Discussion:
Radschnellweg Ffm <-> Da
(zu alt für eine Antwort)
Dirk Wagner
2018-03-11 08:23:16 UTC
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Raw Message
In der FR wurden die "Planungen" für den durch Frankfurf führenden Teil
des geplanten Radschnellwegs Frankfurt <-> Darmstadt "vorgestellt":
<http://www.fr.de/rhein-main/verkehr/radverkehr-keine-laternen-fuer-radweg-im-stadtwald-a-1464324>

Leider ohne weiterführenden Link.

Ich hoffe, dass hier kein Geld für weitere Maßnahmen in die Hand
genommen wird. Die projektierten Wege lassen sich bis auf wenige
Ausnahmen schon jetzt ganz gut befahren - und dort, wo das nicht der
Fall hilft, würde ein Radweg auch nicht helfen (bzw. gibt es schon
einen).
Die geneigten Leser erinnern sich vielleicht noch an den Unfall meiner
Frau auf dem Radweg in der Eisenbahnunterführung
(<1lnuoej.1dq7u151klziyN%***@diwasoft.de>)

Ciao

dirk
Volker Borchert
2018-03-11 13:49:15 UTC
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Raw Message
Post by Dirk Wagner
In der FR wurden die "Planungen" für den durch Frankfurf führenden Teil
Warum nicht einfach die Fahrbahn der Bundesstraße Nummer Drei benutzen?
--
"I'm a doctor, not a mechanic." Dr Leonard McCoy <***@ncc1701.starfleet.fed>
"I'm a mechanic, not a doctor." Volker Borchert <***@despammed.com>
U***@web.de
2018-03-11 15:34:30 UTC
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Raw Message
Moin,
Post by Volker Borchert
Post by Dirk Wagner
In der FR wurden die "Planungen" für den durch Frankfurf führenden Teil
Warum nicht einfach die Fahrbahn der Bundesstraße Nummer Drei benutzen?
Nicht vergnügungssteuerpflichtig, schon wg. Lärm und Atemluft?

Gruß, ULF
Susanne Jäger
2018-03-11 15:39:48 UTC
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Raw Message
Post by Dirk Wagner
In der FR wurden die "Planungen" für den durch Frankfurf führenden Teil
<http://www.fr.de/rhein-main/verkehr/radverkehr-keine-laternen-fuer-radweg-im-stadtwald-a-1464324>
Leider ohne weiterführenden Link.
Schnelle Suche brachte zum Vorschein:
http://www.verkehrswende-darmstadt.de/radschnellweg-da-f/
http://www.rund-ums-rad.info/verkehrspolitik-radschnellweg-frankfurt-darmstadt/
Machbarkeitsstudie: http://ftp.planungsverband.de/Endbericht_RSW_F_DA.pdf

mangels Ortskenntnis kann ich zu den Details nichts sagen, beim
Überfliegen scheint mir das Ganze aber recht solide.

Gut gemachte Radschnellwege haben m.E. neben einem hoffentlich realen
auch einen nicht zu unterschätzenden Werbevorteil, um Leute zu einem
Umstieg von Auto auf Fahrrad zu motivieren.

Gruß
Susanne

Gruß
Susanne
Dirk Wagner
2018-03-11 16:06:36 UTC
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Raw Message
Post by Susanne Jäger
Post by Dirk Wagner
Leider ohne weiterführenden Link.
Wenn - in der Online-Ausgabe einer Zeitung - ein Informationsschnipsel
zu einem Thema verbreitet wird, wäre es nicht wirklich zu viel verlangt,
weiterführende Links anzugeben, damit auch diejenige, die bislang nicht
wissen, worum es geht, sich informieren können.

Aber das ist heutzutage wahrscheinlich zu viel verlangt.
Post by Susanne Jäger
http://www.verkehrswende-darmstadt.de/radschnellweg-da-f/
Die Breite des Radschnellweges soll gewährleisten, dass zwei Fahrräder
nebeneinander verkehren und ohne Störung durch ein drittes Fahrrad
überholt werden können.

Also mindestens 3m Breite?
Post by Susanne Jäger
Die Begegnung von zwei jeweils nebeneinanderfahrenden Radfahrern bei
Zweirichtungsführungen soll möglich sein.

oder eher 4m?

Ich meine irgendwo was von 4m gelesen zu haben...

=> Ja ein wenig weiter unten im Paper steht das ;-)

Wenn der Radschnellweg als Radstreifen geführt wird, soll er eine
Mindestbreite von 3m + Sicherheitsabstand habe - also eine reguläre
Fahrspur.

Für die Holbeinstraße im nördlichen Teil hieße das wirklich: Sperrung.
Im südlichen Teil ist das nur machbar, wenn die Parkplätze dort
wegfielen...

Wobei sie dort wahrscheinlich eher die Variante Mischverkehr gehen
werden.
Daraus folgt: In Frankfurt ändert sich (wahrscheinlich) nichts.
Das ist aber auch gut so, denn ALLES, was sie hier extra planen würden,
wäre eine Verschlecheterung der aktuellen (radwegfreien) Situation.

Sieht man von einer Sanierung der STraße von der Buchscheer bis zum
Betriebssportplatz ab...
Post by Susanne Jäger
http://www.rund-ums-rad.info/verkehrspolitik[...]darmstadt/
Sichere Befahrbarkeit auch bei hohen Fahrtgeschwindigkeiten (30 km/h)
DAS widerspricht aber dem Vorhaben der Stadt Frankfurt, die Wege im
Stadwald weder zu beleuchten noch durchgängig zu asphaltieren.
Post by Susanne Jäger
Separation vom Fußverkehr
Auch das dürfe im Stadtwald schwierig werden...

In diesem Dokument ist auch ein "Musterquerschnitt" mit Führung des
"Radschnellwegs" als Hochbordweg mit Zeichen 241 zu sehen.
Dier hat der Radwegteil nur 2m Breite - und wie das mit der Separation
vom Fußgängerverkehr abläuft, wissen wir ja alle...

Ciao

dirk
U***@web.de
2018-03-11 16:16:36 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Dirk Wagner
Post by Dirk Wagner
Leider ohne weiterführenden Link.
Wenn - in der Online-Ausgabe einer Zeitung - ein Informationsschnipsel
zu einem Thema verbreitet wird, wäre es nicht wirklich zu viel verlangt,
weiterführende Links anzugeben, damit auch diejenige, die bislang nicht
wissen, worum es geht, sich informieren können.
Aber das ist heutzutage wahrscheinlich zu viel verlangt.
Bist Du der Meinung, es wäre für die, die den
Zeitungslink nicht eingestellt haben, mehr
Recherchearbeit gewesen, als es für den
Linkeinsteller gewesen wäre?

Dann kommen die Nächsten und wünschen zu Links eine
möglichst vollständige Zusammenfassung des Inhalts.
Irgendwo in einem Bankfurter Nahverkehrsforum
stark ultimativ.

Gruß, ULF
Dirk Wagner
2018-03-11 16:29:29 UTC
Permalink
Raw Message
Post by U***@web.de
Bist Du der Meinung, es wäre für die, die den
Zeitungslink nicht eingestellt haben, mehr
Recherchearbeit gewesen, als es für den
Linkeinsteller gewesen wäre?
Ich bin der Meinung, dass EINE ZEITUNG in ihrer ONLINEVERSION
weiterreichende Links veröffentlichen könnte. Zur vernünftigen Recherche
hätten die Reporter diese ja sowieso heraussuchen müssen - und dann
kostet es nichts, diese auch zu veröffentlichen.

Wenn man natürlich nur Pressemeldungen unbearbeitet weitergibt, ist
sowas zu viel verlangt.

Meine Aussage sollte KEINE Kritik an Susanne sondern an der FR sein!

ciao

dirk
Bernd Ullrich
2018-03-11 17:20:11 UTC
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Raw Message
Post by Dirk Wagner
Post by Susanne Jäger
Post by Dirk Wagner
Leider ohne weiterführenden Link.
Wenn - in der Online-Ausgabe einer Zeitung - ein Informationsschnipsel
zu einem Thema verbreitet wird, wäre es nicht wirklich zu viel verlangt,
weiterführende Links anzugeben, damit auch diejenige, die bislang nicht
wissen, worum es geht, sich informieren können.
Aber das ist heutzutage wahrscheinlich zu viel verlangt.
Post by Susanne Jäger
http://www.verkehrswende-darmstadt.de/radschnellweg-da-f/
Die Breite des Radschnellweges soll gewährleisten, dass zwei Fahrräder
nebeneinander verkehren und ohne Störung durch ein drittes Fahrrad
überholt werden können.
Also mindestens 3m Breite?
Post by Susanne Jäger
Die Begegnung von zwei jeweils nebeneinanderfahrenden Radfahrern bei
Zweirichtungsführungen soll möglich sein.
oder eher 4m?
Ich meine irgendwo was von 4m gelesen zu haben...
=> Ja ein wenig weiter unten im Paper steht das ;-)
Wenn der Radschnellweg als Radstreifen geführt wird, soll er eine
Mindestbreite von 3m + Sicherheitsabstand habe - also eine reguläre
Fahrspur.
Für die Holbeinstraße im nördlichen Teil hieße das wirklich: Sperrung.
Im südlichen Teil ist das nur machbar, wenn die Parkplätze dort
wegfielen...
Wobei sie dort wahrscheinlich eher die Variante Mischverkehr gehen
werden.
Daraus folgt: In Frankfurt ändert sich (wahrscheinlich) nichts.
Das ist aber auch gut so, denn ALLES, was sie hier extra planen würden,
wäre eine Verschlecheterung der aktuellen (radwegfreien) Situation.
Sieht man von einer Sanierung der STraße von der Buchscheer bis zum
Betriebssportplatz ab...
Post by Susanne Jäger
http://www.rund-ums-rad.info/verkehrspolitik[...]darmstadt/
Sichere Befahrbarkeit auch bei hohen Fahrtgeschwindigkeiten (30 km/h)
DAS widerspricht aber dem Vorhaben der Stadt Frankfurt, die Wege im
Stadwald weder zu beleuchten noch durchgängig zu asphaltieren.
Post by Susanne Jäger
Separation vom Fußverkehr
Auch das dürfe im Stadtwald schwierig werden...
---------------------------------
Post by Dirk Wagner
In diesem Dokument ist auch ein "Musterquerschnitt" mit Führung des
"Radschnellwegs" als Hochbordweg mit Zeichen 241 zu sehen.
Dier hat der Radwegteil nur 2m Breite - und wie das mit der Separation
vom Fußgängerverkehr abläuft, wissen wir ja alle...
Die Entwicklung gehet stetig voran, vom "Rad_Weg" hin zum "Rad_Schnell_Weg".
Es soll angeblich doch noch Ärsche geben die das klasse finden.

Gruß,

BU
Volker Borchert
2018-03-17 14:46:36 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Dirk Wagner
Post by Susanne Jäger
Sichere Befahrbarkeit auch bei hohen Fahrtgeschwindigkeiten (30 km/h)
DAS widerspricht aber dem Vorhaben der Stadt Frankfurt, die Wege im
Stadwald weder zu beleuchten noch durchgängig zu asphaltieren.
Klar, würde Boden versiegeln sowie elf Regenwürmer und einundsiebzig
Nachtfalter töten.
--
"I'm a doctor, not a mechanic." Dr Leonard McCoy <***@ncc1701.starfleet.fed>
"I'm a mechanic, not a doctor." Volker Borchert <***@despammed.com>
Martin Kozlowski
2018-03-11 17:25:36 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Dirk Wagner
Post by Dirk Wagner
In der FR wurden die "Planungen" für den durch Frankfurf führenden Teil
<http://www.fr.de/rhein-main/verkehr/radverkehr-keine-laternen-fuer-
radweg-im-stadtwald-a-1464324>
Post by Dirk Wagner
Leider ohne weiterführenden Link.
http://www.verkehrswende-darmstadt.de/radschnellweg-da-f/
http://www.rund-ums-rad.info/verkehrspolitik-radschnellweg-frankfurt-darmstadt
Machbarkeitsstudie: http://ftp.planungsverband.de/Endbericht_RSW_F_DA.pdf
Als Ergänzung noch ein Link des Regionalverband FrankfurtRheinMain:
<https://www.region-frankfurt.de/Radschnellwege>
Thomas Bliesener
2018-03-12 13:12:39 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Susanne Jäger
Gut gemachte Radschnellwege haben m.E. neben einem hoffentlich realen
auch einen nicht zu unterschätzenden Werbevorteil, um Leute zu einem
Umstieg von Auto auf Fahrrad zu motivieren.
Ja! Völlig richtig! (Das "gut gemacht" muß man noch etwas ausführen:
überdacht, klimatisiert, beleuchtet und verläuft immer bergab.)

| Knoflacher: Das Auto hat sich wie ein Virus in unserem Gehirn
| festgesetzt. Und zwar nicht irgendwo, sondern genau da, wo wir mit
| rationalen Argumenten nicht mehr zu erreichen sind.
<http://www.spiegel.de/spiegel/autos-in-innenstaedten-wir-haben-systematisch-stau-erzeugt-a-1196234.html>
Post by Susanne Jäger
Gruß
Susanne
Gruß
Susanne
Zuviel herumeditiert? ;-)
--
bli
Christoph Strauch
2018-03-12 19:36:26 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Thomas Bliesener
Post by Susanne Jäger
Gut gemachte Radschnellwege haben m.E. neben einem hoffentlich realen
auch einen nicht zu unterschätzenden Werbevorteil, um Leute zu einem
Umstieg von Auto auf Fahrrad zu motivieren.
Nichts dagegen einzuwenden, solange dann nicht vermehrt Z254 oder Z331 aufgestellt werden.
Post by Thomas Bliesener
überdacht, klimatisiert, beleuchtet und verläuft immer bergab.)
Eine saubere Asphaltoberfläche in gutem Zustand würde mir schon reichen. Das impliziert dann auch Winterdienst und Straßenreinigung. Gerne auch nicht zu enge Kurvenradien und wenige Kreuzungen. All das wird es bei dem projektierten Weg im Bereich des frankfurter Stadtwaldes nicht geben.
Thomas Bliesener
2018-03-13 00:05:02 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Christoph Strauch
Post by Thomas Bliesener
überdacht, klimatisiert, beleuchtet und verläuft immer bergab.)
Eine saubere Asphaltoberfläche in gutem Zustand würde mir schon reichen.
Du bist ja auch Radfahrer. (Mir reicht sogar irgendeine befestigte
Oberfläche außer Kopfsteinpflaster zum Radfahren. Eine glatte, saubere
Asphaltdecke nehme ich natürlich mit Kußhand.)

Es ging aber um Susannes Hoffnung, Autofahrer zum Umstieg aufs Fahrrad
zu motivieren. Dafür sollte man schon etwas bieten. Obige Liste wird
aber nicht reichen, denn es gibt immer einen Grund, warum ausgerechnet
heute das Auto unverzichtbar war.

In der Regierung des Bundesstaats Jalisco als auch in den Rathäusern
reden sie seit Jahren angesichts der unübersehbaren üblichen Probleme
wie verstopfter Straßen, verpesteter Luft, Lärm und Verkehrsschneisen,
die die Stadt zerteilen, von der Verkehrswende.

Man hat den Leuten 2014 ein kostenloses System von öffentlichen
Leihrädern namens "MiBici" hingestellt. (Na gut: fast kostenlos. 16 €
*Jahres*gebühr.) 1a gewartet, Rechtsschutz- und Krankenversicherung
inklusive. Bei Problemen sofortige Betreuung auf Zuruf. Die Stadt baut
Radwege wie bekloppt.

Die Fahrräder werden auch von einigen Leuten genutzt, aber die Zahlen
bleiben weit hinter den Erwartungen zurück. Zu Beginn hatte man
großspurig angekündigt, die 180.000 angemeldeten Nutzer des Systems in
Mexiko-Stadt bis Oktober 2018 "fast sicher" zu erreichen oder sogar zu
übertreffen, statt dessen sind es bislang nur etwa 30.000, darunter
etliche Karteileichen.

Die Betreiber suchen verzweifelt nach Daten, mit denen sie glänzen
können. In GDL entfallen auf jeden Nutzer mehr Fahrten als in
Mexiko-Stadt. Na super. Leicht steigende Nutzerzahlen sorgen für
Jubelarien.

Dabei hat man das eigentliche Ziel aus den Augen verloren. Ging es nicht
um die Reduktion des Kraftverkehrs? Aber daüber reden die
Verantworlichen nicht gern, denn der Fuhrpark der Stadt wächst weiterhin
um etwa 350 Kraftfahrzeuge. Täglich!

Ganz allmählich macht sich die Erkenntnis breit, daß Fahrräder und
Radwege kaum einen Autofahrer aus der Blechdose holen. Das Parlament hat
MiBici für dieses Jahr die Mittel um 60 % gekürzt. (Sehr schön,
hoffentlich sparen sie dann auch am Radwegebau.) Der Gouverneur, der
sich doch so sehr der Radverkehrsförderung verschrieben hat, hat 2017
aufgrund der 15%igen Benzinpreiserhöhung die Abgasuntersuchung
ausgesetzt. 2018 (Wahljahr!!) gibt es ein weiteres Bonbon: letzte Woche
hat das Parlament die Parkhäuser in den Einkaufszentren gesetzlich dazu
verpflichtet, die erste Stunden Parken kostenlos anzubieten. Die
einzige Bedingung, 4 € Mindesteinkauf, will der oberste Streiter für die
Verkehrswende auch noch abschaffen. Hat er versprochen.

In Deutschland ist natürlich alles ganz anders. Endlich werden die
langersehnten Radschnellwege gebaut, tausende von Autofahrern warten
schon darauf, endlich ihre Dose stehenlassen zu können.
Post by Christoph Strauch
Das impliziert dann auch Winterdienst und Straßenreinigung. Gerne auch
nicht zu enge Kurvenradien und wenige Kreuzungen. All das wird es bei
dem projektierten Weg im Bereich des frankfurter Stadtwaldes nicht
geben.
Natürlich nicht. Es geht ja nur um Radfahrer.
--
bli
Tomas Graser
2018-03-24 16:34:15 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Thomas Bliesener
| Knoflacher: Das Auto hat sich wie ein Virus in unserem Gehirn
| festgesetzt. Und zwar nicht irgendwo, sondern genau da, wo wir mit
| rationalen Argumenten nicht mehr zu erreichen sind.
<http://www.spiegel.de/spiegel/autos-in-innenstaedten-wir-haben-systematisch-stau-erzeugt-a-1196234.html>
Scheint ja ein aufsehenerregendes Interview zu sein im Spiegel.

Leider konnte ich nur ein Medienecho auftun;
http://www.heute.at/oesterreich/wien/story/-Wir-haben-den-Stau-in-Wien-absichtlich-erzeugt--40107333
das Zeitschriftenoriginal in der städtischen Bibliothek ist - als einziges
in der sonst vollständigen Reihe - verschwunden.

Hier laufen seit kurzem hektische Aktionen zur Luftreinhaltung: auch in
Reutlingen wird nun absichtlich gepförtnert/gestaut. Nach Handlungsanweisung
des politisch unverdächtigen, CDU-geführten Regierungspräsidiums.
https://www.gea.de/reutlingen_artikel,-was-leser-am-ampelstau-kritisieren-_arid,6045187.html
Anton Ertl
2018-03-24 17:36:55 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Tomas Graser
Post by Thomas Bliesener
| Knoflacher: Das Auto hat sich wie ein Virus in unserem Gehirn
| festgesetzt. Und zwar nicht irgendwo, sondern genau da, wo wir mit
| rationalen Argumenten nicht mehr zu erreichen sind.
<http://www.spiegel.de/spiegel/autos-in-innenstaedten-wir-haben-systematisch-stau-erzeugt-a-1196234.html>
Scheint ja ein aufsehenerregendes Interview zu sein im Spiegel.
Leider konnte ich nur ein Medienecho auftun;
http://www.heute.at/oesterreich/wien/story/-Wir-haben-den-Stau-in-Wien-absichtlich-erzeugt--40107333
das Zeitschriftenoriginal in der stÀdtischen Bibliothek ist - als einziges
in der sonst vollstÀndigen Reihe - verschwunden.
Moeglicherweise habe ich die Papierversion davon gelesen, jedenfalls
ein Echo in irgendeinem kleinformatigen Boulevardblatt.

Wenn's das gleiche war, haben sie in der Papierversion die weniger
aufregenden Sachen, z.B. dass das schon vor Gruendung der Gruenen war,
weggelassen.

Dafuer gab's aber ein Bild vom Stau am Matzleinsdorfer Platz. Der
Stau ist seit Mitte Jaenner da und wird noch ein paar Jahre da
bleiben, weil der halbe Platz dieses hochrangigen
Verkehrsknotenpunktes wegen eines U-Bahn-Baus gesperrt ist. Danach
ist's wohl wieder wie vorher, hat also nichts mit dauerhaften
Strassenverengungen zu tun.

Ansonsten halte ich mehr davon, das Parken auf oeffentlichen Strassen
abzuschaffen oder zumindest so teuer zu machen, dass keiner mehr will.
Das bewirkt, dass weniger Autofahrer herfahren wollen und sorgt so
fuer weniger Stau, und macht gleichzeitig Platz frei fuer sinnvolle
Arten, den Strassenraum zu nutzen.

- anton
--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/
Radfahrer sollten vor oder hinter fahrenden Kfz fahren und nicht daneben
Tomas Graser
2018-03-24 19:09:09 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Anton Ertl
Ansonsten halte ich mehr davon, das Parken auf oeffentlichen Strassen
abzuschaffen oder zumindest so teuer zu machen, dass keiner mehr will.
Parken, das ist meines Erachtens *der* Schlüssel zur Regulierung des
motorisierten Mobilitätswahns.


Das adfc-Filmchen lässt erahnen, welche Qualitätssteigerungen da bewirkt
werden könnten.
Martin Wohlauer
2018-03-24 19:14:24 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Anton Ertl
Ansonsten halte ich mehr davon, das Parken auf oeffentlichen Strassen
abzuschaffen oder zumindest so teuer zu machen, dass keiner mehr will.
Das bewirkt, dass weniger Autofahrer herfahren wollen und sorgt so
fuer weniger Stau, und macht gleichzeitig Platz frei fuer sinnvolle
Arten, den Strassenraum zu nutzen.
Da bin ich durchaus ganz nah bei dir. Aber gerade wieder live und in
Farbe in unserem Käseblatt zu lesen:

https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Augsburgs-Innenstadt-Haendler-fordern-ein-Parkleitsystem-id50724161.html

Klar, wenn draußen vor der großen Stadt kostenloses Parken und
brauchbare Alternativen existieren oder das Internet einfach noch
bequemeres Einkaufen ermöglicht, lockt man die Leute mit
nicht-kostenlosen-aber-zu-billigen Parkplätzen sicherlich in die Stadt.
Liegt dann ja vor allem daran. Sie raffen es einfach nicht, dass das
Problem eine sich wandelnde Handelssituation ist. Deswegen muss es
sicher an den Parkplätzen liegen, dass keiner der Umlandaugsburger zum
Einkaufen in die Stadt will. Deswegen ist das einzige, was hilft, die
Preise für Parkraum im Keller zu halten. Klaro. Ist ja nicht so, als
wenn nach Augsburg rein fahren schon beschissen genug ist, um die Leute
abzuhalten und die Angebote woanders eben existieren.

Grüßle,

Martin.
U***@web.de
2018-03-24 19:45:51 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Anton Ertl
Ansonsten halte ich mehr davon, das Parken auf oeffentlichen Strassen
abzuschaffen oder zumindest so teuer zu machen, dass keiner mehr will.
Das bewirkt, dass weniger Autofahrer herfahren wollen und sorgt so
fuer weniger Stau, und macht gleichzeitig Platz frei fuer sinnvolle
Arten, den Strassenraum zu nutzen.
Ich bin mir da nicht sicher, ob man mit lokaler Verteuerung
oder rein lokal kostenlosen ÖPNV sich nicht innerstädtische
Pkw-Fahrten durch solche mit weiterer Zulaufstrecke ersetzt.

Da fallen Parkentgelte relativ weniger ins Gewicht,
und man freit sich, daß die Städter ihre Stadt nicht selbst
mit ihren eigenen Autos zustauen.

Gruß, ULF
Hans CraueI
2018-03-24 22:16:48 UTC
Permalink
Raw Message
Anton Ertl schrieb
Post by Anton Ertl
Ansonsten halte ich mehr davon, das Parken auf oeffentlichen Strassen
abzuschaffen oder zumindest so teuer zu machen, dass keiner mehr will.
Das bewirkt, dass weniger Autofahrer herfahren wollen und sorgt so
fuer weniger Stau, und macht gleichzeitig Platz frei fuer sinnvolle
Arten, den Strassenraum zu nutzen.
Voellig einverstanden. Mir ist aber zudem an einer deutlichen
Senkung der Auto-Fahrgeschwindigkeiten gelegen, sowohl was die
Hoehe der Beschraenkungen als auch deren Einhaltung (am besten
mittels automatischer Abregelung) angeht.

Hans
Martin Gerdes
2018-03-25 09:15:40 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Tomas Graser
Post by Thomas Bliesener
| Knoflacher: Das Auto hat sich wie ein Virus in unserem Gehirn
| festgesetzt. Und zwar nicht irgendwo, sondern genau da, wo wir mit
| rationalen Argumenten nicht mehr zu erreichen sind.
<http://www.spiegel.de/spiegel/autos-in-innenstaedten-wir-haben-systematisch-stau-erzeugt-a-1196234.html>
Scheint ja ein aufsehenerregendes Interview zu sein im Spiegel.
DAS hier gefällt mir am besten:

| Knoflacher: ... Mitunter schnalle ich auch mein Gehzeug um,
| das ich 1975 entworfen habe.

| SPIEGEL: Das was?

| Knoflacher: Das ist quasi ein tragbarer Rahmen im Autoformat,
| der zeigen soll, wieviel Platz ein Auto braucht, das ja meist
| mit nur einem Menschen belegt ist. Damit bin ich dann auf den
| Straßen herumspaziert.

:-)

(Bei Youtube gibt es Videos davon)

Volker Borchert
2018-03-17 14:26:21 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Susanne Jäger
Gut gemachte Radschnellwege haben m.E. neben einem hoffentlich realen
auch einen nicht zu unterschätzenden Werbevorteil, um Leute zu einem
Umstieg von Auto auf Fahrrad zu motivieren.
Einige wenige, die in deren Nähe wohnen, vielleicht.
Den anderen liefern sie eine weitere willkommene Ausrede.
--
"I'm a doctor, not a mechanic." Dr Leonard McCoy <***@ncc1701.starfleet.fed>
"I'm a mechanic, not a doctor." Volker Borchert <***@despammed.com>
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