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Ausrede "Toter Winkel" – wie Brummifahrer sich aus der Verantwortung schummeln
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Thomas Bliesener
2018-05-23 14:52:30 UTC
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Unglaublich, sowas hatte ich in der Presse zuvor noch nie gelesen:
| Nein: Der 48-jährige Fahrer hat die Frau getötet und nicht der Lkw.
| Sicher nicht mit Absicht, aber aus Achtlosigkeit. Punkt.

| Übersehen und toter Winkel sind nur ganz miese Ausreden. Niemand kann
| eine Frau auf einem Rad "übersehen". Übersehen kann man eine kleine
| Schnecke im Salat. Oder auch einen unbeleuchteten Radler in der
| Dunkelheit, aber keine Menschen am hellen Tag auf einem Rad auf einem
| Radstreifen. Übersehen ist nur die billige Lüge für "ich habe nicht
| hingesehen".
<https://www.stern.de/auto/news/ausrede--toter-winkel----wie-brummifahrer-sich-aus-der-verantwortung-schummeln-7991356.html>

Ich wundere mich nur noch über "Der Mann wollte rechts abbiegen ...".
Wollte? Er *ist* doch abgebogen!
--
bli
j***@post.rwth-aachen.de
2018-05-23 16:49:22 UTC
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Raw Message
Post by Thomas Bliesener
| Nein: Der 48-jährige Fahrer hat die Frau getötet und nicht der Lkw.
Schon das ist nur eine Halbwahrheit, denn wenn man's schon personifiziert, dann ehört der Verkehrsplaner, der sich die Todesfalle ausgedacht hat zumindest gleichrangig mit dazu, wobei das planerische Verschulden in meinen Augen sogar noch härter zu bewerten ist als das Auenblicksversagen eines Fahrzeugführers.
Post by Thomas Bliesener
| Sicher nicht mit Absicht, aber aus Achtlosigkeit. Punkt.
Und da wird's schlicht falsch, wenn man "Achtlosigkeit" mal mit "mit weniger Achtsamkeit als durchschnittlich in vergleichbaren Situationen aufgewendet wird" übersetzt.
Die Krux an der Todefalle "Geradeausführende Radverkehrsführung rechts neben Rechtsabbiegern" ist gerade, dass man nicht "achtlos" sein muss, um dort jemanden zu töten. Es reicht schon, an diesen Stellen nicht die notwendige und gebotene /zusätzliche/ Achtsamkeit zu investieren. Wer nicht bewusst berücksichtigt, dass solche Radverkehrsführungen ansonsten eiserne Grndsätze des Straßenverkehrs durchbricht, egal ob als LKW-Fahrer oder Radfahrer, findet sich unversehens in solchen Todesfallen wieder. Und, ohne die in vielen Fällen sicher nicht nur rechtlich sondern auch ethisch durchaus vorhandene (Mit-)Schuld der LKW-Fahrer kleinreden zu wollen, in gewisser Weise werden beide zu Opfern. Das eine ist Tod, das andere hat ungewollt getötet, und zwar nicht aus Unachtsamkeit, sondern schlicht, weil ihm eine Falle in den Weg radverkehrsgefördert wurde.

Klar übersieht man einen Radfahrer nicht, aber man nimmt ihn ggf. nicht wahr, schlicht weil man an der Stelle nicht mit ihm rechnet. Menschliche Wahrnehmung ist sehr selektiv und situativ, man kann problemlos genau hinsehen und trotzdem wesentliche Dinge schlicht nicht (bewusst) wahrnehmen. Beispiel gefällig?


Genau auf diesem Effekt beruht die Tödlichkeit von Radverkehrsanlagen, sie durchbrechen Grundsätze, auf die sich unser Gehirn beim Filtern von alldem was wir sehen und der Festlegung was wir davon tatsächlich wahrnehmen stützt. Dagegen hilft nicht der achte, neunte oder zehnte Spiegel und dagegen hilft auch nicht LKW-Fahrer-Bashing. Dagegen würde ggf. nur helfen allen Verkehrsteilnehmern sehr deutlich darzulegen, dass Radverkehrsanlagen Verkehrsflächen sind auf denen die normalen, ungeschriebenen Grundsätze schlicht nicht gelten. Dass diese Verkehsflächen von allen zusätzliche Aufmerksamkeit verlangen. Dass sie ergo also schlicht nicht sicherer als die Fahrbahn sind.

Nun gibt es aber genug Menschen, die auf die eine oder andere Weise von Radverkehrsanlagen profitieren. Der ADAC, der ADFC, Städte und Gemeinden, die nur dann Zuschüsse bekommen auch auch Radverkehrsgefördert wird, Planer und ausführende Unternehmen, denen jeder neue Radweg den Kühlschrank füllt, usw. usf. Denen allen wäre die allgemeine Erkenntnis, dass Radverkehrsanlagen das Radfahren nicht etwa sicherer sondern deutlich gefährlicher machen nicht zuträglich. Und also wird diese Erkenntnis schlicht ignoriert. Vermutlich in den meisten Fällen nichtmal bewusst -- es kann halt nicht sein was nicht sein darf, auch da wieder zutiefst menschliche selektive Wahrnehmung. Stattdesen wird dann halt der zehnte und elfte Spiegel gefordert, die Radwegefurt pink statt rot eingefärbt oder sonstwas angestellt, was zwar das Poblem nicht löst, aber ein gutes Gefühl macht. Ubd es wird munter weiter getötet und gestorben.

Ciao,

Jens
Martin Gerdes
2018-05-25 22:10:30 UTC
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ACK.
Post by j***@post.rwth-aachen.de
Post by Thomas Bliesener
| Nein: Der 48-jährige Fahrer hat die Frau getötet und nicht der Lkw.
Schon das ist nur eine Halbwahrheit, denn wenn man's schon
personifiziert, dann gehört der Verkehrsplaner, der sich die
Todesfalle ausgedacht hat, zumindest gleichrangig mit dazu,
Nein.
Post by j***@post.rwth-aachen.de
wobei das planerische Verschulden in meinen Augen sogar
noch härter zu bewerten ist als das Augenblicksversagen
eines Fahrzeugführers.
In meinen Augen nicht.
Post by j***@post.rwth-aachen.de
Post by Thomas Bliesener
| Sicher nicht mit Absicht, aber aus Achtlosigkeit. Punkt.
Und da wird's schlicht falsch
Auch das nicht. Ich halte das Thema für ziemlich ungeeignet dafür, daß
man Rabulistik treibt.
Post by j***@post.rwth-aachen.de
Die Crux an der Todefalle "Geradeausführende Radverkehrsführung
rechts neben Rechtsabbiegern" ist gerade, dass man nicht "achtlos"
sein muss, um dort jemanden zu töten.
Doch. Man muß dafür achtlos sein.
Post by j***@post.rwth-aachen.de
Es reicht schon, an diesen Stellen nicht die notwendige und
gebotene /zusätzliche/ Achtsamkeit zu investieren.
Nein. Da ist keineswegs "zusätzliche" Achtsamkeit geboten. Die normale
Vorsicht gegenüber vorfahrtberechtigtem Verkehr reicht völlig aus --
aber man muß sie halt einsetzen.
Post by j***@post.rwth-aachen.de
Wer nicht bewusst berücksichtigt, dass solche Radverkehrsführungen
ansonsten eiserne Grndsätze des Straßenverkehrs durchbricht, egal
ob als LKW-Fahrer oder Radfahrer, findet sich unversehens in
solchen Todesfallen wieder.
Dieses Argument geht in die falsche Richtung. Straßenbegleitende
Rad-weg!-e sind zwar prinzipiell Mist, aber eben (bedauerlicherweise)
ubiquitär. Deswegen muß jeder Outofahrer in der Großstadt die damit
verbundenen speziellen Gegebenheiten beachten -- und zwar jedesmal, und
nicht etwa "ausnahmsweise" und "zusätzlich".
Post by j***@post.rwth-aachen.de
Klar übersieht man einen Radfahrer nicht, aber man nimmt ihn ggf.
nicht wahr, schlicht weil man an der Stelle nicht mit ihm rechnet.
Fehler Outofahrer. Durch nichts zu entschuldigen. Wer in dieser normalen
Verkehrssituation die normal notwendige Achtsamkeit nicht an den Tag
legt -- und dieses sein Verhalten sogar noch rechtzufertigen sucht, ist
meines Erachtens ein Fall für die MPU, der sollte untersucht werden, ob
er grundsätzlich zum Führen eines so gefährlichen Gegenstandes wie einem
Kraftfahrzeug geeignet ist.
Bernd Ullrich
2018-05-26 18:49:58 UTC
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Raw Message
Post by Martin Gerdes
ACK.
Post by j***@post.rwth-aachen.de
Post by Thomas Bliesener
| Nein: Der 48-jährige Fahrer hat die Frau getötet und nicht der Lkw.
Schon das ist nur eine Halbwahrheit, denn wenn man's schon
personifiziert, dann gehört der Verkehrsplaner, der sich die
Todesfalle ausgedacht hat, zumindest gleichrangig mit dazu,
Nein.
Post by j***@post.rwth-aachen.de
wobei das planerische Verschulden in meinen Augen sogar
noch härter zu bewerten ist als das Augenblicksversagen
eines Fahrzeugführers.
In meinen Augen nicht.
Post by j***@post.rwth-aachen.de
Post by Thomas Bliesener
| Sicher nicht mit Absicht, aber aus Achtlosigkeit. Punkt.
Und da wird's schlicht falsch
Auch das nicht. Ich halte das Thema für ziemlich ungeeignet dafür, daß
man Rabulistik treibt.
Post by j***@post.rwth-aachen.de
Die Crux an der Todefalle "Geradeausführende Radverkehrsführung
rechts neben Rechtsabbiegern" ist gerade, dass man nicht "achtlos"
sein muss, um dort jemanden zu töten.
.............................
Post by Martin Gerdes
Doch. Man muß dafür achtlos sein.
Du betreibst reinstes Victim blaming...

BU
Werner Sondermann
2018-05-26 19:02:12 UTC
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Raw Message
... "reinstes Victim blaming" ...
Eine bloße Begrifflichkeit kann niemals schon das eigentliche Argument
sein!

w.
--
"Wenn die Namen nicht stimmen, sind die Worte nicht wahr."
[Konfuzius]
Harry Mogelsen
2018-05-27 10:00:32 UTC
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Raw Message
On Sat, 26 May 2018 21:02:12 +0200, "Werner Sondermann"
Post by Werner Sondermann
... "reinstes Victim blaming" ...
Eine bloße Begrifflichkeit kann niemals schon das eigentliche Argument
sein!
w.
--
"Wenn die Namen nicht stimmen, sind die Worte nicht wahr."
[Konfuzius]
Normalerweise zitiert man Signaturen ja nicht, aber hier passt es:
Ein wunderschönes und 100% zutreffendes Zitat, wo sich doch Werner
Sonderbar gerade am 26.05.2018 um 16:16 Uhr zum x-ten Male aus drf
verabschiedet hatte. Genauso gelogen, wie die Male zuvor. Ekelhaft!
The Real Furzmar
2018-05-23 18:15:03 UTC
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Raw Message
Post by Thomas Bliesener
| Nein: Der 48-jährige Fahrer hat die Frau getötet und nicht der Lkw.
| Sicher nicht mit Absicht, aber aus Achtlosigkeit. Punkt.
| Übersehen und toter Winkel sind nur ganz miese Ausreden. Niemand kann
| eine Frau auf einem Rad "übersehen". Übersehen kann man eine kleine
| Schnecke im Salat. Oder auch einen unbeleuchteten Radler in der
| Dunkelheit, aber keine Menschen am hellen Tag auf einem Rad auf einem
| Radstreifen. Übersehen ist nur die billige Lüge für "ich habe nicht
| hingesehen".
<https://www.stern.de/auto/news/ausrede--toter-winkel----wie-brummifahrer-sich-aus-der-verantwortung-schummeln-7991356.html>
Ich wundere mich nur noch über "Der Mann wollte rechts abbiegen ...".
Wollte? Er *ist* doch abgebogen!
Wieder eine Radfahrerin, die ihre Vorfahrt - ohne sich umzuschauen -
erzwingen wollte. Wäre ich Radler, würde ich keinem abbiegenden Fahrzeug
vertrauen, solange ich mit dem Fahrzeugführer nicht Blickkontakt gehabt
hätte. So habe ich es in der Fahrschule auch mal gelernt. Vielleicht
sollte fürs Fahrrad auch ein Führerschein kommen. Erstens zum Beibringen
der Verkehrsregeln und zweitens, um die Hooliganradraser zu schnappen.

TRF
Werner Sondermann
2018-05-23 18:32:35 UTC
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Raw Message
Post by The Real Furzmar
Post by Thomas Bliesener
Post by Thomas Bliesener
Nein: Der 48-jährige Fahrer hat die Frau getötet und nicht der Lkw.
Sicher nicht mit Absicht, aber aus Achtlosigkeit. Punkt.
Übersehen und toter Winkel sind nur ganz miese Ausreden. Niemand
kann eine Frau auf einem Rad "übersehen". Übersehen kann man eine
kleine Schnecke im Salat. Oder auch einen unbeleuchteten Radler in
der Dunkelheit, aber keine Menschen am hellen Tag auf einem Rad auf
einem Radstreifen. Übersehen ist nur die billige Lüge für "ich habe
nicht hingesehen".
<https://www.stern.de/auto/news/ausrede--toter-winkel----wie-brummifahrer-sich-aus-der-verantwortung-schummeln-7991356.html>
Ich wundere mich nur noch über "Der Mann wollte rechts abbiegen ...".
Wollte? Er *ist* doch abgebogen!
Wieder eine Radfahrerin, die ihre Vorfahrt - ohne sich umzuschauen -
erzwingen wollte. Wäre ich Radler, würde ich keinem abbiegenden
Fahrzeug vertrauen, solange ich mit dem Fahrzeugführer nicht
Blickkontakt gehabt hätte. So habe ich es in der Fahrschule auch mal
gelernt. Vielleicht sollte fürs Fahrrad auch ein Führerschein kommen.
Erstens zum Beibringen der Verkehrsregeln und zweitens, um die
Hooliganradraser zu schnappen.
Würdest Du das jetzt in die Fahrrad-Gruppe gepostet haben, kämen
aber kübelweise Verunglimpfungen über dich.

*AUTSCH*!

Du hast es ja tatsächlich getan ...? ;-(

Einsam sind die Tapferen.

w.
The Real Furzmar
2018-05-23 18:48:15 UTC
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Raw Message
Post by Werner Sondermann
Post by The Real Furzmar
Post by Thomas Bliesener
Ich wundere mich nur noch über "Der Mann wollte rechts abbiegen ...".
Wollte? Er *ist* doch abgebogen!
Wieder eine Radfahrerin, die ihre Vorfahrt - ohne sich umzuschauen -
erzwingen wollte. Wäre ich Radler, würde ich keinem abbiegenden
Fahrzeug vertrauen, solange ich mit dem Fahrzeugführer nicht
Blickkontakt gehabt hätte. So habe ich es in der Fahrschule auch mal
gelernt. Vielleicht sollte fürs Fahrrad auch ein Führerschein kommen.
Erstens zum Beibringen der Verkehrsregeln und zweitens, um die
Hooliganradraser zu schnappen.
Würdest Du das jetzt in die Fahrrad-Gruppe gepostet haben, kämen
aber kübelweise Verunglimpfungen über dich.
Es heißt in der StVO: *gegenseitige Rücksichtnahme*. Falls einer nicht
aufpaßt (Lkw), paßt der andere auf (Radfahrer). Viele Radfahrer scheinen
die StVO nicht zu kennen. Deshalb sollten sie eine Fahrradführerschein
machen müssen.

TRF
Siegfrid Breuer
2018-05-23 19:13:00 UTC
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Raw Message
Post by The Real Furzmar
Es heißt in der StVO: *gegenseitige Rücksichtnahme*. Falls einer
nicht aufpaßt (Lkw), paßt der andere auf (Radfahrer).
Ist 'Aufpassen' Und 'Fahrradfahrer' im gleichen Satz nicht eher ulkig?
Post by The Real Furzmar
Viele Radfahrer scheinen die StVO nicht zu kennen.
Klar kennen die die! Wenn die diese geniale antiautoritaere Erziehung
genossen hatten als Kleinkind, sind die aber ueberzeugt, dass fuer sie
selbstverstaendlich eine Ausnahme gemacht wird.
Post by The Real Furzmar
Deshalb sollten sie eine Fahrradführerschein machen müssen.
Und Nummernschilder am Fahrrad! Damit man sie dingfest machen kann.
--
Post by The Real Furzmar
Ich bin nicht Deiner Meinung - kann aber jetzt leider aber auch keinen
100% schluessigen Gegenbeweiss anfuehren.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
[rechthabert Ohlemacher in <***@4ax.com>]
-> das Wahrheitsministerium raet: <http://www.hinterfotz.de/boese.html> <-
Sabine Wittrock
2018-05-24 05:26:48 UTC
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Raw Message
Post by Siegfrid Breuer
Klar kennen die die! Wenn die diese geniale antiautoritaere Erziehung
genossen hatten als Kleinkind, sind die aber ueberzeugt, dass fuer sie
selbstverstaendlich eine Ausnahme gemacht wird.
Alle Verkehrsteilnehmer aus allen Altersgruppen halten sich oft nicht
mehr an die Gesetze, die dafür da sind, Leben zu schützen.
Post by Siegfrid Breuer
Post by The Real Furzmar
Deshalb sollten sie eine Fahrradführerschein machen müssen.
Und Nummernschilder am Fahrrad! Damit man sie dingfest machen kann.
So wie all die Autofahrer, die sich deshalb korrekt verhalten?!
(Den Sarkasmus darfst Du behalten.)
Sabine
Siegfrid Breuer
2018-05-24 23:16:00 UTC
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Raw Message
Post by Sabine Wittrock
Post by Siegfrid Breuer
Klar kennen die die! Wenn die diese geniale antiautoritaere
Erziehung genossen hatten als Kleinkind, sind die aber
ueberzeugt, dass fuer sie selbstverstaendlich eine Ausnahme
gemacht wird.
Alle Verkehrsteilnehmer aus allen Altersgruppen halten sich oft nicht
mehr an die Gesetze, die dafür da sind, Leben zu schützen.
Ich stimme zu, dass die Grundarschlochizitaet allgemein gestiegen ist,
natuerlich auch bei Autofahrern. Früher[tm] gab es ja die sogenannten
'rücksichtslosen Fahrer', die kein Problem hatten, andere zu
behindern, wenn sie einen Vorteil für sich dabei rausschinden konnten.
Die gibts ja kaum noch: Heute wird auf Biegen oder Brechen versucht,
den anderen zu behindern, auch, wenn man selber garkeinen Vorteil
davon hat, und sogar selber Nachteile. Hauptsache, die anderen haben
mehr!
--
Post by Sabine Wittrock
und wenn du ein "Arsch" bist, dann ist es auch egal, ob du ein
Deutscher Arsch, ein WessiArsch, ein OssiArch oder ein tuerckischer
Arsch bist [rechtfertigt sich Ottmar Ohlemacher in
<5yaclmnf3d89.1aoga1hdc951b$***@40tude.net>]
-> das Wahrheitsministerium raet: <http://www.hinterfotz.de/boese.html> <-
Chr. Maercker
2018-05-24 11:13:34 UTC
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Post by Siegfrid Breuer
Ist 'Aufpassen' Und 'Fahrradfahrer' im gleichen Satz nicht eher ulkig?
Nö. Wäre es anders, gäbe es viel mehr tote und schwerverletzte Radfahrer
Wurde WIMRE sogar mal statistisch belegt, weiß leider nicht mehr wo.
Würde man Radfahrern überall erlauben, auf der Fahrbahn zu fahren, wären
sie aber in der Tat aufmerksamer als auf "Radwegen", wo sie sich allzu
sicher fühlen, weil sie ein Bordstein vor den bösen Autos "schützt". Und
sie würden seltener Opfer von (vorübergehend) unaufmerksamen oder
fahrlässigen Kraftfahrern, jedenfalls beim Rechtsabbiegen. Und so ganz
nebenbei würden sie auf Fahrbahnen *rechts* fahren, dafür sorgt Darwin.
Post by Siegfrid Breuer
Post by The Real Furzmar
Viele Radfahrer scheinen die StVO nicht zu kennen.
Klar kennen die die!
Sie kennen allenfalls Verkehrtregeln a la
1. Radfahrer müssen grundsätzlich auf Randverkehrsanlagen fahren und
2. das egal in welche Richtung, oft genug sogar behördlich so angeordnet
oder
3. Vor dem Abbiegen muss man zwar Handzeichen geben, Umschauen und
Einordnen brauchen sich Radfahrer aber nicht. Am besten fährt man zum
Linksabbiegen aber auf dem linken Geh- oder Radweg.
Post by Siegfrid Breuer
Post by The Real Furzmar
Deshalb sollten sie eine Fahrradführerschein machen müssen.
Und Nummernschilder am Fahrrad! Damit man sie dingfest machen kann.
Autofahrer leugnen trotz Kennzeichen, am Tag X um Y Uhr ihr Auto
gefahren zu sein. Alles schon erlebt. Fahrräder werden viel öfter von
Fremdpersonen gefahren als Kfz, nicht zuletzt die 10..20% geklauten. Was
also sollen Nummernschilder an Fahrrädern bringen, außer zusätzlichem
Gewicht? Ach ja, vielleicht findet ja mancher so sein Fahrrad wieder ... :-)
--
CU Chr. Maercker.

RADWEGE sind TOD-SICHER! Schlaue Füchse fahren Fahrbahn.
Siegfrid Breuer
2018-05-24 23:16:00 UTC
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Raw Message
Post by Chr. Maercker
Würde man Radfahrern überall erlauben, auf der Fahrbahn zu fahren,
wären sie aber in der Tat aufmerksamer als auf "Radwegen", wo sie
sich allzu sicher fühlen, weil sie ein Bordstein vor den bösen Autos
"schützt".
Den Vogel haben ja irgendwelche Genialchen bei der Stadt Koeln
abgeschossen, indem sie z.B. auf der Venloer Strasse die Radwege
statt zwischen Parktaschen und Buergersteig, dann zwischen Fahrbahn
und Parktaschen plaziert haben. Da ist es so gut wie sicher, dass
es beim Ein- oder Ausparken freundliche Hinweise von Radfahrern geben
wird: 'Dat issen Raaadwech, Du Aaaaaarschloch!'
--
Post by Chr. Maercker
Aber leider ist uns mit Schimpfen nicht geholfen.
[schimpft Ohlemacher in <***@4ax.com>]
-> das Wahrheitsministerium raet: <http://www.hinterfotz.de/boese.html> <-
Chr. Maercker
2018-05-25 05:21:58 UTC
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Raw Message
Post by Siegfrid Breuer
Den Vogel haben ja irgendwelche Genialchen bei der Stadt Koeln
abgeschossen, indem sie z.B. auf der Venloer Strasse die Radwege
statt zwischen Parktaschen und Buergersteig, dann zwischen Fahrbahn
und Parktaschen plaziert haben. Da ist es so gut wie sicher, dass
es beim Ein- oder Ausparken freundliche Hinweise von Radfahrern geben
wird: 'Dat issen Raaadwech, Du Aaaaaarschloch!'
Solche netten "Hinweise" bekomme ich ausschließlich von Bus- und
Autofahrern. OK, die haben mich auf der Fahrbahn also *gesehen*. Die
übliche Variante, Radwege hinter Parkstreifen u.a. Sichthindernissen,
ist dagegen eine nahezu perfekte Tarnung von Radfahrern. Die
mittlerweile favorisierten Streifen werden ohnehin von den Fahrbahnen
abgezwackt, sei es als Sonderwege (Radfahrstreifen) oder als zu schmale
Fahrstreifen, "Schutztreifen" genannt. Damit liegen sie grundsätzlich
links von Parkstreifen . Auf Schutzstreifen gibt es die von Dir
angedeuteten Gefährdungen sogar mit reinem Stehzeug, weil sie allzu oft
im Schwenkbereich von Autotüren angeordnet werden.
--
CU Chr. Maercker.

RADWEGE sind TOD-SICHER! Schlaue Füchse fahren Fahrbahn.
Sabine Wittrock
2018-05-24 05:30:26 UTC
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Raw Message
Post by The Real Furzmar
Es heißt in der StVO: *gegenseitige Rücksichtnahme*. Falls einer nicht
aufpaßt (Lkw), paßt der andere auf (Radfahrer). Viele Radfahrer scheinen
die StVO nicht zu kennen. Deshalb sollten sie eine Fahrradführerschein
machen müssen.
1. Richtig. Steht drin. Dann sollten sich aber auch ALLE dran halten.
Dann darf nicht mit einer unverschämten Selbstverständlichkeit erwartet
werden, dass Radfahrer immer zurückstecken, weil andere eben keine
Rücksicht nehmen. Was glaubst Du, wie viele mehr Tote es geben würde,
wenn Radfahrer nicht oft auf ihre Rechte verzichten würden.
Und was ein Führerschein bringt (den die meisten erwachsenen Radfahrer
wohl haben dürften), sieht man ja an den Verstössen der LKW-Fahrer, die
ja wohl auch alle zwingend einen haben sollten.
Sabine
Andreas Quast
2018-05-24 06:25:53 UTC
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Raw Message
Post by Sabine Wittrock
1. Richtig. Steht drin. Dann sollten sich aber auch ALLE dran halten.
Dann darf nicht mit einer unverschämten Selbstverständlichkeit erwartet
werden, dass Radfahrer immer zurückstecken, weil andere eben keine
Rücksicht nehmen. Was glaubst Du, wie viele mehr Tote es geben würde,
wenn Radfahrer nicht oft auf ihre Rechte verzichten würden.
Und was ein Führerschein bringt (den die meisten erwachsenen Radfahrer
wohl haben dürften), sieht man ja an den Verstössen der LKW-Fahrer, die
ja wohl auch alle zwingend einen haben sollten.
Sabine
und besonders gern vergessen wird, dass Radfahrer und LKW nicht vor der
Abbiegekreuzung vom Himmel fallen. Beide haben sich im Verkehrsfluss
vorher dieser angenähert, der LKW den Radfahrer meist vorher überholt.
Bei intelligenter, vorausschauender Fahrweise weiß man schon deshalb,
dass da noch ein Radler war. Wer sich von smartphone&Co mit so einer
Waffe durch den Verkehr bewegt, nimmt vorsätzlich den Tod anderer in Kauf.

Analog dazu gibt es beim PKW auch einen toten Winkel. Wenn ich auf der
Autobahn unterwegs bin, muss ich doch alle paar Sekunden in meinen
Spiegeln abchecken, was an Fahrzeugen um mich herum unterwegs ist, um
nicht überrascht zu werden. Das ist von Kraftfahrzeugführern ganz
natürlich zu leisten und zu fordern oder bin ich nur von gestern?
Siegfrid Breuer
2018-05-24 23:16:00 UTC
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Raw Message
Post by Andreas Quast
und besonders gern vergessen wird, dass Radfahrer und LKW nicht vor
der Abbiegekreuzung vom Himmel fallen. Beide haben sich im
Verkehrsfluss vorher dieser angenähert, der LKW den Radfahrer meist
vorher überholt. Bei intelligenter, vorausschauender Fahrweise weiß
man schon deshalb, dass da noch ein Radler war.
Nicht selten hat man den gern mehr als ein Dutzendmal ueberholt, wenn
grad stop'n'go gefahren wird, und der sich immer wieder mit negativem
Sicherheitsabstand zum rechten Rueckspiegel nach vorne draengeln muss.
--
Post by Andreas Quast
Weshalb soll das peinlich sein?
[fragt sich Ohlemacher in <hpb22z9ujh9b$.fblnpi6ovs3w$***@40tude.net>]
-> das Wahrheitsministerium raet: <http://www.hinterfotz.de/boese.html> <-
Ingo Wechselfinger
2018-05-24 08:44:41 UTC
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Raw Message
Post by Sabine Wittrock
Post by The Real Furzmar
Es heißt in der StVO: *gegenseitige Rücksichtnahme*. Falls einer nicht
aufpaßt (Lkw), paßt der andere auf (Radfahrer). Viele Radfahrer scheinen
die StVO nicht zu kennen. Deshalb sollten sie eine Fahrradführerschein
machen müssen.
1. Richtig. Steht drin. Dann sollten sich aber auch ALLE dran halten.
Dann darf nicht mit einer unverschämten Selbstverständlichkeit erwartet
werden, dass Radfahrer immer zurückstecken, weil andere eben keine
Rücksicht nehmen.
Du denkst also, die Radlerin war an ihrem Unfalltod selbst schuld?
Wollte einfach ihr Recht durchsetzen, achtete nicht auf den Verkehr und
radelte stur und ohne zu schauen - mit Vertrauen auf ihr zustehendes
Recht nach StVO - über die Straße auf ihrem gekennzeichneten Radweg?
Post by Sabine Wittrock
Was glaubst Du, wie viele mehr Tote es geben würde,
wenn Radfahrer nicht oft auf ihre Rechte verzichten würden.
Also mir wäre mein Leben mehr wert, statt als Radfahrer zu testen, ob
mein Gefährt im Kräftemessen stärker als ein 40-Tonner ist. Ich schaue
immer (auf dem Rad und als Fußgänger) auf den Verkehr und erzwinge
nichts, denn ich weiß, daß ich keine Chance habe.
Post by Sabine Wittrock
Und was ein Führerschein bringt (den die meisten erwachsenen Radfahrer
wohl haben dürften), sieht man ja an den Verstössen der LKW-Fahrer, die
ja wohl auch alle zwingend einen haben sollten.
Ingo
Sabine Wittrock
2018-05-24 09:50:42 UTC
Antworten
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Raw Message
Post by Ingo Wechselfinger
Post by Sabine Wittrock
Post by The Real Furzmar
Es heißt in der StVO: *gegenseitige Rücksichtnahme*. Falls einer nicht
aufpaßt (Lkw), paßt der andere auf (Radfahrer). Viele Radfahrer scheinen
die StVO nicht zu kennen. Deshalb sollten sie eine Fahrradführerschein
machen müssen.
1. Richtig. Steht drin. Dann sollten sich aber auch ALLE dran halten.
Dann darf nicht mit einer unverschämten Selbstverständlichkeit erwartet
werden, dass Radfahrer immer zurückstecken, weil andere eben keine
Rücksicht nehmen.
Du denkst also, die Radlerin war an ihrem Unfalltod selbst schuld?
Wollte einfach ihr Recht durchsetzen, achtete nicht auf den Verkehr und
radelte stur und ohne zu schauen - mit Vertrauen auf ihr zustehendes
Recht nach StVO - über die Straße auf ihrem gekennzeichneten Radweg?
Nein, gerade nicht.
Richtig auf steht drin.
Dann sollten sich ALLE dran halten auch auf den KFZ-Verkehr. Eben nicht
immer nur zurück stecken. Vertrauensgrundsatz hat auch mal zu gelten.
Ja, ein Radfahrer würde verlieren. Aber trotzdem darf nicht pauschal
erwartet werden, dass alle Radfahrer per se auf ihre Rechte (wofür
werden sie ihnen sonst vom Gesetzgeber, wenn auch oft nicht von den
Leuten auf der Strasse eingeräumt) verzichten.
Das würde man ja auch keinem PKW-Fahrer gegenüber einem LKW zumuten.
Das meinte ich.
Sabine
Harry Mogelsen
2018-05-24 13:34:58 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
[de.talk.tagesgeschehen rausgenommen]
Post by Sabine Wittrock
Post by Ingo Wechselfinger
Post by Sabine Wittrock
Post by The Real Furzmar
Es heißt in der StVO: *gegenseitige Rücksichtnahme*. Falls einer nicht
aufpaßt (Lkw), paßt der andere auf (Radfahrer). Viele Radfahrer scheinen
die StVO nicht zu kennen. Deshalb sollten sie eine Fahrradführerschein
machen müssen.
1. Richtig. Steht drin. Dann sollten sich aber auch ALLE dran halten.
Dann darf nicht mit einer unverschämten Selbstverständlichkeit erwartet
werden, dass Radfahrer immer zurückstecken, weil andere eben keine
Rücksicht nehmen.
Du denkst also, die Radlerin war an ihrem Unfalltod selbst schuld?
Wollte einfach ihr Recht durchsetzen, achtete nicht auf den Verkehr und
radelte stur und ohne zu schauen - mit Vertrauen auf ihr zustehendes
Recht nach StVO - über die Straße auf ihrem gekennzeichneten Radweg?
Nein, gerade nicht.
Richtig auf steht drin.
Dann sollten sich ALLE dran halten auch auf den KFZ-Verkehr. Eben nicht
immer nur zurück stecken. Vertrauensgrundsatz hat auch mal zu gelten.
Ja, ein Radfahrer würde verlieren. Aber trotzdem darf nicht pauschal
erwartet werden, dass alle Radfahrer per se auf ihre Rechte (wofür
werden sie ihnen sonst vom Gesetzgeber, wenn auch oft nicht von den
Leuten auf der Strasse eingeräumt) verzichten.
Das würde man ja auch keinem PKW-Fahrer gegenüber einem LKW zumuten.
Das meinte ich.
Sabine
Toll, wie Du und der NixMaercker hier die usenetbekannten Trolle
unterhaltet. Manche Zeitgenossen wissen mit ihrer arbeitsfreien Zeit
ganz offensichtlich nix Vernünftiges anzufangen, als jene Idioten zu
füttern. Wer sie verhungern lassen will, hat diese Flachpfeifen im
Killfile, oder beachtet sie einfach nicht. Mein Rat: Header lesen!
Siegfrid Breuer
2018-05-24 23:16:00 UTC
Antworten
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Raw Message
Post by Harry Mogelsen
Toll, wie Du und der NixMaercker hier die usenetbekannten Trolle
unterhaltet. Manche Zeitgenossen wissen mit ihrer arbeitsfreien Zeit
ganz offensichtlich nix Vernünftiges anzufangen, als jene Idioten zu
füttern. Wer sie verhungern lassen will, hat diese Flachpfeifen im
Killfile, oder beachtet sie einfach nicht. Mein Rat: Header lesen!
Dann bist Du auch einer, der die Inhalte ignoriert und sich auf die
Absender einen runterholt, wie das ja bei nicht wenigen inzwischen
so ist? Die laufen dann nicht Gefahr, sich am Inhalt zu blamieren.
--
Post by Harry Mogelsen
Ich fange dann idR an, Leute uebelst zu beschimpfen, weil es einfacher
ist, jemanden zu beschimpfen, als die offensichtlichen
Unsachlichkeiten der Leute in jedem Detail herauszustellen...
[bedauert Ohlemacher in <1npp58q686qo4.fr0xfmnrd1uh$***@40tude.net>]
-> das Wahrheitsministerium raet: <http://www.hinterfotz.de/boese.html> <-
Chr. Maercker
2018-05-25 06:24:57 UTC
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Raw Message
Post by Siegfrid Breuer
Post by Harry Mogelsen
Toll, wie Du und der NixMaercker hier die usenetbekannten Trolle
Leser von Newsgroups jenseits von drf ticken meist etwas anders, das ist
bis zu einem gewissen Grad normal. Für Mogel-Harry ist das natürlich
zuviel verlangt.
Post by Siegfrid Breuer
Post by Harry Mogelsen
unterhaltet. Manche Zeitgenossen wissen mit ihrer arbeitsfreien Zeit
ganz offensichtlich nix Vernünftiges anzufangen, als jene Idioten zu
füttern. Wer sie verhungern lassen will, hat diese Flachpfeifen im
Killfile, oder beachtet sie einfach nicht.
***@fahr-zur-hoelle.org (Harry Mogelsen) steht dort seit langem
drin.
Post by Siegfrid Breuer
Post by Harry Mogelsen
Mein Rat: Header lesen!
Damit verbringt Mogel-Harry also seine arbeitsfreie Zeit. Depplef Bosau
lässt grüßen.
Post by Siegfrid Breuer
Dann bist Du auch einer, der die Inhalte ignoriert und sich auf die
Absender einen runterholt, wie das ja bei nicht wenigen inzwischen
so ist? Die laufen dann nicht Gefahr, sich am Inhalt zu blamieren.
Deine Formulierungen wirkten anfangs in der Tat etwas trollig, aber
richtige Trolle antworten selten mehrfach auf Beiträge. Oder mit
Beleidigungen etc., so wie Mogel-Harry.
--
CU Chr. Maercker.

RADWEGE sind TOD-SICHER! Schlaue Füchse fahren Fahrbahn.
Siegfrid Breuer
2018-05-24 23:16:00 UTC
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Raw Message
Post by Sabine Wittrock
Aber trotzdem darf nicht pauschal
erwartet werden, dass alle Radfahrer per se auf ihre Rechte (wofür
werden sie ihnen sonst vom Gesetzgeber, wenn auch oft nicht von den
Leuten auf der Strasse eingeräumt) verzichten.
Das kompensieren ja nicht wenige, indem sie sie sich ansonsten wie die
gesangten Saeue gebaerden. Wenn die koennten kaemen die auch von oben.
Ich sage schon lange 'Der Radfahrer ist im Strassenverkehr das, was im
Kartenspiel der Joker ist'. Viele mutieren in Sekundenabstaenden vom
Kraftfahrzeug ueber den Radfahrer zum Fussgaenger, je nachdem, was
grad die meisten Vorteile bringt. Verkehrsregeln haben da (OK, auch bei
den meisten Autofahrern) nur noch empfehlenden Charakter. Eigentlich
braucht man die heute nur noch, um hinterher bestimmen zu koennen, wer
schuld ist und den Schaden zahlen muss.
--
Post by Sabine Wittrock
und wenn du ein "Arsch" bist, dann ist es auch egal, ob du ein
Deutscher Arsch, ein WessiArsch, ein OssiArch oder ein tuerckischer
Arsch bist [rechtfertigt sich Ottmar Ohlemacher in
<5yaclmnf3d89.1aoga1hdc951b$***@40tude.net>]
-> das Wahrheitsministerium raet: <http://www.hinterfotz.de/boese.html> <-
Sabine Wittrock
2018-05-25 05:08:12 UTC
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Raw Message
Post by Siegfrid Breuer
Post by Sabine Wittrock
Aber trotzdem darf nicht pauschal
erwartet werden, dass alle Radfahrer per se auf ihre Rechte (wofür
werden sie ihnen sonst vom Gesetzgeber, wenn auch oft nicht von den
Leuten auf der Strasse eingeräumt) verzichten.
Das kompensieren ja nicht wenige, indem sie sie sich ansonsten wie die
gesangten Saeue gebaerden. Wenn die koennten kaemen die auch von oben.
Ich sage schon lange 'Der Radfahrer ist im Strassenverkehr das, was im
Kartenspiel der Joker ist'. Viele mutieren in Sekundenabstaenden vom
Kraftfahrzeug ueber den Radfahrer zum Fussgaenger, je nachdem, was
grad die meisten Vorteile bringt. Verkehrsregeln haben da (OK, auch bei
den meisten Autofahrern) nur noch empfehlenden Charakter. Eigentlich
braucht man die heute nur noch, um hinterher bestimmen zu koennen, wer
schuld ist und den Schaden zahlen muss.
War gestern in der Stadt und zurück: etwas 20 Geisterfahrer.
Gleichzeitig gibt es bei uns zwei Stellen wo die Autofahrer
grundsätzlich bei jeder Ampelphase die Kreuzung so blockieren, dass der
Gegenverkehr wenn er denn Grün bekommt nicht fahren kann, oder der
Fußgängerüberweg nicht passierbar ist, weil da nicht mal eine Lücke von
50 cm gelassen wird. ALLE nur Ich, Ich. Das tatsächliche Problem ist
doch, dass die nicht mehr in ihre Schranken gewiesen werden. Das müsste
einige Woche mal durchgezogen werden, geltendes Recht an Schwerpunkten
durchzuziehen. Wenn es nur ein Leben rettet, wäre es das wert. Im
Ausland traut sich "Der Deutsche" das auch nicht. Aber ein Leben gibt es
mittlerweile ab 3000,- Euro.
Sabine
Siegfrid Breuer
2018-05-28 12:24:00 UTC
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Raw Message
Post by Sabine Wittrock
War gestern in der Stadt und zurück: etwas 20 Geisterfahrer.
Gleichzeitig gibt es bei uns zwei Stellen wo die Autofahrer
grundsätzlich bei jeder Ampelphase die Kreuzung so blockieren, dass
der Gegenverkehr wenn er denn Grün bekommt nicht fahren kann, oder
der Fußgängerüberweg nicht passierbar ist, weil da nicht mal eine
Lücke von 50 cm gelassen wird.
Das wurde aber schon vor laengerer Zeit so eingefuehrt, dass die
Regel ausser Kraft gesetzt wurde, nur in eine Kreuzung einzufahren,
wenn man sie auch wieder verlassen kann. Ich kenne noch die Anfaenge,
als nur wild gehupt wurde hinter einem, wenn man sich an diese
antiquierte Regel halten wollte, mittlerweile fahre ich selber mit
Schmackes in jede verstopfte Kreuzung rein, schon weil ich unsicher
bin, ob es noch bei dem Hupen bleiben wuerde, oder ob man aus dem
Fahrzeug gezogen und gelyncht wuerde inzwischen.
Post by Sabine Wittrock
ALLE nur Ich, Ich.
Und so herrlich saubloed unterm Strich! Ich muss mich immer zwingen,
meine angelernte Verhaltensweise zu unterdruecken, mich so zu
verhalten, wie es _fuer den Verkehrfluss insgesamt_ foerderlich waere,
weil ich sonst gleich ganz zu Hause bleiben koennte.
Post by Sabine Wittrock
Das tatsächliche Problem ist doch, dass die nicht mehr in ihre Schranken
gewiesen werden. Das müsste einige Woche mal durchgezogen werden,
geltendes Recht an Schwerpunkten durchzuziehen.
Womit wir wieder bei den Fahradfahrern waeren... ;))
--
Post by Sabine Wittrock
(PATSCH-an-die-Stirn-klatsch) - richtig, das hatte ich glatt vergessen.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
[Ottmar Ohlemacher in <1osceep3uovn$***@40tude.net>]
-> das Wahrheitsministerium raet: <http://www.hinterfotz.de/boese.html> <-
Siegfrid Breuer
2018-05-24 23:16:00 UTC
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Raw Message
Post by Ingo Wechselfinger
Du denkst also, die Radlerin war an ihrem Unfalltod selbst schuld?
Wollte einfach ihr Recht durchsetzen, achtete nicht auf den Verkehr
und radelte stur und ohne zu schauen - mit Vertrauen auf ihr
zustehendes Recht nach StVO - über die Straße auf ihrem
gekennzeichneten Radweg?
Es gibt aber auch inzwischen genug Fussgaenger, die auch bei
Herannahen eines fuehrerlosen Reisebusses stur den Zebrastreifen
betreten wuerden, weil das ihr Recht ist!
Post by Ingo Wechselfinger
Also mir wäre mein Leben mehr wert,
Mir auch, aber Manche haben haben da halt andere Prioriaeten:
'Wenn der mich umfaehrt, muss der bezaaahlen!'
--
Post by Ingo Wechselfinger
Wenn man bloed im Kopf ist, dann ist alles egal.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
[weissagt Ottmar Ohlemacher 2008 das Motto der Mehrheit der Buerger in
<http://reusenet.froehlich.priv.at/posting.php?msgid=%3C1aoyopdvid5p3$.f0d0xr5u941l$***@40tude.net%3E>]
-> das Wahrheitsministerium raet: <http://www.hinterfotz.de/boese.html> <-
Chr. Maercker
2018-05-24 10:27:59 UTC
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Raw Message
Post by The Real Furzmar
Es heißt in der StVO: *gegenseitige Rücksichtnahme*. Falls einer nicht
aufpaßt (Lkw), paßt der andere auf (Radfahrer). Viele Radfahrer scheinen
die StVO nicht zu kennen. Deshalb sollten sie eine Fahrradführerschein
machen müssen.
Um die 80% aller Radfahrer *haben* Führerscheine. Sie verwexeln trotzdem
lechts & rinks u.v.a.m. Vor allem aber sind sie der festen Überzeugung,
Radfahrer dürften niemals und nirgends auf einer Fahrbahn fahren,
sondern stets nur auf Geh- oder Radwegen.
--
CU Chr. Maercker.

RADWEGE sind TOD-SICHER! Schlaue Füchse fahren Fahrbahn.
Arno Welzel
2018-05-26 22:09:50 UTC
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Raw Message
The Real Furzmar:

[...]
Post by The Real Furzmar
Es heißt in der StVO: *gegenseitige Rücksichtnahme*. Falls einer nicht
aufpaßt (Lkw), paßt der andere auf (Radfahrer). Viele Radfahrer scheinen
die StVO nicht zu kennen. Deshalb sollten sie eine Fahrradführerschein
machen müssen.
Wenn jemand darauf achtet, nicht von einem LKW überrollt zu werden, ist
das nicht "Rücksichnahme" sondern reiner Selbstschutz.
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
https://de-rec-fahrrad.de
http://fahrradzukunft.de
Thomas Sçhlueter
2018-05-27 07:24:52 UTC
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Raw Message
Post by Arno Welzel
Wenn jemand darauf achtet, nicht von einem LKW überrollt zu werden, ist
das nicht "Rücksichnahme" sondern reiner Selbstschutz.
Hinsichtlich Rückschtnahme ist der Radfahrer schon in Vorleistung
gegangen, indem er so nett war, klaglos die Fahrbahn zu räumen. Der Deal
war, dass dafür beim Abbiegen der Kraftfahrer dran ist mit
Rücksichtnahme. Wenn er das nicht schafft, muss man wohl zurückkehren
zum Mischverkehr mit seinem Grundsatz "wer zuerst kommt, mahlt zuerst".

Tho"kleiner Finger, ganze Hand"mas
Harry Mogelsen
2018-05-27 11:50:24 UTC
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Raw Message
Post by Arno Welzel
[...]
Post by The Real Furzmar
Es heißt in der StVO: *gegenseitige Rücksichtnahme*. Falls einer nicht
aufpaßt (Lkw), paßt der andere auf (Radfahrer). Viele Radfahrer scheinen
die StVO nicht zu kennen. Deshalb sollten sie eine Fahrradführerschein
machen müssen.
Wenn jemand darauf achtet, nicht von einem LKW überrollt zu werden, ist
das nicht "Rücksichnahme" sondern reiner Selbstschutz.
Wenn DU darauf achtest, nicht den Trollen zu antworten, ist das reine
Rücksichtnahme und echter Selbstschutz vor drohender Verblödung. :-P
Chr. Maercker
2018-05-24 10:25:04 UTC
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Raw Message
Post by The Real Furzmar
Wieder eine Radfahrerin, die ihre Vorfahrt - ohne sich umzuschauen -
erzwingen wollte.
FALSCH: Wieder eine Radfahrerin, die glaubte, Radwege seien sicher!
Post by The Real Furzmar
Wäre ich Radler, würde ich keinem abbiegenden Fahrzeug
vertrauen, solange ich mit dem Fahrzeugführer nicht Blickkontakt gehabt
hätte.
Mach mal von rechts unten Blickkontakt mit einem Brummifahrer, der links
in seiner Kabine hockt. Es geht schon bei PKW kaum. Schom bemerkt, was
die heutzutage für herrlich spiegelnde Scheiben haben?
Post by The Real Furzmar
So habe ich es in der Fahrschule auch mal gelernt.
Ich nicht. Mir wurde nicht mal *im* LKW gesagt, dass ich beim
Rechtsabbiegen auf Radfahrer achten muss. Mit der damaligen Bespiegelung
hätte ich sie eh nicht gesehen.
Post by The Real Furzmar
sollte fürs Fahrrad auch ein Führerschein kommen. Erstens zum Beibringen
der Verkehrsregeln und zweitens, um die Hooliganradraser zu schnappen.
Den machen heutzutage Viertklässler. Nur, spätestens, wenn sie den
"richtigen" Führerschein haben, sind sämtliche Regeln fürs Fahrrad
vergessen. Vorausgesetzt, sie haben jemals sinnvolle Regeln fürs
Radfahren gelehrt bekommen.

Und wie willst Du bitteschön "Hooliganraser" schnappen, mittels einem
Fahrrad-Lappen??
--
CU Chr. Maercker.

RADWEGE sind TOD-SICHER! Schlaue Füchse fahren Fahrbahn.
Friedhelm Waitzmann
2018-05-26 03:50:00 UTC
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Raw Message
Post by The Real Furzmar
Wieder eine Radfahrerin, die ihre Vorfahrt - ohne sich umzuschauen -
erzwingen wollte.
Das ist eine bösartige Unterstellung. Die Radfahrerin hatte
Vorrang. Sie durfte sich – Vertrauensgrundsatz – darauf
verlassen, dass der ihr auch gewährt wird, solange keine
Anzeichen erkennbar sind, dass das nicht der Fall ist.

Wie biegt ein LKW‐Fahrer ab? Langsam, denn er muss ja die Ecke
vorne links seines Fahrzeugs im Auge behalten, damit er damit
nicht zu weit ausholt und die Fahrzeugführer, die an der
Einmündung in der Straße warten, in die der er einbiegt, in
Bedrängnis bringt. Zugleich muss er aber in seine Spiegel auf
der rechten Seite schauen, was allerdings oft vernachlässigt
wird. Trotzdem sieht es von der Radfahrerposition aus so aus,
als ob der LKW‐Fahrer vorsichtig abböge. Es sind also gerade
/keine/ Anzeichen erkennbar, dass der LKW‐Fahrer den Vorrang
nicht gewähren wird. Wenn man dann als Radfahrer erkennt, dass
die LKW‐Flanke von vorne links auf einen zu kommt, bleibt man
stehen. Wenn man dann darüberhinaus erkennt, dass sie sogar den
Platz überstreichen wird, an dem man sich gerade befindet, ist es
zu spät, weil man mit einem Fahrrad zwischen den Beinen nicht
schnell nach hinten rechts weg kann.
Post by The Real Furzmar
Wäre ich Radler, würde ich keinem abbiegenden Fahrzeug
vertrauen, solange ich mit dem Fahrzeugführer nicht Blickkontakt gehabt
hätte.
Wärst Du Radler, wäre das Risiko hoch, dass Du diesselbe
Katastrophe erleiden würdest wie die Radfahrerin, weil Du vom
typischen Unfallablauf keine Ahnung hast.
Post by The Real Furzmar
So habe ich es in der Fahrschule auch mal gelernt.
Das glaube ich kaum, dass Du die Radfahrersicht gelernt hast. Du
hast wohl gelernt, dass Du als abbiegender Kraftfahrer den
Vorrang gewähren musst, es sei denn, der Bevorrangte hätte Dir
seinen Vorrangverzicht unmissverständlich mitgeteilt. Das aber
geht ohne Blickkontakt schon gar nicht. So verwundert es umso
mehr, dass Du der Radfahrerin »selbst schuld!« zurufst.
Post by The Real Furzmar
Vielleicht
sollte fürs Fahrrad auch ein Führerschein kommen. Erstens zum Beibringen
der Verkehrsregeln
Die Radfahrerin hat sich regelgerecht verhalten.
Post by The Real Furzmar
und zweitens, um die Hooliganradraser zu schnappen.
Welche Geschwindigkeit ist Rasen mit dem Fahrrad? 50 km/h,
30 km/h, 20 km/h, 15 km/h? Wahrscheinlich sogar 15 km/h; denn
0 km/h ist ja schon zu schnell, um Unfälle wie den diskutierten
zu verhindern. Und wenn ein Kraftfahrer mal mit 30 km/h hinter
einem Radfahrer herfahren muss, dann schleicht der Radfahrer
natürlich, obwohl er gleichzeitig rast. Erstaunlich!


Follow‐ups nach de.rec.fahrrad.

Friedhelm
Erika Ciesla
2018-05-26 04:27:52 UTC
Antworten
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Raw Message
Post by Friedhelm Waitzmann
Post by The Real Furzmar
Wieder eine Radfahrerin, die ihre Vorfahrt - ohne sich umzuschauen -
erzwingen wollte.
Das ist eine bösartige Unterstellung.
Allerdings!

Und doch möchte ich an dieser Stelle etwas fallen lassen – und zwar eine
Bemerkung!

Richtig ist, daß der Radfahrer das Recht hat, vor einer roten Ampel an den
stehenden Kraftfahrzeugen rechts vorbei zu fahren bis er ganz vorne steht.
Aus gründen der schieren Selbsterhaltung rate ich aber davon ab, von diesem
Recht Gebrauch zu machen, und das um so dringender, wenn das erste Fahrzeug
ganz vorne ein LKW ist. Es stimmt zwar, daß man dann auf ein Recht verzich-
tet, wenn man *HINTER* dem LKW bleibt, ABER ES IST GESÜNDER!

Es muß nicht immer ein LKW sein, PKWs könne das auch:

Loading Image...

Und das insbesondere dann, wenn man einen konventionellen Radweg benutzt,
der NICHT Teil der Fahrbahn ist und darum vom Autofahrer für gewöhnlich
nicht eingesehen wird.

🖖 😀 𝓔𝓻𝓲𝓴𝓪 𝓒𝓲𝓮𝓼𝓵𝓪

Ach ja, – und am nächsten Morgen kann man dann in der Zeitung lesen: „Der
Radfahrer trug ja gar keinen Radhelm!“ :-\
noebbes
2018-05-26 06:41:12 UTC
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Permalink
Raw Message
Post by Erika Ciesla
Und doch möchte ich an dieser Stelle etwas fallen lassen – und zwar eine
Bemerkung!
Du klaust völlig ungeniert im Vertrauen darauf das es keiner merkt und
man den großen Fehler begeht Dich für intelligent zu halten.
Hans-Juergen Lukaschik
2018-05-26 17:42:22 UTC
Antworten
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Raw Message
am Samstag, 26 Mai 2018 06:27:52
Post by Erika Ciesla
http://www.erika-ciesla.de/pic/abbiegeunfall.gif
Nichts passiert. Es ist eindeutig zu erkennen, dass da ein autonomes
Fahrrad allein unterwegs war.
--
http://lukaschik.de/rezepte/
www.fischereiverein-rietberg.net
Fischrezepte: www.fischereiverein-rietberg.net/?category_name=rezepte
SeefischREZ: www.fischereiverein-rietberg.net/?category_name=seefisch
Fritz
2018-05-27 06:52:19 UTC
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Raw Message
Post by Erika Ciesla
Und doch möchte ich an dieser Stelle etwas fallen lassen – und zwar eine
Bemerkung!
Richtig ist, daß der Radfahrer das Recht hat, vor einer roten Ampel an den
stehenden Kraftfahrzeugen rechts vorbei zu fahren bis er ganz vorne steht.
Aus gründen der schieren Selbsterhaltung rate ich aber davon ab, von diesem
Recht Gebrauch zu machen, und das um so dringender, wenn das erste Fahrzeug
ganz vorne ein LKW ist. Es stimmt zwar, daß man dann auf ein Recht verzich-
tet, wenn man*HINTER* dem LKW bleibt, ABER ES IST GESÜNDER!
http://www.erika-ciesla.de/pic/abbiegeunfall.gif
Und das insbesondere dann, wenn man einen konventionellen Radweg benutzt,
der NICHT Teil der Fahrbahn ist und darum vom Autofahrer für gewöhnlich
nicht eingesehen wird.
Darum als Fußgänger, Radfahrer lieber 3x hinschauen und im Zweifelsfall
stehen bleiben.

Ein Freizeitläufer löste eine Christophorus (gelber ÖAMTC
Rettungshubschrauber) Landung auf der Straße (genau zwischen 4 Laternen
- Hut ab vor dem Können dieser Piloten) vor meiner Haustüre aus, dieser
Läufer überlebte zum Glück.
An der naheliegenden Kreuzung gabs schon einige tödliche Unfälle, auch
mit Passanten.

Als Fußgänger, Radfahrer hat mal halte keine Knautschzone um sich herum.
--
Fritz ™
Das 'bunte' Treiben in manchen Gruppen (passendes FUP2 nicht
ausgeschlossen):
Alternative Fakten, Postfaktische Wahrheit, Bunte Sprache,
faken, trollen, pöbeln, usw.
Markus Koßmann
2018-05-27 11:35:56 UTC
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Permalink
Raw Message
Post by Fritz
Darum als Fußgänger, Radfahrer lieber 3x hinschauen und im Zweifelsfall
stehen bleiben.
Wieder der übliche, das Fehlverhalten von KFZ-Führern verharmlosende
Dummschwatz. Die UDV hat 2008 in Münster Abbiegeverhalten untersucht und
fasst das in
https://udv.de/system/files_force/tx_udvpublications/fb_21_ab_pkw_rf.pdf
(S.30) so zusammen:
"Gerechnet auf die Gesamtheit aller rechtsabbiegenden Kfz unterließen 32%
den Schulterblick oder äquivalentes Sicherungsverhalten. Selbst bei den 274
Fällen, in denen sich ich zum Zeitpunkt des Abbiegens ein Fußgänger oder
Radfahrer an oder kurz vor der Furt befand, zeigten 15 % aller Autofahrer
keinerlei Sicherungsverhalten im Sinne eines Schulterblicks oder Anzeichen,
dass sie den anderen Verkehrsteilnehmer wahrgenommen hätten. Außerdem
zeigten weitere 28 % der Autofahrer zwar Sicherungsverhalten, verstießen
allerdings trotzdem gegen die Vorfahrtsregeln und fuhren zuerst (S. 56)."

Es ist offensichtlich nur der Aufmerksamkeit der Fußgänger und Radfahrer zu
verdanken, das es nicht noch viel mehr Abbiegeunfälle gibt. Autofahrer sind
es aber gewohnt, grob fahrlässig unaufmerksam abzubiegen. Da ist anzusetzen
um die Anzahl der Unfälle zu vermindern.
Johann Mayerwieser
2018-05-27 13:25:58 UTC
Antworten
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Raw Message
Post by Fritz
Darum als Fußgänger, Radfahrer lieber 3x hinschauen und im Zweifelsfall
stehen bleiben.
In der Nähe meiner vorherigen Wohnung am Weg zur Haltestelle gab es einen
Supermarkt, aus dessen Zufahrt die Lieferanten rückwärts raus fuhren.
Viele mit Beifahrer, die bei der Aktion im Fahrzeug saßen.

Ich hab halt auf den Rückspiegel geschaut und wenn der Fahrer nach hinten
geschaut hat, bin ich unter Fluchen der Fahrer los gegangen.
Bei Kastewagen war es überhaupt einfach - aufs Blech hauen und die sind
gestanden.
Siegfrid Breuer
2018-05-28 12:24:00 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Johann Mayerwieser
Ich hab halt auf den Rückspiegel geschaut und wenn der Fahrer nach
hinten geschaut hat, bin ich unter Fluchen der Fahrer los gegangen.
Bei Kastewagen war es überhaupt einfach - aufs Blech hauen und die
sind gestanden.
Du bist also nicht nur im Usenet ein Held!
--
Post by Johann Mayerwieser
Du bist schon ein toller Hecht.
Ja.
Ottmar
[Ottmar Ohlemacher in <***@4ax.com>]
-> das Wahrheitsministerium raet: <http://www.hinterfotz.de/boese.html> <-
Martin Gerdes
2018-05-26 13:18:39 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Friedhelm Waitzmann
Post by The Real Furzmar
Wieder eine Radfahrerin, die ihre Vorfahrt - ohne sich umzuschauen -
erzwingen wollte.
Das ist eine bösartige Unterstellung.
Nein, das ist ein Köder, und Du hast darauf angebissen.

Hinweis: immer wenn in der Gruppenliste etwas von "politik",
"tagesgeschehen" oder "christentum" steht, hält man sinnvollerweise die
Fingerchen still: Dort ist das Niveau der Diskussion so niedrig, daß man
es überhaupt nicht unterbieten kann, so sehr man sich auch bemühen mag.
Post by Friedhelm Waitzmann
Post by The Real Furzmar
Wäre ich Radler, würde ich keinem abbiegenden Fahrzeug
vertrauen, solange ich mit dem Fahrzeugführer nicht Blickkontakt gehabt
hätte.
Wärst Du Radler, wäre das Risiko hoch, dass Du diesselbe
Katastrophe erleiden würdest wie die Radfahrerin, weil Du vom
typischen Unfallablauf keine Ahnung hast.
Eigentlich nicht. Die Story mit dem "Blickkontakt" verkennt allerdings
die Lage. Wenn man eine solche Stelle schon nicht vermeiden kann, lohnt
es sich, speziell auf LKWs zu achten (zu deren Fahrer man schon aus
räumlichen Gründen als Radfahrer niemals "Blickkontakt aufnehmen" kann.
Wird der LKW deutlich langsamer oder kommt er gar zum Stand, kann man
davon ausgehen, daß der Fahrer den Radfahrer passieren lassen will. Wenn
das nicht der Fall ist, lohnt es sich anzuhalten bzw. so weiterzufahren,
daß ein Ausweg bleibt.

Aber das weiß eigentlich jeder hier.
Post by Friedhelm Waitzmann
Follow-ups nach de.rec.fahrrad.
Ein Follow-up-to ins Nirwana wäre angebracht.
Anton Ertl
2018-05-26 14:07:09 UTC
Antworten
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Raw Message
Post by Martin Gerdes
Wird der LKW deutlich langsamer oder kommt er gar zum Stand, kann man
davon ausgehen, da=DF der Fahrer den Radfahrer passieren lassen will. =
Das hat sich wohl die Mutter in dem einen Fall, mit dem ich in meiner
NAW-Zeit zu tun hatte auch gedacht. Ergebnis: Kind tot, Mutter schwer
verletzt. Der LKW hatte naemlich nur angehalten, weil er sonst einem
Auto hintenreingefahren waere.

Solche Ratschlaege fuehren nur dazu, dass den Opfern die Schuld
gegeben wird.

- anton
--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/
Radfahrer sollten vor oder hinter fahrenden Kfz fahren und nicht daneben
Markus Luft
2018-05-26 17:19:33 UTC
Antworten
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Raw Message
Post by Anton Ertl
Post by Martin Gerdes
Wird der LKW deutlich langsamer oder kommt er gar zum Stand, kann man
davon ausgehen, da=DF der Fahrer den Radfahrer passieren lassen will. =
Das hat sich wohl die Mutter in dem einen Fall, mit dem ich in meiner
NAW-Zeit zu tun hatte auch gedacht. Ergebnis: Kind tot, Mutter schwer
verletzt. Der LKW hatte naemlich nur angehalten, weil er sonst einem
Auto hintenreingefahren waere.
Solche Ratschlaege fuehren nur dazu, dass den Opfern die Schuld
gegeben wird.
Es gibt leider überhaupt gar keinen zuverlässigen Hinweis, daß der
Abbieger Deinen Vorrang beachten wird, nicht mal dann, wenn der Dich
zuvor angeglotzt hat. Es gibt lediglich Indizien dafür, daß er es mit
einer gewissen Wahrscheinlichkeit nicht tun wird und auch dann wird
man false positives haben.
Und das LKW-Führer unmittelbar vor dem Abbiegen langsamer werden oder
gar Anhalten ist meistens der Fahrphysik geschuldet, bedeutet aber
nicht das der hinsieht, bzw. den Vorrang von Radfahrern beachten
wird.
Das Einzige was einen vor bösen Überraschungen ziemlich zuverlässig
schützt ist echter Mischverkehr. Da ist man nämlich entweder vor oder
hinter dem Abbieger. Ich bin zwar auch schon mal vor einer Einmündung
überholt worden und der Vollspast hat mich dann beim Abbiegen
gefährdet, aber das ist schon Vorsatz.

Das, was sich Radfahrer da zurecht gelegt haben, erinnert mich doch
stark an Virenscanner. Sie schützen offensichtlich nicht ausreichend,
produzieren false positives, machen auch sonst nur Probleme und sind
darüber hinaus sogar selbst Einfallstor für einen Schaden. Und dennoch
wird ganz fest an die Nützlichkeit geglaubt.
Martin Gerdes
2018-05-26 23:01:28 UTC
Antworten
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Raw Message
Post by Markus Luft
Post by Anton Ertl
Post by Martin Gerdes
Wird der LKW deutlich langsamer oder kommt er gar zum Stand, kann man
davon ausgehen, daß der Fahrer den Radfahrer passieren lassen will.
Das hat sich wohl die Mutter in dem einen Fall, mit dem ich in meiner
NAW-Zeit zu tun hatte auch gedacht. Ergebnis: Kind tot, Mutter schwer
verletzt. Der LKW hatte naemlich nur angehalten, weil er sonst einem
Auto hintenreingefahren waere.
Es kommt halt immer darauf an.
Post by Markus Luft
Post by Anton Ertl
Solche Ratschlaege fuehren nur dazu, dass den Opfern die Schuld
gegeben wird.
Nein.

Davon abgesehen: Ich habe noch nie gehört, daß einem übergemangeltem
Kind vorgeworfen worden wäre, es habe sich die Vorfahrt erzwingen
wollen. Das Sprüchlein kommt nur bei Erwachsenen.
Post by Markus Luft
Es gibt leider überhaupt gar keinen zuverlässigen Hinweis, daß der
Abbieger Deinen Vorrang beachten wird, nicht mal dann, wenn der Dich
zuvor angeglotzt hat.
Stimmt.
Post by Markus Luft
Es gibt lediglich Indizien dafür, daß er es mit einer gewissen
Wahrscheinlichkeit nicht tun wird und auch dann wird man false positives
haben.
Stimmt auch.
Post by Markus Luft
Und daß LKW-Führer unmittelbar vor dem Abbiegen langsamer werden oder
gar anhalten, ist meistens der Fahrphysik geschuldet, bedeutet aber
nicht, daß der hinsieht bzw. den Vorrang von Radfahrern beachten
wird.
Stimmt auch.
Post by Markus Luft
Das Einzige, was einen vor bösen Überraschungen ziemlich zuverlässig
schützt ist, echter Mischverkehr.
Das stimmt nicht.
Post by Markus Luft
Da ist man nämlich entweder vor oder hinter dem Abbieger.
Ich habe im Straßenverkehr schon eine ganze Menge erlebt. Die
Wahrscheinlichkeit, daß einer Dich im Längsverkehr übermangelt, ist
sicher geringer als daß er das in einer Rechtsabbiegersituation mit
Rad-weg! tut, aber gleich 0 ist sie auch nicht.

Und selbst, wenn Du hinter einem Laster an der Ampel stehst und wartest,
ist die Wahrscheinlichkeit nicht gleich 0, daß dieser unvermittelt
zurückstößt. Das hatte ich auch schon einmal.
Post by Markus Luft
Ich bin zwar auch schon mal vor einer Einmündung
überholt worden und der Vollspast hat mich dann beim Abbiegen
gefährdet, aber das ist schon Vorsatz.
Das ist Trieb. Bei einer kleinen Anzahl Outofahrer setzt jegliches
Denkvermögen aus, wenn sie einen Radfahrer vor sich haben. Dann bricht
sich der Überholtrieb Bahn, gegen den sie sich nicht wehren können. Dann
MÜSSEN sie einfach überholen, so sinnlos das in der gegebenen
Verkehrssituation auch sein mag (siehe meine Schilderung vom Donnerstag,
wo ein Outofahrer mich auf der Linksabbiegerspur noch links überholt
hat, obwohl die Geradeausspur rechts neben mir völlig frei war. Ein
solches Verhalten läßt sich nur mit Trieb erklären.
Post by Markus Luft
Das, was sich Radfahrer da zurechtgelegt haben, erinnert mich doch
stark an Virenscanner. Sie schützen offensichtlich nicht ausreichend,
produzieren false positives, machen auch sonst nur Probleme und sind
darüberhinaus sogar selbst Einfallstor für einen Schaden. Und dennoch
wird ganz fest an die Nützlichkeit geglaubt.
So ähnlich.
Markus Luft
2018-05-27 00:21:34 UTC
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Raw Message
Post by Martin Gerdes
Post by Markus Luft
Post by Anton Ertl
Post by Martin Gerdes
Wird der LKW deutlich langsamer oder kommt er gar zum Stand, kann man
davon ausgehen, daß der Fahrer den Radfahrer passieren lassen will.
Das hat sich wohl die Mutter in dem einen Fall, mit dem ich in meiner
NAW-Zeit zu tun hatte auch gedacht. Ergebnis: Kind tot, Mutter schwer
verletzt. Der LKW hatte naemlich nur angehalten, weil er sonst einem
Auto hintenreingefahren waere.
Es kommt halt immer darauf an.
Post by Markus Luft
Post by Anton Ertl
Solche Ratschlaege fuehren nur dazu, dass den Opfern die Schuld
gegeben wird.
Nein.
Davon abgesehen: Ich habe noch nie gehört, daß einem übergemangeltem
Kind vorgeworfen worden wäre, es habe sich die Vorfahrt erzwingen
wollen. Das Sprüchlein kommt nur bei Erwachsenen.
Ich will es mal so formulieren, diese mal mehr, meistens aber weniger
klugen Ratschläge werden schnell zur Pflicht für Radfahrer erklärt und
wenn Radfahrer es nicht tut, ist er schnell selbst schuld.
Der grassierende präventive Vorrangverzicht wird häufig schon von
Autofahrern erwartet und sie kommen in Schwierigkeiten wenn Radfahrer
es dann nicht tut. Ich habe auch schon mehrfach erlebt, daß Radfahrer
so nachfolgende Radfahrer gefährdet haben. Das wirkt dann wie
Fußgänger über die Fahrbahn winken, obwohl gar nicht frei ist.
Der KFZ-Führer biegt dann natürlich ab und achtet nicht auf
nachfolgenden Verkehr.
Post by Martin Gerdes
Post by Markus Luft
Das Einzige, was einen vor bösen Überraschungen ziemlich zuverlässig
schützt ist, echter Mischverkehr.
Das stimmt nicht.
Ich meinte schon in Bezug auf Rechtsabbieger und auch echten
Mischverkehr.
Ansosnten kann ich leider nicht ignorieren, daß es auch auf der
Fahrbahn Gefährdungen für Radfahrer gibt.
Post by Martin Gerdes
Post by Markus Luft
Da ist man nämlich entweder vor oder hinter dem Abbieger.
Ich habe im Straßenverkehr schon eine ganze Menge erlebt. Die
Wahrscheinlichkeit, daß einer Dich im Längsverkehr übermangelt, ist
sicher geringer als daß er das in einer Rechtsabbiegersituation mit
Rad-weg! tut, aber gleich 0 ist sie auch nicht.
Und selbst, wenn Du hinter einem Laster an der Ampel stehst und wartest,
ist die Wahrscheinlichkeit nicht gleich 0, daß dieser unvermittelt
zurückstößt. Das hatte ich auch schon einmal.
Das habe ich bislang nur als Autofahrer erlebt, als ein LKW-Führer an
der roten Ampel vor mir nicht bemerkt hatte, daß sein LKW langsam
zurückrollte. Das war das erste von zwei Malen, daß ich mich gezwungen
sah die Hupe zu betätigen.
Ansonsten gibbet nix, was es nicht gibt. Neben Dingen aus dem
Kuriositätenkabinett gibt es einige Gefahren, die immer wieder
auftauchen. Gegen die Abbiegerproblematik hilft Radwege meiden und
gegen Dooring hilft Abstand halten, das senkt zugleich die
Wahrscheinlichkeit von Engüberholern.
Gegen andere Gefahren, die wegen meiner Radwegverweigerung natürlich
bei mir einen viel höhren Anteil als beim Normalradfahrer haben, habe
ich leider noch kein Rezept gefunden. So ist bei mir mit Abstand die
häufigste Konfliktsituation die, daß in zweiter Reihe parkende
PKW-Führer sich unbedingt kurz vor mir in die Fahrbahn reindrängeln.
"Fehler beim Einfahren in den fließenden Verkehr"
das machen die übrigens auch gern untereinander und auch gegenüber
viel größeren "Gegnern" wie Linienbussen.
Bei den Radverkehrsunfällen steht das hier an 3. Stelle auf dem
Sündenheft der KFZ-Führer, nach Rechtsabbiegen und Vorfahrtmißachtung,
noch vor Linksabbiegen. Bei den Hauptursachen der Radfahrer steht das
übrigens auch an 3. Stelle, allerdings mit einer nur halb so hohen
Fallzahl.
Post by Martin Gerdes
Post by Markus Luft
Ich bin zwar auch schon mal vor einer Einmündung
überholt worden und der Vollspast hat mich dann beim Abbiegen
gefährdet, aber das ist schon Vorsatz.
Das ist Trieb. Bei einer kleinen Anzahl Outofahrer setzt jegliches
Denkvermögen aus, wenn sie einen Radfahrer vor sich haben. Dann bricht
sich der Überholtrieb Bahn, gegen den sie sich nicht wehren können. Dann
MÜSSEN sie einfach überholen, so sinnlos das in der gegebenen
Verkehrssituation auch sein mag (siehe meine Schilderung vom Donnerstag,
wo ein Outofahrer mich auf der Linksabbiegerspur noch links überholt
hat, obwohl die Geradeausspur rechts neben mir völlig frei war. Ein
solches Verhalten läßt sich nur mit Trieb erklären.
Das war ein Bundi aus Sachsen mit min. doppelt so viel PS unter der
Haube als IQ-Punkte unterm Schädel. Der ist mir danach noch mehrfach
durch zu schnelles und aggressives Verhalten aufgefallen.
Hoffentlich hat sich dem auf der Landstraße ein böswilliger Baum in
den Weg gestellt. Sein Brumm-Brumm habe ich nach ein paar Wochen dann
auch nie wieder gesehen...
Tomas Graser
2018-05-27 10:39:22 UTC
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Post by Markus Luft
Post by Martin Gerdes
Davon abgesehen: Ich habe noch nie gehört, daß einem übergemangeltem
Kind vorgeworfen worden wäre, es habe sich die Vorfahrt erzwingen
wollen. Das Sprüchlein kommt nur bei Erwachsenen.
Und vom Gutachter(!), nachdem das Kind totgefahren ist (ab 1:55 - 2:25)
https://www.zdf.de/politik/frontal-21/auto-gegen-fahrrad-100.html#xtor=CS5-92
Post by Markus Luft
Ich will es mal so formulieren, diese mal mehr, meistens aber weniger
klugen Ratschläge werden schnell zur Pflicht für Radfahrer erklärt und
wenn Radfahrer es nicht tut, ist er schnell selbst schuld.
Der grassierende präventive Vorrangverzicht wird häufig schon von
Autofahrern erwartet und sie kommen in Schwierigkeiten wenn Radfahrer
es dann nicht tut.
Die echten Schwierigkeiten aber entstehen beim Radfahrer.
Martin Gerdes
2018-05-27 15:11:27 UTC
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Raw Message
Post by Tomas Graser
Post by Markus Luft
Post by Martin Gerdes
Davon abgesehen: Ich habe noch nie gehört, daß einem übergemangeltem
Kind vorgeworfen worden wäre, es habe sich die Vorfahrt erzwingen
wollen. Das Sprüchlein kommt nur bei Erwachsenen.
Und vom Gutachter(!), nachdem das Kind totgefahren ist (ab 1:55 - 2:25)
https://www.zdf.de/politik/frontal-21/auto-gegen-fahrrad-100.html#xtor=CS5-92
Auch bei Gutachtern gibt es seltsame Gestalten.

Ich verfolge dank Grossmutters Initiative Unfälle mit Radfahrtoten in
der Presse und habe den Eindruck, daß bei Erwachsenen regelmäßig das
Sprüchlein kommt, sie hätten ja "mal" auf ihre Vorfahrt verzichten
können, bei Kindern normalerweise nicht.

Nein, eine Statistik habe ich darüber nicht.
Post by Tomas Graser
Post by Markus Luft
Ich will es mal so formulieren, diese mal mehr, meistens aber weniger
klugen Ratschläge werden schnell zur Pflicht für Radfahrer erklärt, und
wenn Radfahrer [nicht dieser vermeintlichen Pflicht entsprechend handelt],
ist er schnell selbst schuld.
... wird ihm schnell die Schuld am Unfall zugeschoben.
Post by Tomas Graser
Post by Markus Luft
Der grassierende präventive Vorrangverzicht wird häufig schon von
Autofahrern erwartet, und sie [die Autofahrer?] kommen in Schwierigkeiten,
wenn Radfahrer es dann nicht tut.
... also nicht freiwillig auf seine Vorfahrt verzichtet.
Post by Tomas Graser
Die echten Schwierigkeiten aber entstehen beim Radfahrer.
In der Tat.

Ich bin diesbezüglich bekanntlich völlig anders gestrickt als die
meisten. Ich habe in praxi überhaupt keine Rechte im Straßenverkehr,
namentlich keine Vorfahrt, muß somit generell prüfen, ob ein Outofahrer
die Vorfahrtregel beachtet und mir als formal Vorfahrtberechtigten meine
Vorfahrt tatsächlich gewährt. Tut er es nicht, habe ich ein Problem und
muß zunächst einmal selbst darauf achten, daß mir kein Schaden entsteht.

Mein Weg von der Wohnung in die Innenstadt beträgt etwa 4 km, er führt
hauptsächlich über Wohn-, also Nebenstraßen. Es vergeht so gut wie keine
Fahrt, auf der mir ein Outofahrer nicht irgendwo die Vorfahrt nimmt,
also bin ich darauf eingestellt.

Wohlgemerkt: Gut finde ich es nicht, daß de facto der Radfahrer stets
untergeordnet ist, aber es ist die Realität, und ich möchte die
Durchsetzung des Prinzips nicht mit meiner eigenen Gesundheit bezahlen.

Auf der anderen Seite erklärt das meine Skepsis bezüglich der hl.
Verkehrsregeln: "Die Verkehrsregeln" werden von den (physikalisch
stärkeren) Outofahrern so regelmäßig mißachtet, daß sich die Frage
stellt, warum man sie überhaupt beachten sollte.
Markus Luft
2018-05-27 15:22:18 UTC
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Post by Tomas Graser
Post by Markus Luft
Post by Martin Gerdes
Davon abgesehen: Ich habe noch nie gehört, daß einem übergemangeltem
Kind vorgeworfen worden wäre, es habe sich die Vorfahrt erzwingen
wollen. Das Sprüchlein kommt nur bei Erwachsenen.
Und vom Gutachter(!), nachdem das Kind totgefahren ist (ab 1:55 - 2:25)
https://www.zdf.de/politik/frontal-21/auto-gegen-fahrrad-100.html#xtor=CS5-92
Das wundert mich schon gar nicht mehr.
Gerade von Gutachtern habe ich schon hanebüchenen Unfug gelesen.
Man muß nur dann auf seinen Vorrang verzichten, wenn man absehen kann,
daß es andernfalls zum Unfall käme und wenn das Paul geahnt hätte,
dann hätte er das mit Sicherheit auch gemacht.
Ansonsten bewegt sich das auf dem Logikniveau von:
"Wenn Paul auf sein Recht Radfahren zu dürfen verzichtet hätte, wäre
der Unfall mit Sicherheit vermieden worden."
Post by Tomas Graser
Post by Markus Luft
Ich will es mal so formulieren, diese mal mehr, meistens aber weniger
klugen Ratschläge werden schnell zur Pflicht für Radfahrer erklärt und
wenn Radfahrer es nicht tut, ist er schnell selbst schuld.
Der grassierende präventive Vorrangverzicht wird häufig schon von
Autofahrern erwartet und sie kommen in Schwierigkeiten wenn Radfahrer
es dann nicht tut.
Die echten Schwierigkeiten aber entstehen beim Radfahrer.
Auf jeden Fall aber nervt es. In der Regel endet das ja in Behinderung
und die sind auf Radwegen zahlreich.
Martin Gerdes
2018-05-27 15:11:36 UTC
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Post by Markus Luft
Post by Martin Gerdes
Post by Markus Luft
Post by Anton Ertl
Post by Martin Gerdes
Wird der LKW deutlich langsamer oder kommt er gar zum Stand, kann man
davon ausgehen, daß der Fahrer den Radfahrer passieren lassen will.
Das hat sich wohl die Mutter in dem einen Fall, mit dem ich in meiner
NAW-Zeit zu tun hatte auch gedacht. Ergebnis: Kind tot, Mutter schwer
verletzt. Der LKW hatte naemlich nur angehalten, weil er sonst einem
Auto hintenreingefahren waere.
Solche Ratschlaege fuehren nur dazu, dass den Opfern die Schuld
gegeben wird.
Nein.
Davon abgesehen: Ich habe noch nie gehört, daß einem übergemangeltem
Kind vorgeworfen worden wäre, es habe sich die Vorfahrt erzwingen
wollen. Das Sprüchlein kommt nur bei Erwachsenen.
Ich will es mal so formulieren, diese mal mehr, meistens aber weniger
klugen Ratschläge werden schnell zur Pflicht für Radfahrer erklärt und
wenn Radfahrer es nicht tut, ist er schnell selbst schuld.
In Österreich ist es bereits soweit, wenn ich die Diskussion der letzten
Wochen richtig verstanden habe (Maximalgeschwindigkeit für Radfahrer an
allen nicht ampelgeregelten Kreuzungen 10 km/h). Es geht also sogar noch
schlechter als in Deutschland, dabei ist die Rechtspraxis bezüglich
Radfahrern hierzulande schon unterirdisch.
Post by Markus Luft
Post by Martin Gerdes
Post by Markus Luft
Das Einzige, was einen vor bösen Überraschungen ziemlich zuverlässig
schützt ist, echter Mischverkehr.
Das stimmt nicht.
Ich meinte schon in Bezug auf Rechtsabbieger und auch echten
Mischverkehr.
Ansonsten kann ich leider nicht ignorieren, daß es auch auf der
Fahrbahn Gefährdungen für Radfahrer gibt.
Eben. Zu der immanenten Gefahr, die einem schnellen Verkehr nun einmal
innewohnt, kommt beim Mischverkehr noch die Selbstjustiz selbsternannter
Verkehrsoberlehrer -- und die Gefahren dadurch dürften die immanenten
Verkehrsgefahren weit überschreiten.
Post by Markus Luft
Post by Martin Gerdes
Post by Markus Luft
Da ist man nämlich entweder vor oder hinter dem Abbieger.
Und selbst, wenn Du hinter einem Laster an der Ampel stehst und wartest,
ist die Wahrscheinlichkeit nicht gleich 0, daß dieser unvermittelt
zurückstößt. Das hatte ich auch schon einmal.
Das habe ich bislang nur als Autofahrer erlebt, als ein LKW-Führer an
der roten Ampel vor mir nicht bemerkt hatte, daß sein LKW langsam
zurückrollte. Das war das erste von zwei Malen, daß ich mich gezwungen
sah, die Hupe zu betätigen.
Als Radfahrer hilft Dir in dieser Situation Deine Klingel wenig.
Post by Markus Luft
Ansonsten gibbet nix, was es nicht gibt. Neben Dingen aus dem
Kuriositätenkabinett gibt es einige Gefahren, die immer wieder
auftauchen. Gegen die Abbiegerproblematik hilft Radwege meiden und
gegen Dooring hilft Abstand halten, das senkt zugleich die
Wahrscheinlichkeit von Engüberholern.
Klar. Aber auch, wenn Gefahren auf der Fahrbahn relativ gering sind,
sollte man sie nicht fälschlich als nicht vorhanden bezeichnen. Das
stimmt so kategorisch nämlich nicht.
Post by Markus Luft
Post by Martin Gerdes
Post by Markus Luft
Ich bin zwar auch schon mal vor einer Einmündung
überholt worden und der Vollspast hat mich dann beim Abbiegen
gefährdet, aber das ist schon Vorsatz.
Das ist Trieb. Bei einer kleinen Anzahl Outofahrer setzt jegliches
Denkvermögen aus, wenn sie einen Radfahrer vor sich haben. Dann bricht
sich der Überholtrieb Bahn, gegen den sie sich nicht wehren können. Dann
MÜSSEN sie einfach überholen, so sinnlos das in der gegebenen
Verkehrssituation auch sein mag (siehe meine Schilderung vom Donnerstag,
wo ein Outofahrer mich auf der Linksabbiegerspur noch links überholt
hat, obwohl die Geradeausspur rechts neben mir völlig frei war. Ein
solches Verhalten läßt sich nur mit Trieb erklären.
Das war ein Bundi aus Sachsen mit min. doppelt so viel PS unter der
Haube als IQ-Punkte unterm Schädel. Der ist mir danach noch mehrfach
durch zu schnelles und aggressives Verhalten aufgefallen.
Dann paßt die Einschätzung "Trieb" doch ganz besonders.
Johann Mayerwieser
2018-05-27 17:22:52 UTC
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Raw Message
Post by Martin Gerdes
Post by Markus Luft
Ich will es mal so formulieren, diese mal mehr, meistens aber weniger
klugen Ratschläge werden schnell zur Pflicht für Radfahrer erklärt und
wenn Radfahrer es nicht tut, ist er schnell selbst schuld.
In Österreich ist es bereits soweit, wenn ich die Diskussion der letzten
Wochen richtig verstanden habe (Maximalgeschwindigkeit für Radfahrer an
allen nicht ampelgeregelten Kreuzungen 10 km/h).
Das ist zu allgemein.
Nur bei Radfahrerüberfahrten (Zebrastreifen für Radfahrer) darf man sich
diesen mit max. 10 km/h nähern. Auf der Fahrbahn fahrend darfst schneller
sein
Tomas Graser
2018-05-26 20:58:03 UTC
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Raw Message
Post by Martin Gerdes
Hinweis: immer wenn in der Gruppenliste etwas von "politik",
"tagesgeschehen" oder "christentum" steht, hält man sinnvollerweise die
Fingerchen still: Dort ist das Niveau der Diskussion so niedrig, daß man
es überhaupt nicht unterbieten kann, so sehr man sich auch bemühen mag.
Wie wahr. Leider bietet mein knode keine passende Filterfunktion.
Werner Sondermann
2018-05-26 21:45:30 UTC
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Raw Message
Post by Tomas Graser
Post by Martin Gerdes
"christentum"
Wie wahr. Leider bietet mein knode keine passende Filterfunktion.
Den Begriff "Fahrrad" sollte man vielleicht besser in Zukunft filtern.

Der "Deutsche Fahrradfahrer" ist die wohl vernageltste und
intoleranteste menschliche Spezi des gesamten Erdballs. Das hat man
gestern gerade wieder in Berlin trefflich studieren können: Allesamt nur
enthirnte "Faschos" auf zwei Rädern.

Wehret den Anfängen! Dem Dieselmotor gehört statt dessen weiter die
Zukunft.

w.
Harry Mogelsen
2018-05-27 11:50:24 UTC
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Raw Message
On Sat, 26 May 2018 23:45:30 +0200, "Werner Sondermann"
Post by Werner Sondermann
Post by Tomas Graser
Post by Martin Gerdes
"christentum"
Wie wahr. Leider bietet mein knode keine passende Filterfunktion.
Den Begriff "Fahrrad" sollte man vielleicht besser in Zukunft filtern.
Der "Deutsche Fahrradfahrer" ist die wohl vernageltste und
intoleranteste menschliche Spezi des gesamten Erdballs. Das hat man
gestern gerade wieder in Berlin trefflich studieren können: Allesamt nur
enthirnte "Faschos" auf zwei Rädern.
Wehret den Anfängen! Dem Dieselmotor gehört statt dessen weiter die
Zukunft.
w.
Da schau her! Der sich hier in drf um 16:16 Uhr nun zum x-ten Male
verabschiedet habende Werner Sonderbar postet 23:45 Uhr immer noch in
drf. "Der Lügenbaron von drf" wäre noch geschmeichelt - elend dummes
Usenet-Verarscherle trifft wohl schon eher zu. Echt geistesgestört.
Harry Mogelsen
2018-05-27 11:50:24 UTC
Antworten
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On Sat, 26 May 2018 15:18:39 +0200, Martin Gerdes
Post by Martin Gerdes
Post by Friedhelm Waitzmann
Post by The Real Furzmar
Wieder eine Radfahrerin, die ihre Vorfahrt - ohne sich umzuschauen -
erzwingen wollte.
Das ist eine bösartige Unterstellung.
Nein, das ist ein Köder, und Du hast darauf angebissen.
[...]
Post by Martin Gerdes
Post by Friedhelm Waitzmann
Follow-ups nach de.rec.fahrrad.
Ein Follow-up-to ins Nirwana wäre angebracht.
Nur hattest du leider vergessen, das auch in dein Post einzupflegen.
Siegfrid Breuer
2018-05-28 12:24:00 UTC
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Raw Message
Post by Martin Gerdes
Eigentlich nicht. Die Story mit dem "Blickkontakt" verkennt
allerdings die Lage. Wenn man eine solche Stelle schon nicht
vermeiden kann, lohnt es sich, speziell auf LKWs zu achten (zu deren
Fahrer man schon aus räumlichen Gründen als Radfahrer niemals
"Blickkontakt aufnehmen" kann.
Als Autofahrer sollte man tunlichst jeden Blickkontakt zu
Fahrradfahrer oder auch Fussgaengern zu vermeiden suchen,
die meisten sehen das naemlich als direkte Aufforderung,
gegen jegliche Verkehrregeln zu verstossen, und kraehen
dann unterm Auto hervor: "Aber Sie haben mich doch gesehen!"
--
Post by Martin Gerdes
Ich bin nicht Deiner Meinung - kann aber jetzt leider aber auch keinen
100% schluessigen Gegenbeweiss anfuehren.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
[rechthabert Ohlemacher in <***@4ax.com>]
-> das Wahrheitsministerium raet: <http://www.hinterfotz.de/boese.html> <-
Martin Wohlauer
2018-05-28 19:19:33 UTC
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Permalink
Raw Message
Post by Siegfrid Breuer
Post by Martin Gerdes
Eigentlich nicht. Die Story mit dem "Blickkontakt" verkennt
allerdings die Lage. Wenn man eine solche Stelle schon nicht
vermeiden kann, lohnt es sich, speziell auf LKWs zu achten (zu deren
Fahrer man schon aus räumlichen Gründen als Radfahrer niemals
"Blickkontakt aufnehmen" kann.
Als Autofahrer sollte man tunlichst jeden Blickkontakt zu
Fahrradfahrer oder auch Fussgaengern zu vermeiden suchen,
die meisten sehen das naemlich als direkte Aufforderung,
gegen jegliche Verkehrregeln zu verstossen, und kraehen
dann unterm Auto hervor: "Aber Sie haben mich doch gesehen!"
Das Lustige ist: Das geht auch anders rum genau so. Am besten
augenscheinlich ignorieren, damit der andere ja nicht auf die Idee
kommt, dass er jetzt gerade einen Freibrief bekommen hat.

Grüßle,

Martin.
Thomas Bliesener
2018-05-30 17:50:07 UTC
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Raw Message
Martin Wohlauer schrieb:
[Blickkontakt]
Post by Martin Wohlauer
Das Lustige ist: Das geht auch anders rum genau so. Am besten
augenscheinlich ignorieren, damit der andere ja nicht auf die Idee
kommt, dass er jetzt gerade einen Freibrief bekommen hat.
Ich meide in der Regel den Blickkontakt. Meistens ist er unnötig. Meine
einzige Feindberührung vor über 20 Jahren war mit Blickkontakt (Radweg,
Auto, Seitenstraße).
--
bli
Ulli Horlacher
2018-05-30 21:34:07 UTC
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Raw Message
Post by Thomas Bliesener
Ich meide in der Regel den Blickkontakt. Meistens ist er unnötig.
Viel schlimmer: Meistens ist er kontraproduktiv!
"Aha, der Bodenlurch hat mich gesehen, dann kann ich ihm ja jetzt die
Vorfahrt nehmen, der wird schon stehen bleiben."

Deshalb tu ich immer so, als ob ich den Autofahrer nicht gesehen haette.
Die meisten riskieren dann lieber nichts. Die anderen kann ich dann immer
noch anbruellen :-)
--
+ Ulli Horlacher + ***@tandem-fahren.de + http://tandem-fahren.de/ +
Markus Luft
2018-06-03 14:45:29 UTC
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Raw Message
Post by Thomas Bliesener
[Blickkontakt]
Post by Martin Wohlauer
Das Lustige ist: Das geht auch anders rum genau so. Am besten
augenscheinlich ignorieren, damit der andere ja nicht auf die Idee
kommt, dass er jetzt gerade einen Freibrief bekommen hat.
Richtig, die Verkehrssituation ist hinsichtlich de[s|r] Vorrangs/Warte-
pflicht eindeutig geregelt. Wer in so einer eindeutigen Situation eine
Absprache sucht, kommt nur in die Bredouille.
Zusätzlich zu denen, die trotz Hinsehens nicht warten würden, bekommt
man noch jene die das als Vorrangverzicht deuten.
Wer "Blickkontakt suchen" Radfahrern als Sicherheitstip gibt, hat die
Untersuchungen der BASt nicht gelesen oder ignoriert sie absichtlich,
weil er den "freiwilligen" Verzicht auf den Vorrang etablieren will,
der dann übrigens nachfolgenden Radverkehr gefährdet.
Nicht mal die Nichthinseher verhalten sich zuverlässig. Es gibt auch
genug, die nicht hinsehen, weil sie sowieso an der Furt halten wollen
und da erst auf Radverkehr achten wollen. Oft genug kann man Radwege
davor auch eh kaum einsehen.

Man sollte sich noch mal "Ulrich Wickert überquert die Place de la
Concorde" ansehen, da erklärt er das Prinzip: "Ich sehe hin, also
passe ich auf; Ich sehe nicht hin, also paßt Du auf".
BTDT ==> funktioniert!
Martin Gerdes
2018-06-03 20:11:38 UTC
Antworten
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Raw Message
Post by Markus Luft
Post by Thomas Bliesener
[Blickkontakt]
Post by Martin Wohlauer
Das Lustige ist: Das geht auch anders rum genau so. Am besten
augenscheinlich ignorieren, damit der andere ja nicht auf die Idee
kommt, dass er jetzt gerade einen Freibrief bekommen hat.
Richtig, die Verkehrssituation ist hinsichtlich de[s|r] Vorrangs/Warte-
pflicht eindeutig geregelt. Wer in so einer eindeutigen Situation eine
Absprache sucht, kommt nur in die Bredouille.
ACK.
Post by Markus Luft
Zusätzlich zu denen, die trotz Hinsehens nicht warten würden, bekommt
man noch jene die das als Vorrangverzicht deuten.
Auch das.
Post by Markus Luft
Wer "Blickkontakt suchen" Radfahrern als Sicherheitstip gibt, hat die
Untersuchungen der BASt nicht gelesen oder ignoriert sie absichtlich,
weil er den "freiwilligen" Verzicht auf den Vorrang etablieren will,
der dann übrigens nachfolgenden Radverkehr gefährdet.
Never attribute to malice that which can be adequately explained by
stupidity.

Ein nicht unerhebliches Hindernis in der Radverkehrsdiskussion sind
tolle Ratschläge von Outofahrern, die treuherzig ihre meist naiven
Vorstellungen äußern, die nicht in die Realität umzusetzen sind.
Post by Markus Luft
Nicht mal die Nichthinseher verhalten sich zuverlässig. Es gibt auch
genug, die nicht hinsehen, weil sie sowieso an der Furt halten wollen
und da erst auf Radverkehr achten wollen. Oft genug kann man Radwege
davor auch eh kaum einsehen.
Man sollte sich noch mal "Ulrich Wickert überquert die Place de la
Concorde" ansehen, da erklärt er das Prinzip: "Ich sehe hin, also
passe ich auf; Ich sehe nicht hin, also paßt Du auf".
BTDT ==> funktioniert!
Aufgepaßt! Es handelt sich dabei um Franzosen, und diese sind anders
gestrickt als die vorschriftsbesoffenen Deutschen.

(Es gibt im Verkehr nur eine Vorschrift, die geflissentlich mißachtet
wird, leider ist das die wichtigste überhaupt, nämlich §1 StVO.)
Tomas Graser
2018-05-25 18:52:07 UTC
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Raw Message
Schon die Bezeichnung "Brummifahrer" halte ich für eine heimtückische
Verniedlichung.
Falk-Andreas Düsen
2018-05-25 18:56:46 UTC
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Raw Message
Post by Tomas Graser
Schon die Bezeichnung "Brummifahrer" halte ich für eine heimtückische
Verniedlichung.
Das ist ein dämliches Wort aus dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen.

Falk
Siegfrid Breuer
2018-05-28 12:24:00 UTC
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Raw Message
Post by Falk-Andreas Düsen
Post by Tomas Graser
Schon die Bezeichnung "Brummifahrer" halte ich für eine
heimtückische Verniedlichung.
Das ist ein dämliches Wort aus dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen.
Das musst Du denen aber nachsehen.
Die nennen auch Invasoren immer "Fluechtlinge".
--
Post by Falk-Andreas Düsen
(PATSCH-an-die-Stirn-klatsch) - richtig, das hatte ich glatt vergessen.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
[Ottmar Ohlemacher in <1osceep3uovn$***@40tude.net>]
-> das Wahrheitsministerium raet: <http://www.hinterfotz.de/boese.html> <-
Martin Gerdes
2018-05-25 22:10:30 UTC
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Raw Message
Post by Thomas Bliesener
| Nein: Der 48-jährige Fahrer hat die Frau getötet und nicht der Lkw.
| Sicher nicht mit Absicht, aber aus Achtlosigkeit. Punkt.
| Übersehen und toter Winkel sind nur ganz miese Ausreden. Niemand kann
| eine Frau auf einem Rad "übersehen". Übersehen kann man eine kleine
| Schnecke im Salat. Oder auch einen unbeleuchteten Radler in der
| Dunkelheit, aber keine Menschen am hellen Tag auf einem Rad auf einem
| Radstreifen. Übersehen ist nur die billige Lüge für "ich habe nicht
| hingesehen".
<https://www.stern.de/auto/news/ausrede--toter-winkel----wie-brummifahrer-sich-aus-der-verantwortung-schummeln-7991356.html>
Ich wundere mich nur noch über "Der Mann wollte rechts abbiegen ...".
Wollte? Er *ist* doch abgebogen!
Kleinigkeit. Man sollte an solchen stilistischen Feinheiten nicht
einhaken und sich lieber darüber freuen, daß ein Artikel erscheint, der
ausnahmsweise die Radfahrersicht (und nur diese) beschreibt.

Ich persönlich freue mich schon, wenn ein Medium wenigstens teilweise
die Radlersicht zeigt, wie erst am letzten Sonntag hier:

https://www.zdf.de/wissen/terra-xpress/radler-aufstand-und-eine-ueberraschung-im-keller-100.html

Zitat: "Selten genug, daß er (der Radfahrer) in Schutz genommen wird."

Mich nervt die knarrende Stimme des Sprechers. Sie ist in meinen Ohren
einer ernsthaften Beschäftigung mit einem ernsthaften Thema hinderlich.



Zurück zu Deinem Artikel. Im Text schreibt der Autor auch.

| Mini-Strafen für Tot-Fahrer

Einen Radfahrer totzufahren kostet um die 3000 Euro, ist also nicht
besonders teuer.

Vor 2 Jahren wurde bei uns in der Gegend ein Radfahrer von einem Trecker
totgefahren (der Radfahrer selbst hat sich dabei allerdings vermutlich
bescheuert angestellt*).

Nun ist das Verfahren eingestellt worden: Gegen etwa 3000 Euro Geldbuße.

http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Toter-Kuenstler-Verfahren-gegen-Treckerfahrer-eingestellt


*Den Unfallhergang zu ermitteln, wenn nur zwei Leute dabei waren und
einer von beiden hinterher tot ist, ist naturgemäß schwierig. Man sieht
den Unfallort: asphaltierte Grüner-Plan-Straße, Trecker füllt dieselbe
vollflächig aus, Treckerfahrer war wohl nicht bereit, mit zwei Reifen
aufs Grün auszuweichen, um den Radfahrer vorbeizulassen. Das ist
ärgerlich, wenn wenn man mit einem Rennrad mit dünnen Reifen und
Klickpedalen entgegenkommt, aber eine klare Aussage. Ich wäre dem
Stärkeren und Stureren ausgewichen, wenn mich das auch nicht gefreut
hätte. Der Radfahrer wollte sich aber offensichtlich am stehenden
Fahrzeug vorbeiquetschen, dessen Fahrer dann schon aufs Gaspedal trat,
als der Radfahrer noch nicht vorbei war. Das war es dann.
Jörg "Yadgar" Bleimann
2018-05-28 22:03:49 UTC
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Raw Message
Hi(gh)!
Post by Thomas Bliesener
| Nein: Der 48-jährige Fahrer hat die Frau getötet und nicht der Lkw.
| Sicher nicht mit Absicht, aber aus Achtlosigkeit. Punkt.
| Übersehen und toter Winkel sind nur ganz miese Ausreden. Niemand kann
| eine Frau auf einem Rad "übersehen". Übersehen kann man eine kleine
| Schnecke im Salat. Oder auch einen unbeleuchteten Radler in der
| Dunkelheit, aber keine Menschen am hellen Tag auf einem Rad auf einem
| Radstreifen. Übersehen ist nur die billige Lüge für "ich habe nicht
| hingesehen".
Uh, das erinnert mich an diese Szene aus "Zurück in die Zukunft", wo
Marty McFlys Vater von Fiesling Biff zusammengestaucht wird und er nur
verlegen stammelt "Ich wußte nicht, dass der Wagen einen toten Winkel
hat..." - immerhin blieb es im Film bei Blechschäden (und einem mit Bier
bekleckerten Hemd).

Bis bald im Khyberspace!

Yadgar
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