentlichen an druckstabilen Zughüllen und steifen
Bremsarmen, ob sich die Bremse ähnlich knackig anfühlt. Bei
druckstabilen Zughüllen ist Nokon eine Überlegung wert.
Das werde ich mir mal näher ansehen - danke für den Tipp!
Post by HC Ahlmann
Vor einem Umbau von HS33 auf V-Brake mit Zügen würde ich verschiedene
Bremskötze mit der HD33 durchprobieren.
Wie gesagt: zwei Modelle habe ich schon probiert und irgendwie wenig
Hoffnung, dass das grundlegend besser wird.
Es löst auch nicht die konstruktiven Grundprobleme.

Rico
Gerald Eіscher
2018-06-17 19:44:54 UTC
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Raw Message
Post by Rico Heil
Post by HC Ahlmann
Post by Rico Heil
Bei (feuchter) Kälte, kreischen die Bremsen bei jeder Bremsung lautstark.
Dagegen helfen eventuell andere Bremsklötze.
Derzeit fahre ich mit den Klötzen der Rose-Hausmarke.
Die können irgendwas sein.
Die besten Erfahrungen habe ich mit den lachsfarbenen Koolstop gemacht,
die schwarzen Magura (meines Wissens von Swissstop) sind aber auch nicht
schlecht. Es hängt aber auch von der Felge ab. Die schwarzen Koolstop
haben auf meinen Felgen nicht sonderlich gut gebremst, am Radnabel eines
Freundes waren sie dann unproblematisch.
--
Gerald

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Frank Möller
2018-06-17 19:56:10 UTC
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Raw Message
Post by Gerald Eіscher
Post by Rico Heil
Post by HC Ahlmann
Post by Rico Heil
Bei (feuchter) Kälte, kreischen die Bremsen bei jeder Bremsung lautstark.
Dagegen helfen eventuell andere Bremsklötze.
Derzeit fahre ich mit den Klötzen der Rose-Hausmarke.
Die können irgendwas sein.
Die besten Erfahrungen habe ich mit den lachsfarbenen Koolstop gemacht,
die schwarzen Magura (meines Wissens von Swissstop) sind aber auch nicht
schlecht.
Die roten Magura waren bei mir bei Nässe schon etwas besser.

--
Gerald Eіscher
2018-06-18 22:14:36 UTC
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Raw Message
Post by Frank Möller
Post by Gerald Eіscher
Post by Rico Heil
Derzeit fahre ich mit den Klötzen der Rose-Hausmarke.
Die können irgendwas sein.
Die besten Erfahrungen habe ich mit den lachsfarbenen Koolstop gemacht,
die schwarzen Magura (meines Wissens von Swissstop) sind aber auch nicht
schlecht.
Die roten Magura waren bei mir bei Nässe schon etwas besser.
Früher waren das eh Gummis von Koolstop. Die aktuellen roten Maguras
scheinen etwas anderes zu sein, deren Rot ist knalliger.
--
Gerald

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Alexander Ausserstorfer
2018-06-23 03:38:20 UTC
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Raw Message
Post by Rico Heil
mich nerven die Magura HS-33 Bremsen an meinem Trekking-Rad, das zu 95%
im Stadtverkehr genutzt wird.
Frisch eingestellt mit neuen Bremsklötzen bei schönem Wetter sind die ja
Bei Nässe sinkt die Bremsleistung sehr fühlbar.
Kann ich nicht nachvollziehen. Und ich bin damit schon bei starkem Regen
vollbeladen vom Brenner Richtung Innsbruck runtergerollt usw.

Allerdings brauchen die unter Umständen eine kurze "Anlauf"zeit, bis sie
wirklich greifen. Die roten Bremsklötze sind bei Nässe besser. Leider
montieren die Werkstätten von Haus aus eigentlich immer die schwarzen,
selbst wenn die roten zuvor dran gewesen waren. Und fragen tun sie meist
nicht.
Post by Rico Heil
Bei (feuchter) Kälte, kreischen die Bremsen bei jeder Bremsung lautstark.
Die Nachstellmöglichkeit am Bremshebel reicht nicht für den Verschleiß
eines Bremsklotz-Satzes aus und ich habe auch noch keinen Weg gefunden,
die Druckzylinder dauerhaft enger zu montieren. Irgendwie erscheint mir
das wie eine Fehlkonstruktion, die von den Entwicklern nie mit maximal
abgefahrenen Klötzen getestet wurde.
Empfinde ich hier ähnlich. Früher habe ich die Bremsklötze
halbverbraucht weggeschmissen, weil ich nicht gewusst hatte, dass man
die Bremsen überhaupt noch anderweitig "nachrücken" kann.
Merkwürdigerweise haben das die Werkstätten scheinbar auch nie gemacht.
Damals wurden bei jeder Wartung die Bremsklötze erneuert. Weil sie
angeblich schon so abgefahren wären. Und ich habe mich gewundert. Die
letzten fünf Jahre war ich aber in keiner Werkstatt mehr.

Quietschen tun die hier nur ganz selten. Wenn die Bremsklötze neu sind
oder neu eingestellt wurde.
Post by Rico Heil
Nun suche ich nach Möglichkeiten, diesem Trauerspiel ein Ende zu bereiten.
Scheibenbremsen scheiden aus, denn dafür müsste ich erstmal Rahmen und
Gabel austauschen, um die nötigen Befestigungsmöglichkeiten zu bekommen.
Ein neues Fahrrad mag ich mir aber derzeit nicht anschaffen.
Meine Idee war nun, die Maguras durch ordentliche V-Brakes zu ersetzen.
Da ich mit solchen bisher keine Erfahrungen habe: Werde ich da
zwangsläufig sehr enttäuscht sein von der Dosierbarkeit, oder gibt es
Modelle, die wenig Kompromisse erfordern?
V-Brakes sollten genauso gut greifen wie die Maguras. Ich fuhr vor den
Maguras nur Cantilevers und bemerkte selbst hier keinen Unterschied in
der Bremswirkung (solange sie richtig eingestellt waren).
Post by Rico Heil
Regelmäßiges Nachstellen zum Verschleißausgleich wäre für mich kein
Problem, solange ich an die nötigen Schrauben einfach herankomme.
Kann aber auch ein ganz schönes Gefrummel sein. Nervig damals an den
Cantilevers waren aber die immer wieder reißenden Seilzüge. Sowas ist
mit den Maguras generell vorbei. Der für mich übrigens einzige Vorteil.

Grüße,

Alex
--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/
Gerald Eіscher
2018-06-23 21:18:39 UTC
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Raw Message
Post by Alexander Ausserstorfer
Allerdings brauchen die unter Umständen eine kurze "Anlauf"zeit, bis sie
wirklich greifen. Die roten Bremsklötze sind bei Nässe besser. Leider
montieren die Werkstätten von Haus aus eigentlich immer die schwarzen,
selbst wenn die roten zuvor dran gewesen waren. Und fragen tun sie meist
nicht.
Vermutlich, weil sie der Kunde nicht auf die roten hingewiesen hat und
verdreckt alle Beläge gleich aussehen, nämlich dunkelgrau.
Post by Alexander Ausserstorfer
Empfinde ich hier ähnlich. Früher habe ich die Bremsklötze
halbverbraucht weggeschmissen, weil ich nicht gewusst hatte, dass man
die Bremsen überhaupt noch anderweitig "nachrücken" kann.
Dann lies Bedienungsanleitungen. Der Hub der Nehmerzylinder reicht aus,
die Gummis vollständig zu verschleißen.
Post by Alexander Ausserstorfer
Merkwürdigerweise haben das die Werkstätten scheinbar auch nie gemacht.
Damals wurden bei jeder Wartung die Bremsklötze erneuert.
Die tauschen die Bremsgummis, weil die meisten Kunden nicht auf deren
Verschleiß achten und früher oder später funktionsuntüchtige Bremsen
hätten. Also besser zu früh als zu spät tauschen.
--
Gerald

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Rico Heil
2018-06-26 18:04:32 UTC
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Raw Message
Post by Gerald Eіscher
Post by Alexander Ausserstorfer
Empfinde ich hier ähnlich. Früher habe ich die Bremsklötze
halbverbraucht weggeschmissen, weil ich nicht gewusst hatte, dass man
die Bremsen überhaupt noch anderweitig "nachrücken" kann.
Dann lies Bedienungsanleitungen. Der Hub der Nehmerzylinder reicht aus,
die Gummis vollständig zu verschleißen.
...wenn man sie bei neuen Belägen und komplett "offener" Nachstellung so
nah an die Felge bekommt, dass sie richtig greifen.

Offenbar braucht man dafür aber doch recht breite Felgen. Bei manchen
reicht's nicht. Nachdem ich nun schon zwei Fahrräder unterschiedlicher
Hersteller mit dem gleichen Problem hatte, glaube ich auch nicht mehr,
dass dieses Problem allzu selten auftritt.

Wieso Magura hier nicht einfach eine Geometrie wählt, die 3 mm mehr
Verschiebung nach innen erlaubt, ist mir unverständlich.

Rico
Nico Hoffmann
2018-06-26 20:49:54 UTC
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Raw Message
Post by Rico Heil
Wieso Magura hier nicht einfach eine Geometrie wählt, die 3 mm mehr
Verschiebung nach innen erlaubt, ist mir unverständlich.
Sie müssen nicht. Es gibt bei hydraulischen Felgenbremsen de facto
keine Konkurrenz, an die Magura Kunden verlieren könnte.

N.
--
Beginn Gewürzgurke
Dies ist keine Signatur, sondern eine Gewürzgurke. Solle dein Newsreader hier
keine Gewürzgurke darstellen, ist er fehlerhaft.
Ende Gewürzgurke
Martin Τrautmann
2018-06-25 18:51:18 UTC
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Raw Message
Post by Rico Heil
Die Nachstellmöglichkeit am Bremshebel reicht nicht für den Verschleiß
eines Bremsklotz-Satzes aus und ich habe auch noch keinen Weg gefunden,
die Druckzylinder dauerhaft enger zu montieren. Irgendwie erscheint mir
das wie eine Fehlkonstruktion, die von den Entwicklern nie mit maximal
abgefahrenen Klötzen getestet wurde.
Dass man die Halterungen tauschen kann wurde ja bereits genannt - in
einer Position sind sie näher, in der vertauschen weiter weg.

Wenn die Nachstellmöglichkeit (vorerst) nicht reicht, dann fahre die
Klötze nur halb ab und sammle die halben. Irgendwann hast du genug dass
sich die Nachstellung über die Zylinder lohnt. Dann fährst du die halben
noch ganz runter.

Oder du fährst vorne die vollen und brauchst hinten die halben auf.
Typischerweise ist vorne der Verschleiß größer, weil die wirksamere
Bremse. Und hinten ist er größer, weil im Dreckbereich der Abrieb
steigt. Damit gleicht sich das einigermaßen aus.
Post by Rico Heil
Meine Idee war nun, die Maguras durch ordentliche V-Brakes zu ersetzen.
Ich würde immer den umgekehrten Weg gehen.

Schönen Gruß
Martin
Rico Heil
2018-06-26 18:08:33 UTC
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Raw Message
Post by Martin Τrautmann
Dass man die Halterungen tauschen kann wurde ja bereits genannt - in
einer Position sind sie näher, in der vertauschen weiter weg.
Das muss ich nochmal ausprobieren.
Optisch sehen die Dinger sehr symmetrisch aus - aber das könnte
täuschen. Einen Versuch ist es allemal wert.
Post by Martin Τrautmann
Wenn die Nachstellmöglichkeit (vorerst) nicht reicht, dann fahre die
Klötze nur halb ab und sammle die halben. Irgendwann hast du genug dass
sich die Nachstellung über die Zylinder lohnt. Dann fährst du die halben
noch ganz runter.
Wenn ich die Zylinder in die passende Position bekomme, reicht auch die
Nachstellung. Sie reicht nur nicht aus, um den zu großen Spalt bei neuen
Klötzen zu überbrücken und zusätzlich den kompletten Verschleiß.
Post by Martin Τrautmann
Oder du fährst vorne die vollen und brauchst hinten die halben auf.
Typischerweise ist vorne der Verschleiß größer, weil die wirksamere
Bremse. Und hinten ist er größer, weil im Dreckbereich der Abrieb
steigt. Damit gleicht sich das einigermaßen aus.
Meine verschleißen hinten immer schneller als vorne.
Post by Martin Τrautmann
Post by Rico Heil
Meine Idee war nun, die Maguras durch ordentliche V-Brakes zu ersetzen.
Ich würde immer den umgekehrten Weg gehen.
Ich denke ich nehme mir erstmal noch die Zeit, die verschiedenen hier
genannten Tipps auszuprobieren. Vielleicht werde ich dann ja doch noch
zum Magura Fan ;-)

Rico
Alexander Ausserstorfer
2018-06-27 21:29:44 UTC
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Raw Message
Post by Rico Heil
Ich denke ich nehme mir erstmal noch die Zeit, die verschiedenen hier
genannten Tipps auszuprobieren. Vielleicht werde ich dann ja doch noch
zum Magura Fan ;-)
Sie hat schon Vorteile. Aber konstruktionsbedingt eben nicht nur.

Alex
--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/
Arno Welzel
2018-06-27 19:07:53 UTC
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Raw Message
Post by Martin Τrautmann
Post by Rico Heil
Die Nachstellmöglichkeit am Bremshebel reicht nicht für den Verschleiß
eines Bremsklotz-Satzes aus und ich habe auch noch keinen Weg gefunden,
die Druckzylinder dauerhaft enger zu montieren. Irgendwie erscheint mir
das wie eine Fehlkonstruktion, die von den Entwicklern nie mit maximal
abgefahrenen Klötzen getestet wurde.
Dass man die Halterungen tauschen kann wurde ja bereits genannt - in
einer Position sind sie näher, in der vertauschen weiter weg.
Das gilt nur für die alten Halterungen ohne "EVO2"-U-Adapter. Der
aktuelle EVO2 ist symmetrisch:

<Loading Image...>

Nur die alten Modelle waren assymetrisch:

<https://www.bike24.de/p132707.html>

Eventuell wäre das aber auch die Lösung für solche Problemfälle, wo man
näher an die Felge ranmuss. Die Zylinder sind ja gleichgeblieben, so
dass auch die alten Adapter noch passen. Ist halt fummeliger bei der
Montage.
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
https://de-rec-fahrrad.de
http://fahrradzukunft.de
Rico Heil
2018-06-29 17:35:52 UTC
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Raw Message
Post by Arno Welzel
Das gilt nur für die alten Halterungen ohne "EVO2"-U-Adapter. Der
<https://www.cycle-basar.de/out/pictures/master/product/3/hs_33_black_caliper.jpg>
Jep, genau den habe ich... aber Moment mal... da ist ja noch so ein
Bügel vorne drauf, den es bei mir nicht gibt...

Nach kurzer Recherche weiß ich jetzt auch, dass es sich dabei um einen
"Magura EVO 2 Brake Booster" handelt.

Wenn ich die Bremsen kräftig zudrücke, kann ich immer schön dabei
zusehen, wie sich die Zylinder nach außen biegen. Da könnte dieses
Bügelchen schon was bringen - ich glaube das leiste ich mir mal.
In den Bewertungen schreiben auch einige, dass es bei ihnen das
Quietschen behoben hat, das wäre auch fein :-)

Weiß jemand, ob man für 11 Euro typischerweise einen einzelnen oder
einen Doppelpack bekommt?
(z. B. hier https://www.rosebikes.de/magura-evo-2-brake-booster-195687)

Rico
Frank Möller
2018-06-29 17:55:52 UTC
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Raw Message
Post by Rico Heil
Post by Arno Welzel
Das gilt nur für die alten Halterungen ohne "EVO2"-U-Adapter. Der
<https://www.cycle-basar.de/out/pictures/master/product/3/hs_33_black_caliper.jpg>
Jep, genau den habe ich... aber Moment mal... da ist ja noch so ein
Bügel vorne drauf, den es bei mir nicht gibt...
Nach kurzer Recherche weiß ich jetzt auch, dass es sich dabei um einen
"Magura EVO 2 Brake Booster" handelt.
Gab es jemals eine HS 33 ohne Brake Booster? Die Frage ist wohl eher: Wer
hat das Teil verbummelt?
Post by Rico Heil
Wenn ich die Bremsen kräftig zudrücke, kann ich immer schön dabei
zusehen, wie sich die Zylinder nach außen biegen. Da könnte dieses
Bügelchen schon was bringen
Na, sicher.
Post by Rico Heil
In den Bewertungen schreiben auch einige, dass es bei ihnen das
Quietschen behoben hat, das wäre auch fein :-)
Ich frage mich, wie man es fertigbringt, eine HS 33 überhaupt ohne Brake
Booster zu montieren.
Post by Rico Heil
Weiß jemand, ob man für 11 Euro typischerweise einen einzelnen oder
einen Doppelpack bekommt?
(z. B. hier https://www.rosebikes.de/magura-evo-2-brake-booster-195687)
Für den Preis ist das sicher genau einer.

--
Gerald Eіscher
2018-06-29 22:07:34 UTC
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Raw Message
Post by Frank Möller
Post by Rico Heil
Nach kurzer Recherche weiß ich jetzt auch, dass es sich dabei um einen
"Magura EVO 2 Brake Booster" handelt.
Gab es jemals eine HS 33 ohne Brake Booster? Die Frage ist wohl eher: Wer
hat das Teil verbummelt?
WIMRE ja, als ab Werk an Fahrrädern montierte OEM-Ware.
Post by Frank Möller
Post by Rico Heil
Weiß jemand, ob man für 11 Euro typischerweise einen einzelnen oder
einen Doppelpack bekommt?
(z. B. hier https://www.rosebikes.de/magura-evo-2-brake-booster-195687)
Für den Preis ist das sicher genau einer.
Hinten ist der Brake-Booster aber eh nicht unbedingt nötig, weil durch
die Laufrichtung der Felge die Nehmerzylinder nach innen gezogen werden.
--
Gerald

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Rico Heil
2018-06-30 20:17:32 UTC
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Raw Message
Post by Gerald Eіscher
Post by Frank Möller
Gab es jemals eine HS 33 ohne Brake Booster? Die Frage ist wohl eher: Wer
hat das Teil verbummelt?
WIMRE ja, als ab Werk an Fahrrädern montierte OEM-Ware.
...was bei mir natürlich der Fall ist :-)
Ist schon nervig, zu sehen, wo überall gespart wird, nur damit man
günstig erscheinende Angebote machen kann.
Post by Gerald Eіscher
Hinten ist der Brake-Booster aber eh nicht unbedingt nötig, weil durch
die Laufrichtung der Felge die Nehmerzylinder nach innen gezogen werden.
Naja, den Spaß leiste ich mir trotzdem mal.

Rico
Arno Welzel
2018-07-01 18:27:03 UTC
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Raw Message
Post by Rico Heil
Post by Arno Welzel
Das gilt nur für die alten Halterungen ohne "EVO2"-U-Adapter. Der
<https://www.cycle-basar.de/out/pictures/master/product/3/hs_33_black_caliper.jpg>
Jep, genau den habe ich... aber Moment mal... da ist ja noch so ein
Bügel vorne drauf, den es bei mir nicht gibt...
Nach kurzer Recherche weiß ich jetzt auch, dass es sich dabei um einen
"Magura EVO 2 Brake Booster" handelt.
Wenn ich die Bremsen kräftig zudrücke, kann ich immer schön dabei
zusehen, wie sich die Zylinder nach außen biegen. Da könnte dieses
Bügelchen schon was bringen - ich glaube das leiste ich mir mal.
Ja, das bringt definitiv eine Verbesserung.
Post by Rico Heil
In den Bewertungen schreiben auch einige, dass es bei ihnen das
Quietschen behoben hat, das wäre auch fein :-)
Weiß jemand, ob man für 11 Euro typischerweise einen einzelnen oder
einen Doppelpack bekommt?
(z. B. hier https://www.rosebikes.de/magura-evo-2-brake-booster-195687)
Die werden immer einzeln verkauft.
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
https://de-rec-fahrrad.de
http://fahrradzukunft.de
Alexander Ausserstorfer
2018-06-27 21:28:10 UTC
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Post by Martin Τrautmann
Typischerweise ist vorne der Verschleiß größer, weil die wirksamere
Bremse. Und hinten ist er größer, weil im Dreckbereich der Abrieb
steigt. Damit gleicht sich das einigermaßen aus.
Bei mir halten sie vorne in der Regel mindestens doppelt so lange.

Man bremst natürlich überwiegend hinten, denn wenn dir beim Bremsvorgang
das Vorderrad wegrutscht... dann möchte ich dich sehen. Bei 17% Gefälle
mit 20 kg Zuladung auf einem der üblichen gekiesten Forststraßen.

Ciao,

Alex
--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/
Markus Merkl
2018-06-28 17:21:31 UTC
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Raw Message
Post by Alexander Ausserstorfer
Post by Martin Τrautmann
Typischerweise ist vorne der Verschleiß größer, weil die wirksamere
Bremse. Und hinten ist er größer, weil im Dreckbereich der Abrieb
steigt. Damit gleicht sich das einigermaßen aus.
Bei mir halten sie vorne in der Regel mindestens doppelt so lange.
Man bremst natürlich überwiegend hinten,
Du vielleicht. Man nicht.
--
Markus

“Perl is the only language that looks the same before and after RSA
encryption.”
(Keith Bostic)
Gerald Eіscher
2018-06-28 19:41:47 UTC
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Raw Message
Post by Alexander Ausserstorfer
Post by Martin Τrautmann
Typischerweise ist vorne der Verschleiß größer, weil die wirksamere
Bremse. Und hinten ist er größer, weil im Dreckbereich der Abrieb
steigt. Damit gleicht sich das einigermaßen aus.
Bei mir halten sie vorne in der Regel mindestens doppelt so lange.
Man bremst natürlich überwiegend hinten,
Erstaunlich, dass jemand, der so viel fährt wie du, nicht richig bremsen
kann.
Post by Alexander Ausserstorfer
denn wenn dir beim Bremsvorgang
das Vorderrad wegrutscht... dann möchte ich dich sehen.
Das Vorderrad rutscht nicht weg.
Post by Alexander Ausserstorfer
Bei 17% Gefälle
mit 20 kg Zuladung auf einem der üblichen gekiesten Forststraßen.
Worin besteht das Problem? Schon einmal überlegt, weshalb bei
Mountainbikes häufig die vordere Bremsscheibe größer ist als die
hinterere, aber niemals umgekehrt? Genau, weil das Vorderrad die höhere
Bremsleistung aufbringen kann.
--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |
Alexander Ausserstorfer
2018-06-29 17:48:04 UTC
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Raw Message
Post by Gerald Eіscher
Post by Alexander Ausserstorfer
denn wenn dir beim Bremsvorgang
das Vorderrad wegrutscht... dann möchte ich dich sehen.
Das Vorderrad rutscht nicht weg.
Das behauptest du. Komisch nur, dass ich sowas oft genug erlebt habe.
Überwiegend im Winter auf Glatteis oder eben auf gekiesten, abschüssigen
Wegen und Straßen. Und zwar gleich mehrfach. Man bremst hinten. Denn
wenn das Hinterrad zu rutschen anfängt, kann man das noch eher abfangen.
Post by Gerald Eіscher
Post by Alexander Ausserstorfer
Bei 17% Gefälle
mit 20 kg Zuladung auf einem der üblichen gekiesten Forststraßen.
Worin besteht das Problem? Schon einmal überlegt, weshalb bei
Mountainbikes häufig die vordere Bremsscheibe größer ist als die
hinterere, aber niemals umgekehrt? Genau, weil das Vorderrad die höhere
Bremsleistung aufbringen kann.
Damit habe ich mich nie beschäftigt. Ich fahre bis heute
selbstverständlich Starrgabel und Felgenbremsen. Das, was ich schreibe,
stammt aus meiner alltäglichen Erfahrung. Nicht aus irgend einer
Theorie.

Mit dem Vorderrad zu bremsen, damit bin ich jedenfalls vorsichtig
geworden. In einigen Fällen hob dabei das Hinterrad ab und ich flog
gleich über den Lenker. Oder mir rutschte das Vorderrad weg und ich flog
auf die Seite. Wenn ich es vorher nicht noch schaffte, abzuspringen.

Das liegt vermutlich daran, dass das Hinterrad nach vorne drängt.
Vorder- und Hinterrad sind ja mittels einem Gelenk miteinander
verbunden. Das heißt dann wohl, dass irgendwas ausscheren wird, wenn man
vorne bremst. Das Fahrrad stellt sich dabei irgendwie quer. So genau
habe ich das nicht erfasst. Ganz gefährlich auf jeden Fall bei Glatteis.

Mag ja sein, dass die Bremsleistung vorne meinetwegen höher ist (warum
auch immer). Aber mechanisch stabiler scheint es mir zu sein, wenn man
überwiegend _hinten_ bremst. Zumindest flog ich dabei bei weitem nicht
so oft auf die Schnauze.

Das jedenfalls habe ich in den 30 Jahren Radlererfahrung gelernt.
--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/
Markus Merkl
2018-06-29 18:45:24 UTC
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Post by Alexander Ausserstorfer
Post by Gerald Eіscher
Post by Alexander Ausserstorfer
denn wenn dir beim Bremsvorgang
das Vorderrad wegrutscht... dann möchte ich dich sehen.
Das Vorderrad rutscht nicht weg.
Das behauptest du.
Nein, nicht nur er.
Post by Alexander Ausserstorfer
Überwiegend im Winter auf Glatteis oder eben auf gekiesten, abschüssigen
Wegen und Straßen.
Also Falsche Reifen für den Untergrund.
Post by Alexander Ausserstorfer
In einigen Fällen hob dabei das Hinterrad ab und ich flog
gleich über den Lenker. Oder mir rutschte das Vorderrad weg und ich flog
auf die Seite.
Aha. Mit Mr. Todessturz verwandt? Hint: Auch richtiges Bremsen kan man
lernen.
--
Markus

“Perl is the only language that looks the same before and after RSA
encryption.”
(Keith Bostic)
Frank Möller
2018-06-29 18:58:45 UTC
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Raw Message
Post by Markus Merkl
Post by Alexander Ausserstorfer
Post by Gerald Eіscher
Post by Alexander Ausserstorfer
denn wenn dir beim Bremsvorgang
das Vorderrad wegrutscht... dann möchte ich dich sehen.
Das Vorderrad rutscht nicht weg.
Das behauptest du.
Nein, nicht nur er.
Post by Alexander Ausserstorfer
Überwiegend im Winter auf Glatteis oder eben auf gekiesten, abschüssigen
Wegen und Straßen.
Also Falsche Reifen für den Untergrund.
Post by Alexander Ausserstorfer
In einigen Fällen hob dabei das Hinterrad ab und ich flog
gleich über den Lenker. Oder mir rutschte das Vorderrad weg und ich flog
auf die Seite.
Tja, der Radler, der geübt ist und deshalb mit seinen Bremsen umgehen kann,
findet den Weg in der Mitte.
Post by Markus Merkl
Aha. Mit Mr. Todessturz verwandt? Hint: Auch richtiges Bremsen kan man
lernen.
Nicht nur das, man _muß_ es lernen. Und je mehr man schon falsches
Verhalten (Angstbremsen auf dem schlitternden Hinterrad) verinnerlicht hat,
desto mehr muß man bewußt und programmatisch in gut dosierten kleinen
Schritten vorgehen, und dies auf verschiedenen Untergründen und auch bei
Nässe.

--
Alexander Ausserstorfer
2018-06-30 11:00:49 UTC
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Raw Message
Post by Markus Merkl
Post by Alexander Ausserstorfer
Überwiegend im Winter auf Glatteis oder eben auf gekiesten, abschüssigen
Wegen und Straßen.
Also Falsche Reifen für den Untergrund.
Genau genommen müsste man ständig die Reifen wechseln. Wie soll das in
der Praxis gehen?

A.
--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/
Bernd Ullrich
2018-06-30 12:35:22 UTC
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Raw Message
Post by Alexander Ausserstorfer
Post by Markus Merkl
Post by Alexander Ausserstorfer
Überwiegend im Winter auf Glatteis oder eben auf gekiesten, abschüssigen
Wegen und Straßen.
Also Falsche Reifen für den Untergrund.
Genau genommen müsste man ständig die Reifen wechseln. Wie soll das in
der Praxis gehen?
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/spike-reifen-prototyp-die-naegel-fahren-auf-knopfdruck-aus-a-954856.html

Wenn es sowas für Fahrräder gibbet darf mir jemand Bescheid geben...

BU
Markus Merkl
2018-06-30 18:48:43 UTC
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Raw Message
Post by Alexander Ausserstorfer
Post by Markus Merkl
Post by Alexander Ausserstorfer
Überwiegend im Winter auf Glatteis oder eben auf gekiesten, abschüssigen
Wegen und Straßen.
Also Falsche Reifen für den Untergrund.
Genau genommen müsste man ständig die Reifen wechseln.
Nein, nur wenn bestimmte Straßenverhältnisse zu erwarten sind. Z.B.
Glatteis. Ansonsten tuts jeder handelsübliche Reifen.
--
Markus

“Perl is the only language that looks the same before and after RSA
encryption.”
(Keith Bostic)
Alexander Ausserstorfer
2018-07-02 18:32:54 UTC
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Raw Message
Post by Markus Merkl
Post by Alexander Ausserstorfer
Post by Markus Merkl
Post by Alexander Ausserstorfer
Überwiegend im Winter auf Glatteis oder eben auf gekiesten, abschüssigen
Wegen und Straßen.
Also Falsche Reifen für den Untergrund.
Genau genommen müsste man ständig die Reifen wechseln.
Nein, nur wenn bestimmte Straßenverhältnisse zu erwarten sind. Z.B.
Glatteis. Ansonsten tuts jeder handelsübliche Reifen.
Das habe ich gestern auf dem Rückweg vom Tegernsee wieder einmal
gemerkt, ja. Münchner Wasserweg, Anstieg zur 472 (Richtung Wall). Beim
Hochfahren rutschte der Big Ben wieder einmal einfach durch und grub
sich in den Kies ein. Da war dann wieder Absteigen und Schieben
angesagt. Ich kam sonst einfach nicht hoch. Der Reifen ist einfach viel
zu glatt.

Könnt ja selbst einmal an betreffender Stelle euer Glück probieren. Und
so ist es doch ständig!

A.
--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/
Wolfgang Strobl
2018-07-03 09:48:24 UTC
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Raw Message
Am Sat, 30 Jun 2018 13:00:49 +0200 schrieb Alexander Ausserstorfer
Post by Alexander Ausserstorfer
Post by Markus Merkl
Post by Alexander Ausserstorfer
Überwiegend im Winter auf Glatteis oder eben auf gekiesten, abschüssigen
Wegen und Straßen.
Also Falsche Reifen für den Untergrund.
Genau genommen müsste man ständig die Reifen wechseln. Wie soll das in
der Praxis gehen?
Genau genommen habe ich das nach 2007 genau so gemacht.

Ich hatte für das Dreck-/Winter-/Reiserad zwei Sätze Laufräder. Für
Winter und Dreck Continental Winter, für den Sommer bzw. das
Fahrbahnfahren Schwalbe Marathon Slick. Gefahren bin ich damit in der
Praxis hauptsächlich zur Arbeit, im Winter mit den Winterreifen, in der
Übergangszeit mit den Sommerreifen.

Vorne identische Nabendynamos, hinten für den Winter ein berggängiges
Ritzelpaket, für den Sommmer eines fürs Schnellfahren. Das Wechseln der
Laufräder war aufgrund des Nabendynamos und der Schutzbleche etwas
umständlicher als bei den Rennrädern - da ist das eine Sache von wenigen
Minuten -, war aber doch in weniger als einer Viertelstunde durch.
--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen
Martin Wohlauer
2018-07-03 20:44:51 UTC
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Raw Message
Post by Wolfgang Strobl
Am Sat, 30 Jun 2018 13:00:49 +0200 schrieb Alexander Ausserstorfer
Post by Alexander Ausserstorfer
Post by Markus Merkl
Post by Alexander Ausserstorfer
Überwiegend im Winter auf Glatteis oder eben auf gekiesten, abschüssigen
Wegen und Straßen.
Also Falsche Reifen für den Untergrund.
Genau genommen müsste man ständig die Reifen wechseln. Wie soll das in
der Praxis gehen?
Genau genommen habe ich das nach 2007 genau so gemacht.
Ich hatte für das Dreck-/Winter-/Reiserad zwei Sätze Laufräder. Für
Winter und Dreck Continental Winter, für den Sommer bzw. das
Fahrbahnfahren Schwalbe Marathon Slick. Gefahren bin ich damit in der
Praxis hauptsächlich zur Arbeit, im Winter mit den Winterreifen, in der
Übergangszeit mit den Sommerreifen.
Ich hätte gerne deine Erfahrungen zu folgender Frage: Wie hat das mit
den Antriebsverschleißteilen geklappt? Oder hast du nur vorne
gewechselt? Ich trage mich schon eine Weile mit dem Gedanken, zwei Sätze
Laufräder zu haben, eines für Winter, eines für Sommer. Spart man sich
das Gefrickel mit den Reifen. Für das Vorderrad ist das ja weitestgehend
unkompliziert. Ich befürchte nur, dass man dann Probleme mit
unterschiedlich abgefahrenen Ritzeln/Blättern und Kettenlängungen hat.
Was meinst du dazu? Lacht man sich damit mehr Ärger an, als man sich
Arbeit spart?

Grüßle,

Martin.
Wolfgang Strobl
2018-07-04 09:50:13 UTC
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Raw Message
Am Tue, 3 Jul 2018 22:44:51 +0200 schrieb Martin Wohlauer
Post by Martin Wohlauer
Post by Wolfgang Strobl
Am Sat, 30 Jun 2018 13:00:49 +0200 schrieb Alexander Ausserstorfer
Post by Alexander Ausserstorfer
Post by Markus Merkl
Post by Alexander Ausserstorfer
Überwiegend im Winter auf Glatteis oder eben auf gekiesten, abschüssigen
Wegen und Straßen.
Also Falsche Reifen für den Untergrund.
Genau genommen müsste man ständig die Reifen wechseln. Wie soll das in
der Praxis gehen?
Genau genommen habe ich das nach 2007 genau so gemacht.
Ich hatte für das Dreck-/Winter-/Reiserad zwei Sätze Laufräder. Für
Winter und Dreck Continental Winter, für den Sommer bzw. das
Fahrbahnfahren Schwalbe Marathon Slick. Gefahren bin ich damit in der
Praxis hauptsächlich zur Arbeit, im Winter mit den Winterreifen, in der
Übergangszeit mit den Sommerreifen.
Ich hätte gerne deine Erfahrungen zu folgender Frage: Wie hat das mit
den Antriebsverschleißteilen geklappt? Oder hast du nur vorne
gewechselt?
So lange ich das Rad regelmäßig benutzt habe, also bis zum Frühjahr
2011, immer Laufrad vorne und hinten gleichzeitig. Der Kranz am Laufrad
für den Winter wurde für den Winter-Laufradsatz neu gekauft, zwar
intensiver genutzt, dies aber witterungsbedingt eher auf den großen
Ritzeln, da gibt es wenig Verschleiß. Das Laufrad für die anderen
Jahreszeiten ist das schon beim Kauf in 1996 verbaute, das Ritzelpaket
habe ich bei Bedarf ausgetauscht, nach 2007 aber meiner Erinnerung
zufolge nicht mehr. Es wurde ja fast nur noch an Regentagen und bei
gelegentlichen Transportfahrten verwendet, da kam nicht viel Strecke
zusamen. Wann immer möglich, bin ich mit dem Rennrad zur Arbeit
gefahren. Kette sowie Kettenblätter vorne wechselte ich ohnehin immer
nach Bedarf, unabhängig von den Laufrädern.
Post by Martin Wohlauer
Ich trage mich schon eine Weile mit dem Gedanken, zwei Sätze
Laufräder zu haben, eines für Winter, eines für Sommer. Spart man sich
das Gefrickel mit den Reifen.
Welches ja auch den Mänteln und den Schläuchen nicht unbedingt guttut.
Post by Martin Wohlauer
Für das Vorderrad ist das ja weitestgehend
unkompliziert.
Na ja, es ist bei meinem Rad das Laufrad durch den Lowrider mit Bügel
oben durchzufummeln und der Nabendynamo umzustecken, das ist etwa der
selbe Aufwand wie hinten, wo Gepäckträger, Schutzblech und
Hinterbauständer im Weg sind. Geht aber immmer noch viel schneller als
den Mantel zu wechseln, wofür das ganze Laufrad ja auch raus muß.

Nur ein Laufrad zu wechseln läuft m.E. darauf hinaus, hinten immer ein
für Winterverhältnisse brauchbares Laufrad zu verwenden, im Sommer aber
vorne ein Laufrad mit Slick. Hinten würde man bei Breite, Profil und
Mischung sowie der Zahnkranzabstufung einen Kompromiss eingehen, während
man vorne optimiert, also z.B. Spikes plus Traktorprofil im Winter,
schmalen, dünnen Slick im Sommer. Durchaus ein Ansatz, mit dem ich
allerdings keine Erfahrung vorweisen kann.
Post by Martin Wohlauer
Ich befürchte nur, dass man dann Probleme mit
unterschiedlich abgefahrenen Ritzeln/Blättern und Kettenlängungen hat.
Da man selten alle Komponenten gleichzeitig tauscht, im Extrem also drei
Kettenblätter, ein Ritzelpaket sowie eine Kette, bekommt man die
Probleme der Mischung von unterschiedlichen Verschleißständen auf Dauer
ohnehin. Mein Ansatz war, soweit ich mich erinnere, beim Wechsel nach
dem Winter bei der Gelegenheit die versalzene Kette grundsätzlich durch
eine neue zu ersetzen. Und wenn dann ein Ritzel oder Kettenblatt sprang
(i.d.R die kleinen hinten oder das mittlere vorne), dann diese auch. Es
bietet sich an, sich die dafür nötigen Teile rechtzeitig ins Regal zu
legen. Man braucht sie irgendwann ohnehin.

Ob die Strategie für jeden in dieser Weise taugt, weiß ich nicht. Es
hängt sehr davon ab, unter welchen Bedingungen man fährt und wie.
Post by Martin Wohlauer
Was meinst du dazu? Lacht man sich damit mehr Ärger an, als man sich
Arbeit spart?
Den Vergleich kann man so nicht anstellen, meine ich. So beiläufig, wie
man Laufräder tauscht, wechselt man keine Mäntel. Die Mäntel mindestens
zwei Mal im Jahr zu demontieren und auszuwechseln war für mich
jedenfalls keine Option, dafür fehlte mir die Zeit und der Platz. Zwei
Laufräder waren schnell aus dem Keller geholt und im Flur oder Vorgarten
mit ein paar Handgriffen ausgetauscht. Oder wieder zurück, die
langfristige Wettervorhersage irrt ja gelegentlich. Der Komfort, ohne
große Umstände mit für die Wetterverhältnisse geeigneten Reifen fahren
zu können, war mir auf meinem Arbeitsweg den Aufwand wert. Ärger hat mir
das IMHO mehr erspart als verursacht.

Eine allerdings noch teurere Alternative wäre ein separates richtiges
Winterrad gewesen. Was ich als Winterrad verwendete, war ja ursprünglich
als Reiserad für einen Radurlaub (den hier
<https://www.mystrobl.de/Plone/radfahren/fahrten/urlaub/wuerzburg2fuessen.html>)
angeschafft worden, nicht für den Weg zur Arbeit im Winter. Bei einem
auf Winter getrimmmten MTB als weiterem, zusätzlichen Fahrrad kann man
alles genau für den Anwendungszweck auslegen und die Komponenten
gemeinsam verschleißen lassen. War wie gesagt keine Option, weil der
Platz dafür fehlte. Wenn ich einen großen Schuppen oder eine (zu) große
Garage hätte, in einem Gründerzeitviertel eher selten vorhanden, hätte
ich drüber nachdenken können, mir etwas Passendes zusammenzubauen. Es
wäre jedenfalls eine Alternative zum Laufradwechsel. Noch mehr Komfort,
noch weniger Ärger, aber auch mehr Kosten.
--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen
Martin Wohlauer
2018-07-04 20:15:04 UTC
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Raw Message
Post by Wolfgang Strobl
Am Tue, 3 Jul 2018 22:44:51 +0200 schrieb Martin Wohlauer
Post by Martin Wohlauer
Post by Wolfgang Strobl
Am Sat, 30 Jun 2018 13:00:49 +0200 schrieb Alexander Ausserstorfer
Post by Alexander Ausserstorfer
Post by Markus Merkl
Post by Alexander Ausserstorfer
Überwiegend im Winter auf Glatteis oder eben auf gekiesten, abschüssigen
Wegen und Straßen.
Also Falsche Reifen für den Untergrund.
Genau genommen müsste man ständig die Reifen wechseln. Wie soll das in
der Praxis gehen?
Genau genommen habe ich das nach 2007 genau so gemacht.
Ich hatte für das Dreck-/Winter-/Reiserad zwei Sätze Laufräder. Für
Winter und Dreck Continental Winter, für den Sommer bzw. das
Fahrbahnfahren Schwalbe Marathon Slick. Gefahren bin ich damit in der
Praxis hauptsächlich zur Arbeit, im Winter mit den Winterreifen, in der
Übergangszeit mit den Sommerreifen.
Ich hätte gerne deine Erfahrungen zu folgender Frage: Wie hat das mit
den Antriebsverschleißteilen geklappt? Oder hast du nur vorne
gewechselt?
So lange ich das Rad regelmäßig benutzt habe, also bis zum Frühjahr
2011, immer Laufrad vorne und hinten gleichzeitig. Der Kranz am Laufrad
für den Winter wurde für den Winter-Laufradsatz neu gekauft, zwar
intensiver genutzt, dies aber witterungsbedingt eher auf den großen
Ritzeln, da gibt es wenig Verschleiß. Das Laufrad für die anderen
Jahreszeiten ist das schon beim Kauf in 1996 verbaute, das Ritzelpaket
habe ich bei Bedarf ausgetauscht, nach 2007 aber meiner Erinnerung
zufolge nicht mehr. Es wurde ja fast nur noch an Regentagen und bei
gelegentlichen Transportfahrten verwendet, da kam nicht viel Strecke
zusamen. Wann immer möglich, bin ich mit dem Rennrad zur Arbeit
gefahren. Kette sowie Kettenblätter vorne wechselte ich ohnehin immer
nach Bedarf, unabhängig von den Laufrädern.
Ist halt so eine Sache, wenn man plant »nur mal schnell« die Räder zu
wechseln, um dann bei der Gelegenheit festzustellen, dass man mit den
Ritzeln Spaß hat. Um dann festzustellen, dass die Kette eigentlich auch
weg kann. Und wenn man so richtig Glück hat, die Blätter auch nicht mehr
OK sind. Zugegeben, dann ist es eh höchste Eisenbahn. Aber Kette <->
Ritzel Fehlpassungen sind ja ganz schnell mal da.
Post by Wolfgang Strobl
Post by Martin Wohlauer
Ich trage mich schon eine Weile mit dem Gedanken, zwei Sätze
Laufräder zu haben, eines für Winter, eines für Sommer. Spart man sich
das Gefrickel mit den Reifen.
Welches ja auch den Mänteln und den Schläuchen nicht unbedingt guttut.
Das noch oben drauf, ja.
Post by Wolfgang Strobl
Post by Martin Wohlauer
Für das Vorderrad ist das ja weitestgehend
unkompliziert.
Na ja, es ist bei meinem Rad das Laufrad durch den Lowrider mit Bügel
oben durchzufummeln und der Nabendynamo umzustecken, das ist etwa der
selbe Aufwand wie hinten, wo Gepäckträger, Schutzblech und
Hinterbauständer im Weg sind. Geht aber immmer noch viel schneller als
den Mantel zu wechseln, wofür das ganze Laufrad ja auch raus muß.
Bei mir ginge es eben recht unkompliziert: NaDy-Stecker ab, Räder raus
(Fummeln mit der Kette, aber das bleibt ja eh nicht aus), andere rein,
aufpumpen, fertig. Wäre eine Arbeit von 10 Minuten. Wenn man den
Winterradsatz noch waschen wollte (Salz weg), noch mal wenige Minuten.
Post by Wolfgang Strobl
Nur ein Laufrad zu wechseln läuft m.E. darauf hinaus, hinten immer ein
für Winterverhältnisse brauchbares Laufrad zu verwenden, im Sommer aber
vorne ein Laufrad mit Slick. Hinten würde man bei Breite, Profil und
Mischung sowie der Zahnkranzabstufung einen Kompromiss eingehen, während
man vorne optimiert, also z.B. Spikes plus Traktorprofil im Winter,
schmalen, dünnen Slick im Sommer. Durchaus ein Ansatz, mit dem ich
allerdings keine Erfahrung vorweisen kann.
Bei mir wäre es eben jeweils im Winter Spikereifen und im Sommer Slicks.
Fährt sich hinreichend gut, dass ich da wenig variieren wollte.
Post by Wolfgang Strobl
Post by Martin Wohlauer
Ich befürchte nur, dass man dann Probleme mit
unterschiedlich abgefahrenen Ritzeln/Blättern und Kettenlängungen hat.
Da man selten alle Komponenten gleichzeitig tauscht, im Extrem also drei
Kettenblätter, ein Ritzelpaket sowie eine Kette, bekommt man die
Probleme der Mischung von unterschiedlichen Verschleißständen auf Dauer
ohnehin.
Hauptsorge ist die Kombi Kette <-> Ritzel. Dann geht halt wieder das
andere Gefummel los.
Post by Wolfgang Strobl
Mein Ansatz war, soweit ich mich erinnere, beim Wechsel nach
dem Winter bei der Gelegenheit die versalzene Kette grundsätzlich durch
eine neue zu ersetzen.
Erfahrungsgemäß sind meine Ketten nach dem Winter auch am Ende. Das
passt ganz gut.
Post by Wolfgang Strobl
Und wenn dann ein Ritzel oder Kettenblatt sprang (i.d.R die kleinen
hinten oder das mittlere vorne), dann diese auch. Es bietet sich an,
sich die dafür nötigen Teile rechtzeitig ins Regal zu legen. Man
braucht sie irgendwann ohnehin.
Liegt hier größtenteils schon rum, eben weil das ganz schnell benötigt
werden kann. Dann noch bestellen müssen ist ggf. zu spät. Blätter
brauche ich für's inzwischen nicht mehr ganz so neue Rad mal noch. *notier*
Post by Wolfgang Strobl
Post by Martin Wohlauer
Was meinst du dazu? Lacht man sich damit mehr Ärger an, als man sich
Arbeit spart?
Den Vergleich kann man so nicht anstellen, meine ich. So beiläufig, wie
man Laufräder tauscht, wechselt man keine Mäntel.
Aber auf der anderen Seite, wenn ich lang und breit die Ritzel wechseln
muss, ist das auch nicht mehr ganz so beiläufig. Genau darum geht's mir.
Post by Wolfgang Strobl
Die Mäntel mindestens zwei Mal im Jahr zu demontieren und
auszuwechseln war für mich jedenfalls keine Option, dafür fehlte mir
die Zeit und der Platz.
Mich nervt vor allem der Aufwand für etwas, was ich dann einige Monate
später doch wieder nur rückgängig mache.
Post by Wolfgang Strobl
Zwei Laufräder waren schnell aus dem Keller geholt und im Flur oder
Vorgarten mit ein paar Handgriffen ausgetauscht.
Genau.
Post by Wolfgang Strobl
Oder wieder zurück, die langfristige Wettervorhersage irrt ja
gelegentlich.
Hier geht das eigentlich. Sobald der Frost das erst mal richtig da war,
kann man sich relativ sicher sein, dass es keine zwei Wochen braucht,
bis das relativ stetig so ist.
Post by Wolfgang Strobl
Der Komfort, ohne große Umstände mit für die Wetterverhältnisse
geeigneten Reifen fahren zu können, war mir auf meinem Arbeitsweg den
Aufwand wert. Ärger hat mir das IMHO mehr erspart als verursacht.
Dazu wäre ich dann z. B. auch wieder zu faul, beim ersten Anschein von
wärmeren Wetter wieder zurück zu wechseln, nur um eine Woche später doch
wieder die Winterreifen drauf zu machen. Lästig ist der Rollwiderstand
dann allerdings schon. =)
Post by Wolfgang Strobl
Eine allerdings noch teurere Alternative wäre ein separates richtiges
Winterrad gewesen.
Mhm. So bonzo bin ich dann auch (noch) nicht drauf.
Post by Wolfgang Strobl
Was ich als Winterrad verwendete, war ja ursprünglich
als Reiserad für einen Radurlaub (den hier
<https://www.mystrobl.de/Plone/radfahren/fahrten/urlaub/wuerzburg2fuessen.html>)
angeschafft worden, nicht für den Weg zur Arbeit im Winter. Bei einem
auf Winter getrimmmten MTB als weiterem, zusätzlichen Fahrrad kann man
alles genau für den Anwendungszweck auslegen und die Komponenten
gemeinsam verschleißen lassen.
Und der Wechsel nach Wetterlage ist noch schneller. =)
Post by Wolfgang Strobl
War wie gesagt keine Option, weil der Platz dafür fehlte. Wenn ich
einen großen Schuppen oder eine (zu) große Garage hätte, in einem
Gründerzeitviertel eher selten vorhanden, hätte ich drüber nachdenken
können, mir etwas Passendes zusammenzubauen. Es wäre jedenfalls eine
Alternative zum Laufradwechsel. Noch mehr Komfort, noch weniger
Ärger, aber auch mehr Kosten.
Ähnlich hier. Drum der Gedanke der Light-Version, nur Laufräder
wechseln. Danke schon mal für deine Eindrücke.

Grüßle,

Martin.
Wolfgang Strobl
2018-07-04 21:30:52 UTC
Antworten
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Raw Message
Am Wed, 4 Jul 2018 22:15:04 +0200 schrieb Martin Wohlauer
Post by Martin Wohlauer
Hauptsorge ist die Kombi Kette <-> Ritzel. Dann geht halt wieder das
andere Gefummel los.
Ich wollte es eigentlich erwähnen, weiß aber nicht mehr, ob ich es
explizit machte und bin zu faul zum Nachlesen: wenn man den
Gesamtverschleiß mit zwei Laufradsätzen auf zwei Ritzelpakete verteilt
_und_ die billigere und leichter auszutauschende Kette etwas häufiger
als sonst nötig wechselt, kann man dieses Problem recht weit
herausschieben.
--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen
Gerald Eіscher
2018-07-03 19:52:41 UTC
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Raw Message
Post by Alexander Ausserstorfer
Post by Markus Merkl
Post by Alexander Ausserstorfer
Überwiegend im Winter auf Glatteis oder eben auf gekiesten, abschüssigen
Wegen und Straßen.
Also Falsche Reifen für den Untergrund.
Genau genommen müsste man ständig die Reifen wechseln. Wie soll das in
der Praxis gehen?
Indem man die Laufräder wechselt. Dies ist der große Nachteil der
Rohloff, ein zweiter Laufradsatz ist ein teurer Spass.
--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |
Marcus Jodorf
2018-07-03 21:52:16 UTC
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Raw Message
Post by Alexander Ausserstorfer
Post by Markus Merkl
Post by Alexander Ausserstorfer
Überwiegend im Winter auf Glatteis oder eben auf gekiesten,
abschüssigen Wegen und Straßen.
Also Falsche Reifen für den Untergrund.
Genau genommen müsste man ständig die Reifen wechseln. Wie soll das in
der Praxis gehen?
Rad einfach mitwechseln.
Schnellspanner. Rad raus, Rad rein, fertig.


Gruß,

Marcus
⚂⚃
Helmut Springer
2018-07-04 06:24:26 UTC
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Raw Message
Post by Marcus Jodorf
Post by Alexander Ausserstorfer
Post by Markus Merkl
Post by Alexander Ausserstorfer
Überwiegend im Winter auf Glatteis oder eben auf gekiesten,
abschüssigen Wegen und Straßen.
Also Falsche Reifen für den Untergrund.
Genau genommen müsste man ständig die Reifen wechseln. Wie soll das in
der Praxis gehen?
Rad einfach mitwechseln.
Genau.
Post by Marcus Jodorf
Schnellspanner. Rad raus, Rad rein, fertig.
Du hast da was falsch verstanden ;-)
--
Best Regards
helmut springer panta rhei
Gerald Eіscher
2018-07-04 23:03:19 UTC
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Raw Message
Post by Marcus Jodorf
Post by Alexander Ausserstorfer
Genau genommen müsste man ständig die Reifen wechseln. Wie soll das in
der Praxis gehen?
SON kaufen.
Rohloff kaufen.
SON und Rohloff in Felge einspeichen lassen.
Post by Marcus Jodorf
Rad einfach mitwechseln.
Schnellspanner. Rad raus, Rad rein, fertig.
Ich habe deine Auflistung um Wesentliches ergänzt :-)
Gut, statt des SONs kann es auch ein billigerer Nabendynamo sein.
--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |
Frank Möller
2018-07-04 23:23:12 UTC
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Raw Message
Post by Gerald Eіscher
Post by Marcus Jodorf
Post by Alexander Ausserstorfer
Genau genommen müsste man ständig die Reifen wechseln. Wie soll das in
der Praxis gehen?
SON kaufen.
Rohloff kaufen.
SON und Rohloff in Felge einspeichen lassen.
Post by Marcus Jodorf
Rad einfach mitwechseln.
Schnellspanner. Rad raus, Rad rein, fertig.
Ich habe deine Auflistung um Wesentliches ergänzt :-)
Gut, statt des SONs kann es auch ein billigerer Nabendynamo sein.
Und statt einer Rohloff kann man auch eine Kettenschaltung nehmen. Da lacht
das Herz, was man da spart und außerdem auch noch an echten Hügeln
hochkommt.

--
Marcus Jodorf
2018-07-05 21:48:44 UTC
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Raw Message
Post by Frank Möller
Post by Gerald Eіscher
Post by Marcus Jodorf
Post by Alexander Ausserstorfer
Genau genommen müsste man ständig die Reifen wechseln. Wie soll das
in der Praxis gehen?
SON kaufen.
Rohloff kaufen.
SON und Rohloff in Felge einspeichen lassen.
Post by Marcus Jodorf
Rad einfach mitwechseln.
Schnellspanner. Rad raus, Rad rein, fertig.
Ich habe deine Auflistung um Wesentliches ergänzt :-)
Gut, statt des SONs kann es auch ein billigerer Nabendynamo sein.
Und statt einer Rohloff kann man auch eine Kettenschaltung nehmen. Da
lacht das Herz, was man da spart und außerdem auch noch an echten
Hügeln hochkommt.
Pinion P1.18
Muß man zwar den Rahmen einmal tauschen, aber dafür reichen ab da dann
einfache Hinterräder ohne Zeugs ;-)


Gruß,

Marcus
⚂⚃
Gerald Eіscher
2018-07-06 11:23:19 UTC
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Raw Message
Post by Frank Möller
Post by Gerald Eіscher
Post by Marcus Jodorf
Post by Alexander Ausserstorfer
Genau genommen müsste man ständig die Reifen wechseln. Wie soll das in
der Praxis gehen?
SON kaufen.
Rohloff kaufen.
SON und Rohloff in Felge einspeichen lassen.
Post by Marcus Jodorf
Rad einfach mitwechseln.
Schnellspanner. Rad raus, Rad rein, fertig.
Ich habe deine Auflistung um Wesentliches ergänzt :-)
Gut, statt des SONs kann es auch ein billigerer Nabendynamo sein.
Und statt einer Rohloff kann man auch eine Kettenschaltung nehmen. Da lacht
das Herz, was man da spart und außerdem auch noch an echten Hügeln
hochkommt.
Es geht um das Rad von Alexander und da ist eine Rohloff drin.
Andererseits, er hat doch noch sein altes Simplon mit nachgerüsteter
Rohloff, die sollte doch noch in Ordnung sein?
--
Gerald

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Thomas Bliesener
2018-06-29 20:14:29 UTC
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Alexander Ausserstorfer schrieb:
[Bremsen]
Post by Alexander Ausserstorfer
Damit habe ich mich nie beschäftigt.
Das hast Du bereits durchblicken lassen.
Post by Alexander Ausserstorfer
Ich fahre bis heute selbstverständlich Starrgabel und Felgenbremsen.
Hättest Du wenigstens geschrieben: "Vorne habe ich eine Stempelbremse
und hinten Rücktritt.", hätte ich noch Verständnis gehabt, aber
Starrgabel und Felgenbremsen ändern nichts daran, daß bei Zweirädern die
wichtige Bremse vorne sitzt. (Welches Rad wird beim Bremsen mit Gewicht
belastet, und welches wird entlastet?)
Post by Alexander Ausserstorfer
Mit dem Vorderrad zu bremsen, damit bin ich jedenfalls vorsichtig
geworden. In einigen Fällen hob dabei das Hinterrad ab und ich flog
gleich über den Lenker. Oder mir rutschte das Vorderrad weg und ich flog
auf die Seite. Wenn ich es vorher nicht noch schaffte, abzuspringen.
Wenn es mit der schwachen Hinterradbremse gereicht hätte, warum hast Du
dann vorne überbremst?
Post by Alexander Ausserstorfer
Mag ja sein, dass die Bremsleistung vorne meinetwegen höher ist (warum
auch immer). Aber mechanisch stabiler scheint es mir zu sein, wenn man
überwiegend _hinten_ bremst. Zumindest flog ich dabei bei weitem nicht
so oft auf die Schnauze.
Aus Sorge zu stürzen riskierst Du, aufgrund verschenkter Bremsleistung
irgendwo reinzukrachen? Also lieber Pest statt Cholera? Ich würde ja die
dritte Möglichkeit wählen: bremsen lernen.
Post by Alexander Ausserstorfer
Das jedenfalls habe ich in den 30 Jahren Radlererfahrung gelernt.
Radwege sind sicher. Helme retten Leben.
--
bli
Arno Welzel
2018-07-01 18:38:39 UTC
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Post by Alexander Ausserstorfer
Post by Gerald Eіscher
Post by Alexander Ausserstorfer
denn wenn dir beim Bremsvorgang
das Vorderrad wegrutscht... dann möchte ich dich sehen.
Das Vorderrad rutscht nicht weg.
Das behauptest du. Komisch nur, dass ich sowas oft genug erlebt habe.
Nur vom Bremsen vorne? Das kenne ich nicht - auch nicht nach rund 40
Jahren Radlererfahrung.

Was aber ungünstig ist: auf glattem oder rutschigem Untergrund in einer
*Kurve* vorne bremsen. Aber nach 30 Jahren sollte man wohl gelernt
haben, wann man vorne bremsen kann und wann es problematisch ist.
Post by Alexander Ausserstorfer
Überwiegend im Winter auf Glatteis oder eben auf gekiesten, abschüssigen
Wegen und Straßen. Und zwar gleich mehrfach. Man bremst hinten. Denn
wenn das Hinterrad zu rutschen anfängt, kann man das noch eher abfangen.
Mag sein, dass man auf Glatteis hinten bremst - wenn man keine
Spikereifen nutzt - aber daraus abzuleiten, dass man *immer* hinten
bremsen sollte, ist schlicht grober Unfug.
Post by Alexander Ausserstorfer
Mit dem Vorderrad zu bremsen, damit bin ich jedenfalls vorsichtig
geworden. In einigen Fällen hob dabei das Hinterrad ab und ich flog
gleich über den Lenker. Oder mir rutschte das Vorderrad weg und ich flog
auf die Seite. Wenn ich es vorher nicht noch schaffte, abzuspringen.
Dann hättest Du das mal lernen sollen. Aber das scheint wohl
Post by Alexander Ausserstorfer
Das jedenfalls habe ich in den 30 Jahren Radlererfahrung gelernt.
Zum Thema "vorne bremsen" noch ein Text von Sheldon Brown:

<https://arnowelzel.de/projekte/sheldon-brown/bremsen-und-abbiegen>
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
https://de-rec-fahrrad.de
http://fahrradzukunft.de
Rico Heil
2018-07-01 20:39:45 UTC
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Raw Message
Post by Arno Welzel
<https://arnowelzel.de/projekte/sheldon-brown/bremsen-und-abbiegen>
Sehr verständlicher Text - danke!

Das bedeutet aber auch, dass man bei Fahrten mit Anhänger idR. beide
Bremsen verwenden sollte, oder verstehe ich das falsch?

Rico
Arno Welzel
2018-07-01 22:51:41 UTC
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Raw Message
Post by Rico Heil
Post by Arno Welzel
<https://arnowelzel.de/projekte/sheldon-brown/bremsen-und-abbiegen>
Sehr verständlicher Text - danke!
Das bedeutet aber auch, dass man bei Fahrten mit Anhänger idR. beide
Bremsen verwenden sollte, oder verstehe ich das falsch?
Aus eigener Erfahrung mache ich das so - da stellt ja auch das Hinterrad
quasi das Vorderrad des Anhängers da.
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
https://de-rec-fahrrad.de
http://fahrradzukunft.de
Anton Ertl
2018-07-03 06:35:25 UTC
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Raw Message
Post by Arno Welzel
<https://arnowelzel.de/projekte/sheldon-brown/bremsen-und-abbiegen>
Sehr verstÀndlicher Text - danke!
Das bedeutet aber auch, dass man bei Fahrten mit AnhÀnger idR. beide
Bremsen verwenden sollte, oder verstehe ich das falsch?
Das kommt darauf an, mit wieviel Gewicht der Anhaenger das Hinterrad
belastet. In den meisten Faellen wird das nicht soviel sein, dass man
das Hinterrad nicht vollkommen entlasten kann. Dann eher doch nur das
Vorderrad bremsen.

Ansonsten: Wenn das Hinterrad blockiert und der Anhaenger schiebt,
stelle ich mir das (ohne eigene Erfahrung) nicht so prickelnd vor.
Normalerweise bleibt ein blockierendes Hinterrad halbwegs in der Spur
(wenn das Vorderrad geradeaus faehrt), aber ob das auch so ist, wenn
ein Anhaenger schiebt?

- anton
--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/
Radfahrer sollten vor oder hinter fahrenden Kfz fahren und nicht daneben
HC Ahlmann
2018-07-03 08:31:53 UTC
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Raw Message
Post by Anton Ertl
Post by Rico Heil
Post by Arno Welzel
<https://arnowelzel.de/projekte/sheldon-brown/bremsen-und-abbiegen>
Sehr verständlicher Text - danke!
Das bedeutet aber auch, dass man bei Fahrten mit Anhänger idR. beide
Bremsen verwenden sollte, oder verstehe ich das falsch?
Grundsätzlich wird man bei ungebremsten Anhängern am Fahrrad beide
Radbremsen benutzen, um die gewohnte Verzögerung bei der höheren
Gesamtmasse zu erreichen. Ein Stoppie mit abgehobenem Hinterrad ist bei
einem Anhänger eine ganz schlechte Idee, weil sich das Gespann an
Steuerrohr oder Aufstandpunkt des Vorderrads und Kupplung des Anhängers
z-förmig faltet. Selbst wenn man den Lenker festhält, kann man die
Drehung um den Aufstandpunkt und die Bewegung der Kupplung nicht
kontrollieren und das Falten verhindern (man? naja, wenigstens mir
gelang es nicht).
Post by Anton Ertl
Das kommt darauf an, mit wieviel Gewicht der Anhaenger das Hinterrad
belastet. In den meisten Faellen wird das nicht soviel sein, dass man
das Hinterrad nicht vollkommen entlasten kann. Dann eher doch nur das
Vorderrad bremsen.
Die Stützlast eines besetzten Kinderanhängers ist nicht sehr groß; wenn
mich meine Erinnerung nicht trügt, war es in der Größenordnung 5kg
(einseitig links der HR-Nabe), weil der Schwerpunkt des Anhängers nahe
der Achse liegt. Bei (m)einem Einradanhänger verteilt sich die Last etwa
gleichmäßig auf das endständige Anhänger-Rad und die Kupplung, beträgt
also die Stützlast 3 bis 20kg (beidseitig der HR-Nabe)
Post by Anton Ertl
Ansonsten: Wenn das Hinterrad blockiert und der Anhaenger schiebt,
stelle ich mir das (ohne eigene Erfahrung) nicht so prickelnd vor.
Normalerweise bleibt ein blockierendes Hinterrad halbwegs in der Spur
(wenn das Vorderrad geradeaus faehrt), aber ob das auch so ist, wenn
ein Anhaenger schiebt?
Bei Anhängern, die mit Tiefdeichsel im Bereich der Hinterradnabe
einseitig angeschlossen sind, werden nicht nur Zug- und Druckkräfte in
Längsrichtung eingeleitet, weil man tritt oder bremst, sondern auch
Kräfte quer zur Fahrtrichtung durch die Kupplungsgeometrie (exzentrische
Krafteinleitung) oder ein wegen Kurvenfahrt geknicktes Gespann. Wenn das
Hinterrad beim Bremsen wenig bis keine Seitenführung mehr bietet, weil
die Straße glatt ist, das Rad überbremst (zu große Bremskraft für die
aktuelle Radlast) oder gar abgehoben ist, wird es seitlich weggeschoben
(zum Kurvenäußeren) und das Gespann faltet sich wie oben beschrieben um
die Gelenke Steuerrohr und Kupplung. Bei Slip muss man die
Hinterradbremse sofort lösen (oder anfahrend das Treten einstellen), um
die Fuhre wieder einzufangen.

Ich hatte Spikereifen wegen des Kinderanhängers montiert, um bei
winterlichen Bedingungen mehr Grip am Hinterrad zu haben, denn mir war
das Wegwischen beim Anfahren oder Wegschieben kurz vorm Anhalten zu
blöde geworden.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte
Alexander Ausserstorfer
2018-07-02 18:27:00 UTC
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Raw Message
Post by Arno Welzel
Mag sein, dass man auf Glatteis hinten bremst - wenn man keine
Spikereifen nutzt - aber daraus abzuleiten, dass man *immer* hinten
bremsen sollte, ist schlicht grober Unfug.
Na na... ich hatte doch wohl hoffentlich eher geschrieben, dass ich
_überwiegend_ hinten bremse. Natürlich wird auch vorne gebremst. Aber
halt anscheinend nicht so viel, weil die Bremsklötze hinten in der Regel
schneller fertig sind als vorne und daher auch öfter ausgetauscht werden
müssen. Zumindest war das meine Schlussfolgerung.

A.
--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/
Wolfgang Strobl
2018-07-02 20:23:27 UTC
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Raw Message
Am Mon, 02 Jul 2018 20:27:00 +0200 schrieb Alexander Ausserstorfer
Post by Alexander Ausserstorfer
Post by Arno Welzel
Mag sein, dass man auf Glatteis hinten bremst - wenn man keine
Spikereifen nutzt - aber daraus abzuleiten, dass man *immer* hinten
bremsen sollte, ist schlicht grober Unfug.
Na na... ich hatte doch wohl hoffentlich eher geschrieben, dass ich
_überwiegend_ hinten bremse.
Dagegen wäre einzuwenden, daß man vernünftigerweise überwiegend auf
Wegen fährt, die Fahrbahnbeläge haben, auf denen man vernünftig bremsen
kann - und da bremst man vernünftigerweise vorne, nicht hinten.

Vielleicht nicht immer, aber auf jeden Fall überwiegend. Die Erklärung
dazu steht seit achtzehn Jahren in der FAQ, die Version 1.0 des Artikels
https://0x1a.de/rec/fahrrad/faq/technik/bremsen/wirkung/index.html>
ist von 2000-09-25.
Post by Alexander Ausserstorfer
Natürlich wird auch vorne gebremst. Aber
halt anscheinend nicht so viel, weil die Bremsklötze hinten in der Regel
schneller fertig sind als vorne und daher auch öfter ausgetauscht werden
müssen.
Nicht meine Erfahrung. Wie man an diesem Bild sieht, ist die schwarze
Eloxierung am Hinterrad noch weitgehend vorhanden, während die vordere
Felge schon merklich dünngebremst ist. Dies nach rund neu Jahren
werktäglicher Fahrt zur Arbeit, über 25 km und gut 130 hm, rund ums
Jahr, mit den Originalfelgen.

<Loading Image.../image>
Das Rad habe ich 1996 gekauft, das Foto ist von 2005.
Post by Alexander Ausserstorfer
Zumindest war das meine Schlussfolgerung.
Wenn man überwiegend im Gebirge, auf Schotter und mit viel Gepäck fährt,
wird man vmtl. diese Erfahrung machen. Ob das der Normalfall ist oder
sein sollte, bezweifle ich. Effizient geht anders.
--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen
HC Ahlmann
2018-07-02 21:30:54 UTC
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Raw Message
Post by Wolfgang Strobl
Am Mon, 02 Jul 2018 20:27:00 +0200 schrieb Alexander Ausserstorfer
Post by Alexander Ausserstorfer
Natürlich wird auch vorne gebremst. Aber
halt anscheinend nicht so viel, weil die Bremsklötze hinten in der Regel
schneller fertig sind als vorne und daher auch öfter ausgetauscht werden
müssen.
Nicht meine Erfahrung. Wie man an diesem Bild sieht, ist die schwarze
Eloxierung am Hinterrad noch weitgehend vorhanden, während die vordere
Felge schon merklich dünngebremst ist. Dies nach rund neu Jahren
werktäglicher Fahrt zur Arbeit, über 25 km und gut 130 hm, rund ums
Jahr, mit den Originalfelgen.
<https://www.mystrobl.de/Plone/radfahren/pict2439.jpg/image>
Das Rad habe ich 1996 gekauft, das Foto ist von 2005.
Ich bremse mit beiden und etwa gleicher Handkraft, habe aber hinten
dennoch den größeren Verschleiß wegen Dreck, wenn ich dem hinten
deutlicheren Schleifgeräusch knapp anliegender Klötze und
Erscheinungsbild folge.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte
Ewald Pfau
2018-07-02 22:06:42 UTC
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Raw Message
Grade mal wieder hereinschauen. Außer- vs. Innergebirg. Oha.
Post by Wolfgang Strobl
Am Mon, 02 Jul 2018 20:27:00 +0200 schrieb Alexander Ausserstorfer
Dies nach rund neu Jahren
werktäglicher Fahrt zur Arbeit, über 25 km und gut 130 hm, rund ums
Jahr, mit den Originalfelgen.
Erstaunlich. Spricht für Flachland und vorausschauender Fahrweise. Bin eine
Zeitlang in der Gegend herumgekurvt, dir Erft rauf und runter, zwischen GV
und NE, kommt man gut weiter, dort. Trotzdem ... gar soviel Ausdauer hatte
ich nicht. Nur ständig zuviele Ketten verbraucht. Die alten 3x9 haben da
einen Vorteil gegen das 3x10+-Zeugs.

Altes Fahrrad, saugute einfache V-Brakes, was will man mehr. Einmal gut
anziehen und die Füße stehen auf dem Boden. Wechsel zum Randonneur. Ein
Trauerspiel begann. Zwang zum Vorausschauen, weil die Bremsen Mist waren.
Spart aber Material. So herum auch.

[ strapazierte Hinterradbremse ]
Post by Wolfgang Strobl
Wenn man überwiegend im Gebirge, auf Schotter und mit viel Gepäck fährt,
wird man vmtl. diese Erfahrung machen. Ob das der Normalfall ist oder
sein sollte, bezweifle ich. Effizient geht anders.
Ok, inner- nicht ganz, aber fast -gebirg, irgendwo zwischen Mur und Raab,
von hier aus gesehen: Einmal am Nabendynamo die Konen niedergeritten. Ein
weiteres Mal dann die Lager gleich kaputt. Seitdem einen schwäbischen
solchen vom Neckar.

Soll heißen: Ganz anderes Belastungsszenario.

Hinten bremsen: Gewöhnt man sich an. Es ist einfach zuviel des seltsamen
Streckenuntergrunds, wo man vorbeikommt. Bremse hinten ist dann, wenn man zu
faul ist, bei der Feindimensionierung des Tempos nachzuschauen, was man da
gerade genau macht. Ist nicht so wichtig und hinten passt dann immer, für
den Standardbetrieb.

Gut gegen Überaschungen. Ist nicht immer so dicht besiedelt hier, dass die
Wege durchgeputzt scheinen vor lauter fleißiger Benutzung. Was da so alles
liegenbleibt, da ist der Untergrund nicht ständig der besten einer.
Zumindest schon das Antesten mit Hinterrad gibt ein beruhigenderes Gefühl.

Die Vorderbremse braucht man eh oft genug, und der Gebrauch zeichnet sich
durch den Denkvorgang aus, dass es, hoppla etwas ernsthafter zugeht, das
Bremsen betreffend. Bergab reicht hinten bei weitem nicht. Das Feedback
bekommt man haptisch durchgereicht. Passt schon. (Und dazu noch reichlich
Katzenfutterdosen in den Lowridern, das freut die Vorderachse besonders.)

Wie wurden die Bremsen besser? Nach 8 Jahren nervigem Eiertanz kurzerhand
auf Mini-V-Brakes getauscht - statt der V-Brakes mit Umlenkrolle zur
Übersetzung des anderen Bremshebelwegs.

War schon viel besser aber immer noch nicht gut. Und das mit den
Schutzblechen war dann irgendwie nicht mehr. Für den engeren Kabelweg, knapp
über dem Reifen, war es illusorisch, eine Fuge ausflexen zu wollen, die
Bremsarme müssen lustig wackeln können, dass alles gut sitzt. Das war's dann
mit dem Schutzblech hinten. Also keines mehr. Das Schutzblech vorn hat bis
hin zur Gabel überlebt, der vordere Rest war dann auch abgebröselt. Das
wichtigste Stück, hinten unten am Vorderrad, blieb vorhanden. Na also.

Hinten wurde die alte 105er-Nabe einmal von geduldiger Hand überholt. Die
Bremse ließ sich trotzdem nicht so recht auf saubere Rückstellung
zentrieren, also blieb der Hebelweg hinten viel zu lang. Neue Felge ins Auge
gefasst. Die alte aber robuste 105er neu einspeichen lassen?

Dann hat die Schremshebelgarnitur den Geist aufgegeben, es war eine neue
fällig. Das Drittel Preisaufschlag für Ultegra gespart, 105er tut es auch -
Kabeleinführung ist etwas hier trickreicher. Nun ja. Eine Woche das ganze
Gerät neben dem Schreibtisch garagiert, bis es nach und nach mir mitteilte,
wie es bitte gedachte, korrekt repariert zu werden, also Garnitur und Züge
usw., alles auf einmal, austauschen. (Einziger Wackelkandidat blieb dann das
Kabel zum vorderen Umwerfer, das muss bis dahin, bis es mir auf die Nerven
geht, ohne Feineinstellung auskommen.)

Getan. Und dabei noch einen Kandidaten hinausgeworfen: Die Zusatzbremshebel
für die Obenlenkerhaltung ... die waren eigentlich immer praktisch. Aber
wenn schon radikal, dann bitte alles auf einmal.

Das war's! Die exakte Selbstzentrierung der Hinterradbremse war plötzlich
keine Frage mehr. Keine neue Felge nötig, und die überholte Nabe schnurrt
brav. Das war wohl nur aus den Fugen, wg. Kombination von leicht schon
verlotterten Schremshebeln - ich schalte viel und gern auch aus lauter
Langeweile.

Plus alten Zughülsen, plus, eben, den Obenlenkerzusatzbremsgriffen.

Also plötzlich, zum ersten Mal an diesem Rad, eine knackig einzustellende
normale V-Brake (im Miniformat für den anderen Bremshebelweg).

Es gibt Überraschungen. Nun denn.
Wolfgang Strobl
2018-07-03 08:48:02 UTC
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Raw Message
Post by Ewald Pfau
Grade mal wieder hereinschauen. Außer- vs. Innergebirg. Oha.
Post by Wolfgang Strobl
Am Mon, 02 Jul 2018 20:27:00 +0200 schrieb Alexander Ausserstorfer
Dies nach rund neu Jahren
werktäglicher Fahrt zur Arbeit, über 25 km und gut 130 hm, rund ums
Jahr, mit den Originalfelgen.
Erstaunlich. Spricht für Flachland und vorausschauender Fahrweise.
Vorausschauende Fahrweise, ja. Das gewöhnt man sich an, wenn man täglich
quer zum Verkehrsstrom durch Bonn, Beuel und dann rauf auf den Ennert
fährt. Flachland eher nicht und wenig oder nur verhalten bremsen gleich
gar nicht. Das flache 8km-Stück durch Bonn und Beuel bestand i.W. aus
Ampelsprints und entsprechenden Bremsmanövern, ie restlichen zwei
Kilometer rauf auf den Ennert dann mit rund 4 % nicht wirklich flach.

Ausgelassen habe ich allerdings den Umstand, daß das Rad auch eine ganze
Reihe von Tagestouren im Urlaub hinter sich hatte, die ich mangels Navi
vor 2005 allerdings nicht aufzeichnen konnte. Einige wenige habe ich
nachträglich rekonstruiert, etwa diese hier
<https://www.gpsies.com/map.do?fileId=ldmokhgjzyspmbsh>. Bezüglich der
Gesamtfahrstrecke spielt das aber kaum eine Rolle im Vergleich zu
täglichen Fahrt zur Arbeit und bezüglich des Bremsverschleiß schon gar
nicht.
Post by Ewald Pfau
Bin eine
Zeitlang in der Gegend herumgekurvt, dir Erft rauf und runter, zwischen GV
und NE, kommt man gut weiter, dort. Trotzdem ... gar soviel Ausdauer hatte
ich nicht. Nur ständig zuviele Ketten verbraucht. Die alten 3x9 haben da
einen Vorteil gegen das 3x10+-Zeugs.
Altes Fahrrad, saugute einfache V-Brakes, was will man mehr.
Ich habe die aktuelle Diskussion verfolgt, mich aber diesmal nicht
beteiligt. Ich hatte vor vielen Jahren mit der Magura am Winterrad
ähnliche Probleme (klemmender Kolben auf der Klemmseite, unpassender
Booster, der auf Dauer ausgeleiert war, keine Zeit für eine ordentliche
Reparatur, keinen brauchbaren Händler in Reichweite,...), habe sie dann
kurzerhand durch eine preiswerte V-Brake nebst Hebel aus dem
Versandhandel ersetzt und war zufrieden.

Für das Winterrad gilt übrigens das von mir zum Bremsgebrauch
Geschriebene auch, es ist nur nicht so einfach illustrierbar. Auch wenn
das Rad im Winter ziemlich übel behandelt wurde und ich natürlich auf
dreckigem Schneematsch verhalten - also entsprechend auch längere Zeit -
mit beiden Bremsen gebremst habe, die meiste Zeit waren die Straßen halt
doch trockengefahren und sauber und damit die Vorderradbremse das Mittel
der Wahl. Die einzige Felge, die ich jemals durchgebremst habe, war eine
Vorderradfelge am Winter-/Reise-/Dreckrad, welches fast nur unter
Bedingungen gefahren wurde, die gerne für "bremse mit beiden Bremsen"
angeführt werden.

TL;DR ich bleibe dabei, die Vorderradbremse ist beim schnellen Fahren
auf Straßen unter nahezu allen relevanten Bedingungen die Hauptbremse,
die Hinterradbremse nimmt man in Ausnahmefällen hinzu. Die Details muß
man lernen, genauer gesagt, man sollte es lernen.

Selbst wer lieber auf Abwegen im Dreck die Hügel rauf und runter fährt,
obwohl gleich nebenan eine saubere und ebenere Fahrbahn lockt, ist m.E.
gut beraten, den wirksamen Gebrauch der Vorderradbremse zu erlernen und
gelegentlich einzuüben. Der reflexartige Gebrauch der Hinterradbremse
bei einer unerwarteten Notbremsung dürfte schon so manchen völlig
unnötigen Sturz oder Zusammenprall verursacht haben. Und zu welchen
Absurditäten die unerwartet wirksame Vorderradbremse bei einer
Notbremsung führt, daran müssten sich die hier schon länger Mitlesenden
doch noch gut erinnern. Das Ergebnis sind ja nicht nur Prediger wie Herr
"Todessturz" und seine Rezepte, die Vorderradbremse auf gefährliche
Weise unbrauchbar zu machen, sondern auch weichgespülte Varianten
("Bremsmodulatoren") oder technische Abwege wie Fahrrad-ABS.
--
o ( Wolfgang Strobl
/\ *
_`\ `_<=== | #include
__(_)/_(_)___.-._ | <std.disclaimer>
Frank Möller
2018-07-03 07:24:29 UTC
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Raw Message
Post by Wolfgang Strobl
Am Mon, 02 Jul 2018 20:27:00 +0200 schrieb Alexander Ausserstorfer
Post by Alexander Ausserstorfer
Na na... ich hatte doch wohl hoffentlich eher geschrieben, dass ich
_überwiegend_ hinten bremse.
Dagegen wäre einzuwenden, daß man vernünftigerweise überwiegend auf
Wegen fährt, die Fahrbahnbeläge haben, auf denen man vernünftig bremsen
kann
"Vernünftigerweise" fährt man einfach da, wo es einem lieber ist. Für den
einen hat schnelles Vorankommen auf asphaltierten Pisten Vorrang; dem
anderen gefällt es besser, möglichst reichlich abseits solcher Pisten zu
bleiben und mehr Ruhe und Kontakt zur Natur zu haben.
Post by Wolfgang Strobl
- und da bremst man vernünftigerweise vorne, nicht hinten.
Viele Forststraßen und Feldwege sind so verfestigt, daß man zumeist
bedenkenlos mehr vorn als hinten bremsen kann. Je nach Einzelsituation und
auch je nach Witterung kann aber auch das Gegenteil richtig sein.

Die Crux ist, daß man das von Mal zu Mal austarieren muß. Vor allem muß man
das möglichst umfangreich auf verschiedenen Untergründen bei verschiedenen
Witterungsbedingungen durchgetestet haben. Und man muß mitdenken.

Problematisch wird es halt dann, wenn man dazu keine Lust hat und nur "eine
schnelle Pauschallösung für alles" sucht. _Dann_ wird man halt zu
generellem Angstbremsen auf dem Hinterrad tendieren.

Es hilft nur, a) gezielt bremsen zu lernen, um es auch auf losem/feuchtem
Untergrund zu können und um vor allem einen Untergrund richtig einschätzen
zu können; und b) muß man mitdenken, denn z. B. auf der verfestigten und
kiesfreien Reifenspur einer Forststraße kann man auch bei Feuchtigkeit noch
mehr mit der Vorderbremse agieren, aber etwas seitlich davon auf Stellen
mit losem Kies gilt dann ganz schnell das Gegenteil. Also hinschauen und
bremsen lernen, anders geht's net.

--
Sepp Ruf
2018-07-03 08:42:44 UTC
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Raw Message
Post by Frank Möller
Post by Wolfgang Strobl
Am Mon, 02 Jul 2018 20:27:00 +0200 schrieb Alexander Ausserstorfer
Post by Alexander Ausserstorfer
Na na... ich hatte doch wohl hoffentlich eher geschrieben, dass ich
_überwiegend_ hinten bremse.
Dagegen wäre einzuwenden, daß man vernünftigerweise überwiegend auf
Wegen fährt, die Fahrbahnbeläge haben, auf denen man vernünftig bremsen
kann
"Vernünftigerweise" fährt man einfach da, wo es einem lieber ist. Für den
einen hat schnelles Vorankommen auf asphaltierten Pisten Vorrang; dem
anderen gefällt es besser, möglichst reichlich abseits solcher Pisten zu
bleiben und mehr Ruhe und Kontakt zur Natur zu haben.
Post by Wolfgang Strobl
- und da bremst man vernünftigerweise vorne, nicht hinten.
Viele Forststraßen und Feldwege sind so verfestigt, daß man zumeist
bedenkenlos mehr vorn als hinten bremsen kann. Je nach Einzelsituation und
auch je nach Witterung kann aber auch das Gegenteil richtig sein.
Die Crux ist, daß man das von Mal zu Mal austarieren muß. Vor allem muß man
das möglichst umfangreich auf verschiedenen Untergründen bei verschiedenen
Witterungsbedingungen durchgetestet haben. Und man muß mitdenken.
Problematisch wird es halt dann, wenn man dazu keine Lust hat und nur "eine
schnelle Pauschallösung für alles" sucht. _Dann_ wird man halt zu
generellem Angstbremsen auf dem Hinterrad tendieren.
Es hilft nur, a) gezielt bremsen zu lernen, um es auch auf losem/feuchtem
Untergrund zu können und um vor allem einen Untergrund richtig einschätzen
zu können; und b) muß man mitdenken, denn z. B. auf der verfestigten und
kiesfreien Reifenspur einer Forststraße kann man auch bei Feuchtigkeit noch
mehr mit der Vorderbremse agieren, aber etwas seitlich davon auf Stellen
mit losem Kies gilt dann ganz schnell das Gegenteil. Also hinschauen und
bremsen lernen, anders geht's net.
Wie ein oertlicher Anwalt und auch sonst^WRennradler in
<9705e152-b862-4683-acfb-***@googlegroups.com> ernsthaft
versichert, ist auf steilen, laubschleimglitschigen Betonplatten Nordkryptons,
Ggl-Strassenansicht <https://tinyurl.com/yagxzbws>
unbedingt praeventiv ein altindianisches Heilerdeelement (leHm) aufzuziehen.
Ich taet ja eher die SED-Schuhe im Sportlerheim lassen und mit geeignetem
Schuhwerk in den Schlamm seitlich hacken, bis die
strassenausbausatzungsbeitrag-unterforderten Anwohner dort eine
flug^Wfahrbahnbegleitende Treppe bauen lassen. Was meint der geneigte
All-Terrain-Bremsexperte?
Wolfgang Strobl
2018-07-04 16:31:11 UTC
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Raw Message
Am Tue, 3 Jul 2018 09:24:29 +0200 schrieb Frank Möller
Post by Frank Möller
Post by Wolfgang Strobl
Am Mon, 02 Jul 2018 20:27:00 +0200 schrieb Alexander Ausserstorfer
Post by Alexander Ausserstorfer
Na na... ich hatte doch wohl hoffentlich eher geschrieben, dass ich
_überwiegend_ hinten bremse.
Dagegen wäre einzuwenden, daß man vernünftigerweise überwiegend auf
Wegen fährt, die Fahrbahnbeläge haben, auf denen man vernünftig bremsen
kann
"Vernünftigerweise" fährt man einfach da, wo es einem lieber ist.
"Vernünftigerweise isst man das, was einem lieber ist". Erzähl das mal
einem massiv adipösen Diabetiker.
Post by Frank Möller
Für den
einen hat schnelles Vorankommen auf asphaltierten Pisten Vorrang; dem
anderen gefällt es besser, möglichst reichlich abseits solcher Pisten zu
bleiben und mehr Ruhe und Kontakt zur Natur zu haben.
Zur Erinnerung, es geht in diesem Thread primär um den Ersatz der Bremse
an einem "Trekking-Rad, das zu 95% im Stadtverkehr genutzt wird"
(Originalzitat des Threaderöffners).

In _diesem_ Zusammenhang hat sich Alex mehrfach geäußert und spezifisch
in <***@bavariasound.chiemgau-net.de> Martin Trautmann
widersprochen, der geschrieben hatte

"Typischerweise ist vorne der Verschleiß größer, weil die wirksamere
Bremse."

und dem entgegnet

"Man bremst natürlich überwiegend hinten, denn wenn dir beim
Bremsvorgang das Vorderrad wegrutscht..."

''Natürlich''.

Er hat das dann sofort eingeschränkt mit "... dann möchte ich dich
sehen. Bei 17% Gefälle mit 20 kg Zuladung auf einem der üblichen
gekiesten Forststraßen.".

Als ob die Radfahrer überwiegend bei 17 % mit 20 kg Zuladung auf
gekiesten Forstwegen unterwegs wären. Oder als ob sie derart selten auf
schlechtem Untergrund unterwegs wären, daß sich sich dann überhaupt
nicht mehr daran erinnern können, daß es in solchen Fällen manchmal
sinnvoll sein könnte, neben der Vorderradbremse auch die Hinterradbremse
zu betätigen. Oder als ob es in dieser Situation, in der es auf jedes
bißchen Verzögerung ankommt, nicht notwendig wäre, dosiert mit _beiden_
Bremsen zu arbeiten.

Die obige, IMO falsche Maxime hat er dann im weiteren Threadverlauf
mehrfach wiederholt. Aus Formulierungen wie "Mag ja sein, dass die
Bremsleistung vorne meinetwegen höher ist (warum auch immer)" schließe
ich, daß er sich - wie leider die meisten Radfahrer - der physikalischen
Grundlagen der Fahrradbremsen gar nicht bewußt ist.

Egal. Mit meiner pauschalen, aber erläuterten Empfehlung, zunächst mal
den Gebrauch der Vorderradbremse auf griffigem Untergrund zu lernen und
warum, ziele ich nicht spezifisch auf Alex, sondern auf Radfahrer, die
in der Mehrheit die besseren Wege bevorzugen, wenn man ihnen die Wahl
läßt. Und die Radfahrer, die in der Mehrzahl ebenfalls die - im
Vergleich zu gekiesten Forstwegen - besseren Wege benutze, wenn man
ihnen die Wahl _nicht_ läßt. Nämlich weil - etwa in der Stadt - die
Mehrzahl der nicht wahlfreien Ziele an solchen Wegen liegen und nur über
solche Wege erreichbar sind.

Die Radwegdebatte, also auf welchem Straßenteil man freiwillig oder
genzwungendermaßen fährt, hat hiermit gar nichts zu tun, denn auch auf
einem übel verschwenkten Radweg aus Gehwegplatten bremst man besser mit
der wirksamen Bremse. Mehr noch, gerade da braucht man jeden
eingesparten Meter Bremsweg.

Die Radfahrer tun sich nichts Gutes, wenn sie sich von
17%-Gefälle-Kiesweg-Fahrern einreden lassen, daß "man" überwiegend
hinten bremse. Selbst wer bislang unberührte Natur bevorzugt, um dort
auf losem Sand radzufahren, sollte lernen, das Bremsen beim Fahren auf
Straßen zu lernen. Man weiß ja nie, ob man nicht versehentlich doch mal
eine Straße befahren muß, etwa um dort hin- oder wieder wegzukommen.
Schließlich sind die wenigsten Fahrradgeschäfte auf losem Sand gebaut.
Post by Frank Möller
Post by Wolfgang Strobl
- und da bremst man vernünftigerweise vorne, nicht hinten.
Viele Forststraßen und Feldwege sind so verfestigt, daß man zumeist
bedenkenlos mehr vorn als hinten bremsen kann.
Und man muß sich schon sehr viel Mühe geben, um überhaupt eine Situation
zu konstruieren, in der es besser ist, ausschließlich oder überwiegend
hinten zu bremsen. Also z.B. einen schweren Anhänger bei langsamer
Fahrt, der unterhalb der Hinterradachse schiebt und so das Vorderrad
entlastet. D.h. die pauschale Empfehlung hier ist selbst dann abwegig,
wenn naträglich das Kaninchen "Fahrten im Gelände" aus dem Hut gezaubert
wird.
Post by Frank Möller
Je nach Einzelsituation und
auch je nach Witterung kann aber auch das Gegenteil richtig sein.
Ja sicher. Irgendwie ist alles relativ oder hängt alles mit allem
zusammen. Oder so. :-}

Fahrradbremsen richtig benutzen muß man lernen, ja. Daß einem das
Vorderrad wegrutschen kann, wenn man die Vorderradbremse übermäßig
betätigt, braucht man in unserem Kulturkreis niemandem beizubringen, das
lernt man als Fünfjähriger durch Versuch und Irrtum. Daß man hinten
bremst, solange es auf die Bremswirkung mehr oder weniger nicht ankommt,
lernt man dabei auch. Daß und warum es eine sehr schlechte Idee ist,
dabei zu bleiben und auch bei Halb-, Voll- oder Notbremsungen bei der
"Bequemlichkeitsbremse" zu bleiben, das erfährt und lernt man nicht so
einfach, eben weil es nicht offensichtlich ist.

Und eben auch deswegen nicht, weil einem viel zu viele Leute einreden
wollen, daß die Vorderradbremse gefährlich sei. Dem setzt man am besten
die Aussage entgegen, daß man unter den üblichen günstigen Bedingungen
nur mit der Vorderradbremse so wirksam bremsen _kann_, daß der
zusätzliche oder "überwiegende" Gebrauch der Hinterradbremse die Wirkung
nur wieder verschlechtert, und zwar erheblich. Wann das mal
eingesickert, verstanden und akzeptiert ist, kann man immer noch
relativieren.
Post by Frank Möller
Die Crux ist, daß man das von Mal zu Mal austarieren muß. Vor allem muß man
das möglichst umfangreich auf verschiedenen Untergründen bei verschiedenen
Witterungsbedingungen durchgetestet haben. Und man muß mitdenken.
Wenn man überwiegend hinten bremst, muß man nicht. Das ist ja die Crux.
Wenn man vorab in der Mehrzahl der tatsächlichen Situationen auf den
Großteil der Bremswirkung verzichtet, kann man sich das Nachdenken
sparen.
Post by Frank Möller
Problematisch wird es halt dann, wenn man dazu keine Lust hat und nur "eine
schnelle Pauschallösung für alles" sucht. _Dann_ wird man halt zu
generellem Angstbremsen auf dem Hinterrad tendieren.
Ich bezweifle, daß es eine bewußte Entscheidung ist, eine schnelle
Pauschallösung zu suchen. Es ist ein Verhalten, das sich beim Erlernen
durch Versuch und Irrtum zwangsläufig ergibt und dessen Ergebnis gut
genug ist, weitere Versuche einzustellen. Gelegentliches Scheitern kommt
vor, wird aber fehlinterpretiert.

Das Hinterrad rutscht weg und man liegt auf der Schnauze oder im Graben?
Man sollte noch vorsichtiger bremsen. (Richtig wäre gewesen: Bei
richtigem Bremsen mit der Vorderradbremse wäre man auf der Straße
geblieben). Versehentliches heftiges Bremsen mit der Vorderrad läßt
einen über den Lenker fliegen? Vorn bremsen ist lebensgefährlich, sag'
ich doch. (Richtig wäre gewesen: die Vorderradbremse ist wirksam, man
muß sie zu dosieren lernen, außerdem muß man den Lenker festhalten,
Liegestütz ist einfacher).
Post by Frank Möller
Es hilft nur, a) gezielt bremsen zu lernen, um es auch auf losem/feuchtem
Untergrund zu können und um vor allem einen Untergrund richtig einschätzen
zu können; und b) muß man mitdenken, denn z. B. auf der verfestigten und
kiesfreien Reifenspur einer Forststraße kann man auch bei Feuchtigkeit noch
mehr mit der Vorderbremse agieren, aber etwas seitlich davon auf Stellen
mit losem Kies gilt dann ganz schnell das Gegenteil. Also hinschauen und
bremsen lernen, anders geht's net.
Das ist m.E. die falsche Reihenfolge. Das Bremsen auf losem Untergrund
lernt man i.d.R. schon als Kind ausgiebig genug, zieht aber meist die
falschen Schlüsse daraus. Deswegen besteht zunächst die Notwendigkeit,
das wirksame Bremsen auf sauberem Straßenbelag - Beton oder vorzugsweise
Asphalt - zu erlernen. Ausnahmen mag es geben, ich kenne aber jenseits
des Straßenradsports nicht viele Beispiele dafür. Wenn die Hürde
genommen wurde, kann man sich den Feinheiten widmen. Wie man mit mehr
oder weniger normalen Fahrradreifen auf Schnee fährt und bremst, habe
ich in den Jahren, in denen ich rund ums Jahr zur Arbeit gefahren bin,
ausgiebig studieren können und hätte viel darüber erzählen können. Eine
Notwendigkeit, das zu vertiefen, sehe ich aber genau so wenig wie beim
Fahrstil auf abschüssigen gekiesten Forstwegen.

Ich fahre nicht zum Vergnügen auf gekiesten Forstwegen. Aber wenn ich es
tue, dann dann fahre ich langsam und vorsichtig. Asphaltierte Straßen,
vor allem solche, die häufig von Kfz frequentiert werden, sind
kalkulierbar. Unbefestigte Forst- und Feldwege sind es nicht.
--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen
Frank Möller
2018-07-04 17:14:13 UTC
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Raw Message
Post by Wolfgang Strobl
Am Tue, 3 Jul 2018 09:24:29 +0200 schrieb Frank Möller
Post by Frank Möller
Post by Wolfgang Strobl
Am Mon, 02 Jul 2018 20:27:00 +0200 schrieb Alexander Ausserstorfer
Post by Alexander Ausserstorfer
Na na... ich hatte doch wohl hoffentlich eher geschrieben, dass ich
_überwiegend_ hinten bremse.
Dagegen wäre einzuwenden, daß man vernünftigerweise überwiegend auf
Wegen fährt, die Fahrbahnbeläge haben, auf denen man vernünftig bremsen
kann
"Vernünftigerweise" fährt man einfach da, wo es einem lieber ist.
"Vernünftigerweise isst man das, was einem lieber ist". Erzähl das mal
einem massiv adipösen Diabetiker.
LOL. Sollte das mal ein Vergleich werden?
Post by Wolfgang Strobl
Post by Frank Möller
Für den
einen hat schnelles Vorankommen auf asphaltierten Pisten Vorrang; dem
anderen gefällt es besser, möglichst reichlich abseits solcher Pisten zu
bleiben und mehr Ruhe und Kontakt zur Natur zu haben.
Zur Erinnerung, es geht in diesem Thread primär um den Ersatz der Bremse
an einem "Trekking-Rad, das zu 95% im Stadtverkehr genutzt wird"
(Originalzitat des Threaderöffners).
Und? Muß man Dir jetzt erklären, daß irgendwann sich ergebende Subthreads
sich nicht mehr zwingend auf "das reine OP und nichts als das OP" beziehen
(müssen), auch nicht "primär"?

Und ...
Post by Wolfgang Strobl
In _diesem_ Zusammenhang ...
... geht es mittlerweile darum, ob man vorwiegend vorne oder hinten bremst
und wie sich das auf verschiedenen Untergründen so anläßt.
Post by Wolfgang Strobl
[...]
Als ob die Radfahrer überwiegend bei 17 % mit 20 kg Zuladung auf
gekiesten Forstwegen unterwegs wären.
Wenn er sagt, daß das bei ihm so ist, dann darfst Du das einfach mal
glauben.
Post by Wolfgang Strobl
[...]
Egal. Mit meiner pauschalen, aber erläuterten Empfehlung, zunächst mal
den Gebrauch der Vorderradbremse auf griffigem Untergrund zu lernen und
warum, ziele ich nicht spezifisch auf Alex, sondern auf Radfahrer, die
in der Mehrheit die besseren Wege bevorzugen, wenn man ihnen die Wahl
läßt.
Völlig wumpe. Die müssen bzw. sollten dringend auch auf anderen
Untergründen bremsen können/lernen, denn kein Radler weiß, ob er nicht auch
mal auf anderen als den gewohnten resp. auf schlechteren Untergründen
landet. Und genau dazu hab ich mich geäußert.
Post by Wolfgang Strobl
Post by Frank Möller
Post by Wolfgang Strobl
- und da bremst man vernünftigerweise vorne, nicht hinten.
Viele Forststraßen und Feldwege sind so verfestigt, daß man zumeist
bedenkenlos mehr vorn als hinten bremsen kann.
Und man muß sich schon sehr viel Mühe geben, um überhaupt eine Situation
zu konstruieren, in der es besser ist, ausschließlich oder überwiegend
hinten zu bremsen.
A. A. dürfte nach allem, was er erzählt, sehr oft in solchen Situationen
sein, und ich als jemand, der ebenfalls sehr viel in der Pampa unterwegs
ist, kann das gut nachvollziehen.

Nur ist m. E. bei ihm offensichtlich, daß er ziemlich viel Angstbremsen
betreibt und offensichtlich viel zu wenig differenziert, wann Bremsen auf
dem Vorderrad besser wäre.
Post by Wolfgang Strobl
Post by Frank Möller
Je nach Einzelsituation und
auch je nach Witterung kann aber auch das Gegenteil richtig sein.
Ja sicher. Irgendwie ist alles relativ oder hängt alles mit allem
zusammen. Oder so. :-}
Fahrradbremsen richtig benutzen muß man lernen, ja. Daß einem das
Vorderrad wegrutschen kann, wenn man die Vorderradbremse übermäßig
betätigt, braucht man in unserem Kulturkreis niemandem beizubringen, das
lernt man als Fünfjähriger durch Versuch und Irrtum. Daß man hinten
bremst, solange es auf die Bremswirkung mehr oder weniger nicht ankommt,
lernt man dabei auch. Daß und warum es eine sehr schlechte Idee ist,
dabei zu bleiben und auch bei Halb-, Voll- oder Notbremsungen bei der
"Bequemlichkeitsbremse" zu bleiben, das erfährt und lernt man nicht so
einfach, eben weil es nicht offensichtlich ist.
ACK.
Post by Wolfgang Strobl
Und eben auch deswegen nicht, weil einem viel zu viele Leute einreden
wollen, daß die Vorderradbremse gefährlich sei. Dem setzt man am besten
die Aussage entgegen, daß man unter den üblichen günstigen Bedingungen
nur mit der Vorderradbremse so wirksam bremsen _kann_, daß der
zusätzliche oder "überwiegende" Gebrauch der Hinterradbremse die Wirkung
nur wieder verschlechtert, und zwar erheblich. Wann das mal
eingesickert, verstanden und akzeptiert ist, kann man immer noch
relativieren.
Nicht wirklich. Bestenfalls ist die Hinterradbremse nutzlos, wenn man vorne
bereits so stark bremst, daß das Hinterrad abzuheben beginnt. Schlechter
wird die Bremswirkung dadurch nicht.
Post by Wolfgang Strobl
Post by Frank Möller
Die Crux ist, daß man das von Mal zu Mal austarieren muß. Vor allem muß man
das möglichst umfangreich auf verschiedenen Untergründen bei verschiedenen
Witterungsbedingungen durchgetestet haben. Und man muß mitdenken.
Wenn man überwiegend hinten bremst, muß man nicht. Das ist ja die Crux.
Du wirst wohl gemerkt haben, daß ich von der Entscheidung rede, welche
Bremse man wie und wieviel benutzt.
Post by Wolfgang Strobl
Post by Frank Möller
Problematisch wird es halt dann, wenn man dazu keine Lust hat und nur "eine
schnelle Pauschallösung für alles" sucht. _Dann_ wird man halt zu
generellem Angstbremsen auf dem Hinterrad tendieren.
Ich bezweifle, daß es eine bewußte Entscheidung ist, eine schnelle
Pauschallösung zu suchen. Es ist ein Verhalten, das sich beim Erlernen
durch Versuch und Irrtum zwangsläufig ergibt und dessen Ergebnis gut
genug ist, weitere Versuche einzustellen.
Das ist letztlich dasselbe, nur mit anderen Woirten gesagt.
Post by Wolfgang Strobl
Das Hinterrad rutscht weg und man liegt auf der Schnauze oder im Graben?
Das hatten wir neulich an anderer Stelle schon mal. IMO hat derjenige, dem
_das_ passiert, ganz andere Probleme. Der sollte generell das Balancieren
auf einem Radl lernen.
Post by Wolfgang Strobl
Post by Frank Möller
Es hilft nur, a) gezielt bremsen zu lernen, um es auch auf losem/feuchtem
Untergrund zu können und um vor allem einen Untergrund richtig einschätzen
zu können; und b) muß man mitdenken, denn z. B. auf der verfestigten und
kiesfreien Reifenspur einer Forststraße kann man auch bei Feuchtigkeit noch
mehr mit der Vorderbremse agieren, aber etwas seitlich davon auf Stellen
mit losem Kies gilt dann ganz schnell das Gegenteil. Also hinschauen und
bremsen lernen, anders geht's net.
Das ist m.E. die falsche Reihenfolge. Das Bremsen auf losem Untergrund
lernt man i.d.R. schon als Kind ausgiebig genug, zieht aber meist die
falschen Schlüsse daraus. Deswegen besteht zunächst die Notwendigkeit,
das wirksame Bremsen auf sauberem Straßenbelag - Beton oder vorzugsweise
Asphalt - zu erlernen.
Ob so rum oder so rum, ist doch wurscht. Lernen muß man's halt.
Post by Wolfgang Strobl
Ich fahre nicht zum Vergnügen auf gekiesten Forstwegen. Aber wenn ich es
tue, dann dann fahre ich langsam und vorsichtig. Asphaltierte Straßen,
vor allem solche, die häufig von Kfz frequentiert werden, sind
kalkulierbar. Unbefestigte Forst- und Feldwege sind es nicht.
Natürlich sind sie das, wenn man sich mal damit beschäftigt. *Sachichdoch*

--
Wolfgang Strobl
2018-07-04 21:17:06 UTC
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Raw Message
Am Wed, 4 Jul 2018 19:14:13 +0200 schrieb Frank Möller
Post by Frank Möller
Post by Wolfgang Strobl
Am Tue, 3 Jul 2018 09:24:29 +0200 schrieb Frank Möller
Post by Frank Möller
Post by Wolfgang Strobl
Am Mon, 02 Jul 2018 20:27:00 +0200 schrieb Alexander Ausserstorfer
Post by Alexander Ausserstorfer
Na na... ich hatte doch wohl hoffentlich eher geschrieben, dass ich
_überwiegend_ hinten bremse.
Dagegen wäre einzuwenden, daß man vernünftigerweise überwiegend auf
Wegen fährt, die Fahrbahnbeläge haben, auf denen man vernünftig bremsen
kann
"Vernünftigerweise" fährt man einfach da, wo es einem lieber ist.
"Vernünftigerweise isst man das, was einem lieber ist". Erzähl das mal
einem massiv adipösen Diabetiker.
LOL. Sollte das mal ein Vergleich werden?
Es illustriert den Denkfehler, eine subjektive und manchmal gefährliche
Fehleinschätzung mit einer prüfbaren Tatsachenfeststellung
gleichzusetzen. Muß man das wirklich erklären?
Post by Frank Möller
Post by Wolfgang Strobl
Post by Frank Möller
Für den
einen hat schnelles Vorankommen auf asphaltierten Pisten Vorrang; dem
anderen gefällt es besser, möglichst reichlich abseits solcher Pisten zu
bleiben und mehr Ruhe und Kontakt zur Natur zu haben.
Zur Erinnerung, es geht in diesem Thread primär um den Ersatz der Bremse
an einem "Trekking-Rad, das zu 95% im Stadtverkehr genutzt wird"
(Originalzitat des Threaderöffners).
Und? Muß man Dir jetzt erklären, daß irgendwann sich ergebende Subthreads
sich nicht mehr zwingend auf "das reine OP und nichts als das OP" beziehen
(müssen), auch nicht "primär"?
Muß ich Dir erklären, daß man nicht nicht jedem Versuch folgen muß, das
Thema zu wechseln, um irgend eine abwegige subjektive Vorliebe
ausbreiten zu können? Ernsthaft?
Post by Frank Möller
Und ...
Post by Wolfgang Strobl
In _diesem_ Zusammenhang ...
... geht es mittlerweile darum, ob man vorwiegend vorne oder hinten bremst
und wie sich das auf verschiedenen Untergründen so anläßt.
Ernsthaft? Wenn überhaupt, ging es mir auch darum, daß "vorwiegend
vorne oder vorwiegend hinten" ohnehin eine Alternative ist, die
unabhängig vom Untergrund in nahezu jeder Situation unsinnig ist. Da
Du in Deiner Replik darauf ganz ostentativ nicht eingegangen bist, fehlt
einer weiteren Diskussion jede Grundlage.


Aber ich wiederhole mich und sehe darüberhinaus wenig Sinn darin,
weiteren Verästelungen einer Diskussion über Varianten des
Geländefahrens zu folgen. Der ursprüngliche Streitpunkt, auf den ich
einging, bezog sich auf Fahren auf innerstädtischen Straßen.
Post by Frank Möller
Post by Wolfgang Strobl
[...]
Als ob die Radfahrer überwiegend bei 17 % mit 20 kg Zuladung auf
gekiesten Forstwegen unterwegs wären.
Wenn er sagt, daß das bei ihm so ist, dann darfst Du das einfach mal
glauben.
Welchen Teil von "als ob die Radfahrer überwiegend" hast Du nicht
verstanden?
Post by Frank Möller
Post by Wolfgang Strobl
[...]
Egal. Mit meiner pauschalen, aber erläuterten Empfehlung, zunächst mal
den Gebrauch der Vorderradbremse auf griffigem Untergrund zu lernen und
warum, ziele ich nicht spezifisch auf Alex, sondern auf Radfahrer, die
in der Mehrheit die besseren Wege bevorzugen, wenn man ihnen die Wahl
läßt.
Völlig wumpe. Die müssen bzw. sollten dringend auch auf anderen
Untergründen bremsen können/lernen, denn kein Radler weiß, ob er nicht auch
mal auf anderen als den gewohnten resp. auf schlechteren Untergründen
landet. Und genau dazu hab ich mich geäußert.
Post by Wolfgang Strobl
Post by Frank Möller
Post by Wolfgang Strobl
- und da bremst man vernünftigerweise vorne, nicht hinten.
Viele Forststraßen und Feldwege sind so verfestigt, daß man zumeist
bedenkenlos mehr vorn als hinten bremsen kann.
Und man muß sich schon sehr viel Mühe geben, um überhaupt eine Situation
zu konstruieren, in der es besser ist, ausschließlich oder überwiegend
hinten zu bremsen.
A. A. dürfte nach allem, was er erzählt, sehr oft in solchen Situationen
sein, und ich als jemand, der ebenfalls sehr viel in der Pampa unterwegs
ist, kann das gut nachvollziehen.
Siehe oben. "kann das gut nachvollziehen" ist ohne irgend ein Detail
eine inhaltslose Bekräftigungsformel.
Post by Frank Möller
Nur ist m. E. bei ihm offensichtlich, daß er ziemlich viel Angstbremsen
betreibt und offensichtlich viel zu wenig differenziert, wann Bremsen auf
dem Vorderrad besser wäre.
Ja vielleicht. Bloß läßt sich das aus der Ferne und mit seinen
spärlichen Angaben kaum analysieren. Muß ja auch nicht, da die
angeführten Situationen genügend seltene Ausnahmefälle sind, um sie für
pauschale erste Empfehlungen als komplett irrelevant erkennen zu können.
Post by Frank Möller
Post by Wolfgang Strobl
Post by Frank Möller
Je nach Einzelsituation und
auch je nach Witterung kann aber auch das Gegenteil richtig sein.
Ja sicher. Irgendwie ist alles relativ oder hängt alles mit allem
zusammen. Oder so. :-}
Fahrradbremsen richtig benutzen muß man lernen, ja. Daß einem das
Vorderrad wegrutschen kann, wenn man die Vorderradbremse übermäßig
betätigt, braucht man in unserem Kulturkreis niemandem beizubringen, das
lernt man als Fünfjähriger durch Versuch und Irrtum. Daß man hinten
bremst, solange es auf die Bremswirkung mehr oder weniger nicht ankommt,
lernt man dabei auch. Daß und warum es eine sehr schlechte Idee ist,
dabei zu bleiben und auch bei Halb-, Voll- oder Notbremsungen bei der
"Bequemlichkeitsbremse" zu bleiben, das erfährt und lernt man nicht so
einfach, eben weil es nicht offensichtlich ist.
ACK.
Ok, immerhin ein Punkt, auf den man sich einigen kann. Und mehr möchte
ich auch gar nicht diskutieren.
Post by Frank Möller
Post by Wolfgang Strobl
Und eben auch deswegen nicht, weil einem viel zu viele Leute einreden
wollen, daß die Vorderradbremse gefährlich sei. Dem setzt man am besten
die Aussage entgegen, daß man unter den üblichen günstigen Bedingungen
nur mit der Vorderradbremse so wirksam bremsen _kann_, daß der
zusätzliche oder "überwiegende" Gebrauch der Hinterradbremse die Wirkung
nur wieder verschlechtert, und zwar erheblich. Wann das mal
eingesickert, verstanden und akzeptiert ist, kann man immer noch
relativieren.
Nicht wirklich. Bestenfalls ist die Hinterradbremse nutzlos, wenn man vorne
bereits so stark bremst, daß das Hinterrad abzuheben beginnt. Schlechter
wird die Bremswirkung dadurch nicht.
Nicht wirklich. In der Praxis dreht sich das Hinterrad nicht weiter,
sondern blockiert. Je nachdem, ob das vor oder nach dem Abheben
passiert, geht entweder die Seitenführung verloren, oder das Hinterrad
bremst beim Wiederaufsetzen ziemlich unerwartet bzw. verliert dann die
Seitenführung, wo ein sich noch drehendes Hinterrad dies nicht täte.

Wahrscheinlicher wird aber bei Verwendung beider Bremsen nicht bis zum
tatsächlichen Abheben gebremst, sondern mit rutschendem Hinterrad
bremsend für die Reaktionszeit weitergefahren und die Vorderradbremse
danach zurückgenommen, bis das Hinterrad wieder greift. Das ergibt eine
deutlich geringere Bremswirkung, als einfach mit der Vorderradbremse zu
bremsen, bis das Hinterrad merklich entlastet wird und hochkommt, um
dann erst geringfügig nachzulassen. Das ist viel einfacher, als mit
Vorder- und Hinterradbremse gleichzeitig und mit unterschiedlichen
Kraftkurven zu jonglieren. Wer Ersteres nicht lernen kann, ist mit
Letzterem ganz bestimmt überfordert.
--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen
Frank Möller
2018-07-04 22:13:05 UTC
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Raw Message
Post by Wolfgang Strobl
Am Wed, 4 Jul 2018 19:14:13 +0200 schrieb Frank Möller
Post by Frank Möller
Post by Wolfgang Strobl
Am Tue, 3 Jul 2018 09:24:29 +0200 schrieb Frank Möller
Post by Frank Möller
Post by Wolfgang Strobl
Am Mon, 02 Jul 2018 20:27:00 +0200 schrieb Alexander Ausserstorfer
Post by Alexander Ausserstorfer
Na na... ich hatte doch wohl hoffentlich eher geschrieben, dass ich
_überwiegend_ hinten bremse.
Dagegen wäre einzuwenden, daß man vernünftigerweise überwiegend auf
Wegen fährt, die Fahrbahnbeläge haben, auf denen man vernünftig bremsen
kann
"Vernünftigerweise" fährt man einfach da, wo es einem lieber ist.
"Vernünftigerweise isst man das, was einem lieber ist". Erzähl das mal
einem massiv adipösen Diabetiker.
LOL. Sollte das mal ein Vergleich werden?
Es illustriert den Denkfehler, eine subjektive und manchmal gefährliche
Fehleinschätzung mit einer prüfbaren Tatsachenfeststellung
gleichzusetzen. Muß man das wirklich erklären?
Ein Denkfehler liegt hier höchstens bei Dir vor, der sich anmaßt, Leuten
vorschreiben zu wollen, wo sie angeblich "vernünftigerweise" zu radeln
hätten.
Post by Wolfgang Strobl
[...]
Der ursprüngliche Streitpunkt, auf den ich einging, bezog sich auf Fahren
auf innerstädtischen Straßen.
Du wolltest A. A. vorschreiben, wo er zu fahren hätte, und das nennst Du
dann "vernünftig". Tatsächlich ist das einfach nur anmaßend. A. A. muß
nicht "vernünftigerweise" seine Wege nach Deinen Maßgaben wählen, sondern
alles, was er "vernünftigerweise" tun sollte, ist bremsen zu lernen.

Und zu dem Punkt bremsen lernen nehme ich ansonsten mal Bezug hierauf: news:***@m-id.net.gr.vu

--
Wolfgang Strobl
2018-07-05 07:54:14 UTC
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Raw Message
Am Thu, 5 Jul 2018 00:13:05 +0200 schrieb Frank Möller
Post by Frank Möller
Ein Denkfehler liegt hier höchstens bei Dir vor, der sich anmaßt, Leuten
vorschreiben zu wollen, wo sie angeblich "vernünftigerweise" zu radeln
hätten.
Du bist jetzt schon der Zweite, der diese freche Unterstellung äußert.
Zu mehr reicht es nicht? Weder habe ich Alex oder gar "Leuten"
vorgeschrieben, wo sie radzufahren haben, noch hat Alex dem OP
vorgeschrieben, wo und wie der radzufahren hat. Alex hat lediglich eine
im gegebenen Zusammenhang ziemlich abwegige Empfehlung abgegeben, der
ich begründet widersprochen habe.

Du suggerierst, es sei eine Anmaßung, wenn man eine Meinung nicht nur
äußert, sondern auch begründet und sich zu diesem Zwecke dazu ausläßt,
wo Radverkehr überwiegend stattfindet und welche Bremstechnik auf
welchem Untergrund vernünftig - sprich: wirksam und beherrschbar - ist.

Das ist doch lächerlich.
--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen
Frank Möller
2018-07-05 08:20:32 UTC
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Permalink
Raw Message
Post by Wolfgang Strobl
Am Thu, 5 Jul 2018 00:13:05 +0200 schrieb Frank Möller
Post by Frank Möller
Ein Denkfehler liegt hier höchstens bei Dir vor, der sich anmaßt, Leuten
vorschreiben zu wollen, wo sie angeblich "vernünftigerweise" zu radeln
hätten.
Du bist jetzt schon der Zweite, der diese freche Unterstellung äußert.
Pfffff. In meinem Vorposting war diese Aussage von Dir noch wortwörtlich
zitiert. Aber Du hast sie ja "kreativ weggequotet", um nun was von "frecher
Unterstellung" zu faseln. Hast Du mal wieder einen oder ein paar schlechte
Tage?

--
Alexander Ausserstorfer
2018-07-04 16:35:34 UTC
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Raw Message
Post by Wolfgang Strobl
Am Mon, 02 Jul 2018 20:27:00 +0200 schrieb Alexander Ausserstorfer
Post by Alexander Ausserstorfer
Post by Arno Welzel
Mag sein, dass man auf Glatteis hinten bremst - wenn man keine
Spikereifen nutzt - aber daraus abzuleiten, dass man *immer* hinten
bremsen sollte, ist schlicht grober Unfug.
Na na... ich hatte doch wohl hoffentlich eher geschrieben, dass ich
_überwiegend_ hinten bremse.
Dagegen wäre einzuwenden, daß man vernünftigerweise überwiegend auf
Wegen fährt, die Fahrbahnbeläge haben, auf denen man vernünftig bremsen
kann - und da bremst man vernünftigerweise vorne, nicht hinten.
Dann weiß ich nicht, wofür wir die vielen Rad- und Wanderwege haben.
Die haben schließlich nur selten einen Fahrbahnbelag. Und das hieße dann
aber auch, dass man ganz viele Strecken gar nicht fahren könnte / dürfte
und man ewig auf den Hauptstraßen außenrum strampeln dürfte.

[...]
Post by Wolfgang Strobl
Post by Alexander Ausserstorfer
Zumindest war das meine Schlussfolgerung.
Wenn man überwiegend im Gebirge, auf Schotter und mit viel Gepäck fährt,
wird man vmtl. diese Erfahrung machen. Ob das der Normalfall ist oder
sein sollte, bezweifle ich. Effizient geht anders.
Die Berge sind dort, wo sie sind. Wenn man zum Nachbarn will, geht's
halt nun mal 300 hm rauf.

A.
--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/
Wolfgang Strobl
2018-07-04 19:47:41 UTC
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Raw Message
Am Wed, 04 Jul 2018 18:35:34 +0200 schrieb Alexander Ausserstorfer
Post by Alexander Ausserstorfer
Post by Wolfgang Strobl
Am Mon, 02 Jul 2018 20:27:00 +0200 schrieb Alexander Ausserstorfer
Post by Alexander Ausserstorfer
Post by Arno Welzel
Mag sein, dass man auf Glatteis hinten bremst - wenn man keine
Spikereifen nutzt - aber daraus abzuleiten, dass man *immer* hinten
bremsen sollte, ist schlicht grober Unfug.
Na na... ich hatte doch wohl hoffentlich eher geschrieben, dass ich
_überwiegend_ hinten bremse.
Dagegen wäre einzuwenden, daß man vernünftigerweise überwiegend auf
Wegen fährt, die Fahrbahnbeläge haben, auf denen man vernünftig bremsen
kann - und da bremst man vernünftigerweise vorne, nicht hinten.
Dann weiß ich nicht, wofür wir die vielen Rad- und Wanderwege haben.
Weil viele Leute gerne wandern? Weil es keinen Grund gibt, auf
Wanderwegen nicht auch radzufahren, wenn man etwas bequemer unterwegs
sein möchte, es aber nicht eilig und eigentlich auch kein Ziel hat?
Post by Alexander Ausserstorfer
Die haben schließlich nur selten einen Fahrbahnbelag.
Die wurden ja auch nicht für den allgemeinen Straßenverkehr angelegt.
Selbst die überwiegend asphaltierten Alleen unseres Kottenforst, die
längst formal Forstwege sind und außerhalb der Holzschlagzeiten als
Wanderwege dienen, hatte ursprünglich (um 1700) der Kurfürst für seine
Parforcejagden anlegen lassen. Radwege hatten damit nichts zu tun.

Radwege waren ursprünglich als eine Selbsthilfeaktion von Radfahrern
entstanden, um an den Rändern von kaum befahrbaren Wegen des allgemeinen
Straßenverkehrs glattere, befestigte Radfahrmöglichkeiten zu schaffen.

Es ist eine bizarre, erst durch verbesserte Fahrradtechnik überhaupt
möglich gemachte Wendung der vorherigen Situation, daß nun eine in der
veröffentlichten Meinung überrepräsentierte Teilgruppe von
Freizeitradfahrern sich unbefestigte Holperwege jenseits des allgemeinen
Strassenverkehrs wünschen.
Post by Alexander Ausserstorfer
Und das hieße dann
aber auch, dass man ganz viele Strecken gar nicht fahren könnte / dürfte
und man ewig auf den Hauptstraßen außenrum strampeln dürfte.
In Deiner Gegend sind nur die Hauptstraßen asphaltiert? Wo genau ist
das? Hierzulande sind selbst völlig untergeordnete Nebenstraßen, wo man
selbst Radfahrer nur selten antrifft und Kfz fast überhaupt nicht,
asphaltiert, so lange ich mich erinnern kann. Und kaum jemand ist vor
den Zeiten der neumodischen Radwegeseuche auf die Idee gekommen, Forst-
und Waldwege für den Radverkehr zu sperren. Wozu auch? Da ist kaum
jemand langgefahren, vornehmlich, weil die seltenst dorthin führten, wo
irgendwer hinwollte. Das kam erst auf, als das Fahrrad als
Verkehrsmittel demontiert und Radfahren als Freizeitbeschäftigung
entdeckt und propagiert wurde.
Post by Alexander Ausserstorfer
[...]
Post by Wolfgang Strobl
Post by Alexander Ausserstorfer
Zumindest war das meine Schlussfolgerung.
Wenn man überwiegend im Gebirge, auf Schotter und mit viel Gepäck fährt,
wird man vmtl. diese Erfahrung machen. Ob das der Normalfall ist oder
sein sollte, bezweifle ich. Effizient geht anders.
Die Berge sind dort, wo sie sind. Wenn man zum Nachbarn will, geht's
halt nun mal 300 hm rauf.
Ich bin im Urlaub gerade 13 hkm gefahren, gaaanz vorsichtig, um meine
marode Schulter zu schonen. Und ausschließlich auf Asphalt, aus genau
dem Grunde. Kraft in den Oberschenkeln habe ich genug, aber einen Sturz
kann ich mir inzwischen gar nicht mehr leisten und die Belastung durch
unbefestigte Buckelpisten erst recht nicht.

Aber btw., braucht man Gepäck, wenn man mal schnell den Nachbarn
besuchen will? Und ist der nur über Trampelpfade zu erreichen?
Ernsthaft? Glaubst Du, daß das der Normalfall ist?
--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen
Frank Möller
2018-07-04 23:18:28 UTC
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Raw Message
Post by Wolfgang Strobl
Am Wed, 04 Jul 2018 18:35:34 +0200 schrieb Alexander Ausserstorfer
Und das hieße dann aber auch, dass man ganz viele Strecken gar nicht
fahren könnte / dürfte und man ewig auf den Hauptstraßen außenrum
strampeln dürfte.
In Deiner Gegend sind nur die Hauptstraßen asphaltiert?
Wer sagt das? Ach so, Du willst mal wieder jemandem was unterstellen. Na,
dann.
Post by Wolfgang Strobl
Wo genau ist das?
In Bayern und in Ösi-Land ist nicht jede Forststraße und nicht jeder
Feldweg asphaltiert. Es kommt aber gut und gerne vor, daß die Fahrt über
einen solchen für Dich völlig "unmöglichen" Weg über einen Hügel drüber
trotz "ungemütlichen" Untergrundes zeitlich gleich oder sogar kürzer ist,
als auf einer festen Piste rund um den Hügel rundumadum. Und vernünftig
fahren ("vernünftig" müßte doch gerade Dir runtergehen wie Öl ;~) kann man
_das_ dann eben nur mit einem vernünftigen (sic!) Hügelrad. Ist so.
*Unwennstdesnetglaabstnachalaßteshalt*

--
Wolfgang Strobl
2018-07-05 18:46:09 UTC
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Raw Message
Am Thu, 5 Jul 2018 01:18:28 +0200 schrieb Frank Möller
Post by Frank Möller
Post by Wolfgang Strobl
Am Wed, 04 Jul 2018 18:35:34 +0200 schrieb Alexander Ausserstorfer
Und das hieße dann aber auch, dass man ganz viele Strecken gar nicht
fahren könnte / dürfte und man ewig auf den Hauptstraßen außenrum
strampeln dürfte.
In Deiner Gegend sind nur die Hauptstraßen asphaltiert?
Wer sagt das?
Alex sagt das. Wie anders soll man in diesem Zusammenhang denn "... und
man ewig auf den Hauptstraßen außenrum strampen dürfte" verstehen als
"denn nur die sind asphaltiert"?
Post by Frank Möller
Ach so, Du willst mal wieder jemandem was unterstellen. Na,
dann.
Basisrezept in jeder Debatte und Talkshow: wirf Deinem Gegner genau das
vor, was Du gerade selber machst.

Niemand hat behauptet, auch ich nicht, daß man auf unbefestigtem
Untergrund nicht fahren könne oder dürfe. Ich habe lediglich der
Behauptung widersprochen, daß "man natürlich überwiegend hinten" bremst
und angemerkt, daß "man" nicht nur als Automobilist, sondern auch als
Radfahrer überwiegend auf befestigten, asphaltierten Strassen fährt,
wenn man überhaupt die Wahl hat (s.w.u.), u.a. weil man da besser
bremsen kann, wozu man die überwiegend nur die Vorderradbremse benutzt
und nicht etwa vorwiegend die Hinterradbremse.

Wird dieses Spielchen, einem das Wort im Munde herumzudrehen, um eine
unhaltbare Empfehlung zu retten, nicht langsam etwas öde?
Post by Frank Möller
Post by Wolfgang Strobl
Wo genau ist das?
In Bayern und in Ösi-Land ist nicht jede Forststraße und nicht jeder
Feldweg asphaltiert.
Ernsthaft? Das ist hier in Bonn und Umgebung auch nicht anders, da ist
ebenfalls nicht jeder Forst- oder Feldweg apshaltiert. Genau so wenig
übrigens in anderen Bundesländern, in denen ich schon mal radgefahren
bin. Übrigens auch nicht in den weiten Bereichen von Südfrankreich oder
in Italien. Man kann sich auch da durchaus auf die unbefestigten Forst-
und Feldwege und Trampelpfade zurückziehen, wenn man dergl. vorzieht.
Viel rum und in die schönsten Ecken kommt man aber auch dort besser auf
direktem Wege vornehmlich über asphaltierte Straßen. Und wenn ich meine
Möglichkeiten rekapituliere, zu meinen jeweiligen Arbeitsplätzen zu
kommen, da hätte ich schon ziemliche Umwege fahren müssen, um überhaupt
unbefestigte Strecken zu finden. So ist das halt in der Stadt und der
stadtnahen Umgebung.

In Deutschland leben aktuell rund 3/4 aller Menschen in der Stadt und
fahren, wenn sie radfahren, überwiegend auch dort. Und wenn sie es nicht
tun und wie ich für den Arbeitsweg raus aufs Land und den Hügel hoch
müssen, profitieren sie erst recht davon, nicht auf unbefestigten Wegen
um die guten direkten Strecken herummäandern zu müssen, denn das spart
Kraft und damit Zeit.

Daß es gelegentlich Leute gibt, die auf der Alm mit unbefestigter
Zufahrt leben und nicht mit dem Jeep da rauffahren und solche, die Genuß
daraus ziehen und auch die Zeit dafür haben, mit dem Rad möglichst viel
Zeit jenseits der Straßen "in der Natur" zu verbringen, wurde nicht
bestritten. Nur ist das nicht der Normalfall, an dem man sich
vernünftigerweise für Verhaltensregeln orientiert.
Post by Frank Möller
Es kommt aber gut und gerne vor, daß die Fahrt über
einen solchen für Dich völlig "unmöglichen" Weg über einen Hügel drüber
trotz "ungemütlichen" Untergrundes zeitlich gleich oder sogar kürzer ist,
als auf einer festen Piste rund um den Hügel rundumadum. Und vernünftig
fahren ("vernünftig" müßte doch gerade Dir runtergehen wie Öl ;~) kann man
_das_ dann eben nur mit einem vernünftigen (sic!) Hügelrad. Ist so.
*Unwennstdesnetglaabstnachalaßteshalt*
Kommmt vor, ja. Netter Versuch.
--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen
Rico Heil
2018-07-05 20:05:50 UTC
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Raw Message
Post by Wolfgang Strobl
In Deutschland leben aktuell rund 3/4 aller Menschen in der Stadt und
fahren, wenn sie radfahren, überwiegend auch dort.
Ja! Hier! Ich auch!
Post by Wolfgang Strobl
Und wenn sie es nicht
tun und wie ich für den Arbeitsweg raus aufs Land und den Hügel hoch
müssen, profitieren sie erst recht davon, nicht auf unbefestigten Wegen
um die guten direkten Strecken herummäandern zu müssen, denn das spart
Kraft und damit Zeit.
Hihi, da passt es ja gut, dass mich mein Arbeitsweg ohne Verlassen der
Stadt München wahlweise über einen unbefestigten Forstweg oder einen
unbefestigten Feldweg führt.
Reiner Asphalt wäre natürlich auch möglich, aber nur mit Umweg.

Rico
Wolfgang Strobl
2018-07-05 20:51:28 UTC
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Raw Message
Am Thu, 5 Jul 2018 22:05:50 +0200 schrieb Rico Heil
Post by Rico Heil
Hihi, da passt es ja gut, dass mich mein Arbeitsweg ohne Verlassen der
Stadt München wahlweise über einen unbefestigten Forstweg oder einen
unbefestigten Feldweg führt.
Über die gesamte Distanz? Wow. Es gibt nichts, das es nicht gibt. Aber
das kann ich toppen. Ich kenne jemanden, der seinen Arbeitsweg per Rad
ohne Verlassen der Stadt überwiegend auf dem Wasser zurücklegt. :-)
--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen
Martin Gerdes
2018-07-05 10:13:07 UTC
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Raw Message
Post by Wolfgang Strobl
Ich bin im Urlaub gerade 13 hkm gefahren,
Was ist das? 1,3 Megameter?
Alexander Ausserstorfer
2018-07-05 16:41:34 UTC
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Raw Message
Post by Martin Gerdes
Post by Wolfgang Strobl
Ich bin im Urlaub gerade 13 hkm gefahren,
Was ist das? 1,3 Megameter?
Er meinte wohl 13.000 m senkrecht nach oben. Also Höhenmeter.

Und, ja, hier bei uns in Bayern/Österreich und speziell am Alpenrand
gibt es tatsächlich noch unasphaltierte Zufahrtsstraßen von teilweise
mehreren Kilometern Länge durch Wälder und Berge hinauf sowie Straßen,
die durch Flüsse führen, weil es keine Brücken gibt. Davon haben wir
mehr als genug. Vom Bayerischen Wald bis nach Tirol hinab erlebt. (Was
man da in Kanada soll, ist mir ein Rätsel.)

Die längste mir bisher bekannte Straße solchen Zustandes dürfte ca. 80
km lang sein. Sie beginnt bei uns vor der Haustür. Ich wollte sie diesen
Herbst 'mal fahren. Aber dafür brauche ich wenigstens 3 Tage (nicht
allein für diese Strecke, aber man muss auch wieder zurück).

Was denn 'normal' sein soll, das weiß ich nicht. Ich kann nur von dem
ausgehen, was ich kenne und weiß. Und das ist halt 'meine' Norm.

Pfiadi,

Alex
--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/
Alexander Ausserstorfer
2018-07-05 16:54:55 UTC
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Raw Message
Post by Alexander Ausserstorfer
Die längste mir bisher bekannte Straße solchen Zustandes dürfte ca. 80
km lang sein.
Tschuldigung, es sind über 40 km. Im Mangfallgebirge. Min. 80 km sind's
von mir aus.

Servus,

Alex
--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/
Arno Welzel
2018-06-29 07:08:02 UTC
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Post by Alexander Ausserstorfer
Post by Martin Τrautmann
Typischerweise ist vorne der Verschleiß größer, weil die wirksamere
Bremse. Und hinten ist er größer, weil im Dreckbereich der Abrieb
steigt. Damit gleicht sich das einigermaßen aus.
Bei mir halten sie vorne in der Regel mindestens doppelt so lange.
Man bremst natürlich überwiegend hinten, denn wenn dir beim Bremsvorgang
das Vorderrad wegrutscht... dann möchte ich dich sehen. Bei 17% Gefälle
mit 20 kg Zuladung auf einem der üblichen gekiesten Forststraßen.
Und Du fährst ständig so?
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
https://de-rec-fahrrad.de
http://fahrradzukunft.de
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