Discussion:
1 Jahr Erfahrung Hinterher (Lastenanhaenger fuer das Fahrrad)
(zu alt für eine Antwort)
Husky-Alex
2018-03-18 08:43:10 UTC
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Raw Message
Vor über einem Jahr hatte ich mir einen Hinterher angeschafft (Münchner
Hersteller von Fahrradanhängern - http://www.hinterher.com). Bei mir
handelt es sich um einen Hmax light, der damals gute 660 Euro kostete.

Meine kurze Erfahrung dazu:

Ein grundsätzliches Problem ist die Ladungsunterbringung. Der Hinterher
verfügt über eine sehr flache Ladeschale oder -wanne aus Aluminium, bei
welcher die Räder überstehen (sind höher als die Ladeschale). Ohne
zusätzliche Vorrichtungen ist es möglich, dass die Ladung während der
Fahrt in die Speichen der Räder rutscht oder an den Reifen streift.

Für die Befestigung der Ladung gibt es zugehörige Spanngurte. Die
Spanngurte werden auf allen vier Seiten in Ausfräßungen an der
Ladeschale des Hinterhers befestigt. Leider befinden sich einige der
Ausfräßungen direkt neben den Rädern. Wenn die Ladung die ganze Breite
des Hinterhers belegt, kommt man dort kaum noch mit der Hand hin, um die
Spanngurte einzuhängen, ohne vorher die Räder abzuziehen.

Die Spanngurte sind sehr lang. Falls die Ladung kleiner ist, muss man
den ungenutzten Rest irgendwo unterbringen, damit er nicht in die Räder
rutschen kann oder während der Fahrt auf der Straße mitschleift. Das ist
meiner Ansicht nach nicht gut gelöst. Oder ich bin zu blöde dafür.

Grundsätzlich ist beim Hinterher die Ladung erst einmal sehr
ungeschützt. Vom Hinterrad des Fahrrades werden Wasser und Schnee gegen
und über die Ladefläche des Hinterher geworfen, so dass es die Ladung
total einsaut. Bei mir trotz Spritzlappen. Die ungeschützten Räder des
Hinterher spritzen nach vorne und verteilen das Wasser auch seitlich und
damit auch über die Ladefläche des Hinterher. Ich hatte schon Fahrten,
nach denen ich gefühlt weit mehr als 1 kg Sand vom Hinterher und von der
Ladung entfert habe.

Eine Ladung einfach so und ungeschützt unterzubringen fällt daher in den
allermeisten Fällen wohl aus.

Kleinteile auf dem Hinterher unterzubringen ist so ohne weiteres nicht
möglich. Man braucht irgend etwas, wo man die Kleinteile unterbringen
kann (Kisten, Boxen). Es war für mich aber bisher nicht möglich,
einzelne Boxen zu finden, die genau auf die Ladefläche des Hinterhers
passen. Damit verschenkt man Ladefläche. Besser sind vermutlich
wasserdichte Packsäcke.

Bei hinterher.com gibt es zwar zugehörige bzw. passende Aluminiumkisten.
Ich hätte aber gerne _einzelne_ und damit kleinere Kisten gehabt (dafür
mehrere, nicht nur eine große).

Kleinere und dafür mehrere Boxen haben den große Vorteil, dass man sie
bequem allein vom Hinterher heben und einzelnen dorthin tragen kann, wo
man sie braucht. Nachteilig ist natürlich, dass diese Kisten bei
Schlechtwetter, Regenwetter oder auch nur bei nassem Boden während der
Fahrt vollkommen mit Sand und Schlamm eingesaut werden, weshalb man sie
nicht unbedingt einfach so in und quer durch ein Haus oder eine Wohnung
tragen möchte.

Die Ladungsunterbringung erfordert in den allermeisten Fällen also
zusätzliches Material (Boxen, Kisten, Halterungen, Packsack usw.), um
die Ladung überhaupt erst einmal unterbringen zu können. Nun wiegt der
Hinterher aber bereits ohne Kisten und Ladung schon mehrere Kilo.

Natürlich kann man mit dem Hinterher durch nahezu jede Tür und damit in
eine Wohnung fahren. Aber das ist halt wenig praktisch, wenn der
Hinterher nach der Fahrt voller Dreck ist.

Ich hatte auch das Problem, dass bei Regen Wasser in die
Anhängerkupplung von Weber geraten, das Wasser über Nacht gefroren war
und sich der Anhänger am nächsten Morgen nicht mehr so ohne weiteres
ankoppeln ließ, obwohl ich ihn in diesem Fall gebraucht hätte. (Ich bin
dann auf die Ortlieb-Taschen ausgewichen.) Man muss schon fast nach
jeder Fahrt die Deichsel rausziehen, ins Haus mitnehmen und früh am
Morgen wieder mit rausnehmen.

Die ganze Handhabung des Hinterher ist also sehr umständlich, wenn man
nicht entsprechend dafür eingerichtet ist durch z. B. einen Schuppen,
wo man ihn abstellen kann. Klar kann man den Anhänger zerlegen und
platzsparend verräumen. Aber dafür muss man wohl mindestens 2x gehen
(Räder, Ladeschale + Deichsel + Gummimatte). Dann kommen eventuell noch
die Boxen dazu. Und dann läuft man schon 4x - 5x mal rauf und runter,
wenn man im zweiten Stock wohnt wie ich. Und wenn man den Anhänger bei
Regenwetter eingesaut hat, wird man ihn so kaum hochtragen wollen. Man
darf ihn also erst einmal trocknen lassen und dann abkehren (oder
waschen und dann trocknen lassen), was jedoch wieder einen
entsprechenden Platz zum Abstellen voraussetzt.

In meinem Fall nehme ich ihn inzwischen kaum noch her, weil sich die
vier Taschen von Ortlieb als wesentlich praktischer erwiesen haben.
Diese sitzen _neben_ den beiden Rädern vom Fahrrad und werden daher auch
nie so eingesaut. Zumal sich auf Grund der Glätte der Oberfläche auch
nur wenig Dreck sammelt. Und Kleinteile sind auch kein Thema; die kommen
einfach rein. Zusätzliches Material brauche ich da auch nicht. Und dann
laufe ich in der Regel nur 2x damit. Damit alles verräumt. Für Einkauf,
aber auch Touren würde ich grundsätzlich immer Ortlieb-Taschen
verwenden. Ein Hinterher ist da kein Ersatz; höchstens eine Ergänzung.
Für Sonderfälle mag er sinnvoll sein.

Vom Fahrverhalten her ist der Hinterher absolut in Ordnung. Allerdings
hüpft er recht leicht, wenn man damit über Bordsteinkanten oder größere
Steine rumpelt. In einem Fall fiel er mir dabei sogar um. Ich hatte
ein Rad des Hinterhers über einen größeren Eisblock gezogen, welcher auf
der Straße lag. Die Ladung verloren habe ich dabei nicht. Zwei
Spanngurte waren ausreichend, um die Ladung sicher auf dem Hinterher zu
halten.

Allzu enge Kurven kann / sollte man mit dem Hinterher auch nicht fahren.
Entweder, man stößt mit dem Bügel gegen den Hinterreifen des Fahrrades,
oder "überdehnt" die Weber-Kupplung.

H.
--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/
Menschen machen Fehler. Computer auch.
Andreas Barth
2018-03-18 09:02:11 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Husky-Alex
Bei hinterher.com gibt es zwar zugehörige bzw. passende Aluminiumkisten.
Ich hätte aber gerne _einzelne_ und damit kleinere Kisten gehabt (dafür
mehrere, nicht nur eine große).
Ich nutze dazu die Euronormboxen von Alutec, siehe
http://www.alutec.net/produkte/kunststoffbehaelter.html

Von den halben passen zwei drauf. Und die sind auch kompatibel
zueinander, d.h. man kann zwei halbe auf eine ganze Stellen. Und
passen auch mechanisch zu Getränkekisten.


Viele Grüße,
Andi
Husky-Alex
2018-03-18 16:21:09 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Andreas Barth
Post by Husky-Alex
Bei hinterher.com gibt es zwar zugehörige bzw. passende Aluminiumkisten.
Ich hätte aber gerne _einzelne_ und damit kleinere Kisten gehabt (dafür
mehrere, nicht nur eine große).
Ich nutze dazu die Euronormboxen von Alutec, siehe
http://www.alutec.net/produkte/kunststoffbehaelter.html
Von den halben passen zwei drauf. Und die sind auch kompatibel
zueinander, d.h. man kann zwei halbe auf eine ganze Stellen. Und
passen auch mechanisch zu Getränkekisten.
Die habe ich auch schon gesehen. Und es gibt auch Deckel dazu.
Allerdings sind deren Griffe offen. Deshalb habe ich sie nicht gekauft.

H.
--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/
Der Gedanke ist die Freiheit.
Olaf Schultz
2018-03-18 09:41:00 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Husky-Alex
Vor über einem Jahr hatte ich mir einen Hinterher angeschafft (Münchner
Hersteller von Fahrradanhängern - http://www.hinterher.com). Bei mir
handelt es sich um einen Hmax light, der damals gute 660 Euro kostete.
...
Post by Husky-Alex
Allzu enge Kurven kann / sollte man mit dem Hinterher auch nicht fahren.
Entweder, man stößt mit dem Bügel gegen den Hinterreifen des Fahrrades,
oder "überdehnt" die Weber-Kupplung.
H.
Das mit dem Einsauen durch die Zugmaschine hat man überall. Hier war es
extrem nervig am Kinderanhänger. Da hat dann ein dort eingehängter
breiter, trapezförmiger Spritzlappen, der oben mit einem Expander am
Gepäckträger der Zugmaschine abgespannt ist, geregelt. Aber das Problem
scheint nur selektiv zu sein... sehe genügend Eltern mit Kleinstkindern
im Anhänger, wo nochnichteinmal das Fliegengitter angebracht ist... oder
sind die einfach nur sorglos?

Was Spanngurtöffnungen angeht: Schreib die einfach an, vielleicht nehmen
die es auf und bieten weiter an. Bei der Flunder harke ich einfach
Gummiexpander (mehrer in Reihe in den Rahmen da ein, wo ich es brauch
oder gehe mit Spannriemen da lang. Man muß halt, ladungsangepaßt,
flexibel sein.

Das überschüssige Spanngurtlänge gesichert werden muß ist normal.

Was mich am Hinterher eher nerven würde: Hoher Schwerpunkt bei kleiner
Spurbreite... bin von der FLunder her eine zügige Kurvenfahrt gewöhnt;-)
Die Flunder hat halt die Ladeplattform deutlich weiter unten.

Was Kisten angeht: Hinerher bietet da IIRC was an und stellt sich als
Basis für Gesamt-Lösungen bereit.

Wenn ich jetzt aufzähle, was ich mit der großen Eigenbau-FLunder alles
transportiere, dazu aber selber Plattformen errichtet habe wird das hier
ein bißchen lang;-)

Olaf
Martin Gerdes
2018-03-18 14:51:33 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Olaf Schultz
Was Spanngurtöffnungen angeht: Schreib die einfach an, vielleicht nehmen
die es auf und bieten weiter an. Bei der Flunder harke ich einfach
Gummiexpander (mehrer in Reihe in den Rahmen da ein, wo ich es brauch
oder gehe mit Spannriemen da lang. Man muß halt, ladungsangepaßt,
flexibel sein.
Den Harken harkt man ein, den Haken hakt man ein, den Hacken hackt man
ein.

Schon schlecht, wenn man nach langem a den Buchstaben r nicht
aussprechen kann.

Meint Maaatin
Husky-Alex
2018-03-18 16:22:10 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Olaf Schultz
Wenn ich jetzt aufzähle, was ich mit der großen Eigenbau-FLunder alles
transportiere, dazu aber selber Plattformen errichtet habe wird das
hier ein bißchen lang;-)
Ist das das hier:

http://www.enhydralutris.de/Fahrrad/HPV-Bilder/OlafSchultz/Flunder_2/index.html

Link auf die Webseite hätte vorab schon mal gereicht.

H.
--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/
Es sind die Details, auf die es ankommt.
Wolfgang Strobl
2018-03-18 18:37:01 UTC
Permalink
Raw Message
Am Sun, 18 Mar 2018 10:41:00 +0100 schrieb Olaf Schultz
Post by Olaf Schultz
Das mit dem Einsauen durch die Zugmaschine hat man überall.
Geht so. Wir - berufstätige Familie mit zwei (damals) kleinen Kindern -
hatten von '93 bis '99 kein Auto, auch kein um zwei Ecken verfügbares
und haben in der Zeit die meisten Transportaufgaben, bei denen das
praktikabel war, mit dem Rad erledigt. Der Anfang '92 angeschaffte
Winther Donkey
<http://www.mystrobl.de/Plone/radfahren/technik/komponenten/winther-donkey>
hatte mit dem Hollandrad als Zugmaschine
<Loading Image...>
(man sieht hier auch die Donkey-Kupplung)
keine Probleme mit dem Einsauen. Erstens hatte das Sparta ordentliche
Schutzbleche, zweitens dichtete die Schale des Donkey nach vorne hin
komplett ab, drittens hat der Anhänger an seinen eher kleinen Rädern
ebenfalls Schutzbleche, last but not least habe ich bei Dreckwetter oder
wenn kleinteiliger Kram nicht rausgeschüttelt werden sollte, immer die
eng anliegende, wasserdichte Plane drübergezogen.
<https://www.sport-klausmann.de/WINTHER-Donkey-Ersatz-Plane-rot>

Zugegeben, das Teil ist winzig, irgend einen Wettbewerb vom Typ "wer hat
den Längeren" wird man mit so etwas nicht gewinnen. Dennoch, ein
Wasser- oder Bierkasten ließ sich damit problemlos transportieren, eine
große Topfpflanze auch, die in keinen Kleinwagen reinpasste. Sogar die
Kinder haben wir in Notfällen mal damit mal durch die Gegend gefahren.
Man kann das Teil mit einer Hand durch die Supermarktkasse schieben und
als Einkaufswagen benutzen oder es eine Treppe hochziehen. Bei uns hieß
das konkret ein paar Stufen zur Hochparterre hoch und dann eine enge
Kellertreppe runter.

Für Stadtbewohner ohne Garage ist das Teil immer noch konkurrenzlos.
Hauptmanko ist die schwere und schwierig zu montierende Kupplung. Aus
div. Gründen, wozu auch gehört, daß die vorhandene Standardkupplung an
keines meiner Räder passte, steht der Donkey seit langem mehr oder
weniger unbenutzt im Keller. Nun habe ich - angestoßen durch diesen
Erfahrungsbericht - mal wieder hinterherrecherchiert und gelesen, daß es
inzwischen eine bizarrerweise als "WEBER M-Kupplung Donkey für e-Bikes"
bezeichnete Kupplung gibt, die mir etwas praktischer zu sein scheint.
Zwar nicht gerade preiswert, aber noch im überschaubaren Bereich.
Insofern überlege ich, den Donkey zu reaktivieren. Kennt jemand hier
die Kupplung? Ein mögliches Problem bei der Montage könnte sein, daß die
lichte Weite der Gepäckträgerstreben ziemlich genau zur
Kupplungsbefestigung passen muß.
--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen
Gerald Eіscher
2018-03-18 23:56:40 UTC
Permalink
Raw Message
Am 18.03.18 um 19:37 schrieb Wolfgang Strobl:

[Winther Donkey]
Post by Wolfgang Strobl
Hauptmanko ist die schwere und schwierig zu montierende Kupplung. Aus
div. Gründen, wozu auch gehört, daß die vorhandene Standardkupplung an
keines meiner Räder passte, steht der Donkey seit langem mehr oder
weniger unbenutzt im Keller.
Für in Mitteleuropa übliche Nicht-Hollandräder mit flacheren
Sattelstreben gibt es eine Kupplung mit angepasstem Winkel. Bei S-förmig
gekrümmten Sattelstreben hilft die aber auch nix.
Weiters gibt es von Winther eine Kupplung, die auf Pletscher
Gepäckträger mit 3-Loch-Befestigung geklemmt wird.
Post by Wolfgang Strobl
Nun habe ich - angestoßen durch diesen
Erfahrungsbericht - mal wieder hinterherrecherchiert und gelesen, daß es
inzwischen eine bizarrerweise als "WEBER M-Kupplung Donkey für e-Bikes"
bezeichnete Kupplung gibt,
Wirklich bizarr. Weber nennt sie einfach "M-Kupplung":
https://www.weber-products.de/products/kupplung-m-h/
(ohne eigene Erfahrungen)
--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |
Olaf Schultz
2018-03-19 15:47:19 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Wolfgang Strobl
Am Sun, 18 Mar 2018 10:41:00 +0100 schrieb Olaf Schultz
Post by Olaf Schultz
Das mit dem Einsauen durch die Zugmaschine hat man überall.
Geht so. Wir - berufstätige Familie mit zwei (damals) kleinen Kindern -
hatten von '93 bis '99 kein Auto, auch kein um zwei Ecken verfügbares
und haben in der Zeit die meisten Transportaufgaben, bei denen das
praktikabel war, mit dem Rad erledigt. Der Anfang '92 angeschaffte
Winther Donkey
...

Mein Donkey (anno 1989?) ist inzwischen als Dauerleihgabe bei einer
guten Bekannten im Einsatz. Ab und zu leihen wir ihn uns nochmal aus...
Hat inzwischen Kollibay-Streben im Rahmen aus Tubus-Rohr für die inneren
Laufradaufnahmen.

Er ist dort gernangenommen.

Da die Felgen und Naben allerdings unterirdische Qualtität haben... bin
ja fast am überlegen den auf Brompton umzurüsten... müßte passen... aber
dafür ist der Leidensdruck noch nicht groß genug;-)

Um die Kupplung an dem Zugrad anzubringen habe ich kurzen Prozess
gemacht: Die Sitzsstrebenkrallen abgesägt, an die unteren Streben Ösen
rangeschweißt/gelötet, ist am Ausfallende angeschraubt... die Streben
der oberen nahe der Kupplung gebogen und oben am Gepäckträger an den
Befestigungen für den Hinterbau mit angeschraubt. Steifer als das
Original ist das allemal.

Olaf, auch mit dem Esel sollte man nicht zu schnell durch die Kurve eilen!
Martin Wohlauer
2018-03-18 10:37:25 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Husky-Alex
Vor über einem Jahr hatte ich mir einen Hinterher angeschafft (Münchner
Hersteller von Fahrradanhängern - http://www.hinterher.com). Bei mir
handelt es sich um einen Hmax light, der damals gute 660 Euro kostete.
Das schon mal eine Feststellung. Ich habe den Hxxl im Auge, aus genau
den Gründen, die du weiter unten auch nennst.
Post by Husky-Alex
Die Spanngurte sind sehr lang. Falls die Ladung kleiner ist, muss man
den ungenutzten Rest irgendwo unterbringen, damit er nicht in die Räder
rutschen kann oder während der Fahrt auf der Straße mitschleift. Das ist
meiner Ansicht nach nicht gut gelöst. Oder ich bin zu blöde dafür.
Das Problem hast du bei jedem Anhänger, wenn die Spanngurte zu lang
sind. Wickeln, schlaufen, eben möglichst viel Länge verbraten. Nervt,
aber wenn man nicht gerade eine Klettbandlösung oder ähnliches hat, um
das gut zusammenzuwickeln, ist es halt so. Hat nichts mit dem Hinterher
im Speziellen zu tun.
Post by Husky-Alex
Grundsätzlich ist beim Hinterher die Ladung erst einmal sehr
ungeschützt. Vom Hinterrad des Fahrrades werden Wasser und Schnee gegen
und über die Ladefläche des Hinterher geworfen, so dass es die Ladung
total einsaut. Bei mir trotz Spritzlappen. Die ungeschützten Räder des
Hinterher spritzen nach vorne und verteilen das Wasser auch seitlich und
damit auch über die Ladefläche des Hinterher. Ich hatte schon Fahrten,
nach denen ich gefühlt weit mehr als 1 kg Sand vom Hinterher und von der
Ladung entfert habe.
Drum eine Box. Das fehlende Schutzblech beim Hinterher ist auch mir ein
Dorn im Auge. Musste wohl der schnellen Ein-/Ausbaumöglichkeit der Räder
weichen, oder so was. Anders rum ist das ja auch so, dass der Dreck der
Räder vom Anhänger dann Richtung Rad und Fahrer spritzt.
Post by Husky-Alex
Eine Ladung einfach so und ungeschützt unterzubringen fällt daher in den
allermeisten Fällen wohl aus.
So ist er halt auch nicht unbedingt gedacht.
Post by Husky-Alex
Kleinteile auf dem Hinterher unterzubringen ist so ohne weiteres nicht
möglich. Man braucht irgend etwas, wo man die Kleinteile unterbringen
kann (Kisten, Boxen). Es war für mich aber bisher nicht möglich,
einzelne Boxen zu finden, die genau auf die Ladefläche des Hinterhers
passen. Damit verschenkt man Ladefläche.
Deswegen das richtige Modell wählen. Der Hxxl ist so gebaut, dass zwei
Euroboxen oder vier Bierkisten drauf passen, aber noch so, dass man
Spanngurte einfädeln kann. Ist zumindest mein Plan, wobei ich eh die
passende Box dazu haben will. Die ist absperrbar, wasserdicht, man kann
aber auch den Deckel abmachen. Genau das was ich will. Wenn die jetzt
noch anständige Beleuchtung dran machen, ist das Ding gekauft. Muss da
noch mal persönlich anrufen, weil meine Email wohl in der Post verloren
gegangen ist...
Post by Husky-Alex
Besser sind vermutlich wasserdichte Packsäcke.
Eine Alternative. Aber wie gesagt, hängt vom Modell ab. Den schmalen
hätte ich nicht haben wollen, genau aus den von dir genannten Gründen.
Post by Husky-Alex
Bei hinterher.com gibt es zwar zugehörige bzw. passende Aluminiumkisten.
Ich hätte aber gerne _einzelne_ und damit kleinere Kisten gehabt (dafür
mehrere, nicht nur eine große).
Dann hättest besser das Modell genommen, was gut zur Euro-Normierung von
Kisten und Boxen passt. Die Maße des Hmax light sind halt beschissen
dafür geeignet.
Post by Husky-Alex
Kleinere und dafür mehrere Boxen haben den große Vorteil, dass man sie
bequem allein vom Hinterher heben und einzelnen dorthin tragen kann, wo
man sie braucht.
Genau!
Post by Husky-Alex
Nachteilig ist natürlich, dass diese Kisten bei Schlechtwetter,
Regenwetter oder auch nur bei nassem Boden während der Fahrt
vollkommen mit Sand und Schlamm eingesaut werden, weshalb man sie
nicht unbedingt einfach so in und quer durch ein Haus oder eine
Wohnung tragen möchte.
Ist die Frage, wo man rum fährt. Die nassen Schuhe sind ggf. nicht
weniger dreckig. Ebenso die Packtaschen. Wenn man so viel Dreck an die
Boxen kriegt, dass der schon ab fällt, ist der Rest normalerweise auch
gut eingesaut.
Post by Husky-Alex
Die Ladungsunterbringung erfordert in den allermeisten Fällen also
zusätzliches Material (Boxen, Kisten, Halterungen, Packsack usw.), um
die Ladung überhaupt erst einmal unterbringen zu können. Nun wiegt der
Hinterher aber bereits ohne Kisten und Ladung schon mehrere Kilo.
Das war aber doch wohl schon vor dem Kauf klar, oder? Die Wanne alleine,
das war das erste, was mir aufgefallen ist, reicht einfach hinten und
vorne nicht aus, um nicht gerade große Dinge zu transportieren.
Post by Husky-Alex
Natürlich kann man mit dem Hinterher durch nahezu jede Tür und damit in
eine Wohnung fahren. Aber das ist halt wenig praktisch, wenn der
Hinterher nach der Fahrt voller Dreck ist.
Meiner bleibt dann vor der Tür, mit einem dickeren Kabelschloss an Box
und Rädern und ggf., wenn ich unterwegs bin, nochmal am Rad festgemacht.
Post by Husky-Alex
Ich hatte auch das Problem, dass bei Regen Wasser in die
Anhängerkupplung von Weber geraten, das Wasser über Nacht gefroren war
und sich der Anhänger am nächsten Morgen nicht mehr so ohne weiteres
ankoppeln ließ, obwohl ich ihn in diesem Fall gebraucht hätte.
Vor dem Stehenlassen abkoppeln, dann hängt die Weber runter und das
Wasser sollte raus laufen.
Post by Husky-Alex
(Ich bin dann auf die Ortlieb-Taschen ausgewichen.) Man muss schon
fast nach jeder Fahrt die Deichsel rausziehen, ins Haus mitnehmen und
früh am Morgen wieder mit rausnehmen.
Wieso die Deichsel mit ins Haus? Hast Angst, dass die Füße kriegt? Wenn
der ganze Anhänger noch draußen steht, finde ich das übertrieben. Wobei
man die, WIMRE, auch festschrauben kann.
Post by Husky-Alex
Die ganze Handhabung des Hinterher ist also sehr umständlich, wenn man
nicht entsprechend dafür eingerichtet ist durch z. B. einen Schuppen,
wo man ihn abstellen kann. Klar kann man den Anhänger zerlegen und
platzsparend verräumen. Aber dafür muss man wohl mindestens 2x gehen
(Räder, Ladeschale + Deichsel + Gummimatte).
Deswegen plane ich gar nicht erst damit. Das Ding bleibt zusammengebaut
vor'm Haus, abgesperrt/angekettet. Die Auf- und Abbauerei ist zwar ganz
niedlich, aber spätestens mit der Box ist es irgendwie witzlos. Nett
gedacht, aber nicht jeder kann das so brauchen. Da wäre mir ein
Schutzblech für die Reifen schon wichtiger.
Post by Husky-Alex
Dann kommen eventuell noch die Boxen dazu. Und dann läuft man schon
4x - 5x mal rauf und runter, wenn man im zweiten Stock wohnt wie ich.
Und wenn man den Anhänger bei Regenwetter eingesaut hat, wird man ihn
so kaum hochtragen wollen. Man darf ihn also erst einmal trocknen
lassen und dann abkehren (oder waschen und dann trocknen lassen), was
jedoch wieder einen entsprechenden Platz zum Abstellen voraussetzt.
Das eh. Ohne Platz vor'm Haus geht das schlecht.
Post by Husky-Alex
In meinem Fall nehme ich ihn inzwischen kaum noch her, weil sich die
vier Taschen von Ortlieb als wesentlich praktischer erwiesen haben.
Diese sitzen _neben_ den beiden Rädern vom Fahrrad und werden daher auch
nie so eingesaut.
Das eine schließt das andere ja auch nicht dauerhaft aus. Wegen ein paar
Sachen vom Discounter umme Ecke schleife ich nicht den fetten Anhänger
rum. Für 2 Kisten Getränke + anderes Zeug dagegen evtl. schon.
Post by Husky-Alex
Zumal sich auf Grund der Glätte der Oberfläche auch nur wenig Dreck
sammelt. Und Kleinteile sind auch kein Thema; die kommen einfach
rein. Zusätzliches Material brauche ich da auch nicht.
Das würde bei meinem Konzept einfach in die Box fliegen, kann da sogar
drin liegen blieben, weil die Box fixierbar und absperrbar ist.
Schlimmstenfalles ist der ganze Anhänger weg. Aber so ist das mit meinem
Rad ja auch jeden Tag.
Post by Husky-Alex
Und dann laufe ich in der Regel nur 2x damit. Damit alles verräumt.
Für Einkauf, aber auch Touren würde ich grundsätzlich immer
Ortlieb-Taschen verwenden. Ein Hinterher ist da kein Ersatz;
höchstens eine Ergänzung. Für Sonderfälle mag er sinnvoll sein.
Ist halt die Frage, was/wie viel du zu transportieren hast. 4 Sandsäcke
will ich nicht in den Ortliebs transportieren. 4 Kisten Bier auch nicht.
Post by Husky-Alex
Vom Fahrverhalten her ist der Hinterher absolut in Ordnung. Allerdings
hüpft er recht leicht, wenn man damit über Bordsteinkanten oder größere
Steine rumpelt.
Du hast zu wenig drin. ;-)
Post by Husky-Alex
In einem Fall fiel er mir dabei sogar um. Ich hatte ein Rad des
Hinterhers über einen größeren Eisblock gezogen, welcher auf der
Straße lag. Die Ladung verloren habe ich dabei nicht. Zwei Spanngurte
waren ausreichend, um die Ladung sicher auf dem Hinterher zu halten.
Elchtest für Anhänger... Für ausreichend schnelle Fahrt bzw. ausreichend
wenig Ladung hast du das immer. Wobei mit steigender Breite des
Anhängers das Problem geringer werden sollte.
Post by Husky-Alex
Allzu enge Kurven kann / sollte man mit dem Hinterher auch nicht fahren.
Entweder, man stößt mit dem Bügel gegen den Hinterreifen des Fahrrades,
oder "überdehnt" die Weber-Kupplung.
Gut, man muss natürlich mit Anhänger anders fahren, als ohne. Fahr mal
mit einem 2 x 1,20 m² Anhänger...

Grüßle,

Martin.
Husky-Alex
2018-03-18 16:28:31 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Martin Wohlauer
Post by Husky-Alex
Nachteilig ist natürlich, dass diese Kisten bei Schlechtwetter,
Regenwetter oder auch nur bei nassem Boden während der Fahrt
vollkommen mit Sand und Schlamm eingesaut werden, weshalb man sie
nicht unbedingt einfach so in und quer durch ein Haus oder eine
Wohnung tragen möchte.
Ist die Frage, wo man rum fährt. Die nassen Schuhe sind ggf. nicht
weniger dreckig. Ebenso die Packtaschen. Wenn man so viel Dreck an die
Boxen kriegt, dass der schon ab fällt, ist der Rest normalerweise auch
gut eingesaut.
Bei mir nicht. Die Räder vom Fahrrad sind relativ gut geschützt. Nicht
so beim Hinterher.
Post by Martin Wohlauer
Post by Husky-Alex
Die Ladungsunterbringung erfordert in den allermeisten Fällen also
zusätzliches Material (Boxen, Kisten, Halterungen, Packsack usw.), um
die Ladung überhaupt erst einmal unterbringen zu können. Nun wiegt der
Hinterher aber bereits ohne Kisten und Ladung schon mehrere Kilo.
Das war aber doch wohl schon vor dem Kauf klar, oder? Die Wanne alleine,
das war das erste, was mir aufgefallen ist, reicht einfach hinten und
vorne nicht aus, um nicht gerade große Dinge zu transportieren.
Große Dinge kannst du damit schon transportieren. Kleine eher nicht.
Dass es aber so schwierig ist, vernünftige Boxen dafür aufzutreiben, das
war mir vorher nicht klar. Und auch, dass das alles so eingesaut wird.
Post by Martin Wohlauer
Post by Husky-Alex
Natürlich kann man mit dem Hinterher durch nahezu jede Tür und damit in
eine Wohnung fahren. Aber das ist halt wenig praktisch, wenn der
Hinterher nach der Fahrt voller Dreck ist.
(Ich bin dann auf die Ortlieb-Taschen ausgewichen.) Man muss schon
fast nach jeder Fahrt die Deichsel rausziehen, ins Haus mitnehmen und
früh am Morgen wieder mit rausnehmen.
Wieso die Deichsel mit ins Haus? Hast Angst, dass die Füße kriegt? Wenn
der ganze Anhänger noch draußen steht, finde ich das übertrieben. Wobei
man die, WIMRE, auch festschrauben kann.
Damit sich das eingedrungene Wasser verflüchtigen kann, weil es sonst
draußen über Nacht wieder gefriert.
Post by Martin Wohlauer
Post by Husky-Alex
In meinem Fall nehme ich ihn inzwischen kaum noch her, weil sich die
vier Taschen von Ortlieb als wesentlich praktischer erwiesen haben.
Diese sitzen _neben_ den beiden Rädern vom Fahrrad und werden daher auch
nie so eingesaut.
Das eine schließt das andere ja auch nicht dauerhaft aus. Wegen ein paar
Sachen vom Discounter umme Ecke schleife ich nicht den fetten Anhänger
rum. Für 2 Kisten Getränke + anderes Zeug dagegen evtl. schon.
Getränkekisten? Sowas kaufe ich nicht Wir haben einen Wasserhahn im
Haus. (Dass die Getränkekisten bei Regen wieder eingesaut würden, sei
mal...)
Post by Martin Wohlauer
Post by Husky-Alex
Und dann laufe ich in der Regel nur 2x damit. Damit alles verräumt.
Für Einkauf, aber auch Touren würde ich grundsätzlich immer
Ortlieb-Taschen verwenden. Ein Hinterher ist da kein Ersatz;
höchstens eine Ergänzung. Für Sonderfälle mag er sinnvoll sein.
Ist halt die Frage, was/wie viel du zu transportieren hast. 4
Sandsäcke will ich nicht in den Ortliebs transportieren. 4 Kisten Bier
auch nicht.
Für solche Sonderfälle ist er ja auch gut. Aber nicht für den
wöchentlichen Einkauf, wie ich habe feststellen müssen. Zumindest nicht
bei mir.

Ciao,

A.
--
http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/
Der Gedanke ist die Freiheit.
Andreas Barth
2018-03-18 16:34:43 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Husky-Alex
Getränkekisten? Sowas kaufe ich nicht Wir haben einen Wasserhahn im
Haus. (Dass die Getränkekisten bei Regen wieder eingesaut würden, sei
mal...)
Obwohl mein Wasserhahn in Bayern gelegen ist, liefert er kein Bier.
Daher brauche ich doch gelegentlich mal eine Getränkekiste.


Viele Grüße,
Andi
HC Ahlmann
2018-03-18 11:39:19 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Husky-Alex
Vor über einem Jahr hatte ich mir einen Hinterher angeschafft (Münchner
Hersteller von Fahrradanhängern - http://www.hinterher.com). Bei mir
handelt es sich um einen Hmax light, der damals gute 660 Euro kostete.
Ein grundsätzliches Problem ist die Ladungsunterbringung. Der Hinterher
verfügt über eine sehr flache Ladeschale oder -wanne aus Aluminium, bei
welcher die Räder überstehen (sind höher als die Ladeschale). Ohne
zusätzliche Vorrichtungen ist es möglich, dass die Ladung während der
Fahrt in die Speichen der Räder rutscht oder an den Reifen streift.
Für die Befestigung der Ladung gibt es zugehörige Spanngurte. Die
Spanngurte werden auf allen vier Seiten in Ausfräßungen an der
Ladeschale des Hinterhers befestigt. Leider befinden sich einige der
Ausfräßungen direkt neben den Rädern. Wenn die Ladung die ganze Breite
des Hinterhers belegt, kommt man dort kaum noch mit der Hand hin, um die
Spanngurte einzuhängen, ohne vorher die Räder abzuziehen.
Die Spanngurte sind sehr lang. Falls die Ladung kleiner ist, muss man
den ungenutzten Rest irgendwo unterbringen, damit er nicht in die Räder
rutschen kann oder während der Fahrt auf der Straße mitschleift. Das ist
meiner Ansicht nach nicht gut gelöst. Oder ich bin zu blöde dafür.
Das lose Ende von Spanngurten, den Tampen, kann man halbierend falten,
schnell einrollen und mit oder ohne Gummiband unter zwischen Gurt und
Ladung klemmen.
Post by Husky-Alex
Grundsätzlich ist beim Hinterher die Ladung erst einmal sehr
ungeschützt. Vom Hinterrad des Fahrrades werden Wasser und Schnee gegen
und über die Ladefläche des Hinterher geworfen, so dass es die Ladung
total einsaut. Bei mir trotz Spritzlappen.
Das Problem besteht bei allen Anhängern, weil sie vom Hinterrad
eingesaut werden. Deshalb muss man bei Kinderanhängern auch den
vermeintlichen Insektenschutz schließen, der ist eher ein Schutz gegen
Steinchen.
Post by Husky-Alex
Die ungeschützten Räder des Hinterher spritzen nach vorne und verteilen
das Wasser auch seitlich und damit auch über die Ladefläche des Hinterher.
Ich hatte schon Fahrten, nach denen ich gefühlt weit mehr als 1 kg Sand
vom Hinterher und von der Ladung entfert habe.
Zum einen sauen freistehende Räder auch den Radfahrer hinterrücks ein,
zum anderen existiren Steckschutzbleche. Ich habe einst zwei Sätze Hebie
Viper gekauft, die beiden kürzeren am Anhänger und die beiden längeren
am Fahrrad montiert (das Tretlager bleibt nun auch sauber).
Post by Husky-Alex
Eine Ladung einfach so und ungeschützt unterzubringen fällt daher in den
allermeisten Fällen wohl aus.
Kiste mit Deckel, Tasche ...
Post by Husky-Alex
Kleinteile auf dem Hinterher unterzubringen ist so ohne weiteres nicht
möglich. Man braucht irgend etwas, wo man die Kleinteile unterbringen
kann (Kisten, Boxen). Es war für mich aber bisher nicht möglich,
einzelne Boxen zu finden, die genau auf die Ladefläche des Hinterhers
passen. Damit verschenkt man Ladefläche. Besser sind vermutlich
wasserdichte Packsäcke.
Bei hinterher.com gibt es zwar zugehörige bzw. passende Aluminiumkisten.
Ich hätte aber gerne _einzelne_ und damit kleinere Kisten gehabt (dafür
mehrere, nicht nur eine große).
Kleinere und dafür mehrere Boxen haben den große Vorteil, dass man sie
bequem allein vom Hinterher heben und einzelnen dorthin tragen kann, wo
man sie braucht. Nachteilig ist natürlich, dass diese Kisten bei
Schlechtwetter, Regenwetter oder auch nur bei nassem Boden während der
Fahrt vollkommen mit Sand und Schlamm eingesaut werden, weshalb man sie
nicht unbedingt einfach so in und quer durch ein Haus oder eine Wohnung
tragen möchte.
Nachteilig an mehreren Boxen sind außerdem das höhere Tara und
Scheuerstellen bei Verwendung mehrerer Boxen gleichzeitig.
Post by Husky-Alex
(...)
In meinem Fall nehme ich ihn inzwischen kaum noch her, weil sich die
vier Taschen von Ortlieb als wesentlich praktischer erwiesen haben.
Diese sitzen _neben_ den beiden Rädern vom Fahrrad und werden daher auch
nie so eingesaut. Zumal sich auf Grund der Glätte der Oberfläche auch
nur wenig Dreck sammelt. Und Kleinteile sind auch kein Thema; die kommen
einfach rein. Zusätzliches Material brauche ich da auch nicht. Und dann
laufe ich in der Regel nur 2x damit. Damit alles verräumt. Für Einkauf,
aber auch Touren würde ich grundsätzlich immer Ortlieb-Taschen
verwenden. Ein Hinterher ist da kein Ersatz; höchstens eine Ergänzung.
Für Sonderfälle mag er sinnvoll sein.
Ein Anhänger ist immer eine Ergänzung zu Taschen, wenn es um
alltäglichen Kleinkram geht. Die Stärken eines Anhänges sind andere:
viel Zuladung, viel Ladefläche, Verwendung mit dem gewohnten Fahrrad.
Post by Husky-Alex
Vom Fahrverhalten her ist der Hinterher absolut in Ordnung. Allerdings
hüpft er recht leicht, wenn man damit über Bordsteinkanten oder größere
Steine rumpelt. In einem Fall fiel er mir dabei sogar um. Ich hatte
ein Rad des Hinterhers über einen größeren Eisblock gezogen, welcher auf
der Straße lag. Die Ladung verloren habe ich dabei nicht. Zwei
Spanngurte waren ausreichend, um die Ladung sicher auf dem Hinterher zu
halten.
Das kann mit einem Einradanhänger nicht passieren.
Post by Husky-Alex
Allzu enge Kurven kann / sollte man mit dem Hinterher auch nicht fahren.
Entweder, man stößt mit dem Bügel gegen den Hinterreifen des Fahrrades,
oder "überdehnt" die Weber-Kupplung.
Gegen den eingeschränkten Knickwinkel hülfe eine Hochdeichsel, aber die
bringt andere Nachteile mit sich, oder ein Eigenbau a la Flunder (Olaf
Schultz). Ein Einradanhänger lässt sich zwar stärker knicken, senkt sich
dann aber, sofern man nicht das Gespann ins Kurveninnere drückt und die
Kupplung arg strapaziert.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte
Andreas Barth
2018-03-18 12:03:27 UTC
Permalink
Raw Message
Post by HC Ahlmann
Nachteilig an mehreren Boxen sind außerdem das höhere Tara und
Scheuerstellen bei Verwendung mehrerer Boxen gleichzeitig.
Wenn die Boxen passgenau sind, dann scheuert nix.
Post by HC Ahlmann
Gegen den eingeschränkten Knickwinkel hülfe eine Hochdeichsel, aber die
bringt andere Nachteile mit sich, oder ein Eigenbau a la Flunder (Olaf
Schultz). Ein Einradanhänger lässt sich zwar stärker knicken, senkt sich
dann aber, sofern man nicht das Gespann ins Kurveninnere drückt und die
Kupplung arg strapaziert.
Sowas wie die Flunder würde ich gerne kaufen, wenn denn verfügbar.


Viele Grüße,
Andi
Olaf Schultz
2018-03-18 12:36:46 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Andreas Barth
Post by HC Ahlmann
Nachteilig an mehreren Boxen sind außerdem das höhere Tara und
Scheuerstellen bei Verwendung mehrerer Boxen gleichzeitig.
Wenn die Boxen passgenau sind, dann scheuert nix.
Post by HC Ahlmann
Gegen den eingeschränkten Knickwinkel hülfe eine Hochdeichsel, aber die
bringt andere Nachteile mit sich, oder ein Eigenbau a la Flunder (Olaf
Schultz). Ein Einradanhänger lässt sich zwar stärker knicken, senkt sich
dann aber, sofern man nicht das Gespann ins Kurveninnere drückt und die
Kupplung arg strapaziert.
Sowas wie die Flunder würde ich gerne kaufen, wenn denn verfügbar.
Läßt sich recht einfach selberbauen;-)

Olaf
Andreas Barth
2018-03-18 13:22:33 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Olaf Schultz
Post by Andreas Barth
Post by HC Ahlmann
Nachteilig an mehreren Boxen sind außerdem das höhere Tara und
Scheuerstellen bei Verwendung mehrerer Boxen gleichzeitig.
Wenn die Boxen passgenau sind, dann scheuert nix.
Post by HC Ahlmann
Gegen den eingeschränkten Knickwinkel hülfe eine Hochdeichsel, aber die
bringt andere Nachteile mit sich, oder ein Eigenbau a la Flunder (Olaf
Schultz). Ein Einradanhänger lässt sich zwar stärker knicken, senkt sich
dann aber, sofern man nicht das Gespann ins Kurveninnere drückt und die
Kupplung arg strapaziert.
Sowas wie die Flunder würde ich gerne kaufen, wenn denn verfügbar.
Läßt sich recht einfach selberbauen;-)
Mag sein aber ich bastle eh schon zu viel selbst. Und damit bleibt es
halt bei Weber, bis ich eine andere Kupplung als einfachen Ersatz
finde.


Viele Grüße,
Andi
Andreas Borutta
2018-03-18 17:35:05 UTC
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Raw Message
Post by Husky-Alex
Für die Befestigung der Ladung gibt es zugehörige Spanngurte. Die
Spanngurte werden auf allen vier Seiten in Ausfräßungen an der
Ladeschale des Hinterhers befestigt. Leider befinden sich einige der
Ausfräßungen direkt neben den Rädern. Wenn die Ladung die ganze Breite
des Hinterhers belegt, kommt man dort kaum noch mit der Hand hin, um die
Spanngurte einzuhängen, ohne vorher die Räder abzuziehen.
Ich verwende an meinen Gurten Karabiner an beiden Enden.
Das beschleunigt und vereinfacht das Zurren enorm.

Kann man leicht selber annähen oder fix in einer Änderungsschneiderei
erledigen lassen.

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(vorderer Gurt)

Für Zurrereien mit leichteren Objekten verwende ich am liebsten diesen
selbstgebauten Gummigurt mit Schnellverstellung:

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Da entfällt auch das Wegstauen des losen Endes, weil es keines gibt.


Andreas
--
http://fahrradzukunft.de
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