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Neckargemünd: Keine RWBP - keine Förderung
(zu alt für eine Antwort)
Marco Heinrich
2016-04-05 22:33:44 UTC
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Raw Message
X-No-Archive: Yes

Da hat der Rhein-Neckar-Kreis aber mit Zitronen gehandelt. Weil der Kreistag
die nicht-ERA-konforme Billigvariante durchdrückte, war eine Bebläuung nicht
möglich und die Bezirksregierung lehnte eine Förderung ab. Trotzdem sollten die
Kosten niedriger sein als bei ERA-konformem Ausbau mit Förderzuschuß.
Dummerweise hatte man die Rechnung ohne die Versorgungsunternehmen gemacht,
deren Leitungen unvorhergesehenerweise umgelegt werden mußten. Obwohl das
Wegelchen nun richtig teuer geworden ist, gibt's trotzdem keine Lollys und das
wurmt die SPD mächtig:

http://www.rnz.de/nachrichten/region_artikel,-Neckargemuender-Radweg-kostete-nochmal-rund-200000-Euro-mehr-_arid,178884.html#null
Neckargemünder Radweg kostete nochmal rund 200.000 Euro mehr
Kabel- und Leitungsarbeiten trieben den Preis in die Höhe - Ausschuss
genehmigte Mehrausgaben für den Radweg von Neckargemünd nach Rainbach - Kreis
will Kosten ersetzt bekommen.
Neckargemünd. Eigentlich sollte man annehmen, dass der Bau eines Radwegs in
einem relativ ebenen Gelände, entlang eines Flusses, nicht besonders
kompliziert sein sollte. Der Bau des Radwegs von Neckargemünd nach Rainbach
entlang der K 4200 beweist aber das Gegenteil. Als im Jahr 2013 der Bau dieses
Radwegs vom Ausschuss für Umwelt und Technik beschlossen wurde, waren bereits
rund zehn Jahre seit den ersten Planungen für diesen Weg vergangen.

Besonders viel Zeit hatte der Versuch gekostet, Zuschüsse über das
Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVG) für den Bau des Radwegs zu bekommen.
Es bestanden aber Bedenken seitens des Regierungspräsidiums (RP) bezüglich der
Verkehrssicherheit entsprechend des GVG. Um diese Verkehrssicherheit zu
gewährleisten, hätte der Weg gegenüber der ursprünglichen Planung deutlich
verbreitert werden müssen, wobei sogar der Abriss eines Wohnhauses vorgesehen
war.

Die Einwände des Kreises gegen diese äußerst kostenintensive Variante führten
schließlich dazu, dass vom RP eine förderungsfähige Variante mit etwas
geringerem Aufwand vorgeschlagen wurde. Danach sollte der Radweg einschließlich
eines Sicherheitsraums zur Fahrbahn 3,25 Meter breit werden. Dadurch wäre die
Errichtung einer 250 Meter langen Stützwand notwendig geworden und die
Gewölbebrücke über den Herrbach hätte um etwa zwei Meter verbreitert werden
müssen. Dies hätte voraussichtlich Gesamtkosten von 2,56 Millionen Euro
verursacht.

Daher kam man auf die ursprüngliche Variante des Radwegs zurück, der eine
Breite von 2,5 Metern und keinen zusätzlichen Sicherheitsraum zur Fahrbahn
aufwies. Da die Polizeidirektion Heidelberg und die Verkehrsbehörde keine
Einwände bezüglich der Verkehrssicherheit hatten, beschloss der Ausschuss für
Umwelt und Technik, den Radweg in dieser Variante zu bauen. Damit verzichtete
man zwar auf einen Zuschuss von rund 1,1 Millionen Euro, trotzdem war diese
Lösung für den Kreis günstiger. So ging man davon aus, gegenüber der Variante
des RP etwa 460 000 Euro einzusparen.

Während der im Jahr 2014 begonnenen Bauarbeiten für den Radweg stellte sich
dann heraus, dass eine Starkstromleitung und zwei Telekommunikationskabel über
weite Strecken nicht in der zuvor von den Versorgungsunternehmen mitgeteilten
Lage angetroffen wurden. Durch die erforderlichen Verlegungen verlängerte sich
die Bauzeit um etwa elf Monate. Hierdurch erhöhten sich die Kosten für
Verkehrssicherung, Bauüberwachung und durch den vermehrten Bodenabtrag um 196
000 Euro.

Der Ausschuss für Umwelt, Technik und Wirtschaft genehmigte nun diese
Mehrausgaben. Dabei teilte Landrat Stefan Dallinger mit, dass man versuchen
werde, die durch die Leitungsverlegung entstandenen Mehrkosten von den
Versorgungsunternehmen ersetzt zu bekommen. Der Landrat machte aber deutlich,
dass es keinen rechtlichen Anspruch auf einen derartigen Kostenersatz gebe.

Hintergrund
Neckargemünd. (cm) "Warum wird hier für zwei Millionen Euro ein Radweg gebaut,
den man dann gar nicht benutzen muss?" Joachim Bergsträsser wundert sich doch
sehr. Der SPD-Stadtrat und Ortsvorsteher des Stadtteils Mückenloch kritisiert
die fehlende Benutzungspflicht für den neuen Radweg zwischen Neckargemünd und
dem Ortsteil Rainbach entlang der Kreisstraße 4200, der vor Kurzem
fertiggestellt und noch einmal teurer geworden ist als geplant (siehe Artikel
oben). Aber ist das wirklich so? Können Radfahrer weiter auf der Straße fahren?

"Für den Fahrradweg Neckargemünd-Rainbach besteht tatsächlich keine
Benutzungspflicht", erklärt Silke Hartmann, Sprecherin des Landratsamtes des
Rhein-Neckar-Kreises in Heidelberg als Bauherr. "Der Fahrradfahrer kann auch
auf die Straße ausweichen." In den letzten Jahren sei man seit der Novellierung
der Straßenverkehrsordnung von der klassischen Fahrradwegbeschilderung
abgekommen. Diese wäre ein rundes blaues Schild mit einem weißen Fahrradsymbol.
Zwischen Neckargemünd und Rainbach hängt jedoch lediglich das Schild "Fahrrad
frei". Dadurch besteht laut Hartmann eine Wahlpflicht und die Fahrradfahrer
müssten dann nicht ausschließlich den Fahrradweg nutzen. Dies führe zu weniger
Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung, weil insbesondere Rennradfahrer oft
nicht einen vorhandenen Radweg benutzen und lieber auf der Straße fahren.

Wo also kein blaues Schild vorhanden ist, besteht auch keine Benutzungspflicht
für den Fahrradweg. Dann dürfen Radler auch trotz des vorhandenen Radwegs die
Straßenfahrbahn benutzen<<
Sabine Wittrock
2016-04-06 06:34:23 UTC
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Raw Message
Und auf dem "Radfahrer frei" dann nur Schrittgeschwindigkeit?!
Gruß
Sabine
Bernd Ullrich
2016-04-06 07:31:59 UTC
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Raw Message
Post by Sabine Wittrock
Und auf dem "Radfahrer frei" dann nur Schrittgeschwindigkeit?!
Gruß
Sabine
Die vorgebliche Beförderung des Radverkehres durch "Radfahrer frei"
besteht in der Behinderung\Verlangsamung des Fahrradverkehres.

BU
Thomas Ruf
2016-04-06 07:52:50 UTC
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Raw Message
Post by Bernd Ullrich
Die vorgebliche Beförderung des Radverkehres durch "Radfahrer frei"
besteht in der Behinderung\Verlangsamung des Fahrradverkehres.
Dazu kommt die Behinderung der Fußgänger durch Radfahrer. Bei dieser Art der Radverkehrsförderung brauchen Fußgänger wohl in Zukunft Fußgängerhelme und eigene Kennzeichen. :(
Thomas Ruf
2016-04-06 07:05:24 UTC
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Raw Message
Ich frage mich, wo die Fußgänger gehen sollen? Im Foto sieht man nur auf einer Seite einen Weg neben der Fahrbahn. Für mich sieht das nach einem Gehweg mit Zusatz "Radfahrer frei" (in beiden Richtungen!) aus. Da darf man nur in Schrittgeschwindigkeit fahren. Wenn das so ist, ist es noch nicht einmal ein nicht benutzungspflichtiger Radweg.

Die haben über 10 Jahre und 2 Millionen Euro gebraucht, um einen Gehweg etwas zu verbreitern und haben in der Zeit nicht den Unterschied zwischen Gehweg und Radweg verstanden?!
Chr. Maercker
2016-04-06 11:22:45 UTC
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Raw Message
Post by Marco Heinrich
http://www.rnz.de/nachrichten/region_artikel,-Neckargemuender-Radweg-kostete-nochmal-rund-200000-Euro-mehr-_arid,178884.html#null
...
Post by Marco Heinrich
Während der im Jahr 2014 begonnenen Bauarbeiten für den Radweg stellte sich
dann heraus, dass eine Starkstromleitung und zwei Telekommunikationskabel über
weite Strecken nicht in der zuvor von den Versorgungsunternehmen mitgeteilten
Lage angetroffen wurden. Durch die erforderlichen Verlegungen verlängerte sich
die Bauzeit um etwa elf Monate. Hierdurch erhöhten sich die Kosten für
Verkehrssicherung, Bauüberwachung und durch den vermehrten Bodenabtrag um 196
000 Euro.
Wie jetzt: War denen nicht klar, dass Versorgungsleitungen *immer* unter
"Radwegen" liegen oder kostete deren Verlegung dorthin soviel? :-b
Post by Marco Heinrich
Der Ausschuss für Umwelt, Technik und Wirtschaft genehmigte nun diese
Mehrausgaben. Dabei teilte Landrat Stefan Dallinger mit, dass man versuchen
werde, die durch die Leitungsverlegung entstandenen Mehrkosten von den
Versorgungsunternehmen ersetzt zu bekommen. Der Landrat machte aber deutlich,
dass es keinen rechtlichen Anspruch auf einen derartigen Kostenersatz gebe.
Pech für sie: Warum haben sie nicht mit Kosteneinsparungen für
Sperrungen, Baustellensicherung und billiges Aufruppen + Zupappen der
Deckschicht bei *jeder* Baumaßnahme an den Leitungen argumentiert? Dafür
könnten sich die Versorger wirklich ein wenig erkenntlich zeigen.
Post by Marco Heinrich
Hintergrund
Neckargemünd. (cm) "Warum wird hier für zwei Millionen Euro ein Radweg gebaut,
den man dann gar nicht benutzen muss?"
So ein Ärger aber auch!
Post by Marco Heinrich
sehr. Der SPD-Stadtrat und Ortsvorsteher des Stadtteils Mückenloch kritisiert
die fehlende Benutzungspflicht für den neuen Radweg zwischen Neckargemünd und
dem Ortsteil Rainbach entlang der Kreisstraße 4200, der vor Kurzem
fertiggestellt und noch einmal teurer geworden ist als geplant (siehe Artikel
oben). Aber ist das wirklich so? Können Radfahrer weiter auf der Straße fahren?
Und wieviele fahren freiwillig "auf der Straße"! Bürokraten können
Probleme haben ...
Post by Marco Heinrich
"Für den Fahrradweg Neckargemünd-Rainbach besteht tatsächlich keine
Benutzungspflicht", erklärt Silke Hartmann, Sprecherin des Landratsamtes des
Rhein-Neckar-Kreises in Heidelberg als Bauherr. "Der Fahrradfahrer kann auch
auf die Straße ausweichen." In den letzten Jahren sei man seit der Novellierung
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Post by Marco Heinrich
der Straßenverkehrsordnung von der klassischen Fahrradwegbeschilderung
abgekommen. Diese wäre ein rundes blaues Schild mit einem weißen Fahrradsymbol.
Immerhin, die Dame weiß Bescheid!
Post by Marco Heinrich
Zwischen Neckargemünd und Rainbach hängt jedoch lediglich das Schild "Fahrrad
frei".
Vermutlich ist Freigabe des Falschfahrens gemeint, es scheint sich ja um
einen außerörtlichen "Radweg" zu handeln, also einseitige Führung.
Post by Marco Heinrich
Dadurch besteht laut Hartmann eine Wahlpflicht und die Fahrradfahrer
^^^^^^^^
Was soll das denn nun wieder sein in diesem Zusammenhang?
Post by Marco Heinrich
müssten dann nicht ausschließlich den Fahrradweg nutzen. Dies führe zu weniger
Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung, weil insbesondere Rennradfahrer oft
nicht einen vorhandenen Radweg benutzen und lieber auf der Straße fahren.
Weltuntergangsstimmung, wegen geschätzter 4% Radfahrern.
Post by Marco Heinrich
Wo also kein blaues Schild vorhanden ist, besteht auch keine Benutzungspflicht
für den Fahrradweg. Dann dürfen Radler auch trotz des vorhandenen Radwegs die
Straßenfahrbahn benutzen<<
^^^^^^^^^^^^^^^
Ah, da kommt ein Lernprozess in Gang oder?

Fazit: Vielen Dank für den Hinweis auf dieses Prachtbeispiel von
Realsatire. Es ersetzt ein Jahresabo des "Eulenspiegel".
--
CU Chr. Maercker.

RADWEGE sind TOD-SICHER! Schlaue Füchse fahren Fahrbahn.

Transport + Sport = Radfahren
Marco Heinrich
2018-05-13 12:20:06 UTC
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Raw Message
Post by Chr. Maercker
Post by Marco Heinrich
http://www.rnz.de/nachrichten/region_artikel,-Neckargemuender-Radweg-kostete-nochmal-rund-200000-Euro-mehr-_arid,178884.html#null
Fazit: Vielen Dank für den Hinweis auf dieses Prachtbeispiel von
Realsatire. Es ersetzt ein Jahresabo des "Eulenspiegel".
Die Realsatire geht weiter. Der Gemeinderat hat beim Ausbau der Ortsdurchfahrt
geschlafen und vergessen, die ach so wichtige Separierung anzumelden.
Radfahrende haben noch immer kein vom »Verkehr« geschütztes virtuelles
Laufgitter. Nun werden die Zahlen überfahrener RF in Neckargemünd unweigerlich
in die Höhe schießen:

https://www.rnz.de/nachrichten/region_artikel,-b37-radwege-in-neckargemuend-wir-haben-alle-geschlafen-_arid,358156.html

Und in der Metropole Mückenloch wartet man noch immer auf die lebenswichtige
Zwangsbeglückung:

»Wir versuchen seit 15 Jahren, hier eine Lösung zum Beispiel mit einem Steg zu
erreichen", berichtete Mückenlochs Ortsvorsteher Joachim Bergsträsser (SPD).
Dass es hier Handlungsbedarf gibt, hätten auch höhere Behörden erkannt: Am
Radsonntag werde die Straße einseitig gesperrt. "Die fehlenden 300 Meter stören
mich auch", sagte Bürgermeister Volk. "Es ist extrem gefährlich, weil die Autos
dort 100 fahren dürfen.«
Tomas Graser
2018-05-13 20:10:04 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Marco Heinrich
Die Realsatire geht weiter. Der Gemeinderat hat beim Ausbau der
Ortsdurchfahrt geschlafen und vergessen, die ach so wichtige Separierung
anzumelden. Radfahrende haben noch immer kein vom »Verkehr« geschütztes
virtuelles Laufgitter. Nun werden die Zahlen überfahrener RF in
https://www.rnz.de/nachrichten/region_artikel,-b37-radwege-in-neckargemuend-wir-haben-alle-geschlafen-_arid,358156.html
Und Hermino Katzenstein, ehemals Hermino Nedder
https://de-rec-fahrrad.de/alltagsrad/herminoneder2/start
als Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Sinsheim, hat mitgeschlafen und
will's gern geradebiegen. Ächz.
Thomas Bliesener
2018-05-14 20:05:35 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Tomas Graser
Und Hermino Katzenstein, ehemals Hermino Nedder
https://de-rec-fahrrad.de/alltagsrad/herminoneder2/start
als Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Sinsheim, hat mitgeschlafen und
will's gern geradebiegen. Ächz.
Als er zuletzt vor zwei Jahren hier hineingeschaut (oder besser:
geschrieben) hat, ist er mir WIMRE nicht als Separationsfan aufgefallen.
Und jetzt hat er die Separation verschlafen. Haben die den umgedreht?
--
bli
U***@web.de
2018-05-15 07:32:00 UTC
Permalink
Raw Message
Moin,
Post by Thomas Bliesener
Post by Tomas Graser
Und Hermino Katzenstein, ehemals Hermino Nedder
https://de-rec-fahrrad.de/alltagsrad/herminoneder2/start
als Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Sinsheim, hat mitgeschlafen und
will's gern geradebiegen. Ächz.
geschrieben) hat, ist er mir WIMRE nicht als Separationsfan aufgefallen.
Und jetzt hat er die Separation verschlafen. Haben die den umgedreht?
Neder nannte er sich wohl, nicht Nedder.

Gruß, ULF
Chr. Maercker
2018-05-15 11:20:25 UTC
Permalink
Raw Message
Thomas Bliesener wrote:
[Hermino Katzenstein, ehemals Hermino Nedder]
Post by Thomas Bliesener
geschrieben) hat, ist er mir WIMRE nicht als Separationsfan aufgefallen.
Mir auch nicht.
--
CU Chr. Maercker.

RADWEGE sind TOD-SICHER! Schlaue Füchse fahren Fahrbahn.
Martin F.
2018-05-15 13:13:10 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Thomas Bliesener
Post by Tomas Graser
Und Hermino Katzenstein, ehemals Hermino Nedder
https://de-rec-fahrrad.de/alltagsrad/herminoneder2/start als
Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Sinsheim, hat mitgeschlafen
und will's gern geradebiegen. Ächz.
geschrieben) hat, ist er mir WIMRE nicht als Separationsfan
aufgefallen. Und jetzt hat er die Separation verschlafen. Haben die
den umgedreht?
Habs gefunden:
https://groups.google.com/d/msg/de.rec.fahrrad/_pR2_Y6Cei8/CjvUEYVIAwAJ

Daraus:
Ausserorts: Ja.
Der Wahlkreis Sinsheim ist ein ländlicher Wahlkreis, zwischen manchen
Orten gibt es nur Bundes- oder Landstraßen ohne Radwegführung. Dort - da
nahezu kreuzungsfrei - ist eine Separation sinnvoll.
Konkret auf dem Stück HD-Neckargemünd der B37 brauchen wir unbedingt
einen Radweg. Da gibt es vier Outo-Spuren und einen schmalen
Hochbordgehweg. Viele PendlerInnen fahren gar nicht mit dem Rad, da es
ihnen dort zu gefährlich ist. Hier gibt es ein hohes Radfahrerpotential.
Und wenn ich die Leute zum Umstieg vom Outo aufs Rad nur mit einem
Radweg bewegen kann - dann nehme ich den Klimaschutz und den Radweg.

Nicht jedeR lebt in eineR Stadt! Ich kann da differenzieren.
Du auch?
j***@post.rwth-aachen.de
2018-05-15 15:21:02 UTC
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Raw Message
Post by Martin F.
Und wenn ich die Leute zum Umstieg vom Outo aufs Rad nur mit einem
Radweg bewegen kann - dann nehme ich den Klimaschutz und den Radweg.
Wir erinnern uns, es ging nicht um einen Radweg als solchen, sondern auch und vor allem um eine Benutzungspflicht.
Damit, dass irgendwer irgendwo Radwegelchen bauen läßt kann ich zur Not, auch wenn ich's für unsinnig, gefährlich und völlig kontraproduktiv halte, noch leben, solange keine Benutzungspflicht angeordnet ist, ich und alle anderne im Zweifel also die sichere(re) Fahrbahn anstatt des gefährlich(er)en Radwegs nutzen können.

Spätestens dann, wenn Benutzunspflichten ins Spiel kommen, man mich also auf gefährliche Sonderflächen zwingen will, wird's inakzeptabel. Welche Begründungen dafür ins Feld geführt werden ist mir letztlich herzlich egal, /mir/ ist mein auf der Fahrbahn im Vergleich zu Radwegen fast durch die Bank gerineres Unfallriskio wichtiger als die Frage, ob irgendwer mit seiner Dose oder dem Rad zur Arbeit pendelt. Und wer das ander sieht, der spielt letztlich mit der Gesundheit und dem Leben derjenigen, die jetzt schon mit dem Rad fahren -- und nqatürlich auch mit dem der "Umsteiger". Und in fünf Jahren, wenn dank immer mehr "Radverkehrsförderung" das Radfahren real unsicherer wird und sich so der gefühlten, derzeit real aber nach wie vor kaum existenen, Gefahr annähert fällt denjenigen, die da zum Umsteig animieren wollen ihre Argumentation auf die Füße.

Ich kann da differenzieren, zwischen realer und gefühlter Gefahr, zwischen sicherem Fahren auf der Fahrbahn und als sicher empfunden Fahren auch unsicheren Radwegen, in der Stadt wie auf dem Land. Du auch?
Und ich weiß, wer für viele tote Radfahrerinnen und Radfahrer (mit)verantwortlich ist, die Verkehsplaner, die die entsprechenden Todesfallen aufestellt haben, die ADFC-Funktionäre, die sie gefordert haben und auch die Martins dieser Welt, denen vermeintlicher Klimaschutz die paar zusätzätzlichen Verkehrstoten schlicht wert ist. Du auch?

Ciao,

Jens
Ulli Horlacher
2018-05-16 11:47:35 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Thomas Bliesener
Post by Tomas Graser
Und Hermino Katzenstein, ehemals Hermino Nedder
https://de-rec-fahrrad.de/alltagsrad/herminoneder2/start
als Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Sinsheim, hat mitgeschlafen und
will's gern geradebiegen. Ächz.
geschrieben) hat, ist er mir WIMRE nicht als Separationsfan aufgefallen.
Und jetzt hat er die Separation verschlafen. Haben die den umgedreht?
Ja.
--
+ Ulli Horlacher + ***@tandem-fahren.de + http://tandem-fahren.de/ +
H0Iger SchuIz
2016-04-06 16:43:59 UTC
Permalink
Raw Message
[...] Dies hätte voraussichtlich Gesamtkosten von 2,56 Millionen Euro
verursacht.
Daher kam man auf die ursprüngliche Variante des Radwegs zurück, der eine
Breite von 2,5 Metern und keinen zusätzlichen Sicherheitsraum zur Fahrbahn
aufwies.
"Warum wird hier für zwei Millionen Euro ein Radweg gebaut,
den man dann gar nicht benutzen muss?" Joachim Bergsträsser wundert sich doch
sehr. Der SPD-Stadtrat und Ortsvorsteher des Stadtteils Mückenloch kritisiert
die fehlende Benutzungspflicht
Nicht etwa für die Sicherheit der Radler ist man bereit Geld auszugeben,
sondern für das Fahrbahnverbot. Hauptsache weg!

hs
Rolf Mantel
2016-04-07 06:30:10 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Marco Heinrich
Hintergrund
Neckargemünd. (cm) "Warum wird hier für zwei Millionen Euro ein Radweg gebaut,
den man dann gar nicht benutzen muss?" Joachim Bergsträsser wundert sich doch
sehr. Der SPD-Stadtrat und Ortsvorsteher des Stadtteils Mückenloch kritisiert
^^^^^^^^^^
Post by Marco Heinrich
die fehlende Benutzungspflicht für den neuen Radweg zwischen Neckargemünd und
dem Ortsteil Rainbach entlang der Kreisstraße 4200.
^^^^^^^^

Das ist ja ein toller St. Florians-Jünger: Der Ortsvorsteher des
Stadtteils Rainbach freut sich wahrscheinlich über den Radweg (der
keinerlei verkehrlichen aber vielleicht einen touristische Wert als Teil
des Neckartalradwegs hat); die Mückenlocher wollen aus topographischen
Gründen sowieso nie mit dem Fahrrad in die Stadt fahren und
interessieren sich nur für eine Verbannung der Fahrradfahrer von 'ihrer'
Straße.
Helmut Springer
2018-05-13 12:29:44 UTC
Permalink
Raw Message
Obwohl das Wegelchen nun richtig teuer geworden ist, gibt's
Das ist in BaWue eine 12,7%-Partei, aus guten Gruenden...
--
Best Regards
helmut springer panta rhei
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